CH494768A - Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-thiadiazolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-thiadiazolen

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CH494768A
CH494768A CH936970A CH936970A CH494768A CH 494768 A CH494768 A CH 494768A CH 936970 A CH936970 A CH 936970A CH 936970 A CH936970 A CH 936970A CH 494768 A CH494768 A CH 494768A
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CH
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thiadiazole
effected
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allyloxy
cyano
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Application number
CH936970A
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English (en)
Inventor
Maurice Weinstock Leonard
James Tull Roger
Original Assignee
Merck & Co Inc
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D285/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
    • C07D285/01Five-membered rings
    • C07D285/02Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles
    • C07D285/04Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles not condensed with other rings
    • C07D285/101,2,5-Thiadiazoles; Hydrogenated 1,2,5-thiadiazoles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-thiadiazolen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von   4-Amino-l,2,5-thiadiazolen,    die zur Synthese von eine   coccidienvemichtende    Wirkung aufweisenden Sulfathiadiazolen verwendet werden können.



   Diese neuen Verbindungen weisen folgende Formel auf:
EMI1.1     
 worin R Niederalkenyl, z. B. Allyl oder Methallyl, oder Niederalkinyl, z.B. 2-Butinyl oder 2-Propinyl, bedeutet.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist nun dadurch gekennzeichnet, dass ein Cyan der Formel
EMI1.2     
 mit einer Lösung, welche eine starke Base und ein Alkali   metailhypohalogenit    enthält. oder zuerst mit einer Base und dann mit einem gelösten Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhypohalogenid behandelt wird.



   Das erhaltene 4-Amino-thiadiazol kann hierauf durch Umsetzung mit einem N-Acylsulfanilylchlorid in Gegenwart eines Säurebindemittels, z. B. Pyridin, bei einer Temperatur von etwa 0 bis 500 C, in ein entsprechendes   4-N-Acylsulfanilamido- 1,2,5- thiadiazol    übergeführt werden.



   Die Umsetzung von Verbindungen der Formel II erfolgt zweckmässig in einem wässerigen Milieu oder noch besser in einem wasserhaltigen Alkohol mit einer katalytischen Menge Base, z. B. Natrium- oder Kaliumcarbonat oder Natrium- oder Kaliumhydroxyd. Das Produkt kristallisiert beim Abkühlen der Reaktionsmischung aus. Je nach dem Substituenten in 3-Stellung erhält man   3-Allyloxy-4-carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol    oder 3-Butinyloxy-4-carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol.



   Ein wässerige alkalische Hydrolyse führt dabei zu befriedigenden Ergebnissen, doch wird bei der Verwendung einer alkalischen wässrigen Alkohollösung eine bessere Ausbeute erzielt. Als Hydrolysemedium wird daher z. B.   505foiger    tert. Butylalkohol bevorzugt; es kann auch ein anderer Niederalkanol, z. B. Arthyl-, Methyl- oder Isobutylalkohol oder Isopropylalkohol, verwendet werden.



   Die Hydrolyse kann ebenfalls durchgeführt werden, indem als Base ein basisches Anionenaustauscherharz verwendet wird, wobei sich ein Polystyrol-quartäres Ammoniumhydroxyd, z. B.  Amberlite IRA-400  (von Rohm und Haas hergestellt), eignet. Die Hydrolyse erfolgt bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und 1000 C, vorzugsweise wendet man dazu Temperaturen zwischen 65 bis 950 C an.



   Hierauf wird das erhaltene Zwischenprodukt, nämlich das 4-Carbamoylthiadiazol, mit einem z. B. wässrigen alkalischen Hypohalogenit, z. B. Natrium- oder Kaliumhypochlorit oder -hypobromit, behandelt. In dieser Stufe ist eine starke Base, z. B. Natrium- oder Kaliumhydroxyd, von Vorteil; 2 Mol Base pro Mol Amid sind notwendig, um eine maximale Ausbeute zu erzielen, doch können gegebenenfalls auch grössere Mengen verwendet werden.



