CH489635A - Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multifilamentgarn mit einem Titer von mindestens 500 Dezitex mit Hilfe von Gasstrahlen, besonders bei Fadengeschwindigkeiten von mindestens 1200 m/min, und derart verflochtenes Multifilamentgarn - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multifilamentgarn mit einem Titer von mindestens 500 Dezitex mit Hilfe von Gasstrahlen, besonders bei Fadengeschwindigkeiten von mindestens 1200 m/min, und derart verflochtenes Multifilamentgarn

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CH489635A
CH489635A CH187969A CH187969A CH489635A CH 489635 A CH489635 A CH 489635A CH 187969 A CH187969 A CH 187969A CH 187969 A CH187969 A CH 187969A CH 489635 A CH489635 A CH 489635A
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Heierle Adolf
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Schweizerische Viscose
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/02Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
    • D02G1/04Devices for imparting false twist
    • D02G1/08Rollers or other friction causing elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description


  Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise verflochtenem     Multifilamentgarn     mit einem     Titer    von mindestens 500     Dezitex    mit Hilfe von Gasstrahlen, besonders  bei     Fadengeschwindigkeiten    von mindestens 1200 m ,/min, und derart verflochtenes       Multifilamentgarn       Die Erfindung umfasst ein Verfahren zur kontinuier  lichen Herstellung von stellenweisen verflochtenem     Mul-          tifilamentgarn    von mindestens 500     Dezitex    mit Hilfe  von Gasstrahlen, besonders bei Fadengeschwindigkeiten  von mindestens 1200     m/min,

      und das derart ver  flochtene     Multifilamentgarn.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur kontinuier  lichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multi  filamentgarn mit Hilfe von Gasstrahlen, durch Ver  flechten von     Multifilamentbündeln    mit einem     Titer    von  mindestens 500     Dezitex,    ist dadurch     gekennzeichnet,     dass man das     Multifilamentbündel    unter gesteuerter  Spannung durch die axiale Vereinigungszone von zwei       fr--i    austretenden,

   im     wesentlichen    aus entgegengesetzten  Richtungen aufeinanderprallenden und im wesentlichen  senkrecht zur Laufrichtung des     Multifilamentbündels     auf dieses gerichtete Gasstrahlen führt und eine Distanz  zwischen den Austrittsstellen der beiden Gasstrahlen  von ein bis fünfzehn Millimetern einhält. Eine bevor  zugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin,  dass man die Verflechtung auf mit mindestens 1200     m/     min laufende     Multifilamentbündel    anwendet.  



  Es ist bekannt,     Multifilamentbündel    durch eine  Vielzahl von senkrecht zum Fadenlauf radial auf die  Bündel auftreffende Gas- oder Dampfstrahlen zu füh  ren. Die Strahlen treten dabei aus runden oder     schlitz-          förmigen    Löchern aus, die auf der Innenseite von ring  förmigen, die Fäden umschliessenden Leitungen ange  bracht sind. Den Ringleitungen kann gegebenenfalls eine       Changierbewegung    erteilt werden, die auf die Fäden  übertragen wird. Eine     Verwirbelung    der Einzelfäden  des     Multifilamentbündels    wird in dieser Schrift aber  nicht erwähnt.  



  Es ist ferner bekannt, frischgesponnene Kunstseide  mit einem frei     austretenden    Heissluftstrahl ohne     Ver-          ficchtun#-'    zu trocknen. Es wurde als notwendig an@,e-    sehen, dass bei der     Üb:rtragung    dieses Verfahrens auf  das kombinierte Texturieren und Verflechten von     Multi-          filamentbündeln    mit Hilfe eines Luftstroms die Bündel  von einer Seite her behandelt und der Luftstrom un  mittelbar nach dem Passieren des Bündels in eine  Resonanzkammer geleitet werden muss.  



  Es ist bekannt, dass     ungedrehte    oder schwachge  drehte     Multifilamentbünd;,l,    besonders jene aus syntheti  schem Material, nur mit     Schwierigkeit=n        weit:rv@rarbei-          tet    werden können, wenn die Einzelfäden nicht durch  irgendein Mittel     zusammengehalten    sind. Ein solcher  Zusammenhalt kann den     Multifilamentbündeln    durch  stellenweises Verflechten der Einzelfäden ohne     Lleich-          zeitige        Texturierun_    mit Hilfe von Gasstrahlen erteilt       werden.     



