Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multifilamentgarn mit einem Titer von mindestens 500 Dezitex mit Hilfe von Gasstrahlen, besonders bei Fadengeschwindigkeiten von mindestens 1200 m ,/min, und derart verflochtenes Multifilamentgarn Die Erfindung umfasst ein Verfahren zur kontinuier lichen Herstellung von stellenweisen verflochtenem Mul- tifilamentgarn von mindestens 500 Dezitex mit Hilfe von Gasstrahlen, besonders bei Fadengeschwindigkeiten von mindestens 1200 m/min,
und das derart ver flochtene Multifilamentgarn.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur kontinuier lichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multi filamentgarn mit Hilfe von Gasstrahlen, durch Ver flechten von Multifilamentbündeln mit einem Titer von mindestens 500 Dezitex, ist dadurch gekennzeichnet, dass man das Multifilamentbündel unter gesteuerter Spannung durch die axiale Vereinigungszone von zwei fr--i austretenden,
im wesentlichen aus entgegengesetzten Richtungen aufeinanderprallenden und im wesentlichen senkrecht zur Laufrichtung des Multifilamentbündels auf dieses gerichtete Gasstrahlen führt und eine Distanz zwischen den Austrittsstellen der beiden Gasstrahlen von ein bis fünfzehn Millimetern einhält. Eine bevor zugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass man die Verflechtung auf mit mindestens 1200 m/ min laufende Multifilamentbündel anwendet.
Es ist bekannt, Multifilamentbündel durch eine Vielzahl von senkrecht zum Fadenlauf radial auf die Bündel auftreffende Gas- oder Dampfstrahlen zu füh ren. Die Strahlen treten dabei aus runden oder schlitz- förmigen Löchern aus, die auf der Innenseite von ring förmigen, die Fäden umschliessenden Leitungen ange bracht sind. Den Ringleitungen kann gegebenenfalls eine Changierbewegung erteilt werden, die auf die Fäden übertragen wird. Eine Verwirbelung der Einzelfäden des Multifilamentbündels wird in dieser Schrift aber nicht erwähnt.
Es ist ferner bekannt, frischgesponnene Kunstseide mit einem frei austretenden Heissluftstrahl ohne Ver- ficchtun#-' zu trocknen. Es wurde als notwendig an@,e- sehen, dass bei der Üb:rtragung dieses Verfahrens auf das kombinierte Texturieren und Verflechten von Multi- filamentbündeln mit Hilfe eines Luftstroms die Bündel von einer Seite her behandelt und der Luftstrom un mittelbar nach dem Passieren des Bündels in eine Resonanzkammer geleitet werden muss.
Es ist bekannt, dass ungedrehte oder schwachge drehte Multifilamentbünd;,l, besonders jene aus syntheti schem Material, nur mit Schwierigkeit=n weit:rv@rarbei- tet werden können, wenn die Einzelfäden nicht durch irgendein Mittel zusammengehalten sind. Ein solcher Zusammenhalt kann den Multifilamentbündeln durch stellenweises Verflechten der Einzelfäden ohne Lleich- zeitige Texturierun_ mit Hilfe von Gasstrahlen erteilt werden.
Bei den bisher bekannten V"rfahren zur @erf@ech- tung der Einzelfäden von Multifilamentbündeln kann die Verflechtung entweder gleichmässig oder mehr ört lich begrenzt längs des Bündels verteilt sein, was mit Hilfe des bekannten Nadeltests (Schweizer Patentschrift Nr. 388826, Seite 3, i. Spalte) bestimmt erden kann. örtlich begrenzte Verflechtung kann beispielsweise da durch erzeugt werden, dass der Faden nur periodisch der Einwirkung von Gasstrahlen in örtlich begrenzten Wirbelzonen unterworfen wird.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass b reits eine derart örtlich begrenzte Verflechtung einen für das Aufwickeln und die Weiter verarbeitung hinlänglichen Fad:nschlur b wirken kann.
