CH493068A - Verfahren und Einrichtung für das Zurückhalten von Kernbrennstoff bei einem Brennelement - Google Patents

Verfahren und Einrichtung für das Zurückhalten von Kernbrennstoff bei einem Brennelement

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CH493068A
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Lawrence Grant Walter
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Description


  
 



  Verfahren und Einrichtung für das Zurückhalten von Kernbrennstoff bei einem Brennelement
Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung für das Zurückhalten von Kernbrennstoff bei einem Brennelement eines Kernreaktors.



   Nach dem bekannten Stand der Technik wird Kernbrennstoff durch die Bodenpartie eines Brennstoffbehälters zurückgehalten, welcher einen Raum zum Unterbringen des Kernbrennstoffs aufweist. Das Herausschaffen des Brennstoffs erfolgt dann durch mechanisches Öffnen eines am Boden des genannten Behälters angeordneten Ventils. Eine solche Anordnung kann beim Auftreten mechanischer Störungen zu Schwierigkeiten führen.



   Um Schwierigkeiten infolge solcher Störungen zu vermeiden, schlägt die Erfindung ein Verfahren zum Zurückhalten von Kernbrennstoff im Brennstoffraum eines Brennelements vor, das gekennzeichnet ist durch lokales Kühlen eines als Kühlmittel dienenden flüssigen Metalls, um einen Abschlusspfropfen zu bilden, der den Kernbrennstoff im Brennstoffraum zurückhält. Wenn Brennstoff aus dem Brennstoffraum herausgeschafft werden soll, so wird der genannte Abschlusspfropfen geschmolzen.



   Eine Verfahrensvariante zum partienweisen Herausschaffen von Kernbrennstoff aus dem Brennstoffraum ist dadurch gekennzeichnet, dass abwechslungsweise auf verschiedenen Höhenlagen des Brennelementes durch Kühlen des Kühlmittels Pfropfen gebildet werden, wobei einer der Pfropfen den Brennstoff zurückhält, während das Kühlmittel an der Stelle des anderen Pfropfens geschmolzen ist.



   Die zum Durchführen des erfindungsgemässen Verfahrens dienende Einrichtung, bestehend aus einem   rohrförmigen    Brennstoffbehälter mit einem Brennstoffraum zur Aufnahme von Kernbrennstoff, mit dem Brennstoffraum in Verbindung stehende Kühlmitteleinund Austrittsöffnungen, Einrichtungen zum Zuführen von Kernbrennstoff in den Brennstoffbehälter und Brennstoffabzugseinrichtungen an einer unter den Zuführeinrichtungen liegenden Stelle, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffabzugseinrichtung mindestens eine Kühleinrichtung aufweist, die den Brennstoffraum kühlt, um in mindestens einer Zone desselben das Kühlmittel zu einem festen Pfropfen erstarren zu lassen.



   Die Einrichtung zum Ausführen der genannten Verfahrensvariante zum partienweisen Herausschaffen von Brennstoff aus dem Brennstoffraum kennzeichnet sich dadurch, dass zwei auf verschiedener Höhe liegende, mit Kühleinrichtungen versehene Zonen vorgesehen sind, um ein abwechslungsweises Schmelzen des Pfropfens in der einen Zone zu ermöglichen, während der Pfropfen in der andern Zone noch starr ist.



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung erläutert, die einen Längsschnitt durch die Bodenpartie eines Brennelementes zeigt.



   Bei diesem Ausführungsbeispiel fliesst ein als Kühlmittel dienendes flüssiges Metall, z. B. flüssiges Natrium durch die Austrittsstelle P eines Kühlmittelkanals E in einen Brennstoffraum 2, der mit körnigem Kernbrennstoff F angefüllt ist, und durch die Lücken zwischen den Brennstoffkörnern nach oben zu einem (nicht gezeigten) Kühlmittelaustritt am obern Ende des Brennelementes.



  Der sich unterhalb der Austrittsstelle P des Kühlmittelkanals E erstreckende Abschnitt des Brennstoffbehälters 1 enthält zwei Zonen 8 und 9, welche durch Kühleinrichtungen 10 und 11, die den Behälter 1 umgeben, kühlbar sind. Jede der Kühleinrichtungen 10 und 11 ist im Stande, das in der zugeordneten Zone 8 bzw. 9 vorhandene metallische Kühlmittel so zu kühlen, dass  das dabei erstarrende Kühlmittel einen Pfropfen bildet, der erschöpften Brennstoff darin festhält.



   Beim Betrieb dieser  Brennstoffschleuse  wird zuerst die Kühleinrichtung 10 in Betrieb genommen und in der Zone 8 ein Pfropfen aus festem Kühlmittel erstellt, dessen Grösse so disponiert ist, dass er die im Brennstoffraum darüber liegende Kühlmittel- und Brennstoffsäule zu tragen vermag. Ein gleicher Pfropfen kann auch durch Inbetriebnahme der Kühleinrichtung 11 in der Zone 9 erstellt werden. Durch Ausschalten der Kühleinrichtung 10 kann der Pfropfen in der Zone 8 infolge Aufnahme von Wärme aus dem ihn bespülenden geschmolzenen Kühlmittel abgeschmolzen werden, wodurch erschöpfter Brennstoff durch Schwerkraft aus der Zone 8 in den Raum über dem Pfropfen in der Zone 9 fällt.



   Die Kühleinrichtung 10 wird anschliessend wieder in Betrieb genommen, was erneut die Bildung eines Pfropfens in der Zone 8 bewirkt, während die Kühleinrichtung 11 ausgeschaltet wird, wodurch der Pfropfen in der Zone 9 durch Wärme aus dem immer noch heissen metallischen Kühlmittel und dem ausgebrannten Brennstoff im Raum 12 zwischen den Zonen 8 und 9 geschmolzen wird. Dies ermöglicht, dass der erschöpfte Brennstoff unter dem Einfluss der Schwerkraft durch die Austrittsöffnung 13 in geeignete Aufnahmeeinrichtungen für erschöpften Brennstoff abgeführt wird.



   Anstelle von zwei Kühlzonen 8 und 9 und dementsprechend zwei Kühleinrichtungen 10 und 11 kann nur eine einzige vorgesehen sein. Weiter kann anstelle des Wärmeentzuges aus dem aktiven Kernbrennstoff im Brennstoffraum 2, die zum Schmelzen der Pfropfen erforderliche Wärme auch durch geeignete Heizeinrichtungen bereitgestellt werden, die mit den Kühleinrichtungen 10 und 11 in Verbindung stehen. Es können irgendwelche bekannte Kühl- und Heizeinrichtungen zur Anwendung gelangen.



   PATENTANSPRUCH I
Verfahren zum Zurückhalten von Kernbrennstoff im Brennstoffraum eines Brennelementes, gekennzeichnet durch das lokale Kühlen eines als Kühlmittel dienenden flüssigen Metalls, um einen Abschlusspfropfen zu bilden, der den Kernbrennstoff im Brennstoffraum zurückhält.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Pfropfen abschmelzen lässt, wenn der Brennstoff aus dem Brennstoffraum herauszuschaffen ist.



   2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, zum partienweisen Herausschaffen von Kernbrennstoff aus dem Brennstoffraum, dadurch gekennzeichnet, dass abwechslungsweise auf verschiedenen Höhenlagen des Brennelementes durch Kühlen des Kühlmittels Pfropfen aus erstarrtem Kühlmittel gebildet werden, wobei einer der Pfropfen den Brennstoff zurückhält, während der andere geschmolzen ist.



   PATENTANSPRUCH II
Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, bestehend aus einem rohrförmigen Brennstoffbehälter mit einem Brennstoffraum zur Aufnahme von Kernbrennstoff, mit dem Brennstoffraum in Verbindung stehende Kühlmittelein- und Austrittsöffnungen, Einrichtungen zum Zuführen von Kernbrennstoff in den Brennstoffbehälter und Brennstoffabzugseinrichtungen an einer unter den Zuführeinrichtungen liegenden Stelle, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennstoffabzugseinrichtung mindestens eine Kühleinrichtung aufweist, die den Brennstoffraum kühlt, um in mindestens einer Zone desselben das Kühlmittel zu einem festen Pfropfen erstarren zu lassen. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH
    3. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwei auf verschiedener Höhe liegende, mit Kühleinrichtungen versehene Zonen vorgesehen sind, um ein abwechslungsweises Schmelzen des Pfropfens in der einen Zone zu ermöglichen, während der Pfropfen in der andern Zone noch starr ist.
CH681968A 1964-06-11 1965-06-11 Verfahren und Einrichtung für das Zurückhalten von Kernbrennstoff bei einem Brennelement CH493068A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
ZA642773 1964-06-11
CH815265A CH457632A (de) 1964-06-11 1965-06-11 Kernreaktor und Verfahren zu dessen Betrieb

Publications (1)

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CH493068A true CH493068A (de) 1970-06-30

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CH681968A CH493068A (de) 1964-06-11 1965-06-11 Verfahren und Einrichtung für das Zurückhalten von Kernbrennstoff bei einem Brennelement

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