CH494411A - Objektivschnellwechseleinrichtung an Mikroskopen, insbesondere Stereomikroskopen - Google Patents
Objektivschnellwechseleinrichtung an Mikroskopen, insbesondere StereomikroskopenInfo
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Description
Objektivschnellwechseleinrichtung an Mikroskopen, insbesondere Stereomikroskopen Die Erfindung betrifft eine Obj ektivschnellwechsel- einrichtung an Mikroskopen, insbesondere Stereomikroskopen für eine Mehrzahl unabhängig voneinander gefasste Objektive die in den Strahlengang des Mikroskops einfügbar sind. Bei den bisherigen Objektivschnellwechseleinrichtungen werden Objektivrevolver verwendet; diese eignen sich für Mikroskope, bei denen die Objektive etwa in gleicher Höhe im Strahlengang angeordnet sind. Sind jedoch die Objektive in verschiedener Höhe angel ordnet, wie es insbesondere bei Stereomikroskopen der Fall ist, dann nimmt der Aufbau der Objektivrevolver viel Platz ein. Man hat deshalb bereits in einer Ebene einen schwenkbaren Objektivhalter und in einer anderen Ebene einen Objektivschlitten vorgeschlagen und diese durch einen Drehknopf in und aus dem Strahlengang verschoben. Dabei kann jedoch mit Rücksicht auf die Stabilität der mechanischen Einrichtung nur mit höchstens drei Objektiven oder Objektivpaaren gearbeitet werden. Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur schnellen und bequemen Ein- und Ausschaltung der Objektive in den Strahlengang eines Mikroskops, insbesondere eines Stereomikroskops, zu schaffen, die mit mehreren Objektiven oder Objektivteilen bzw. Objektivpaaren oder Teilen von Objektivpaaren unterschiedlicher Brennweiten aus gestattet sind. Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass je ein Objektiv auf einem zugehörigen Träger angeordnet ist, und dass zur Einschaltung der Objektive in den Strahlengang Drucktasten vorgesehen sind. Durch einfachen Druck auf eine Taste kann demnach das jeweils passende Objektiv oder die gewünschte Objektivkombination in den Strahlengang eingeschaltet werden. Die beiliegende Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung dar. Fig. 1 zeigt ein Stereomikroskop, teilweise geschnitten, Fig. 2 ist ein Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1. Das Oberteil des in Fig. 1 dargestellten Stereomikroskops weist einen Okularstutzen 1 und einen Halter mit Zahntrieb 2 auf. Am Oberteil sind zwei Lagerplatten 3 (Fig. 2) befestigt. Zwischen den beiden parallel zueinander stehenden Lagerplatten 3 ist eine Achse 4 angeordnet, die an den Lagerplatten 3 angeschraubt ist. Auf der Achse 4 sind vier Objektivträger 5 bis 8 drehbar gelagert und durch Abstandscheiben 9 voneinander getrennt. Zum Ausgleich des axialen Spiels der Objektivträger auf der Achse 4 dienen ein Abstandsstück 10 und Federscheiben 11. Das Stereomikroskop weist zwei Reihen von Objektiven 12a-12d und 12e-12h auf, die jeweils in Fassungen 13 gefasst sind. Die Fassungen 13 sind zum Einjustieren ihrer Lage in Hülsen 14 höhenverstellbar eingeschraubt. Zum Zentrieren der Objektive sind die Hülse 14 durch drei radial verstellbare Gewindestifte 15 gehalten. Jedem Objektivträger 5-8 ist eine Schraubfeder 16a-16d zugeordnet, die einerseits am Gehäuse an den Stellen 16e (Fig. 1) und andererseits an den Objektivträgern 5-8 befestigt sind. Die Schraubfedern 16a-16d sind so vorgespannt, dass sie die Objektive 12a-12h aus dem Strahlengang herauszuschieben versuchen. Zum Einbringen der Objektive in den Strahlengang sind Seile 17a-17d vorgesehen, welche auf noch zu beschreibende Art die Objektivträger 5-7 gegen einstellbare Anschläge 18-21 ziehen. Die Seile 17a-17d sind einerseits an jeweils einem Objektivträger und andererseits an Aufhängungen 24 befestigt; in ihrem mittleren Bereich sind sie über Rollen 22 und 23 geführt. Zur Erhöhung der Elastizität jedes Seiles 17a-17d ist jeweils noch eine Zugfeder 25 in jedem Seilzug vorge sehen. Die Schraubfedern 16a-16d sorgen in jedem Fall dafür, dass die Seile 17a-17d straff gespannt sind. Der Abstand zwischen den Befestigungsstellen der Seile 17a-17d an den Objektivträgern 5-8 und der Rolle 22 wird als wirksame Seillänge bezeichnet. Wird dieser Abstand bei einem der Seile 17a-17d verkürzt, dann wird offensichtlich der zugehörige Objektivträger verschwenkt. Dies wird zum Einschalten der Objektive in den Strahlengang ausgenutzt. Jedem Objisiktivbiger 5-8 ist eine Druc;ktaste 28a-d, ein Schwenkhebel 27a-d und eine Rolle 26a-d zugeordnet Jeder Schwenkhebel' 27aX hat eine Nase, an der jeweils eine der Rollen 26ad b; befestigt ist. Betin. Betätigen der Taste 28a schwenkt der Schwenkhebel 27a mit seiner Rolle 26a in den Bereich zwischen den Rollen 22 und 23 hinein, so dass;das dort gespannte Seil ergriffen wird und in Form einer Schlaufe ausgezogen wird. Da die Seillänge insgesamt etwa konstant bleibt, wird die bereits erwähnte wirksame Seillänge verkürzt und der zugehörige Objektivträger in den Strahlengang verschwenkt. Der Verschwenkung bis zu einem der Anschläge 18-21 entspricht demnach eine bestimmte Verkürzung der wirksamen Seillänge und damit einer bestimmten Grösse der durch die Rolle 26 gebildeten Schlaufe. Die Herstellung der gerade notwendigen Schlaufenlänge ist schwierig; die Schlaufenlänge ist deshalb etwas grösser gewählt als erforderlich, und die Nachlieferung des Seils zur Bildung der Schlaufe ist durch die jeweilige Feder 25a-25d ermöglicht. Es versteht sich jedoch, dass die Kraft jeder Feder 25a-d so gross gemacht ist, dass bei der Betätitung der jeweiligen Drucktaste 28a-d zunächst die zugehörige Schraubfeder 16a-d gedehnt wird und erst bei Erreichen des Objektivhalters am zugehörigen Anschlag (wonach keine Dehnung der Schraubfeder 16a-d mehr möglich ist) eine merkliche Dehnung der jeweiligen Feder 25a-d erfolgt. Zum Einrasten der Schwenkhebel 27a-d dient eine gemeinsame Klinke 29, die bezüglich ihres freien Endes unter Federvorspannung nach oben steht. Die Klinke 29 und jeder Schwenkhebel 27a-d/33a-d hat an seinem freien Ende eine schräge Fläche, die zum Verschwenken der Klinke nach unten dienen. Während dieses Verschwenkens der Klinke wird ein eventuell in Raststellung befindlicher Schwenkhebel frei, während der von der jeweiligen Drucktaste 28a-d geschobene Schwenkhebel 27a-d/33a-d in seine Wirkstellung gelangt, in welcher er durch erneutes Verschwenken der Klinke 29 nach oben gehalten wird. Damit die Vorgänge mit grösster Sicherheit ablaufen, tragen die eigentlichen Schwenkhebel 27a-d jeweils Zusatzhebel 33a-d, die schwenkbar gelagert sind und von Federn 35a-d gegen Anschläge 34a-d gezogen werden, sofern nicht durch Druck einer der Tasten 28a-d eine Verschwenkung stattfindet. Dann eilt die untere schräge Fläche der Zusatzhebel 33a-d der ursprünglichen Umrisslinie vor, und die untere Spitze der Zusatzhebel beschreibt in der Zeichnung eine tiefere Bahn, als es der Lage entspricht, bei der eine Anlage an die Anschläge 34a-d gegeben ist. Es wird so erreicht, dass die Klinke 29 weiter nach unten gedrückt wird, als es der Bahn der Spitze 31 bei unveränderter Umrisslinie entspricht. Ein eventuell in Raststellung befindlicher Schwenkhebel, welcher die ursprüngliche Umrisslinie einnimmt, wird also sicher von der Klinke 29 freigegeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHObjektivschnellwechseleinrichtung an Mikroskopen, insbesondere Stereomikroskopen, für eine Mehrzahl unabhängig voneinander gefasster Objektive, die in den Strahlengang des Milceoskops einfügbar sind dadurch gekennzeichnet, dass je ein Objektiv (12a-h) auf einem zugehörigen Träger (5-8) angeordnet ist und dass zur Einschaltung der Objektive (12ah) in den Strahlengang Drucktasten vorgesehen sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Objektivschnellwechseleinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (5-8) unter Federvorspannung (16a-d) im Sinne einer Verstellung aus dem Strahlengang heraus stehen und dass die Drucktasten (28a-d) mit Rastvorrichtungen versehen sind und biegsame Zwischenglieder (17a-d) zur Einstellung der Träger (5-8) gegen Anschläge (18-21) vorgesehen sind, welche die Lage der Objektive im Strahlengang bestimmen.2. Objektivschnellwechseleinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die biegsamen Zwischenglieder aus Seilzügen (17a-d) bestehen, die an jeweils zugehörigen Trägern (5-8) befestigt sind und deren jeweilige Wirklänge bei Betätigung der zugehörigen Drucktasten (28a-d) verkürzt sind.3. Objektivschnellwechseleinrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Seilzug (17a-d) über mindestens eine Umlenkrolle (22) geführt und mit dem dem Träger abgewendeten Ende an einem Festpunkt (24) befestigt ist und dass die zugehörige Drucktaste (28a-d) im Bereich zwischen Festpunkt (24) und Umlenkrolle (22) angreift.4. Objektivschnellwechseleinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastvorrichtung jeder Drucktaste (28a-d) aus einem am Seilzug angreifenden Schwenkhebel (27a-d) und einer unter Federvorspannung stehenden Klinke (29) besteht, die das freie Ende des Schwenkhebels (27a-d) hintergreift, wenn dieser in seine Arbeitslage geschaltet ist.5. Objektivschnellwechseleinrichtung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Schwenkhebeln (27a-d) jeweils ein Zusatzhebel (33a-d) angeordnet ist, um ein tieferes Herunterdrükken der Klinke (29) bei Betätigung der Drucktaste (28a-d) zu erreichen.6. Objektivschnellwechseleinrichtung nach Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzhebel (33a-d) auf dem Schwenkhebel (27a-d) drehbar gelagert und an einen Anschlag (34a-d) federgefesselt ist.7. Objektivschnellwechseleinrichtung nach einem der Unteransprüche 3 bis 6, Idadurch gekennzeichnet, dass eine einzige Klinke (29) für alle Schwenkhebel (27a-d) vorgesehen ist.8. Objektivschnellwechseleinrichtung nach einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger (5-8) schwenkbar angeordnet sind.9. Objektivschnellwechseleinrichtung nach einem der Unteransprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Seilzug (17a-d) eine Feder (25a-d) aufweist, welche die Nachgiebigkeit des Seilzuges einzustellen gestattet.
Applications Claiming Priority (1)
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Legal Events
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