CH486927A - Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage - Google Patents

Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage

Info

Publication number
CH486927A
CH486927A CH1293867A CH1293867A CH486927A CH 486927 A CH486927 A CH 486927A CH 1293867 A CH1293867 A CH 1293867A CH 1293867 A CH1293867 A CH 1293867A CH 486927 A CH486927 A CH 486927A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
container
cathode
base
chamber
Prior art date
Application number
CH1293867A
Other languages
English (en)
Inventor
Allen Merton
Carl Schrom Edward
Original Assignee
Gen Electric
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gen Electric filed Critical Gen Electric
Priority to CH1293867A priority Critical patent/CH486927A/de
Publication of CH486927A publication Critical patent/CH486927A/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06FLAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
    • D06F19/00Washing machines using vibrations for washing purposes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G5/00Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description


      Verfahren    zum Trennen eines festen     Materials    von einer festen Unterlage    In der Praxis kommt es sehr häufig vor, dass feste  Gegenstände oder Werkstoffe in einer Umgebung be  nutzt werden, in der sich auf der Oberfläche der Körper  oder Werkstoffe feste Materialien niederschlagen, die  dann dort durch Adhäsion haften und später wieder  entfernt werden müssen. Die Unterlage und das an ihr  durch Adhäsion haftende Material können aus gleichen  oder aus verschiedenen Stoffen bestehen.

   Wenn die Un  terlage und das auf ihr haftende Material aus demsel  ben Stoff bestehen, ist jedoch gewöhnlich bei den hier  interessierenden Adhäsionsverbindungen eine     Grenz-          fläche    vorhanden, über die praktisch keine Festkörper  diffusion stattfindet. Der Begriff  feste Unterlage  ist  im weitesten Sinne auszulegen und kann die verschie  densten Stoffe umfassen, z. B. verhältnismässig durch  lässige Textilien, wie gewebte oder nichtgewebte (filz  artige) Stoffe, sowie verhältnismässig undurchlässige Un  terlagen, wie Metallbehälter und Schiffsrümpfe, um nur  einige Beispiele zu nennen.

   Die an der Unterlage haf  tenden festen Materialien können absichtlich aufgebracht  worden sein oder sich während des normalen Ge  brauchs der Unterlage dort niedergeschlagen haben, wie  noch näher erläutert wird. In allen Fällen tritt häufig die  Aufgabe auf, dass ein festes Material von einer festen  Unterlage, an der das Material durch Adhäsion haftet,  entfernt werden soll, ohne die Unterlage zu beschädigen.  Diese Aufgabe kann sowohl in industriellem als auch in  nichtindustriellem Rahmen auftreten.  



  Es     sind    die verschiedensten Verfahren bekannt, um  ein an einer festen Unterlage haftendes festes Material  von der Unterlage zu entfernen; diese bekannten Ver  fahren sind jedoch aufwendig     und/oder    zeitraubend, wie  noch näher erläutert wird.  



  Durch die Erfindung soll also ein Verfahren zum  Trennen eines festen Materials von einer festen Unter  lage, an der das Material durch Adhäsion haftet, an  gegeben werden, das die Unterlage nicht nennenswert  beeinträchtigt. Weiterhin soll die Erfindung ermöglichen,  die Adhäsionsverbindung zwischen einer Unterlage und  einem an dieser haftenden festen Material zu trennen,    ohne weder die Unterlage noch das an dieser anhaftende  Material zu beschädigen.  



  Die Erfindung wird anhand der Zeichnung beispiels  weise näher erläutert. Es zeigen:       Fig.    1 eine etwas vereinfachte Schnittansicht einer  Einrichtung zum Ausüben des Verfahrens gemäss der  Erfindung,       Fig.    2 eine etwas vereinfachte Schnittansicht einer  anderen Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung und       Fig.    3 eine Schnittansicht in einer Ebene 3-3 der       Fig.    2.  



  Es wurde gefunden, dass steile intensive Schock  wellen, die in einem relativ     inkompressiblen    Medium  erzeugt werden und sich in diesem Medium ausbreiten,  beim Auftreffen auf zusammengesetzte Strukturen, die  feste Materialien enthalten, welche durch Adhäsion mit  einer festen Unterlage verbunden sind und sich inner  halb des Mediums befinden, die Verbindung lösen und  eine Trennung der Materialien bewirken. Die Schock  wellen hoher Energierate werden durch gesteuerte elek  trische Entladungen zwischen zwei Elektroden erzeugt,  die in ein     dielektrisches,    im wesentlichen     inkompres-          sibles,    strömungsfähiges Medium eintauchen. Solche  Schockwellen werden gelegentlich auch als  elektrohy  draulische Schockwellen  bezeichnet.

   Einrichtungen,  Schaltungen und Arbeitsmedien für die Erzeugung elek  trohydraulischer Schockwellen sind an anderer Stelle  beschrieben.  



  Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger  spezieller Ausführungsbeispiele erläutert.       Schmutzentfernung   <I>von Stoffen</I>  Es hat sich gezeigt, dass mit elektrohydraulisch er  zeugten Schockwellen Stoffe, z. B. Gewebe, Filze und  dergleichen, wirksam gereinigt werden können.     Fig.    1  zeigt schematisch ein hierfür geeignetes Gerät, das eine  Schockkammer 1 mit Boden 2, Seitenwänden 3, 4 und  einem Flansch 5 enthält. Die Seitenwände 3, 4 weisen  gegenüberliegende Öffnungen 10, 11 für Elektroden 12      bzw. 13 auf. Die Elektrode 12 ist von einer isolierenden  Durchführung 14 umgeben.

