CH495368A - Verfahren zur Herstellung von Azaspiroalkandionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azaspiroalkandionen

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CH495368A
CH495368A CH1663269A CH1663269A CH495368A CH 495368 A CH495368 A CH 495368A CH 1663269 A CH1663269 A CH 1663269A CH 1663269 A CH1663269 A CH 1663269A CH 495368 A CH495368 A CH 495368A
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CH1663269A
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Hua Wu Yao
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Mead Johnson & Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D221/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00
    • C07D221/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom, not provided for by groups C07D211/00 - C07D219/00 condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D221/20Spiro-condensed ring systems

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Azaspiroalkandionen    Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur Herstellung  einer Gruppe neuer Substanzen der folgenden allge  meinen Formel und ihrer Säureadditionssalze.  
EMI0001.0001     
    In der vorstehenden Formel bedeuten:  n die Zahl 4 oder 5, -A- eine zweiwertige offenkettige  Gruppe, die das Stickstoffatom des Azaspirorings mit  dem Stickstoffatom des Piperazinrings über wenigstens  2 Kohlenstoffatome verbindet. Diese zweiwertige Gruppe  kann eine Alkylengruppe, eine Oxyalkylengruppe oder  eine 1,4-Butin-(2)-ylen-gruppe sein.  



  Die Alkylengruppe enthält 2 bis 6 Kohlenstoffatome  in gerader oder verzweigter Kette und besteht aus einen  Alkan mit 2 für die Bindung der Stickstoffatome in der  dargestellten Weise verfügbaren Valenzen. Die Verbin  dung kann über zwei benachbarte Kohlenstoffatome oder  aber über zwei weiter voneinander entfernte Kohlen  stoffatome der Kette erfolgen. Beispiele für solche Alky  lengruppen sind  
EMI0001.0002     
    In entsprechender Weise leitet sich die     Oxyalkylen-          gruppe    von einem Dialkyläther ab, d. h. die     Oxyalky-          lengruppe    ist eine Alkylengruppe, die ein Äthersauer  stoffatom in der Kette enthält.

   Die Oxyalkylengruppe  enthält 4 bis 6 Kohlenstoffatome und ist so aufgebaut,  dass keines der an der Ätherbindung teilhabenden Koh  lenstoffatome als Verbindung zu dem     Azaspirostickstoff-          atom    oder dem Piperazinstickstoffatom dient. Mit ande  ren Worten, keines der an Stickstoff gebundenen Kohlen-    stoffatome der Oxyalkylenkette ist mit deren Sauer  stoffatom verbunden.  



  Ein Sonderfall der verbindenden     Gruppe    -A- ist die  1,4-Butin-(2)-ylen-gruppe -CH2C-CCH2-.  



  R1 und R= in Formel I sind Wasserstoffatome oder  Methylgruppen, wobei Wasserstoffatome bevorzugt sind.  R3,     R4    und R5, die untereinander gleich oder voneinan  der verschieden sein können, bedeuten Wasserstoff,     Alk-          oxygruppen    mit bis zu vier Kohlenstoffatomen, Alkyl  gruppen mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen,     Alkylthiogrup-          pen    mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, Halogenatome,     Tri-          fluormethyl-,    Nitro-, Amino-, Alkansäureamido- oder  Alkylsulfonamido-Gruppen mit bis zu 6 Kohlenstoff  atomen.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Herstellung  der Verbindungen der Formel I ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man ein Amin der Formel  
EMI0001.0018     
    worin R1 bis RS die oben angegebene Bedeutung haben,  mit einem spirosubstituierten, N-substituierten     Glutar-          säureimid    der Formel  
EMI0001.0021     
      worin A und n die oben angegebenen Bedeutungen ha  ben, und X eine reaktive Estergruppe bedeutet;  in Gegenwart eines für die Reaktion inerten Lösungs  mittels bei einer erhöhten Temperatur umsetzt.

      Zur Erleichterung der Benennung der     erfindungsge-          mäss    erhältlichen     Verbindungen    werden     im    folgenden  Teilstrukturen für den Azaspirodecandion- und     Aza-          spiroundecandionanteil    der Verbindungen der Formel I  angegeben, wobei die Stellungen numeriert sind.  
EMI0002.0006     
    Die Verbindungen der Formel I sind Psychotrope  Mittel, Analgetica, zentralwirkende Muskelrelaxantien,  Capillarenschutzmittel, Antiallergica, entzündungshem  mende und -verhindernde Mittel und Antiemetica. Sie  können oral, parenteral oder rektal in Dosen von etwa  0,1 bis 40 mg/kg Körpergewicht verabreicht werden.

   Für  diesen Zweck kann man sie in die Form von Tabletten  oder Kapseln, die etwa 2,5 bis 200 mg der Verbindung  enthalten, von injizierbaren Flüssigkeiten in Ampullen,  die 1,0 bis 100 mg/ml der Verbindung in Lösung oder  Suspension enthalten, oder von Suppositorien, die 2,5  bis 500 mg einer der Verbindungen enthalten, über  führen.  



  Für pharmazeutische Zwecke können die Verbindun  gen selbst als freie Basen od. als pharmazeutisch annehm  bare Säureadditionssalze verwendet werden. Unter phar  mazeutisch annehmbaren Säureadditionssalzen sind sol  che Salze der     erfindungsgemäss    erhältlichen Basen zu  verstehen, deren anionischer Anteil pharmazeutisch ver  träglich ist. So soll beispielsweise das Anion nicht merk-    lich zu der Toxizität des gebildeten Salzes beitragen und  keine chemischen Eigenschaften haben, die mit den che  mischen     Eigenschaften    der Base     unverträglich    sind und  deshalb zu. Instabilitäten führen können.

   Zu geeigneten  Anionen gehören das Chlorid, Bromid, Jodid, Phosphat,  Sulfat, Nitrat, Citrat, Succinat, Acetat, Propionat,     Buty-          rat,    Tosylat, Mesylat, Laurylsulfat, Tannat, Pamoat und  andere, von denen allgemein bekannt ist, dass sie ohne  Nachteil mit basischen     Arzneimitteln    verwendet werden  können.  



  <I>Chemische Synthese</I>  Diese Methode kann in üblicher und bekannter Art  und Weise abgewandelt werden, um zu anderen im Rah  men der Erfindung liegenden Verbindungen, die nicht  im einzelnen beschrieben sind, zu gelangen. Ferner sind  solche Abänderungen     offensichtlich,    mit denen die glei  chen Verbindungen in etwas anderer Weise erhalten  werden. Schliesslich stehen auch spezielle Methoden für  die Synthese bestimmter     einzelner    Verbindungsarten zur  Verfügung, die gleichfalls offensichtlich sind. Einige  davon werden weiter unten veranschaulicht.  
EMI0002.0015     
         In    dieser Reaktionsgleichung haben die Symbole  n, -A-, R1, R2, R3, R4 und R5 die in Verbindung mit der  Formel I angegebenen Bedeutungen mit Ausnahme der  Bedeutung einer Aminogruppe.

   X bedeutet eine reaktive  Estergruppe, z.B. Chlorid, Bromid, Jodid, Sulfat, Phos  phat, Tosylat oder Mesylat.  



  Viele Arylpiperazine der Formel III sind in der Lite  ratur beschrieben oder im Handel erhältlich.  



  Die Methode wird unter Reaktionsbedingungen  durchgeführt, wie sie für die Herstellung von tert.Aminen  durch Umsetzung eines sekundären     Amins    mit einem  Alkylhalogenid, -sulfat, -Phosphat, -tosylat oder -mesylat  geeignet sind. Die Reaktionsteilnehmer werden in einem    inerten flüssigen Reaktionsmedium in Gegenwart eines  säurebindenden Mittels auf Temperaturen von etwa 60  bis 150 C erwärmt. Benzol und n-Butylalkohol sind die  bevorzugten Reaktionsmedien.

   Als     säurebindendes    Mit  tel wird Natriumcarbonat bevorzugt, doch kann man  auch andere anorganische Basen sowie tertiäre organi  sche Basen verwenden, beispielsweise andere     Alkalicar-          bonate,    Erdalkalicarbonate, Alkali- und     Erdalkalicar-          bonate    oder -hydride, sowie tert.Amine.  



  Die Azaspirodecan- und undecandione der Formel II,  die am Stickstoffatom die Gruppe     -A-X    tragen, werden  durch Umsetzung der     Glutarsäureanhydride    der For  mel IV    
EMI0003.0000     
    mit einem Alkanolamin der Formel H2N-A-OH bei er  höhter Temperatur in einem inerten organischen Lö  sungsmittel, vorzugsweise in Pyridin, hergestellt. Hierbei  wird zunächst ein Produkt der Formel III erhalten, für  das X eine Hydroxylgruppe bedeutet. Dieses Produkt  wird dann nach herkömmlichen Arbeitsweisen unter Bil  dung einer Verbindung der Formel II verestert. Bei  spielsweise wird bei der Umsetzung von Thionylchlorid  mit einem Alkoholvorläufer der Verbindung II (X=OH)  eine Verbindung gebildet, für die X Chlor bedeutet.

   In  entsprechender Weise werden die Bromide, Jodide, Phos  phate, Sulfate, Tosylate und Mesylate der Formel IV  nach allgemein bekannten Arbeitsweisen erhalten.  



  Die Säureadditionssalze der Produkte des     erfindungs-          gemässen        Verfahrens    werden durch Umsetzung der Ver  bindungen in Form ihrer freien Base mit der gewünsch  ten Säure erhalten. Es ist im allgemeinen zweckmässig,  die Neutralisation in einem inerten organischen Lösungs  mittel als Reaktionsmedium unter Verwendung sorgfäl  tig eingestellter Mengenverhältnisse von Säure und Base  durchzuführen. Da in diesen Produkten zwei basische  Stickstoffatome, die beiden Piperazinostickstoffatome,  vorliegen, kann man Mono- oder Disalze herstellen.  Durch Verwendung einer vorbestimmten Menge der je  weils     erwünschten    Säure kann man die Neutralisation so  regeln, dass entweder das eine oder das andere Salz  erhalten wird.

   Beispielsweise liefert die Umsetzung einer  der nach dem     erfindungsgemässen    Verfahren erhaltenen  Basen mit einer einbasischen Säure in äquimolaren Men  gen ein Monosalz, wohingegen die Umsetzung mit 2  Mol-Äquivalenten der Säure ein Disalz ergibt. Wenn  R3, R-1 oder R5 eine Aminogruppe bedeuten, stehen zu  sätzliche Möglichkeiten für die Salzbildung zur Ver  fügung.  



  Die folgenden Beispiele erläutern das Verfahren     ge-          mäss    der Erfindung.  



       Arbeitsweise   <I>1</I>  8-(2-Hydroxyäthyl)-8-azaspiro[4,5]decan-7,9-dion  16,8 g (0,01 Mol)     3,3-Tetramethylenglutarsäureanhy-          drid    und 200m1 Pyridin, die als Reaktionsmedium die  nen, werden in einen Rundkolben eingebracht, der mit  einem Rührer und einem Rückflusskühler mit Calcium  chloridtrockenrohr ausgerüstet ist. Das Gemisch wird  unter Rühren mit 12,2 g (0,2 Mol) Äthanolamin versetzt.  Danach wird 3 Stunden unter Rühren zum Sieden unter  Rückfluss erhitzt. Dann wird das Pyridin und das über  schüssige Äthanolamin bei vermindertem Druck abde  stilliert. Das Produkt ist ein gelbes öl, das im Vakuum  destilliert wird. Man erhält 12,0 g     ,57 /0)    Substanz vom  Kp = 142 - 150 C/0,05 - 0,1 mm Hg; nD25 1,5150.  



  <I>Arbeitsweise 2</I>  8-(2-Chloräthyl)-8-azaspiro[4,5]decan-7,9-dion  6,0g (0,028 Mol)     8-(2-Hydroxyäthyl)-8-azaspiro[4,5]-          decan-7,9-dion,    etwa 50m1 trockenes Benzol und 2,4g  (0,03 Mol) trockenes Pyridin werden in einem Kolben  vermischt, der mit einem Rückflusskühler, einem Ein  tropftrichter, Thermometer und Rührer ausgestattet ist.    Das Gemisch wird auf 10 C abgekühlt und während  25 Minuten tropfenweise mit 3,6g (0,03 Mol)     Thionyl-          chlorid    versetzt, wobei man die Temperatur nicht über  15 C ansteigen lässt. Nach vollständiger Zugabe des  Thionylchlorids wird das Reaktionsgemisch eine Stunde  auf 60 - 65 C     erwärmt.     



  Das als Nebenprodukt gebildete Pyridinhydrochlorid  wird abfiltriert, und das Filtrat wird mit 20 ml destil  liertem Wasser vermischt. Die Benzolschicht wird abge  trennt, getrocknet und durch Destillation vom Lösungs  mittel befreit. Das Produkt ist eine braune Flüssigkeit.  die im Vakuum     destilliert    wird. Man erhält 4,5 g     (697")          eines    farblosen bis bläulichen flüssigen Produkts vom  Kp = 120 - 122 C/0,05 mm Hg; nD25 1,5139.

    
EMI0003.0020     
  
    Analyse <SEP> C11H15C1NO2:
<tb>  ber.: <SEP> C <SEP> 57,51 <SEP> H <SEP> 7,02 <SEP> Cl <SEP> 15,44 <SEP> N <SEP> 6,10
<tb>  gef.: <SEP> C <SEP> 57,21 <SEP> 1-1 <SEP> 6,80 <SEP> Cl <SEP> 15,41 <SEP> N <SEP> 5,95       <I>Arbeitsweise 3</I>       8-[2-(1-o-Methoxyphenyl-4-piperazinyl)-äthyl-          -8-azaspiro[4,5]decan-7,9-dion     Ein Gemisch aus 23 g (0,1 Mol)     8-(2-Chloräthyl)-8-          -azaspiro[4,5]decan-7,9-dion,    19,2 g (0,1 Mol)     1-(o-Meth-          oxyphenyl)-piperazin    und 31,8 g (0,3 Mol) wasserfreiem  Natriumcarbonat in 400 ml trockenem Benzol wird 15  Stunden unter Rühren zum Sieden unter Rückfluss er  hitzt.

   Die anorganischen Salze werden abfiltriert, und  das Filtrat wird durch Abdestillieren des Lösungsmittels  bis zu einem öligen Rückstand eingeengt. Der Rückstand  wird bei     vermindertem    Druck destilliert. Das dadurch  erhaltene Produkt siedet bei 220 - 240 C unter 0,35 mm  Hg; Ausbeute 77%. Das Dihydrochlorid der Formel  C22H31N303 - 2HCl schmilzt bei 196,5 - 198,5 C (Zers.)  nach Umkristallisieren aus Äthanol.  



  Die Anwendung der Arbeitsweise 1 und 2 auf die  Herstellung weiterer     8-(w-Chloralkyl)-8-azaspiro[4,5]de-          can-7,9-dione    ist in Tabelle 1 veranschaulich. Diese Sub  stanzen werden unter den Reaktionsbedingungen der Ar  beitsweise 3 in die erfindungsgemäss erhältlichen End  produkte übergeführt. Letztere sind in der Tabelle     II     zusammengestellt.  
EMI0003.0031     
  
     
EMI0004.0000     
      <I>Arbeitsweise 10</I>  1-(o-Methansulfonamidophenyl)-piperazin  (a) Ein Gemisch aus 31,5 g o-Nitrochlorbenzol,  47,4 g 1-Carbäthoxypiperazin, 16 ml Pyridin und 200 ml  n-Butanol wird durch vorsichtige Zugabe einer Lösung  des o-Nitrochlorbenzols in einem Teil des Butanols zu  den übrigen Stoffen hergestellt.

   Das Gemisch wird dann  über Nacht zum Sieden unter Rückfluss erhitzt und zur  Entfernung des Lösungsmittels und anderer flüchtiger  Stoffe unter vermindertem Druck eingeengt. Das ge  wünschte 1-Carbäthoxy-4-(o-nitrophenyl)-piperazin wird  dann durch Destillation von dem rohen Rückstand ab  getrennt. Man erhält     34;5g    Substanz vom Kp = 185  bis 210 C/0,08 mm Hg;  (b) Diese Substanz wird in etwa 300 ml     95%igem     Äthanol gelöst und in Gegenwart von 200 mg eines     10 0     Palladium auf Kohle enthaltenden Katalysators bei Zim  mertemperatur und 3 bis 6 Atmosphären Druck hy  driert. Die berechnete Wasserstoffmenge ist in 35 Minu  ten aufgenommen.

   Nach Abfiltrieren des Katalysators  wird das Filtrat im Vakuum eingeengt, wodurch man  ein braunes Öl erhält, das beim Stehenlassen kristallisiert.  Man kristallisiert aus Cyclohexan um und erhält 26,2 g  4-(o-Aminophenyl)-1-carbäthoxypiperazin, das bei 106  bis 108 C schmilzt.  



  (c) 8,3 g der wie unter (b) beschrieben hergestellten  Substanz werden in etwa 50 ml Pyridin gelöst und mit    3,8 g Methansulfonylchlorid tropfenweise versetzt. Es  erfolgt eine exotherme Reaktion; die Mischung wird eine  Stunde auf einem Dampfbad gerührt. Dann wird das  Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert und der Rück  stand wird aus absolutem Äthanol umkristallisiert.  



  (d) 6,54 g des wie in (c) beschrieben hergestellten  1-Carbäthoxy- 4 -(o-methansulfonamidophenyl)-piperazin  werden durch etwa 4stündiges Rückflussieden mit einer  Lösung von 10g Natriumhydroxyd in 100m1 Methanol  hydrolysiert. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels im  Vakuum erhält man     1-(o-Methansulfonamidophenyl)-          -piperazin    als dünnes Öl, das ohne weitere Reinigung  direkt für die Herstellung des Produkts von Beispiel 32  verwendet wird.

      <I>Beispiele 33 - 55</I>    <I>Anwendung der Methode auf weitere</I>     8-[4-(1-          .    -substituiertes     Phenyl-4-piperazinyl)-butyl]-8-azaspiro-          [4,5]decan-7,9-dionen     Man setzt     8-(4-Chlorbutyl)-8-azaspiro[4,5]decan-7,9-          -dion    (Arbeitsweise 9) unter den Bedingungen der Ar  beitsweise 3 mit den in Tabellen III aufgeführten     1-(sub-          stituiertes    Phenyl)-piperazinen um. Als Lösungsmittel  für die Reaktion wird n-Butanol verwendet. Die Pro  dukte der angegebenen Formel werden nach üblichen  Laboratoriumsmethoden abfiltriert und gereinigt.

   In Ta  belle     III    sind die einzelnen     Substituenten    R der Formel  des Endproduktes neben dem als Ausgangsstoff verwen  deten substituierten     Phenylpiperazin    angegeben.  
EMI0005.0016     
  
     
EMI0006.0000     
  
    TABELLE <SEP> III <SEP> (Fortsetzung)
<tb>  Beispiel <SEP> Ausgangsmaterial <SEP> R3 <SEP> R4 <SEP> R5
<tb>  48 <SEP> 1-(5-Chlor-2-nitro-p-tolyl)-piperazin <SEP> 2-N0,2 <SEP> 4-C113 <SEP> 5-C1
<tb>  49 <SEP> 1-(3-Chlor-o-tolyl)-piperazin <SEP> 2-C113 <SEP> 3-C1 <SEP> H
<tb>  50 <SEP> 1-(o-Propoxyphenyl)-piperazin <SEP> 2-n-C3H70 <SEP> H <SEP> H
<tb>  51 <SEP> 1-(o-Propylthiophenyl)-piperazin <SEP> 2-n-C3H3S <SEP> H <SEP> H
<tb>  52 <SEP> 1-(2,5-Xylyl)-piperazin <SEP> 2-C113 <SEP> H <SEP> 5-C113
<tb>  53 <SEP> 1-(3,5-Xylyl)

  -piperazin <SEP> 3-C113 <SEP> H <SEP> 5-C113
<tb>  54 <SEP> 1-(3,4,5-Trimethoxyphenyl)-piperazin <SEP> 3-C1130 <SEP> 4-C1130 <SEP> 5-C1130
<tb>  55 <SEP> 3-Methyl-l-phenyl-piperazin <SEP> * <SEP> H <SEP> H <SEP> H
<tb>  * <SEP> das <SEP> erhaltene <SEP> Produkt <SEP> ist <SEP> 8-[4-(1-Phenyl-3-methyl-4-piperazinyl)-butyl]-8-azaspiro[4,5]decan-7;9-dion.

         <I>Beispiel 56</I>       8-[4-(4-Phenyl-l-piperazinyl)-2-butinyl]-8-azaspiro-          [4,5]decan-7,9-dion-dihydrochlorid     (a) In einem Kolben, der durch ein Calciumchlorid  trockenrohr vor atmosphärischer Feuchtigkeit geschützt  ist, wird ein Gemisch aus 15,28 g (0,0908 Mol)     3,3-Tetra-          methylenglutarsäureanhydrid,    200 ml wasserfreiem     Py-          ridin    und 5,0 g (0,09077 Mol) Propargylamin über Nacht  im Rückflussieden gehalten. Nach Abdestillieren des  Pyridins wird der Rückstand bei vermindertem Druck  destilliert, und die bei 0,15 mm Hg und 129 - 145 C sie  dende Fraktion wird aufgefangen.

   Das kernmagnetische  Resonanzspektrum dieser Fraktion lässt     erkennen,    dass  sie nicht aus reinem     8-Propargyl-8-azaspiro[4,5]decan-          -7,9-dion    besteht, sondern dass diese Substanz mit einer  geringen Menge des     als    Ausgangsstoff verwendeten An  hydrids     verunreinigt    ist. Trotzdem wird sie ohne weitere  Reinigung der folgenden Arbeitsweise     unterworfen.     



  (b) Ein Gemisch aus 6,0 g (0,03 Mol) der wie vor  stehend beschrieben erhaltenen Substanz, 2,4 g 37%igem  wässrigen Formaldehyd (0,0296 Mol), einigen Kristallen  von Cuprochlorid als Katalysator, 1,78 g (0,0296 Mol)  Essigsäure, 2,9 g destilliertem Wasser und 4,8 g (0,0296  Mol) 1-Phenylpiperazin wird 7 Stunden auf einem Was  serbad auf 40 C erwärmt. Während dieser Zeit wird das  Reaktionsgemisch unter einer Schutzschicht aus trocke  nem Stickstoff gehalten.

   Das erhaltene Gemisch wird       dann    dreimal mit je 75 ml Chloroform     extrahiert.    Die  Extrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet, wor  auf das Lösungsmittel unter vermindertem     Druck    ent  fernt wird.     Der    Rückstand wird in 90 ml wasserfreiem  Äthanol gelöst und mit 15 ml gesättigtem äthanolischem  Chlorwasserstoff behandelt. Das kristalline Hydrochlorid  fällt aus. Man erhält 6,5 g Substanz, die nach zweimali  gem Umkristallisieren aus Äthanol bei 173 - 174 C  schmilzt.

    
EMI0006.0017     
  
    Analyse <SEP> für <SEP> C23H28N302 <SEP> - <SEP> 211C1:
<tb>  ber.: <SEP> C <SEP> 61,06 <SEP> H <SEP> 6,91 <SEP> N <SEP> 9,29
<tb>  gef.: <SEP> C <SEP> 60,97 <SEP> H <SEP> 6,79 <SEP> N <SEP> 9,42       <I>Beispiel 57</I>       8-[4-(4-o-Metfioxyphenyl-l-piperazinyl)-2-butinyl]-8-          -azaspiro[4,5]decan-7,9-dion-dihydrochlorid     Diese Substanz wird nach der in Beispiel 56 beschrie  benen Arbeitsweise unter Verwendung von 1-(o-Meth-    oxyphenyl)-piperazin in Teil b hergestellt. Das Produkt  wird als Dihydrochlorid abgetrennt und gereinigt, das  bei 172 - 175 C schmilzt.

    
EMI0006.0020     
  
    Analyse <SEP> für <SEP> C24H31N306 <SEP> - <SEP> 211C1:
<tb>  ber.: <SEP> C <SEP> 59,75 <SEP> H <SEP> 6,89 <SEP> N <SEP> 8,71 <SEP> 0 <SEP> 14,60
<tb>  gef.: <SEP> C <SEP> 59,49 <SEP> H <SEP> 6,84 <SEP> N <SEP> 8,52 <SEP> Cl <SEP> 14,55       <I>Beispiel 58</I>       8-[4-(1-o-Aminophernyl-4-piperazinyl)-butyl]-8-          -azaspiro[4,5]decan-7,9-dion     Dieses Produkt wird durch Hydrierung des Produkts  von Beispiel 33 bei     Zimmertemperatur    und 3 bis 6 Atmo  sphären Druck über einem     10%    Palladium auf Kohle  enthaltenden Katalysator nach der Arbeitsweise 10 (b)  hergestellt.  



       Beispiel   <I>59</I>       8-[4-(1-o-Hexansulfonamidophenyl-4-piperazin)-          -butyl]-8-azaspiro[4,5]decan-7,9-dion     Das Produkt von Beispiel 58 wird mit     Hexansulfonyl-          chlorid    nach der Arbeitsweise 10 (c) acyliert.  



  <I>Beispiel 60</I>  8-[4-(1-o-Hexanoamidophenyl-4-pi     perazinyl)-butyl]-8-          -azaspiro[4,5]decan-7,9-dion     Das Produkt von Beispiel 58 wird mit     Hexanoyl-          chlorid    in Pyridin nach der Arbeitsweise 10 (c) acyliert.  <I>Beispiel 61</I>       8-[4-(1-o-Acetamidophenyl-4-piperazinyl)-butyl]-8-          -azaspiro[4,5]decarr-7,9-dion     Das Produkt von Beispiel 58 wird durch Umsetzung  mit     Acetylchlorid        in        Pyridin    nach der Arbeitsweise 10 (c)       acyliert.     



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können  noch die Verbindungen der folgenden Tabelle IV herge  stellt werden.    
EMI0007.0000     
    
EMI0008.0000     
      <I>Tierversuche</I>  Die von J.R. Albert -in The Pharmacologist 4, 152  (1962) und von L.E. Allen und J.R. Albert in The     Phar-          macologist    4, 152 (1962) beschriebene     Shuttle-Box-Tech-          nik    ist eine für die Unterscheidung von     tranquillisieren-          den    Mitteln von nichtspezifischen sedativen hypnotischen  Mitteln entwickelte Prüfung.

   Für die Durchführung die  ser Prüfung wird ein Kasten mit einer     15-cm-(6")-Trenn-          wand,    durch die der Boden des Kastens in zwei gleiche  Abteile aufgeteilt wird, verwendet.     Der    Boden auf der  linken Seite des Kastens weist einen elektrisierbaren  Gitterboden auf. Die andere Seite oder die sichere Seite  ist nicht elektrisierbar.

   Eine Gruppe von Ratten erhält  ein Training, indem man sie einzeln in den elektrisier  baren Teil des Kastens     einbringt    und dann einen als  Pussschock bezeichneten elektrischen Schlag auslöst, der  bewirkt, dass die Ratte über die Trennwand auf die  sichere Seite des Kastens springt.     Trainierte    Ratten sprin  gen, sobald sie in die linke Seite des Kastens eingebracht  werden,     in    allen Fällen innerhalb von 30 Sekunden ohne  Fussschock über die Trennwand.    Jedem einzelnen Tier der Gruppe von     trainierten     Tieren wird dann intraperitoneal eine Dosis der zu prü  fenden Verbindung verabreicht.

   Die verabreichte Dosis  wird durch Interpolation aus einer Dosiswirkungskurve  ermittelt und ist die, bei welcher die gesamte Anzahl  der eingeübten Vermeidungsreaktionen der Gruppe um       50 1o    vermindert wird. Die eingeübten Vermeidungs  reaktionen werden im folgenden mit der Abkürzung  CAR für den englischen Ausdruck  conditioned     avoid-          ance    responses  bezeichnet. Mit anderen Worten: bei  einer Gruppe von 5 trainierten Tieren werden ohne Arznei  mittelbehandlung 50 richtige CAR durch Überspringen  der Trennwand vor einem Fussschock beobachtet, wenn  die Tiere innerhalb einer halben Stunde zehnmal hinter  einander in die linke Seite des Kastens eingebracht wer  den.

   Nach Behandlung mit einer ED50-Dosis eines     tran-          quillisierenden    Mittels sinkt die Zahl der richtigen Reak  tionen der gleichen Gruppe auf 25.  



  Wenn ein behandeltes Tier nicht innerhalb von 30  Sekunden nach dem Einbringen in die linke Seite des Ka  stens über die Trennwand springt, dann wird der     Fuss-          schock    verabreicht. Überspringt das Tier dann die Trenn  wand, wird daraus geschlossen, dass die     Behandlung    mit  dem Arzneimittel lediglich die CAR     verhindert    hat. Tiere,  die nach einem 30sekündigen Schock die Trennwand  noch nicht übersprungen haben, werden als solche be  zeichnet, bei denen die nicht eingeübte Fluchtreaktion  blockiert ist. Die     nichteingeübte    Fluchtreaktion wird im  folgenden mit der Abkürzung UER für den englischen  Ausdruck  unconditioned escape response  bezeichnet.

    Mit anderen Worten: Die Behandlung mit dem Arznei  mittel hat das Tier so geschwächt, dass es unfähig ist,  die Trennwand zu überspringen, um dem Fussschock  zu entgehen.    Die Dosis der Prüfverbindung, die bei     50 o    der Tiere  ein Versagen des UER bewirkt, wird als der ED50-Wert  für UER bezeichnet. Aus dem Verhältnis dieser beiden  Werte, d.h. dem Verhältnis des UER-ED5O-Werts zu dem  CAR-ED50-Wert lässt sich die sogenannte     Tranquillizer-          Selektivität    der Wirkung des Arzneimittels bestimmen.  Für tranquillisierende Arzneimittel wird ein Wert von       über    1 erhalten.

   Je grösser dieser Wert ist, desto grösser  ist die Selektivität des Arzneimittels im Hinblick auf seine    tranquillisierende Wirkung im Gegensatz zur sedativen  oder hypnotischen     Wirkung.-          Chlorpromazinhydrochlorid    hat, jeweils bei     intrape-          ritonealer    Anwendung, einen CAR-ED50-Wert von  5,2 mg/kg und einen UER-ED50-Wert von 30,2 mg/kg,  was ein Verhältnis von 5,8 ergibt.

   Die für eine Reihe  von     erfindungsgemäss    erhältlichen Verbindungen ermit  telten Werte werden in der folgenden Tabelle VI mit  geteilt:  
EMI0009.0032     
  
    TABELLE <SEP> VI
<tb>  Prüfverbindung <SEP> UER-ED50 <SEP> CAR-ED50 <SEP> Verhältnis
<tb>  (mg/kg) <SEP> (mg/kg)
<tb>  Chlorpromazin- <SEP> 30,2 <SEP> 5,2 <SEP> 5,8
<tb>  hydrochlorid
<tb>  Meprobamat <SEP> 150 <SEP> 153 <SEP> 1,0
<tb>  Beispiel <SEP> 1 <SEP> > <SEP> 103 <SEP> 25,6 <SEP> > <SEP> 4,0
<tb>  2 <SEP> 73,1 <SEP> 38,6 <SEP> 1,9
<tb>  3 <SEP> > <SEP> 50 <SEP> 8,6 <SEP> > <SEP> 5,9
<tb>  4 <SEP> 29,1 <SEP> 20,6 <SEP> 1,4
<tb>  6 <SEP> > <SEP> 117 <SEP> 38,7 <SEP> > <SEP> 3,0
<tb>  7 <SEP> > <SEP> 100 <SEP> 24,6 <SEP> > <SEP> 4,0
<tb>  8 <SEP> 38,2 <SEP> 12,5 <SEP> 3,1
<tb>  9 <SEP> > <SEP> 157 <SEP> 39,3 <SEP> > <SEP> 4,0
<tb>  10 <SEP> > <SEP> 140 <SEP> 35 <SEP> > <SEP> 4,

  0
<tb>  11 <SEP> > <SEP> 50 <SEP> 41 <SEP> > <SEP> 1,2
<tb>  26 <SEP> 42,3 <SEP> 26,6 <SEP> 1,6
<tb>  13 <SEP> 2,8 <SEP> 2,4 <SEP> 1,2
<tb>  27 <SEP> 27 <SEP> 18 <SEP> 1,5
<tb>  28 <SEP> 43 <SEP> 3,9 <SEP> 1,1
<tb>  14 <SEP> 25 <SEP> 11 <SEP> 2,3
<tb>  15 <SEP> 8,6 <SEP> 5,4 <SEP> 1,6
<tb>  16 <SEP> 28 <SEP> 16 <SEP> 1,7       Eine weitere Prüfung, die zur Bewertung von     tran-          quillisierenden    Mitteln benutzt wird, beruht auf dem  Antagonismus des Amphetamin-Aggregationsstress.

   Die  Prüfung ist zur Ermittlung von Heilmitteln entwickelt  worden, die der erhöhten     Toxizität    von Amphetamin  entgegenwirken, die beobachtet wird, wenn eine Reihe  von damit behandelten Tieren in einem einzigen Käfig  gehalten wird, im Gegensatz zu der     Amphetamintoxizi-          tät,    die bei in Einzelkäfigen gehaltenen Tieren gemessen  wird.

   Eine erhöhte Toxizität wird beispielsweise bei mit  DL-Amphetaminsulfat behandelten und in einem gemein  samen Käfig gehaltenen Tieren     beobachtet.        Tranquilli-          sierende    Mittel haben die Fähigkeit, die erhöhte toxische  Wirkung von Amphetamin auf in     Gruppen    gehaltene  Tiere zu     vermindern.     



  Bei dieser Prüfung werden Gruppen von 10 männ  lichen Mäusen mit einem Gewicht von 18 bis 28 g     ver-          schieden    grosse Dosen der zu prüfenden Verbindung sub  kutan verabreicht. Die Mäuse werden zunächst 60 Minu  ten in Einzelkäfige gebracht, worauf ihnen subkutan  20 mg/kg     DL-Amphetaminsulfat    (die     LD38,9-Dosis)    inji  ziert werden. Danach werden jeweils 10 Mäuse zusam  men in einen     Käfig    gebracht. Die Zahl der toten Tiere  wird nach 24 Stunden notiert.

   Die     Prozentsätze    der bei  den einzelnen Dosen überlebenden Tiere werden für eine      graphische Darstellung verwendet, aus der der     ED50-          Wert,    mit dem eine Überlebensrate von 50 1o erhalten  wird, entnommen werden kann. Für das     tranquillisieren-          de    Mittel Chlorpromazinhydrochlorid ergibt sich eine  ED50 von 0,38.  



  Die mit     erfindungsgemäss        hergestellten    Verbindun  gen erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle VII aufgeführt.  
EMI0010.0006     
  
    TABELLE <SEP> VII
<tb>  Antagonismus <SEP> des <SEP> Amphetamin-Aggregations-Stress
<tb>  geprüfte <SEP> Verbindung <SEP> ED50 <SEP> (mg/kg)
<tb>  Chlorpromazin-hydrochlorid <SEP> 0,38
<tb>  Meprobamat <SEP> unwirksam <SEP> bei <SEP> 250
<tb>  Beispiel <SEP> 1 <SEP> 31,8
<tb>  2 <SEP> 2,44
<tb>  3 <SEP> 3,3
<tb>  4 <SEP> 9,1
<tb>  5 <SEP> 4,5
<tb>  6 <SEP> 11,5
<tb>  7 <SEP> 9,5
<tb>  8 <SEP> 5,1
<tb>  17 <SEP> 5,8
<tb>  29 <SEP> 10,6
<tb>  12 <SEP> 5,9
<tb>  13 <SEP> 0,4
<tb>  27 <SEP> 6,0
<tb>  14 <SEP> 1,2
<tb>  18 <SEP> 0,9
<tb>  15 <SEP> 0,

  4       Verbindungen der Formel 1 sind hochwirksame Mit  tel für die Verhütung des     Phenylchinon-Krümmungs-          syndroms    bei Mäusen. Zur Messung dieser Wirkung  wird die Methode von Hendershot und Forsaith, J.     Phar-          macol.    Exp. Terap. 125, 237 (1959) angewandt. Gruppen  von 10 - 20 Mäusen werden abgestufte Dosen der zu  prüfenden Verbindung subkutan injiziert. Zu dem Zeit  punkt, wo die Wirkung ihren Höchstwert erreicht (dieser  Zeitpunkt wurde vorher bestimmt), wird den Tieren  Phenylchinon in einer Dosis von 2,5 mg/kg     intraperi-          toneal    verabreicht. Diese letzte Injektion ruft bei den  Mäusen Krümmungsereignisse hervor.

   Die Zahl dieser  Ereignisse wird bei jeder Maus während 10 Minuten  nach der Injektion     bestimmt    und die mittlere prozentuale  Verminderung der Zahl der     Ereignisse    gegenüber der  einer     Kontrollgruppe    von Mäusen wird für jede     einzelne     Dosis der     Prüfverbindung    notiert. Man erstellt eine log  arithmische Dosis-Wirkungskurve, aus der sich die Dosis  der Prüfverbindung durch Interpolation feststellen lässt,  die zur Verringerung der Zahl der Krümmungsereignisse  um     50%    erforderlich ist.

   Die mit einer Reihe     erfindungs-          gemäss    hergestellter Verbindungen erhaltenen Ergebnisse  sind in der folgenden Tabelle VIII aufgeführt.  
EMI0010.0021     
  
    TABELLE <SEP> VIII
<tb>  Verhinderung <SEP> des <SEP> Phenylchinonkrümmungssyndroms
<tb>  Prüfverbindung <SEP> ED50 <SEP> (mg/kg)
<tb>  Acetylsalicylsäure <SEP> 20,0
<tb>  Codeinsulfat <SEP> 3,0
<tb>  Beispiel <SEP> 7 <SEP> (als <SEP> freie <SEP> Base) <SEP> 28,5
<tb>  2 <SEP> 9,8
<tb>  3 <SEP> 2,4
<tb>  8 <SEP> 2,8
<tb>  12 <SEP> 32,0
<tb>  13 <SEP> 0,6
<tb>  16 <SEP> 0,8       Eine weitere pharmakologische Wirkung von Verbin  dungen der Formel I ist ihr Vermögen, die Bildung der  lokalen Ödeme zu inhibieren,

   die bei Injektion von     wäss-          riger    Formaldehydlösung in die Fussohle der Ratten  entstehen. Diese Wirkung wird nach einem     Standard-          Test    für entzündungshemmende oder -verhindernde Mit  tel bestimmt (C.A. Winter (International Symposium an  Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drugs , International  Congress Series Nr. 82, Excerpta Medica Foundation,  1965, S. 190 - 202).  



  Zur Prüfung verwendet man ausgewachsene     Ratten          beliebigen        Geschlechts,    die in Gruppen von je 5 Tieren  eingesetzt werden, wobei die eine Gruppe kein Medi  kament erhält und als Kontrolle dient und die andere  Gruppe mit der zu prüfenden Verbindung behandelt  wird. Die Behandlung erfolgt durch subkutane     Injektion     15 Minuten vor dem     Zeitpunkt,    zu dem das Ödem in  itiiert wird. Das Ödem wird durch     Injektion    von 0,1 ml  einer 4%igen Formaldehydlösung in die Sohle der rech  ten hinteren Extremität induziert. Die linke hintere Extre  mität wird in gleicher Weise mit 0,1 ml einer 0,9% igen  Salzlösung behandelt.

   Eine Stunde später wird das Vo  lumen der beiden hinteren Extremitäten     plethysmogra-          fisch    durch Messung des verdrängten Quecksilbervolu  mens bestimmt. Die Grösse des Ödems wird als prozen  tuale     Volumenzunahme    der mit Formaldehyd behandel  ten hinteren Extremität gegenüber der mit Salzlösung  behandelten ausgedrückt.

   Die Ödeminhibition in % wird  durch Dividieren der     mittleren    prozentualen     Zunahme     des Ödems der mit     Formaldehyd    behandelten Extre  mitäten der Gruppe von Tieren, die das Medikament  erhalten hatten, durch die mittlere     Zunahme    des     Öderes     bei der nicht mit einem Medikament behandelten Ver  gleichsgruppen und Multiplikation mit 100     ermittelt.    Die  zu prüfende Verbindung wird bei     unterschiedlichen    Do  sen bewertet, und der ED50-Wert wird durch Interpola  tion aus einer     Dosiswirkungskurve        bestimmt.        ED"o    ist  diejenige Dosis,

   bei der eine     50 /oige    Verminderung     des     Ödems beobachtet wird.  



  Zum Induzieren des Ödems können bei dieser Prü  fung auch andere Mittel verwendet werden. Die     erfin-          dungsgemäss    erhältlichen Verbindungen haben sich auch  zur     Inhibierung    von Ödemen als wirksam erwiesen, die  durch     Injektion    von 0,1 ml einer Lösung     mit    einem  Gehalt von 10     mcg        Serotonin    oder     mit    0,1 ml einer 0,5%-      igen Carageeninlösung erzeugt wurden. In Tabelle IX  sind die ED50-Dosen aufgeführt, die für eine Reihe von       erfindungsgemäss    erhältlichen Verbindungen in Verbin  dung mit Formaldehydödemen ermittelt wurden.

    
EMI0011.0001     
  
    TABELLE <SEP> IX
<tb>  Inhibierung <SEP> von <SEP> Formaldehydödemen
<tb>  Prüfverbindung <SEP> ED50 <SEP> (mg/kg)
<tb>  Methdilazin <SEP> 64
<tb>  Beispiel <SEP> 19 <SEP> 28
<tb>  10 <SEP> 5
<tb>  56 <SEP> 12,5
<tb>  13 <SEP> 8
<tb>  27 <SEP> 18
<tb>  28 <SEP> 18
<tb>  14 <SEP> 1,4
<tb>  18 <SEP> 5,2
<tb>  15 <SEP> 0,9
<tb>  16 <SEP> 3,5

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azaspiroalkandionen der Formel EMI0011.0002 worin R1 und R2 Wasserstoffatome oder Methylgruppen, R3, R4 und R5 Wasserstoffatome, Alkylgruppen mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, Alkoxygruppen mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, Alkylthiogruppen mit bis zu 4 Koh lenstoffatomen, Halogenatome, Trifluormethylgruppen, Nitrogruppen, Aminogruppen, Alkanoamidogruppen od.
    Alkylsulfonamidogruppen mit bis zu 6 Kohlenstoffato men, A eine Alkylengruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoff atomen, die die Stickstoffatome über wenigstens zwei Kohlenstoffatome miteinander verbindet, eine Oxydial- kylengruppe mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, wobei keines der mit Stickstoff verbundenen Kohlenstoffatome mit dem Sauerstoffatom der Oxydialkylengruppe verbunden ist, oder die 2-Butinylengruppe ist, und n die Zahl 4 oder 5 bedeuten, sowie von pharmazeutisch annehmbaren Säureadditionssalzen dieser Verbindungen, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Amin der Formel EMI0011.0006 worin R1 bis R5 obige Bedeutung besitzen, mit einem spirosubstituierten,
    N-substituierten Glutarsäureimid der Formel EMI0011.0007 worin A und n die obige Bedeutung besitzen und X eine reaktive Estergruppe bedeutet, in Gegenwart eines für die Reaktion inerten Lösungsmittels bei einer erhöhten Temperatur umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines für die Reaktion inerten organischen Lösungsmittels und eines säurebindenden Mittels bei einer Temperatur im Bereich von 60 bis 150 C durchführt. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass man als organisches Lösungsmittel Benzol oder n-Butylalkohol verwendet. 3.
    Verfahren nach Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als säurebindendes Mittel Na- triumcarbonat verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man das gebildete Azaspiroalkandion mit einer für die Herstellung eines pharmazeutisch annehm baren Säureadditionssalzes geeigneten Säure in einer we nigstens einem der basischen Stickstoffatome in diesem Produkt stöchiometrisch äquivalenten Menge umsetzt.
    <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:</I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentan spruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Ein klang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes massgebend ist.
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