Wertmarkensatz und Verwendung desselben Die Erfindung betrifft einen Wertmarkensatz. aus einer Serie verschiedener Wertmarken und dessen Ver wendung in einem Abtastgerät.
Die Erfindung hat den Zweck, eine Wertmarke zu schaffen, die mit einer geringen Zahl möglicher Markie rungen Teil einer grösseren Serie sein kann und die durch einfache Mittel eindeutig abtastbar ist. Eine Wert marke mit vier möglichen Markierungen kann somit in einer Serie von fünfzehn Wertmarken mit einer der fünf zehn verschiedenen Kombinationen von Markierungen versehen werden. Die Abtastung sowie auch die weitere Behandlung der Wertmarken in einer Maschine lassen sich besonders leicht durchführen, da die Marken den gleichen Aussendurchmesser haben.
Der erfindungsgemässe Markensatz aus einer Serie verschieden markierter Wertmarken ist hierzu dadurch gekennzeichnet, dass diese Wertmarken aus kreisför migen Platten gleichen Durchmessers bestehen, welche entlang einer diskreten Anzahl von konzentrischen Krei sen ein oder mehrere, die Platten durchsetzende Löcher aufweisen.
Gegenstand der Erfindun- ist ferner die Verwen dung eines derartigen Wertmarkensatzes in einem Ab tastgerät. welches erfindungsgemäss dadurch gekenn zeichnet ist, dass die Löcher der Marken an einer Emp fangsstelle mittels Tastgliedern abgetastet werden, die auf konzentrischen, in ihrem Halbmesser dem Abstand der Löcher vom Markenmittelpunkt entsprechenden Kreisen so dicht aufeinanderfolgend angeordnet sind, dass sämtliche Löcher unabhängig von der jeweiligen Drehungslage der Marke an der Empfangsstelle von den Tastgliedern erfasst werden.
Anhand der Zeichnung sollen nun einige Ausfüh rungen von Wertmarken aus erfindungsgemässen Wert markensätzen näher beschrieben werden, sowie gleich- zeitig eine in erster Linie für Zeitanzeige bestimmte Vorrichtung zum Abtasten der Wertmarke. Es zeigen: Fig. 1 die Marke in einer Ausführung; Fig. 2 die Marke in einer anderen Ausführung; Fig. 3 die Abtastvorrichtung; Fig. 4 in grösserem Massstab den mit den Tastglie- dern versehenen Teil der Vorrichtung;
Fig. 5 die Schaltung der Tastglieder an eine Relais gruppe mit Ausgangsleitungen; Fig. 6 die genannten Ausgangsleitungen mit einer Zeituhr zum Feststellen von Zeitspannen kombiniert. Die in Fig. 1 dargestellte Wertmarke 1, die die Form einer kreisförmigen Platte hat, ist im vorliegenden Falle mit vier Löchern 2-5 versehen. Das Loch 2 ist im Mittelpunkt der Platte 1 angeordnet, während die Lö cher 3-5 aus Schlitzen bestehen, die in verschiedenen Abständen vom Mittelpunkt der Platte 1 liegen. Vom Mittelpunkt der Platte 1 können die Abstände wie folgt sein: 7 mm für den Schlitz 3, 14 mm für den Schlitz 4 und 21 mm für den Schlitz 5. Andere Abstände können auch in Frage kommen.
Selbstverständlich braucht auch nicht der Unterschied zwischen den Abständen gleich gross zu sein.
Die Ausdehnung der Löcher 3-5 ist von der Dichte der Tastglieder der Abtastvorrichtung abhängig. Je dich ter die Tastglieder angeordnet sind, um so geringere Ausdehnung brauchen die Löcher 3-5 zu haben. Ge- mäss Fig. 1 sind die Schlitze 3-5 bogenförmig und die Krümmungsmittelpunkte der Schlitze sind im Mittel punkt der Platte 1 gelegen, wobei die Krümmungshalb- messer den Abständen der Schlitze 3-5 vom Mittel punkt der Platte 1 Bleich sind.
Jeder Schlitz 3-5 hat eine Länge von etwa einer Viertelumdrehung, so dass jeweils ein Tastglied in den Schlitz einsreifen kann, falls mindestens vier gleichmässig verteilte Tastglicder jedem Schlitz entsprechen. Die Wertmarke gemäss Fig. 2 ist grundsätzlich der Wertmarke gemäss Fig. 1 identisch. Der einzige Unter schied licot darin, dass jeder Schlitz 3-5 in vier Teile unterteilt worden ist, deren zusammengerechnete effek tive Ausdehnung etwa eine Viertelumdrehung beträgt.
Die Marke gemäss Fig. 2 gibt beim Abtasten also das selbe Ergebnis wie die Marke gemäss Fig. 1. Mit Rücksicht darauf wird die Reihenfolge der Marke in der Serie nicht von der Anzahl Schlitze und der Lage der Schlitze bestimmt, sondern von der Anzahl verschiede ner Abstände der Schlitze zum Mittelpunkt der Marke und der Grö#>sc dieser @btärtde.
Es leuchtet im Hinblick auf Obiges ein, dass sich die Schlitze 3-5 im Verhältnis zueinander auf ihren Kreisen verschieben lassen, ohne dass dies den Ab tastvorgang beeinflusst. Zu derartigen Verschiebungen kann man also greifen, um Fälschun,-,en zu vermeiden.
Die in Fig. 3 dargestellte Abtastvorrichtung weist den Markeneinwurf 6 auf, der über eine geneigte Roll bahn 7 zu der Empfangsstelle 8 für die Wertmarken führt. Die Empfangsstelle 8 ist mit den Tastgliedern 9 zum Abtasten der Marken versch n. Die Abtastvor- richtung weist ferner ein Anhalteglied 10 und einen Markenaustritt 11 auf, welch letzterer beispielsweise mittels eines Schiebers geschlossen und geöffnet werden kann.
Mit 12 ist ein iVfikroschalter bezeichnet, der dann eine Beleuchtung anzündet. wenn die Tastglieder 9 aus Photozellen oder dgl. bestehen. Die Bel:uchtung soll demnach auf die Tastglieder 9 einwirken.
Die Tastglieder 9 sind an konzentrischen Kreisen angeordnet. deren Halbmesser den Abständen der Lö cher 2-5 vom Mittelpunkt der Wertmarke 1 gleich sind. Die Tastglieder 9 sind dabei auf den Kreisen so dicht angeordnet. dass sich sämtliche Löcher 2-5 ab tasten lassen. gleichgültig welche Drehungslage die Mar ke 1 in der Empfangsstelle 8 der Abtastvorrichtung ein nimmt. Sind die Tastalieder 9 kreisrund, können die Löcher eine sehr geringe seitliche Ausdehnung haben. Sind dagegen die Löcher kreisrund, genügt es ein ein ziges Tastalied 9 von beschränkter Ausdehnung in je dem Kreis vorzusehen.
Die Löcher der Marke 1 können kreisrund sein, falls sie beispielsweise aus durchschei nenden Teilen einer im übrigen nicht durchscheinenden Scheibe aus beispielsweise Kunststoff bestehen.
Bei dem dargestellten Beispiel, wo die Wertmarke 1, welche aus irgendeinem zweckmässigen Metall besteht, jedoch auch aus anderem TNIaterial bestehen kann, Durchtrittslöchcr 2-5 aufweist, sind die Tastglieder 9 auf ihren Kreisen in einem Abstand untereinander gleichmässig wert; ilt. welcher höchstens gleich gross ist wie die effektive Ausdehnung der entsprechenden Lö cher der Marke 1.
Im Normalfall ist die Anzahl Tast- glieder 9 in jedem Kreis L1!eich gross. Selbstverständlich kann diese ,Anzahl jedoch geändert werden, wobei sich natürlich die effektive Ausdehnung der Löcher ändert. Es sei hier erwähnt, dass es selbstverständlich @_eniigt, ein Tastglied 9 im Mittelpunkt zu haben.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, sind die Tast- glieder 9 Hinas zw:ier durch den Mittelpunkt der Emp- fan,sstelle 8 verlaufender, einen rechten Winkel mit einander bildender Linien vorgesehen, was voraussetzt, dass die zusammengerechnete effektive Ausdehnung der Löcher 3-5 mindestens eine Viertelumdrehung beträgt.
In Fig. 4 sind die aus Photozellen oder dgl. beste henden Tastalieder, -die liin\;s der beiden untereinander rechtwinkliEien Linien anacordnet sind, mit Cl-C13 bezeichnet. Sämtliche Tastglieder auf jedem Kreis sind zu einer Einheit verbunden. Aus Fig. 5 geht somit her vor, dass die im Mittelpunkt gelegene Photozelle C 1 an ein Relais in einer Relaisgruppe<B>13</B> geschaltet ist.
Die Photozellen C2, C5, C8 und C11 im innern Kreis sind an ein anderes Relais in der Relaisgruppe 13 geschaltet. In derselben Weise sind die Photozellen C3. C6, C9 und C12 sowie C4, C7, C10 und C13 in den beiden äusseren Kreisen an Relais in der Relaisgruppe 13 ge schaltet. Die Relaisgruppe 13 ist auf der Basis binärer Zahlen aufgebaut, weshalb si;: im vorliegenden Fall in Abhängigkeit von den Löchern in der Wertmarke 1 fünfzehn verschiedene Ausgangssignale abg,2ben kann.
Uber die Photozellen C1-C13 hinaus hat die Ab- tastvorrichtun2 eine Photozelle C1-1, welche derart un tergebracht ist, dass sie unmöglich beleuchtet sein kann, Nvenn sich eine itiarke in der hmpfangsstelle 8 befindet.
Diese Photozeh;, C1-1 ist an ein Relais 14 angc:chlossen, das den Strom zur Relaisgruppe 13 schliesst. wenn eine :Marke 1 die Photozelle C1 * abdeckt.
Wenn sämtliche Photozellen C 1-C 14 beleuchtet sind. z. B. unmittelbar nachdem der Mikroschalter 12 im .\Markeneinwurf 6 durch eine eingeworfene Wert marke 1 betätigt worden ist, wird eine Stromzufuhr zur Relaisgruppe 13 verhindert, indem die Photozelle C14 bei Beleuchtung das Relais 14 derart beeinflusst. dass der Strom nicht die Relaisgruppe 13 erreichen kann. Wenn die Marke 1 in der Empfangsstelle 8 angelangt ist, wird der Strom zum Relais 14 unterbrochen, indem die Photozelle C14 unbeleuchtet bleibt. wobei der Strom zur Relaisgruppe 13 geschlossen wird. Hierdurch erhält man ein den Lochanordnungen der Marke 1 entspre chendes Ausgangssignal.
Falls eine Wertmarke mit einer bestimmten Loch anordnung denjenigen Zeitpunkt T, bedeutet, an dem die Marke erhalten wurde. kann die Zeitspanne T:,, bis die Marke in die Abtastvorrichtung @(Ieworfen wird, durch einen Vergleich von T, mit dem Zeitpunkt T_ für das Einwerfen bestimmt werden, d. h. T3 = T_ - Ti.
T:, kann bestimmt werden, wenn man beispielsweise einen umlaufenden Wähler hat, der je nach Zeitablauf durch eine Zeituhr in verschiedene Stellungen eingestellt wird. Wenn ein Signal einlangt, bestimmt der Wähler das ausgehende Signal. Dieses Signal ist der Unterschied zwischen T_ und T,. d. h. T:,. In Fig. 6 steht der w'äh- ler in der Stellung für 12 Uhr. Das Signal 4, das von einer bestimmten Wertmarke erhalten worden ist, gibt die Zeit T, an, d. h. 9 Uhr im Beispiel.
Das Ausgangs- signal gibt T:, an, d. h. drei Stunden. Eine andere Wert marke hat das Signal 6 gegeben. d. h. 1 1 Uhr, weshalb das Auscangssignal T:, angibt, d. h. eine Stunde.
In der anderen durch gestrichelte Linien angedeute ten Stellung des '@@'ühlers@ welche 13 Uhr entspricht, ergeben entsprechende Wertmarken die Zeitspanne T:, gleich vier bzw. zwei Stunden, wie leicht eingesehen wird. Diese Signale können einem Zählwerk zugeleitet werden, das z. B. anzeigt, wieviel der Wertmarkenbesit- zer für die angegebene Zeitspanne zu zahlen hat.
Der erfindungsgemässe Wertmarkensatz lässt sich also vor teilhaft in einer solchen vollautomatischen Kontroll- und Zahlanlage für Parkhäuser verwenden, ie sie im schweizerischen Patent Nr. 439 831 beschrieben ist, wo bei die verschiedenen Wertmarkc,l der Serie den ver schieden ,;-ossen Wertmarken bei dieser Anlage ent sprechen. Die Marken können jedoch auch auf vielen anderen Gebieten verwendet werden.
So kann die Zeit beispielsweise durch eine Strecke ersetzt werden, wobei die Marken und die Abtastvorrichtung eine gewisse Länge bestimmen können, um die sich der Wertmarken- be,,itzer bewegt hat und für die er zu zahlen hat.