  Bei den bisher bekannten     V"rfahren    zur     @erf@ech-          tung    der Einzelfäden von     Multifilamentbündeln    kann  die Verflechtung entweder     gleichmässig    oder mehr ört  lich begrenzt längs des Bündels     verteilt    sein, was mit  Hilfe des bekannten Nadeltests (Schweizer Patentschrift  Nr. 388826, Seite 3,     i.    Spalte) bestimmt      erden    kann.  örtlich begrenzte Verflechtung kann beispielsweise da  durch erzeugt werden, dass der Faden nur periodisch  der Einwirkung von Gasstrahlen in örtlich begrenzten  Wirbelzonen unterworfen wird.

   Es hat sich in der Praxis       herausgestellt,    dass     b reits    eine derart örtlich begrenzte  Verflechtung einen für das     Aufwickeln    und die Weiter  verarbeitung hinlänglichen     Fad:nschlur        b wirken    kann.  



  Ein von der Patentinhaberin erfundenes     Verfahren     zur kontinuierlichen Herstellung von     stellenweise        v--r-          floehtenem        Multifilamentgarn    durch Verflechten von       Multifilamentbündeln    mit Hilfe eines unter einem Druck  von 0,5-10 atü     austretenden    Gasstrahles ohne     An-          w:

  ndung    örtlich     bogrenzter    Wirbelzonen ist dadurch     L,@-          kennzeichnet,    dass man ein     Multifilamentbündel        @in     mindestens einem der     @\endeptrnktc    einer dem     Garn         aufgezwungenen Schwingung durch einen in einer Di  stanz von 1 bis 4 mm vor der     Schwingungsebene    frei  austretenden, beim Verlassen der Düse einen Durch  messer von 0,5-2 mm aufweisenden Gasstrahl, welcher  nur einen Teil des Bündeldurchmessers trifft, von der  einen Seite her verwirrt und den Gasstrahl ohne Be  rührung mit einem Hindernis auf der entgegengesetzten  Seite in die freie Atmosphäre entweichen lässt.  



  Es wurde gefunden, dass man mit frei austretenden  Gasstrahlen eine stellenweise Verflechtung der Einzel  fäden von     Multifiianientbündeln    erreichen kann, ohne  dass man dem     Multifilamentbündel    durch mechanische  Mittel oder separaten Ablenkungsstrahl mechanische  Schwingungen aufzwingt, indem man zwei gegeneinander  gerichtete Gasstrahlen auf das     Multifilamentbündel    auf  prallen lässt.

   Die Patentinhaberin hat ein     solch"s    Ver  fahren, welches sich für     Multifilamentbündel    in einem       Titerbereich    von     weniger    als 500     DeZItex    und ganz  besonders für einen     Titcrber@ich    von     wonig:r    als 250       Dezitex    und für Fadengeschwindigkeiten von weniger  als 1200     m;'min    eignet, im Patent Nr. 477 577 be  schrieben. Die vorliegend; Erfindung unterscheidet sich  von der vorgenannten durch eine höhere obere Grenze  für den Abstand zwischen den Austrittsteilen der beiden  Gasstrahlen von fünfzehn Millimetern.  



  Beim Verfahren gemäss der Erfindung soll eine  Fadenspannung von 0,03-0,2     g;,Dezitex    eingehalten wer  den. Das     Multifilamentbündel    soll ferner zwischen Fa  denführern geführt werden, damit es genau in der Achse  zwischen den beiden aus entgegengesetzten Richtungen       aufeinanderprallenden    Strahlen läuft.  



  Die Verflechtungsstrahlen müssen gemäss der Er  findung frei austreten, das heisst. sie dürfen nicht durch  einen engen     Garndurchlass,    einen Kanal, eine Resonanz  kammer oder andere festen Oberflächen begrenzt oder ab  gelenkt werden. Die beiden Strahlen müssen aus entgegen  gesetzten Richtungen     aufeinardertreffen,    wobei die Strah  len höchstens uni   5- von     180'"    abweichen dürfen. Bei  höherer Abweichung besteht nach den Erfahrungen der  Patentinhaberin die Gefahr, dass die     Multifilanientbündel     zeitweise aus dem     Wirkungsbereich    der Strahlen hinaus  schwingen.

