CH493321A - Verfahren zur Herstellung eines Ziegels und nach dem Verfahren hergestellter Ziegel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Ziegels und nach dem Verfahren hergestellter Ziegel

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CH493321A
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CH
Switzerland
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tiles
bricks
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CH375966A
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Garner Philpot Albert
William Parker Derek
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Redland Tiles Ltd
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines Ziegels und nach dem Verfahren hergestellter Ziegel
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Ziegels, der auf der einen Seite an seinen beiden seitlichen Endbereichen mit mindestens einer Rippe und/oder Nut, die sich in Längsrichtung des Ziegels zum Eingriff mit einer komplementären Ausbildung an seitlich anschliessenden Teilen erstrecken, versehen wird und der auf der anderen Seite mit einem nach aufwärts gerichteten Teil versehen wird, der sich zur Bildung einer Wassernase quer über das Kopfende des Ziegels erstreckt, wobei Ziegelmaterial auf eine Palette aufgebracht wird, durch welche die genannte eine Seite des Ziegels ausgeformt wird und die genannte andere Seite des Ziegels durch Hindurchbewegen der Palette unter einem Formwerkzeug gebildet wird, sowie einen nach diesem Verfahren hergestellten Ziegel.



   Erfindungsgemäss ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass das Formwerkzeug in Längsrichtung zum Ziegel gebracht und die Bewegungsrichtung der Palette zu jener Richtung parallel verlaufend gewählt wird, in der sich der aufwärts gerichtete Teil erstreckt, und dass das Ziegelmaterial während des Hindurchfahrens der Palette unter dem Formwerkzeug mit diesem in Bearbeitungseingriff steht.



   Dabei kann der nach dem Verfahren hergestellte Ziegel aus Beton bestehen.



   In den beiliegenden Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele von Dachziegeln, die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung hergestellt werden können, dargestellt.



   Fig. 1 zeigt in perspektivischer Ansicht die Unterfläche eines Haupt- oder Oberziegels und die Oberfläche eines damit zusammenwirkenden Verschluss- oder Unterziegels.



   Fig. 2 zeigt die Ziegel nach Fig. 1 Seite an Seite in perspektivischer Ansicht von oben.



   Fig. 3 zeigt die beiden Ziegel nach Fig. 1 Seite an Seite, wobei der Unterziegel mit der Oberseite nach unten dargestellt ist, und gibt einen Weg an, auf dem sie beide auf der Ziegelherstellmaschine ausgestossen werden können.



   Fig. 4 zeigt die beiden seitlich untereinander verbundenen Ziegel nach Fig. 1 im Grundriss.



   Fig. 5 zeigt eine Grund ansicht der beiden seitlich untereinander verbundenen Ziegel nach Fig. 1 von unten her.



   Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht von oben her einer zweiten Form einer Unter- und Oberziegelanordnung, dessen Unterziegel sich von dem in Fig. 1 bis 5 unterscheidet.



   Fig. 7 zeigt eine Anordnung von Dachziegeln nach Fig. 6, die miteinander verbunden einen Teil eines Daches bilden.



   Fig. 8 ist eine Draufsicht des Oberziegels nach Fig. 6.



   Fig. 9 zeigt einen Grundriss des Oberziegels nach Fig. 8.



   Fig. 10 zeigt eine Draufsicht des Unterziegels nach Fig. 6.



   Fig. 11 zeigt einen Grundriss des Unterziegels nach Fig. 10.



   Fig. 12 ist eine Teilansicht von der Frontseite her, zur Darstellung des Profils der Verschlussrippen auf dem Oberziegel nach Fig. 6.



   Fig. 13 ist eine Teilansicht von der Frontseite her, zur Darstellung des Profils der sich längs auf dem Unterziegel erstreckenden Rippen und Rillen.



   Fig. 1 zeigt einen Oberziegel 10 und einen Unterziegel 11, die in horizontalen, sich über die Dachneigung erstreckenden Reihen verlegt sind, wobei die Oberziegel seitlich aneinandergrenzend untereinander angeordnet sind und jeder Unterziegel unter der Fuge zwischen zwei Oberziegeln liegt. Die Ziegel in jeder Reihe überlappen die Kopfenden der Ziegel in der Reihe darunter und werden von den unteren oder Schwanzenden der Ziegel unmittelbar darüber auf bekannte Art überlappt. Die Oberziegel in jeder Reihe sind mit den Ober  ziegeln in den anderen Reihen in einer Auf- und Abanordnung zur Dachneigung ausgerichtet.



   Der Oberziegel 10 hat von der Seite gesehen ein abgeflachtes S-Profil, um ein nach oben stehendes Kopfende 12 und einen nach unten gewendeten Schwanzteil 13 zu bilden. Eine Rille 14 erstreckt sich quer über die Kopfendfläche 15 des Ziegels. Ein Paar paralleler Rillen 16 erstrecken sich quer über die Schwanzendflächen 17 des Ziegels. Ein Paar Schnabelspitzen 18 sind auf der unteren   Ziegelfläche    gestaltet, um das Einhaken des Ziegels an den Dachplatten zu ermöglichen. Teile 19 der Unterseite des Ziegels sind ausgehöhlt zum Zwecke der Gewichtverringerung und Materialeinsparung. Zwei Fugen 20 bzw. 21 erstrecken sich längs der   Seftenrandteile    des Ziegels und dehnen sich entlang der   Ziegellänge    aus. Längs jeder Fuge erstrecken sich zwei vorstehende Rippen 22.



   Die Unterziegel 11 haben von der Seite gesehen auch ein abgeflachtes S-Profil. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, besitzen die Unterziegel eine der Krümmung der Oberziegel gen au angepasste Länge und Krümmung. Die obere Fläche jedes Unterziegels besitzt vier Rippen 25, die sich längs der ganzen Länge des Ziegels erstrecken und zwischen sich zwei schmale Kanäle 26 und einen breiten Mittelkanal 27 bilden.



  Die sich längs erstreckenden Rippen 25 auf jedem der beiden darüberliegenden Oberziegel greifen entsprechend in den Zentralkanal 27 und in einen der schmäleren Kanäle 26 ein.



   Jeder Ziegel 10, 11 wird aus Beton durch ein Extrudierverfahren geformt. Der Oberziegel wird auf einer Töpferscheibe hergestellt, deren Stirnseite so gestaltet ist, dass alle Einzelheiten auf der Unterseite des Ziegels einschliesslich der Fugen 20, 21, der Rippen 22, welche den seitlichen Verschluss des Ziegels bilden, Schnabelspitzen 18, Aushöhlungen 19, die Schwanzendfläche 17 und der darin gebildeten Rillen 16 gebildet werden. Die Töpferscheiben werden unter einen Fülltrichter geschoben, wo eine Menge nassen Betons darauf gebracht wird. Die Töpferscheibe wird dann seitwärts, d. h. senkrecht zu der Längserstreckung des zu formenden Ziegels, unter eine Formwalze und einen Schlagverdichter geschoben, welche die glatte, obere Fläche des Ziegels und die Kopfendkante 15 des Ziegels einschliesslich der sich quer darüber erstreckenden Rille 14 bilden, verdichten und gestalten.



   Jeder untere Ziegel 11 ist auf dieselbe Weise hergestellt. Die gerippte Unterseite des Ziegels wird von der Töpferscheibe und die glatte Oberseite des Ziegels von der Formwalze und dem Schlagverdichter geformt, wenn die Töpferscheibe darunter geschoben ist.



   Jeder Ziegel besitzt eine Oberfläche, deren Profil in jedem Schnitt senkrecht zur Längserstreckung des Ziegels eine gerade Linie ist, die sich von der Seitenkante des Ziegels erstreckt, wobei alle Linien zueinander parallel stehen. Für den Fall des Oberziegels wird diese Oberfläche von der Oberseite gebildet. Bei dem Unterziegel wird diese Oberfläche von der Unterseite des Ziegels gebildet.



   Bei der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Anordnung sind die Unterziegel unter den Seitenfugen zwischen den Oberziegeln verdeckt. Bei der in den Fig. 6 bis 13 gezeigten Anordnung sind jedoch die Unterziegel 30 breiter und sind zwischen den Oberziegeln zu sehen.



  Die Oberziegel sind durch das Bezugszeichen 10 bezeichnet. Sie sind weitgehend die gleichen wie die Oberziegel in der Anordnung nach den Fig. 1 bis 5. Der Unterziegel wird bei dieser Ausführung auf einer Scheibe auf genau gleiche Art wie der Unterziegel in der Anordnung nach den Fig. 1 bis 5 gestaltet, wobei die Oberseite durch die Scheibe geformt wird. Die Unterziegel 30 stehen in einem im allgemeinen gleichen Verhältnis zu den   Oberziegein.    Aber sie weisen ihre extrudierten Seiten unten und ihre scheibengeformten Seiten oben auf. An jeder Seitenkante befindet sich eine sich längs erstreckende Fuge 31 mit längs   erstrecken-    den Rippen 32. Ein Eindruck wird in der Unterseite des Unterziegels, wie mit 33 bezeichnet ist, gebildet.



  Eine einzige Rille 34 erstreckt sich quer über die Kopfendfläche 35 des Unterziegels, und ein Paar Rillen 36 erstrecken sich quer über die Schwanzendfläche 37.



   Wie Fig. 12 zeigt, sind die sich längs erstreckenden Rippen 22 der Seitenrandteile der Oberziegel 10 im Querschnitt gekrümmt, während die ineinandergreifenden Rippen 32 auf den Seitenwandteilen der Unterziegel einen kegelstumpfförmigen Querschnitt aufweisen. Die Rippen 22 am Oberziegel sind flacher als die zwischen den Rippen am   Unterziegei    gebildeten Kanäle, so dass der mechanische Eingriff zwischen den Oberund Unterziegeln nicht die Aufnahmefähigkeit der Kanäle beeinträchtigt, um Wasser weiter zu leiten. Die Rippen und Kanäle an den   Unterziegeln    sind in bezug auf die Rippen 22 ähnlich bemessen.



   Die Unterziegel sind nicht mit Schnabelspitzen zur Verbindung mit den Dachlatten versehen, weil die Unterziegel von der ineinandergreifenden Verbindung mit den Oberziegeln ausreichend gestützt werden.



   Die Rillen 14 und 16 auf den   Ob-iegeln    dienen zum Verhindern einer Aufwärtsbewegung des Wassers infolge von Kapillarkräften und der Überlappung zwischen jedem Ziegel und dem nächsten darüberliegenden Ziegel.



   Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen verhüten das nach oben gekehrte Kopfendteil und das nach unten gewendete, darüber überlappende Schwanzendteil des nächsten Ziegels eine relative Gleitverschiebung der Ziegel vor Wegnahme der Überlappung.



   Falls erwünscht, können für das Formen der Ziegel andere Materialien als Beton Verwendung finden. Die Ziegel können zur Verlegung auf Dachsteigungen von 12,5 bis 400 vorgesehen werden.



   Die Produktion von Dachziegeln, die einen Seitenverschluss gegen den Eintritt von Wasser vorsehen, durch ein Verfahren der seitlichen Extrusion hat beträchtliche Vorteile gegenüber den bisher üblichen Verfahren. Bei dem bisher vorteilhaftesten Verfahren wurde der Ziegel der Länge nach extrudiert, und danach mussten jegliche Rippen oder Rillen, die sich quer über die Oberseite des Ziegels an dessen Kopfende erstrecken, durch einen getrennten Arbeitsgang gefertigt werden.

 

  Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Herstellung eines Ziegels mit einer Kopfsperre und mit Seitenverschlüssen in einem einzigen Extrudiervorgang. Die Seitenverschlüsse werden durch die Formscheibe und alle quer laufenden Rippen und/oder Rillen auf der gleichen Seite des Ziegels wie die Seitenverschlüsse werden natürlich ebenfalls von der Formscheibe gestaltet.



  Alle Rippen und/oder Rillen auf der entgegengesetzten Fläche des Ziegels zur Formung des Teiles der Kopfsperre gegen das Durchsickern von Wasser an der   Über-    lappung am Kopf des Ziegels werden während der   Extusion-unter    dem Schlagverdichter und der Formwalze gestaltet. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zur Herstellung eines Ziegels, der auf der einen Seite an seinen beiden seitlichen Endbereichen mit mindestens einer Rippe und/oder Nut, die sich in Längsrichtung des Ziegels zum Eingriff mit einer komplementären Ausbildung an seitlich anschliessenden Teilen erstrecken, versehen wird und der auf der anderen Seite mit einem nach aufwärts gerichteten Teil versehen wird, der sich zur Bildung einer Wassernase quer über das Kopfende des Ziegels erstreckt, wobei Ziegelmaterial auf eine Palette aufgebracht wird, durch welche die genannte eine Seite des Ziegels ausgeformt wird und die genannte andere Seite des Ziegels durch Hindurchbewegen der Palette unter einem Formwerkzeug gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Formwerkzeug in Längsrichtung zum Ziegel gebracht und die Bewegungsrichtung der Palette zu jener Richtung parallel verlaufend gewählt wird,
    in der sich der aufwärts gerichtete Teil (15) erstreckt, und dass das Ziegelmaterial während des Hindurchfahrens der Palette unter dem Formwerkzeug mit diesem in Bearbeitungseingriff steht.
    II. Ziegel, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Ziegel nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Beton gebildet ist.
    2. Ziegel nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ziegelkopfseitige, aufwärts gerichtete Wassernase eine Antikapillar-Nut (14) aufweist.
    3. Ziegel nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er ein nach unten gerichtetes Schwanzende aufweist.
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