Projektor Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Projektor mit einer Lichtquelle und einem davor ange ordneten Teleobjektiv.
Es ist häufig erwünscht, einen präzis gerichteten Lichtstrahl zu projizieren, der zum Anvisieren eines Zieles dienen kann. So verwendet man z. B. auf der Jagd Taschenlampen, welche einen besonders scharf gebündelten Lichtstrahl abzugeben vermögen. Solche Lampen werden insbesondere auf Schrotflinten aufge setzt und mit ihnen ausgerichtet, so dass es .möglich ist, auch im Dunkeln einen einigermassen gezielten Schuss in das von der Taschenlampe beleuchtete Feld abzuge ben. Ist der Lichtstrahl zu scharf gebündelt, so ergibt er zwar einen brauchbaren Zielpunkt, lässt aber das beim Zielpunkt liegende Objekt nicht genügend gut er kennen.
Bündelt man deshalb den Lichtstrahl weniger stark, damit man auch die Umgebung besser erkennt, so kann durch die Umgebung eine Verfälschung des Lichtfeldes eintreten und deshalb dessen Mitte nicht mehr ausreichend genau feststellbar werden, worunter naturgemäss die Zielgenauigkeit leidet.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Pro jektors, welcher sich insbesondere als Zielprojektor eignet und sowohl einen genauen Zielpunkt zum Anvi sieren des Ziels als auch eine ausreichende Helligkeit um den Zielpunkt herum ergibt, um die Art des Ziels und dessen Umgebung zu erkennen bzw. das Ziel auf zusuchen.
Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Projek tor der eingangs genannten Art gelöst, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass die Entfernung der Lichtquelle vom Objektiv so gewählt ist, dass wenigstens ein Teil der Lichtquelle als heller Fleck projiziert wird, wobei ferner zwischen dem negativen Teilsystem des Teleob jektivs und der Lichtquelle eine Blende vorgesehen ist, an deren dem Objektiv zugewandter Seite ein nach in nen gerichteter und sich gegen das Teleobjektiv hin er weiternder konischer Spiegel vorgesehen ist, dessen Matnllinien zur Objektivachse so geneigt sind, und des sen Abmessungen und seine Anordnung zwischen Lichtquelle und Teleobjektiv so getroffen sind,
dass er als heller Ring um den hellen Fleck der Lichtquellen projektion projiziert wird.
Um die Helligkeitsausbeute zu steigern, ist es vor teilhaft, einen sphärischen Spiegel so hinter der Licht quelle anzuordnen, dass sich die Lichtquelle im sphäri schen Zentrum des Spiegels befindet.
Wird als Lichtquelle ein Glühfaden verwendet, so sollte dieser auf der Objektivachse und senkrecht zu ihr angeordnet sein. Dadurch und durch entsprechende Bemessung der Blende kann erreicht werden, dass der vom Objektiv als Bild des Glühfadens projizierte helle Fleck als ein mehr oder weniger breiter heller Strich erscheint. Dieser helle Strich ist nun vom hellen Ring, der als Projektion des genannten konischen Spiegels entsteht, umeben, wobei die vom hellen Ring umge bene Kreisfläche, mit Ausnahme des die Projektion des Glühfadens darstellenden Bereichs, wesentlich dunkler erscheint als der Ring und die Glühfadenprojektion.
Wird nun ein solcher Projektor auf einer Schuss- waffe, z. B. einem Gewehr oder einem Geschütz, so angeordnet, dass die Glühfadenprojektion senkrecht oder horizontal verläuft, so ergibt sich bereits eine aus gezeichnete Zielmöglichkeit, wobei die Glühfadenpro- jektion und das sie umgebende dunklere Feld im hellen Ring ein ausserordentlich genaues Zielen gestattet. Von einem geübten Schützen können (bei geeigneter Wahl der Grösse der Projektion) auf eine Distanz von etwa 60 m Ziele in der Grössenordnung von 10-15 cm Durchmesser mit der Kugel bei grosser Sicherheit ge troffen werden.
Gleichzeitig erlaubt es der helle Ring, das Objekt des Ziels und dessen Umgebung genügend genau zu erkennen, um z. B. Jagdunfälle zu vermeiden.
Soll ein noch genaueres Zielen ermöglicht werden, so besteht die Möglichkeit, auf einfachste Weise die Glühfadenprojektion durch .Abdecken eines Teils des Glühfadens in Richtung auf das Teleobjektiv, z. B. durch einen Draht, zu unterteilen, so dass dann im hel len Fleck der Glühfadenprojektion ein dunkler Strich das Zentrum markiert. Es kann dadurch gewissermas- sen ein aus einem hellen Strich und aus einem dunklen Querstrich aufgebautes Fadenkreuz entstehen. Die Ab deckung erfolgt zweckmässig durch einen lichtundurch lässigen Faden, z. B. einen Metalldraht, der möglichst nahe am Glühfaden und senkrecht zur Objektivachse und zum Glühfaden angeordnet sein sollte.
Er kann beispielsweise nahe am Kolben einer Glühlampe, jedoch ausserhalb von ihr, angeordnet sein, wodurch es vermeidbar ist, besondere Glühlampen verwenden zu müssen.
In der Regel wird man -die Strahlenbündelung des Projektors so ausbilden, dass er auf eine mittlere Schussdistanz ein genügend grosses Feld auszuleuchten gestattet, ohne die Zielgenauigkeit opfern zu müssen. Auf ganz kurze Distanzen würde dies natürlich bedeu ten, dass nur ein ausserordentlich kleines Projektions feld beleuchtet wäre, das zudem so hell wäre, dass die Umgebung vollständig dunkel erscheinen müsste.
Um es nun zu gestatten, auch auf ganz kurze Distanzen eine ausreichende Allgemeinhelligkeit zu erreichen, ge genüber welcher aber der helle Ring und die Glühfa- denprojektion sich noch bedeutend heller abheben, kann man zwischen dem negativen und dem positiven Teilsystem des Teleobjektivs einen zweiten konischen nach innen gerichteten und sich vom negativen zum positiven Teilsystem des Teleobjektivs erweiternden Spiegel vorsehen, der das von der Blende vorbeigelas sene Streulicht und auch einen Teil des vom Leuchtfa- den durch das negative Teilsystem des Teleobjektivs kommenden direkten Lichtes ablenkt und dadurch eine gewisse,
relativ zur übrigen Projektion bescheidene Helligkeit breiter Streuung zu erzeugen gestattet. Auf grössere Distanzen ist die Helligkeit Cdiescr Allgemein beleuchtung zu gering, um störend zu wirken.
Die Erfindung soll nun anhand der Zeichnung bei spielsweise näher erläutert werden. Es zeigen: Fig.l einen schematischen Längsschnitt durch einen Projektor mit davor wiedergegebenen Projek tionsbild, Fig.2 den Glühfaden und den -wischen ihm und dem Teleobjektiv angeordneten konischen Spiegel mit teilweisem Strahlenverlauf, Fig. 3 eine der Fig.2 ähnliche Darstellung mit an derem teilweisen Strahlenverlauf, Fig. 4 den im Teleobjektiv untergebrachten zweiten konischen Spiegel mit teilweisem Strahlenverlauf.
In einem als Rahmen des Projektors der Fig. 1 die nenden Metallrohr 1 ist das positive Teilsystem 2 eines Teleobjektives direkt und das negative Teilsystem 3 in einer Halterun; 4 untergebracht. Zwischen dem positi ven Teilsystem 2 und dem negativen Teilsystem 3 ist eine konische Hülse 5 eingeschoben, welche auf ihrer Innenseite einen Spiegel 6 aufweist. Die Halterung 4 schliesst den ganzen lichten Durchmesser des Rohres 1 mit Ausnahme eines zentralen Durchlasses 4' ab, wobei in diesem zentralen Durchlass 4' einerseits das negative Teilsystem 3 des Teleobjektivs untergebracht ist.
Andererseits verjüngt sich der Du-chlass 4' in Richtung auf den als Lichtquelle dienenden Glühfaden 7, d. h. dass er sich zum Teleobjektiv hin erweitert, wobei er eine konische Innenfläche aufweist, die als Spiegel 8 ausgebildet ist. Dergestalt wirkt die Halte rung 4 gleichzeitig als zwischen Teleobjektiv und Glüh faden 7 vorgesehene Blende 4". :Hinter dem Glühfaden 7, der zu einer nicht ge zeichneten Glühbirne, z. B. Hallogen-Glühbirne gehört und der senkrecht zur und auf der Objektivachse 9 ange ordnet ist, befindet sich ein sphärischer Spiegel 10, in dessen sphärischem Zentrum sich der Glühfaden 7 be findet.
Der Spiegel 10 wirft das vom Glühfaden 7 kommende Licht, wie durch die Pfeile 11 angedeutet, zum Glühfaden 7 zurück, wobei natürlich eine gewisse Streuung schon wegen der länglichen Gestalt des Glüh fadens auftritt. Dieses Streulicht ist, soweit es durch die Blende 4" dringen kann, durchaus erwünscht.
Wie dies noch bezüglich Fig.2 und 3 zu bespre chen sein wird, trifft ein Teil des vom Glühfaden 7 direkt oder über den Spiegel 10 kommenden Lichtes, welches durch Blende 4" hindurchtritt, auf dem koni schen Spiegel 8 (vgl. auch Fig. 2) vor dem Teleobjek tiv und wird von diesem so zum Teleobjektiv hin reflektiert, dass es eine besonders hell ringförmig aus geleuchtete Zone ergibt, die in Fig. 1 als Projektions zone im Ringraum 12 dargestellt ist.
Der grösste Teil des nicht auf den Spiegel 8 fallen den jedoch durch die Blende 4" hindurchtretenden Lichtes (vgl. Fig.3) ergibt in Fig. 1 links dargestellt den hellen Glühfadenprojektionsfleck 13, wobei zwi schen Ring 12 und hellem Fleck 13 ein relativ dunkle res, schwarz gezeichnetes Feld verbleibt. Im hellen Fleck 13 könnte noch durch Abdeckung eines Teiles des Glühfadens 7 ein dunkler Querstrich erzeugt wer den, wobei auf die zeichnerische Wiedergabe hier ver zichtet wurde, um die Übersicht nicht unnötig zu er schweren.
In Fig. 2 erkennt man, wie der Spiegel 8 das vom Glühfaden 7 durch Blende 4" auf ihn fallende Licht reflektiert. Dieses, wie in Fig. 2 ersichtlich, ringförmig angeordnete reflektierte Licht 8' addiert sich in diesem Bereich mit dem im Bereich 8' in Fig.3 als direkt durch die Blende 4' (ohne Berührung des Spiegels 8) durchtretendes Licht des Glühfadens 7 gezeichneten Licht, wodurch die besondere Aufhellung dieses Berei ches erklärlich ist.
Das im zentralen Bereich 7' der Fig.3 gezeigte direkt durch Blende 4' und ohne Be rührung des Spiegels 8 hindurchtretende Licht, welches dank der Aufhellung des Bereichs des Glühfadens 7 durch den (in Fig. 1 besprochenen) sphärischen Spiegel 10 wiederum besonders hell ist, ergibt den hellen Fleck 13 in Fig. 1. Das am Rande in Fig. 3 mit 6' und in Fig. 4 mit dem gleichen Zeichen bezeichnete Streulicht trifft auf den Spiegel 6 der Hülse 5 und wird als Streu licht 6" von diesem reflektiert.
Wäre auch dieser Be reich in Fig. 1 eingezeichnet, so würde sich ein sehr schwach beleuchteter Raum ergeben, der durch den Schattenwurf des als Randblende l' wirkenden Randes des Rohres 1 begrenzt wäre, also bezüglich des Ring raumes 12 gross sein kann. So wird das sonst durch einen schwarzen Innenbelag in Projektoren absorbierte Streulicht für die Nahbeleuchtung nutzbar gemacht.
In der Regel wird ein Projektor der besprochenen Art für bestimmte Zwecke fest vormontiert sein, wobei man allerdings für den Fall des Auswechselns der nicht gezeichneten Glühbirne und wegen der in diesen Bir nen nicht allzu genau eingesetzten Glühfäden, eine Verstellbarkeit der Glühbirne in der Höhe und seitlich vorsehen sollte. Eine Verstellung in Richtung der Achse des Objektivs kann vorgesehen sein.
Der Projektor kann dabei folgende, nur näherungs- und beispielsweise genannten Daten haben: Positives Teilsystem 2 = +8,0 D,'/+125 mm f'; Negatives Teilsy- stem 3 = 16,0 D//-62,4 mm f'; Radius des Spiegels 10 = 33 mm; Optischer Abstand von 2 zu 3 = 96 mm; Optischer Abstand des Glühfadens 7 vom negativen Teilsystem 3 = 42 mm; Neigung der Mantellinien des Spiegels 8 zur Objektivachse 9 = ca. 12 ; Durchmesser der Blende 4" = ca. 9 mm.
Es ist aber auch möglich, eine sogenannte Gummi linse als Teleobjektiv zu verwenden, wodurch es dann möglich wird, das in Fig. 1 beispielsweise gezeigte Pro jektionsbild 12, 13 je nach der Zieldistanz zu verstel len.
Der Projektor kann mit geeigneten Verbindungs mitteln zur Anbringung an einer Waffe versehen sein. Wegen seiner ausserordentlichen Zielgenauigkeit kann der Projektor aber auch zu Vermessungszwecken dienen, wobei recht genaue Winkeleinstellungen zu er mitteln sind.