   Die Strahlen müssen ferner senkrecht auf das  zu verflechtende     NItiltifilanientbündel    auftreffen.     wob,-i     nur eine Abweichung in     Fadenlaufrichtuna    zur Senk  rechten von etwa 6 - zulässig ist.     Dio:    Abstände der       Mündungen        d;r    Düsen, die die     verflechtenden    Gas  strahlen liefern, muss 1-15 mm     betraR:ti,    wobei das       Optimun    bei einer Distanz von 3-4     mni    für höhere       Titer    (über 500     Dezitex)    liegen soll.

   Das     Multifilanient-          bündel    soll     niögliclist    in     der@Mitte    zwischen den beiden       Mündungen        geführt        wcrdzn.     



  Der     Durchnicsser    und der Druck des Gasstrahls soll       dem        Fadentiter    an     Lepasst    sein. So soll beispielsweise die  Düsenöffnung für ein     hltiltifilani; ntbündel    mit einem       Titer    von 840     Dezitex    0,6 mm Durchmesser und der  Druck 2,5-3,5 atü betragen.

   Bei einem     Bündeltiter    von  940     Dezitex    an     aufwärts    ist eine     Düsenöffnung    von  0,8 mm     Durchmesser    und ein Druck von 3,5 atü und  mehr angezeigt.     Innerhalb        gcwiss@r    Grenzen kann der       Di.is,:ndtirclimesser    zum     Zweck    der leichteren Reinigung  der Düsen erhöht und der Druck dementsprechend     her-          abaesetzt    werden, ohne dass sich erfahrungsgemäss der       Verwirbelun\;seffekt    vermindert.

   Ferner kann die Düse  bei     grösserer        Öffnung    nach Art einer     Lavaldüse    ausge  bohrt sein, womit sich     höhere        Strahl,#escliwindigkeit:n     Lind somit intensivere Verflechtung realisieren lassen.  



       Dic        nachfoh-,end        beschriebene        Zeichntina    von ver-         schiedenen    Ausführungsformen soll die Erfindung deut  licher machen.  



  Die einzelnen Figuren der Zeichnung bedeuten:       Fig.    1 Anwendung der Erfindung auf     d-m    Auf  spulteil einer     Streckspulmaschine,          Fig.    2 vergrösserte Ansicht des     Verflechtungs-    und  des     Aufspulteils    der     Fig.    1, mit den zwei Verflechtungs  strahlen.  



  In     Fig.    1 bedeutet 1 einen auf die     Streckspulma-          schine    aufgesteckten, von der Spinnmaschine kommen  den Spinnwickel, von dem das zu verstreckende     Multi-          filamentbündel    über Kopf abgezogen wird. Dieses be  sitzt eine sehr gering, durch das     Cberkopfabziehen     bewirkte, für einen genügenden     Einzelfadenzusammen-          halt    aber völlig     ungeniigende        Drehnung    von wenigen  Touren pro Meter.

   Es läuft über einen Fadenführer 2  durch die aus einem Walzenpaar bestehende Zuliefer  vorrichtung 3 um den Streckstift 4 auf das aus Vor  iegerolle 5 und Streckwalze 6 bestehende Streckaggre  gat. Von diesem wird es durch einen weiteren Faden  führer 7 geleitet, mit Hilfe der beiden gegeneinander  gerichteten Gasstrahlen 8, an deren Vereinigungspunkt  stellenweise verflochten und anschliessend nach Durch  laufen eines weiteren Fadenführers 9 mit Hilfe der       Nutenwalze    10 auf dem Wickel Il in kreuzweisen  Lagen aufgewunden.  



  In     Fig.    2 sind die beiden Fadenführer 7 und 9 mit  den     daz#.vischcn    aus den Düsen 12 frei austretenden       g@geneinandergerichteten    Gasstrahlen 8     dargstellt.    Das  zu     behandelnde        Multifilamentbündel    wird unter heftiger       Schwingungs-    und Rotationsbewegung verflochten, wie  die Inhaberin durch     stroboskopische    Untersuchung     fest-          g:.stellt    hat, wenn die Verflechtung erfindungsgemäss im       Vereinigungspunkt    der beiden Gasstrahlen stattfindet.

    Anschliessend wird das Bündel mit Hilfe des     Aufspul-          aggregais    10 und 11 aufgewunden. Die Ausführungsart  dieser     Fig.    2 ist nicht auf die Ausführungsform der       Fig.    1 beschränkt, sondern kann grundsätzlich Bestand  teil einer     Spinnmaschine,    Streckmaschine oder Spinn  streckmaschine sein.  



