CH493088A - Elektrodendurchführung, bestehend aus einem hochschmelzenden Glaswandstück und einer durch dieses hindurchgeführten, stabförmigen Elektrode - Google Patents
Elektrodendurchführung, bestehend aus einem hochschmelzenden Glaswandstück und einer durch dieses hindurchgeführten, stabförmigen ElektrodeInfo
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Description
Elektrodendurchführung, bestehend aus einem hochschmelzenden Glaswandstück und einer durch dieses hindurchgeführten, stabförmigen Elektrode Die Erfindung des Hauptpatentes betrifft eine Elektrodendurchführung, bestehend aus einem aus hoch- schmelzendem Glas bestehenden Wandstück und einer stabförmigen Elektrode, die gasdicht durch dieses hindurchgeführt ist und aus zwei elektrisch in Reihe geschalteten Teilen besteht, von denen der durch das Glaswandstück geführte und in dieses eingeschmolzene Teil aus reinem Wolfram und der sich daran anschlies sende Teil aus thoriertem Wolfram besteht, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die beiden Teile der Elektrode lediglich mittels einer Zwischenschicht aus Molybdän oder einer Molybdänlegierung, deren Schmelzpunkt höher als die Erweichungstemperatur des Glases liegt, miteinander verbunden sind. Es wurde jedoch festgestellt, dass die mechanische Festigkeit und/oder die elektrische und thermische Leitfähigkeit einer solchen Elektrodendurchführung manchmal ungenügend ist. Dies ist wahrscheinlich auf Einschlüsse kleiner Glasblasen in das Molybdän zurückzuführen, die beim Erstarren entstehen können. Eine verbesserte Ausbildung der erwähnten Elektrodendurchführung bezweckt, diesen Nachteil zu verringern, und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden einander zugewandten Enden der Elektrode denteile und damit die Dicke der Zwischenschicht von einer mittleren, den kleinsten Abstand zwischen den Elektrodenteilen aufweisenden Stelle her nach aussen stetig zunimmt. Infolge dieser Formgebung zieht sich das Lot im geschmolzenen Zustand durch Kapillarwirkung zur Innenseite, wobei die Erstarrung an der Stelle anfängt, wo der Abstand am kleinsten ist, so dass eine feste Lötverbindung erhalten wird, ohne dass Gas zwischen den Elektrodenteilen eingeschlossen wird. Die veränderliche Dicke der Zwischenschicht kann auf verschiedene Weise durch Bearbeitung der einander zugewandten Enden der Elektrodenteile, z. B. durch Abrundung oder durch eine dachförmige Ausgestaltung mindestens eines der Enden erhalten werden. Vorzugsweise liegen die einander zugewandten Enden der Elektrodenteile aneinander an, z. B. an einem Punkt oder auf einer geraden Linie. In diesem Falle ist die Herstellung am einfachsten. Die Dicke der Zwischenschicht ist stets gering; an der dicksten Stelle ist sie vorzugsweise nicht grösser als 0,4 mm. Eine grösste Dicke von maximal 0,1 mm ergibt meistens die beste Verbindung. Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher beispielsmässig erläutert: In Fig. 1 bezeichnet 1 den der Entladung zugewandten, am freien Ende kegelförmigen, aus thoriertem Wolfram bestehenden Teil einer stabförmigen Elektrode einer Kurzbogen-Xenonentladungslampe von 2 bis 3 kW (bei einem Lampenstrom von 100 bis 150 A); in dieser Lampe ist der Druck im Betrieb etwa 25 Atmosphären und im kalten Zustand etwa 8 bis 10 Atmosphären. Der Elektrodenteil 1 ist durch eine Molybdänschicht 2 mit einem ebenfalls stabförmigen Teil 3 aus reinem Wolfram verbunden, welcher Teil im dargestellten Fall den gleichen Durchmesser von etwa 4,5 mm wie der Teil 1 aufweist und in Flucht zu diesem angeordnet ist. Die Verbindung der beiden Teile 1 und 3 erfolgt dadurch, dass diese Teile mit einer zwischenliegenden Molybdänplatte ausserhalb der Lampe hoch erhitzt werden, z. B. mittels einer Flamme oder eines Hochfrequenzfeldes. Der Teil 3 ist mittels Zwischenglasteile 4, 5 und 6 vakuumdicht mit dem unteren Teil 7 eines Quarzglaskolbens 8 verbunden. Im dargestellten Fall befindet sich die Lötstelle 2 in einem verjüngten, zylindrischen Teil 9 der Lampe, so dass die Lötstelle 2 der Elektroden 1, 3 vor zu starken Biegebelastungen geschützt wird, die z. B. infolge Stösse beim Transport der Lampe auftreten könnten. Ausser dem wird auf diese Weise verhütet, dass die Entladung an der Lötstelle 2 einsetzt. Die einander zugewandten Enden der Elektrodenteile 1 und 3 sind kugelförmig abgerundet, was in Fig. 3 in vergrössertem Masstab dargestellt ist. In der Ausführungsform nach Fig. 2 ist nur eines dieser Enden, d. h. das Ende des Teiles 3 abgerundet, während das Ende des Teiles 1 flach ist. Fig. 4 zeigt perspektivisch eine Ausführungsform der Erfindung mit Elektrodenteilen 1 und 3 mit viereckigem Querschnitt; das Ende des Teiles 3 ist flach und das Ende des Teiles 1 ist dachförmig abgeschrägt. Durch diese Elektrodenformen wird sichergestellt, dass die Zwischenschicht 2 eine kompakte, von Gaseinschlüssen freie Lötverbindung bildet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHElektrodendurchführung nach dem Patentanspruch I des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der beiden einander zugewandten Enden der Elektrodenteile und damit die Dicke der Zwischenschicht von einer mittleren, den kleinsten Abstand zwischen den Elektrodenteilen aufweisenden Stelle her nach aussen stetig zunimmt.UNTERANSPROCHE 1. Elektrodendurchführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Enden der Elektrodenteile an einem Punkt oder auf einer geraden Linie aneinander anliegen.2. Elektrodendurchführung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der einander zugewandten Enden der Elektrodenteile abgerundet ist.3. Elektrodendurchführung nach Patentanspruch, dadurch - gekennzeichnet, dass mindestens eines der einander zugewandten Enden der Elektrodenteile dachförmig abgeschrägt ist.
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Also Published As
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Legal Events
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| PLZ | Patent of addition ceased |