Ein von der Patentinhaberin erfundenes Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise v--r- floehtenem Multifilamentgarn durch Verflechten von Multifilamentbündeln mit Hilfe eines unter einem Druck von 0,5-10 atü austretenden Gasstrahles ohne An- w:
ndung örtlich bogrenzter Wirbelzonen ist dadurch L,@- kennzeichnet, dass man ein Multifilamentbündel @in mindestens einem der @\endeptrnktc einer dem Garn aufgezwungenen Schwingung durch einen in einer Di stanz von 1 bis 4 mm vor der Schwingungsebene frei austretenden, beim Verlassen der Düse einen Durch messer von 0,5-2 mm aufweisenden Gasstrahl, welcher nur einen Teil des Bündeldurchmessers trifft, von der einen Seite her verwirrt und den Gasstrahl ohne Be rührung mit einem Hindernis auf der entgegengesetzten Seite in die freie Atmosphäre entweichen lässt.
Es wurde gefunden, dass man mit frei austretenden Gasstrahlen eine stellenweise Verflechtung der Einzel fäden von Multifiianientbündeln erreichen kann, ohne dass man dem Multifilamentbündel durch mechanische Mittel oder separaten Ablenkungsstrahl mechanische Schwingungen aufzwingt, indem man zwei gegeneinander gerichtete Gasstrahlen auf das Multifilamentbündel auf prallen lässt.
Die Patentinhaberin hat ein solch"s Ver fahren, welches sich für Multifilamentbündel in einem Titerbereich von weniger als 500 DeZItex und ganz besonders für einen Titcrber@ich von wonig:r als 250 Dezitex und für Fadengeschwindigkeiten von weniger als 1200 m;'min eignet, im Patent Nr. 477 577 be schrieben. Die vorliegend; Erfindung unterscheidet sich von der vorgenannten durch eine höhere obere Grenze für den Abstand zwischen den Austrittsteilen der beiden Gasstrahlen von fünfzehn Millimetern.
Beim Verfahren gemäss der Erfindung soll eine Fadenspannung von 0,03-0,2 g;,Dezitex eingehalten wer den. Das Multifilamentbündel soll ferner zwischen Fa denführern geführt werden, damit es genau in der Achse zwischen den beiden aus entgegengesetzten Richtungen aufeinanderprallenden Strahlen läuft.
Die Verflechtungsstrahlen müssen gemäss der Er findung frei austreten, das heisst. sie dürfen nicht durch einen engen Garndurchlass, einen Kanal, eine Resonanz kammer oder andere festen Oberflächen begrenzt oder ab gelenkt werden. Die beiden Strahlen müssen aus entgegen gesetzten Richtungen aufeinardertreffen, wobei die Strah len höchstens uni 5- von 180'" abweichen dürfen. Bei höherer Abweichung besteht nach den Erfahrungen der Patentinhaberin die Gefahr, dass die Multifilanientbündel zeitweise aus dem Wirkungsbereich der Strahlen hinaus schwingen.
Die Strahlen müssen ferner senkrecht auf das zu verflechtende NItiltifilanientbündel auftreffen. wob,-i nur eine Abweichung in Fadenlaufrichtuna zur Senk rechten von etwa 6 - zulässig ist. Dio: Abstände der Mündungen d;r Düsen, die die verflechtenden Gas strahlen liefern, muss 1-15 mm betraR:ti, wobei das Optimun bei einer Distanz von 3-4 mni für höhere Titer (über 500 Dezitex) liegen soll.
Das Multifilanient- bündel soll niögliclist in der@Mitte zwischen den beiden Mündungen geführt wcrdzn.
Der Durchnicsser und der Druck des Gasstrahls soll dem Fadentiter an Lepasst sein. So soll beispielsweise die Düsenöffnung für ein hltiltifilani; ntbündel mit einem Titer von 840 Dezitex 0,6 mm Durchmesser und der Druck 2,5-3,5 atü betragen.
Bei einem Bündeltiter von 940 Dezitex an aufwärts ist eine Düsenöffnung von 0,8 mm Durchmesser und ein Druck von 3,5 atü und mehr angezeigt. Innerhalb gcwiss@r Grenzen kann der Di.is,:ndtirclimesser zum Zweck der leichteren Reinigung der Düsen erhöht und der Druck dementsprechend her- abaesetzt werden, ohne dass sich erfahrungsgemäss der Verwirbelun\;seffekt vermindert.
Ferner kann die Düse bei grösserer Öffnung nach Art einer Lavaldüse ausge bohrt sein, womit sich höhere Strahl,#escliwindigkeit:n Lind somit intensivere Verflechtung realisieren lassen.