   Als Endprodukt erhält man z. B. 3-Allyl-(oder Meth   allyl)-4-amino- 1 ,2,5-thiadiazol    oder 3-(2-Butinyl-, 3-Butinyl- oder   3-Propinyl-)-4-amino-1,2.5-thiadiazol.   



   Bei dieser Verfahrensweise kann man mit Vorteil ohne Isolierung der Zwischenverbindung, nämlich des 4-Carbamoylderivates, vorgehen. Dabei erfolgt die Hydrolyse durch Behandlung mit einer Base, wie zum Beispiel Natriumhydroxyd oder Natriumcarbonat, in einem   Wasser-Alkoholgemisch, vorzugsweise einem Niederalkanol, wie z. B. Methyl-, n-Propyl-, Isopropyl- oder tertiärem Butylalkohol. Die Amidgruppe wird dann durch Behandlung mit zusätzlicher Base und einem Alkalihypohalogenit wie z. B. Natrium- oder Kaliumhypochlorit oder Natrium- oder Kaliumhypobromit, in das Amin umgewandelt.



   Bei diesem Verfahren ist die Temperaturbegrenzung nicht kritisch. Die Hydrolyse kann bei Raumtemperatur oder bei erhöhter Temperatur bis zu 1000 C durchgeführt werden, während die Überführung des Amids zum Amin zweckmässig anfänglich bei 0 bis 250 C erfolgt und bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 60 bis 900 C, zu Ende geführt wird. Das erhaltene Endprodukt der Formel   1    kann dann durch Extraktion mit einem mit Wasser   unvermischbaren    Lösungsmittel, z. B. Äther, Benzol, Chloroform oder Äthylacetat, isoliert werden.



   Das Nitril der Formel II kann aber auch unmittelbar in das entsprechende Amin umgewandelt werden, indem es in einer eine starke Base und ein   Alkalihypochlorit    oder -hypobromit enthaltenden wässrigen Lösung gelöst wird. Die Umsetzung kann bei 0 bis 250 eingeleitet und dann bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei etwa 60 bis 800 C, zu Ende geführt werden.



   Nach dem Verfahren können z. B. 3-Allyloxy-4-amino- 1   .2,5-thiadiazol,    3-Methallyloxy-4-amino- 1 ,2,5-thiadiazol,   3 -(2-Butinyloxy)-4-amino- 1 ,2,5-thiadiazol    oder 3-(2   -Propinyloxy)-4.amino-1 ,2,5-thiadiazol    hergestellt werden.



   Die Endprodukte können hierauf wie gesagt in Gegenwart eines Säurebindemittels, z. B. Pyridin, bei einer Temperatur von etwa 0 bis 500 C mit einem N-Acylsulfanilyl umgesetzt werden, wobei der Acyl-Rest, zum Beispiel ein   Propionyl-,    Butyryl- Benzoyl-Rest sein kann; doch wird der N-Acetyl-Rest vorgezogen.



   Auf diese Weise können z. B. die folgenden 4-Acylderivate:   3 - Allyloxy -4-    (N4-acetylsulfanilamido) -   1,2,5-    -thiadiazol, 3   -   Methallyloxy -   4-(N4-acetylsulfanilamido)-      -1 ,2,5-thiadiazol    oder   3-(2-Butinyloxy-4-(N4-acetylsulfa-      nilamido)- 1 ,2,5-thiadiazol    hergestellt werden.



   Den im erfindungsgemässen Verfahren zu verwendenden Ausgangsstoff der   Eormel    II kann man wie folgt herstellen: Man behandelt ein Alkali- oder Erdalkalimetallsalz von   3-Hydroxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol    mit einem Alkenylierungs- Alkinylierungsmittel, z. B. Allylbromid,   2-Butenylchlorid,    3-Butinylchlorid, Methallylchlorid, 3-Propinylchlorid oder 3-Butinylchlorid.



   Dabei erhitzt man ein Gemisch eines Alkinyl- oder Alkenylhalogenids und eines Alkali- oder Erdalkalimetallsalzes von   3 -Hydroxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol    mit einer schwachen Base,   zweckmäsigerweise    einem Alkalimetallcarbonat, z. B. Natrium- oder Kaliumcarbonat, und einem Alkalimetalljodid in einem geeigneten Lösungsmittel, z. B. Aceton, Dimethylformamid, oder Acetonitril.



