Elektrisches Gerät mit einem als Elektrode dienenden Teststift, insbesondere für medizinische Zwecke
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Gerät mit einem als Elektrode dienenden Teststift, insbesondere für medizinische Zwecke.
Dieses Gerät kann z. B. in der Medizin zu folgendem Zweck verwendet werden :
Der Teststift wird mit einer Spannungsquelle und einem Mikroamperemeter in einem durch den Körper des Patienten verlaufenden Stromkreis geschaltet, in dem ein Strom von] bis 3 Mikroampere fliesst. Der zeitliche Verlauf der dabei gemessenen Stromstärke ergibt Hinweise auf Funktionsstoruneen beim Patienten.
Bekannte Vorrichtungen dieser Art haben aber den Nachteil, dass während der Messung auch infolge ungewollter Anderungen des Druckes des Teststiftes auf die zu prüfende Stei ! e des Patienten der Ubertragungswider- stand und damit der Strom ändert. also eine Falschmes- un anzeigt. die dem Zustand des zu prüfenden Patienten nicht entspricht.
Es ist das Ziel der Erfindung, soiche Faischmessun- gen kenntlich zu machen. um sie bei der Diagnose unberucksichtigt lassen zu können. Es soll weiter durch eins federnd nachgiebige Anordnung des Teststiftes ein allzu schmerzhafter Druck bei der Messung vermieden werden.
Das erfindungsgemässe Gerät ist gekennzeichnet durch Mittel zur Auslosung eines Signales, sobald beim Testvorgans ein bestimmter, auf den Teststift wirkender Federdruck unterschritten wird.
Das Signa) kann ein optisches oder akustisches sein.
Ais optisches Signa) dient vorteilhaft das Ertöschen eines Lichtes. z.B. dasjenige einer Lampe. Solange diese Lampe dann leuchtet. bedeutet das, dass beim Testen der fiir eine richtige Messung vorgeschriebene Federdruck eingehalten ist, das Verhalten des Zeigers des Ampereme'ers also den Zustand des Patienten richtig angibt.
In einer besonderen Ausführungsform kann der ma ximale Druck von z. B. etwas über I kg durch eit, en Ansch) ag begrenzt sein.
Die Zeichnung zeigt in einer einzigen Figur einen Axiatschnitt durch eine beispietsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Der Teststift I hat eine abgerundete, an der zu piüfenden Stelle des Patienten aufsetzbare Spitze 2. Der Teststift 1 ist mittels Gewinde 3 in ein elektrisch isolierendes Stick 4 eingeschraubt. In die Bohrung 5 des Isolierstückes 4 ist von der dem Teststift) segenübertie- genden Seite her mittels Gewinde 6 ein Rohr 7 eingeschraubt, dessen Aussenflansch 8 an der Stirnfläche des Isolierstrücks 4 anliegt und den einen (ersten) Kontakt eines Signalstromkreises bildet. Im Abstand vom Kontakt 8 sitzt auf dem Rohr 7 ein Anschlagring 9, auf dessen vom Kontakt 8 abgekehrten Seite sich ein auf das Rohr 7 aufgesetztes, elektrisch isolierendes Stück 10 abstützt.
Isolierstück 4 und damit Teststift 1, Rohr 7 und Isolierstück 10 sind in einem zylindrischen Gehäuse 11 axial verschiebbar vefithrt Da das Gehäuse 11 gleichzeitig als Griff dient, ist es mit einer vorzugsweise leicht zu reinigenden, äussern Schuízhülle 12 versehen. Auf dem Isoliersttick 10 und auf einem fest mit dem Gehäuse 11 verbundenen Anschlag stützt sich eine im Gehäuse ! ! untergebrachte Kompressionsfeder 14 ab, die tuber die Teile 10. 9.7 und 4 eine Schulter 15 des letztern gegen den Innenftansch 16 einer Überwurfmutter 17 drückt.
Ein Stift 18 des Stückes 4 greift in eine Nut 9 des Gehäuses (1, begrenzt dadurch die axiale Relativbewegung zwischen Gehause 11 und Teststift I und verhindert g) eich- zeitig eine Relativdrehung zwischen diesen beiden Teilen.
Zwischen Isolierstück-4 und Uberwurfmutter 17 befindet sich zur Verminderung der Reibung und zur Gewährlei- stung eines richtigen Funktionierens des Teststifts 1 auch in Schräglage ein Kranz von Nadeln 20, die auch durch einen Kranz von Kugeln ersetzt sein kiinnten. Dic maximate axiate Relativverschiebung zwischen Gehäuse und Teststift 1 kann z. B. 2 cm betragen.
Zwischen dem Kontakt 8 und dem Anschlag 9 ist längs dem Gehäuse 11 verschiebbar ein elektrisch isolierendes Organ 21 angeordnet, das in einer Bohrung 22 den andern Kontakt 23 des Signa) stromkretses trägt. Die Gesamtiänge des aus den Teilen 21 und 23 bestehenden Körpers ist um den kleinen Zwischenraum oder das Spiel 24 kürzer als die axiale Distanz zwischen Kontakt 8 und Anschlag 9 ln einer Ausnehmung 25 am Umfang des Organs 21 ist eine sich am Boden der Ausnehmung 25 und an der Innenwandung des Gehäuses 11 abstützende Blattfeder 27 untergebracht, so dass zwischen Organ 21 und Gehäuse 11 eine Reibkupplung gebildet ist.
Vom Signalstromkreis sind weiter am Kontakt 23 und am Rohr 7, d. h. am Kontakt 8 angeschlossene Kabel 30 bzw.
28 gezeigt, die durch ein am Gehäuse 11 angeschlossenes Führungsrohr 29 zu einer nicht dargestellten Signallampe des nicht gezeigten Testgerätes führen. Zum gleichen Gerät, d. h. zu dessen Mikroampèremeter verläuft durch das Führungsrohr 29 ein am Teststift I angeschlossenes Kabel 32.
Die dargestellte und beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt :
In der Zeichnung dargestellten Lage der Teile liegt die Schulter 15 am Innenflansch 16 der Überwurfmutter 17 an. Die Kompressionsfeder 14 steht nur unter ihrer Vorspannung und das Organ 21 liegt am Anschlag 9 an, d. h. die Kontakte 8 und 23 sind voneinander durch den Zwischenraum 24 getrennt ; der Signalstromkreis ist unterbrochen.
Hält man nun den Griff 12 in der Hand, setzt die Spitze 2 des Teststifts I auf der zu prüfenden Stelle des Patienten an und bewegt nun das Gehäuse 11, d. h. den Griff in der Zeichnung axial nach links relativ zu dem am Patienten anliegenden Teststift 1, so beginnt die Kompression der Feder 14 und damit der Druck auf den Teststift 1, aber der Körper 21,23 wird vorerst vom Gehäuse 11 mittels der Blattfeder 27 längs dem Rohr 7 mitgenommen, bis der Kontakt 23 am Kontakt 8 anstösst, wodurch der Signalstromkreis geschlossen wird, die Lampe also aufleuchtet und damit anzeigt, dass der gewünschte Druck erreicht ist.
Maximal können Gehäuse I I und Teststift 1 nur relativ zueinander axial verschoben werden, bis der Stift 18 an der rechten Kante 31 der Nut 19 anstösst. Man wird das Verhältnis zwischen diesem Maximalweg und der axialen Länge des Zwischenraumes oder Spiels 24 vorzugsweise so wählen, dass der Druck der Feder 14 nach dem Aufeinanderstossen der Kontakte 8 und 23 nicht mehr oder nur noch wenig ansteigt, maximal z. B. bis auf I kg. Nun beobachtet man das Verhalten des Zeigers des Mikroampèremeters, um daraus die gewünschten Schlüsse zu ziehen.
Sollte nun aber der Testende aus irgendwelchem unerwünschten Grunde während des Testens das Gehäuse 11 in irgendwelcher Lage etwas zurückgehen lassen, so dass der Druck auf den Teststift fällt, so nimmt das Gehäuse 11 durch die Reibungswirkung der Blattfeder 27 das Isolierstück 21 mit zurück und entfernt die Kontakte 8 und 23 voneinander. Der Signalstromkreis wird unterbrochen und die Lampe löscht aus oder es ertönt ein akustisches Signal. Der Testende wird also darauf aufmerksam gemacht, dass infolge seiner unerwünschten Reaktion der Zeiger des Mikroampèremeters eine Falschmessung an- zeigt, die für die Diagnose ausscheidet, die Messung also ungültig ist. Nur dann ist die Messung gültig, wenn der Zeiger bei leuchtender Signallampe oder ohne akustisches Signal fällt.