Prüfmaschine für dynamischen Betrieb, insbesondere Schwingungsprüfmaschine
Die Erfindung bezieht sich auf eine ein Querhaupt und mit Muttern versehene Gewindesäulen aufweisende Prüfmaschine für dvnamischen Betrieb, insbesondere Schwingungsprüfmaschine.
Bei Prüfmaschinen für wechselnde Belastung tritt stets die Notwendigkeit auf, das Querhaupt der Machine mit den zugehörigen Gewindesäulen in äus- serst feste Verbindung zu bringen. Mit Hilfe der auf den Gewindesäulen befindlichen Muttern allein konnte dies nicht so ohne weiteres erreicht werden, da die Muttern in axialer Richtung durch die wechselnden Kräfre stark beansprucht werden und sich daher in folle ihrer elastischen Verformun einerseits und durch das Flankenspiel des Gewindes andererseits leicht lösen.
Es wurde somit dazu übergegangen, die Muttern der Gewindesäulen durch Verspannung, d. h. durch Konterung zu sichern, Auf diese Weise gesicherte Muttern konnen jedoch nur bei Aufwendung sehr grosser Kräfte mechanisch wieder gelöst werden. so dass diese Art der Befestigung bei Prüfmaschinen insofern nicht anwendbar war, als dort die Bendingung besteht, die Mutern zwischen den einzelenen Prüfvorgängen wieder letcht lösen und einfach verstellen zu können.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht folglich darin. das Querhaupt gegenüber den Ge windesäulen in Beseitigung des Gewindespieles zwischen diesen Bauteilen in einfacher Weise fest zu verspannen und andererseits diese Verspannung leicht und schnell wieder zu 16sen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass die Prüfmaschine zur Verspannung der Muttern mit Gewindesaulen und dem Querhaupt und zum Lösen dieser Verbindung mit einer aus Zylinder und Kolben bestehenden Hydraulik ausgerüstet ist. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung findet zur Durchführung der hydraulischen Massnahme je Gewindesäufe ein ringförmiger Stufenkolben Verwen dune. Besonders zweckmässig ist es dabei,
zwischen die beidenMutterneinerGewindesäuleeinenMitneh- merstift vorzusellen. Es werden somit die auf einer Gewindesäule befindlichen Muttern in der Weise gegen die einander abgewendeten Gewindeflanken der Gewindesäule verspannt dass der zwischen den Vluttern befindliche Stufenkolben unter Oldruck eine nach aussen gerichtete Kraft aufbringt und diese über die Muttern überträgt. Infolge des Mitnehmerstiftes zwischen den beiden Muttern ist nach Ablassen des Öldruckes aus dem Stufenkolben die Verstellung beider Muttern durch Antrieb nur einer von beiden möglich.
Für Sonderfälle kann in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zusätzlich eine mechanische Feststellvorrichtung in Gestalt eines mit Handhebel ausgerüsteten Ge winderinges vorgesehen sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung und der nachfolgenden Beschrei- bung.
In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise durch einen Teii-Längsschnitt veranschaulicht.
In der Zeichnung ist mit I das Querhaupt einer Schwingungsprüfmaschine bezeichnet, weiches entsprechend den beiden Pfeilrichtungen bewegbar ist. Durch dieses Querhaupt I oehen die Gewindesäulen 2 und 2a, auf denen die Muttern 3 und 4 bzw. 3a und 4a sitzen.
Zum Verstellen des Querhauptes I werden die Muttern 3 und 3a durch einen Kettenantrieb 5 gedreht. Je ein Mitnehmerstift 6 bzw. 6a nimmt die Muttern 4 bzw. 4a mit, so dass jeweils beide Muttern ihre neue Stellung leicht erreichen. Wenn die neue Stellung erreicht ist, so wird aus einer nicht dargestellten Druckölpumpe über je eine Rohrleitung 7 bzw. 7a Drucköl in die Zylinderräume 8 bzw. 8a unter die zugehörigen Stufenkolben 9 bzw. 9a gegeben. Jeder der Stufenkolben 9 und 9a ist unter Bildung der Zylinderräume 8 und 8a im Ouerhaupt 1 geführt und greift unter die Muttern 3 bzw.
3a. Die Koiben 9 und 9a sind durch Einschleifen oder bekannte Dichtmitteh wie 0-Ringe oder Nlanschetten gegenüber dem Querhaupt I abgedichtet.
Wenn nun Drucke) in die Zytinderraume 8 und 8a gegeben wird, bewegen sich die Kolben 9 und 9a gegenüber dem Querhaupt I nach oben, wodurch auf die Muttern 3 und 3a durch die Kolben eine nach oben se- richtete Kraft soiange ausgeübt wird, bis sich diese Mattern gegen die Gewindeflanken jeder der Gewindesitulen 2 und 2a anlegen. Desaleichen veranlasst das Ouerhaupt L dass sich die Muttern 4 und 4a gegen die entgegengesetzten Gewindeflanken der Gewindesäulen 2 und 2a anpressen, wodurch die gewünschte Verspannung und Arretierung der Muttern 3, 4 und 3a, 4a und damit d) e feste Lage des Ouerhauptes 1 eintritt.
Ein Losen dteser Verspannung oder Arretierung kann durch einfaches Ablassen des Oles aus den Zylinder- räumen S und 8a iierbeigeführt werden, sodassdie Muttern 3, 4 und 3a, 4a dann wieder beweglich sind.
Falls es Sonderfalle erfordern sollten. kann zusätz- lich eine mechanische Verspannung der Muttern 3, 4 und 3a. 4a vorgenommen werden, wozu der a) s Stufenkolben ausgebildete Bauteil an scinem oberen Teil mit einem @ Gewinde 10 bzw. 10a versehen wird. auf das eine am einem Handgriff 1 bzw. 11a ausgerüsteter Gewindering 12 bzw. 12a dann aufgeschraubt un festgezogen wird, wenn durch die Hydraulik der Stufenkolben 9 bzw, 9a seine oberste Lage erreicht hat. Es kann nämlich dann das Drucköl aus den Zwilinderräumen 8 und Sa abgelassen werden und die volle Arretierungskraft bleibt trotzdem durch die Gewinderinge 12 und 12a erhalten.
Es sei ei iiocii Muttern 3, 4 und 3a, 4a leicht zu verstellen, nur dann erfüllt wird wenn nur mit hydraulischer Vrspannung tuber die Zvlinderraiume 8 und 8a eearbeitet wird. also die Sondertösung durch ZuhDfenahme des Gewindcrin- ges 12 und 12a in Fortfall kommt.