  Die     Fad=nspannung    des     Multifilamentbündels    kann  bei der Ausführungsform nach     Fi\2.    1 durch die     Um-          fangsgeschwindigkeit    der     Strecl ealze    6 und des Auf  spulaggregats l0 und 11 in     bekannter        \,'eise        gesteu _rt     werden. Die Fadenspannung und die Distanz zwischen  den beiden Fadenführern 7 und 9 sind so zu wählen,  dass das     llultifilanientbüiiticl    mit     Sicherli"it    in der  axialen     Vereiniìun@,szone    der verflechtenden Strahlen  8 verbleibt.

   Diese Distanz zwischen den     Fad::nführern    7  und 9 soll 15-80 mm     betragen    bei     einem    optimalen  Bereich von 30-50 mm.     Beispiclsw        cisc    soll bei einem       Polyhexamethylenadipamid-llultifilanientbündel    mit ei  nem     Titer    von<B>10001192</B>     Dezitex    bei einer Fadenspan  nung von 60 g ein Abstand     zwischen    den     Fad:

  aführcrn     7 und 9 von etwa 45 mm     gewählt    werden.     Diz    Faden  spannung beeinflusst nach den Erfahrungen der In  haberin den Verflechtungsgrad der Einzelfäden des     Mul-          tifilaments    in     wesentlichem    Masse.  



  Der Verflechtungsrad kann auch durch die Grösse  des Drucks und die Dicke     der        Gasstrahlen        b einflusst     werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren kann im Prinzip  überall     angewandt        werden,    wo ein     Multifilamentbündel     läuft. Es eignet sich     besonders    zur     Herstellung    zy  lindrischer Wickelkörper auf Streckmaschinen.  



  Nach dem     erfindunLs#-,eni:iss.,n    Verfahren lassen sich       beispielsweise        laufende        tl@cel@e-    oder Celltiloscazcttit-           Multifilamentbündel    verflechten, wobei das Verfahren  gegebenenfalls mit dem Trocknen vor dem Aufspulen  kombiniert werden kann. Besonders vorteilhaft ist seine  Anwendung bei schnellaufenden synthetischen     Multifila-          mentbündeln,    beispielsweise bei solchen aus Polyamiden  oder Polyestern. Beispielsweise kann nach dem Ver  fahren vor dem Aufwickeln beim diskontinuierlichen  Verspinnen verflochten werden. Dabei wird allerdings  durch das üblicherweise nachfolgende Vorstrecken die  Verflechtungsdichte vermindert.

   Besonders geeignet ist  das Verfahren nach der Erfindung für das Verflechten  von     Multifilamentbündeln    beim kombinierten Spinnen  und Verstrocken ohne dazwischengeschaltetes Aufspulen  im Anschluss an das Vorstrecken und vor dem Auf  winden     (Spinnstreckverfahren).    Bei diesem Verfahren  sind bekanntlich beim Aufwinden hohe Fadengeschwin  digkeiten nötig. Vorzugsweise verlegt man dabei die  Verflechtung in eine     Relaxier        ungszone,    wo die     Multi-          filanientbünd:l        zwischen    ungleich schnell laufenden Rol  len     relaxi:rt    werden und wo bekanntlich sehr geringe  Fadenspannungen vorhanden sind.

   Diese     Relaxierzone     soll ihrerseits möglichst nahe vor der     Aufwick:lstelle        an-          (icordnet    sein. 1n einem solchen Fall lässt sich besonders  Dich; ;     ine        ccringe    Fadenspannung in der     VerftechLungs-          zone    realisieren, was einer intensiven Verflechtung zu  gute kommt.

   Das Verflechtungsverfahren ist auch     ge-          eignct    zum Kombinieren verschiedenartiger     Multifila-          nientbündel    durch Verflechten,     wob-,i    es umständliche  Zwirnoperationen überflüssig macht.  



  Die     folgenden    Beispiele sollen die Erfindung     näher     erläutern.  



       Beispi:   <I>l</I>     I     Dieses     Beispiel,        bezi;:ht    sich auf das Verflechten  beim     diskontinuieriichen    Spinnen und Vorstrecken.  
EMI0003.0032     
  
    Ein <SEP> Mtiltifilanienibündel <SEP> aus <SEP> Polyhexamethylenadip  amid <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Titer <SEP> von <SEP> 840,'140 <SEP> Dezitex <SEP> wird <SEP> nach
<tb>  dem <SEP> in <SEP> Fig.

