CH490820A - Lichtempfindliches Blattmaterial - Google Patents

Lichtempfindliches Blattmaterial

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CH490820A
CH490820A CH1032669A CH1032669A CH490820A CH 490820 A CH490820 A CH 490820A CH 1032669 A CH1032669 A CH 1032669A CH 1032669 A CH1032669 A CH 1032669A CH 490820 A CH490820 A CH 490820A
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CH
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cutting
textile
textile material
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Application number
CH1032669A
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Maria Melis Andreas Gerardus
Wemmers Anton
Jean De Boer Henri Gerard
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Gaf Corp
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    • A41WEARING APPAREL
    • A41HAPPLIANCES OR METHODS FOR MAKING CLOTHES, e.g. FOR DRESS-MAKING OR FOR TAILORING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • A41H3/00Patterns for cutting-out; Methods of drafting or marking-out such patterns, e.g. on the cloth
    • A41H3/005Sheet materials for drafting patterns, e.g. by using a photosensitive layer or a transfer sheet
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/005Adjustable, sectional, expandable or flexible patterns
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C7/00Patterns; Manufacture thereof so far as not provided for in other classes
    • B22C7/06Core boxes
    • B22C7/062Sealing means
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16JPISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
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    • GPHYSICS
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    • G03C1/52Compositions containing diazo compounds as photosensitive substances
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Description


  Lichtempfindliches Blattmaterial    Um eine     Zuschneideschablone    auf der obersten  Lage einer Anzahl von Lagen aus Textilmaterial anzu  bringen, ist es in der     Textilindustrie    bekannt, Blatt  material zu verwenden, das auf der einen Seite mit einer  lichtempfindlichen Schicht und auf der anderen Seite  mit einem thermoplastischen Klebstoff ausgerüstet ist.  



  Bei der derzeitigen Praxis werden eine Vielzahl von  Schablonen aus Papier oder anderen nicht transparenten  Materialien entsprechend den Teilen der Bekleidungs  artikel hergestellt. Diese Schablonen werden auf Papier  oder ähnliches Material gelegt, das auf der oberen Seite  mit einer lichtempfindlichen Schicht und auf der unteren  Seite mit einem thermoplastischen Klebstoff ausgerüstet  ist. Danach wird eine Lichtquelle eingeschaltet, die  photoempfindliche Schicht belichtet und mit feuchtem       Ammoniakgas    entwickelt. Das belichtete und entwickelte       Diazotypiematerial    wird nun auf eine oder mehrere Lagen  Textilmaterial gelegt und auf der ersten Lage mittels  einer Hitzequelle,     beispielsweise    einem Bügeleisen, be  festigt.

   Die Lagen des Textilmaterials können nun längs  den Kanten der Schablone zerschnitten werden, worauf  das Material, das mit einem     Schablonenmuster    versehen  ist, von der ersten Schicht des Textilmaterials getrennt  wird. Von den Teilen, die so erhalten werden, können  Bekleidungsartikel hergestellt werden.  



  Nach dem in der     niederländischen    Patentschrift Num  mer 70 254 beschriebenen Verfahren ist das lichtemp  findliche Material mit dem Textilmaterial schon zur Zeit  der Belichtung verbunden. Bei diesem Verfahren dient  die Lichtquelle gleichzeitig zur Hitzebehandlung. Ein  Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die Licht  quelle, die übrigens nicht näher beschrieben wurde, einen  sehr grossen Anstieg der Temperatur     (100    bis 120  C)  bewirken muss. Ein zweiter Nachteil ist, dass mit dem  lichtempfindlichen Material auch das damit verbundene  Textilgewebe der Entwicklungsbehandlung unterworfen  werden muss.  



