CH494622A - Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von Wurstwaren - Google Patents
Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von WurstwarenInfo
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Description
Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoff darmes von Wurstwaren Die in neuerer Zeit in zunehmendem Masse für die Verpackung von Waren verwendeten Kunststoffolien haben den Nachteil, dass ihre zum Schutze der Ware durchaus erwünschte Zähigkeit das Öffnen solcher Verpackungen sehr erschwert. Dies gilt in ganz besonderem Masse für Wurstwaren, bei denen die Wurstmasse in Kunststoffdärme verpackt ist. Es hat sich gezeigt, dass Verbraucher regelmässig Schwierigkeiten haben, an den Inhalt solcher Würste heranzukommen, weil der sehr zähe, weder Ecken noch Kanten aufweisende Kunststoffdarm sich mit einem gewöhnlichen Messer kaum schneiden lässt. Es ist vielmehr erforderlich, den Kunststoffdarm zuerst mit einem spitzen Gegenstand aufzustechen, wobei dann oft noch beispielsweise durch zu tiefes Einstechen die verpackte Ware beschädigt wird oder teilweise verlorengeht. Dazu kommt noch, dass oft in solcher Weise verpackte Waren als Proviant dienen, wobei im Freien oft nicht die erforderlichen Geräte zum Eröffnen der Kunststoffolien zur Verfügung stehen. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit welcher sich die angegebenen Nachteile vermeiden lassen, die klein und handlich und in der Gestehung so billig ist, dass es möglich wird, sie den verpackten Waren jeweils gleich mitzuliefern, ähnlich wie sich die beispielsweise für die Schlüssel zum Öffnen von Sardinenbüchsen eingebürgert hat. Die erfindungsgemässe Lösung der gestellten Aufgabe besteht in einer Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von Wurstwaren, welche sich dadurch auszeichnet, dass sie durch eine Scheibe aus steifem Material gebildet ist, welche eine gerade Führungskante und eine in der Verlängerung derselben gebildete, um die gewünschte Schnittiefe von ihr weg- ragende Spitze aufweist. Die beiliegende Zeichnung zeigt drei beispielsweise Ausführungsformen von erfindungsgemässen Vorrichtungen. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf die erste Ausführungsform; die Fig. 2 und 3 zeigen Draufsichten auf eine zweite Ausführungsform vor und nach dem Falten, und die Fig. 4 und 5 zeigen entsprechende Draufsichten der dritten Ausführungsform. Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einer angenähert halbkreisförmigen Scheibe 1 aus einem dünnen, jedoch steifen Material, z. B. PVC oder Blech. Am einen Ende der geraden Kante 2 dieser Scheibe 1 ist eine von der Kante wegragende Spitze in Form eines spitz zulaufenden Zahnes 3 gebildet. Die Höhe, um welche dieser Zahn 3 über die Kante 2 wegragt, ist gleich der mit der Vorrichtung zu erreichenden maximalen Schnittiefe gewählt, und wird in der Praxis nur wenige, z.B. 1-4 Millimeter betragen. Die dargestellte Vorrichtung ist klein und in einem einzigen Stanzvorgang herstellbar. Ihre Gestehungskosten sind so gering, dass eine solche Vorrichtung ohne weiteres einer in Kunststoffolie verpackten Ware, z. B. einer Wurst beigegeben werden kann. Zum Gebrauch wird diese Vorrichtung zwischen zwei Fingern gehalten, zuerst der Zahn 3 in die Kunststoffolie eingestochen und anschlie ssend der Schnitt in gewünschter Richtung und Länge geführt. Beim Schneiden dient die der Kante 2 zugewendete Kante 4 des Zahnes 3 als Schneidekante, während die Kante 2 der Scheibe 1 eine gerade Führungskante bildet, die sich während des Schneidevorganges auf der Ware abstützt und eine gleichbleibende Schnitttiefe