CH490190A - Einrichtung zur Registerregelung an einer Druckmaschine - Google Patents
Einrichtung zur Registerregelung an einer DruckmaschineInfo
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Description
Einrichtung zur Registerregelung an einer Druckmaschine Die Erfindung befasst sich mit einer Einrichtung zur Registerregelung an einer Druckmaschine, die z. B. bandförmiges, dehnbares Gut, z. B. Papierbahnen, för dern, bedrucken und schneiden kann, wobei die ein zelnen Bearbeitungsvorgänge bei laufender Gutbahn durch Marken auf oder an der Gutbahn bzw. mehreren Gutbahnen gegebenenfalls in Beziehung zu Marken an den umlaufenden Maschinenteilen gesteuert werden sollen. Soll die Farb- oder Schnittregisterhaltun' bei Druckmaschinen überwacht und korrigiert werden, so wird eine solche Oberwachungs- und Korrekturaufgabe auf die Überwachung der Koinzidenz zweier Marken zurückgeführt.
Die Grösse eines fehlerhaften Abstandes dieser Marken wird als Registerfehler ausgewertet und einer Registerregelung eingegeben, die entsprechende Stellkomandos an die motorischen Registerverstellmittel der Maschine im Sinne einer Fehlerkorrektur ausgibt. die Registerregeleinrichtung enthält zu diesem Zweck einen Regler, der z.
B. bei Koinzidenz der überwachten Passmarken die motorischen Korrekturantriebe ausser Betrieb hält, bei Nichtkoinzidenz aber, also bei Vor- oder Nacheilung einer Marke gegenüber der anderen, die motorischen Korrekturantriebsmittel im einen oder anderen Drehsinn zwecks Ausgleich des Registerfehlers zum Umlauf bringt. Da die Gutgeschwindigkeit aufgrund von Maschinenfehlern periodisch oder aperiodischen Änderungen unterliegen kann und überdies auch, z. B.
durch Steuerbefehle, veränderbar sein muss, ausserdem die Gutdehnung bei Beanspruchung auf Zug nicht ver- nachlässigbar ist und demzufolge jeder auftretende Re gisterfehler ebenfalls zeitlichen Änderungen ausgesetzt ist, sind zur Registerfehlerbeseitigung aufwendige Mass nahmen erforderlich.
Es sind schon Regler mit Differentialeinfluss in Be tracht gezogen worden, deren Ausgangs- bzw. Stell grösse in Form elektrischer Impulse einerseits proportio nal der Grösse des Registerfehlers ist und deren Aus gangsgrösse anderseits zusätzlich durch einen Steuer faktor beeinflusst wird, der in Abhängigkeit von der Änderungsgeschwindigkeit des Registerfehlers arbeitet; dieser Steuerfaktor wird durch periodische Subtraktion jedes gemessenen Fehlerwertes von dem gespeicherten Wert der vorangegangenen Fehlermessung gewonnen.
Die Erfindung weist demgegenüber einen anderen Weg für die Reglerausbildung, wobei ein optimales Schaltverhalten des Reglers für die Registerregelung angestrebt und erreicht wird.
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch einen Drei punktregler mit einer in der Regelrückführung gelege nen, steuerbaren Zeitkonstanten, die der von der Gut geschwindigkeit abhängigen Streckenzeitkonstanten in der Weise angepasst ist, dass Rückführzeitkonstante und Regelverstärkung in eine proportionale Beziehung zur Streckenzeitkonstante gebracht sind. Der Regler kann als Adaptivregler zur selbsttätigen Anpassung an ver schiedene veränderbare Gutgeschwindigkeiten ausgebil det sein, wobei durch adaptive Steuerung der Rück führung eine hyperbolische Abhängigkeit von Rück führzeitkonstante und Regelverstärkung in bezug auf die Gutgeschwindigkeit erreicht wird.
Dem Regler kann ein Rechenwerk zugeordnet sein, das durch eine elektroni sche Division der Rückführzeitkonstanten des Reglers einerseits mit der Gutgeschwindigkeit anderseits die stetige Anpassung der Reglerzeitkonstanten an die Streckenzeitkonstante herstellt. Hierbei kann die Divi sion durch Multiplikation des Entladestromes eines Kondensators der Rückführzeitkonstanten mit der Gut geschwindigkeit ausgeführt werden.