Dic nachfoh-,end beschriebene Zeichntina von ver- schiedenen Ausführungsformen soll die Erfindung deut licher machen.
Die einzelnen Figuren der Zeichnung bedeuten: Fig. 1 Anwendung der Erfindung auf d-m Auf spulteil einer Streckspulmaschine, Fig. 2 vergrösserte Ansicht des Verflechtungs- und des Aufspulteils der Fig. 1, mit den zwei Verflechtungs strahlen.
In Fig. 1 bedeutet 1 einen auf die Streckspulma- schine aufgesteckten, von der Spinnmaschine kommen den Spinnwickel, von dem das zu verstreckende Multi- filamentbündel über Kopf abgezogen wird. Dieses be sitzt eine sehr gering, durch das Cberkopfabziehen bewirkte, für einen genügenden Einzelfadenzusammen- halt aber völlig ungeniigende Drehnung von wenigen Touren pro Meter.
Es läuft über einen Fadenführer 2 durch die aus einem Walzenpaar bestehende Zuliefer vorrichtung 3 um den Streckstift 4 auf das aus Vor iegerolle 5 und Streckwalze 6 bestehende Streckaggre gat. Von diesem wird es durch einen weiteren Faden führer 7 geleitet, mit Hilfe der beiden gegeneinander gerichteten Gasstrahlen 8, an deren Vereinigungspunkt stellenweise verflochten und anschliessend nach Durch laufen eines weiteren Fadenführers 9 mit Hilfe der Nutenwalze 10 auf dem Wickel Il in kreuzweisen Lagen aufgewunden.
In Fig. 2 sind die beiden Fadenführer 7 und 9 mit den daz#.vischcn aus den Düsen 12 frei austretenden g@geneinandergerichteten Gasstrahlen 8 dargstellt. Das zu behandelnde Multifilamentbündel wird unter heftiger Schwingungs- und Rotationsbewegung verflochten, wie die Inhaberin durch stroboskopische Untersuchung fest- g:.stellt hat, wenn die Verflechtung erfindungsgemäss im Vereinigungspunkt der beiden Gasstrahlen stattfindet.
Anschliessend wird das Bündel mit Hilfe des Aufspul- aggregais 10 und 11 aufgewunden. Die Ausführungsart dieser Fig. 2 ist nicht auf die Ausführungsform der Fig. 1 beschränkt, sondern kann grundsätzlich Bestand teil einer Spinnmaschine, Streckmaschine oder Spinn streckmaschine sein.
Die Fad=nspannung des Multifilamentbündels kann bei der Ausführungsform nach Fi\2. 1 durch die Um- fangsgeschwindigkeit der Strecl ealze 6 und des Auf spulaggregats l0 und 11 in bekannter \,'eise gesteu _rt werden. Die Fadenspannung und die Distanz zwischen den beiden Fadenführern 7 und 9 sind so zu wählen, dass das llultifilanientbüiiticl mit Sicherli"it in der axialen Vereiniìun@,szone der verflechtenden Strahlen 8 verbleibt.
Diese Distanz zwischen den Fad::nführern 7 und 9 soll 15-80 mm betragen bei einem optimalen Bereich von 30-50 mm. Beispiclsw cisc soll bei einem Polyhexamethylenadipamid-llultifilanientbündel mit ei nem Titer von<B>10001192</B> Dezitex bei einer Fadenspan nung von 60 g ein Abstand zwischen den Fad:
aführcrn 7 und 9 von etwa 45 mm gewählt werden. Diz Faden spannung beeinflusst nach den Erfahrungen der In haberin den Verflechtungsgrad der Einzelfäden des Mul- tifilaments in wesentlichem Masse.
Der Verflechtungsrad kann auch durch die Grösse des Drucks und die Dicke der Gasstrahlen b einflusst werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann im Prinzip überall angewandt werden, wo ein Multifilamentbündel läuft. Es eignet sich besonders zur Herstellung zy lindrischer Wickelkörper auf Streckmaschinen.
