CH493210A - Anlage zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar - Google Patents
Anlage zur Herstellung von körnigem EiweissnahrungskaviarInfo
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Description
Anlage zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar aus wässriger Lösung, Suspension oder Emulsion von Nahrungsstoffen. Die erfindungsgemässe Anlage ist insbesondere zur Durchführung eines früher entwickelten Herstellungsverfahrens für Erzeugung von künstlichem körnigem Nahrungskaviar aus Wasserlösung, Suspension oder Emulsion der Nahrungsstoffe vorgesehen, bei dem eine der erwähnten Lösungen mit Gelatine vermischt wird und aus erhaltenem Gemisch gallertige Körner gebildet werden, welche dann gegerbt und nachfoIgend mit Aromabzw. Geschmackstoffen ergänzt werden. Die erfindungsgemässe Anlage ist dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Einrichtung zur Entwicklung mindestens eines Strahles von flüssigen Ausgangsnahrungsstoffen und zur Zerstäubung dieses Strahles in Tropfen in einen Behälter mit einer mit Wasser nichtmischbaren rKühlflüssigkeit aufweist, um aus den Tropfen die Kaviarkörner zu bilden, wobei mit dem erwähnten Behälter Einrichtungen in Reihe geschaltet sind, um die Körner anzusammeln, diese zu waschen und auf diesen eine Haut zu bilden. Zur Entwicklung des Strahles aus flüssigen Nahrungsstoffen und dessen Zerstäubung in Tropfen kann in der Formgebungseinrichtung über dem Kühlflüssigkeitsspiegel zumindest eine Düse derart angeordnet werden, damit der aus dieser herausströmende Strahl im Wege oberhalb bzw. auf dem Spiegel oder sogar in der Schicht der Kühlflüssigkeit in Tropfen zerstäubt werden kann. Zur Regelung der Strahlzerstäubung der flüssigen Nahrungsstoffe in Tropfen vom erforderlichen Durchmesser und zur Vorbeugung des Zusammlenfliessens von diesen auf dem Spiegel oder in der Schicht der Kühlflüssigkeit kann ein Werk zur Erzeugung von Schwingungen des Strahles bei dessen Entwicklungsvorgang, ein Werk, das der Düse die Schwingungsbewegungen verleiht, ein Werk zur Erzeugung der Schwingungsbewegungen in der Oberschicht der mit Wasser nichtmischbaren Kühlflüssigkeit sowie ein Mischer zur Vermischung der Oberschicht der erwähnten Flüssigkeit vorgesehen sein, wobei die Einspritzdüse unbeweglich angeordnet ist oder sich in waagrechter Ebene ununterbrochen verschieben kann. Jede der Formgebungseinrichtungen zur Ausbildung der Körner aus den erhaltenen Tropfen der flüssigen Nahrungsstoffe stellt in ihrer zweckmässigsten Ausführungsform eine mit der mit Wasser nichtmischbaren Kühlflüssigkeit ausgefüllte Säule mit einem Mantel für Kühlmittel und kegelförmigem Boden dar, welcher nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefässe mit einem Rohr zum Abführen der fertigen Körner in die Ansammelbehälter und zum Aufrechterhalten eines vorgegebenen Standes der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit in der Säule verbunden ist. In ihrem Oberteil soll die formgebende Säule einen Erhitzer zum Erwärmen während des Betriebes der oberen Schicht der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit besitzen. Der Unter- bzw. Mittelteil der Säule wird mittels des im Mantelraum zirkulierenden Kühlmittels, beispielsweise mittels Wassers, gekühlt, und somit wird in der die Körner kühlenden, mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit der Temperaturgradient geschaffen. Der Oberteil des Kühlmantels zum Abkühlen der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit in der formgebenden Säule ist zweckmässigerweise mit dem kegelförmigen Säulenboden mittels eines Ableitungsrohres verbunden, um das Kühlmittel, nämlich Wasser, als Beförderungsflüssigkeit für den Weitertransport der aus der Schicht der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit in den Säulenunterteil gelangenden, fertigen Körner in den Ansammelbehälter und auch zu deren Waschen zu benützen. Zur fortlaufenden Beförderung der Körner in die Einrichtungen für deren Ansammeln, Waschen, Gerben und