CH492544A - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FormkörpernInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus vorgeschäumten, jedoch noch schaumfähigen Partikeln eines Kunststoffes, insbesondere Polystyrols, in einer Form, in welcher die in den Formhohlraum eingebrachten Partikel ausgeschäumt werden und sich dabei miteinander zum Formkörper verbinden. Bei der Herstellung von Polystrol-Formkörpern wird bekanntlich vorgeschäumtes Polystrol in Form von kugeligen Partikeln in eine Form eingeschossen und in dieser unter Dampfeinwirkung ausgeschäumt und mit anschliessender Kühlung ausgehärtet. Die Verschwei ssung der Partikel erfolgt an der Oberfläche des Formkörpers vielfach unvollkommen, so dass die kugelige Struktur der einzelnen Polystrolpartikel dort mindestens teilweise noch erhaltenbleibt und die Oberfläche des fertigen Formkörpers zwischen den einzelnen Partikeln Vertiefungen aufweist, wodurch das Anwendungsgebiet der Formkörper wegen dieser mangelhaften Oberflächenbeschaffenheit eingeschränkt wird. Im Vollformgiessverfahren kommen Polystrol-Formkörper bekanntlich als sogenannte verlorene Giessmodelle zur Anwendung. Um Abgüsse feiner Oberflächenbeschaffenheit und mit ungebrochenen Konturen zu erhalten, muss bereits das Giessmodell eine entsprechende Oberflächengüte aufweisen. Die Erfindung bezweckt nun ein Verfahren, mit dem eine entsprechende Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit von Formkörpern erreicht wird. Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass vorgängig des Beschickens der Form mit den Partikeln die Wandungen des Formhohlraumes mit einer nicht schaumfähigen thermoplastischen Masse beschichtet werden, welche sich mit den an den Formwänden anliegenden Partikeln während deren Auschäumen verbindet und mindestens teilweise die Oberfläche des Formkörpers bildet. Eine vorzügliche Beschaffenheit der Oberfläche von als verlorene Giessmodelle vorgesehenen Formkörpern kann dadurch erzielt werden, dass die thermoplastische Masse so dünn auf die Formwandungen aufgebracht wird, dass sie beim Ausschäumen in Vertiefungen zwischen den an den Formwandungen anliegenden Partikeln verdrängt wird, so dass im ausgehärteten Zustand des Formkörpers die an seiner Oberfläche liegenden Partikel höchstens teilweise von der Thermoplastmasse bedeckt sind. Aus Polystyrol gefertigte Formkörper haben eine geringe Festigkeit und sind deshalb sehr schlagempfindlich und in einem gewissen Grade noch verformbar. In vielen Fällen wäre wünschenswert, wenn der Formkörper mit einem Mantel aus Material von höherer Festigkeit überzogen wäre. Solche Formkörper werden bevorzugterweise dadurch hergestellt, dass die Thermoplast- masse in so grosser Schichtstärke auf die Vormwandungen aufgetragen wird, dass der ausgehärtete Formkörper mit einer zusammenhängenden Thermoplastschicht überzogen ist. Im folgenden ist das erfindungsgemässe Verfahren anhand von zwei Figuren beispielsweise erläutert. Diese zeigen je einen Ausschnitt eines Formkörpers in einer Form im Zuge seiner Herstellung, wobei die Form gemäss Fig. 1 mit einer verhältnismässig dünnen und die Form gemäss Fig. 2 mit einer verhältnismässig dicken, thermoplastischen Schicht versehen wurde. Vor der Beschickung der unbeheizten Form 1 mit Partikeln 3 wird deren Innenwandung mit einer thermoplastischen Masse beschichtet. Das Einbringen dieser Masse kann bei geschlossener oder auch bei geöffneter Form erfolgen, wobei diese Beschichtung unter Versprühung einer Thermoplastschmelze vollzogen wird. Da die Form 1 Raumtemperatur aufweist, wird die dünnflüssige Thermoplastschmelze sofort zähflüssig und haftet an den Formflächen. Anschliessend wird die Form 1 mit Polystyrol in Form von Partikeln beschickt und bedampft, wobei unter der Wärmeeinwirkung die thermoplastische Schicht wieder erweicht wird. Wenn relativ wenig thermoplastische Masse in die Form eingebracht wurde, füllt diese, wie Fig. 1 zeigt, ausschliesslich die Vertiefungen 2 auf, die von an der Oberfläche des Formkörpers liegenden Polystyrolpartikeln 3 gebildet wurden. Mit der unter Kühleinwirkung des Polystyrols sich vollziehenden Erstarrung löst sich