CH493574A - Einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atemschutzmasken oder Tauchermasken - Google Patents

Einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atemschutzmasken oder Tauchermasken

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CH493574A
CH493574A CH1093866A CH1093866A CH493574A CH 493574 A CH493574 A CH 493574A CH 1093866 A CH1093866 A CH 1093866A CH 1093866 A CH1093866 A CH 1093866A CH 493574 A CH493574 A CH 493574A
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CH
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acid
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hydrophilic
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CH1093866A
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Smissen Carl-Ernst Dr Van Der
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Draegerwerk Ag
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/12Chemical modification
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B18/00Breathing masks or helmets, e.g. affording protection against chemical agents or for use at high altitudes or incorporating a pump or compressor for reducing the inhalation effort
    • A62B18/08Component parts for gas-masks or gas-helmets, e.g. windows, straps, speech transmitters, signal-devices
    • A62B18/082Assembling eyepieces, lenses or vision-correction means in or on gas-masks

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Description


  
 



  Einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atemschutzmasken oder Tauchermasken
Beim Benutzen von Gasschutzmasken oder Tauchermasken, besteht die Gefahr des Beschlagens der Augenfenster durch das Ausscheiden von flüssigem Wasser aus der sich an den Augenscheiben abkühlenden feuchten Innenluft. Zur Vermeidung dieses Nachteils sind sogenannte Klarscheiben bekannt, die aus einer dünnen Trägerfolie bestehen, die mit Gelatine beschichtet ist.



  Diese nimmt Wasser auf, ohne dass eine Trübung eintritt.



  Die Klarscheiben haben den Nachteil einer beschränkten Gebrauchsdauer. Nach einer gewissen Benutzungszeit nimmt die Gelatine schliesslich so viel Wasser auf, dass sie mit dem von der Trägerfolie ablaufenden Wasser abläuft.



   Es ist weiterhin bekannt, auf die Augenscheiben Netzmittel aufzutragen, so dass das auf den Scheiben sich kondensierende Wasser einen zusammenhängenden Film bildet, der die Durchsichtigkeit der Scheibe nicht beeinträchtigt. Nachteilig ist hierbei, dass das Netzmittel mit dem von der Scheibe ablaufenden Wasser abgewaschen wird.



   Es ist weiterhin bekannt, die Augenscheiben bzw.



  Klarsichtscheiben doppelschichtig auszubilden, wobei die eine Schicht aus einem wasserbeständigen, organischen Kunststoffilm besteht, auf dessen Oberfläche eine äussere Schicht eines quellfähigen Materials aufgebracht ist. Die Herstellung von Augenscheiben bzw. Klarsichtscheiben aus mehreren Schichten ist umständlich.



   Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Nachteile der eingangs beschriebenen Sichtscheiben zu vermeiden und eine Sichtscheibe zu schaffen, die praktisch unbegrenzt verwendbar ist, ohne dass ihre klare Durchsichtigkeit leidet. Die Erfindung betrifft eine einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atemschutzmasken oder Tauchermasken aus durchsichtigem Kunststoff.



  Die Erfindung besteht darin, dass der Kunststoff aus einem Mischpolymerisat besteht, das zumindest in der Oberfläche der Sichtscheibe hydrophile Gruppen enthält.



  Die Erfindung hat den Vorteil, dass eine gut durchsichtige und in ihrer Herstellung einfache Sichtscheibe gebildet ist, deren Oberfläche infolge ihrer Hydrophilie Wasser in der Menge aufnehmen kann, wie es beim Gebrauch auftreten kann, und dass das Wasser wieder von der Oberfläche abfliesst, ohne dass sich die Hydrophilie der Oberfläche ändert. Es bildet sich auf der Sichtscheibe ein zusammenhängender Wasserfilm. Die Sichtscheibe ist klar durchsichtig. Die Gebrauchsdauer ist praktisch unbegrenzt. Das Mischpolymerisat kann mindestens in der Oberfläche der Sichtscheibe Vinylsulfonsäure-, Acrylsäure-, Maleinsäure- oder Vinylalkohol-Einheiten als Monomereinheiten mit hydrophiler Gruppe aufweisen.



   Die erfindungsgemässe Sichtscheibe kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass vor der Herstellung der Sichtscheibe zwei oder mehrere polymerisationsfähige Kunststoffe, von denen mindestens einer im polymerisierten Zustand hydrophile Gruppen enthält, copolymerisiert werden.



   Bei einem anderen Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Sichtscheibe können auch polymerisationsfähige Kunststoffe verwendet werden, die nicht von vornherein hydrophil sind. Das Verfahren wird dabei so durchgeführt, dass zwei oder mehrere polymerisationsfähige Kunststoffe copolymerisiert und zu einer Schicht verarbeitet werden, wobei die eine Komponente der Kunststoffe eine derartige ist, dass bei der Copolymerisation oder später durch chemische oder andere Einwirkung an ihr hydrophile   Gruppen    erzeugt oder in sie eingeführt werden können, wodurch die Oberfläche der Kunststoffschicht hydrophil wird.



   Die erfindungsgemässe Sichtscheibe kann auch so hergestellt werden, dass der Kunststoff bzw. die Schicht in stark alkalischer Lösung mit Verätherungsreagenzien umgesetzt werden, wobei Hydroxylgruppen in   Äthergrup-    pen umgewandelt werden.



   Die genannte Umsetzung, bei der Hydroxylgruppen beispielsweise mit Chloressigsäure oder   ,8-Chloräthan-    sulfonsäure umgesetzt werden, führt zu Anlagerung von Carbonsäure- bzw. Sulfonsäuregruppen.



   Im allgemeinen nimmt die Stärke der hydrophilen Eigenschaften von der Hydroxylgruppe über die Carboxygruppe zur Sulfonsäuregruppe zu. Die Hydrophilie  lässt sich also in dieser Weise verbessern. Bei der Verwendung von der genannten Essigsäure oder   9-      Chioräthansulfonsäure    ergibt sich eine Verätherung über das Chlor, das dabei abgespalten wird. Bedeutung hat diese Reaktion vor allem für Polyvinylacetat und für alle Cellulosederivate. Auch die Acetalisierung mit ungesättigten Aldehyden und Schwefeldioxyd zu Sulfonsäureacetalen ist geeignet zur Einführung von Sulfonsäuregruppen in hydroxylgruppenhaltige Verbindungen.



   Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.



  1. Ausführungsbeispiel:
Vinylchlorid u. Vinylacetat werden in bekannter Weise copolymerisiert und zu einer Schicht zur späteren Herstellung von Sichtscheiben verarbeitet. Das Mischpolymerisat wird 10 min. mit 600C warmer 30%iger Kalilauge behandelt. Danach wird das oberflächlich verseifte Mischpolymerisat 15 min.   gewässert.    Die Oberfläche des Mischpolymerisats erweist sich dann als hydrophil.



  2. Ausführungsbeispiel:
Viny!chlorid u. Vinylacetat werden wie im Beispiel 1 copolymerisiert. Eine daraus hergestellte Schicht in der Stärke der Sichtscheibe wird 60 min. mit einer 600C warmen 20%igen Kalilauge, welche mit Kaliumchloracetat oder mit   Kalium-p-chloräthansulfonat    gesättigt ist, behandelt. Nach 15 min. Wässern weist das Mischpolymerisat eine stark hydrophile Oberfläche auf.



  3. Ausführungsbeispiel:
Methylmethacrylat und Acrylnitril werden in bekannter Weise copolymerisiert. Eine aus dem Mischpolymerisat hergestellte Schicht in der Stärke der Sichtscheibe wird 60 min. mit 40%iger 600C warmer Kalilauge behandelt. Danach wird es 15 min. gewässert. Die Oberfläche des Mischpolymerisats weist dann den gewünschten hydrophilen Effekt auf.

 

   Die Zusammensetzung der Mischpolymerisate ist in keiner Weise auf die in den Beispielen angegebene beschränkt. So kommen vor allem Vinyl- und Acrylverbindungen, die Sulfonsäuregruppen oder Carbonsäuregruppen bzw. deren leicht verseifbare Ester enthalten, als Polymerisationskomponenten in Frage, wie z.B. Vinylsulfonsäure, Acrylsäure und Maleinsäure.



   Die Hydrophilie der hydroxylgruppenhaltigen Stoffe kann noch verbessert werden durch eine alkalische Behandlung mit Verätherungsreagenzien, die Carbonsäure, Sulfonsäure- oder Schwefelsäuregruppen tragen, z.B.



  Chloressigsäure, Chloräthansulfonsäure, Äthensulfonsäure oder Chloräthylschwefelsäure bzw. deren Salze. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atem schutzmasken oder Tauchermasken, aus durchsichtigem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff aus Mischpolymerisat besteht, das zumindest in der Oberfläche der Sichtscheibe hydrophile Gruppen enthält.
    UNTERANSPRUCH Sichtscheibe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischpolymerisat zumindest in der Oberfläche der Sichtscheibe Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen oder Vinylalkohol-Monomereinheiten aufweist.
CH1093866A 1965-07-31 1966-07-28 Einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atemschutzmasken oder Tauchermasken CH493574A (de)

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DED47871A DE1278845B (de) 1965-07-31 1965-07-31 Einschichtige Sichtscheibe, Klarsichtscheibe od. dgl., insbesondere fuer Atemschutzmasken oder Tauchermasken

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CH493574A true CH493574A (de) 1970-07-15

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ID=7050743

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CH1093866A CH493574A (de) 1965-07-31 1966-07-28 Einschichtige Sichtscheibe, insbesondere für Atemschutzmasken oder Tauchermasken

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BE (1) BE684674A (de)
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DE (1) DE1278845B (de)
DK (1) DK128148B (de)
FR (1) FR1498407A (de)
GB (1) GB1142019A (de)
NL (1) NL6610625A (de)
NO (1) NO122293B (de)
SE (1) SE338511B (de)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2155199C1 (ru) * 1999-06-10 2000-08-27 Открытое акционерное общество Научно-исследовательский институт эластомерных материалов и изделий Светопроницаемый материал

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Publication number Publication date
GB1142019A (en) 1969-02-05
SE338511B (de) 1971-09-06
NL6610625A (de) 1967-02-01
AT272851B (de) 1969-07-25
BE684674A (de) 1967-01-03
NO122293B (de) 1971-06-07
FR1498407A (de) 1967-10-20
DK128148B (da) 1974-03-11
DE1278845B (de) 1968-09-26

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