Vorrichtung zum Vereinzeln eines Blattstapels Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vereinzeln eines Blattstapels, insbesondere zum Vereinzeln von in einer Sortiermaschine zu sortierenden Dokumenten, wie z. B. Schecks, mit einer mindestens das oberste Blatt des Stapels abziehenden Abzugsein richtung und zwei neben dem Stapel übereinander ange ordneten, einen Trennspalt bildenden Trennwalzen, von denen die obere in bezug auf den gemeinsamen Trenn spalt in Abzugsrichtung und die untere in bezug auf die sen Trennspalt entgegen der Abzugsrichtung angetrieben ist.
Es ist bereits eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei welcher die beiden Trennwalzen über einstellbare Rutschkupplungen angetrieben sind. Diese Rutschkupp lungen müssen für bezüglich Dicke und Materialart verschiedenartige Dokumente jeweils sehr exakt vor eingestellt werden, um eine einigermassen störungsfreie Vereinzelung zu gewährleisten. Trotzdem besteht bei dieser bekannten Vorrichtung die Gefahr von Störungen, wenn nämlich das oberste Blatt zuerst an die unterste Trennwalze kommt und durch diese in den Stapel zu rückgestossen wird.
Zweck der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, bei welcher diese Nachteile nicht mehr vorhan den sind. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist ge kennzeichnet durch eine in den Trennspalt führende Leiteinrichtung, welche derart angeordnet ist, dass das dem Trennspalt zugeführte Blatt vor der unteren Trenn walze die obere Trennwalze längs einer Mantellinie be rührt.
Weitere spezielle Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die erfindungsgemässe Vereinzelungsvorrichtung er möglicht einen sehr störungsfreien und sicheren Be trieb und gewährleistet, dass infolge der Leiteinrichtung jedes Blatt gegen die obere Walze gedrückt wird. Die untere Walze, die in Gegenrichtung angetrieben ist, kann damit das Blatt nicht in den Stapel zurückstossen. Es ist somit unabhängig von der Dicke und der Material- art des Blattes ohne besondere Einstellungen ein sicheres Vereinzeln eines Blattstapels möglich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schemati scher Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher er läutert.
Fig. 1 zeigt die Anwendung einer erfindungsgemässen Vorrichtung bei einer Schecksortiereinrichtung.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsge mässe Vorrichtung.
Fig. 3 zeigt die erfindungsgemässe Vorrichtung in Seitenansicht.
Fig. 4 zeigt die Antriebseinrichtung für die erfin dungsgemässe Vorrichtung.
Fig. 5 zeigt die S;irnansich; der erfindungsgemässen Vorrichtung.
Fig. 6 zeigt die Abzugswalzen der erfindungsge- mässen Vorrichtung im Detail.
Fig. 1 zeigt eine Schecksortiervorrichtung 40, dic eine Station 45 zum Vereinzeln der Schecks, eine Registerstation 46 zum Ausrichten der Schecks, eine Lesestation 47, eine Zwischentransportstation 48 und eine Ablagefachstation 49 umfasst. Der zu sortierende Scheckstapel wird auf einen Steigtisch gelegt, der zu sammen mit einer Abzugseinrichtung 52 motorisch an getrieben wird, liehe beispielsweise Fig. 5. Die Abzugs einrichtung besteht aus mehreren Rollen 53, deren die Schecks erfassenden Oberflächen mit einer Ge schwindigkeit von 1,5 m/sec angetrieben sind.
Sie för dern den obersten Scheck vom Stapel 50 in einen Trenn spalt, der durch Trennwalzen 54 und 55 gebildet wird, so dass nur jeweils ein einziger Scheck durchgelassen wird. Die Walzen 54 und 55 sind in Fig. 1 im Uhrzeiger sinn angetrieben, und die Trennwalze 54 fördert jeweils einen Scheck, während die Trennwalze 55 den Durch gang des Schecks zu verhindern trachtet. In einer prakti schen Ausführungsform werden die die Schecks er fassenden Flächen der Trennwand 54 mit etwa 1,5 m/ sec angetrieben, während die der Trennwalze 55 nur mit etwa 75 cm,/sec umlaufen.
Der Trennwalze 55 in Abzugsrichtung nachgeschal- tet sind mehrere Fördcrw"alzcn 56, deren Umfangsge schwindigkeit<B>1,5</B> m;sec beträgt. Gegen die Förder- walzen 56 liegen unter Federspannung weitere Förder- walzen 57 an, um sicherzustellen, dass der Scheck sicher und fest gegriffen wird. Die Förderwalzen 56 sind von den Abzugsrollen 53 weniger weit entfernt, als der Länge des kürzesten zu sortierenden Schecks entspricht.
Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Förderwalzen 56 jeden Scheck erfassen, noch bevor er von den Ab zugsrollen 53 losgelassen wird. Dadurch erreicht man, dass jeder Scheck durch den von den Trennwalzen 54 und 55 gebildeten Trennspalt gefördert wird. Gleichzei tig verhindert man dadurch, dass ein Scheck in der Registerstation 46 gedreht oder querverlagert wird, bis er die Förderwalzen 56 verlassen hat. Hierdurch wird auch vermieden, dass die Hinterkante eines Schecks einen Scheck des Stapels 50 verschiebt.
Die eigentliche Vereinzelungsstation 45 umfasst ein Gehäuse 100 zur Aufnahme der Schecks, das aus der Seitenwand 101, z;vei Rückwänden 102 und 103 und einer inneren Querwand 104 des Hauptgehäuses 41 ge bildet ist. Ein Stützraum 105 weist zwei Führungs schienen 106 und<B>107</B> auf, die einen Schlitten 108 führen, an dem der Steigtisch 51 befestigt ist. Ein Teil des Schlittens reicht durch einen vertikalen Schlitz 109 im Hauptstützrahmen 105. Ein Antriebsband 110 ist um eine obere Scheibe 111 und eine untere Trommel 112 gewunden.
Die Trommel wird durch eine auf einer Feder angeordnete Kupplung 113 und ein übersetzungs- getriebe 114 mittels eines geeigneten Antriebsmotors <B>115</B> angetrieben. Die Antriebsschnur 110 ist an dem Schlitten 108 mittels eines Stiftes 116 befestigt und mittels einer Spannfeder 117 unter Spannung gehalten. Die Kupplung<B>113</B> kann durch einen Kupplungshebel 114 auf bekannte Weise ausgerückt werden, wodurch der Steigtisch 51 vom Antriebsmotor 115 getrennt ist, so dass er mittels des Handgriffs<B>118</B> in jede beliebige Lage bewegt werden kann.
Um einen Scheckstapel in das Gehäuse 100 einzu legen, wird die Kupplung 113 mittels des Kupplungs hebels 114 ausgerückt und der Steigtisch 51 entspre chend weit nach unten abgesenkt, so dass der Stapel leicht eingelegt werden kann. Darauf wird der Steig tisch 51 so weit angehoben, bis der oberste Scheck ge rade unterhalb der Abzugsrollen 53 zu liegen kommt, worauf der Kupplungshebel 114 umgelegt und der Steig tisch 51 mit dem Antriebsmotor 115 verbunden wird. Wird ein Schalter auf dem Bedienungspult 87 einge schaltet, so treibt der Motor 115 den Steigtisch 51 und den darauf sich befindenden Stapel 50 so lange an, bis ein Schalter 120 im Stromkreis des Antriebsmotors 115 durch den obersten Scheck des Stapels über den Fuss 121 geöffnet wird.
Eine an der Rückwand 103 ange ordnete Ablenkfeder 122 bewirkt, dass der oberste Scheck unter den Fuss 121 beim Abziehen vom Stapel durch die Abzugseinrichtung 52 geführt wird. Beim Abziehen eines Schecks vom Stapel bewegt sich der Fuss 121 bis in eine Stellung, in der der Schalter 120 wieder umgelegt und damit der Antriebsstromkreis des Motors 115 geschlossen wird. Die Oberseite 123 des Steigtisches 51 ist nach unten gegen die Seitenwand 101 geneigt, so dass der Stapel 50 gegen sie anliegt; der obere Abschnitt der Seitenwand 101 dient als Mess- platte <B>125,</B> die verhindert, dass andere Schecks als der oberste des Stapels durch die Abzugseinrichtung 52 erfasst werden.
Auf diese Weise ist der Steigtisch 51 intermittierend automatisch über den Schalter 120 so ati"etricbcn, dass nur eine 11indcstzahl von Schecks sich oberhalb der \lessplattc <B>125</B> befinden. Die Abzugsrollen 53, deren Oberflächen aus Gummi oder dergleichen be stehen, fördern wenigstens einen Scheck, unterstützt durch die beiden Führungen 126 und 127, zwischen die Trennwalzen 54 und 55. Fig. 5 zeigt die gegenseitige Ausrichtung der Walzen _54 und 55.
Die Walze 55 be sitzt vorzugsweise eine grössere Härte als die Walze 54 Die Drehachsen dieser Walzen sind um eine solche Entfernung gegeneinander versetzt, dass die die Schecks erfassenden Oberflächen der Walzen 54 und 55 einen derartigen Abstand zueinander aufweisen, dass sicher gestellt ist, dass die von ihnen geförderten Schecks sicher ergriffen werden. Die Achse 130, auf der die Walzen 55 gelagert sind, kann in vertikaler Richtung mittels eines Einstellknopfes<B>131</B> (Fig. 4) durch einen Trieb 132 verstellt werden, um den Abstand zwischen den Walzen 54 und 55 zu verändern und unterschiedlichen Dicken der Schecks anzupassen sowie den Verschleiss der die Schecks ergreifenden Oberfläche der Walzen auszugleichen.
Bei einer anderen Ausführungsform kann die Härte der Walzen 54 und 55 gleich gross sein und dafür der Reibungskoeffizient der Walze 54 grösser als der der Walze 55 gewählt sein. Bei einer weiteren Ausführungsform können die die Walze 55 bildenden Scheiben gegen die die Walze 54 bildenden Scheiben axial versetzt sein, so dass sie zwischen den Scheiben der Walze 54 angeordnet sind.
Zwischen benachbarten Scheiben der Trennwalze 54 sind mehrere federgespannte Führungsfinger 135 vorgesehen, die die von der Abzugseinrichtung 52 kom menden Schecks gegen die Trennwalze 54 entlang einer im wesentlichen parallel zu einer im Trennspalt zwi schen den Walzen 54 und 55 verlaufenden Linie und senkrecht zur Abzugsrichtung der Schecks gegen die Walze 54 drücken, bis sie den Trennspalt erreicht haben. Auf diese Weise ist verhindert, dass die Schecks zuerst die Walze 55 streifen und durch diese zurück auf den Stapel 50 bewegt werden.
Durch die Finger 135 wird eine aufwärts gerichtete Kraft auf die Schecks ausgeübt, wodurch die Walze 54 auf die Schecks mit einer Vorschubkraft wirkt, die die Bremskraft der Trennwalze 55 übersteigt. Durch diese aufwärts gerichtete Kraft wird die Walze 54 auch zusammengedrückt, so dass ohne weiteres dichtere Schecks, die den Trennspalt zwischen den Walzen 54 und 55 weit übersteigen, eingezogen werden. Durch Versuche hat man festgestellt, dass selbst beim Ver einzeln von aufeinanderfolgenden Schecks mit einer Dicke von 0,075 mm auch noch solche mit einer Stärke von 0,38 mm die Walzen 54 und 55 passieren konnten.
Das Trennvermögen ist für Dokumentenförderer von ausserordentlicher Wichtigkeit, damit nicht zwei Schecks aufeinanderliegend in die Sortieranlage einlaufen und in diesem Zustand unentdeckt bleiben, was auch Betriebs störungen oder dergleichen hervorrufen kann. Das gute Trennvermögen hat sich auch darin gezeigt, dass Schecks, die über eine gemeinsame Kante gefaltet wur den oder durch einen leichten Haftkleber in kleinen Teilbereichen aneinanderhaften, noch vereinzelt wer den.
Den Trennwalzen 54 und 55 nachgeschaltet, und an einander gegenüberliegenden Seiten des Förderweges 140 eines Schecks von der Vereinzelungsstation 45 zur Lesestation 47 sind die Förderwalzen 56 und 57 an geordnet. Die Walzen 56 haben geeignete, die Schecks ergreifende Oberflächen, beispielsweise aus Gummi. Die metallenen Spann@@-alzcn 57 liegen unter Federspannung cegen die Walzen 56 an.
Alle Walzen 53, 54, 55 und 56 sind durch einen geeigneten Antriebsmotor 141 (Fig.4) angetrieben, der über einen Schalter im Steuerpult 87 angeschlossen ist. Der Antriebsmotor 141 ist über einen Riemen 142, die Riemenscheibe 143, eine Welle 144, Zahnräder 145 und 146, eine Welle 147, eine Scheibe 148, einen Riemen 149, eine Antriebskupplung 149a und Zahnrä der 150 und 151 mit einem Zahnrad 152 verbunden. Die Kupplung 149a kann durch einen Schalter des Steuerpultes 87 betätigt werden, um das vom Zahnrad 150 angetriebene Getriebe wahlweise ausschalten zu können. Das Zahnrad 152 treibt die Trennwalze 54 über ein Zahnrad 150 und die Trennwalze 55 über die Zahnräder 155, 156, 157 und die Welle 130 an. Das Zahnrad 156 treibt ferner die Förderwalzen 56 über die Welle 159 an.
Die Abzugsrollen 53 werden durch einen über die Welle 154 laufenden Antriebsriemen 160 (Fig. 5 und 6) und einen weiteren, nicht darge stellten Riemen im Gehäuse der Abzugseinrichtung 52 angetrieben. Die Abzugseinrichtung 52 kann mittels eines Handrades 161 um die Welle 162 gegen einen Gummi anschlag 163 geschwenkt werden, um bei Bedarf einen leichteren Zutritt zum Gehäuse<B>100</B> zu haben.