Kasten zur Aufnahme von Schubladen Die Erfindung betrifft einen Kasten zur Aufnahme von Schubladen, der als Aufbaueinheit für Schränke verwendbar ist, mit rechteckigem Querschnitt und Füh rungsschienen für die Schubladen.
Aus solchen Kästen zusammengesetzte Schränke werden z. B. in Lager- und Verkaufsräumen von Eisen warengeschäften, Drogerien usw. verwendet, also dort, wo sehr viele verschiedene Artikel mit verhältnismässig kleinen Abmessungen übersichtlich aufbewahrt werden müssen. Da die nötigen Mengen der einzelnen Artikel und ihre Grössen sehr verschieden sein können, lässt sich eine optimale Raumausnutzung mit gleich grossen Schub laden nicht erzielen. Es ist deshalb erwünscht, Schub laden verschiedener Grössen verwenden zu können. Da sich der Bedarf an einzelnen Artikeln im Laufe der Zeit stark ändern kann, ist es erwünscht, die Schub ladengrössen wechseln zu können.
Durch die Erfindung soll ein Kasten der eingangs genannten Gattung so ausgebildet werden, dass die An passung eines aus solchen Kästen zusammengesetzten Schrankes an die jeweiligen Bedürfnisse leicht möglich ist.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch ge löst, dass an der Decke des Kastens ausser in den oberen Kastenecken angeordneten Schienen zwischen diesen lie gend mindestens zwei weitere Schienen angeordnet sind und dass an jeder Kastenseitenwand im Bereich zwischen den unteren und oberen Ecken mindestens eine Schiene vorgesehen ist, damit dem Kasten auf Schienen ein schiebbare Schubladen verschiedener Grösse zugeordnet werden können, wobei die Breite der Schubladen je nach dem Abstand der einzelnen Schienen variierbar ist.
Bei einem solchen Kasten können ohne irgendwelche Änderungen am Kasten selbst Schubladen verschiedener Grösse eingeschoben werden. Dabei können auch Schub laden verschiedener Höhe verwendet werden. Die Höhe der höheren Schubladen kann ein ganzes Vielfaches, z. B. das doppelte der Höhe, der niedrigeren Schubladen sein. Bei einem Kasten, der in der Mitte der Seiten- wände Führungsschienen aufweist, können also wahl weise Schubladen doppelter Höhe eingeschoben werden, die über die gesamte Kastenhöhe reichen. Es können aber auch Schubladen mit halber Höhe eingeschoben werden, so dass der Kasten zwei Etagen aufweist. Die an der Decke des Kastens geführten Schubladen können verschiedene Breiten haben.
Bei den Grössen mit den grösseren Breiten wird bzw. werden eine oder mehrere Schienen überbrückt, während bei der schmälsten Schub ladengrösse die Schubladen ohne Überbrückung von Schienen an zwei benachbarten Schienen geführt sind.
Die an der Kastendecke angeordneten Schienen kön nen gleichmässig verteilt sein, wobei acht Schienen für vier Schubladen der schmälsten Ausführung vorgesehen sein können. Die Breiten der verschiedenen Schubladen grössen verhalten sich dann wie 1 : 2 : 3 : 4. In diesem Fall sind vier verschiedene Schubladenbreiten vorhan den, nämlich eine grösste Breite, die die gesamte Kasten breite überbrückt, eine mittlere, die halbe Kastenbreite überbrückende Grösse und eine schmälste Schublade, die nur ein Viertel der Breite des Kastens einnimmt. Wird ausser den an der Kastendecke aufgehängten Schubladen eine untere Etage verwendet, so muss die dort einge schobene Schublade die gesamte Kastenbreite überbrük- ken, sofern sich diese Schublade an den Seitenwänden abstützt.
Sollte sich die Schublade auf dem Boden ab stützen, so könnten auch in der unteren Etaoe ver schiedene Breiten eingesetzt werden.
Einander benachbarte, verschiedenen Schubladen zu geordnete Schienen können zu einer einzigen Schiene mit der Querschnittsform eines umgekehrten T vereinigt sein. Bei einem aus Kunststoff gespritzten Kasten kön nen die Schienen unmittelbar an die Wand angeformt sein. Bei einem aus Blech hergestellten Kasten kann man die Schienen auch vorteilhafterweise dadurch erhalten, dass an der Kastendecke im Querschnitt C-förmi-e Bleche befestigt werden, vorzugsweise durch Punkt schweissung. Die eigentlichen Schienen werden dann durch die freien Schenkel der C-förmigen Bleche gebil det.
In Lager- und Verkaufsräumen ist es oft erforder lich, die Schubladen aus dem Schrank herauszuziehen und auf einem Tisch abzustellen. Bei dieser Art der Handhabung ist es von grossem Vorteil, wenn die Schubladen aufeinander gestapelt werden können. Um dies zu ermöglichen, können die Schubladen stapelbar ausgebildet werden und an ihren oberen Rändern Sta pelränder und das seitliche Abrutschen aufgesetzter Schubladen verhindernde Anschlagleisten aufweisen. Da bei können an allen vier Seiten der Schubladen An schlagleisten vorgesehen werden, wobei jedoch an der hinteren Anschlagleiste der grösseren Schubladen Aus sparungen für d:e@unbenutzten Schienen angeordnet sein können.
So ausgebildete Schubladen können bequem aufeinander gestapelt werden, ohne dass das Einstürzen des Stapels zu befürchten ist. Durch die Anordnung von Stapelleisten und Anschlagleisten auch an den Schmalseiten können auch die schmäleren Schubladen sicher auf breiteren Schubladen abgestellt werden, da sie ja in ihrer Längsrichtung fixiert sind.
An den Schubladenvorderseiten können Griffleisten angeordnet sein, deren Innenseiten zugleich Anschlag leisten sind. Auf diese Weise erhält man trotz dem Vor handensein der Anschlagleisten eine einfache und an sprechende Form der Schubladen. Die Schubladenböden können an den Seitenkanten und der hinteren Kante über die Seitemvände vorgezogen sein und dienen dann in der Stapelstellung als Abstützung. Auf diese Weise erhält man bei senkrechten Seitenwänden und geringer Wandstärke eine ausreichend breite Stapelauflage.
Um die erfindungsgemässen Kästen nicht nur als Schubladenkästen verwenden zu können, sondern auch unmittelbar als Behälter, können dem Kasten Trenn bleche zugeordnet sein. wobei die Seitenwände schräg abgeschnitten sind und die Kastendecke gegenüber dem Kastenboden zurückgesetzt ist. Bei einer solchen Aus bildung des Kastens kann dieser mittels der Trenn bleche in einzelne Fächer unterteilt werden. Der Kasten wird dann vorzugsweise auf dem Kopf stehend ver wendet, wobei man durch die schräg abgeschnittenen Wände eine grosse Sichtöffnung erhält,' die die Übersicht über den Inhalt und auch das Herausnehmen des In haltes erleichtert.
An der Vorderkante des Kastenbodens kann eine das Herausfallen von auf dem Boden abgelegten Gegen ständen verhindernde Vorsatzleiste angeordnet werden. In diesem Fall können auch lose Gegenstände, wie z. B. Schrauben oder Muttern, im Kasten aufbewahrt werden, ohne dass das Herausrollen solcher Teilchen zu befürchten ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Er findung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen senkrechten Querschnitt durch einen aus Kunststoff gespritzten Kasten gemäss der Erfindung, Fig. 2 einen Querschnitt durch einen aus Blech bestehenden Kasten, Fig. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 eine perspektivische .Ansicht einer Schublade, Fig. 5 einen Schnitt durch die Schublade nach Linie V-V in Fic. 4, Fig. 6 eine Seitenansicht eines Tisches mit Kästen,
bei denen die Seitenwände schräg abgeschnitten sind, Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Kastens mit #chräg abgeschnittenen Seitenwänden und Fig. 8 einen Teilschnitt nach Linie VIII-VIII in Fig. 7. Der in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte Kasten besteht aus Kunststoff. Er hat einen Boden 1, eine Decke 2 und Seitenwände 3a und 3b. Die Vorderseite des Kastens ist offen, während die Rückseite durch eine Rückwand abgeschlossen ist.
An der Decke 2 des Kastens sind mehrere Füh rungsschienen angeordnet, nämlich in den oberen Ecken befindliche Schienen 4, 5 und zwischen diesen liegende Schienen 6 bis<B>11.</B> Die Schienen 6; 7, 8%9, <B>10/11</B> sind zu einer im Querschnitt T-förmieen Schiene vereinigt. An den Seitenwänden 3a, 3b sind Schienen 12. 13 angeordnet. Oberhalb dieser Schienen sind Vorsprünge 12a, 13a angeordnet, die ein Abheben der Schublade von den Schienen 12, 13 verhindern. Sämtliche Schienen bestehen mit dem aus Kunststoff gespritzten Kasten aus einem Stück.
In den Kasten sind Schubladen verschiedener Grösse eingeschoben. Mit ausgezogenen Strichen sind zwei schmale Schubladen 1-1,15 und eine breitere Schublade 16 gezeichnet. Die Höhe der Schubladen ist so, dass sie die gesamte lichte Höhe des Kastens einnehmen, wobei allerdings die Böden der Schubladen nicht auf dem Kastenboden 1 aufsitzen, so dass die Schubladen hängend im Kasten gehalten sind. Aus Fig. 1 ist zu ersehen, dass die Schublade 16, die doppelt so breit ist wie die Schubladen 14,15, nur an den Schienen 9 und 5 hängt, während die Schienen 10 und 11 über brückt sind.
Eine weitere Schubladeneinteilung ist mit "estrichel- ten Linien eingezeichnet. Die gestrichelt eingezeichneten Schubladen sind nur halb so hoch wie die mit aus"e- zogenen Linien eingezeichneten Schubladen. Gezeichnet ist eine obere schmale Schublade<B>17,</B> eine obere breite Schublade 18 und eine untere breite Schublade 19. Die Schublade 18 hat die dreifache Breite der Schub lade 17 und die Schublade 19 die vierfache Breite der Schublade 17. Die obere Schublade 18 hängt nur an den Schienen 4 und 10 und überbrückt die Schienen 6, 7, 8 und 9. Die untere breite Schublade 19 überbrückt die gesamte Breite des Kastens.
Dies ist erforderlich, da zwischen den Schienen 12 und 13 keine Führungen angebracht werden können.
Aus Fie. 1 ist klar, dass durch die Erfindung viele Variationsmöglichkeiten eröffnet wurden. So können mit dem Kasten vier verschiedene Schubladenbreiten verwendet werden, nämlich eine schmale Ausführung, eine Ausführung von doppelter Breite, eine von drei facher Breite und eine von vierfacher Breite. Ferner können Schubladen verschiedener Höhe eingesetzt wer den. Der Kasten nach den Fig. 2 und 3 besteht aus Blech, hat aber die gleiche Einteilung wie der Kasten nach Fig. 1. Die oberen Schienen sind in diesem Fall durch die freien Schenkel 20 von im Querschnitt C-för- migen Blechen 21 gebildet.
Die Bleche 21 sind an der Decke 2' des Kastens durch Punktschweissum, befestigt. Die seitlichen Schienen 12', 13' sind in diesem Fall Winkelprofile, die ebenfalls durch Punktschweissung mit den Seitenwänden 3'a, 3'b verbunden werden können. Aus Fig. 3 ist zu ersehen. dass die freien Ränder des Kastens im Querschnitt U-förmig abgekantet sind (Ab- kantung 22). Hierdurch erhält man die nötige Randver steifung.
In den Fie. 4 und 5 ist eine stapelbare Schublade dargestellt. Diese Schublade hat einen Boden 23, zwei Seitenwände 24a, 24b, eine Rückwand ?5 und eine Vorderwand 26. Der Boden 23 steht über die unteren Seitenkanten und die hintere Kante vor, so dass ein um drei Seiten laufender Auflageflansch 56 gebildet wird. Die Wände 24a, 24b, 25 und 26 sind abgekröpft, so dass ein um den ganzen oberen Rand des Kastens laufender Stapelrand 27 und eine das seitliche Abrut schen eines aufgestapelten Kastens verhindernde An schlagleiste 28 entsteht. Die Anschlagleiste 28 ist an der Rückwand 25 bei 29 ausgespart.
An der Kastenvorderseite ist die Anschlagleiste 28 mit der Griffleiste 30 kombiniert; die Griffleiste 30 ist so gekrümmt, dass eine nach unten offene Höhlung 31 entsteht. Der Stapelrand 27 ist an der Vorderseite etwas schmäler ausgebildet (Breite b,) als an den ande ren Seiten (Breite b-). Im Bereich der Vorderseite ist am Stapelrand ein Schlitz 32 vorgesehen, über den eine Aufnahmetasche 33 für ein in Richtung des Pfeiles 50 einschiebbares Etikett 51 zugänglich ist.
Bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Schublade hudelt es sich um eine Schublade von mittlerer Breite, die zwei an der Kastendecke b;.findliche Schienen, also eine der T-förmigen Schienen überbrückt. Um diese Überbrückung zu ermöglichen, ist die Aussparung 29 vorgesehen. Der vorstehende Rand 26 des Bodens 23 gewährt auch bei dünner Wandstärke, also bei einer Blechausführung, einen ausreichend breiten Auflagerand.
Der in FiQ. 7 dargestellte Kasten hat einen Boden 34, mit Abschrägungen 35 versehene Seitenwände 36a, 36b und eine Decke 37, die eine wesentlich geringere Tiefe als der Boden 34 hat. Auf dem Boden 34 sind C-förmig gebogene Bleche entsprechend Fig. 2 befestigt, durch die Führungsschienen gebildet werden. Auf die Führungsschienen sind Trennbleche 38 aufschiebbar. An der Vorderseite des Kastens ist eine Vorsatzleiste 39 befestigbar. Ein solcher Kasten kann sowohl zusammen mit Schubladen als auch unmittelbar als Behälter ver wendet werden. Diese beiden Verwendungsmöglichkei ten sind in Fig. 6 dargestellt.
Auf einen Tisch 40 sind zwei Kästen nach FiQ. 7 aufgesetzt, wobei jedoch die Decke 37 unten liegt. In diese Kästen sind Schubladen 41, 42, 43 eingeschoben, wobei alle Variationsmöglich keiten, die anhand von Fig. 1 beschrieben wurden, mög lich sind. Unterhalb der Tischplatte 40 ist ein Kasten 44 in der in Fig. 7 gezeichneten Lage aufgehängt. Das Lauergut wird unmittelbar auf dem Kastenboden 34 gelagert und ist infolge der Abschrägungen 35 der Seitenwände gut sichtbar und leicht zu erreichen.
In Fig. 8 ist ein Kasten mit Trennwänden, entsprechend den Wänden 38, dargestellt, wobei der Kasten jedoch aus Kunststoff besteht. Die Führungsschienen sind in diesem Fall wie beim Kasten nach FiQ. 1 einstückig mit den Kastenwänden ausgebildet. Zur gegenseitigen Fixierune der Kästen sind an ihren Oberseiten Füh rungsschienen 45 und an ihren Unterseiten Führungs leisten 46 angespritzt, die in der aus Fig. 8 ersichtlichen Weise ineinander2reifen. Die Trennwände 38 sind unten im Querschnitt so C-förmig ausgebildet (bei 47), dass sie die im Querschnitt T-förmigen Schienen umgreifen.
Zur Fixierung des oberen Randes der Trennwände können an den Kasten Führungsleisten 48 angespritzt sein.