Das Rechenwerk kann aus einem Gleichstrom-Regelverstärker bestehen, dessen Ausgang auf den Eingang in der Weise gegenge koppelt ist, dass im Rückführweg ein RC-Glied in Pa rallelschaltung eingefügt ist, wobei elektronische Schalt mittel zum öffnen und Schliessen des Widerstands pfades vorgesehen sind; das Rechenwerk kann aber auch aus einem passiven Verzögerungsglied bestehen, dessen Längszweig durch Widerstände gebildet ist und dessen Querzweig aus einem RC-Glied in Parallelschaltung be steht, wobei Schaltmittel zum öffnen und Schliessen des Widerstandspfades vorgesehen sind.
Die Produkt bildung erfolgt dabei jeweils durch den elektronischen Schalter mit konstanter Einschaltzeit und mit einer der Gutgeschwindigkeit proportionalen Schaltfrequenz.
Das Längsregister der Druckmaschine stellt im Re gelkreis die Regelstrecke dar; ihr Zeitverhalten ent spricht nahezu einer Trägheit erster Ordnung. Das bedeutet, dass eine stossartige Verstellung des Eingangs signals x (Verstellung der Längsregisterverstelleinrich- tung) eine Veränderung des Ausgangssignals y (tat sächliche Verschiebung des Längsregisters auf der Bahn) näherungsweise nach der Formel
EMI0002.0005
bewirkt. T, ist hierin die Zeitkonstante, die das Zeit verhalten der Strecke charakterisiert (Streckenzeitkon- stante = Zeitkonstante der Druckmaschine).
V, ist ein Proportionalitätsfaktor (zwischen Ein- und Ausgangs signal) und wird die Streckenverstärkung genannt.
Im allgemeinen wird das Zeitverhalten eines Regel kreises als Frequenzgang bezeichnet und durch das Verhältnis von Ausgan-sgrösse zu Eingangsgrösse in der Laplace-Darstellung geschrieben.
Für diese Strecke lau tet der Frequenzgang dann
EMI0002.0015
In die Rückführung des Reglers ist eine Trägheit erster Ordnung eingefügt, für die in Analogie zu dem bisher Gesagten V,; als Verstärkung und T" als Zeit konstante in dem Frequenzgang der Rückführung des Reglers zu verstehen sind
EMI0002.0019
Der Regler soll demnach mit einer an sich bekannten verzögerten Rückführung arbeiten, jedoch soll der Rech ner nicht - wie bekannt - dem Eingang des Reglers, sondern dem Reglerausgang zugeordnet sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sei nach stehend anhand von zwei Figuren näher erläutert.
Fig. I veranschaulicht einen Dreipunkt-Registerreg- ler mit gesteuerter Rückführung in schematischer Dar stellung.
Nach Fig. 1 wird der Registerfehler in bekannter Weise gemessen und in der Messwerterfassung M in einen Zahlenwert umgewandelt. Da die Erfassung des Messwerts periodisch erfolgt und bei der nächsten Ab tastperiode wieder voll betriebsbereit sein muss, wird der in der Form einer Zahl vorliegende Fehler jeweils in den Fehlerspeicher F, übernommen, in welchem er während der gesamten Abtastperiode zur Verfügung steht.
In dem nachgeschalteten Digital-Analog-Wandler D wird der den Fehler charakterisierende Zahlenwert in einen analogen Stromwert umgesetzt, wonach dieser Stromwert durch den Proportionalverstärker V in einen entsprechenden Spannungswert umgeformt wird. Am Ausgang des Verstärkers V steht damit der Fehler als Spannung zur Verfügung, die einerseits der Anzeige vorrichtung A und anderseits dem Punkt P zugeführt wird.
Vom Punkt P wird der Dreipunktregler R be- cinflusst, der einerseits die Stehkommandos St für die motorischen Korrektur=lieder und anderseits die Signal spannungen für die Rückführung F liefert, deren Zeit konstante und Verstärkung mit einer der Spannung am Tachometer T proportionalen Impulsfrequenz geändert wird. Der Ausgang der Rückführung F ist ebenfalls mit dem Punkt P verbunden.
Durch die adaptive Steuerung der Rückführung F wird eine hyperbolische Abhängigkeit von Rückführzeitkonstante und -verstär- kung in bezug auf die Gutgeschwindigkeit erreicht, deren Grösse durch die Impulsfolgefrequenz am Aus gang des Tachometers \l' gegeben ist.