  Nach dem in der deutschen Patentschrift Nummer  <B>1057</B> 450 beschriebenen Verfahren wird das mit einer         Klebstoffschicht    ausgerüstete lichtempfindliche Material  belichtet und entwickelt, bevor das Befestigen an dem  Textilmaterial mittels Hitze stattfindet. Wenn man für  die Belichtung eine sehr heisse Lichtquelle (beispielsweise  eine     Hochdruckquecksilberlampe)    verwendet, muss sehr  schnell gearbeitet werden, damit die     Klebstoffschicht     nicht während der Belichtung schmilzt. Das Entwickeln  von Photokopiermaterial, das nicht auf dem Textil ange  bracht ist, kann durch die sogenannte feuchte Methode  bewirkt werden; dabei wird das belichtete Material in  einer Flüssigkeit entwickelt. Die Formbeständigkeit wird  hier gleichermassen aufs Spiel gesetzt.  



  Das Entwickeln kann auch durch die sogenannte  trockene Methode mit kaltem     Ammoniakgas    durchge  führt werden. Spezielle Apparate werden für diesen  Zweck benötigt. Weiter kann mit warmem Ammoniak  gas entwickelt werden, durch das das Material normaler  weise sehr schnell hindurchgeführt werden muss. Die       Klebstoffschicht    kann oft nicht selbstklebend gemacht  werden.  



  Die Erfindung betrifft ein lichtempfindliches Blatt  material, das zum Herstellen von     Zuschneideschablonen     für Textilien geeignet ist und das eine zuverlässige  Reproduktion der Schablone und die Vermeidung der  Nachteile der oben beschriebenen Methoden gestattet.  



  Das Blattmaterial der Erfindung ist gekennzeichnet  durch ein Trägerblatt, das auf einer Seite eine Zwei  komponenten-Diazotypieschicht aufweist, die zur Erzeu  gung eines     Farbstoffbildes    belichtet und durch Wärme  einwirkung entwickelt werden kann, wobei auf der an  deren Seite des Trägerblattes eine thermoplastische  Klebeschicht angebracht ist, die fähig ist, durch die die  Bildentwicklung bewirkende Wärmeeinwirkung auf Tex  tilien zu kleben.  



  Das Blattmaterial der Erfindung kann zum Zu  schneiden von Textilmaterial verwendet werden, indem  man das Blattmaterial mit der Klebschicht auf Textilgut  auflegt, die lichtempfindliche Schicht über ein Zu  schneidemuster gleichzeitig belichtet und auf dem Textil-      material aufklebt und dann das Textilmaterial ent  sprechend dem     Zuschneidemuster    schneidet.  



  Dies hat den Vorteil, dass keine zusätzliche Appara  tur benötigt und die Handhabung vereinfacht ist.  



  Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der  Erfindung.  



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung folgender Zusammensetzung wurde  verwendet und getrocknet, um auf dem erfindungsge  mässen Material eine lichtempfindliche Schicht zu er  zeugen:  1 g     1-Diäthylamino-3-äthoxybenzol-4-diazo-          sulfonat     0,2 g wasserfreies     Natriumsulfit     0,5 g Zinkacetat (gelöst in 25 cm' Wasser)  Dazu wurde eine gekühlte Lösung aus:  0,4 g     Phloroglucin     <B><I><U>1,5-</U></I></B>     Thioharnstoff     1,5 g     1-Methoxynaphthalin-4-sulfonsäure,    gelöst in  25 cm-' Wasser  gegeben.

    Die andere Seite des Materials wurde mit einer tem  peraturempfindlichen     Klebstoffschicht    ausgerüstet, die  durch Auftrag und Trocknen einer     wässrigen    Emulsion  erhalten wurde, die folgende Zusammensetzung besass:  3 Gewichtsteile einer     Polyvinylacetat-Emulsion,    die  unter der Bezeichnung     Setamul    8800 (= eingetragenes  Warenzeichen) im Handel erhältlich ist und durch Syn  these N. V. von     Katwijk    hergestellt wird (ein     Polyvinyl-          acetat    mit 55 bis 57 %     Feststoffgehalt),    1 Gewichts  teil Wasser.  