   Die Verwendung des Alkalimetallcarbonats und des Alkalimetalljodids ist nicht unbedingt erforderlich; die Anwesenheit der ersteren dient dazu, die Hydroxyverbindung in anionischer Form zu halten, während das Jodid die Geschwindigkeit der Alkinylierung bzw. Alkenylierung erhöht, wenn diese Umsetzung durch Verwendung eines Alkinyl- oder Alkenylchlorids oder -bromids bewirkt wird. Auf diese Weise können Natrium- und Kaliumsalze von   3-Hydroxy-4-cyano-1,2,5-thiadiazol    in die gewünschten Verbindungen der Formel II übergeführt werden.



   Es sei noch erwähnt, dass diese Metallsalze des 3 -Hydroxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazole hergestellt werden können, indem Natrium-, Kalium- oder Calciumcyanid in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z. B. Äthylacetat, Propylacetat oder Acetonitril, gelöst und die Lösung dann mit Schwefeldioxyd behandelt wird.



   Beispiel A) 1.   3-A llyloxy-4-cyano-1 .2,5-thiadiazol   
Ein Gemisch von 1 g (6,05 Millimol) des Kaliumsalzes von 3-Hydroxy-4-cyano-1,2,5-thiadiazol, 1,0 g (8,27 Millimol) Allylbromid,   16 mol    Acetonitril,   647 mg    (6,1 Millimol) Natriumcarbonat und 72 mg Natriumjodid wird 4 Stunden auf 550 C erhitzt. Das Gemisch wird dann abgekühlt und in 20 ml Wasser gegossen. Das Zweiphasengemisch wird dreimal mit je   10 mol    Petrol äther extrahiert. Die kombinierten organischen Extrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet und auf einem Wasserbad im Vakuum eingedampft, wobei man 960 mg   3-Allyloxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol    in Form eines Öls erhält.



   Befolgt man das obige Verfahren unter Verwendung von Propylbromid, so wird 3-n-Propoxy-4-cyano- 1,2,5 -thiadiazol erzeugt.



   2. Ein Gemisch von 0,588 g (35,6 Millimol) des Natriumsalzes von   3-Hydroxy-4-cyano-l,2,5-thiadiazol,    1,0 g (8,27 Millimol) Allylbromid,   16 mol    Acetonitril,   647 mg    (0,1 Millimol) Natriumcarbonat und 72 mg Natriumjodid wird 4 Stunden auf 550 C erhitzt. Das Gemisch wird dann abgekühlt und in 20 ml Wasser gegossen. Das Zweiphasengemisch wird dreimal mit je   10 mol    Petrol Benzol extrahiert. Die kombinierten organischen Extrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet und auf einem Wasserbad im Vakuum eingedampft, wobei man 960 mg 3-Allyloxy-4-cyano- 1,2,5-thiadiazol in Form eines Öls erhält.



   3.   3-(2-Butynyloxy)-4-cyano-I,2,5-thie:liazol   
Ein Gemisch von 0,11 Mol des Kaliumsalzes von   3-Hydroxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol,    0,15 Mol 2-Butynylchlorid, 75 ml Dimethylformamid und 1,3 g Natriumjodid wird 4 Stunden auf 55 bis 600 C erhitzt. Das Gemisch wird dann abgekühlt und in   200ml    Wasser gegossen. Das Zweiphasengemisch wird dreimal mit je 100 ml Pentan extrahiert. Die kombinierten organischen Extrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wird unter Verwendung eines Wasserbads bei 50 bis 600 C verdampft, wobei man 3-(2-Buty   nyloxy)-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol    in Form eines öligen Rückstands erhält.



  B)   3-Allyloxy-4-carbamoyl-1,2,5-thisd iazol   
Eine Lösung von 13,24 g (29,5 Millimol) 3-Allyloxy   -4-cyano-l ,2,5-thiadiazol    in 65 ml absolutem Äthanol und   65 mol    Wasser wird bei   Rüclcfluss    erhitzt und   4 mol    2,5 n wässrige Natriumhydroxydlösung werden beigefügt.