die thermoplastische Masse von der Formwand und verbindet sich mit den Polystyrolpartikeln 3 zu einer festen Einheit, deren Oberfläche vollkommen eben ist. Wird die Thermoplastmasse auf die Innenwand der Form als verhältnismässig dicke Schicht aufgetragen, so werden, wie Fig. 2 zeigt, nicht nur die Vertiefungen 2 ausgefüllt, sondern es wird eine Schicht 4 ausgebildet, die im ausgehärteten, mit den Polystyrolpartikeln 3 ge bundenen Zustand einen stabilen, schlagfesten Mantel um den ganzen Formkörper bildet. Es ist auch denkbar, die Thermoplastmasse in Pulverform einzustreuen. Eine vorgeheizte Form bewirkt dabei die sofortige Schmelzung der Thermoplastmasse und deren Haftung an den Wandungen des Formhohlraumes. Eine gleichmässige Verteilung und eine gute Haftung der Thermoplastschicht an den Formflächen wird dadurch begünstigt, dass die Form und/oder die Thermoplastmasse elektrostatisch aufgeladen wird. Eine weitere Möglichkeit der Beschichtung der Wandungen des Formhohlraumes besteht darin, dass zwei Folien aus thermoplastischen Material zwischen die beiden Formteile einer zweiteiligen Form gespannt werden, wonach diese Folien bei der Beschickung durch die Partikeln aufgeweitet werden und sich dabei an die Forminnenwand anlegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus vorgeschäumten, jedoch noch schaumfähigen Partikeln eines Kunststoffes, insbesondere Polystyrols, in einer Form, in welcher die in den Formhohlraum eingebrachten Partikeln ausgeschäumt werden und sich dabei miteinander zum Formkörper verbinden, dadurch gekennzeichnet, dass vorgängig des Beschickens der Form mit den Partikeln die Wandungen des Formhohlraumes mit einer nicht schaumfähigen thermoplastischen Masse beschichtet werden, welche sich mit den an den Formwänden anliegenden Partikeln während deren Ausschäumen verbindet und mindestens teilweise die Oberfläche des Formkörpers bildet.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse so dünn auf die Formwandungen aufgebracht wird, dass sie beim Ausschäumen in Vertiefungen zwischen den an den Formwandungen liegenden Partikeln verdrängt wird, so dass im ausgehärteten Zustand des Formkörpers die lan seiner Oberfläche liegenden Partikeln höchstens teilweise von der Thermoplastmasse bedeckt sind (Fig. 1).2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Thermoplastmasse in so grosser Schichtstärke auf die Formwandungen aufgetragen wird, dass der ausgehärtete Formkörper mit einer zusammenhängenden Thermoplastschicht überzogen ist (Fig. 2).3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse als Schmelze in die Form eingebracht wird.4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse durch Versprühen mittels eines Gases in die Form eingebracht wird.5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse in Pulverform auf die vorgeheizten Formwandungen aufgebracht wird.6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse bei geschlossener Form auf die Formwandungen aufgetragen wird.7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse bei geöffneter Form auf die Formwandungen aufgetragen wird.8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Masse durch Aufweiten von zwischen den Formteilen eingespannten Folien aus thermoplastischem Material auf die Formwandung aufgebracht wird.9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Zuge der Beschichtung die Form und/ oder die Thermoplastmasse elektrostatisch aufgeladen wird.
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1968
- 1968-06-28 CH CH965968A patent/CH492544A/de not_active IP Right Cessation
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| ITPI20110137A1 (it) * | 2011-12-02 | 2013-06-03 | Fabio Salvadori | "formatura in stampo per la realizzazione di oggetti in polistirolo rivestiti da uno strato indurito di materiale polimerico, preferibilmente oggetti di arredamento e mobilio" |
| EP2599606A1 (de) * | 2011-12-02 | 2013-06-05 | Caponi, Annarita | Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Polystyrol, die mit einer gehärteten Polymerschicht bedeckt sind, vorzugsweise Dekorations- und Möbelobjekte |
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