Die Impulse des Impulsgenerators T werden - wie die Fig. 2 veranschaulicht - in einem Impulsformer I in Impulse konstanter Dauer umgewandelt und einem elek tronischen Schalter Sch zugeführt, welcher während der Dauer eines eingehenden Impulses den Widerstands pfad eines Eingang und Ausgang der Rückführung F überbrückenden RC-Gliedes R,C, schliesst. Durch diese Massnahme ist eine hyperbolische Abhängigkeit sowohl der Zeitkonstante Z als auch der Verstärkung V der Rückführung F von der Impulsfolgefrequenz f des Tachogenerators T erreichbar (Fig. 2a).
Die als Rechen werk arbeitende Rückführung F kann aus einem Gleich strom-Regelverstärker bestehen, der dann als aktives Verzögerungsglied arbeitet. Die Rückführung kann aber auch aus einem passiven Verzögerungsglied bestehen, dessen Längszweig durch Widerstände (R.@, R;3) gebildet ist und dessen Querzweig aus dem schon erwähnten RC-Glied RiC, besteht, wie die Fig. 2b veranschau licht.
Die in Fig. 2 veranschaulichten Massnahmen er lauben somit eine elektronische Division der Rück führzeitkonstante des Reglers einerseits und der Gutge schwindigkeit anderseits, wobei die Division durch Mul tiplikation des Entladestromes des Kondensators C, der Rückführzeitkonstanten mit der Gutgeschwindigkeit aus geführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur Registerregelung an einer Druck maschine, gekennzeichnet durch einen Dreipunktregler (R) mit einer in der Regelrückführung (F) gelegenen steuerbaren Zeitkonstanten (RC), die der von der Gut geschwindigkeit abhängigen Streckenzeitkonstanten in der Weise angepasst ist, dass Rückführzeitkonstante (Z) und Regelverstärkung (V) in eine proportionale Be ziehung zur Streckenzeitkonstante gebracht sind. UNTERANSPROCHE 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Regler (R) als Adaptivregler zur selbsttätigen Anpassung an verschiedene veränderbare Gutgeschwindigkeiten ausgebildet ist, wobei durch adap tive Steuerung der Rückführung (F) eine hyperbolische Abhängigkeit von Rückführzeitkonstante (Z) und Regel verstärkung (V) in bezug auf die Gutgeschwindigkeit erreicht wird (Fig. 2a). 2.Einrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Rechenwerk, das durch eine elektronische Division der Rückführzeitkonstanten (Z) des Reglers (R) einerseits mit der Gutgeschwindigkeit anderseits die stetige Anpassung der Reglerzeitkonstanten an die Streckenzeitkonstante herstellt. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Division durch Multiplikation des Entladestromes eines Kondensators (C) der Rück führzeitkonstanten mit der Gutgeschwindigkeit ausge führt wird. 4.Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Rechenwerk aus einem Gleich strom-Regelverstärker besteht, dessen Ausgang auf sei nen Eingang in der \'eise gegengekoppelt ist, dass in der Regelrückführung (F) ein RC-Glied (RC) in Parallel- Schaltung eingefügt ist, wobei Schaltmittel (Sch) zum öffnen und Schliessen des Widerstandspfades vorgesehen sind. 5.Einrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch ge kennzeichnet, dass das Rechenwerk aus einem passiven Verzögerungsglied besteht, dessen Längszweig durch Widerstände (RL, Ra) gebildet ist und dessen Quer zweig aus einem RC-Glied (R1C1) in Parallelschaltung besteht, wobei Schaltmittel (Sch) zum öffnen und Schliessen des Widerstandspfades vorgesehen sind. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch ge-@ kennzeichnet, dass die Produktbildung jeweils durch einen elektronischen Schalter (Sch) mit konstanter Ein schaltzeit und mit einer der Gutgeschwindigkeit pro portionalen Schaltfrequenz erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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| CH23367A CH490190A (de) | 1966-01-29 | 1967-01-09 | Einrichtung zur Registerregelung an einer Druckmaschine |
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|---|---|---|---|---|
| EP0007552A1 (de) * | 1978-07-31 | 1980-02-06 | Siemens Aktiengesellschaft | Schaltungsanordnung zur Bildung eines elektrischen Spannungssignals, das einer Flusskomponente in einer Drehfeldmaschine proportional ist |
| EP0007550A1 (de) * | 1978-07-31 | 1980-02-06 | Siemens Aktiengesellschaft | Wechselspannungsintegrator zur Bildung eines einer Flusskomponente in einer Drehfeldmaschine proportionalen Spannungssignals, Verwendung zweier derartiger Wechselspannungsintegratoren bei einem Drehfeldmaschinenantrieb und Verfahren zum Betrieb eines derartigen Drehfeldmaschinenantriebs |
Families Citing this family (1)
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