   <SEP> 1 <SEP> der <SEP> Zeichnung <SEP> skizzierten <SEP> Verfahr, <SEP> -n
<tb>  ab <SEP> dem <SEP> Spinnwickel <SEP> abgzogen, <SEP> vorstreckt, <SEP> in <SEP> der
<tb>  Relaxierzone <SEP> zwischen <SEP> einem <SEP> schneller <SEP> laufenden <SEP> Streck  rol!cnp < iar <SEP> 5 <SEP> und <SEP> 6 <SEP> und <SEP> einer <SEP> etwas <SEP> langsamer <SEP> laufenden
<tb>  Atifwi:kelvcrr;chtung <SEP> K) <SEP> Lind <SEP> 11 <SEP> verflochten <SEP> Lind
<tb>  sclili@iilich <SEP> aufLespu!t. <SEP> Die <SEP> Retaxicrung <SEP> kommt <SEP> dadurch
<tb>  zustande. <SEP> da <SEP> ss@dic <SEP> Umfan@sg@schwindigt;eit <SEP> des <SEP> in <SEP> der
<tb>  Zeichnung <SEP> nicht <SEP> g:zeigtcn@ <SEP> @@.'ickeltrüoorantriebs <SEP> um
<tb>  11,9'a <SEP> kieincr <SEP> ist <SEP> als <SEP> die <SEP> Umfatios(_>eschwindiul:

  oit <SEP> des
<tb>  Rollenpaares <SEP> 5 <SEP> Lind <SEP> 6. <SEP> Das <SEP> verflochtene <SEP> Multifilament  Fad,2nspannunc, <SEP> mit
<tb>  earn <SEP> wird <SEP> dabei <SEP> tint:r <SEP> 50-60 <SEP> <B>g</B>
<tb>  einer <SEP> Geschwindigkeit <SEP> von <SEP> 590 <SEP> m <SEP> nein <SEP> zu <SEP> einem <SEP> zy  lindrischen <SEP> Wickul <SEP> 11 <SEP> aufg=espult. <SEP> Die <SEP> Fadenspannung
<tb>  b_-ini <SEP> Aufspt*n <SEP> ist <SEP> natürlich <SEP> identisch <SEP> mit <SEP> der <SEP> Faden  sp:innung <SEP> b-im <SEP> @':,rflechten.
<tb>  Die <SEP> Xlerflcch.ting <SEP> crfol@;t <SEP> in <SEP> der <SEP> axialen <SEP> Vereini  gungszonc <SEP> von <SEP> zwJ <SEP> sonkr:

  cht <SEP> aus <SEP> entgegengesetzter
<tb>  Richtung <SEP> auf <SEP> das <SEP> verstrecktc <SEP> Multifilamentbündel <SEP> auf  treffenden <SEP> Druckluf,strahlen <SEP> 8, <SEP> die <SEP> aus <SEP> zwei <SEP> freistehen  d. <SEP> n, <SEP> eine <SEP> Mündungsbohrung <SEP> von <SEP> 0,6 <SEP> mm <SEP> aufweisenden
<tb>  Düs-,n <SEP> 12 <SEP> unter <SEP> einem <SEP> Druck <SEP> von <SEP> 3,5 <SEP> atü <SEP> austreten.
<tb>  Die <SEP> D;si#inz <SEP> zwischen <SEP> den <SEP> beiden <SEP> Mündungen <SEP> beträgt
<tb>  3 <SEP> min. <SEP> D:r <SEP> Dr:ickltiftl"erbraucli <SEP> für <SEP> beide <SEP> Düsen <SEP> ist
<tb>  unur <SEP> di@=sen <SEP> Bedingungen <SEP> 18 <SEP> N <SEP> !,/min. <SEP> Der <SEP> Verflech  t:ingsgrad <SEP> c!:

  s <SEP> Multifilamentzarns, <SEP> bestimmt <SEP> mit <SEP> dem
<tb>  Nadeltest <SEP> nach <SEP> Schweizer-Pa <SEP> tentschrift <SEP> Nr. <SEP> 388 <SEP> 826, <SEP> wo  bei <SEP> die <SEP> NadJ <SEP> ab r <SEP> bis <SEP> zum <SEP> Zerreissen <SEP> von <SEP> Einzelfäden
<tb>  durch <SEP> das <SEP> \ttiltifilanientgarn <SEP> gezogen <SEP> wird, <SEP> beträgt <SEP> 2,9.
<tb>  1-s <SEP> wird <SEP> ein <SEP> s'abil"r <SEP> NS'ic'.celattfbaLi <SEP> erzielt, <SEP> wobei <SEP> keinerlei
<tb>  lose <SEP> oder <SEP> abstelictide <SEP> Einzelfaden <SEP> ;tin <SEP> fertigen <SEP> Wickel
<tb>  zu <SEP> : <SEP> rkeiiiicti <SEP> sind.       Das verflochtene     Multifilamentgarn    eignet sich     vor-          züalich    als     Schussgarn    für die Weberei.  



       Beispi,1   <I>2</I>  Dieses Beispiel bezieht sich auf das Verflechten       bcini        Spinnstreckverfahren.     



  Ein     Multifilamentbündel    aus     Polyäthylenterephthalat     wird im kontinuierlichen     Verfahren    gesponnen, ohne  dazwischenliegendes Aufspulen direkt anschliessend an  das Verspinnen     heissverstreckt    und unmittelbar vor dem  Aufwickeln, wie im vorstehenden Beispiel     beschri,-ben,     um 8,7              relaxiert,    dabei gemäss     Fig.    2 der Zeichnung  bei einer Fadenspannung von 60 g und mit 2000     m!mi:i     zu einem zylindrischen Wickel aufgespult.

   Die     Spinn-          und        Streckbedingungen    werden so gewählt, dass das  aufgewickelte     Muhifilainentgarn    einen     Titer    von<B>1100,1</B>  192     Dezitex    aufweist.  



  Die     Verflxtitumg        v        ird    mit Hilfe von zwei entgegen  g-setzt angeordneten Düsen 12, die je eine Bohrung  von 0,8 mm Durchmesser besitzen, unter     v._rs:.hi:dencti     Düsenabstands- und Druckbedingungen     vorg-eommen.     In jedem Fall wird aber das     Multifilamen;bü;        d.    l durch       dz-n    Vereinigungspunkt der beiden     freiaus;

  retenden          Druckluftstrahlen    8 durch die     Fadenführer    7 und 9  senkrecht     zti    den     Druckluftstralilcn    geführt.     D-r    Faden  führerabstand ist 30 mm.  



  In einem ersten Versuch wird ein fester Düsenab  stand von 3,5 mm eingehalten und der     Pressluftdruck     variiert. Es ergeben sich folgende, nach dem     vorher-          g-licnden    Beispiel bestimmte Verflechtungsgrade:

    
EMI0003.0072     
  
    Pressluftdruck <SEP> (atü) <SEP> Verflechtungsgrad
<tb>  2,6 <SEP> 2,2
<tb>  4,4 <SEP> 3,0
<tb>  5 <SEP> 3,6
<tb>  6,2 <SEP> 2,5       Der optimale     Verf)cchtungsgrad    wird also bei     di;"-          scm    Versuch bei Speisung der Düsen 12 mit     Pr:        ütuft     von 5 atü     ert-@icht.    Der     Luftverbrauch    ist     dab--i        un-Le-          führ    45 N     I'min.     



  Im zweiten Versuch wird der Luftdruck     konstanr     auf 4,2 atü gehalten und die Distanz     zwisch;    n den       Düsenmüt;dun)en    zwischen<B>2.8</B> und     1l        nim        v riiert.     Es ergibt sich ein     Optitnutit    des Verflechtungsrads     von     3 bei einem Düsenabstand von 3,5     nini.    Dabei     liegt     das     Multifilanientbündel    beim     Verfl chtcn    noch inner  halb der berechneten Kernzonen der     Druckluftstrahl,n     B.

   Der     Gesamtpressiuftverbrauch    ist dabei     un;ef:ihr     40 N     1/min.     



  Die Verflechtung wirkt sich positiv auf den Wickel  aufbau aus, indem abstehende Einzelfäden, die     b:ini     kontinuierlichen     Spinnstreckverfahren    äusserst störend  und zudem die Ursache der Entstehung von     Flusen    beim  Weiterverarbeiten sind,     vermieden    werden. Die ver  flochtenen     Multifilamentzarne    lassen sich ohne     weiter,          Präparation    oder Drehung als     Schussmaterial    für zu  beschichtende Planen     und-Schliiuche,        b_ sonders        Feuer-          w@-,hrsch1äuche,    verweben.  



       BClspl,'i     Ein     Mtitlifllani#lnlbiindel    aus     Po157;ithylentereplithalat     wird wie     ini    vorhergehenden     Bcispicl    gesponnen, direkt  anschliessend an das Verspinnen     lieissv_ rstrecl;t,    unmit  telbar vor dem     Aufwickeln        uni    6.7 ",     r-,laxiert,    in dieser           Relaxierzone    gemäss     Fig.    2 der Zeichnung bei einer  Fadenspannung von 175 g verflochten und mit 2010 m/  min zu einem zylindrischen Wickel aufgespult.

   Der auf  gewickelte Faden hat einen     Titer    von 1100/192     Dezitex.     



  Die     Verflechtung    wird mit     Hilfe    von zwei entgegen  gesetzt angeordneten Düsen 12, die je eine Bohrung von  0,8 mm Durchmesser besitzen, unter     verschiedenen     Druckbedingungen vorgenommen. In jedem Fall wird  aber das     Multifilamentbündel    im Vereinigungspunkt der  beiden     Druckluftstrahlen    8 durch die Fadenführer 7 und  9 so gehalten, dass die Strahlen senkrecht auf das       Multifilamentbündel    auftreffen. Der     Fadenführerabstand     ist 30 mm und der Düsenabstand 3,5 mm.

   Es     ergeben     sich folgende, nach dem vorhergehenden Beispiel be  stimmte Verflechtung grade:  
EMI0004.0013     
  
    Pressluftdruck <SEP> (atü) <SEP> Verflechtungsgrad
<tb>  1 <SEP> 1,2
<tb>  2 <SEP> 1,3
<tb>  3,5 <SEP> 1,5
<tb>  4,5 <SEP> 3,3
<tb>  5 <SEP> 2,9
<tb>  5,5 <SEP> 1,8
<tb>  6 <SEP> 1,8       Der optimale Verflechtungsgrad wird also bei die       sein    Versuch bei     Speisung    der Düsen 12 mit Pressluft  von 4,5 atü erreicht. Der Luftverbrauch ist dabei unge  fähr 40 N     1/min.        Unerwarteterweise    ist das Optimum  ungefähr im gleichen Druckbereich des Verflechtungs  mediums zu finden wie im vorhergehenden Beispiel,  obwohl die Fadenspannung beinahe 3mal höher ist.  



  Bei einem Druck von 0,5-3,5 atü der den Düsen 12  zugeführten Luft wird ein unruhiger Fadenlauf und    eine grosse Streuung des Verflechtungsgrads beobachtet.  Beim     Optimum    des     Verflechtungsgrades    ist anderseits  die beobachtete Streuung am geringsten. Die ver  flochtenen     Multifilamentgarne    eignen sich für die glei  chen Zwecke wie diejenigen des vorhergehenden Bei  spiels.     Der    sogenannte     Thermoschrumpf    (bestimmt bei  160  C) ist etwa 7 %.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multifilamentgarn durch Ver flechten von Multifilamentbündeln mit einem Titer von mindestens 500 Dezitex, mit Hilfe von Gasstrahlen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Multifilament- bündel unter gesteuerter Spannung durch die axiale Vereinigungszone von zwei frei austretenden,
    im we sentlichen aus entgegengesetzten Richtungen aufeinan derprallenden und im wesentlichen senkrecht zur Lauf richtung des Multifilamentbündels auf dieses gerichtete Gasstrahlen führt und eine Distanz zwischen den Aus trittsstellen der beiden Gasstrahlen von ein bis fünfzehn Millimetern einhält. 1I. Nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I stellenweise verflochtenes Multifilamentgarn. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Verflechtung auf mit minde stens 1200 m/min laufenden Multifilamentbündeln an wendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass die Verflechtung in einer Relaxier- zone angewendet wird.
CH187969A 1968-07-26 1969-02-07 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von stellenweise verflochtenem Multifilamentgarn mit einem Titer von mindestens 500 Dezitex mit Hilfe von Gasstrahlen, besonders bei Fadengeschwindigkeiten von mindestens 1200 m/min, und derart verflochtenes Multifilamentgarn CH489635A (de)

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