  Die     Klebstoffschichten    werden unter Verwendung  von     Mowiiith        DC    (= eingetragenes Warenzeichen), das  von     Hoechst,    Frankfurt am Main, hergestellt wird und  aus 56 % Feststoff besteht, und     Emultex    F 503 (= einge  tragenes Warenzeichen), Erzeugnis von     Heybroek     &  Co.,  Amsterdam, hergestellt.  



  <I>Beispiel 2</I>  Lichtempfindliches Papier wurde durch Aufbringen  einer Lösung folgender Zusammensetzung auf Papier  material und anschliessendem Trocknen des Materials  erhalten:  100 g Wasser  27 g Harnstoff  1 g     Thioharnstoff     2,39 g     m-Benzoldisulfonsäure     2,27 g eines Komplexsalzes aus     N-p-Diazophenyl-          morpholin    und     m-Benzoldisulfonsäure     10 g     2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsäure     Die     Thermoklebstoffschicht    wurde durch Überzie  hen der anderen Seite des Materials mit einer     wässrigen          Polyäthylendispersion,

      die unter der Bezeichnung        Coethylene     (= eingetragenes Warenzeichen) im Han  del     erhältlich    ist und von der     Plastie        Laber    S. A. von  Bulle     (Schweiz)    hergestellt wird, erhalten. Dies ist eine  35     0'        ige    Dispersion von Polyäthylen in Wasser.  



  Die Menge der angewendeten Substanz kann von un  gefähr 7 bis 30     g/m2    variieren; vorzugsweise werden un  gefähr 18     g/m2    angewendet.  



  Die Kombination der licht- und hitzeempfindlichen  Schicht mit der thermoplastischen     Klebstoffschicht,    wie  sie die Beispiele 1 und 2 zeigen, wurde erfolgreich auf  Wolle, Baumwolle und Polyestergeweben angewendet.    <I>Beispiel 3</I>  Folgende Mischung wurde für die Herstellung der  lichtempfindliche Schicht verwendet:

    Wasser 60     cm3     Zitronensäure 0,5 g  N-Äthyl-N-2-hydroxyäthyl-p-Aminobenzol       diazoniumchlorid-Zinkchlorid-          Doppelsalz    1,0 g       2,3-Dihydroxynaphthalin-6-sulfonsaures          Natriumsalz    3,0 g       Saccharose    10,0 g       Shawinigan    RS-4326 (eine viskose     wässrige          Polyvinylalkohol-Emulsion)    5,0 g       Natriumtrichloracetat    4,0 g  National     Resin    1006 (eine viskose     wässrige          Polyvinylalkohol-Emulsion)    5<B><I>cm,

  </I></B>       Siliciumdioxyd    (3-6     ,u    Teilchengrösse) 4,0 g  aufgefüllt mit Wasser auf 100     cm3     Eine andere Formulierung bestand aus folgenden  Substanzen:  Wasser 50 g       Trichloressigsäure    2,5 g       Natriumhydroxyd    0,6 g       Borfluoridsalz    des     p-Diazodiäthylanilins    1,0 g       Phloroglucin    0,2 g  Jede der oben beschriebenen empfindlichen Kompo  sitionen enthält eine lichtempfindliche     Diazoniumver-          bindung    und eine     Azokupplungskomponente,    welche vor  übergehend gegen Kuppeln stabilisiert ist.

   Durch das  Belichten unter einer Schablone wird die     Diazoverbin-          dung    im lichtausgesetzten Bereich zersetzt. Durch Hitze  einwirkung kuppelt die restliche     Diazoverbindung    im  nicht belichteten Bereich mit der in der Formulierung  vorhandenen     Azokupplungskomponente,    wodurch ein       Azofarbstoffbild    der Schablone entsteht.

   Die thermische  Entwicklung erfolgt durch die Verminderung des Säure  gehaltes oder die Bildung eines alkalischen Reaktions  mediums, unter oder Einwirkung von Hitze.     Beispiels-          weise    wird Zinkacetat in basische     Zinksalze,        Harnstoff     in basische Stickstoffverbindungen und     Trichloracetat     in Chloroform und     Carbonate    zersetzt, die die Kupp  lungsreaktion der     Diazokomponente    mit der Kupplungs  komponente     fördern.     



  Die lichtempfindlichen Schichten der Beispiele 1, 2  und 3 werden mit den in den     Beispielen    beschriebenen       Klebstoffschichten    oder     ähnlichen    Schichten angewendet.  Der Schmelzpunkt oder     Erweichungspunkt    der Kleb  stoffschicht ist gleich oder niedriger als die Temperatur,  die zur Entwicklung der belichteten lichtempfindlichen  Sicht benötigt wird. Materialien, die gemäss der ge  nannten Kombinationen hergestellt wurden, ergaben gut  sichtbare Bilder und ein gutes Klebevermögen auf dem  Textil. Die Trennung des Textils von dem verviel  fältigten Material war in der Praxis durchaus zufrieden  stellend.  



  Durch die Kombination     einer    licht- und hitze  empfindlichen Schicht mit einer thermoplastischen  Schicht auf der gegenüberliegenden Seite des Papiers  oder eines ähnlichen Blattmaterials wurde ein Material  erhalten, auf welchem unter dem Einfluss der für das  Kleben am Gewebe benötigten Hitze gleichzeitig die  Entwicklung des latenten     Schablonenbildes    erfolgt, und  zwar unter solchen Bedingungen, dass das Textilmaterial  unbeschädigt bleibt.  



  Wie in den Beispielen beschrieben, kann das Blatt  material als     Zuschneideschablone    für Wolle, Baumwolle  oder Polyestergewebe verwendet werden. Bei der Ver-           wendung    wird die lichtempfindliche Oberfläche unter  einem     Schnittmusteroriginal    dem Licht ausgesetzt, wobei  die gegenüberliegende thermoplastische     Klebstoffüber-          zugsschicht    gegen das zuzuschneidende Textilgewebe  oder gegen das oberste Stück eines Stapels von Textil  gewebeschichten gepresst wird; dabei erfolgt das Er  hitzen des Blattmaterials.

   Das Erhitzen kann durch       Infrarotbestrahlung    oder durch ein heisses Bügeleisen  bewirkt werden; Temperaturen von ungefähr 100 bis  150  C sind im allgemeinen ausreichend. Dabei wird das  Bild der Schablone entwickelt und auf das Gewebe ge  klebt. Nach dem Zuschneiden des Stoffes kann die  klebende     Zuschneideschablone    leicht von dem Stoff ab  gezogen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Lichtempfindlicehs Blattmaterial, das zum Her stellen von Zuschneideschablonen für Textilien geeignet ist, gekennzeichnet durch ein Trägerblatt, das auf einer Seite eine Zweikomponenten-Diazotypieschicht aufweist, die zur Erzeugung eines Farbstoffbildes belichtet und durch Wärmeeinwirkung entwickelt werden kann, wobei auf der anderen Seite des Trägerblattes eine thermo plastische Klebeschicht angebracht ist, die fähig ist, durch die die Bildentwicklung bewirkende Wärmeein wirkung auf Textilien zu kleben. Il.
    Verwendung des Blattmaterials gemäss Patent anspruch I zum Zuschneiden von Textilmaterial, da durch gekennzeichnet, dass man das Blattmaterial mit der Klebschicht auf Textilgut auflegt, die lichtempfindliche Schicht über ein Zuschneidemuster gleichzeitig belichtet und auf dem Textilmaterial aufklebt und dann das Textilmaterial entsprechend dein Zuschneidemuster schneidet.
CH1032669A 1967-01-11 1967-01-11 Lichtempfindliches Blattmaterial CH490820A (de)

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CH36967 1967-01-11
NL6800645.A NL156611B (nl) 1968-01-16 1968-01-16 Inrichting voor het mengen van een gas of een vloeistof met een ander gasvormig of vloeibaar medium.

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