Reinigungsmittel Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein verbessertes Reinigungsmittel, das sich insbesondere für die Verwendung in hartem Wasser eignet.
Seife ist ein ausgezeichnetes Detergens, doch hat sie einen schwerwiegenden Nachteil. Dieser Nachteil hängt mit der Tendenz von Seifen zusammen, sich mit den die Härte des Wassers ausmachenden Metallionen, insbe sondere mit Calcium- und Magnesiumionen, umzuset zen. Bei dieser Reaktion bildet sich ein unlöslicher, käseartiger Niederschlag, der als Kalkseife bekannt ist. Diese unlösliche Kalkseife bildet an den Innenflächen der Waschmaschinen unerwünschte Ablagerungen. Die Kalkseife schlägt sich auch auf Geweben nieder, die in hartem Wasser gewaschen werden, wenn als Detergens Seife verwendet wird. Diese Niederschläge führen zu einem üblen Geruch und einer schlechten Farbe der gewaschenen Textilien.
Ausserdem zeigen diese Nieder schläge die Tendenz, das Wasserabsorptionsvermögen von Geweben, wie beispielsweise Handtüchern, zu ver mindern, die in hartem Wasser unter Verwendung von Seife gewaschen wurden.
Es ist bereits versucht worden, diese Nachteile der Seife weitgehend dadurch zu verringern, dass man komplexbildende Mittel verwendete, die die Bildung von Kalkseife durch Komplexbildung mit den betreffenden Metallionen verhindern. Andere Versuche zielten darauf ab, im Waschmittel die gesamte Seife oder einen Teil davon durch synthetische Detergentien zu ersetzen, die als solche mit den Metallionen des harten Wassers keine unlöslichen Verbindungen bilden. Ausserdem dienen synthetische Detergentien dazu, die Kalkseife zu disper- gieren und verhindern ihre Abscheidung auf den Innen flächen der Waschmaschine und auf den gewaschenen Textilien.
Der Mengenanteil an solchen synthetischen Detergentien, der zur wirksamen Dispersion der Kalk seife erforderlich ist, ist jedoch ziemlich gross und mach somit das Produkt teuer.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine neu. Seifen-Detergens-Zusammensetzung zu schaffen. Ferne zielt die vorliegende Erfindung auf die Schaffung eine Seifen-Detergens-Zusammensetzung ab, durch die di vorstehend aufgezählten Nachteile vermieden werden.
Es wurde nun gefunden, dass die Fähigkeit bestimm toi synthetischer Detergentien, die Kalkseife zu disper gieren, wesentlich erhöht werden kann, wenn die Deter gentien in Verbindung mit wasserlöslichen Salzen gewis ser linearer, polymerer Carbonsäuren, gewisser linearer polymerer Phosphorsäuren mit mehr als 2 Phosphorato wen im Molekül oder von Nitrilotriessigsäure ode Gemischen davon verwendet werden.
Das Reinigungsmittel gemäss der Erfindung mi verbessertem Kalkseifendispergiervermögen ist dadurc' gekennzeichnet, dass es mindestens eine Fettsäureseif und mindestens 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht de Fettsäureseife, eines synergistischen, kalkseifendispet gierenden Gemisches aus (a)
mindestens einem syntheti schon ionogenen amphoteren Detergens und/oder min destens einem synthetischen nichtionogenen Detergens das eine semipolare Bindung enthält, und (b) mindesten einem wasserlöslichen Salz einer linearen, polymere Phosphorsäure mit mehr als 2 Phosphoratomen in Molekül oder einer linearen,
polymeren Carbonsäure die in der Säureform ein Molekulargewicht von winde stens 350 und ein Äquivalentgewicht von 50 bis 80 ha und die von einer monomeren Carbonsäure mit winde stens 2 Carboxylgruppen im Molekul abgeleitet ist, ode der Nitrolotriessigsäure enthält, wobei das Gewichtsver hältnis von Detergens (a)
zu Salz (b) 1 : 4 bis 4: 1 vorzugsweise 1 : 2 bis 2 : 1, beträgt. Es sind also auch Gemische der oben angeführten Salze in den erfindungs- gemässen Reinigungsmitteln verwendbar.
Das synergistische Gemisch soll mindestens etwa 5 Gew. /o der Fettsäureseife darstellen. Es kann bis zu etwa 100 Gew.-1/o der Seifenkomponente ausmachen. Vorzugsweise soll es in Mengen von etwa 20 bis zu etwa 80 Gew.- /o der Fettsäureseife vorliegen.
Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen kön nen auch bis zu etwa 20 Gew.-011o der Fettsäureseife, ein niedrig schäumendes, nichtionisches, synthetisches De- tergens enthalten.
Die für die Verwendung in den erfindungsgemässen Zusammensetzungen geeigneten Fettsäureseifen sind die Natrium-, Kalium- und Alkylolammoniumsalze von hö- beren Fettsäuren (C,n-C_>n). Die Natrium- und Kalium salze von Gemischen von Fettsäuren, die von Kokos- nussöl und Talg abgeleitet sind, d. s. die Natrium- oder Kaliumtalg- und -kokosnussölseifen, sind besonders gut geeignet.
1n ähnlicher Weise sind auch Palmöl und Palmkernöl ebenso wie synthetische, beispielsweise talg ähnliche Fette, brauchbare Ausgangsmaterialien.
Die amphoteren, synthetischen Detergentien, die für die Verwendung in den erfindungsgemässen Zusammen setzungen geeignet sind, sind synthetische Detergentien, die in ihrer Struktur sowohl eine saure als auch eine basische Funktion enthalten. Bei den üblichen amphote- ren, synthetischen Detergentien ist die sauer reagierende Gruppe eine Carboxyl-, Schwefelsäure-, Sulfonsäure- oder Phosphorsäuregruppe, während die basische Grup pe ein nicht quatemäres Stickstoffatom enthält.
Die folgenden Verbindungen können als Beispiele für geeig nete amphotere, synthetische Detergentien angeführt werden: (a) Wasserlösliche Salze von Alkylaminoalkancar- bonsäuren der allgemeinen Formel:
R. . mf . (cU2 ) coolr , worin x 1 oder 2 ist; ein besonderes Beispiel ist das Natriumealz der Dodecylaminomethancarbonsäure; (b) wasserlösliche Salze der N,N'-Dialkyläthylen- diamindiessigsäuren der allgemeinen Formel
EMI0002.0046
ein besonderes Beispiel ist das Natriumsalz der N,N'- Dodecyliithylendiamindiessigsäure; (c) wasserlösliche Salze von N-Alkyltaurinen der allgemeinen Formel:
ein besonderes Beispiel ist das Natriumsalz des N- Methyltaurins; (d) wasserlösliche Salze von N-Alkyl-N'-sul- fophenyläthylendiaminen der allgemeinen Formel:
EMI0002.0057
ein besonderes Beispiel ist das Natriumsalz des N- Methyl-N'-sulfophenyläthylendiamins.
In den obigen allgemeinen Formeln bedeutet R eine Alkylgruppe mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen.
Das bevorzugte amphotere, synthetische Detergens ist das Natriumsalz des N-Lauryl-,B-aIanins.
Gemische von amphoteren Detergentien sind eben falls geeignet.
Als amphotere Detergentien kommen auch die zwit- terionischen in Frage. Brauchbare zwitterionische Deter- gentien umfassen aliphatische quaternäre Ammonium verbindungen, in welchen ein aliphatischer Substituent 10 bis 18 Kohlenstoffatome und ein anderer aliphati- scher Substituent eine die Wasserlöslichkeit erhöhende,
anionische Gruppe enthält. Beispiele für derartige Ver bindungen sind wasserlösliche, alkylierte Betaine und Sultaine der allgemeinen Formel:
EMI0002.0088
worin R, eine Alkylgruppe mit 10 bis 18 Kohlenstoff atomen, R.2 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoff atomen, R3 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoff- atomen,
Ra eine AIkyIen- oder HydroxyalkyIengruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und X- ein Carbonsäure- oder Sulfonsäureanion bedeutet. Besonders bevorzugte Verbindungen sind Salze der (N-Alkyl-N, N-dimethyl- ammonio)-methancarbonsäure, in welcher sich die Al kylgruppe von einem Gemisch von Laurin- und Myri- stinalkoholen ableitet.
Andere geeignete Verbindungen sind 3-(N-Alkyl-N, N-dimethylammonio)-2-hydroxy- propan-l-sulfonat und 3-(N-Alkyl-N, N-dimethyl- ammonio)-propan-l-sulfonat, worin die Alkylgruppe et wa 10 bis 18, vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatome enthält.
Geeignete nichtionogene Detergentien, die eine se mipolare Bindung enthalten, sind beispielsweise tertiäre Aminoxyde der allgemeinen Formel R5R6R7N -> 0 sowie tertiäre Phosphinoxyde der allgemeinen Formel R5R6R7P -* O, worin R;
, einen Alkyl-, Alkenyl- oder Hydroxyalkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen, R6 und R7 jeweils einen Alkyl- öder Monohydroxyalkylrest mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen bedeuten, beispielsweise Dodecyldimethylaminoxyd, Dodecyldiäthanolamin- oxyd, Decyldimethylaminoxyd, Tetradecyldimethyl- aminoxyd,
oder Dodecyl-bis-(hydroxymethyl)-phos- phinoxyd, Tetradecyldimethylphosphinoxyd und Sulf- oxyde der allgemeinen Formel R8R9S -> O, worin R8 einen Alkyl-, Alkenyl-, Hydroxy-, oder Alkoxyalkylrest mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet und R9 Methyl oder .Äthyl ist.
Beispiele sind 3-Hydroxy- tridecylmethylsulfoxyd oder die bevorzugte Verbindung 3-Hydroxy-4-decoxybutylmethylsulfoxyd.
Es können auch Gemische der vorstehend angeführ ten Detergentien verwendet werden, beispielsweise ein Gemisch aus gleichen Gew.-Teilen von N-Lauryl-ss- alanin, 3-(N-Dodecyl-N, N-dimethylammonio)-2-hy- droxypropan-l-sulfonat und Dodecyldimethylaminoxyd.
Die Komponente (B) des synergistischen, kalkseifen- dispergierenden Gemisches, wie sie vorstehend ange führt ist, ist ein wasserlösliches Salz einer linearen, polymeren Carbonsäure, die in der Säureform ein Molekulargewicht von mindestens 350 und ein Äquiva- lentgewicht von 50 bis 80 hat und sich von einer monomeren, mit mindestens 2 Carboxylgruppen im Molekül cnthalr,-ndcn Carbonsäure ableitet;
oder ein wasserlösliches Salz einer linearen, polymeren Phos phorsäure, die mehr als 2 Phosphoratome im Molekül enthält; oder ein wasserlösliches Salz der Nitrilotriessig- säure; oder ein Gemisch davon.
Geeignete Salze polymerer Carbonsäuren sind was serlösiiche Salze von (a) Polymeren von unsymmetrischen Polycarbonsäu- ren, z. B. Polyitaconsäure, Polyaconitsäure und Copo- lymere von Itaconsäure und Aconitsäure;
(b) linearen Polymeren von Dicarbonsäuren, in welchen zwischen den Carboxylgruppen keine störenden Verzweiguncen vorliegen, beispielsweise Polymaleinsäu- re, Copolymere von Aethylen und Maleinsäure- anhydrid; (c) linearen Polymeren von Dicarbonsäuren, in welchen zwischen den Carbonsäuregruppen keine stö renden Verzweigungen vorliegen, z.
B. Copolymere von Vinylmethyläther mit Maleinsätrreanhydrid, Copolymere von Styrol und Maleinsäureanhydrid, sowie Carboxy- polystyrol.
In allen Fällen muss die polymere Carbonsäure ein Molekulargewicht von mindestens 350 und ein Aequiva- lentgewicht von 50 bis 80 haben. Das Molekulargewicht kann so hoch wie<B>1<I>500</I></B> 000 sein. Vorzugsweise sollte das Molekulargewicht zwischen 500 und etwa 175 000 liegen.
Ist die polymere Carbonsäure ein Copolymer aus einem Carbonsäuremonomer und einem Monomer ohne Carboxylgruppen, so muss der mengenmässige Anteil des Monomers ohne Carboxylgruppen so gross sein, dass das Aequivalentgewicht der polymeren Säuren zwischen 50 und 80 liegt.
Das Salz der polymeren Carbonsäure kann auch ein Gemisch derartiger Salze sein.
Die genaue Bestimmung der Molekulargewichte polymerer Verbindungen ist äusserst schwierig. Die erhaltenen Zahlen variieren im allgemeinen in Abhän gigkeit von der zur Molekulargewichtsbestimmung ange wendeten Methode. So ist es beispielsweise bekannt, dass von den Erzeugern angegebene Molekulargewichte polymerer Materialien einen Durchschnitt der Moleku- largewichte der in dem betreffenden Polymer vorhande nen Moleküle darstellen. Ausserdem werden gewöhnlich Molekulargewichtsbereiche angegeben, die je nach dem zur Molekulargewichtsmessung angewendeten Verfah ren stark variieren.
Von den verschiedenen Methoden, die häufig zur Bestimmung der Molekulargewichte poIy- merer Verbindungen angewendet werden, sind osmome- trische. Endgruppen-, kryoskopische und ebullioskopi- sche Bestimmungsverfahren sowie unter Anwendung von Lichtstreuung und Ultrazentrifugen durchgeführte Verfahren zu erwähnen. Jedes dieser Verfahren liegt gegenwärtig in unterschiedlicher Entwicklungsstufe vor. Ausserdem gibt es für jedes dieser Verfahren spezielle Arten von polymeren Verbindungen, für welche es am besten geeignet ist.
Das vorstehend angeführte Mindestmolekular gewicht von 350 wurde empirisch gefunden und basiert weitgehend auf den beim Arbeiten mit diesen poly elektrolytischen Polycarbonsäurepolymeren gewonnenen Kenntnissen und Erfahrungen. Die Viskosität ist eine Eigenschaft, die von PoIymer- chemikern häufiger als Molekulargewichte zum Charak terisieren polymerer Verbindungen herangezogen wird.
Der Grund hiefür liegt ohne Zweifel in den verhältnis- mässig leichteren und weniger komplizierten Verfahren zur Bestimmung der Viskositätsdaten. Um solche Anga ben eindeutig zu machen, müssen auch die Versuchsbe dingungen angegeben werden, unter welchen die Mes sungen durchgeführt wurden.
Da zwischen der Viskosi tät polymerer Verbindungen und ihren relativen Mole kulargewichten eine bekannte Beziehung besteht und di diesbezügliche Zahlenwerte eindeutiger und häufig leich ter erhältlich als Molekulargewichte sind, werden die ir den folgenden Beispielen verwendeten polymeren Auf baustoffverbindungen durch ihre spezifische Viskositä' gekennzeichnet. In allen Fällen entspricht das Viskosi- tätskennzeichen einem wesentlich über 350 liegender Molekulargewicht.
Geeignete Salze von linearen polymeren Phosphor säuren sind die Alkalisalze der linearen polymerer Phosphorsäuren mit mehr als 2 Phosphoratomen irr Molekül, z. B. Triphosphorsäure, H;,P;;O,(), Tetraphos- phorsäure H,;PIO,:;, oder Hexametaphosphorsäure H,;P,;0,9. Salze der Pyrophosphorsäure, die linear ist jedoch nur 2 Phosphoratome im Molekül hat, sowie Salze der cyclischen polymeren Phosphorsäure, wie dei Trimetaphosphorsäure, sind nicht geeignet.
Die bevor zugten Salze polymerer Phosphorsäuren sind das Na- triumtripotyphosphat und das Natriumhexametaphos phat. In allen Fällen kann das Alkalikation Natrium Kalium oder Lithium sein.
Als Salz einer linearen polymeren Phosphorsäure is auch ein Gemisch derartiger Salze zu verstehen. Unerwarteterweise wurde nun gefunden, dass was serlösliche Salze der Nitrilotriessigsäure auch einer synergistischen Effekt hinsichtlich der kalkseifendisper gierenden Wirkung mit den vorstehend beschriebener organischen Nichtseifendetergentien aufweisen.
Beispie 1e derartiger Verbindungen sind Trinatriumnitrilotriace tat und Trikaliumnitrilotriacetat. Salze anderer Amino polycarbonsäuren, beispielsweise der Äthylendiamin tetraessigsäure, haben wohl ein hohes Komplexbildungs- vermögen für Kalziumionen,
weisen jedoch keinerle Synergismus hinsichtlich der kalkseifendispergierender Wirkung im erfindungsgemässen Zusammenhang auf Salze derartiger Aminopolycarbonsäuren können jedoct den erfindungsgemässen Zusammensetzungen in kleiner Mengen für andere Zwecke einverleibt werden, bei spielsweise, um Peroxybleichmittel, wie Natriumper borat, zu stabilisieren,
oder um die Seife gegen ein( oxydative Schädigung während der Lagerung zu s-hüt zen.
Das synergistische, kalkseifendispergierende Ge misch kann auch Mischungen von Salzen von Carbon säuren, Salzen der Phosphorsäure und Salzen de: Nitrilotriessigsäure enthalten. Derartige Mischunger können Gemische innerhalb jeder umfassenden Gruppe sowie auch binäre und ternäre Gemische umfassen, di( aus allen drei Klassen ausgewählt sind.
So kann mar beispielsweise Gemische von carbonsauren Salzen unc phosphorsauren Salzen, Gemische von carbonsaurer Salzen und Nitrilotriacetaten sowie auch Gemische vor phosphorsauren Salzen und Nitrilotriacetaten verwen den. Die letztgenannten binären Gemische sind beson ders wertvoll; insbesondere ein Gemisch von Natrium- tripolyphosphat mit Natriumnitrilotriacetat im Molver- hältnis von 4 : 1 bis 1 : 4.
Die wasserlöslichen Salze der als Komponente (B) eingesetzten Verbindungen können die Natrium-, Ka lium-, Lithium-, Ammonium- oder substituierten Am moniumverbindungen, wie Triäthanolammonium u. dgl., umfassen.
Wenn auch die amphoteren, zwitterionischen und semipolaren synthetischen Detergentien an sich schon ein gewisses Kalkseifendispergiervermögen haben, so wird dasselbe jedoch durch den Zusatz von irgendeinem der speziellen Salze polymerer Carbonsäuren in den angegebenen Anteilen oder durch Zusatz der speziellen Salze polymerer Phosphorsäuren oder von Salzen der Nitrilotriessigsäure in den angegebenen Anteilen noch wesentlich erhöht,
obwohl die Salze der polymeren Säuren an sich nur ein sehr geringes Kalkseifendisper- giervermögen haben. Dieser Synergismus des Kalksei- fendispergiervermögens wird an Hand der folgenden Untersuchungen veranschaulicht.
Das in der Versuchsreihe I (Tabelle 1) und in der Versuchsreihe III (Tabellen 5 und 6) verwendete Na triumsalz der Polyitaconsäure hat ein Äquivalentgewicht von 65. Eine 1 gew.-%ige Lösung in Dimethylformamid hat eine spezifische Viskosität von 0,29 und eine 0,
06 gew.-%ige Lösung in Wasser eine solche von 0,07. (Sowohl das Dimethylformamid als auch das Wasser hatten Zimmertemperatur.) <I>Untersuchungsreihe I</I> Es wurde eine Reihe von Lösungen hergestellt, indem man 1 g eines Gemisches aus dem Natriumsalz des N-Lauryl-ss-alanins (LBA) mit einem Natriumsalz der Polyitaconsäure (PIA) in hartem Wasser bei etwa 54 C (130 F) auflöste,
das 0,936 g Härtebildner/ 3,79I Wasser (14,4 grains/Gallone) enthielt. Die ver- schiedenen verwendeten Gemische enthielten 100 %, 80 0/0, 60 0'o, 40 0!o,
20 % bzw. 0 0!o LBA und 0 %, 20 %, 40 0!o, 60 0!o,
80 % bzw. 100 0!o PIA. der pH- Wert jeder Lösung wurde auf 10,0 eingestellt.
In jede Lösung wurde eine I%ige Lösung einer Natriumseife (hergestellt aus einem Gemisch von 20 0/0 Kokosnussöl und 80 % Talg) aus einer Bürette unter konstantem Rühren der Lösung einlaufen gelassen,
bis in der Lösung eine wolkige Abscheidung auftrat. Die Anzahl der ml Seifenlösung, die zur Erzeugung der wolkigen Abscheidung erforderlich ist, stellt ein Mass für das Kalkseifendispergiervermögen des Gemisches dar.
Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle 1 angeführt:
EMI0004.0104
T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 1:
<tb> PIA <SEP> L <SEP> :; <SEP> nriza'ril <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> ,Eigen <SEP> Öei fenli#sung <SEP> zur <SEP> 7"rzeuj;iinp; <SEP> ei ner <SEP> wolkigen <SEP> Al)scheidiin@;:
<tb> <B>100</B> <SEP> 0
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 42,5
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 122
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 100
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 23
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 17,5 Die vorstehende Tabelle zeigt eine Zunahme des Kalkseifendispergiervermögens der Kombination von LBA und PIA im Vergleich zu dem erwarteten Wert auf Basis der Einzelwerte für das Kalkseifendispergierver- mögen der beiden Komponenten des Gemisches. Beson ders bemerkenswert sind die Resultate, die man hin sichtlich des Kalkseifendispergiervermögens bei den Mengenverhältnissen 60/40 und 40/60 erhält. .
<I>Untersuchungsreihe</I> Il Es wurde eine Reihe von Lösungen hergestellt, indem man 2 g eines Gemisches aus dem Natriumsalz des N-Lauryl-f-alanins (LBA) mit dem Salz einer linearen polymeren Phosphorsäure oder dem Salz der Nitrilotriessigsäure in 400 ml eines harten Wassers bei 54,4 C auflöste, das 0,936g Härtebildner/3,79 I (14,4 grain/Gallone) Wasser enthielt.
Die untersuchten Salze der polymeren Phosphorsäure waren Natriumtripoly- phosphat (STPP) und Natriumhexametaphosphat (SHMP). Das untersuchte Salz dür Nitrdotriessigsäure war Trinatriumnitrilotriacetat (NTA).
Die verschiedenen verwendeten Gemische enthielten 100 0/0, 80 0/0, 60 0/0, 40 %, 20 % bzw. 0 % LBA und 0 0/0, 20 0/0, 40 %, 60 %,
80 0/a bzw. 100 % des polymeren Phosphats oder Nitrilotriacetats. Der pH- Wert jeder Lösung wurde auf 10,0 eingestellt.
In jede Lösung wurde eine 1 %ige Lösung einer Natriumseife (erhalten aus einem Gemisch von 20 0/0 Kokosnussöl und 80 % Talg) aus einer Bürette einlau fen gelassen, während die Lösung gleichmässig gerührt wurde, bis sie ein wolkiges Aussehen hatte.
Die Anzahl ml Seifenlösung, die zur Bildung einer wolkigen Fällung erforderlich ist, stellt ein Mass für das Kalkseifendisper- giervermögen des Gemisches dar.
Die Ergebnisse sind in den nachstehenden Tabellen 2, 3 und 4 angegeben:
EMI0005.0010
T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 2:
<tb> STPY <SEP> ZBA <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> i-igen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 1
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 35
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 58
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 65
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 45
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 30
<tb> T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 3:
<tb> SHhip <SEP> LBA <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> g;igen <SEP> 9ei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 1
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 30
<tb> 6C <SEP> 40 <SEP> 60
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 60
<tb> 20 <SEP> 8C <SEP> 50
<tb> 0 <SEP> '00 <SEP> 30
<tb> T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 4:
<tb> NTA <SEP> ZBA <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> %igen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 5
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 85
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 130
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> - <SEP> 130
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 100
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 30 Die vorstehenden Tabellen zeigen eine Zunahme des Kalkseifendispergiervermögens der Kombination von LBA mit dem Salz der polymeren Phosphorsäure (Ta bellen 2 und 3) bzw. mit Nitrilotriacetat (Tabelle 4) im Vergleich zu dem aus den einzelnen Werten für das Kalkseifendispergiervermögen der beiden Komponenten des Gemisches zu erwartenden Wert.
Das Kalkseifendis- pergiervermögen von NTA ist bei Verhältnissen von 60 : 40 und 40 : 60 besonders bemerkenswert.
<I>Untersuchungsreihe 111</I> Es wurde eine Reihe von Lösungen hergestellt, indem man 1 g eines Gemisches aus einem organischen Detergens und einem Natriumsalz der Polyitaconsäure (PIA) in Wasser mit 0.936 g Härtebildner pro 3,79 1 (14,4 gran/Gallone) Wasser bei 54,4 C auflöste.
Die dabei verwendeten verschiedenen Gemische enthielten 100 %, 80 %, 60 %, 40 %, 20 0io bzw. 0 0/0 organisches Detergens und 0 %, 20 %, 40 %,
60 %, 80 lo bzw. 100 % PIA. Der pH-Wert jeder Lösung wurde auf 10,0 eingestellt.
Es wurden zwei oberflächenaktive Mittel untersucht, nämlich (N-Lauryl-myristyl-N, N-dimethyl- ammonio)-methancarboxylat (AMC) und N-Dodecyl- N, N-dimethylaminoxyd (DDMA).
In jede Lösung wurde eine 1 %ige Lösung einer Natriumseife (erhalten aus einem Gemisch von 20 0/0 Kokosnussöl und 80 0/\o Talg) aus einer Bürette einlau fen gelassen, bis die Lösung wolkiges Aussehen bekam.
Die Anzahl ml der l%igen Seifenlösung, die zur Bildung einer wolkigen Fällung erforderlich ist, stellt ein Mass für das Kalkseifendispergiervermögen des Gemi sches dar. Die Ergebnisse sind in den nachstehenden Ta bellen 5 und 6 angeführt.
EMI0006.0076
Tabelle <SEP> 5
<tb> Arlc <SEP> PIA <SEP> Anzahl <SEP> cm3 <SEP> der <SEP> 1 <SEP> i <SEP> igen <SEP> Seifen lösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung <SEP> einer
<tb> <U>wolkigen-Fällung:</U>
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 20
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 25
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 55
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 60
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 30
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 10
<tb> Tabelle <SEP> 6
<tb> DDI1A <SEP> PIA <SEP> Anzahl <SEP> cui3 <SEP> der <SEP> 1 <SEP> ;
@i,-en <SEP> 'Seifen lösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung <SEP> einer
<tb> wolkigen <SEP> Fällung.
<tb> 00 <SEP> 0 <SEP> 15
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 25
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 60
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 80
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 60
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 10 Die obigen Tabellen zeigen eine wesentliche Zunah me im Kalkseifendispergiervermögen der Kombinatio nen eines zwitterionischen (AMC) oder eines semipola- ren (DDMA) organischen Detergens mit einem Polyita- conat, verglichen mit demjenigen Wert,
der auf Grund der Einzelwerte für das Kalkseifendispergiervermögen der einzelnen Komponenten des Gemisches zu erwarten war.
<I>Untersuchungsreihe IV</I> Es wurde eine Reihe von Lösungen hergestellt, indem man 2 g eines Gemisches aus einem organischen Detergens mit Natriumtripolyphosphat (STPP) in 400 ml Wasser bei 54,4 C auflöste, das 0,936 g Härte bildner pro 3,791 Wasser enthielt. Der pH-Wert wurde auf 10,0 eingestellt.
Die verschiedenen Lösungen, die dabei verwendet wurden, enthielten 100 %, 80 0/0, 60 %, 40 OlJO,
20 % bzw. 0 % des organischen oberflä- chenaktiven Mittels mit 0 %, 20 %, 40 %, 60 %,
80 oh bzw. 100 % STPP. Die untersuchten Detergentien wa- ren Dodecyldimethylaminoxyd (DDMA), 3-(N-Do- decyl- N,N- dimethylammonio)-2- hydroxy-l-propansul- fonat (DAHPS),
2-(N-Alkyl-N,N-dimethylammonio)-1- äthancarboxylat, in welchen der Alkylrest ein Gemisch von Lauryl und Myristylgruppen (LAEC) ist; j3-Hydro- xyundecylmethylsulfoxyd) (HUMS). Der pH-Wert je der Lösung wurde auf 10,0 eingestellt.
In jede Lösung wurde eine l%ige Lösung einer Natriumseife (erhalten aus einem Gemisch von 20 0/c Kokosnussöl und 80 % Talg) unter gleichmässigem Rühren aus einer Bürette einlaufen gelassen,
bis dii Lösung wolkig wurde. Die Anzahl ml der l%iger Seifenlösung, die zur Erzeugung einer wolkigen Fällun# erforderlich ist, stellt ein Mass für das Kalkseifendisper- giervermögen des Gemisches dar.
Die Ergebnisse sind ir, den nachstehenden Tabellen 7 bis 10 angeführt:
EMI0007.0103
T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 7:
<tb> DDMA <SEP> STPP <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> %igen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 35
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 45
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 75
<tb> 50 <SEP> 50 <SEP> 70
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 65
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 60
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 0
<tb> T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 8:
<tb> AliPS <SEP> STl'P <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> %igen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 00 <SEP> 0 <SEP> 25
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 45
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 60
<tb> 50 <SEP> 50 <SEP> 60
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 55
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 40
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 0
EMI0008.0001
T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 9:
<tb> LAEC <SEP> STEF <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> %igen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 40
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 65
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 80
<tb> 50 <SEP> 50 <SEP> 80
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 75
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 45
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 0
<tb> T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 10:
<tb> [UMS <SEP> STf1' <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> ioigen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 00 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 40
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 50
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 45
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 20
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 0 Es wurden ähnliche Untersuchungen unter Verwen dung von Gemischen organischer Detergentien mit den Natriumsalzen der Nitrilotriessigsäure (NTA) durchge führt, wobei die folgenden organischen Detergentien untersucht wurden:
3-(N,N-Dimethyl-N-dödecyl)-am- monio-2-hydroxypropan-l-sulfonat (DAHPS) und 3- (N,N- Dimethyl- N-lauryl- myristyl)- ammonio- methan- carboxylat (AMC). Die Ergebnisse sind in den Tabellen 11 und 12 angeführt.
EMI0009.0001
T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 11:
<tb> DAHPS <SEP> NTA <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> Ligen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 25
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 120
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 150
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 135
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 90
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 5
<tb> T <SEP> a <SEP> b <SEP> e <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> e <SEP> 12:
<tb> IC <SEP> NTA <SEP> Anzahl <SEP> ml <SEP> der <SEP> 1 <SEP> %igen <SEP> Sei fenlösung <SEP> für <SEP> die <SEP> Bildung
<tb> einer <SEP> wolkigen <SEP> Fällung:
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 40
<tb> 80 <SEP> 20 <SEP> 120
<tb> 60 <SEP> 40 <SEP> 140
<tb> 40 <SEP> 60 <SEP> 140
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 90
<tb> 0 <SEP> 100 <SEP> 5 Die vorstehenden Tabellen zeigen einen starken Anstieg des Kalkseifendispergiervermögens der Kombi nationen der verschiedenen zwitterionischen oder semi- polaren organischen, oberflächenaktiven Mittel mit Na- triumtripolyphosphat oder Trinatriumnitrilotriacetat im Vergleich zu den Werten, die aus den Einzelwerten für das Kalkseifendispergiervermögen der Komponenten der Gemische zu erwarten sind.
Das überraschend gut ausgeprägte synergistische Kalkseifendispergiervermögen der in den Tabellen 11 und 12 angegebenen Gemische ist besonders bemerkens- wrt.
Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen kön nen in jeder beliebigen Form hergestellt werden, z. B. als Stangen, Pulver, Riegel, Flüssigkeiten oder Pasten. Die Seifenmenge in den Zusammensetzungen kann selbstver ständlich ebenso hoch wie bei den üblichen Seifenzusam mensetzungen sein und ist an sich bekannt.
So kann beispielsweise eine flüssige Seifenzusammensetzung etwa 10 bis etwa 30 Gew.% Fettsäureseife zusammen mit etwa 0,5 bis etwa 30 Gew.-% des vorstehend beschrie- benen neuen, synergistischen,
kalkseifendispergierenden Gemisches enthalten, wobei der Rest auf 100 % im wesentlichen ein flüssiger Träger, z. B. Wasser, ist.
Eine andere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein Toilettereinigungsmittelstück, das im wesentlichen etwa 80 bis etwa 95 % Fettsäureseife (z. B. aus 80 0/0 Talg - 20 % Kokosnussöl)
und etwa 5 bis etwa 20 0/0 eines synergistischen, kalkseifendispergierenden erfin- dungsgemässen Gemisches enthält.
Die Erfindung ist besonders für granulierte Deter- genszusammensetzungen, wie sie z. B. bei Waschvorgän gen im Haushalt Anwendung finden, geeignet. Solche Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise etwa 40 bis etwa 80 Gew.-% Fettsäureseife, bezogen auf das Ge- wicht der gesamten Zusammensetzung, und können auch die gewöhnlichen Zusätze von Waschmitteln,
wie alkalische Aufbaustoffsalze (builder salts), z. B. Natriumcarbonat, Natriumsilikat, Natriumsulfat, Car- boxymethylcellulose, Bleichmittel, z. B. Peroxy- verbindungen wie Natriumperborat, optische Aufheller, Farbzusätze, Parfumierungsmittel u. dgl., enthalten.
Derartige granuierte Detergenszusammensetzungen soll- ten einen Gehalt von etwa 2 bis etwa 50 Gew.-% der Masse an dem erfindungsgemässen synergistischen, kalkseifendispergierenden Gemisch aufweisen.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Zusam mensetzungen liegt in der Möglichkeit, sie so anzusetzen, dass Lösungen derartiger Zusammensetzungen in har tem Wasser erst dann stark schäumen, bis die gesamte Härte des Wassers beseitigt ist und die Lösung genügend freie Seife enthält, um eine wirksame Waschkraft aufzu weisen. Dadurch wird eine Unterdosierung der Zusam mensetzung vermieden. Beim Zusatz von hochschäu menden, synthetischen Detergentien zu Seife zwecks Verhinderung einer Abscheidung von Kalkseife entsteht bereits bei niedrigen Konzentrationen des Produktes, bei welchen nicht genügend freie Seife für eine wirksame Wäsche vorhanden ist, eine Schaumbildung.
Der Ver braucher wird dazu verleitet, zu wenig an Produkt zu verwenden und erzielt dabei nur eine mässige Reini gungswirkung. Diese Tendenz wird bei den erfindungs- gemässen Zusammensetzungen vermieden, da dieselben erst dann stark schäumen, wenn bereits genügend freie Seife für ein wirksames Waschen vorhanden ist.
Die erfindungsgemässen Zusammensetzungen erge ben während des Waschvorganges eine wirksame Dis- pergierung der Kalkseife. Werden die gewaschenen Stücke in hartem Wasser gespült, so wird die im Gewebe verbleibende Waschlösung mit einer grossen Menge des zugesetzten harten Wassers verdünnt. Unter diesen Bedingungen kann eine gewisse Menge Kalkseife in nicht dispergierter Form gebildet werden. Nach der vorliegenden Erfindung kann diese Tendenz weitgehend verhindert oder gänzlich ausgeschaltet werden, indem man der Seifenzusammensetzung ein wenig schäumen des, alkylenoxydhaltiges, nichtionisches Detergens vom nachstehend beschriebenen Typ zusetzt.
Ausserdem werden wenig schäumende, nichtionische Detergentien verwendet, um das Auftreten von Schaum im Spülwasser zu verhindern.
Geeignete alkyienoxydhaltige, nichtionische, syn thetische Detergentien des erfindungsgemäss verwendba ren Typs sind die folgenden: 1. Die Polyäthylenoxydkondensationsprodukte von Alkylphenolen und Dialkylphenolen, z.
B. die Konden sationsprodukte von Alkylphenolen, deren Alkylgruppe etwa 6 bis 12 Kohlenstoffatome in geradkettiger oder verzweigtkettiger Anordnung enthält, mit Äthylenoxyd, wobei das Äthylenoxyd in Mengen von etwa 5 bis 30 Mol Äthylenoxyd pro Mol Alkylphenol vorhanden ist. In solchen Verbindungen kann der Alkylsubstituent z.
B. von polymerisiertem Propylen, Diisobutylen, Octen oder Nonen abgeleitet sein.
2. Alkylenoxydhaltige, nichtionische Detergentien, die durch Kondensation von Äthylenoxyd mit dem Produkt hergestellt wurden, das bei der Reaktion von Propylenoxyd mit Äthylendiamin erhalten wird. Auch hier ist eine Reihe von Verbindungen geeignet, deren Eigenschaften so einstellbar sind, dass man ein ge wünschtes Gleichgewicht zwischen den hydrophoben und hydrophilen Komponenten erhält.
Beispielsweise ergeben Verbindungen zufriedenstellende Ergebnisse, die etwa 40 bis etwa 80 Gew.-% Polyoxyäthylen enthal- ten und ein Molekulargewicht zwischen etwa 5000 und etwa<B>11000</B> aufweisen, wobei diese Verbindungen bei der Reaktion von Äthylenoxydgruppen mit einer hydro- phoben Base entstehen,
wie wiederum aus dem Reak- tionsproukt von ÄthyIendiamin mit überschüssigem Propylenoxyd aufgebaut ist und diese Base ein Mole kulargewicht im Bereich von 2500 bis 3000 aufweist.
3. Das Kondensationsprodukt von aliphatischen Alkoholen mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen in geradketti- ger oder verzweigtkettiger Anordnung mit Äthylenoxyd, z.
B. ein Kokosnussalkohol-Äthylenoxydkondensations- produkt mit etwa 4 bis 30, vorzugsweise 5 bis<B>15</B> Mol Äthylenoxyd pro Mol Kokosnussalkohol. Die be vorzugte Kokosnussalkoholfraktion ist ein destillierter Kokosnussalkohol mit 10 bis 16 Kohlenstoffatomen und folgender näherungsweiser Verteilung der Kettenlänge:
2 %-C,O, 66 %-C,2, 23 %-C und 9 %-C,6. Eine andere bevorzugte Verbindung ist das Kondensationsprodukt eines von Talg abgeleiteten Alkohols mit etwa 3 bis etwa 15 Mol Äthylenoxyd pro Mol Talgalkohol; ein spezielles Beispiel ist das Kondensationsprodukt von 1 Mol Talg alkohol mit 4 Mol Äthylenoxyd (TEa).
4. Eine bekannte Klasse von alkylenoxydhaltigen, nichtionischen, synthetischen Detergentien dieser Art ist auf dem Markt unter der HandelsbezeichnungRTI ID="0010.0201" WI="12" HE="4" LX="1790" LY="2480"> Pluro- nicn erhältlich. Diese Verbindungen werden durch Kon densation von Äthylenoxyd mit einer hydrophoben Verbindung hergestellt, die wiederum durch Kondensa tion von Propylenoxyd mit Propylenglykol erhalten wird.
Der hydrophobe Anteil des Moleküls, das selbst- verständlich wasserunlöslich ist, hat ein Molekularge- wicht von etwa 1500 bis 1800, Die Addition von Polyoxyäthylenresten zu diesem hydrophoben Molekül teil wirkt sich in Richtung erhöhter Wasserlöslichkeit des gesamten Moleküls aus. Der Flüssigkeitscharakter des Produktes bleibt so lange erhalten, bis der Polyoxy- äthylengehalt etwa 50 0io des Gesamtgewichtes des Kon densationsproduktes ausmacht.
5. Spezielle Beispiele für die vorstehend angeführten Klassen von Verbindungen sind die folgenden, die bloss zur Veranschaulichung des betreffenden Typs angeführt werden: Nonylphenon, das entweder mit etwa 5 oder mit etwa 30 Mol Äthylenoxyd pro Mol Phenol kondensiert wurde, und die Kondensationsprodukte von Kokosnuss- alkohol mit durchschnittlich entweder etwa 4 oder etwa 15 Mol Äthylenoxyd pro Mol Alkohol,
sowie das Kondensationsprodukt von etwa 15 Mol Äthylenoxyd mit einem Mol Tridecanol. Weitere erläuternde Beispie le sind Dodecylphenol, das mit 12 Mol Äthylenoxyd pro Mol Phenol kondensiert wurde; Dinonylphenol, das mit 15 Mol Äthlyenoxyd pro Mol Phenol kondensiert wur de;
Dodecylmercaptan, das mit 10 Mol Äthylenoxyd pro Mol Mercaptan kondensiert wurde; Bis-(N-2-hydroxy- äthyl)-lauramid; Nonylphenol, das mit 20 Mol Äthylen oxyd pro Mol Nonylphenol kondensiert wurde;
Myristylalkohol, der mit 10 Mol Äthylenoxyd pro Mol Myristylalkohol kondensiert wurde; Lauramid, das mit 15 Mol Äthylenoxyd pro Mol Lauramid kondensiert wurde; und Diisooctylphenol, das mit 15 Mol Äthylen oxyd kondensiert wurde.
Das bevorzugte, nichtionische Detergens ist das Kondensationsprodukt aus 1 Mol hydriertem Talg fettalkohol mit 4 Mol Äthylenoxyd. Der Anteil des wenig schäumenden,
nichtionischen Detergens in der Zusammensetzung kann bis zu etwa 20 Gew.-% des Seifengehaltes ausmachen und liegt vorzugsweise bei mindestens etwa 2 bis etwa 15 Gew.-% des Seifengehal- tes der Zusammensetzung.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele veranschaulicht: <I>Beispiel 1</I> Es wird eine sprühgetrocknete, granulierte Seifenzu sammensetzung hergestellt, wobei die Mengenverhältnis se im fertigen Produkt die folgenden sind:
EMI0011.0075
<I>Gew.-olo</I>
<tb> Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl: <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 54
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Lauryl-ss-alanins <SEP> 6
<tb> Natriumpoly(itaconatacrylat) <SEP> ( <SEP> 4 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> auf <SEP> molarer <SEP> Basis;
<tb> spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer <SEP> 1 <SEP> gew.-%igen <SEP> Lösung <SEP> in
<tb> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zimmertemperatur; <SEP> 0,40; <SEP> Äqui valentgewicht <SEP> 65,8) <SEP> 2
<tb> Natriumsilikatfeststoffe <SEP> (Verhältnis <SEP> SiO2:Na20 <SEP> = <SEP> 2,4 <SEP> :
<SEP> 1 <SEP> 10,25
<tb> Kondensationsprodukt <SEP> aus <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> hydriertem <SEP> Talgfett alkohol <SEP> und <SEP> 4 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd <SEP> 2
<tb> Natriumcarboxymethylcellulose <SEP> 0,34
<tb> Äthylendiamintetraessigsäure <SEP> 0,18
<tb> Optischer <SEP> Aufheller <SEP> 0,20
<tb> Natriumperborat-tetrahydrat <SEP> (NaB03.4H20) <SEP> 8,9
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> (anorg. <SEP> Salz, <SEP> Glycerin, <SEP> unverseif tes <SEP> Fett <SEP> usw., <SEP> die <SEP> der <SEP> Seife <SEP> einverleibt <SEP> werden) <SEP> 1,1
<tb> Feuchtigkeitsgehalt <SEP> 14,7
<tb> Parfumierungsmittel <SEP> 0,33 <I>Beispiel 2</I> Es wird eine sprühgetrocknete, granulierte Seifenzu sammensetzung hergestellt, wobei die Mengenverhältnis se im fertigen Produkt folgende sind:
EMI0011.0076
Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 52
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Lauryl-ss-alanins <SEP> 6
<tb> Natriumtripolyphosphat <SEP> (Na5P301o <SEP> 6
<tb> Natriumsilikatfeststoffe <SEP> (Verhältnis <SEP> SiO2:
<SEP> Na20 <SEP> = <SEP> 2,4:1 <SEP> 10,25
<tb> Natriumcarboxymethylcellulose <SEP> 0,34
<tb> Äthylendiamintetranatriumtetraacetat <SEP> 0,18
<tb> Optischer <SEP> Aufheller <SEP> 0,20
<tb> Natriumperborattetrahydrat <SEP> (NaB03. <SEP> 4H20) <SEP> 8,9
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> (anorganisches <SEP> Salz, <SEP> Glycerin,
<tb> unverseiftes <SEP> Fett <SEP> usw., <SEP> die <SEP> der <SEP> Seife <SEP> einverleibt <SEP> werden) <SEP> 1,1
<tb> Feuchtigkeitsgehalt <SEP> 14,70
<tb> Parfumierungsmittel <SEP> 0,33 <I>Beispiel 3:</I> Es wird eine sprühgetrocknete, granulierte Seifenzu sammensetzung hergestellt, wobei die Mengenverhältnis se im fertigen Produkt folgende sind:
EMI0012.0003
<I>Gew.-0/0:</I>
<tb> Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 54
<tb> 3-(N,N-Dimethyl-N-dodecyl)-ammonio-2-hydroxy propan-l-sulfonat <SEP> 6
<tb> Natriumpolyitaconat <SEP> (spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer <SEP> 1
<tb> gew.-%igen <SEP> Lösung <SEP> in <SEP> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zimmer temperatur <SEP> 0,13; <SEP> Äquivalentgewicht <SEP> 65) <SEP> 2
<tb> Natriumsilicatfeststoffe <SEP> (Verhältnis <SEP> Si02 <SEP> :
<SEP> Na220 <SEP> = <SEP> 2,4:1) <SEP> 10,25
<tb> Kondensationsprodukt <SEP> aus <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> hydriertem <SEP> Talgfettal kohol <SEP> und <SEP> 4 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd <SEP> 2
<tb> Natriumcarboxymethylcellulose <SEP> 0,34
<tb> Äthylendiamintetranatriumtetraacetat <SEP> 0,18
<tb> Optischer <SEP> Aufheller <SEP> 0,20
<tb> Natriumperborattetrahydrat <SEP> (NaB03. <SEP> 4H20) <SEP> 8,9
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> (anorg. <SEP> Salz, <SEP> Glycerin, <SEP> unverseif tes <SEP> Fett <SEP> usw., <SEP> die <SEP> der <SEP> Seife <SEP> einverleit <SEP> werden) <SEP> 1,1
<tb> Feuchtigkeitsgehalt <SEP> 14,70
<tb> ParfumierungsmitteI <SEP> 0,33 <I>Beispiel 4</I> Es wird eine sprühgetrocknete, granulierte Seifenzu sammensetzung hergestellt, wobei im fertigen Produkt die folgenden Mengenverhältnisse vorliegen:
EMI0012.0004
Natriumseife <SEP> (20 <SEP> 01o <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 52
<tb> 3-(N,N-Dimethyl-N-dodecyl)-ammonio-2-hydroxypro pan-l-sulfonat <SEP> 3
<tb> Dodecyldimethylaminoxyd <SEP> 3
<tb> Natriumtripolyphosphat <SEP> 4
<tb> Natriumsilikatfeststoffe <SEP> (Verhältnis <SEP> Si02:Na20 <SEP> i <SEP> 2,4:
l) <SEP> 10,25
<tb> Kondensationsprodukt <SEP> aus <SEP> 1 <SEP> Mol <SEP> hydriertem <SEP> Talgfettal kohol <SEP> und <SEP> 4 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd <SEP> 2
<tb> Natriumcarboxymethylcellulose <SEP> 0,34
<tb> Äthylendiamintetranatriumtetraacetat <SEP> 0,18
<tb> Optischer <SEP> Aufheller <SEP> 0,20
<tb> Natriumperborattetrahydrat <SEP> (NaB03. <SEP> 41120) <SEP> 8,9
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> (anorg.
<SEP> Salz, <SEP> Glycerin, <SEP> unverseif tes <SEP> Fett <SEP> usw., <SEP> die <SEP> der <SEP> Seife <SEP> einverleibt <SEP> werden) <SEP> 1,1
<tb> Feuchtigkeitsgehalt <SEP> 14,70
<tb> Parfumierungsmittel <SEP> 0,33 Das in den Beispielen 1 bis 4 beschriebene granulier te Produkt kann durch Sprühtrocknen einer wässerigen Aufschlämmung sämtlicher Komponenten, ausgenom men Natriumperborat und das Parfumierungsmittel, hergestellt werden. Das Parfumierungsmittel wird auf das sprühgetrocknete Granulat aufgesprüht, das dann mit dem Natriumperborat vermischt wird.
Bei Verwendung mit hartem Wasser in einer Haus haltswaschmaschine ergeben die Produkte der Beispiele 1 bis 4 unterhalb der Konzentration, bei welcher die gesamte Härte des Wassers beseitigt wird und die Konzentration der freien Seife für einen wirksamen Wascheffekt ausreicht, keinen Schaum. Die Waschflüs sigkeit ist frei von Kalkseifenschlamm. In der Waschma schine verbleibt kein Niederschlag von Kalkseife. Beim Spülen ist das Wasser frei von Kalkseifenschlamm und auch schaumfrei.
Ähnliche Ergebnisse erhält man, wenn man an Stelle des N=Lauryl-ss-alanins das Natriumsalz von Dodecyl- aminomethancarbonsäure, N,N-Dodecyläthylendiamin- diessigsäure, N-Methyltaurin oder von N-Methyl-N'-sul- fophenyläthylendiamin verwendet;
wenn das 3-(N,N'-Di- methyl-N-dodecyl)- ammonio- 2-hydroxypropansulfonat durch 3-(N-Dodecyl-N,N-dimethylammonio)-propan-l- suIfonat ersetzt wird; oder wenn das Natriumtripoly- phosphat durch Natriumhexametaphosphat, Tri- natriumnitrilotriacetat oder einem 1 : 1-Gemisch dieser beiden Verbindungen (auf Gewichtsbasis) ersetzt wird.
Weitere veranschaulichende Beispiele sind folgen de: <I>Beispiel</I> S Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0013.0001
<I>Gew.-olo:</I>
<tb> Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 60
<tb> Natriumsalz <SEP> der <SEP> Dodecylaminomethancarbonsäure <SEP> 10
<tb> Natriumpolyitaconat <SEP> (wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 3) <SEP> 10
<tb> Wasser <SEP> 17
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> - <SEP> 3 <I>Beispiel 6</I> Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt der folgenden Zusammensetzung ergibt:
EMI0013.0003
Natriumseife <SEP> (40 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 60 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 60
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Lauryl-ss-alanins <SEP> 7
<tb> Monoäthanolammoniumpolymaleat <SEP> (spezifische <SEP> Viskosi tät <SEP> einer <SEP> 1 <SEP> gew.o/oigen <SEP> Lösung <SEP> in <SEP> Dimethylformamid <SEP> bei
<tb> Zimmertemperatur <SEP> 0,21; <SEP> Äquivalentgewicht <SEP> 58) <SEP> 14
<tb> Wasser <SEP> @@ <SEP> 17
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 2 Beispiel <I>7</I> Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0013.0006
Natriumseife <SEP> (100 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl) <SEP> 50
<tb> Natriumsalz <SEP> der <SEP> N,N'-Dodecyläthylendiamindiessigsäure <SEP> 10
<tb> Natriumpoly(itaconat-aconitat) <SEP> (1 <SEP> : <SEP> 1, <SEP> auf <SEP> molarer <SEP> Basis;
<tb> spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer <SEP> 1 <SEP> gew.-o/oigen <SEP> Lösung <SEP> in
<tb> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zimmertemperatur <SEP> 0,12; <SEP> Äqui valentgewicht <SEP> 60,8) <SEP> 30
<tb> Wasser <SEP> 9
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 1 <I>Beispiel 8</I> Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0013.0007
Natriumseife <SEP> (60 <SEP> o/o <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 40 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 70
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Methyltaurins <SEP> 10
<tb> Natriumpoly(äthylen-maleat) <SEP> (1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> auf <SEP> molarer <SEP> Basis;
<tb> spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer <SEP> 1 <SEP> gew.-o/oigen <SEP> Lösung <SEP> in
<tb> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zimmertemperatur <SEP> 1,58;
<tb> Äquivalentgewicht <SEP> 72) <SEP> 10
<tb> Wasser <SEP> 8
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 2 <I>Beispiel 9</I> Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0013.0008
Natriumseife <SEP> (80 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 20 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 80
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Methyl-N'-sulfophenyläthylendiamins <SEP> 10
<tb> Natriumpoly(äthylen-maleat) <SEP> (1 <SEP> : <SEP> 1 <SEP> auf <SEP> molarer <SEP> Basis;
<tb> spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer <SEP> 1 <SEP> gew.-o/oigen <SEP> Lösung <SEP> in
<tb> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zimmertemperatur <SEP> 1,58; <SEP> Aqui valentgewicht <SEP> 72) <SEP> 5
<tb> Wasser <SEP> <B>4</B>
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 1 <I>Beispiel 10</I> Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0014.0001
<I>Gew.-olo:</I>
<tb> Natriumseife <SEP> (20 <SEP> /o <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 40
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Lauryl-ss-alanins <SEP> 15
<tb> 70 <SEP> % <SEP> Kaliumpolymaleat <SEP> : <SEP> 30 <SEP> % <SEP> Polymaleinsäure
<tb> (1,4 <SEP> : <SEP> 1, <SEP> auf <SEP> molarer <SEP> Basis, <SEP> spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer
<tb> 1 <SEP> gew.-%igen <SEP> Lösung <SEP> in <SEP> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zim mertemperatur <SEP> 0,39; <SEP> Äquivalentgewicht <SEP> 58) <SEP> 15
<tb> Natriumsilikatfeststoffe <SEP> (Verhältnis <SEP> Si02 <SEP> :
<SEP> Naa0 <SEP> = <SEP> 2,4:1) <SEP> 11
<tb> Wasser <SEP> 6
<tb> Natriumperborattetrahydrat <SEP> (NaB03. <SEP> 414=O) <SEP> 10
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 3 <I>Beispiel 11</I> Es wird eine Seifenzusammensetzung hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0014.0002
Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 65
<tb> Natriumsalz <SEP> des <SEP> N-Lauryl-f-alanins <SEP> 10
<tb> Natriumpolyitaconat <SEP> (spezifische <SEP> Viskosität <SEP> einer
<tb> 1 <SEP> gew.-%igen <SEP> Lösung <SEP> in <SEP> Dimethylformamid <SEP> bei <SEP> Zim mertemperatur <SEP> 0,29; <SEP> Äquivalentgewicht <SEP> 65) <SEP> 10
<tb> Nonylphenol, <SEP> das <SEP> mit <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> Mol <SEP> Äthylenoxyd <SEP> pro <SEP> Mol
<tb> Alkohol <SEP> kondensiert <SEP> wurde <SEP> 10
<tb> Wasser <SEP> 4
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 1 <I>Beispiel 12</I> Es wird ein Reinigungsmittel hergestellt, das ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0014.0003
Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 60
<tb> (N-Lauryl-N,N-dimethylammonio)-methancarboxylat <SEP> 10
<tb> Natriumsalz <SEP> von <SEP> Polyitaconat <SEP> (wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 3) <SEP> 10
<tb> Wasser <SEP> 17
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 3 <I>Beispiel 13</I> Es wird ein Reinigungsmittel hergestellt, das ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0014.0004
Natriumseife <SEP> (50 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 50 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 50
<tb> Decyldimethylaminoxyd <SEP> 30
<tb> Monoäthanolammoniumpolymaleat <SEP> (wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 6) <SEP> 10
<tb> Wasser <SEP> 9
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 1 <I>Beispiel 14</I> Es wird eine flüssige Seifenzusammensetzung herge stellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0015.0001
<I>Gew.-"le</I>
<tb> Natriumseife <SEP> (80 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 20 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 15
<tb> Tetradecyldimethylphosphinoxyd <SEP> 10
<tb> Natriumtripolyphosphat <SEP> 5
<tb> Wasser <SEP> 70 <I>Beispiel 15</I> Es wird eine Masse für Seifenstücke hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0015.0002
Natriumseife <SEP> (100 <SEP> io <SEP> Kokosnussöl) <SEP> 80
<tb> 3-Hydroxytridecylmethylsulfoxyd <SEP> 10
<tb> Natriumhexametaphosphat <SEP> 5
<tb> Wasser <SEP> 5 <I>Beispiel 16</I> Es wird eine Seifenmasse hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0015.0003
Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 45
<tb> 3-Hydroxy-4-decoxybutylmethylsulfoxyd <SEP> 22,5
<tb> Natriumsalz <SEP> der <SEP> Nitrilotriessigsäure <SEP> 22,5
<tb> Wasser <SEP> 7
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze <SEP> 3 <I>Beispiel 17</I> Es wird eine Seifenmasse hergestellt, die ein Produkt mit folgender Zusammensetzung ergibt:
EMI0015.0004
Natriumseife <SEP> (20 <SEP> % <SEP> Kokosnussöl <SEP> : <SEP> 80 <SEP> % <SEP> Talg) <SEP> 60
<tb> Dodecyl-bis-(hydroxymethyl)-phosphinoyyd) <SEP> 16
<tb> Natriumtripolyphosphat <SEP> 8
<tb> Natriumnitrilotriacetat <SEP> 8
<tb> Nonylphenol, <SEP> das <SEP> mit <SEP> etwa <SEP> 30 <SEP> Mol <SEP> Alkohol <SEP> kondensiert <SEP> wurde <SEP> 3
<tb> Wasser <SEP> 4
<tb> Verschiedene <SEP> Zusätze Wie aus den vorstehenden Tabellen ersichtlich ist, ergeben die in speziellen Mengenanteilen zusammenge setzten Kombinationen der synthetischen Detergentien und die vorstehend beschriebenen Salze ein überlegenes, wertvolles, synergistisches Kall(seifendispergiervermö- gen.
Den erfindungsgemässen Seifenzusammensetzungen, insbesondere den stangenförmigen Produkten, können keimtötende Mittel zugesetzt werden, um den Produkten antiseptische Eigenschaften zu verleihen.
Sofern nichts anderes vermerkt wurde, sind die vorstehend angegebenen Prozentsätze stets Gew.-11/o.