   Die Elektroden bzw. die  Durchführung sind abgedichtet, so dass die     Schockkam-          m r    1 einen nur oben offenen Behälter für ein Arbeits  medium, wie z. B. Wasser, bildet. Die Seitenwände der  Kammer 1 können praktisch beliebig geformt sein, und  die Kammer kann dementsprechend rechteckig, qua  dratisch, kreisförmig, oval u. a. m. sein. Bei 'dem dar  gestellten Ausführungsbeispiel stehen sich innere Enden  15, 16 der Elektroden 12, 13 im Abstand gegenüber  und bilden eine     mittig    angeordnete Funkenstrecke, auf  die noch näher eingegangen wird. Äussere Enden 17,  18 der Elektroden 12, 13 werden an eine übliche oder  vorgeschlagene elektrische Schaltung angeschlossen.

   Im  vorliegenden Falle sollen die Wände der Schockkam  mer 1 aus einem Metall bestehen, so dass die Elektrode  13, wie dargestellt, in elektrischem Kontakt mit der  Seitenwand 4 steht und geerdet sein kann. Die Elektrode  13 könnte selbstverständlich auch wie die Elektrode 12  von der Seitenwand 4 isoliert sein.  



  Das in     Fig.    l     daruestellte    Gerät weist ausserdem  eine rohrförmige Reinigungskammer 20 mit Seitenwän  den 21, 22 und einem Flansch 23 auf, der auf den  Flansch 5 der Schockkammer 1 passt. Die Seitenwände  der Kammer 20 haben vorzugsweise dieselbe Form wie  die der Kammer 1, so dass die Seitenwände 21, 22 prak  tisch eine Fortsetzung der Seitenwände 3, 4 darstellen  und die Kammer 20 durch     Aneinanderpressen    der  Flansche 5, 23 mit der Kammer 1 verbunden werden  kann. Zwischen den Flanschen 5, 23 ist eine elastische,  undurchlässige Membran 25 aus einem     elastomeren    Ma  terial, z.

   B. synthetischem Gummi     (Neopren)    oder der  gleichen angeordnet.     Gewünschtenfalls    kann ein ab  nehmbarer Deckel 26 vorgesehen sein, dies ist jedoch  nicht unbedingt erforderlich.  



  Im Betrieb ist die Kammer 1 vollständig mit einem  im wesentlichen     dielektrischen    und     inkompressiblen    Me  dium gefüllt. Hierzu kann Leitungswasser oder Wasser  mit geringem Mineralgehalt verwendet werden, es eignen  sich jedoch auch andere Flüssigkeiten mit entsprechen  den elektrischen Eigenschaften und thermischer Struk  turstabilität. Die Membrane wird am Flansch 5 be  festigt, um Lufteinschlüsse in der Kammer 1 mit Sicher  heit auszuschalten. Die Kammer 20 wird     an    der Kam  mer 1 und der Membran 25 mittels des Flansches 23  und einer Klemmvorrichtung dicht montiert und dann  mit Reinigungsflüssigkeit gefüllt.

   Hierfür kann man bei  spielsweise Leitungswasser mit etwas     Haushalts-Reini-          gungsmittel    verwenden.  



  Der zu reinigende Stoff wird dann in die Kammer  20 gebracht, die so viel Reinigungsflüssigkeit enthalten  soll, dass der Stoff vollständig bedeckt ist. Schliesslich  kann der Deckel 26 aufgelegt werden.  



  In der Kammer l werden dann mittels einer Fun  kenentladung zwischen den Enden 15, 16 der Elek  troden 12, 13 elektrohydraulische Schockwellen erzeugt.  Die in der Kammer 1 erzeugten Schockwellen wandern  durch die Membrane 25 in die Reinigungsflüssigkeit in  der Kammer 12 und heben die Haftung zwischen  Schmutz oder Verunreinigungsteilchen und den     Stoff-          fasern    auf. Das in der Reinigungsflüssigkeit enthaltene  Reinigungsmittel unterstützt die Zerstörung der Haft  verbindung und hält die Schmutzteilchen in der Reini  gungsflüssigkeit suspendiert, wodurch eine Wiederver  schmutzung des Stoffes verhindert wird.  



  Um die Wirksamkeit des mit elektrohydrauli  schen Schockwellen arbeitenden     Reinigungsverfahrens       und des beschriebenen Gerätes zu prüfen, wurden Ver  suche mit genormt verschmutzten Stoffen angestellt,  die von der     United        States        Testing        Company        Inc.    (im  folgenden kurz     U.S.T.C.)    und von der Poster D.     Snell          Inc.    (im folgenden kurz     Snell)    besorgt wurden.

   Diese  Firmen befassen sich mit industriellen     Forschungsauf-          c,aben    und beliefern u. a. die Wäscherei-, Seifen-,     Reini-          gunäs-    und     Waschma@chinenindustrie    mit genormt und  reproduzierbar verschmutzten Textilien, die als Stan  dard für vergleichende Untersuchungen verwendet wer  den können. Die     U.S.T.C.-Proben    werden aus reinem  gebleichtem Baumwollgewebe hergestellt, das durch     ein;.     Mischung aus     Russ,    schwerem     iX4ineralöl    und gereinig  tem     Baumwollsamenöl    verschmutzt wird.

   Die     Snell-Pro-          b.n    bestehen ebenfalls aus     Baumwo'.lg:webe,    das mit  einer Mischung aus Kohlenstoff,     Kokosnussölfettsäuren,     Mineralöl und einer polaren Verbindung aus     Mont-          morillonit    und organischen     Ammoniumbasen    (unter dem  Handelsnamen      Bentone    34  von der National     Lcad          Company    erhältlich) verschmutzt ist.