gewährleistet. Statt wie gesagt, als gerader Zahn ausgebildet, könnte die Spitze des Zahnes auch hakenförmig gegen die Führungskante 2 hin abgebogen sein. Eine solche hakenförmige Ausbildung des Zahnes hat den Vorteil, dass beim Ziehen der Vorrichtung nach dem Einstechen die hakenförmige Spitze unter die zu trennende Folie greift und sich selber führt, so dass der Zahn während des Schneidens nicht stets auf die Ware heruntergedrückt werden muss. Die Fläche 5 der Scheibe 1 ist mit Vorteil zur Aufnahme von Werbeaufdrucken geeignet, solche könnten aber auch aufgeprägt oder in anderer Weise aufgebracht sein. Auch die auf einem Picknickplatz achtlos weggeworfene Vorrichtung wirkt in dieser Weise, besonders wenn sie aus nicht verrottendem Kunststoff hergestellt ist, noch lange Zeit als Werbeträger. In den Fig. 2 und 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung dargestellt, die sich ganz besonders für die Zugabe zu in Kunststoffdärmen verpackten Würsten eignet, da sie sich in hervorragender Weise während des Herstellungsvorganges der Würste lösbar an diesen befestigen lässt. Auch die Vorrichtung der Fig. 2 und 3 besteht aus einer, diesmal aber annähernd kreisrunden Scheibe 1. In dieser Scheibe 1 ist ein randoffener Ausschnitt 6 in Form eines Kommas gebildet, wodurch im verbleibenden Teil der Scheibe 1 eine hakenförmig gegen das Scheibeninnere gebogene Spitze 3 erzeugt wird. In die Scheibe 1 ist diametral verlaufend eine in den Ausschnitt 6 mündende Falzlinie 7 gerissen. Die Form und Grösse der ungefalteten Vorrichtung, wie sie in der Fig. 2 dargestellt ist, ist mit Vorteil auf die Querschnittsfläche einer Wurstsorte abgestimmt, welche mit dieser Vorrichtung versehen werden soll. Weiter ist die Öffnung 8 des Ausschnittes 6 auf die Grösse des Wurstzipfels dieser Wurstsorte abgestimmt. Im ungefalteten Zustand, wie er in der Fig. 2 dargestellt ist, kann nun die Vorrichtung während der Herstellung der Wurstware gegebenenfalls vollautomatisch an den Enden der Würste eingehängt werden. Zum Gebrauch der Vorrichtung wird sie durch Ziehen und gleichzeitiges Drehen vom Wurstzipfel gelöst und hierauf längs der Faltlinie 7 gefaltet. Die gefaltete Vorrichtung ist in Fig. 3 dargestellt und entspricht nun im wesentlichen derjenigen nach Fig. 1, wobei die Falzlinie nunmehr die Führungskante bildet, die von der Spitze 3 durch eine Ausnehmung 8 getrennt ist. Wie ersichtlich, ragt der gefaltete Teil 9 der Scheibe nirgends über den die Spitze 3 tragenden Teil 10 vor. Von der Ausführungsform nach den Fig. 2 und 3 unterscheidet sich diejenige nach den Fig. 4 und 5 durch eine andere Form der Scheibe und durch eine andere Ausbildung der Mittel zur Befestigung der Vorrichtung an einem Wurstzipfel. Bei diesem Beispiel ist die Scheibe 1 von etwa quadratischer Form mit einem in der einen Hälfte angebrachten, randoffenen Ausschnitt 11, durch den eine hakenförmige Spitze 13 gebildet ist. Von der Öff- nung 12 erstreckt sich eine Falzlinie 14 längs einer Diagonale durch die Scheibe 1. Im Zentrum der Scheibe 1 ist eine sternförmige Öffnung 12 ausgeschnitten, deren Grösse etwa auf die Grösse eines Wurstzipfels abgestimmt ist. Mittels dieser Öffnung wird die Vorrichtung nach den Fig. 4 und 5 über einen Wurstzipfel gestossen, wobei die Lappen 15 etwas aus der Ebene der Scheibe gebogen werden und widerhakenartig verhindern, dass die aufgeschobene Vorrichtung sich ungewollt vom Wurstzipfel löst. Der Gebrauch dieser Vorrichtung entspricht genau demjenigen der vorhergehend beschriebenen Vorrichtung. Die vom Wurstzipfel gelöste Vorrichtung wird längs der Falzlinie 14 gefaltet, und es entsteht der in Fig. 5 dargestellte Schlitzer.