Färben wird zweckmässigerweise ein Karussellförderer mit Transportbehältern von der Form eines Korbes verwendet. Die genannte fortlaufende Beförderung der Körner kann auch durch die Beförderungsflüssigkeit, nämlich das Wasser, ermöglicht werden, wenn die erwähnten Einrichtungen in Stufen anordnung aufgestellt, mit einem unteren Ablauf ausgestattet und miteinander mittels Beförderungsrinnen verbunden sind. Dabei stellen die Einrichtungen zum Waschen, Ansammeln, Gerben und Färben der Körner in einer bevorzugten Ausführung die zylindrischen Gefässe dar, welche in deren Innerem die Siebzylinder aufweisen, welche das Körnermitreissen durch die Beförderungsflüssigkeit oder durch die für Behandlung benutzte Reagenzlösungen verhindern. Darüber hinaus hat die Anlage die miteinander in Reihe verbundenen Einrichtungen zum Formgeben der Körner, deren Ansammeln, Zerstreuen, Waschen, (3er- ben, Färben, zum kulinarischen Behandeln und Einpakken des Fertigproduktes in eine entsprechende Verpakkung zu enthalten. Im folgenden wird die Erfindung anhand der beigelegten Zeichnung beispielsweise erläutert. Dabei zeigt Fig. 1 schematisch die Gesamtanordnung einer Anlage in einer der möglichen Ausführungsformen, Fig. 2 den Oberteil der Formgebungssäule einer Anlage, Fig. 3 den Oberteil der Formgebungssäule mit dem Mischer und Fig. 4 eine andere Ausführungsvariante der Einrichtungen zur Gerbung, Färbung und kulinarischen Behandlung der Körner. Die Anlage nach Fig. 1 zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar besteht aus einem thermostatischen Behälter 1 für die Ausgangslösung, -suspension der -emulsion der Nahrungsstoffe, aus einer Pumpe 2, einer beheizten Rohrleitung 3, aus den Einrichtungen zur Entwicklung des Strahles der flüssigen Nahrungsstoffe und zu dessen Zerstäubung in Tropfen sowie aus den Einrichtungen zur Formgebung der Körner, welche in Form von mit der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit ausgefüllten Säulen 4 mit Einlauf trichtern 5 und einem kegelförmigen Boden 6 ausgeführt sind. Die Einrichtung zur Strahlentwicklung aus flüssigen Nahrungsstoffen ist in Form von einer Einspritzdüse 7 ausgeführt, welche über einen flexiblen Schlauch 8 an das Verteilungsrohrstück 39 anschliesst. Die Anlage enthält einen Verbrauchsbehälter 9, welcher einen konstanten Stand der mit der Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Kühlflüssigkeit in der Säule aufrechterhält, einen Ansammler 10 für die Körner, eine Einrichtung 11 zu deren Waschen und Gerben, eine Einrichtung 12 zum Abwaschen und Färben der Körner, eine Einrichtung 13 zum Vermischen der Körner mit anderen Kaviarkomponenten, Dosierapparate 14 und 15 für Gerbmittelund Farbstofflösung, Behälter 16 für Gerb- und 17 für Farbstofflösung sowie Dosierapparate 18 bzw. 19 für flüssige bzw. schüttbare Kaviarbestandteile. Die Einrichtung zur Entwicklung des Strahles aus flüssigen Nahrungsstoffen kann sich mit Hilfe des Werks 20 über dem Einlauftrichter 5 in waagrechter Ebene bo wegen. Im Oberteil des Einlauftrichters ist ein Heizkörper 21 montiert, um die obere Schicht der mit der Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit während des Anlagenbetriebes zu erwärmen. Jede der Säulen 4 ist mit dem Mantel 22 zum Abkühlen der mit der Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit umgeben. Der obere Teil des Mantels kommuniziert über das Ableitungsrohr 23 mit dem kegelförmigen Boden 6 der Säule 4, durch welches die Kühlflüssigkeit aus dem Mantelraum zurückfliesst und damit zur Beförderung der Körner im Rohr 24 zum Ansammler 10 benützt wird. Der Körneransammler 10 ist in Form eines zylindrischen Gefässes mit sphärischem Boden, in dem ein Ablassventil 25 eingebaut ist, ausgebildet. Im Gefässinneren befindet sich ein Siebzylinder 26. Zum Abführen der die Körner befördernden Flüssigkeit ist das Gefäss mit einem Rohrstutzen 27 versehen. Die Einrichtung 11 zum Waschen und Gerben der Körner sowie die Einrichtung 12 zu deren Abwaschen und Färben sind in ihrem Aufbau