   Die     Snell-Proben     sind anfänglich dunkler als die     U.S.T.C.-Proben.    Der  Reinigungsgrad dieser     genormtverschmutzten    Gewebe  proben wird gewöhnlich mittels eines     Reflektormeters     gemessen. Bei den Untersuchungen wurde eine Anzahl  von 10x 15 cm messenden Normproben beider Firmen  in die Leitungswasser enthaltende Kammer 20 gebracht.  Die Wassertemperatur betrug 50 bzw. 75  C. Dem  Wasser wurde etwa 0,5 Gewichtsprozent eines handels  üblichen synthetischen Reinigungsmittels zugesetzt, der  Deckel 26 wurde geschlossen, und es wurden  100 Schockwellen von 200 Joule mit einer Rate von  zwei Schockwellen pro Sekunde erzeugt.

   Nach Ent  nehmen, Spülen und Trocknen der Proben zeigte sich,  dass der Schmutz gleichmässig und in einem Grade ent  fernt worden war, der etwas besser ist als bei einem  üblichen, acht bis neun Minuten dauernden Waschzyklus  unter Verwendung desselben Reinigungsmittels und der  selben Wassertemperatur erreicht werden kann.

    
EMI0002.0051     
  
    <I>Tabelle <SEP> I</I>
<tb>  Mittlere <SEP> Schmutzentfernung
<tb>  1\ormschutzgewebe
<tb>  U. <SEP> S. <SEP> T. <SEP> C. <SEP> Snell
<tb>  Elektrohydraulisch <SEP> gewaschen <SEP> 41% <SEP> 83 <SEP>  o'
<tb>  Übliche <SEP> Haushaltswäsche <SEP> 35-40% <SEP> <B>70%</B>       Die Untersuchungen zeigen also,     dass    sich Stoff unter  den angegebenen Bedingungen in weniger als einer  Minute erheblich besser säubern lässt als es mit einer  üblichen Haushaltswaschmaschine unter vergleichbaren  Bedingungen in acht bis neun Minuten möglich ist.  



  Es sei ausserdem darauf     hingewiesen,    dass die Pro  benstücke ganz willkürlich in die Reinigungskammer  eingebracht wurden, ohne zu versuchen, sie in eine  besondere Lage bezüglich der Elektroden oder der Fun  kenstrecke zu bringen. Die Gewebe zeigten ausserdem  auch keinerlei merkliche Beschädigungen durch die       Schockwellenbehandlung.    Selbstverständlich wird man  mit normal verschmutztem Gewebe mit geringeren Ener  giemengen und weniger Schocke auskommen als bei den  bei den oben erwähnten Versuchen verwendeten stark  verschmutzten Normgeweben. Anderseits können hart  näckige Flecken unter Umständen auch eine Erhöhung  der Energie und Schockzahl erforderlich machen.

             Entfernung   <I>von Speiseresten</I>  <I>von</I>     5ss-        und   <I>Kochgeräten</I>  Beim Kochen und Essen werden Töpfe, Geschirr  und Besteck durch Speisereste verunreinigt, die unter  Umständen sehr fest haften und durch Scheuern von  Hand entfernt werden müssen. Selbst kommerzielle  Spülmaschinen sind nicht in der Lage, angetrocknete  Eireste, Nährmittel und dergleichen zu entfernen, die  daher vor dem Spülen mit Scheuerpulver, Stahlwolle,  Drahtbürsten und dergleichen gelöst werden müssen.

    Es wurde gefunden, dass solche fest haftenden Speise  reste mit elektrohydraulisch erzeugten Schockwellen  wirksam gelöst und die verunreinigten Koch- und     Ess-          geräte    daher einwandfrei gereinigt werden können. Ein  Gerät, das sich besonders zum Reinigen von Besteck,  wie Messern, Gabeln und Löffeln, eignet, ist in     Fig.    2  und 3 schematisch dargestellt.  



  Das in     Fig.    2 und 3 schematisch dargestellte Gerät  zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung  ähnelt dem der     Fig.    1 darin, dass es eine Kammer 30  zur Erzeugung von Schockwellen enthält, die der Kam  mer 1 in     Fig.    1 entspricht, ferner enthält das Gerät eine  Reinigungskammer 40, die in ihrer Funktion der Kam  mer 20 in     Fig.    1 entspricht, und eine flexible     elastomere     Membrane 37 entsprechend der Membrane 25, die in       Fig.    I die Kammer 1 von der Kammer 20 trennt.

   In  die     K?mmer    30 reichen zwei einander gegenüberste  hende Elektroden 31, 32, die in jeder Hinsicht den  Elektroden 12, 13 der     Fig.    1 entsprechen. Bei dem in       Fig.    2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel enthält  die Kammer 30 einen     halbzylinderförmigen    Teil 33 mit  zwei Stirnwänden 34, 35 und einem sich längs des  Umfanges erstreckenden Flansch 36. Die Membrane  37 ist, wie dargestellt, an dem Flansch 36 befestigt und  schliesst die Kammer 30 flüssigkeitsdicht ab. Die Kam  mer 30 ist wie bei dem in     Fig.    1 beschriebenen Aus  führungsbeispiel mit einer     dielektrischen,    im wesent  lichen     inkompressiblen    Flüssigkeit, z. B.

   Leitungswas  ser, gefüllt.  



  Oberhalb der Kammer 30 befindet sich eine Reini  gungskammer 40 mit senkrechten Wänden 41, die un  ten an dem Flansch 36 befestigt sind und einen recht  eckigen, tankartigen, oben offenen Behälter bilden, der  teilweise mit     Waschflüssigkeit    gefüllt wird. In der Kam  mer 40 ist ein herausnehmbarer, zylindrischer Korb  42 drehbar angeordnet, der zwei kreisförmige Stirn  wände aus Blech oder ähnlichem aufweist, die eine  Seitenwand 45 aus perforiertem Blech oder festem Me  tallgewebe oder dergleichen haltern. Selbstverständlich  ist der Korb mit einer nicht dargestellten, verschliess-    baren     öffnung    zum Beschicken und Entleeren versehen.

    Der     trommelförmige    Korb 42 ist in der Kammer 40 auf  vier im wesentlichen gleichen Rollen 46 drehbar ge  lagert, von denen drei mittels geeigneter Lager an  Stützen 47 gelagert sind. Die vierte Rolle ist über eine  Welle 48, die durch eine nicht dargestellte, abdichtende  Packung führt, mit einem Antriebsmotor 49 verbunden  und dreht den Korb 42 kraftschlüssig an. Die Rollen  46 können, wie dargestellt, mit Schultern oder Flan  schen 50 versehen sein, um eine     unerwünschte    Ver  schiebung des Korbes in Achsrichtung zu verhindern.  



  Im Betrieb wird der Korb 42 mit den zu spülenden  Koch- und     Essutensilien    beschickt, geschlossen, auf     die     Rollen 46 in der Kammer 40 gesetzt, in die Kammer 40  wird heisses Wasser mit Seife oder einem Spülmittel  eingefüllt und die Kammer wird mit einem Deckel 51  verschlossen. Selbstverständlich kann der Korb 42 Ge  stelle oder Halterungen enthalten, wenn dies im Hin  blick auf das zu reinigende Gut erforderlich ist. Beim  Spülen von Geschirr hat sich dies jedoch als überflüssig  erwiesen.  



  Zur Prüfung dieser Ausgestaltung der Erfindung  wurden folgende Versuche unternommen: Auf Edel  stahlbesteck, wie Messer, Gabeln, Tee- und Esslöffel,  wurden Ei, gekochte Nährmittel, wie z. B. Mehl und  Mischungen davon aufgebracht. Das so beschmutzte  Geschirr wurde bis zu 100 Stunden getrocknet, die  Trocknung wurde teilweise durch Auflegen des Be  stecks auf eine Heizplatte beschleunigt. Der verwendete  Korb hatte eine Länge von etwa 27 cm und     einen    Durch  messer von etwa 15 cm; er bestand in einem Falle aus  4,8 mm dickem Messingblech mit 8 mm grossen Lö  chern, deren Abstand von Mitte zu Mitte gerechnet  <B>12,5</B> mm betrug und die mit einer Steigung von 60   angeordnet waren. Das gelochte Blech war mit nicht  durchbrochenen Stirnwänden verbunden, der Korb hatte  im ganzen etwa 28 ö Öffnungen.

   Bei den übrigen Tests  bestand die     Seitenwand    des Korbes aus einem üblichen,  verzinkten Metallgewebe mit 6,4 mm Maschenweite und  einer Drahtstärke von 0,4 mm. Die Abmessungen des  Korbes waren die gleichen wie im erstgenannten Falle.  Das schmutzige Geschirr wurde in den Korb gebracht,  der Korb wurde dann in die Behandlungskammer ein  gesetzt, und die Kammer wurde mit 25 Liter 61 bis       63=    C warmen Leitungswassers gefüllt, das 0,16 Ge  wichtsprozent eines handelsüblichen Haushaltreinigungs  mittels enthielt. Die Kammer war dabei bis etwa zur  Mittellinie des Korbes gefüllt.

   Nach Schliessen des     Dek-          kels    wurde der Korb mit 29 U.; min gedreht, während  elektrohydraulische Schockwellen gemäss der folgenden  Tabelle erzeugt wurden:  
EMI0003.0031     
  
    <I>Tabelle <SEP> 11</I>
<tb>  anfänglicher <SEP> Antrocknungszeit
<tb>  Test <SEP> Nr.

   <SEP> Joules <SEP> pro <SEP> Kapazität <SEP> Spannung <SEP> Elektrodenabstand <SEP> Schocks <SEP> Schockzahl <SEP> der <SEP> Speisereste
<tb>  <B>(Zoll)</B> <SEP> Schock <SEP> @#F <SEP> kV <SEP> pro <SEP> Sekunde <SEP> insgesamt <SEP> (Stunden)
<tb>  1 <SEP> 337 <SEP> 27 <SEP> 5,0 <SEP> 0,070 <SEP> 4 <SEP> 1200 <SEP> 2
<tb>  2 <SEP> 450 <SEP> 9 <SEP> 10,0 <SEP> 0,118 <SEP> 5 <SEP> 800 <SEP> 12 <SEP> +
<tb>  3 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 1200 <SEP> 4
<tb>  4 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 600 <SEP> 4
<tb>  5 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 600 <SEP> 4
<tb>  6 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 600 <SEP> 4
<tb>  7 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 1200 <SEP> 4       
EMI0004.0001     
  
    anfänglicher <SEP> Antrocknungszeit
<tb>  Test <SEP> Nr.

   <SEP> Joules <SEP> pro <SEP> Kapazität <SEP> Spannung <SEP> E(ektrodenabstand <SEP> Schocks <SEP> Schockzahl <SEP> der <SEP> Speisereste
<tb>  Schock <SEP> PF <SEP> kV <SEP> (Zoll) <SEP> pro <SEP> Sekunde <SEP> insgesamt <SEP> (Stunden)
<tb>  8 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 600 <SEP> 4
<tb>  9 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 4 <SEP> 12.00 <SEP> 4
<tb>  10 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 2,5 <SEP> 1200 <SEP> .100
<tb>  11 <SEP> 729 <SEP> 18 <SEP> 9,0 <SEP> 0,200 <SEP> 2,5 <SEP> 1200 <SEP> .100       Bei Test Nr. 1 enthielt der Korb 40 schmutzige  Suppenlöffel; bei Test Nr. 2 enthielt der Korb jeweils  15 Messer, Gabeln, Teelöffel und Suppenlöffel, also ins  gesamt 60 Geschirrteile; bei Test Nr. 5 36 Messer;

   bei  den Tests 3, 4 und 10 je 36 Suppenlöffel und bei den  Tests 6, 7, 8, 9 und 11 je 36 Teelöffel,  Bei den Tests 1 und 2 wurde eine Membrane aus mit  Polyester beschichtetem Polyestergewebe verwendet, bei  Test 3 eine 1,6 mm dicke     Neoprengummimembrane    und  bei den übrigen Tests eine 3,2 mm dicke     Neoprenmem-          brane.    Bei allen Tests wurden die Speisereste vollständig  vom Besteck gelöst. Aus der Tabelle ist ersichtlich,  dass durch die Erfindung ein einwandfreies Reinigen des  Bestecks von den als sehr hartnäckig bekannten Speise  resten in Zeiten zwischen 2,5 und 8     Minuten    möglich  war, während sich Speisereste dieser Art mit den übli  chen Haushaltsgeschirrspülmaschinen praktisch nicht  vollständig entfernen lassen.

   Entsprechende Tests wur  den mit beschmutztem     Geschirr    durchgeführt, der Korb  wurde hier jedoch nicht gedreht, und es ergab sich eine  einwandfreie Reinigung, wenn die zu säubernde Ober  fläche von der Membrane aus sichtbar war. Durch  einen Körper zwischen der zu reinigenden Oberfläche  und der Membrane wird die Reinigungswirkung jedoch  beeinträchtigt.  



  <I>Ablösen von Metall, das</I>     elektrol3,tisch   <I>auf Kathoden</I>  <I>abgeschieden wurde</I>  Bei der Gewinnung gewisser Metalle aus Schrott  oder Erz wird häufig mit elektrischen     Raffinierverfah-          ren        ( electrowinning )    gearbeitet. Hierbei werden die  aus dem Schrott oder Erz zu gewinnenden Metalle ge  löst, die     Lösung    wird erforderlichenfalls     gereinigt    und  das Metall wird     dann    elektrolytisch auf einer Kathode  abgeschieden. Das Metall wird schliesslich von der Ka  thode     entfernt,    damit diese wieder verwendet werden  kann. Derzeit werden u. a.

   Kupfer, Zink, Antimon, Ko  balt, Chrom, Eisen, Gallium, Mangan und Silber auf  diese Weise in industriellem Massstab gewonnen. Ver  fahren dieser Art sind z. B. beschrieben in      Electroche-          mical    Engineering ,     Mantell,        McGraw-Hill        Book    Com-         pany,    4. Auflage 1960, Seiten 198 bis 247. Bei sol  chen Verfahren bereitet eine Entfernung des abgeschie  denen     Metalles    von der Kathode, ohne letztere zu be  schädigen oder das abgeschiedene Metall in unerwünsch  tem Masse zu zerkleinern, oft erhebliche Schwierigkeiten.  



  Bei der elektrolytischen Gewinnung von Kupfer wird  dieses aus einem Elektrolyten auf einem     Kupferkath-          odenrohling    abgeschieden, der etwa 6,5 mm dick ist.  Die Verwendung von Kathodenrohlingen aus Kupfer  hat verschiedene Gründe, nicht zuletzt soll dadurch eine  Verunreinigung des Elektrolyten mit anderen Metall  ionen und ein Angriff des Kathodenrohlings durch den  Elektrolyten vermieden werden.

   Es ist wünschenswert,  den Kupferniederschlag als     Ganzes,    also in Form einer  zusammenhängenden Haut, von den beiden Seiten des  Kathodenrohlings zu entfernen, nachdem er eine Dicke  von etwa 1,6 mm erreicht hat, so dass er wieder als  Kathodenblech zur Bildung von Körpern mit einer Dicke  von etwa 2 bis 4 cm, die ausschliesslich aus elektroly  tisch niedergeschlagenem Kupfer bestehen, verwendet  werden kann.  



  Bisher hat man die elektrolytisch abgeschiedenen  Kupferniederschläge von den ursprünglichen Kathoden  rohlingen mit der Hand abgezogen. Dies erfordert je  doch eine erhebliche Sachkenntnis, da die abzuziehen  den Niederschläge nicht beschädigt oder verbogen wer  den dürfen, ausserdem ist dieser Arbeitsvorgang ziem  lich zeitraubend und daher teuer.  



  Elektrolytisch abgeschiedene     Kupferniederschläge     konnten ohne Verbiegen oder     anderweitige    Beschädi  gung als Ganzes von handelsüblichen Kathodenrohlin  gen mittels elektrolytisch erzeugter Schockwellen ent  fernt werden. Das hierfür verwendete Gerät entsprach  im wesentlichen dem der     Fig.    1 mit der Ausnahme,  dass die     flexible    Membrane 25 fehlte. Die mit elek  trolytisch abgeschiedenen Kupferschichten überzogenen  Ausgangsrohlinge wurden in den mit Leitungswasser ge  füllten Tank eingetaucht, die Ebene der Rohlinge ver  lief dabei im wesentlichen senkrechten und parallel zur  gemeinsamen Achse der Elektroden. In der folgenden  Tabelle sind Verfahrensparameter angegeben, mit denen  eine einwandfreie Trennung erreicht wurde.

    
EMI0004.0029     
  
    <I>Tabelle <SEP> 111</I>
<tb>  Joules <SEP> pro <SEP> Kapazität <SEP> Spannung <SEP> Schocks <SEP> Anzahl <SEP> der <SEP> Grösse <SEP> Trenn  Test <SEP> Nr. <SEP> Schock <SEP> ,uF <SEP> kV <SEP> pro <SEP> Sekunde <SEP> Schocks <SEP> (Zoll) <SEP> verbindung
<tb>  1 <SEP> 3240 <SEP> 45 <SEP> 12 <SEP> 1,5 <SEP> 50 <SEP> 18 <SEP> X <SEP> 18 <SEP> nein
<tb>  2 <SEP> 1944 <SEP> 27 <SEP> 12 <SEP> 4,0 <SEP> 25 <SEP> 15 <SEP> X <SEP> 15 <SEP> ja
<tb>  3 <SEP> 1633 <SEP> 27 <SEP> 11 <SEP> 3,5 <SEP> 50 <SEP> 15 <SEP> X <SEP> 15 <SEP> ja       Wie die letzte Spalte der Tabelle zeigt, wurde in  zwei Fällen auf die Oberfläche des Ausgangsrohlings       eine    Trennverbindung aufgebracht.

   Eine     einwandfreie     Abtrennung der     aufgalvanisierten    Schichten war jedoch    auch ohne eine solche Trennverbindung möglich, wie  aus der Tabelle ersichtlich ist.  



  Zink     wird    elektrolytisch auf Kathoden aus Alumi  nium- oder     Aluminiumlegierungsplatten    abgeschieden.      Dabei müssen dann Zinkschichten, die in den meisten  Fällen 6,5 mm oder mehr dick sein können, von den  beiden Seiten der Ausgangskathoden abgetrennt wer  den.  



  Während bei der Trennung der     aufgalvanisierten     Kupferschichten von der     Kupfer-Ausgangskathode    ein  Verbiegen oder Beschädigen beider Bestandteile un  erwünscht ist, spielt bei der elektrolytischen Gewinnung  von Zink ein Verbiegen oder Beschädigen des Zinks    praktisch keine Rolle, die Aluminiumkathode, die in  ihrer Funktion dem     Kupferkathodenrohling    entspricht,  soll jedoch weder verbogen noch beschädigt werden.  



  Für das Trennen von elektrolytisch gewonnenem  Zink von Aluminiumkathoden wurden wie oben im  Falle von Kupfer mit entsprechenden Einrichtungen und  Verfahren elektrohydraulisch erzeugte Schockwellen mit  Erfolg     verwendet,    die Verfahrensparameter sind in der  folgenden Tabelle angegeben:

    
EMI0005.0005     
  
    <I>Tabelle <SEP> IV</I>
<tb>  Entladungsenergie
<tb>  Kapazität <SEP> Spannung <SEP> Schock <SEP> Grösse <SEP> der <SEP> Kath.
<tb>  Test <SEP> Nr. <SEP> pro <SEP> Schock <SEP> Schockzahl
<tb>  (Joule) <SEP> (/4@ <SEP> <B>(kV)</B> <SEP> pro <SEP> Sekunde <SEP> (Zoll)
<tb>  1 <SEP> 3240 <SEP> 45 <SEP> 12 <SEP> 1,5 <SEP> 50 <SEP> 18 <SEP> X <SEP> 18
<tb>  2 <SEP> 1944 <SEP> 27 <SEP> 12 <SEP> 3,0 <SEP> 25 <SEP> 18 <SEP> X <SEP> 18
<tb>  3 <SEP> 648 <SEP> 9 <SEP> 12 <SEP> 7,0 <SEP> 40 <SEP> 3 <SEP> X <SEP> 5
<tb>  4 <SEP> 1944 <SEP> 27 <SEP> 12 <SEP> 3,0 <SEP> 25 <SEP> 12 <SEP> X <SEP> 14       In keinem Falle wurden die Aluminiumkathoden  mit einem Trennhilfsmittel behandelt.  



  Bei der elektrolytischen Gewinnung von Mangan  wird das Metall gewöhnlich als etwa 0,8 mm dicke  spröde Schicht auf etwa 0,8 mm dicken Edelstahl  blechkathoden abgeschieden. Derzeit ist es üblich, den  spröden Niederschlag von den Kathodenblechen dadurch  zu entfernen, dass man diese durch ein Walzwerk lau  fen lässt, wobei das Stahlblech gebogen wird und das  Mangan in Form unregelmässiger Plättchen absplittert.  Nach der Entfernung des Mangans müssen die Kath  odenbleche vor der Wiederverwendung sorgfältig aus  gerichtet werden, um ein ungleichmässiges Aufwachsen  des     Manganniederschlages    und eine Beschädigung der       Elektrolysezellen    zu vermeiden.  



  Es wurden eine Anzahl von 457 x 914 x 0,8 mm  messende     Edelstahlkathoden    mit einem etwa 3,2 mm  dicken elektrolytisch abgeschiedenen     Mangannieder-          schlag    auf beiden Seiten in einer Einrichtung, wie sie in  Verbindung mit Kupfer beschrieben wurde, elektro  hydraulisch erzeugten Schockwellen ausgesetzt. Eine zu  friedenstellende Abtrennung des Mangans wurde mit  1944 Joule pro Entladung (27     @lF,    12     kV)    erreicht.  In allen Fällen wurde mit einer Funkenstrecke von  4,8 mm und Leitungswasser als Arbeitsmedium ge  arbeitet, und es wurden insgesamt 15 Entladungen mit  einer Rate von 3 pro Sekunde angewendet.

   Das Mangan  wurde dadurch von beiden Seiten der Edelstahlkathoden  gleichzeitig abgelöst, ohne dass dabei irgendeine erkenn  bare     Verbiegung,    Verformung oder andere Beschädi  gung der Kathodenbleche auftrat. Es wurden jeweils  zwei Kathoden gleichzeitig behandelt, die jeweils zu  beiden Seiten der Funkenstrecke angeordnet wurden.  Auch mit einer geringeren Anzahl von Entladungen  konnte das Mangan von den Kathoden abgetrennt wer  den. So hat sich z. B. eine einzige Schockwelle, deren  Energie 4410 Joule betrug, als geeignet erwiesen. Elek  trolytisches abgeschiedenes Mangan wurde auch in  zufriedenstellender Weise auf elektrohydraulischem  Wege von     Aluminiumblechkathoden    abgelöst, die  <B>127</B> x 177 mm massen.  



  Die elektrolytische Gewinnung von Antimon ist ähn  lich wie die von Mangan.     Stahlblechelektroden    mit  Schichten aus elektrolytisch niedergeschlagenem Anti-         mon    wurden mit ähnlichen elektrohydraulischen Ver  fahren mit Erfolg behandelt. So wurden beispielsweise  etwa 6,4 mm dicke elektrolytische     Antimonniederschläge     von etwa 3,2 mm dicken und 420 x 445 mm grossen  Stahlelektroden mit 15 Schockwellen abgetrennt, die  jeweils einer Energie von 2281 Joules entsprechend  einer Entladung von     27,uF    bei 13     kV    hatten.

   Entspre  chende elektrolytische Niederschläge von Antimon wur  den mit 50 Schocks von 450 Joule entsprechend einer  Entladung von 9 ;     tF    bei 10     kV    abgelöst.  



  <I>Reinigung von</I>     Gussstücken     Bei der Herstellung von     Metallguss    mittels Sand  formverfahren werden die     Gussstücke    gewöhnlich aus  dem Formsand und Behälter auf bewegten Metallnetzen  oder Stäben ausgeschüttelt. Diese halbautomatische Be  handlung eignet sich nicht sehr gut zur Entfernung von  Sandkernen aus dem Inneren oder einspringenden Tei  len, von an der Oberfläche des     Gussstückes    haftendem  Sand und anhaftenden     Sandkörpern,    in die geschmol  zenes Metall eingedrungen ist (gelegentlich auch als ver  brannter Sand bezeichnet).

   Sandkerne und an der Ober  fläche lose haftender Sand können durch starke Wasser  strahlen, Sandstrahlen oder ähnliche Verfahren entfernt  werden, in den Sand eingedrungenes Metall muss jedoch  gewöhnlich von Handabgeschliffen oder abgeschält wer  den. Auf alle Fälle sind die konventionellen     Verfahren     zum Reinigen von Guss teuer und zeitraubend. Es wurde  gefunden, dass sich elektrohydraulisch erzeugte Schock  wellen ausgezeichnet eignen, um anhaftenden Sand zu       entfernen,    Kerne oder Kernreste zu zerbrechen und zu  entfernen und eingedrungenes Metall von     Metallguss     schnell, wirksam und wirtschaftlich zu beseitigen.  



  Es wurden insbesondere Kraftfahrzeugzylinderkopf  güsse von Sand gereinigt, in dem die     Gussstücke    wieder  holt elektrohydraulisch erzeugten Schockwellen in Was  ser ausgesetzt wurden. So haben sich beispielsweise drei  bis vier Entladungen von 5000 Joule bei 10     kV    als  ausreichend erwiesen, um an der Aussenfläche anhaf  tenden Sand zu entfernen, und nachdem die Sandkruste  auf den     Ventilsitzteilen    gebrochen war, genügten weni  ge weitere Entladungen zur Reinigung der inneren Teile.  Für die Reinigung der     Kühlwasserkammern    waren bis  zu insgesamt 20 Entladungen erforderlich.

   Die verwen-           dete    Einrichtung enthielt einen oben offenen Tank, der  genügend gross war, um das     Gussstück,    ausreichend       Wasser,    um dieses zu bedecken, und eine Elektrode auf  zunehmen. Die verwendete Schaltung ist in     Fig.    3 dieses  Vorschlages beschrieben.  



  Es ist einleuchtend, dass die Erfindung noch weitere  ähnliche Anordnungen von     elektrohydraulisch-erzeugten     Schockwellen in     dielektrischen,    im wesentlichen     inkom-          pressiblen    Flüssigkeiten umfasst, z. B. die Entfernung  von Farbe von festen Unterlagen, eine Reinigung von  Schiffsrümpfen, eine Reinigung der Innenwände von  Tanks oder anderen Behältern und dergleichen. Die  obigen Beispiele sind daher nicht einschränkend aus  zulegen. Zur Vereinfachung der Beschreibung sind auch  nur Geräte dargestellt worden, die nur zwei Elektroden  und eine einzige Funkenstrecke enthielten, selbstver  ständlich können mehrere     Elektrodenpaare,    koaxiale  Elektroden und dergleichen verwendet werden.  