 

  Nach 12 Minuten Erhitzung bei   Rüclcflusstemperatur    wird die Lösung auf 50 C abgekühlt und 1 Stunde unter Rühren stehen gelassen. Der Niedersschlag wird abfiltriert, mit Eiswasser gewaschen und bei 400 C im Vakuum   getrocknet    wobei man 11,23 g 3-Allyloxy-4-carb   amoyl- 1 ,2,5-thiadiazol,    F = 107 bis 1090 C, erhält.



   Befolgt man das Verfahren unter Verwendung von 3-n-Propoxy-4-cyano- 1,2,5-thiadiazol oder 3-Methallyloxy-4-cyano-1,2,5-thiadiazol, so wird das entsprechende Niederalkoxy- oder Niederalkenyloxy-4-carbamoyl- 1,2,5 -thiadiazol erhalten.



   Verschiedene Arten von Hydrolyse gemäss B):
1. Befolgt man das Verfahren unter Verwendung von 6 g (0,036 Mol)   3-Allyloxy-4-cyano-l,2,5-thiadiazol,    6,05 g (0,108 Mol)   Kaliumhydroxyd    und 105 ml absolu  tem Äthanol, so wird   3-Allyloxy-4-carbamoyl- 1 ,2,5-thia-    diazol, F = 100 bis 1030 C, erzeugt.



   2. Befolgt man das Verfahren unter Verwendung von 1 g (0,006 Mol!   3-Propoxy-l,2,5-thiadiazol,    10 ml Wasser und 0,4ml   2,5 n    NaOH, so wird 3-n-Propoxy   -4-carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol    erzeugt.



   3. Befolgt man das Verfahren unter Verwendung von 1 g (0,006 Mol)   3-Allyloxy-4-cyano-1,2,5-thiadiazol,    0,1 g Natriumcarbonat und 10 ml Wasser, wobei 25 Minuten beim Rückfluss erhitzt wird, so wird   3-Allyloxy-4-carb-      amoyl-1 ,2,5-thiadiazol    erzeugt.



   4. 2 g   3-Allyloxy-4-cyano-1,2,5-thiadiazol    werden mit 2 g    < eAmberlite    IRA-400  (einem Polystyrol-quartären Ammoniumhydroxyd, das von Rohm und Haas hergestellt wird) und   25 mol    Wasser vereinigt und 1 Stunde beim Rückfluss erhitzt. Das heisse Gemisch wird filtriert und das Harz zweimal mit je 25 ml heissem Wasser gewaschen. Das Filtrat wird abgekühlt und viermal mit je 100 ml Äther extrahiert. Die kombinierten Äther extrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum verdampft, wobei man als Rückstand   3-Allyloxy-4-carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol,    F 102 bis 1060 C, erhält.



   5. 5 g (0,03 Mol)   3-Allyloxy-4-cyano-l,2,5-thiadiazol,      25    ml tertiärer Butylalkohol und 25 ml Wasser werden beim Rückfluss erhitzt. 1,56 ml (3,9 Millimol) 2,5 n Natriumhydroxyd werden dann beigefügt, und das Gemisch wird weitere 12 Minuten beim Rückfluss erhitzt. Das Gemisch wird dann abgekühlt und filtriert und das Filtrat mit Eiswasser gewaschen. Das Filtrat wird dreimal mit je   25 mol    Chloroform extrahiert. Die kombinierten Chloroformextrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wird verdampft, wobei man als Rückstand   3 -Allyl-4-carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol,    F = 106 bis 1090 Cerhält.



  BB)   3-(2-Butynyloxy)-4-carbamoyl-1,2,5-thiadiazol   
0,006 Mol   3-(2-Butynyloxy)-4-cyano-1 ,2,5-thiadiazol    werden in   6,75 ml    einer Lösung von 10g (0,012 Mol) Kaliumhydroxyd in 100 ml Isopropylalkohol, die vorgängig auf etwa   0     C abgekühlt wurde, gegeben. Das Gemisch wird etwa 15 Minuten bei   0     C belassen, wobei sich ein Niederschlag bildet. Das Gemisch wird dann auf Raumtemperatur erwärmt und 1 Stunde gerührt, dann filtriert und der Niederschlag mit Isopropylalkohol gewaschen. Das Lösungsmittel wird verdampft, wobei man   3 -(2-Butynyloxy)-4-carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol    erhält.



     C1) 3-Allyloxy-4-amino-1,2,5-thiadiazol   
In eine Lösung von   36 mol    0,75 molarem Natriumhypochlorit (27 Millimol) und 2,84 ml 50%igem Natriumhydroxyd werden 5,0 g (27 Millimol) 3-Allyloxy-4   -carbamoyl- 1 ,2,5-thiadiazol    gegeben. Das Gemisch wird
1 Stunde unter Rühren auf 700 C erhitzt. Der Feststoff löst sich rasch beim Erwärmen, und in etwa 10 Minuten bildet sich ein öliges Produkt. Am Ende des Erhitzens werden 20 ml Äthyläther beigefügt und die erhaltenen Schichten getrennt. Die wässrige Phase wird mit 20 ml   Äthaläther    gewaschen, und die kombinierten Ätherextrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lö sungsmittel wird in einem Waserbad im Vakuum entfernt, wobei man   3-Allyloxy-4-amino-1,2,5-thiadiazol    in Form eines Öls erhält.



     Q) 3-Allyloxy-4-amino-1,2,5-thiadiazol   
1. In eine auf   0     C abgekühlte Lösung von 13,5 ml
1,51n Kaliumhydroxyd in Isopropylalkohol werden 2g  (0,012 Mol)   3-Allyloxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol    gegeben.



   Das Gemisch wird 15 Minuten bei 00 C gehalten, bevor man es Raumtemperatur annehmen lässt. Es wird 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt, worauf 4,8 ml (0,12 Mol) 2,5 n Natriumhydroxyd und 8,05 ml (0,12 Mol) 1,49 molares Natriumhypochlorit beigefügt werden. Das Gemisch wird 1 Stunde auf   70"    C erhitzt. Es wird dann abgekühlt und dreimal mit je 50 ml Äther extrahiert. Die kombinierten Ätherextrakte werden mit 25 ml Wasser gewaschen und dann mit Magnesiumsulfat getrocknet Der Äther wird durch Eindampfen im Vakuum bei Raumtemperatur entfernt, wobei man 3-Allyl-4-amino   - 1 ,2,5-thiadiazol    in Form eines öligen Rückstands erhält.



   2.   5 g 3 -Allyloxy-4-cyano- 1 ,2,5-thiadiazol    werden in ein Gemisch von 25 ml Wasser, 25 ml absolutem Äthanol und   2 mol      2,5 n    Natriumhydroxyd bei Raumtemperatur gegeben. Das Gemisch wird 12 Minuten beim Rückfluss erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt; 3,16 ml Natriumhydroxyd und 40 ml 75 molares Natriumhypochlorit werden beigefügt. Das Gemisch wird dann 1 Stunde auf 700 C erhitzt. Es wird abgekühlt und dreimal mit je 50 ml Äther extrahiert. Die kombinierten Ätherextrakte werden mit 25 ml Wasser gewaschen und dann mit Magnesiumsulfat getrocknet. Der Äther wird durch Eindampfen im Vakuum bei Raumtemperatur entfernt, wobei man   3-Allyl-4-amino-l ,2,5-thiadiazol    als öligen Rückstand erhält.



   3. Ein Gemisch von 5g (0,03 Mol) 3-Allyloxy-4 -cyano-1,2,5-thiadiazol, 25 ml tertiärem Butanol und   25 mol    Wasser wird beim Rückfluss erhitzt. 1,56 ml (3,9 Millimol) 2,5 n Natriumhydroxyd werden beigefügt, und das Gemisch wird 12 Minuten beim Rückfluss erhitzt. Das Gemisch wird durch Zugabe von 0,27 ml (4,7 Millimol) Eisessig angesäuert und dann auf Raumtemperatur abgekühlt. Ein Gemisch von 3,16 ml (0,06 Mol) 19 n Natriumhydroxyd und 23,6 ml 1,27 N Natriumhypochlorit wird tropfenweise beigefügt und das Gemisch 1 Stunde auf 700 C erhitzt. Dann werden 6 ml 12 n Salzsäure beigefügt, und das tertiäre Butanol wird azeotrop wegdestilliert, bis die Dampftemperatur etwa 900 C erreicht. 1,5 ml 19 n Natriumhydroxyd werden beigefügt und das Gemisch dreimal mit je 25 ml Benzol extrahiert.

  Die Benzolextrakte werden mit 10 ml Wasser gewaschen, mit Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum verdampft, wobei man 3-Allyloxy-4-amino-1,2,5-thiadiazol erhält.



   4. 5 g (0,03 Mol)   3-Allyloxy-4-cyano-1 ,2,5-thiadiazol.   



  0,05 g Natriumcarbonat und 50 ml Wasser werden 40 Minuten auf etwa 1000 C beim Rückfluss erhitzt und dann auf etwa 250 C abgekühlt. Ein Gemisch von 20,2 ml (0,03 Mol) 1,49 molarem NaOCI und 3,16 ml (0,06 Mol) 19 n Natriumhydroxyd wird dem Thiadiazol-Gemisch beigefügt und das Gemisch eine Stunde auf 700 C erhitzt. Es wird dann abgekühlt, mit 25 ml Wasser extrahiert, mit Magnesiumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel verdampft, wobei man 3-Allyloxy-4-amino-1,2,5 -thiadiazol, F = 137 bis 1390 C, erhält.

 

   5. Ein Gemisch von 20 ml Wasser, 3,16 ml (60 Millimol) 19 n Natriumhydroxyd und 23 ml (33 Millimol) 1,44 molarem Natriumhypochlorit wird auf etwa 00 C abgekühlt. Dem Gemisch werden 5 g 3-Allyloxy-4-cyano -1,2,5-thiadiazol beigefügt. Das Gemisch wird dann   181%    Stunden unter Rühren bei   0  C    gehalten, dann auf Raumtemperatur erwärmt und weitere   4t/2    Stunden gerührt. Das klare Gemisch wird 1 Stunde auf 700 C erhitzt und dann auf Raumtemperatur abgekühlt, wobei sich ein öliger Feststoff bildet. Dieser Feststoff wird   ·    Stunde auf 700 C erhitzt, abgekühlt, mit je dreimal   25 mol    waser extrahiert und mit Magnesiumsulfat   ge-t     trocknet.

  Das Lösungsmittel wird im Vakuum verdampft, wobei man   3-Ällyloxy-4-amino- 1 ,2,5-thiadiazol    erhält.



     C5) 3-(2-ButynyloxyJ-4-amino-1,2,5-thiadiazol   
In eine Lösung von   36 mol    (27 Millimol) 0,75 molarem Natriumhypochlorit und 2,84 ml 50%igem Natriumhydroxyd werden 27 Millimol   3-(2-Butynyloxy)-4-carl >       amoyl-1 ,2,5-thiadiazol    gegeben. Das Gemisch wird 1 Stunde unter Rühren auf 700 C erhitzt. Der Feststoff löst sich beim Erwärmen rasch, und ein öliges Produkt bildet sich in etwa 10 Minuten. Am Ende des Erhitzens werden 20 ml   Äthv]äther    beigefügt und die Schichten getrennt. Die wässrige Phase wird mit 20 ml Äthyläther gewaschen.

  Die kombinierten Ätherextrakte werden mit Magnesiumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wird in einem Wasserbad im Vakuum entfernt, wobei man 4,06 g   3-(2-Butynyloxy)-4-amino-1 ,2,5-thiadiazol    in Form eines Öls erhält.



     
Herstellung VOl2 von llyloxy-4-(N4 -acetylsit4amlaniido)-  -1,2,5-thiadiazol   
Eine Lösung von   1 g (6,38    Millimol) 3-Allyloxy-4   -amino- 1 ,2,5-thiadiazol    in 5 ml Pyridin wird unter Rühren auf 00 C abgekühlt; 1,49 g (6,38 Millimol) N-Acetyl   sulfanilylchlorid    werden beigefügt. Der Feststoff löst sich bald, und man lässt die Lösung Raumtemperatur annehmen und 12 Stunden stehen.   20ml    Wasser werden beigefügt und vom Gemisch 10 ml abdestilliert. Der gummiartige Rückstand wird durch Zugabe von 1 ml konzentriertem Ammoniumhydroxyd gelöst. Die Lösung wird dann mit Aktivkohle behandelt und filtriert. Das Filtrat wird mit Eisessig bis zum pH 3 bis 5 angesäuert und 1 Stunde an der Kälte gerührt.

  Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und in   Vakuum    bei 600 C getrocknet, wobei man 3-Allyl   oxy-4-(N4-acetylsulfanilamido)- 1 ,2,5-thiadiazol,    F = 184 bis   1880    C erhält.



     Herstellzmg    von   3-(L'-Btitynyloxy)4-(N4-acetylsulfanll-       aniido)-1 ,2,5-iliadiazol   
Eine Lösung von 6.38 Millimol   3-(2-Butynyloxy)-4-      -amino- 1 ,2.5-thiadiazol    in 5 ml Pyridin wird unter Rühren auf   0     C abgekühlt; 1,49 g (6,38 Millimol) N-Acetylsulfanilylchlorid werden beigefügt. Der Feststoff löst sich bald, und man lässt die Lösung Raumtemperatur annehmen und 12 Stunden stehen. 20 ml Wasser werden beigefügt und 10 ml des Gemisches abdestilliert. Der gummiartige Rückstand wird durch Zugabe von 1 ml konzentriertem Ammoniumhydroxyd gelöst. Die Lösung wird dann mit Aktivkohle behandelt und filtriert. Das Filtrat wird mit Eisessig bis zum pH 4 bis 5 angesäuert und 1 Stunde an der Kälte gerührt.

  Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert, mit Waser gewaschen und bei 600 C im Vakuum getrocknet, wobei man 3-(2-Buty   nyloxy)-4-(N4-acetylsulfanilamido)-1,2,5-thiadiazol    erhält.



   Herstellung des   Kaliumsalzes    von 3-Hydroxy-4-cyano    -1 * 7,5-thiodiazol       21,3 g    Kaliumcyanid werden mit   200ml    trockenem Acetonitril vermischt. Das Gemisch wird geschüttelt, und gasförmiges Schwefeldioxyd wird 90 Minuten mit einer Geschwindigkeit von 500 ml/minute in das Reaktionsgemisch eingeleitet, wobei die Temperatur bei 600 C gehalten wird. Das Gemisch wird dann filtriert und der Filterkuchen mit Acetonitril gewaschen. Das Acetonitril filtriert wird im Vakuum zur Trockene eingedampft und der Rückstand aus einem Gemisch von Methanol und Äther umkristallisiert, wobei man das gewünschte Kaliumsalz erhält.



   PATENTANSPRUCH I
Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-thiadiazolen der Formel
EMI4.1     
 worin R Niederalkenyl oder Niederalkinyl bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass ein Cyan der Formel
EMI4.2     
 mit einer Lösung, welche eine Starke Base und ein Alkalimetallhypohalogenit enthält, oder zuerst mit einer Base und dann mit einem gelösten Alkalimetall- oder Erdalkalimetallhypohalogenit behandelt wird.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rest R die Allyl-, Methallyl- oder   Butinylgruppe    ist.

 

   2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkalimetallhypohalogenit eine Alkalimetallhypochlorit verwendet wird.



   3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung mit der Base allein in einem wässrigen   Allcohol    erfolgt.



   PATENTANSPRUCH II
Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen der Formel I, worin R   Niederalkenyl    oder Niederalkinyl bedeutet, zur Herstellung von substituierten 4-Amino-thiadiazolen der Formel
EMI4.3     
 in welcher Ac Niederalkanoyl oder Benzoyl bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der Formel I in Gegenwart eines Säurebindemittels mit einem N-Acylsulianilylchlorid umgesetzt wird. 

Claims (1)

  1. UNTERANSPRUCH
    4. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Säurebindemittel Pyridin ist.
CH936970A 1966-08-01 1967-07-31 Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-thiadiazolen CH494768A (de)

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