ähnlich dem Ansammler ausgelegt und enthalten auch Ablassventile 28 bzw. 29 sowie noch Mischer 30 bzw. 31. Die Einrichtung 13 zum Vermischen der Körner mit weiteren Kaviarbestandteilen ist in Form einer schrägliegenden drehenden Trommel mit gelochter Mantelfläche und inneren Längsrippen ausgeführt. Die Anlage enthält noch einen Auffangbehälter für die die Körner befördernde Kühlflüssigkeit, ein Leitungsnetz zu deren Regeneration, Abkühlung und Zirkulation (in Fig. 1 nicht angedeutet), die Ablassventile 25, 28, 29, die Einrichtungen zum Waschen und Färben der Körner sowie die Dosierapparate 14 und 15 der Gerb- bzw. Farbstofflösung, welche alle mit selbsttätigen, in einer elektrischen Schaltung mit zentralem Steuerpult vereinten Antriehsmitteln versehen sind. Diese elektrische Steuerschaltung besitzt ein mehrkreisiges programmgesteuertes Kommandogerät (MKG). Die Behälter 16 bzw. 17 für die Gerb- bzw. Farbstofflösung sind mit einem Kühlmantel zum Abkühlen der erwähnten Lösungen ausgestattet. Bevor die Anlage angefahren wird, wird die im voraus gefertigte Eiweisslösung oder eine Suspension der Eiweissstoffe mit notwendigen Zugaben in den thermostatischen Behälter 1, in dem mittels Ultrathermostaten (in Fig. 1 nicht angegeben) die erforderliche Temperatur eingehalten bleibt, eingegossen. In den Behälter 16 bzw. 17 wird die gekühlte Gerb- bzw. Farbstofflösung eingegossen. Der formgebenden Säule 4, dem unteren Teil des Mantels 22, wird das bis auf die erforderliche Temperatur abgekühlte Wasser zugeführt, welches im Mantelraum steigt und dabei die Säule 4 kühlt, bis es den oberen Abfluss erreicht und im Ableitungsrohr 23 in den kegelförmigen Boden 6 der Säule 4 gelangt. Nachdem die Säule 4 bis zum oberen Ende des Rohres 24 ausgefüllt wird und ein entsprechender Wasserdurchsatz durch dieses erreicht ist, wird in die Säule die mit der Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbare Flüssigkeit eingegossen, deren Dichte etwas niedriger ist im Vergleich mit der der Ausgangslösung. Der untere Stand der mit der Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit liegt hierbei beispielsweise um 40-60 mm höher über dem Wassereinlauf in die Säule 4, während der obere Spiegel im erweiterten Teil des Einlauftrichters 5 beispielsweise um 40-50 mm tiefer als dessen obere Kante eingestellt werden soll. Die obere Schicht der mit der Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit wird im Einlauftrichter auf eine geeignete Temperatur erwärmt, um deren Zähigkeit und Oberflä chenspannung zu vermindern. Alsdann werden die flüs sigen Nahrungsstoffe unter einer erhöhten Temperatur aus dem thermostatischen Behälter 1 mit Hilfe der Pumpe 2 oder unter Druckwirkung eines reaktionsträ gen Gases wie Stickstoff oder Luft über die beheizte Rohrleitung 3 dem Verteilungsrohrstück 32 zugeführt, und weiter fliessen sie über den flexiblen Schlauch 8 der Einspritzdüse 7 zu, welche auf dem Mitnehmer eines Kurbeltriebwerkes befestigt wird. Mit Hilfe des letzteren wird die Einspritzdüse 7 über dem Flüssigkeitsspiegel im Einlauftrichter 5 bewegt. Die Zuführungsgeschwindigkeit der flüssigen Nahrungsstoffe ist mittels der Nadelventile 33 und 34 regulierbar. Der aus der Einspritzdüse heraus strömende Strahl zerfällt in Tropfen, wobei hier drei Fälle getroffen werden können: 1. Der Strahl zerfällt in Tropfen über dem Spiegel der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit insbesondere bei einer kleinen Ausflussgeschwindigkeit und verhältnismässig grosser Entfernung der Düse vom Spiegel der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit. 2. Der Strahl verteilt sich über die Oberfläche der mit Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit und zerfällt in Tropfen. 3. Die Tropfenbildung erfolgt im Inneren der mit Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit, wie dies beispielsweise bei einer kleinen Zähigkeit der flüssigen Nahrungsstoffe, bei grosser Ausflussgeschwindigkeit des Strahles, bei einer kleinen Entfernung der Düse von der Oberfläche der mit Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit der Fall ist. Die in die Schichten der mit Lösung der Nahrungsstoffe nichtmischbaren Flüssigkeit gelangenden Tropfen nehmen dank der Oberflächenspannung eine kugelige Form an. Der derart gebildete Tropfen passiert bei seinem Eintauchen unter Schwerewirkung die abgekühlten Schichten der ihn kühlenden Flüssigkeit. Die Geschwindigkeit des Tropfeneintauchens ist von der Gewichtedifferenz der flüssigen Nahrungsstoffe und der formgebenden Flüssigkeit sowie von der Zähigkeit der letzteren abhängig. In der Zeitspanne von beispielsweise 20 bis 30 Minuten bei einer Temperatur von 4-6 C bildet sich im Tropfen eine gelartige Struktur, deren Festigkeit genügend ist, die nachfolgende Behandlung der Körner durchzuführen. Der Durchmesser der gebildeten Tropfen hängt vom Durchmesser der Düsenmündung, von der Zuführungsgeschwindigkeit der Lösung, von deren Zähigkeit und Oberflächenspannung ab. Die in den Ansammelbehälter 10 beförderten Körner werden hier durch den Siebzylinder 26 zurückgehalten, während das Beförderungswasser aus dem Ansammelbehälter über den unteren Rohrstutzen 27 weiterfliesst und in einen Abscheider hineingeleitet wird. Aus dem Abscheider, wo das Wasser von der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit befreit wird, wird es mittels einer Pumpe über die Kühlkammer (in Fig. 1 nicht angedeutet) wiederum in die Säulen und zum Waschen des Produktes gepumpt. Sobald sich im Ansammelbehälter eine genügende Menge der Körner angesammelt hat, schaltet sich ein entsprechender Kontakt nach dem Befehl des mehrkreisigen Kommandogerätes (des MKG's) ein, welcher den Antrieb des Ablassventils 25 einschaltet. Das Ventil 25 öffnet sich, und die angesammelten Körner gelangen auf die Rinne 35 und aus dieser weiter in die Einrichtung 11 zum Waschen und Gerben. Nachher werden am MKG die entsprechenden Kontakte geschlossen, und infolgedessen läuft der Mischer 30 an, während das Ventil 36 der Rohrleitung 37, welche das Spülwasser zuführt, geöffnet wird. Die Körner werden vermischt und von der mit Was ser nichtmischbaren Flüssigkeit abgewaschen. Die letztere fliesst mit dem Spülwasser zusammen aus der Einrichtung durch den Stutzen 38 ab. Das Wasser wird au sserdem noch durch ein Siphonrohr 39 abgeleitet. Während des Waschvorganges der Körner schliesst sich am MKG ein weiterer Kontakt, und das Ventil 40 wird geöffnet, so dass die Gerblösung aus dem Behälter 16 dem Dosierapparat 14 zufliesst. Ist der Waschvorgang zu Ende, so wird das Ventil 36 geschlossen, das Wasser aus der Einrichtung 11 über das Siphonrohr 39 abgeleitet, während die Kaviarkörner im Siebzylinder zurückbehalten bleiben. Es wird am MKG ein weiterer Kontakt eingeschaltet und dadurch das Ventil 41 geöffnet, und die Gerblösung läuft aus dem Dosierapparat 14 in die Einrichtung 11, wo das Gerben der Körner durchgeführt wird. Ist die für das Gerben vorgesehene Zeit vorbei, so schliesst sich am MKG ein neuer Kontakt, öffnet sich das Ablassventil 28 der Einrichtung und die gegerbten Kaviarkörner werden auf der Rinne 42 in die Einrichtung 12 zu ihrem Abwaschen und Färben weiter befördert Nachdem die entsprechenden Kontakte am MKG geschlossen werden, läuft der Mischer 31 an, wird das Ventil 43 in der Wasserleitung 44 geöffnet, das Wasser in die Einrichtung eingeführt, und es erfolgt das Abwaschen der gegerbten Körner von der Gerblösung. In der Zeitperiode, in welcher die Körner vom Gerbmittel abgewaschen werden, schliesst sich am MKG ein nächster Kontakt, das magnetische Ventil 45 wird ge öffnet und die Farbstofflösung in den Dosierapparat 15 aus dem Behälter 17 hineingeleitet. Nach der Beendigung des Abwaschvorganges der Körner von der Gerblösung wird am MKG wiederum ein weiterer Kontakt geschlossen und die Farbstofflösung aus dem Dosierapparat 15 in die Einrichtung 12 über das Ventil 46 eingeführt. Nachdem die Kaviarkörner gefärbt sind, wird am MKG ein nächster Kontakt geschlossen, das Ablassventil 29 geöffnet, und