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von Wurstwaren, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch eine Scheibe (1) aus steifem Material gebildet ist, welche eine gerade Führungskante (2, 7, 14) und eine in der Verlängerung derselben gebildete, um die gewünschte Schnittiefe von ihr weg- ragende Spitze (3, 13) aufweist.UNTERANSPROCKE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Spitze (13) hakenförmig gegen dib Führungskante (7, 14) hin gebogen ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (13) von der Führungskante (7) durch eine Ausnehmung (8) getrennt ist.3. Vorrichtung nach Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie durch eine Scheibe mit einem kommaförmigen, randoffenen Ausschnitt (6, 11) gebildet und längs einer in den Ausschnitt mündenden Falzlinie (7, 14) gefaltet ist, welche die Führungskante bildet.4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei ungefaltetem Falzteil (9) der Ausschnitt (6) zum Einhängen der Vorrichtung an der Ware ausgebildet ist.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (1) neben dem Ausschnitt (11) eine sternförmige Öffnung (12) aufweist, die dazu bestimmt ist, über den Zipfel einer Wurst geschoben zu werden, wobei die Lappen (15) der Öffnung die Scheibe widerhakenartig festhalten.6. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gefaltete Teil nirgends. über den die Spitze tragenden Teil vorragt (Fig. 2-5).7. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der neben der Spitze verbleibende Teil der Scheibe zur Aufnahme von Werbeaufdrucken ausgebildet ist.8. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, zum Öffnen des Kunstdarmes von Wurstwaren, dadurch gekennzeichnet, dass Form und Dimensionierung der ungefalteten Scheibe auf die Querschnittsfläche einer Wurstsorte und die Öffnung (8) des Ausschnittes (6) auf die Grösse des Wurstzipfels abgestimmt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH30769A CH494622A (de) | 1969-01-10 | 1969-01-10 | Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von Wurstwaren |
| DE19696935969 DE6935969U (de) | 1969-01-10 | 1969-09-12 | Vorrichtung zum eroeffnen von in kunststoffolien verpackten waren, insbesondere zum schlitzen des kunststoffdarmes von wurstwaren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH30769A CH494622A (de) | 1969-01-10 | 1969-01-10 | Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von Wurstwaren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH494622A true CH494622A (de) | 1970-08-15 |
Family
ID=4184013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH30769A CH494622A (de) | 1969-01-10 | 1969-01-10 | Vorrichtung zum Eröffnen von in Kunststoffolien verpackten Waren, insbesondere zum Schlitzen des Kunststoffdarmes von Wurstwaren |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH494622A (de) |
| DE (1) | DE6935969U (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0232554A1 (de) * | 1986-02-10 | 1987-08-19 | Mario Bruno | Rundes Allzwecktaschenwerkzeug |
| EP2776218A4 (de) * | 2011-11-11 | 2015-06-17 | 3M Innovative Properties Co | Integrierter etikettenentferner |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015107831A1 (de) * | 2015-05-19 | 2016-11-24 | Guido Flaig | Vorrichtung zum in der Tiefe definierten Einschneiden, insbesondere einer Wurst bzw. deren Haut |
-
1969
- 1969-01-10 CH CH30769A patent/CH494622A/de not_active IP Right Cessation
- 1969-09-12 DE DE19696935969 patent/DE6935969U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE6935969U (de) | 1969-12-18 |
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