CH488504A - Isolierplatte für die Auskleidung von Steigern und Kokillenköpfen - Google Patents
Isolierplatte für die Auskleidung von Steigern und KokillenköpfenInfo
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Description
Isolierplatte für die Auskleidung von Steigern und Kokillenköpfen Die Erfindung betrifft eine Isolierplatte für die Aus kleidung von Steigern und Kokillenköpfen.
Es wurden bereits noch nicht bekannte Isolierplatten für Steiger und Haubcnaus1 < leidungen entwickelt, die aus poröser Leichtschamotte bestehen, die ein spezifisches Gewicht von 0,45 bis 0,75, vorzugsweise 0,60, hat und eine Feuerfestigkeit bis 1690' C aufweist. Diese Platten haben bei der Belastung von 0,5 kp;'cm-' eine Druck feuerbeständigkeit bis 1580 C und bestehen aus poröser Leichtschamotte, die praktisch frei von Verunreinigun gen ist. Wenngleich diese Platten ein ausgezeichnetes Isolationsvermögen besitzen und sich für Güsse aus d: n verschiedensten Stahlsorten eignen, so sind sie doch nicht frei von Mängeln. So ist z.
B. die Variationsbreite der Plattendicke relativ gering, und da die Kaltfestig keit der Platten zu wünschen übrig lässt, ist die Her stellung dünner Platten meist mit viel Bruch vzrbunden. Auch ihr Transport ist infolge grosser Bruchgefahr Kost spielig, da er einen hohen Aufwand an Verpackungs material und auch an Zeit erfordert. Die Erzeugung dicker Platten bereitet Schwierigkeiten, da diese oft rissig werden und infolge innerer Spannungen ihre Festigkeit verlieren.
Es wurde nun gefunden, dass man diese Nachteile vermeiden kann, wenn man darauf verzichtet, Schamotte mit extrem geringen Verunreinigungen als Ausgangs material zur Herstellung der Platten zu verwenden und eine Isolierplatte verwendet, die dadurch gekennzeich net ist, dass sie aus einer porösen Leichtschamotte mit Verunreinigungen und einem spezifischen Gewicht von 0,45 bis 0,75 besteht und eine Feuerfestigkeit von 1640-'C aufweist.
Ihre Druckfeuerbeständigkeit berägt bei einem Druck von 0,5 kp pro cm' etwa<B>1500-</B> C. Durch ihren Gehalt an Verunreinigungen haben die Platten eine wesentlich höhere Kaltfestigkeit. Dies ermöglicht ein schnelleres Arbeiten bei einer kleineren Bruchquote. Auch der Transport und die Verpackung der Platten werden weniger aufwendig. Die Variationsbreite der Plattendicke ist grösser, weil einerseits die höhere Kalt- festigkeit die Herstellung dünnerer Platten gestattet, als es bei der reinsten Qualität möglich ist, und zweitens die geringere Rissanfälligkeit der dicken Platten deren Herstellung erleichtert.
Platten von grösserer Stärke über 90 mm - können überhaupt nur mit dem er findungsgemässen Gehalt an Verunreinigungen in der Leichtschamotte hergestellt werden.
So gelingt es z. B., Platten von 8 bis 16 mm, vor zugsweise 12 mm, herzustellen, die für Erstarrungs- zeiten von Stahl bis zu 15 Minuten geeignet sind. Man erspart durch die neue Platte nicht nur Rohmaterial, sondern auch Arbeitszeit, weil die Verarbeitung ein facher ist und dabei weniger Bruch auftritt. Davon abgesehen, ist die Beschaffung des extrem reinen Roh materials, das für die erwähnte Platte erforderlich ist, nicht immer ganz leicht. Dagegen steht ein normaler hochwertiger Rohstoff für die erfindungsgemässe Masse immer in genügender Menge zur Verfügung.
Die folgen dzn Beispiele sollen den Vorteil der erfindungsgemässen Platte zeigen, die, wie leicht ersichtlich ist, eine erheb liche Stahleinsparung bringt. <I>Beispiel I</I> Für ein Formjussstück aus niedrig legiertem Stahl, dessen Erstarrungsmodul 1,8 cm ist, muss ein Speiscr 0-,setzt werden mit einem Erstarrungsmodul von 2,1 cm. Dieser Speiser wurde aus 4 Gelenkplatten zusammen setzt, und zwar so, dass diese einen isolierten quadratisch. -n Steiger bilden, dessen innere Seitenkante 84 mm und dessen Höhe<B><I>105</I></B> mm war.
Diese Ab messungen hätten bei einer unisolierten Ausführung nur ein Modul von 1,44 cm ergeben. Durch die 12 mm starken Isolierplatten wurde die erwartete Erstarrungs- verzögerung erreicht und 10 kg Stahl erspart. Der wirt schaftliche Erfolg ist bedeutend, da mit 0,24 kg Isolier platten die Umschmelzkosten von 10 kg Stahl erspart wurden. Hätte man für dieses Beispiel die oben er wähnten extrem reinen Isolierplatten genommen, so wären für diesen Speiser 0,40 kg Isolierplatten be nötigt worden.
<I>Beispiel 2</I> Für den Guss eines 57 Tonnen schweren Hammer bären musste dieser mit einem Aufguss, dessen Er starrungszeit 1200 Minuten beträgt, gespeist werden. Dieser Speiser wurde aus 150 mm dicken Gelenkplatten, die ringförmig zusammengestellt wurden, gebildet. Der innere Durchmesser war<B>1000</B> mm und seine Höhe 1200 mm. Durch diese Isolierung wurde eine Erstar rungszeit erreicht, die einem unisolierten Steiger von 1450 mm innerem Durchmesser und 1750 mm Höhe entspricht. Die dabei erzielte Einsparung brachte eine Stahlersparnis von 13,800 kg bei einem Aufwand von 390 kg Isolierplatten.
Diese beiden Beispiele zeigen, dass das erzielte Stahlersparnis stark ins Gewicht fällt. Es ist jedoch zu erwähnen, dass die erfindungsgemässe Platte nicht für alle Stahlsorten geeignet ist. Sie ist nicht geeignet für Stähle mit extrem niedrigem Kohlenstoffgehalt, wie z. B. für einen Stahl mit 0,03 % C, 18 v Ni, 11 % Cr und 3,5 " Mo, die Giesstemperaturen über 1600V C haben. Hingegen ist sie bestens geeignet für alle legierten und unlegierten Stähle mit einem Kohlenstoffgehalt über 0,1 .',, das ist die überwiegende Mehrzahl aller handels üblichen Stähle.
Für Stähle mit der oben erwähnten hohen Giesstemperatur wird man nach wie vor die zuerst erwähnten extrem reinen Qualitäten verwenden müssen. Die übrigen Vorteile der bereits vorgeschlagenen Platte, wie geringes spezifisches Gewicht, hohe Porosität, hohe Beständigkeit gegenüber flüssigem Stahl und der Guss haut aus Schwermetallsilikate, sind auch bei der er findungsgemässen Plattz gegeben.
Die S:ärke der Isolierplatten ist auf die Erstarrungs- zeiten der Abgüsse abgestimmt und beträgt für Er starrungszeiten bis 9 Minuten 8-16 mm, vorzugsweise 12 mm, bis 16 Minuten 11-20 mm, vorzugsweise 15 mm, bis 25 Minuten 14-26 mm, vorzugsweise 20 in m, bis 50 Minuten 17,5-32,5 mm, vorzugsweise 25 mm, bis 75 Minuten 22-38 mm, vorzugsweise 30 mm, bis 140 Minuten 32-58 mm, vorzugsweise 45 mm, bis 240 Minuten 40-70 mm, vorzugsweise 55 mm, bis 400 Minuten 46-84 mm, vorzugsweise 65 mm, bis 800 Minuten 55-115 mm, vorzugsweise 80 mm und bis 1200 Minuten 70-140 mm, vorzugs weise 105 mm.
Die Platten werden entweder als Formplatten für Haubenauskleidungen oder teilweise als Gelenkplatten für die Sp:iserisolierung ausgebildet.
1n den Figuren sind Beispiele für die Ausbildung von Isolierplatten dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 die Aufsicht auf eine Speiserisolierung mit sechs als Gelenkplatten ausgebildeten Isolierplatten, Fig. 2 die Seitenansicht der Speiserisolierung nach Fig. 1, Fig. 3 die Aufsicht auf die Isolierung eines runden Speisers mit stabförmigen Isolierplatten und ie. 4 die Seitenansicht der Speiserisolierung nach F<B>a</B> Fig. 3 in unterbrochener Darstellung.
In Fig. 1 sind mehrere Gelenkplatten 1 zu einer Speiserisolierung zusammengestellt, so dass sie zwischen sich Gelenke 2 bilden. Wie aus dieser Figur ersichtlich, sind die Gelenkplatten so gestaltet, dass die Symmetrie achse des konvexen Gelenkteils 3 in die Plattenlängs- mittelachse fällt, während die Symmetrieachse des kon kaven Gelenkteils 4 mit dieser Plattenlängsmittelachse einen Winkel a von etwa 40' einschliesst.
Für die Isolierung runder Speiser wurden, wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, stabförmige Isolierplatten 5 entwickelt, deren Breite a etwa ihrer doppelten Dicke b entspricht. Die Schmalseite 6 dieser Isolierstäbe ist bearbeitet, und ihre Umrisslinie entspricht im Quer schnitt zum Teil einer Zykloidenkurve 7. Dank dieser Ausbildung wird erreicht, dass sich die Stäbe 5, wenn man sie von aussen mit Hilfe von nicht dargestellten Bindemitteln fest zusammenbindet, kreisförmig ausrich ten. Der aus diesen Stäben 5 zusammengebundene Isoliermantel nach Fig. 3 kann direkt auf ein Modell aufgesetzt und mitgestampft werden.
Durch die ge ringe Breite der Isolierstäbe ist eine feine Abstufung der Isolierung möglich.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Isolierplatte für die Auskleidung von Steigern und Kokillenköpfen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einer porösen Leichtschamotte mit Verunreinigungen und einem spezifischen Gewicht von 0,45 bis 0,75 be steht und eine Feuerfestickeit von 1640 C aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Isolierplatte nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass sie eine Druckfeuerbeständigkeit bei einer Belastung von 0,5 kp;'cm- bis 1500- C aufweist. 2. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ihre Porosität bei etwa 75 VolA liegt. 3.Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass ihre mittlere Wärmeleitzahl zwischen 0 und 100' C etwa 0,20 kcal/m. h. C beträgt. 4. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 9 Minuten 8-16 mm, vorzugsweise 12 mm, beträgt. 5. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 16 Minuten 11-20 mm, vorzugsweise 15 mm, bc- trägt. 6.Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 25 Minuten 14-26 mm, vorzugsweise 20 mm, be trägt. 7. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen I-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 50 Minuten 17,5-32,5 mm, vorzugsweise 25 mm, beträgt. B. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 75 Minuten 22-38 mm, vorzugsweise 30 mm, be trägt. 9.Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 140 Minuten 32-58 mm, vorzugsweise 45 mm, be trägt. 10. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 240 Minuten 40-70 mm, vorzugsweise 55 mm, be trägt. <B>11.</B> Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 400 Minuten 46-84 mm, vorzugsweise 65 mm, be trägt. 12.Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 800 Minuten 55-115 mm, vorzugsweise 80 mm, be trägt. 13. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Isolierplatte für eine Erstarrungszeit des Stahls bis zu 1200 Minuten 70-140 mm, vorzugsweise 105 mm, be trägt. 14.Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Ge lenkplatte (1) dargestellt ausgebildet ist, dass die Sym metrieachse des konvexen Gelenkteils (3) in die Platten längsmittelachse fällt, während die Symmetrieachse des konkaven Gelenkteils (4) mit dieser Plattenlängsmittel- achsc einen Winkel (a) von etwa 40\' einschliesst. 15. Isolierplatte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1-13 insbesondre zur Isolierung runder Speiser, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (a) etwa der doppelten Dicke (b) entspricht und dass ihre schmalen Längsseiten (6) einen Querschnitt aufweisen, der zum Teil einer Zykloidenkurve (7) entspricht.
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