die gefärbten Kaviarkörner gelangen auf der Rinne 47 in den Siebteil der Einrichtung 13, welcher die Form einer drehenden Trommel aufweist, zu deren Vermischen mit anderen Kaviarbestandteilen. Das Wasser fliesst dabei durchs Sieb herunter und wird mittels der Rinne 48 ins Entwässerungssystem abgeleitet, während die gefärbten Körner durch Längsrippen mitgenommen und längs der schräggelegten drehenden Trommel weiterbefördert werden. Bei Einschaltung der entsprechenden Kontakte am MKG werden die Dosierapparate 18 und 19 geöffnet und in die Trommel die flüssigen und schüttbaren Kaviarbestandteile zugegeben. Aus der Trommel gelangt der fertige Kaviar in die Einrichtung 49 zum Verpakken. Die Anlage kann auch eine Einrichtung enthalten, welche eine Schwingungsbewegung an die obere Schicht der mit Wasser nichtmischbaren Kühlflüssigkeit in der Säule 4 verleiht und welche derweise ausgelegt werden kann, wie dies Fig. 2 zeigt. Bei Schwingung der Membran 50 ändern sich der Druck in der Kammer 51 und Stand der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit, was die Möglichkeit bietet, durch Veränderung der Schwingungsfrequenz der Membran 50 die Zerstäubung des Strahles in Tropfen von vorgegebenem Durchmesser einzustellen. Die Einspritzdüse 7 ihrerseits ist auch derart montiert, dass deren Verschiebung in senkrechter Ebene über dem Spiegel der mit Wasser nichtmischbaren FlüsJsigkeit möglich ist. Um dem Zusammenfl.essen der Tropfen der flüssigen Nahrungsstoffe auf der Oberfläche oder in der Schicht der mit Wasser nichtmischbaren Flüssigkeit vorzubeugen, kann in der oberen Schicht derselben Flüssigkeit in der Säule 4 eine Vorrichtung vorgesehen sein, durch welche diese in Bewegung versetzt und durchgemischt wird, z.B. in Form vom Mischen 52, wie Fig. 3 es veranschaulicht. Im vorgeführten Beispiel der Anlageauslegung werden die Kaviarkörner aus der Einrichtung zu deren Ausbildung laufend in die Einrichtungen zu deren Ansammeln, Gerben und Färben mittels einer Beförderungsflüssigkeit befördert. Doch ist die Beförderung der Körner aus der einen Einrichtung in die andere auf mechanischem Wege durchaus möglich, und zwar in besonderen hintereinander umlaufenden Körben 53 bei einer Anordnung der Einrichtungen zum Gerben, Färben und dergleichen der Kaviarkömer am Kreisumfang, wie dies aus der Fig. 4 zu ersehen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHAnlage zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar aus wässriger Lösung, Suspension oder Emulsion von Nahrungsstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Einrichtung zur Entwicklung mindestens eines Strahles von flüssigen Ausgangsnahrungsstoffen und zur Zerstäubung dieses Strahles in Tropfen in einen Behälter mit einer mit Wasser nichtmischbaren Kühlflüssigkeit aufweist, um aus den Tropfen die Kaviarkörner zu bilden, wobei mit dem erwähnten Behälter Einrichtungen (10 und 11) in Reihe geschaltet sind, um die Körner anzusammeln, diese zu waschen und auf diesen eine Haut zu bilden.UNTERANSPRÜCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Entwicklung des Strahles der flüssigen Nahrungsstoffe und dessen Zerstäubung in Tropfen zumindest eine Einspritzdüse (7) aufweist, welche über dem Spiegel der Kühlflüssigkeit in dem für diese vorgesehenen Behälter angeordnet ist, und zwar derart, dass der herausströmende Strahl in dessen Weg über bzw. auf der Oberfläche oder sogar in der Schicht der Flüssigkeit in Tropfen zerfällt.2. Anlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspritzdüse (7) über dem Behälter mit der mit Wasser nichtmischbaren Kühlflüssigkeit montiert ist und die Möglichkeit besitzt, sich ununterbrochen in waagrechter Ebene zu bewegen.3. Anlage nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dieser ein Werk zur Erregung der Schwingungen des Strahles flüssiger Nahrungsstoffe vorgesehen ist, um das Zerfallen desselben und die Gewinnung der Tropfen eines erforderlichen Durchmessers zu regulieren.4. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese ein Werk enthält, welches den den Strahl flüssiger Nahrungsstoffe entwickelnden Einspritzdüsen die Schwingungsbewegung verleiht.5. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine Einrichtung aufweist, mittels welcher die Oberflächenschicht der mit Wasser nicht mischbaren Kühlflüssigkeit in Schwingungsbewegungen versetzt wird.6. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Behälter für die mit Wasser nicht mischbare Kühlflüssigkeit unter dem Spiegel derselben ein Mischer (52) untergebracht ist, um das Zerfallen des Strahles flüssiger Nahrungsstoffe und die Bildung der Tropfen vom erforderlichen Durchmesser zu regulieren sowie dem Zusammenfliessen von diesen vorzubeugen.7. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter für die mit Wasser nicht mischbare Kühlflüssigkeit eine Säule (4) mit einem Mantel (22) für Kühlungsmittel und mit einem kegelförmigen Boden (6) darstellt, welcher nach dem Prinzip der kommunizierenden Gefässe mit einem Rohr (24) verbunden ist, das zum Abführen der fertigen Körner in den Ansammelbehälter (10) und zum Aufrechterhalten eines vorgegebenen Standes der mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit in der Säule (4) dient.8. Anlage nach den Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Oberteil der Säule (4) ein Erhitzer (21) montiert ist, der zum Erwärmen der oberen Schicht der mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit beim Betrieb der Anlage bestimmt ist.9. Anlage nach den Unteransprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (22) zum Kühlen der mit Wasser nicht mischbaren Flüssigkeit mit seinem oberen Teil durch ein Ableitungsrohr (23) mit dem kegelförmigen Boden (6) der Säule (4) verbunden ist, was die Möglichkeit bietet, das Kühlungsmittel, hier Wasser, als Bleförderungsflüssigkeit zum Befördern der fertigen Körner aus der Säule (4) in den Ansammelbehälter (10) zu benützen.10. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Säule (4) und die Einrichtungen (10 und 11) zum Ansammeln, Waschen und Gerben der Körner miteinander in Reihe verbunden sind, um das Befördern der Körner mittels Beförderungs- bzw. Kühlungsflüssigkeit, hier Wasser, bei einer Stufen anordnung der genannten Einrichtungen zu bewerkstelligen.11. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen (10, 11 und 12) zum Ansammeln, Waschen, Gerben und Färben der Körner je einen unteren Ablauf besitzen und miteinander mittels Rinnen (35 und 42) zur Ermöglichung fortlaufender Beförderung der Körner durch die B eförderungsflüssigkeit, verbunden sind.12. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur fortlaufenden Beförderung der Körner in die Einrichtungen (10, 11, 12) zu deren Ansammeln, Waschen, Gerben und Färben ein Karussellförderer mit Transportbehältern in Form von Körben (53) vorgesehen ist.13. Anlage nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen (10, 11 und 12) zum Ansammeln, Waschen, Gerben und Färben der Körner die zylindrischen Behälter mit in deren Innerem angeordneten Siebzylindern darstellen.14. Anlage nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass diese miteinander in Reihe verbundenen Einrichtungen (4, 10, 11, 12, 13 und 49) zum Bilden der Kaviarkörner, zu deren Ansammeln, Zerstreuen, Waschen, Gerben, Färben, kulinarischem Behandeln und Einpacken des Fertig- produktes in eine entsprechende Verpackung mit einschliesst.
Priority Applications (1)
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1107667A CH493210A (de) | 1967-08-07 | 1967-08-07 | Anlage zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH493210A true CH493210A (de) | 1970-07-15 |
Family
ID=4369792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH1107667A CH493210A (de) | 1967-08-07 | 1967-08-07 | Anlage zur Herstellung von körnigem Eiweissnahrungskaviar |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH493210A (de) |
-
1967
- 1967-08-07 CH CH1107667A patent/CH493210A/de not_active IP Right Cessation
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |