Verfahren zur Herstellung von 2-Alkyl- oder 2-Arylmethylchinizarinen
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von 2-Alkylchinizarinen oder 2-Arylmethylenchinizarinen und die nach diesem Verfahren hergestellten Stoffe, die eine neue und nützliche Klasse von 2-Alkylchinizarinen darstellen.
Die Synthese von 2-Alkylchinizarinen und 2-Arylmethylenchinizarinen wurde zuerst von Marschalk und Mitarbeitern, Bull. Soc. Chem. France (Memoirs) S.
1545-1575 (1936) beschrieben. Auch Yates und Peters berichteten im Journal of the Chemical Society, Seite 626 (1965) von den Synthesen solcher Produkte. In beiden Veröffentlichungen ist die gleiche Methode der Herstellung beschrieben, welche darin besteht, dass man Natriumhydrosulfit zu einer wässrigen alkalischen Lösung von Chinizarin gibt, wodurch Leukochinizarin gebildet wird. Zu der zuletzt genannten Verbindung wird dann ein aliphatischer oder aromatischer Aldehyd gegeben und die erhaltene Mischung zwei Stunden lang auf 950 C erhitzt. Das erhaltene Produkt wird abfiltriert, von Alkali freigewaschen und getrocknet. Die bei der Umsetzung gebildeten unreinen Materialien werden durch Umkristallisieren des getrockneten Produktes in Benzol entfernt. Die Ausbeuten an reinen Produkten sind im allgemeinen ziemlich niedrig.
Es scheint, dass die Umsetzung wahrscheinlich aus dem Grunde unvollständig abläuft, weil Leukochinizarin in wässrigem Medium unlöslich ist und weil ausserdem auch Aldehyde von höheren Molekulargewichten in solchem Medium unlöslich sind. Folglich entsteht ein heterogenes System, das für den hier vorliegenden Reaktionstyp ungünstig ist. Insbesondere haben Yates und Peters darauf hingewiesen, dass die Umsetzung nicht stattfindet, wenn man langkettige aliphatische Aldehyde mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen verwendet.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von 2-Alkylchinizarinen oder 2-Arylmethylchinizarinen oder entsprechenden Chinizarinen, die anstelle des Arylrestes einen gegebenenfalls hydrierten Furanrest aufweisen, die ohne Verwendung von Umkristallisationsverfahren in praktisch reiner Form anfallen und zu deren Herstellung man eine grosse Anzahl aliphatischer, aromatischer oder heterocyclischer Aldehyde verwenden kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol Leukochinizarin mit 1 Mol, vorzugsweise mit einem Überschuss über die molare Menge, d. h. 1,1 bis 1,5 Mol, eines Alkanals mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen eines aromatischen Aldehydes, mit 1 bis 3 kondensierten Benzolringen oder eines gegebenenfalls im Kern hydrierten Furfurols bei einer Temperatur von 80 bis 1250 C in Gegenwart eines polaren organischen Lösungsmittels, in dem Leukochinizarin und der genannte Aldehyd löslich sind, und in Anwesenheit von Hydroxyd-, Acetat- oder Carbonationen als Katalysatoren so lange kondensiert, bis die Kondensationsreaktion beendet ist. Die Kondensationszeiten können 5 bis 40 Stunden betragen und sind abhängig von der Natur des verwendeten Aldehyds.
Längere Kondensationszeiten, beispielsweise von 25 bis ungefähr 35 Stunden, werden benötigt, wenn man dichlorsubstituierte Aldehyde einsetzt. Die Kondensationsreaktion wird vorzugsweise in Anwesenheit eines basischen Katalysators durchgeführt, der negative Ionen besitzt. Nach Beendigung der Kondensationsreaktion wird die Reaktionsmischung auf ungefähr Zimmertemperatur abgekühlt und filtriert. Der Filterkuchen wird dann mit einem niedermolekularen Alkohol gewaschen, um den überschüssigen Aldehyd zu entfernen. Anschliessend wird der Filterkuchen mit Wasser oder einem polaren organischen Lösungsmittel gewaschen und anschliessend in üblicher Weise, vorzugsweise bei ungefähr 80 bis 900 C, getrocknet. Die Ausbeuten an reinem Produkt betragen etwa 60 bis 95 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Das bei der vorausgehenden Kondensationsreaktion verwendete Leukochinizarin wurde vorher aus Chinizarin nach dem bekannten Verfahren hergestellt, wie es in BIOS, S. 17, Band 1484 beschrieben ist. Nach der Isolierung wird es einfach getrocknet und dann mit einem Aldehyd kondensiert.
Die Lösungsmittel, in denen Leuochinizarin und die verschiedenen Aldehyde löslich sind, sind relativ polare organische Lösungsmittel, wie niedermolekulare Alko- hole mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, Äthylenglykoläther (Cellosolve = eingetragenes Warenzeichen) oder Di äthylenglykoläther (Carbitol = eingetragenes Warenzeichen). Es wurde gefunden, dass der Monoäthyläther des Diäthylenglykols in den meisten Fällen das bevorzugt verwendbare Lösungsmittel ist, weil er die Ausgangsmaterialien, nicht aber die Endkondensationsprodukte löst. Es soll jedoch zum Ausdruck gebracht werden, dass es sich hier nur um die normale Lösungsmittelkondensation handelt, wie man sie bei allen chemischen Reaktionen findet.
Da das Lösungsmittel von den besonderen Ausgangsstoffen abhängig ist, soll man nicht glauben, die Auswahl des Lösungsmittels zu sehr einschränken zu können.
N-Butanol ist auch ein ausgezeichnetes Lösungsmittel, weil es die Ausgangsstoffe, nicht aber die Endprodukte löst. Der wesentliche Punkt der Kondensationsreaktion ist der, dass man irgendein nichtwässriges Lösungsmittel verwendet, welches beide Ausgangsstoffe löst. Wenn man ein solches Lösungsmittel einsetzt, kristallisiert das Endprodukt in reiner Form aus dem Reaktionsmedium aus.
Wie bereits oben ausgeführt, kann die Kondensationsreaktion durch einen basischen Katalysator mit negativen Ionen beschleunigt werden. Geeignete Katalysatoren sind:
1) Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (verwendet als 35 ige Lösung in Methanol)
2) Natriumcarbonat
3) Natriumacetat.
Jeder organische Aldehyd kann bei der Kondensationsreaktion verwendet werden. Beispielsweise können aliphatische Aldehyde mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen eingesetzt werden, wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Propionaldehyd, n-Butyraldehyd, Isobutyraldehyd, n-Valeraldehyd, Isovaleraldehyd, n-Caproaldehyd, n-Heptaldehyd, Octanal, Nonaldehyd, Decanal, Laurylaldehyd oder Stearylaldehyd.
Ausser den oben genannten aliphatischen Aldehyden können auch aromatische Aldehyde sowie heterocyclische Aldehyde verwendet werden. Zur Erläuterung werden folgende Aldehyde genannt: Benzaldehyd, m-Tolualdehyd, p-Tolualdehyd, o-Chlorbenzaldehyd, p-Chlorbenzaldehyd, o-Nitrobenzaldehyd, m-Nitrobenzaldehyd, p-Nitrobenzaldehyd, o-Aminobenzaldehyd, p-Aminobenzaldehyd, Salicylaldehyd, o-Methoxybenzaldehyd, Anisaldehyd, p-Dimethylaminobenzaldehyd, Phenylacetaldehyd, p-Cuminaldehyd, 2,6-Dichlorbenzaldehyd, 2,4-Dichlorbenzaldehyd, p-Thymolaldehyd, fl-Naphthaldehyd, 9-Anthraldehyd, Vanillin, Veratraldehyd, Piperonal, pResorcylaldehyd, 2-Furfurylaldehyd, Tetrahydrofurfurylaldehyd, 5-Aldehydro-pyromucicsäure (5-Aldehydo
Brenzschleimsäure) .
Die folgenden Beispiele beschreiben in detaillierter Form das Verfahren zur Herstellung von 2-Alkyl- als auch von 2-Arylmethylenchinizarinen.
Beispiel I
EMI2.1
2-(2-Chlorbenzyl)-chinizarin.
In einen l-Liter-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Kühler ausgerüstet ist, werden 400 ml Carbitol, 76 g (0,525 Mol) 2-Chlorbenzaldehyd und 112 g (0,467 Mol) Leukochinizarin gegeben. Um eine klare Lösung zu erhalten, wird die Mischung auf 850 C erhitzt. Zu der Lösung werden dann 17 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd in Form einer 35%gen methanolischen Lösung gegeben. Die erhaltene Mischung wird dann 6 Stunden lang bei 90 bis 1000 C gehalten, dann auf 300 C abgekühlt und filtriert. Der Filterkuchen wird zum Entfernen des überschüssigen Aldehyds mit Methanol und anschliessend mit Wasser gewaschen, um das Carbitol zu entfernen. Der gewaschene Filterkuchen wird dann in einem Trockenschrank bei 850 C getrocknet. Die Ausbeute beträgt 160,5 = 95 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Das Produkt hat einen Schmelzpunkt von 183 bis 1850 C und stimmt überein mit dem von Marschalk und Mitarbeitern (s.a.a.O.) angegebenen Wert von 183 bis 1840 C.
Beispiel 2
EMI2.2
2-(2-Hydroxybenzyl) -chinizarin.
In einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler versehen ist, gibt man 350 ml n-Butanol, 18 g (0,147 Mol) Salicylaldehyd und erhitzt die Mischung auf 800 C. Dazu gibt man 5 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd in Form einer 35 %igen methanolischen Lösung sowie 32 g (0,132 Mol) Leukochinizarin. Die Mischung wird dann 7 Stunden lang auf 80 bis 850 C erhitzt, dann auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Methanol gewaschen. Danach wird der Filterkuchen in einem Trockenschrank bei 850 C getrocknet. Die Ausbeute an Verfahrensprodukt beträgt 38,3 g = 84 % der theoretisch möglichen Menge, bezogen auf Leukochinizarin.
Das reine Produkt hat einen Schmelzpunkt von 235 bis 2370 C. Es handelt sich hier um eine neue Verbindung, die bisher noch nicht hergestellt wurde.
Beispiel 3
EMI2.3
2-Furfurylchinizarin.
Man gibt in einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler ausgestattet ist, 150 ml Carbitol, 32 g (0,132 Mol) Leukochinizarin und erhitzt die Mischung auf 900 C, wodurch eine Lösung erhalten wird, zu der man 5 ml Benzyltrimethylammo niumhydroxyd in Form einer 35 %gen methanolischen Lösung und anschliessend tropfenweise 14 g (0,146 Mol) 2-Furfurylaldehyd gibt. Die Mischung wird 61/2 Stunden lang auf 90 bis 1000 C erhitzt, dann auf 100 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Methanol gewaschen, um den überschüssigen Aldehyd zu entfernen. Danach wird der Filterkuchen bei 850 C getrocknet. Die Ausbeute an Verfahrensprodukt beträgt 36,2 g = 84,eS der theoretisch möglichen Menge, bezogen auf Leukochinizarin; der Schmelzpunkt beträgt 160 bis 1660 C.
Bei dieser Verbindung ist es von Interesse, zu bemerken, dass Marschalk und Mitarbeiter, s. a.a.O., von einer 56%gen Ausbeute, bezogen auf Leukochinizarin, berichtet haben.
Beispiel 4
EMI3.1
2, (2,4-Dichlorbenzyl)-chinizarin.
Man gibt in einen 150-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler versehen ist, 75 ml Carbitol und 24,2 g (0,10 Mol) Leukochinizarin. Die erhaltene Mischung wird auf 80 bis 900 C erhitzt, wodurch eine Lösung erhalten wird. Zu der Lösung gibt man 4 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) und 19,3 g (0,11 Mol) 2,4-Dichlorbenzaldehyd. Danach wird die Mischung 36 Stunden lang auf 100 bis 1200 C erhitzt, dann auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Methanol gewaschen und bei 850 C getrocknet. Es werden 34,6 g glänzende rot-orange Kristalle vom Schmelzpunkt 181 bis 1820 C erhalten. Die Ausbeute beträgt 87 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Analyse: Gefunden: C1 = 17,3 %
Berechnet: Cl = 17,8 %.
Auch diese Verbindung ist neu und wurde vorher noch nicht synthetisiert.
Beispiel 5
EMI3.2
2-Piperonylchinizarin.
Das Verfahren des Beispiels 4 wird mit der ab ändernden Massnahme wiederholt, dass anstelle von 2,4-Dichlorbenzaldehyd 16,5 g (0,112 Mol) Piperonal verwendet werden. Es werden 27 g glänzender rot-oranger Kristalle vom Schmelzpunkt 196 bis 1980 C erhalten. Die Ausbeute beträgt 72 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin. Auch dieses Verfahrensprodukt ist eine neue Verbindung, die bisher noch nicht synthetisiert wurde.
Beispiel 6
EMI3.3
2-Benzylchinizarin.
Man gibt in einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler versehen ist, 300 ml Carbitol, 96 g (0397 Mol) Leukochinizarin und erhitzt die Mischung auf 850 C, wodurch eine Lösung erhalten wird. Zu der Lösung gibt man 10 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) und anschlie ssend tropfenweise bei einer Temperatur von 85 bis 950 C 44 g (0,415 Mol) Benzaldehyd. Die Mischung wird dann 71/2 Stunden lang auf 85 bis 900 C erhitzt, dann auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Mehtanol gewaschen und bei 850 C getrocknet. Es werden 112,5 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 177 bis 1790 C erhalten; die Ausbeute beträgt 86 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin. Von Marschalk und Mitarbeitern, s. a.a.O., wird eine 45,5 %ige Ausbeute, bezogen auf Leukochinizarin, und ein Schmelzpunkt von 180 bis 1810 C angegeben.
Beispiel 7
EMI3.4
2-(p-Toluyl)-chinizarin.
Ineinem 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler versehen ist, gibt man 200 ml Carbitol, 64 g (0,264 Mol) Leukochinizarin und erhitzt die Mischung auf 80 bis 900 C. Dadurch wird eine Lösung erhalten, zu der man 10 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) und anschlie ssend bei 90 bis 1000 C tropfenweise 36 g (0,30 Mol) p-Tolualdehyd gibt. Die Reaktionsmischung wird dann 6 Stunden lang bei 90 bis 1000 C gehalten, anschlie ssend auf Zimmertemperatur abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Methanol gewaschen, um ihn von überschüssigem Aldehyd zu befreien. Anschliessend wird er mit kaltem Wasser gewaschen und dann bei 850 C getrocknet. Es werden 76,1 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 176 bis 1780 C erhalten; die Ausbeute beträgt 84 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Das nach Marschalk und Mitarbeiter hergestellte Produkt hat einen Schmelzpunkt von 177 bis 1780 C und wurde in 49 %iger Ausbeute erhalten.
Beispiel 8
EMI4.1
2,(4-Chlorbenzyl)-chinizarin.
In einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler versehen ist, gibt man 150 ml Carbitol und 21 g (0,15 Mol) p-Chlorbenzaldehyd und erhitzt die Mischung auf 800 C. Dadurch wird eine Lösung erhalten, zu der man 5 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) und 32 g (0,132 Mol) Leukochinizarin gibt. Die Mischung wird dann 10z Stunden auf 80 bis 850 C erhitzt, dann auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen zunächst mit Methanol und dann mit Wasser gewaschen und bei 850 C getrocknet. Es werden 41,4 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 176 bis 1790 C erhalten; die Ausbeute beträgt 86 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin. Analyse: Gefunden: C1 9,2 %, Berechnet: 9,8 %.
Auch dieses Verfahrensprodukt ist eine neue Verbindung, die bisher noch nicht synthetisiert worden ist.
Beispiel 9 2-(p-Anisyl)-chinizarin.
In einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler ausgerüstet ist, gibt man 200 ml Carbitol, 24,2 g (0,10 Mol) Leukochinizarin, 5 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) und erhitzt die Mischung auf 900 C. Dabei wird eine Lösung erhalten, zu der man tropfenweise 20,4 g (0,15 Mol) p-Anisaldehyd gibt. Danach wird die Mischung 6 Stunden lang auf 90 bis 1000 C gehalten, dann auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen zunächst mit Carbitol und dann mit Wasser gewaschen und bei 850 C getrocknet. Es werden 21 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 140,5 bis 1420 C erhalten; die Ausbeute beträgt 58,5 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin. Auch dieses Verfahrensprodukt ist eine neue Verbindung, die bisher noch nicht synthetisiert wurde.
Beispiel 10
EMI4.2
2-Butylchinizarin.
In einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler ausgerüstet ist, werden 100 ml Carbitol, 32 g (0,132 Mol) Leukochinizarin, 5 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) gegeben und die Mischung auf 800 C erhitzt.
Dadurch wird eine Lösung erhalten, zu der man tropfenweise 11,4 g (0,158 Mol) n-Butyraldehyd gibt. Anschliessend wird die Mischung 7 Stunden lang auf 80 bis 900 C erhitzt, dann auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Carbitol und Wasser gewaschen und schliesslich im Trockenschrank bei 850 C getrocknet. Es werden 33 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 124 bis 1250 C erhalten; die Ausbeute beträgt 85 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Marschalk und Mitarbeiter berichten von einer 65 %igen Ausbeute, bezogen auf Leukochinizarin, und einem Schmelzpunkt von 1250 C.
Beispiel 11
EMI4.3
2-Dodecyl-(lauryl)-chinizarin.
Das Verfahren des Beispiels 10 wird mit der Massgabe wiederholt, dass anstelle von n-Butyraldehyd 29 g (0,158 Mol) Laurylaldehyd eingesetzt wurden. Es werden 42 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 92,5 bis 93,50 C erhalten; die Ausbeute beträgt 79 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin. Auch dieses Verfahrensprodukt ist eine neue Verbindung, die bisher nicht synthetisiert wurde.
Beispiel 12
EMI4.4
2-Octadecyl-(stearyl)-chinizarin.
Man gibt in einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler ausgerüstet ist, 100 ml Carbitol, 45 g (0,13 Mol) Stearylaldehyd-Natriumbisulfit-Additionsprodukt und 24,2 g (0,10 Mol) Leukochinizarin. Zu der Mischung werden bei Zimmertemperatur 65 g Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % in Methanol) gegeben. Sodann erhitzt man die Mischung auf 900 C und hält sie dann 6 Stunden lang bei einer Temperatur von 90 bis 1000 C. Danach wird die Mischung auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Äthanol gewaschen, um den überschüssigen Stearylaldehyd zu entfernen. Danach wird das Produkt bei 850 C im Trockenschrank getrocknet. Es werden 23,5 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 98,5 bis 1010 C erhalten; die Ausbeute beträgt 48 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Auch dieses Verfahrensprodukt ist eine neue Verbindung, die bisher noch nicht synthetisiert wurde.
Beispiel 13 2-Butyl-Chinizarin .
In einen 500-ml-Kolben, der mit Rührer, Thermometer und Rückflusskühler bestückt ist, gibt man 100 ml Carbitol, 56 g (0,231 Mol) Leukochinizarin und erhitzt die Mischung auf 800 C. Dabei wird eine Lösung er halten, zu der man 5 g Natriumkarbonat und anschlie ssend tropfenweise 20 g (0,278 Mol) n-Butyraldehyd gibt Die Mischung wird dann 7¸ Stunden auf 90 bis 1000 C erhitzt, anschliessend auf 300 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen mit Carbitol, Methanol und Wasser gewaschen und im Trockenschrank bei 850 C getrocknet. Es werden 56 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 125 bis 126,50 C erhalten; die Ausbeute beträgt 82 SS der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Beispiel 14 2-Butylchinizarin.
Das Verfahren des Beispiels 13 wird mit der Ab änderung wiederholt, dass anstelle von Natriumkarbonat 10 g Natriumacetat verwendet wurden. Es werden 53,2 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 126 bis 127C C erhalten; die Ausbeute beträgt 78 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Beispiel 15
EMI5.1
2-Äthylchinizarin.
In einen 3100-ml-Kolben werden 1000 ml Carbitol, 128 g (0,53 Mol) Leukochinizarin, 20 ml Benzyltrimethylammoniumhydroxyd (35 % Lösung in Methanol) und 100 ml Acetaldehyd gegeben. Die Mischung wird allmählich auf 900 C erhitzt und dann 8 Stunden lang bei 90 bis 1000 C gehalten. Danach wird die Reaktionsmischung auf 30 C abgekühlt, filtriert und der Filterkuchen zuerst mit Carbitol, dann mit Wasser gewaschen und in einem Trockenschrank bei 80 bis 900 C getrocknet. Es werden 98,4 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 168 bis 1690 C erhalten; die Ausbeute beträgt 70 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.
Marschalk und Mitarbeiter berichten von einer 62,5 Eigen Ausbeute und einem Schmelzpunkt von 168 bis 1690 C.
Beispiel 16
EMI5.2
2-Nonylchinizarin.
Das Verfahren des Beispiels 10 wird mit der Mass nahme wiederholt, dass anstelle von n-Butyraldehyd
22,4 g (0,158 Mol) Nonylaldehyd eingesetzt wurden.
Es werden 41,0 g 2-Nonylchinizarin vom Schmelzpunkt
89 bis 900 C erhalten, die Ausbeute beträgt 85 % der
Theorie.
Beispiel 17
EMI5.3
2-Decylchinizarin.
Das Beispiel 10 wird mit der Massnahme wiederholt, dass anstelle von n-Butyraldehyd nun 24,6 g (0,158 Mol) Decylaldehyd eingesetzt wurden. Es werden 42,5 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 91 bis 920 C erhalten; die Ausbeute beträgt 85 % der Theorie.
Beispiel 18
EMI5.4
2-Hexadecylchinizarin.
Das Beispiel 12 wird mit der Massnahme wiederholt, dass anstelle des Stearylaldehyd-Natriumsulfit Additionsprodukts 45 g (0,13 Mol) Hexadecylaldehyd Natriumsulfit-Additionsprodukt eingesetzt wurden. Man erhält 40 g Verfahrensprodukt vom Schmelzpunkt 94,5 bis 95,50 C; die Ausbeute beträgt 86 % der Theorie, bezogen auf Leukochinizarin.