  Es     können    auch andere Formen verwendet werden,  als sie in der Zeichnung dargestellt sind. Die Erfindung  ist auch nicht auf die bestimmten flüssigen Medien be  schränkt und kann also sowohl im Entladungsraum als  auch im Arbeitsraum andere flüssige Medien verwenden,  und diese Medien können ausserdem auch umgewälzt  werden, falls dieses     wünschenswert    ist. Die Beschickung  der Arbeitskammer kann auch im     Durchlaufverfahren     erfolgen, man braucht also nicht     chargenweise    zu ar  beiten, wie beschrieben worden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage, an der es durch Adhäsion haftet, ohne die Unterlage zu beschädigen, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlage mit dem daran haf tenden Material in eine dielektrische Flüssigkeit ge taucht wird, und dass in dieser Flüssigkeit durch min destens eine elektrische Entladung zwischen zwei im Abstand voneinander angeordneten Elektroden und mit einer Energie von über 300 Joule auf die aneinander haftenden Stoffe auftreffende und die Adhäsionsbindung lösende elektrohydraulische Schockwellen erzeugt wer den.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen er sten, oben offenen Behälter (30), der durch eine ela stische Membrane (37) dicht abgeschlossen ist, einen zweiten oben und unten offenen Behälter (40), der un ten dicht auf der Membrane (37) aufsitzt und von dieser abgeschlossen ist, mindestens ein Paar im ersten Be hälter angeordneter Elektroden (31, 32), die eine elek trische Funkenstrecke bilden, eine den ersten Behälter völlig ausfüllende dielektrische Flüssigkeit, einen hoh len, drehbaren Behälter (42) zur Aufnahme von die Unterlagen bildenden Körpern, mit Stirnwänden (43, 44) und einer Seitenwand, wobei letztere und die Stirn wände zum grösseren Teil aus einem durchbrochenen Material bestehen,
    und eine Anordnung (46, 48, 49) zum Drehen des drehbaren Behälters. III. Anwendung des Verfahrens nach Patentan spruch I zum Trennen eines metallischen Materials von einer Kathode, auf der dieses Material elektrolytisch ab gelagert ist. UNTERANSPRCCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass mindestens eine elektrische Entladung mit einer Energie von über 450 Joule verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schockwellen durch wiederholte elektrische Entladungen erzeugt werden. 3. Anwendung nach Patentanspruch III, dadurch ge kennzeichnet, dass das Material Kupfer und die Unter lage eine Kupferkathode ist. 4.
    Anwendung nach Patentanspruch 11I, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Zink und die Unter lage eine Aluminiumkathode ist. 5. Anwendung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Mangan und die Un terlage eine Eisenmetallkathode ist. 6. Anwendung nach Patentanspruch 111, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Antimon und die Un terlage eine Eisenmetallkathode ist.
CH1293867A 1967-09-15 1967-09-15 Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage CH486927A (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1293867A CH486927A (de) 1967-09-15 1967-09-15 Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1293867A CH486927A (de) 1967-09-15 1967-09-15 Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH486927A true CH486927A (de) 1970-03-15

Family

ID=4387802

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1293867A CH486927A (de) 1967-09-15 1967-09-15 Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH486927A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994012716A1 (en) * 1992-11-30 1994-06-09 Antonio Merloni S.P.A. Washing machine

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994012716A1 (en) * 1992-11-30 1994-06-09 Antonio Merloni S.P.A. Washing machine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1497773A1 (de) Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage,an der es durch Adhaesion haftet
DE3033225C2 (de) Verfahren zum Entfernen des Behälterwerkstoffes vom heißgepreßten Preßkörper aus Pulver metallischer und/oder nichtmetallischer Zusammensetzung
DE112011100634T5 (de) Vertikalring-Magnetabscheider zur Enteisenung von pulverisierter Kohleasche und Verfahren, welches denselben verwendet
AT411693B (de) Elektrochemisches verfahren zum reinigen von oberflächen metallischer werkstücke
DE1621129B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum galvanischen aufbringen einer feststoffteilchen enthaltenden metallbeschichtung auf leichtmetall-werkstuecken
CH486927A (de) Verfahren zum Trennen eines festen Materials von einer festen Unterlage
DE19541231B4 (de) Einrichtung zur elektrolytischen Oberflächenbehandlung schüttfähiger Massenteile in einer Tauchtrommel und Verfahren zum Betrieb dieser Einrichtung
DE1077497B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrolytischen Niederschlagen einer Metallschicht
DE2365499A1 (de) Verfahren zur herstellung verzinnter stahlbleche
DE1808807C3 (de) Katodenelemente für eine in ein elektrolytisches Bad eintauchende Behandlungstrommel
DE2731167C3 (de) Verwendung von anorganischen Faserwerkstoffen zur Reinigung von Salzbädern und Vorrichtung zur Verwendung dieser Faserwerkstoffe
EP0663455B1 (de) Filtereinheit und Vorrichtung zum Entschlammen von Salzbädern
AT222454B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrochemischen Bearbeiten von Metallen in Trommeln
DE2154895C3 (de) Verfahren zur Behandlung der dem Abrieb ausgesetzten Oberflächen von Kernkästen und Modellen
DE1954024A1 (de) Verfahren und Vorrichtung fuer die Oberflaechenbehandlung von Glasgegenstaenden
DE722012C (de) Anordnung zur Aufarbeitung der Abfaelle von plattierten Metallen durch elektrolytische anodische Behandlung
DE401110C (de) Verfahren zur Herstellung von Elektrolyteisen
DE646088C (de) Verfahren und Vorrichtung zur elektrolytischen Gewinnung von Metallen aus schmelzfluessigen Salzen
WO2011134721A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur durchführung mindestens eines oberflächenmodifizierenden prozesses an metallischen werkstücken
EP2291106A1 (de) Haushaltsgerät, insbesondere geschirrspülmaschine oder waschmaschine
DE2239907C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung metallischer oder metallhaltiger Granalien
DE912634C (de) Verfahren zum Aufarbeiten bzw. Bearbeiten von Werkstoffen, die Karbide hochschmelzender Metalle enthalten
DE102017103127A1 (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von Kleinteilen
DE2409414C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Schlamm aus Elektrolyseuren
DE463985C (de) Massengalvanisierungsapparat

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased