Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 476 577 Verstellbare Lagerung für Walzen, insbesondere für Reib- und :Auftragwalzen von Farbwerken an Druckmaschinen Die Erfindung betrifft eine verstellbare Lagerung für Walzen, insbesondere für Reib- und Auftragwalzen von Farbwerken an Druckmaschinen, die nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes dadurch gekenn zeichnet ist, dass das Lager aus einem mit der Gestell wand verbundenen ortsfesten Lagerzapfen und einem zur Aufnahme des Wellenstummels der Walze dienen den Gehäuse besteht, wobei Lagerzapfen und Gehäuse nichtmetallisch nachgiebig und einstellbar miteinander verbunden sind.
Zum gleichzeitigen An- und Abstellen der Farb- auftragwalzen von zwei benachbarten Walzen ist im Hauptpatent bereits vorgeschlagen worden, das den Wel lenstummel der Walze aufnehmende Lagergehäuse ring förmig auszubilden und durch elastisch nachgiebige voll- wandige oder hohle Körper mit einem ortsfesten Lager zapfen zu verbinden. Beim Walzenwaschen oder Um steuern von einer Drehrichtung hingegen wird beispiels weise der Kontakt der Auftragwalze mit dem Platten zylinder unterbrochen, während die Auftragwalze am Reibzylinder weiterhin anliegen kann.
Um dies zu ermöglichen, ist in Weiterausbildung des Gegenstandes des Hauptpatentes die vorliegende Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass ein ortsfester Lagerzapfen durch elastisch nachgiebige vollwandige oder hohle Körper mit einem ringförmigen, zur Auf nahme des Wellenstummels der Walze dienenden Ge häuse verbunden ist und dass in Richtung der Ver bindungslinie der Achsen der ständig aneinander liegen den Walzen und annähernd senkrecht zur Verbindungs linie der Schwerpunkte der elastischen Körper eine ge lenkige Verbindung zwischen Gehäuse und Lagerzapfen vorgesehen sowie annähernd senkrecht zur Achsenver- bindungslinie wenigstens eine Einstellschraube zwischen Gehäuse und Lagerzapfen angeordnet ist.
Durch diese Massnahme ist das Abstellen einer Walze von einer der benachbarten Walzen zu verwirk lichen, ohne dass der Kontakt mit der zweiten Walze aufgehoben wird. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Er findung dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch die verstellbare Lagerung senkrecht zur Achse, Fig. 2 einen Schnitt nach Linie II-I1 der Fig. 1, Fig. 3 und 4 eine andere Ausführungsform in der gleichen Darstellung, Fig. 5 ein;. andere Befestigung der Lagerung.
Die verstellbare Lagerung, mit welcher beispielsweise Auftragswalzen 1 in den Maschinenseitenwänden 2 vor. Druckmaschinen befestigt sind, besteht im wesentlichen aus einem mit der Wand verschraubbaren Lagerzapfen 3 und einem ringförmigen Lagergehäuse 4, an welchem in bekannter Weise ein Walzenschloss 5 beliebiger Bau art zur Aufnahme des Wellenstummels der Walze 1 drehbar befestigt ist.
Der Lagerzapfen 3 ist am im Lagergehäuse 4 befindlichen Ende mit einer hammer- kopfartigen Verstärkung 7 versehen und der Lagerge- häuserinu mit diesem Teil des Zapfens durch elastisches Material in Form vollwandiger 16 oder hohikörper- förmiger Puffer 10 verbunden. Auf der dem Gestell zugewandten Seite ist das Lagergehäuse durch einen Distanzring<B>11</B> und eine Scheibe 12 abgedeckt, wobei der ringförmige Teil des Lagergehäuses mit der einen Stirnfläche beim An- und Abstellen der Walzen entlang der Seitenwand gleitet.
Auf der dem Hohlkörper 10 abgewandten Seite der hammerkopfartigen Verstärkung 7 ist ein vollwandiger elastischer Körper 16 eingefügt, der beim Abstellen der Walze 1 durch Ablassen des Druckmittels aus dem Hohlkörper 10 Lagergehäuse und Lagerzapfen zuein ander in koaxiale Lage bringt. Die Luft wird in den Hohlkörper 10 durch eine zentrale Bohrung im Lager zapfen 3 und eine anschliessende radiale Bohrung einge bracht. Während die Einstellung pneumatisch oder hy draulisch erfolgt, wird die Abstellung durch den beim Anstellen deformierten elastischen Körper 16 bewirkt. Anstelle des elastischen Körpers 16 kann auch ein Hohlkörper 28 vorgesehen sein, der mit einer eigenen, von der des Hohlkörpers 10 getrennten Druckleitung verbunden ist.
Das Anstellen der Walze 1 an die Walze 15 erfolgt nach Fig. 3 durch Unterdrucksetzen des Hohlkörpers 10, während zum Ab- bzw. entgegenge setzten Anstellen an die Walze 27 der Hohlkörper 28 unter Druck gesetzt und der Druck im Hohlkörper 10 abgelassen wird.
Das Einstellen des Anpressdrucks der Walze 1 zu den benachbarten Walzen 14, 15, 27 erfolgt durch annähernd senkrecht zur Verbindungslinie der Walzen 1 und 14 angeordnete Stellschrauben<B>13</B> (Fig. 1) bzw. 13a und 13b (Fig. 3) im Lagergehäuse 4, die sich gegen den Kopf 7 des Lagerzapfens 3 abstützen bzw. nach Fig. 3 als Anschlag für einen Stift 37 dienen, der mittels eines parallel zum Lagerzapfen 3 liegenden Stiftes 38 gesichert ist. Letzterer ist wiederum in der im Lagerge häuse 4 befindlichen Aussparung 39 um den Betrag des durch die Mikroschrauben 13a, 13b begrenzten Maximalhubes beweglich.
Die Anstellung der Walze 1 an die benachbarte Walze 14 hingegen geschieht durch eine Mikroschraube 29, die an ihrem oberen Ende als Kugelpfanne ausge bildet ist und den in der hammerkopfartigen Verstär kung 7 gelagerten Kugelbolzen 30 umschliesst. Eine überlastsicherung beim Quellen des Gummibezugs in folge übermässiger Erwärmung oder bei Papierwicklern zwischen der Walze 1 und der Walze 15 bzw. der Walze 27 ist durch das elastische Druckpolster gewähr leistet, während die Überlastsicherung zwischen der Walze 1 und der Walze 14 durch einen mittels der Federn 31 gegen den Anschlag 32 gedrückten Kugel bolzen 30 erreicht wird.
Die durch Überlastung hervor gerufene Bewegung wird begrenzt durch das Spiel zwi schen dem Anschlagbolzen 32 und die im Kugelbolzen 30 angeordnete Bohrung 33, wobei sich der Kugel bolzen 30 in einer Bohrung 34 der hammerkopfartigen Verstärkung 7 radial zum Lagerzapfen 3 bewegen kann. Die genaue Lage des Lagerzapfens 3 mit der hammer- kopfartigen Verstärkung 7 zu den benachbarten Walzen 14,<B><I>15</I></B> und 27 wird durch den in einer Aussparung 35 der Gestellseitenwand 2 im Lagerzapfen 3 angeordneten Bolzen 36 gewährleistet.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 bleibt die Walze 1 ständig an der Walze 14 liegen, sowohl in der gegen über der Walze 15 angestellten Stellung (ausgezogene Linie) als auch in der abgestellten Lage (strichpunktierte Linie). Das Anstellen wird durch Unterdrucksetzen des Hohlkörpers 10 erreicht, wobei die Einstellung mittels der Schraube 13 veränderbar ist. Beim Ablassen des Druckmittels im Hohlkörper 10 wird das Gehäuse 4 unter der Kraft des Puffers 16 im gezeigten Fall nach links ausweichen und dabei um den Kugelkopf 30 schwenken unter Abrollen des Walzenmantels 1 auf dem der Walze 14. Beim Unterdruck-setzen des Hohl körpers 10 spielt sich dieser Vorgang nach dem Wa schen in umgekehrter Reihenfolge ab.
Bei der Ausführung nach Fig. 3 wird die Walze 1 zwecks Umsteuerung wahlweise an die Walzen 15 oder 27 angestellt, während der Kontakt zur Walze 14 in beiden Fällen aufrechterhalten bleibt. Beim Unterdruck setzen des Hohl'. < örpers 10, d. h. Anstellen der Walze 1 an die Walze 15 (ausaczoaener Kreis), wird das Lager gehäuse 4 gegenüber (lern Teil 7 des Lagerzapfens 3 nach rechts bewegt, bis der Anschlagstift 37 an der einen Einstellschraube 13a anliegt. Das Gehäuse schwenkt dabei um den Kugelkopf 30, wobei die Walze 1 auf der Walze 14 abrollt. Beim Anstellen der Walze 1 an die Walze 27 wird das Druckmittel aus dem Hohl körper 10 abgelassen und der Hohlkörper 28 unter Druck gesetzt.
Das Lagergehäuse schwenkt dabei wieder um den Kugelkopf 30, im gezeigten Fall nach links, wobei die Walze 1 auf der Walze 14 abrollt, bis der Anschlagstift 37 an der rechten Einstellschraube 13b im Gehäuse 4 anliegt (strichpunktierter Kreis).
In Fig. 5 ist eine andere Ausführungsform der Be festigung des Lagerzapfens 3 an der Maschinenseiten wand 2 gezeigt. Das Walzenschloss 5 ist dabei durch eine zentrale Schraube 40 an einem zapfenförmigen Vorsprung 41 des Lagergehäuses 4 befestigt. In axialer Verlängerung der Schraube 40 ist eine weitere Schraube 42 vorgesehen, die durch eine Bohrung 43 des Lager zapfens 3 einschliesslich seiner Verstärkung dringt und in ein Gewinde 44 der Gestellseitenwand eingreift. Durch diese Massnahme ist der Aus- und Einbau der Lager wesentlich vereinfacht und von einer Seite aus möglich, da nach dem Herausdrehen der Schraube 40 bzw. Abnehmen des Walzenschlosses die Schraube 42 zwecks Entfernen des Lagergehäuses 4 zugänglich ist.
In axialer Verlängerung der Schrauben 40, 42 sind die Zuführbohrungen 45 für das Druckmittel zu den Hohl körpern 10 angeordnet.