Nach dem erfindunLs#-,eni:iss.,n Verfahren lassen sich beispielsweise laufende tl@cel@e- oder Celltiloscazcttit- Multifilamentbündel verflechten, wobei das Verfahren gegebenenfalls mit dem Trocknen vor dem Aufspulen kombiniert werden kann. Besonders vorteilhaft ist seine Anwendung bei schnellaufenden synthetischen Multifila- mentbündeln, beispielsweise bei solchen aus Polyamiden oder Polyestern. Beispielsweise kann nach dem Ver fahren vor dem Aufwickeln beim diskontinuierlichen Verspinnen verflochten werden. Dabei wird allerdings durch das üblicherweise nachfolgende Vorstrecken die Verflechtungsdichte vermindert.
Besonders geeignet ist das Verfahren nach der Erfindung für das Verflechten von Multifilamentbündeln beim kombinierten Spinnen und Verstrocken ohne dazwischengeschaltetes Aufspulen im Anschluss an das Vorstrecken und vor dem Auf winden (Spinnstreckverfahren). Bei diesem Verfahren sind bekanntlich beim Aufwinden hohe Fadengeschwin digkeiten nötig. Vorzugsweise verlegt man dabei die Verflechtung in eine Relaxier ungszone, wo die Multi- filanientbünd:l zwischen ungleich schnell laufenden Rol len relaxi:rt werden und wo bekanntlich sehr geringe Fadenspannungen vorhanden sind.
Diese Relaxierzone soll ihrerseits möglichst nahe vor der Aufwick:lstelle an- (icordnet sein. 1n einem solchen Fall lässt sich besonders Dich; ; ine ccringe Fadenspannung in der VerftechLungs- zone realisieren, was einer intensiven Verflechtung zu gute kommt.
Das Verflechtungsverfahren ist auch ge- eignct zum Kombinieren verschiedenartiger Multifila- nientbündel durch Verflechten, wob-,i es umständliche Zwirnoperationen überflüssig macht.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispi: <I>l</I> I Dieses Beispiel, bezi;:ht sich auf das Verflechten beim diskontinuieriichen Spinnen und Vorstrecken.
EMI0003.0032
Ein <SEP> Mtiltifilanienibündel <SEP> aus <SEP> Polyhexamethylenadip amid <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Titer <SEP> von <SEP> 840,'140 <SEP> Dezitex <SEP> wird <SEP> nach
<tb> dem <SEP> in <SEP> Fig.
<SEP> 1 <SEP> der <SEP> Zeichnung <SEP> skizzierten <SEP> Verfahr, <SEP> -n
<tb> ab <SEP> dem <SEP> Spinnwickel <SEP> abgzogen, <SEP> vorstreckt, <SEP> in <SEP> der
<tb> Relaxierzone <SEP> zwischen <SEP> einem <SEP> schneller <SEP> laufenden <SEP> Streck rol!cnp < iar <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 6 <SEP> und <SEP> einer <SEP> etwas <SEP> langsamer <SEP> laufenden
<tb> Atifwi:kelvcrr;chtung <SEP> K) <SEP> Lind <SEP> 11 <SEP> verflochten <SEP> Lind
<tb> sclili@iilich <SEP> aufLespu!t. <SEP> Die <SEP> Retaxicrung <SEP> kommt <SEP> dadurch
<tb> zustande. <SEP> da <SEP> ss@dic <SEP> Umfan@sg@schwindigt;eit <SEP> des <SEP> in <SEP> der
<tb> Zeichnung <SEP> nicht <SEP> g:zeigtcn@ <SEP> @@.'ickeltrüoorantriebs <SEP> um
<tb> 11,9'a <SEP> kieincr <SEP> ist <SEP> als <SEP> die <SEP> Umfatios(_>eschwindiul:
oit <SEP> des
<tb> Rollenpaares <SEP> 5 <SEP> Lind <SEP> 6. <SEP> Das <SEP> verflochtene <SEP> Multifilament Fad,2nspannunc, <SEP> mit
<tb> earn <SEP> wird <SEP> dabei <SEP> tint:r <SEP> 50-60 <SEP> <B>g</B>
<tb> einer <SEP> Geschwindigkeit <SEP> von <SEP> 590 <SEP> m <SEP> nein <SEP> zu <SEP> einem <SEP> zy lindrischen <SEP> Wickul <SEP> 11 <SEP> aufg=espult. <SEP> Die <SEP> Fadenspannung
<tb> b_-ini <SEP> Aufspt*n <SEP> ist <SEP> natürlich <SEP> identisch <SEP> mit <SEP> der <SEP> Faden sp:innung <SEP> b-im <SEP> @':,rflechten.
<tb> Die <SEP> Xlerflcch.ting <SEP> crfol@;t <SEP> in <SEP> der <SEP> axialen <SEP> Vereini gungszonc <SEP> von <SEP> zwJ <SEP> sonkr:
cht <SEP> aus <SEP> entgegengesetzter
<tb> Richtung <SEP> auf <SEP> das <SEP> verstrecktc <SEP> Multifilamentbündel <SEP> auf treffenden <SEP> Druckluf,strahlen <SEP> 8, <SEP> die <SEP> aus <SEP> zwei <SEP> freistehen d. <SEP> n, <SEP> eine <SEP> Mündungsbohrung <SEP> von <SEP> 0,6 <SEP> mm <SEP> aufweisenden
<tb> Düs-,n <SEP> 12 <SEP> unter <SEP> einem <SEP> Druck <SEP> von <SEP> 3,5 <SEP> atü <SEP> austreten.
<tb> Die <SEP> D;si#inz <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> beiden <SEP> Mündungen <SEP> beträgt
<tb> 3 <SEP> min. <SEP> D:r <SEP> Dr:ickltiftl"erbraucli <SEP> für <SEP> beide <SEP> Düsen <SEP> ist
<tb> unur <SEP> di@=sen <SEP> Bedingungen <SEP> 18 <SEP> N <SEP> !,/min. <SEP> Der <SEP> Verflech t:ingsgrad <SEP> c!:
s <SEP> Multifilamentzarns, <SEP> bestimmt <SEP> mit <SEP> dem
<tb> Nadeltest <SEP> nach <SEP> Schweizer-Pa <SEP> tentschrift <SEP> Nr. <SEP> 388 <SEP> 826, <SEP> wo bei <SEP> die <SEP> NadJ <SEP> ab r <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Zerreissen <SEP> von <SEP> Einzelfäden
<tb> durch <SEP> das <SEP> \ttiltifilanientgarn <SEP> gezogen <SEP> wird, <SEP> beträgt <SEP> 2,9.
<tb> 1-s <SEP> wird <SEP> ein <SEP> s'abil"r <SEP> NS'ic'.celattfbaLi <SEP> erzielt, <SEP> wobei <SEP> keinerlei
<tb> lose <SEP> oder <SEP> abstelictide <SEP> Einzelfaden <SEP> ;tin <SEP> fertigen <SEP> Wickel
<tb> zu <SEP> : <SEP> rkeiiiicti <SEP> sind. Das verflochtene Multifilamentgarn eignet sich vor- züalich als Schussgarn für die Weberei.
Beispi,1 <I>2</I> Dieses Beispiel bezieht sich auf das Verflechten bcini Spinnstreckverfahren.
Ein Multifilamentbündel aus Polyäthylenterephthalat wird im kontinuierlichen Verfahren gesponnen, ohne dazwischenliegendes Aufspulen direkt anschliessend an das Verspinnen heissverstreckt und unmittelbar vor dem Aufwickeln, wie im vorstehenden Beispiel beschri,-ben, um 8,7 relaxiert, dabei gemäss Fig. 2 der Zeichnung bei einer Fadenspannung von 60 g und mit 2000 m!mi:i zu einem zylindrischen Wickel aufgespult.
Die Spinn- und Streckbedingungen werden so gewählt, dass das aufgewickelte Muhifilainentgarn einen Titer von<B>1100,1</B> 192 Dezitex aufweist.
Die Verflxtitumg v ird mit Hilfe von zwei entgegen g-setzt angeordneten Düsen 12, die je eine Bohrung von 0,8 mm Durchmesser besitzen, unter v._rs:.hi:dencti Düsenabstands- und Druckbedingungen vorg-eommen. In jedem Fall wird aber das Multifilamen;bü; d. l durch dz-n Vereinigungspunkt der beiden freiaus;
retenden Druckluftstrahlen 8 durch die Fadenführer 7 und 9 senkrecht zti den Druckluftstralilcn geführt. D-r Faden führerabstand ist 30 mm.
In einem ersten Versuch wird ein fester Düsenab stand von 3,5 mm eingehalten und der Pressluftdruck variiert. Es ergeben sich folgende, nach dem vorher- g-licnden Beispiel bestimmte Verflechtungsgrade:
EMI0003.0072
Pressluftdruck <SEP> (atü) <SEP> Verflechtungsgrad
<tb> 2,6 <SEP> 2,2
<tb> 4,4 <SEP> 3,0
<tb> 5 <SEP> 3,6
<tb> 6,2 <SEP> 2,5 Der optimale Verf)cchtungsgrad wird also bei di;"- scm Versuch bei Speisung der Düsen 12 mit Pr: ütuft von 5 atü ert-@icht. Der Luftverbrauch ist dab--i un-Le- führ 45 N I'min.
Im zweiten Versuch wird der Luftdruck konstanr auf 4,2 atü gehalten und die Distanz zwisch; n den Düsenmüt;dun)en zwischen<B>2.8</B> und 1l nim v riiert. Es ergibt sich ein Optitnutit des Verflechtungsrads von 3 bei einem Düsenabstand von 3,5 nini. Dabei liegt das Multifilanientbündel beim Verfl chtcn noch inner halb der berechneten Kernzonen der Druckluftstrahl,n B.
Der Gesamtpressiuftverbrauch ist dabei un;ef:ihr 40 N 1/min.
Die Verflechtung wirkt sich positiv auf den Wickel aufbau aus, indem abstehende Einzelfäden, die b:ini kontinuierlichen Spinnstreckverfahren äusserst störend und zudem die Ursache der Entstehung von Flusen beim Weiterverarbeiten sind, vermieden werden. Die ver flochtenen Multifilamentzarne lassen sich ohne weiter, Präparation oder Drehung als Schussmaterial für zu beschichtende Planen und-Schliiuche, b_ sonders Feuer- w@-,hrsch1äuche, verweben.
BClspl,'i Ein Mtitlifllani#lnlbiindel aus Po157;ithylentereplithalat wird wie ini vorhergehenden Bcispicl gesponnen, direkt anschliessend an das Verspinnen lieissv_ rstrecl;t, unmit telbar vor dem Aufwickeln uni 6.7 ", r-,laxiert, in dieser Relaxierzone gemäss Fig. 2 der Zeichnung bei einer Fadenspannung von 175 g verflochten und mit 2010 m/ min zu einem zylindrischen Wickel aufgespult.
Der auf gewickelte Faden hat einen Titer von 1100/192 Dezitex.
Die Verflechtung wird mit Hilfe von zwei entgegen gesetzt angeordneten Düsen 12, die je eine Bohrung von 0,8 mm Durchmesser besitzen, unter verschiedenen Druckbedingungen vorgenommen. In jedem Fall wird aber das Multifilamentbündel im Vereinigungspunkt der beiden Druckluftstrahlen 8 durch die Fadenführer 7 und 9 so gehalten, dass die Strahlen senkrecht auf das Multifilamentbündel auftreffen. Der Fadenführerabstand ist 30 mm und der Düsenabstand 3,5 mm.
Es ergeben sich folgende, nach dem vorhergehenden Beispiel be stimmte Verflechtung grade:
EMI0004.0013
Pressluftdruck <SEP> (atü) <SEP> Verflechtungsgrad
<tb> 1 <SEP> 1,2
<tb> 2 <SEP> 1,3
<tb> 3,5 <SEP> 1,5
<tb> 4,5 <SEP> 3,3
<tb> 5 <SEP> 2,9
<tb> 5,5 <SEP> 1,8
<tb> 6 <SEP> 1,8 Der optimale Verflechtungsgrad wird also bei die sein Versuch bei Speisung der Düsen 12 mit Pressluft von 4,5 atü erreicht. Der Luftverbrauch ist dabei unge fähr 40 N 1/min. Unerwarteterweise ist das Optimum ungefähr im gleichen Druckbereich des Verflechtungs mediums zu finden wie im vorhergehenden Beispiel, obwohl die Fadenspannung beinahe 3mal höher ist.
Bei einem Druck von 0,5-3,5 atü der den Düsen 12 zugeführten Luft wird ein unruhiger Fadenlauf und eine grosse Streuung des Verflechtungsgrads beobachtet. Beim Optimum des Verflechtungsgrades ist anderseits die beobachtete Streuung am geringsten. Die ver flochtenen Multifilamentgarne eignen sich für die glei chen Zwecke wie diejenigen des vorhergehenden Bei spiels. Der sogenannte Thermoschrumpf (bestimmt bei 160 C) ist etwa 7 %.