Flammenwächter für Feuerungsanlagen Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des im Hauptpatent definierten Flammen wächters für Feuerungsanlagen mit einem Schaltkreis zum Betätigen eines Zündtransformators und eines Brennermotors und mit einem Flammendetektorkreis, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass mit einer zwi schen der Anode und der Kathode eines Thyristors eingeschalteten Reihenschaltung eines Photowiderstan des und eines Widerstandes des Flammendetektorkrei ses ein Mittel zur Steuerung der Ansprechspannung des Thyristors verbunden ist,
welches mit einem Schaltele ment des Schaltkreises in Verbindung steht.
Ausführungsformen der Erfindung des Hauptpaten tes sind beispielsweise anhand der Fig.l bis 9 des Hauptpatentes beschrieben.
Alle diese Ausführungsformen verwenden im Flammendetektorkreis ein Mittel zur Steuerung der Ansprechspannung des Thyristors mit Hilfe einer Hilfsspannung, die durch verschiedene im Kreise des Thyristors eingeschaltete und an die Schaltelemente des Schaltkreises, zum Beispiel an das thermische Relais oder an das Relais zur Steuerung des Brenner motors angekoppelte Elemente erzeugt wird.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, die Schaltanordnung dieses Flammenwächters, bzw. dessen Mittel zur Steuerung der Ansprechspannung des Thyri stors im Flammendetektorkreise zu vereinfachen, wobei die dazu benötigte Hilfsspannung vom Netz ab genommen wird.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass das Mittel zur Steuerung der Ansprechspannung des Thyri stors im Flammendetektorkreis einen vierten Wider stand aufweist, dessen erste Klemme über die Erreger wicklung eines Relais zur Steuerung des Brennermo tors mit dem Phasenleiter und dessen andere Klemme mit der Kathode des Thyristors und weiter über einen dritten Widerstand mit dem Nulleiter verbunden sind.
Ein Ausführungsbeispiel der prinzipiellen Schaltan ordnung des erfindungsgemässen Flammenwächters für Feuerungsanlagen ist in der Zeichnung dargestellt. Diese prinzipielle Schaltanordnung besteht aus einem Flammendetektorkreis und aus einem block weise dargestellten Schaltkreis 8, welcher Kontakte, sowie Heiz- und Erregerwicklungen der entsprechen den Relais, einen Zündtransformator und einen Bren nermotor enthält. Der Flammendetektorkreis weist einen Thyristor 11 auf, dessen Anode 12 über eine Er regerwicklung 4 eines Relais zur Flammenüberwa chung einerseits über einen ersten Widerstand 2 und über einen Kondensator 1 mit dem Phasenleiter P und andererseits über eine Zenerdiode 3, welche dem Thy ristor 11 eine stabilisierte Spannung liefert und ihn vor Stoss-Spannungen schützt, mit dem Nulleiter 0 ver bunden ist.
Die Zündelektrode 14 dieses Thyristors 11 ist über einen Photowiderstand 5 mit seiner Anode 12 und über einen zweiten Widerstand 6 mit dem Nullei ter 0 verbunden. Der Thyristor 11 weist ein Mittel auf, welches zur Steuerung von dessen Ansprechspan nung mit Hilfe der Netzspannung dient. Dieses Mittel besteht aus einem dritten Widerstand 9, aus einem vierten Widerstand 10 und aus einer Erregerwicklung 7 eines Relais zur Steuerung eines nicht eingezeichne ten, im Schaltkreise 8 vorhandenen Brennermotors.
Der vierte Widerstand 10 ist mit seiner ersten Klemme über die Erregerwicklung 7 des Relais zur Steuerung des Brennermotors mit dem Phasenleiter P und andererseits mit einem Kontakt dieses Relais im Schaltkreise 8 verbunden, wobei seine andere Klemme mit der Kathode 13 des Thyristors 11 und weiter über den dritten Widerstand 9 mit dem Nulleiter 0 elek trisch verbunden ist. Die entsprechenden Spannungen sind mit UNetZ, U,, UGO, UKO und UGK bezeich net.
An dem Serienkreis, welcher aus dem Kondensator 1, dem ersten Widerstand 2 und aus der Zenerdiode 3 besteht, liegt die Netzspannung Uhet, Die zufolge des den Strom durch die Zenerdiode 3 ohne Wärme entwicklung begrenzenden Kondensators 1 an der Zenerdiode 3 liegende Spannung Uz ist um 90 vor eilend mit Rücksicht auf die positive Halbwelle des Netzes. Der in Serie zu dem Kondensator 1 geschaltete Widerstand 2 begrenzt den Strom durch die Zener diode 3 bei den Stoss-Spannungen des Netzes. Auf dem zweiten Widerstand 6 erscheint eine Spannung UGO, welche die gleiche Phase wie die Spannung UZ hat.
Die Hilfsspannung UNO am dritten Widerstand 9 ist in Phase mit der Netzspannung UNetz und nur dann vorhanden, wenn die in dem Schaltkreis 8 vor handene Kombination von Kontakten zwischen der Er regerwicklung 7 des Relais zur Steuerung des Brenner motors und dem Nulleiter 0 offen steht, d. h. bei nicht erregtem Relais zur Steuerung des Brennermotors, also vor dem Start des Brennermotors und somit beim Feh len einer Brennerflamme.
Der vierte Widerstand 10 ist so dimensioniert, dass das Relais zur Steuerung des Brennermotors nicht genügend erregt ist; deshalb bleibt die Lage seiner Kontakte unverändert. Die Spannung UGK zwischen der Zündelektrode 14 und der Kathode 13 hat immer am Anfang der positiven Halbwelle der Spannung Uz ein Maximum. Erreicht diese Spannung UGK den Wert der Zündspannung des Thyristors 11, so fliesst immer während der ganzen Halbwelle ein Strom durch die Erregerwicklung 4 des Relais zur Flammenüberwachung, dieses Relais spricht an, wodurch der Start des Brennermotors mit Hilfe der entsprechenden Kontakte des Schaltkreises 8 und dadurch auch die Brennstoffzufuhr in die Feuerungsan lage verhindert werden.
Die Hilfsspannung UKO zur Steuerung der Ansprechspannung des Thyristors 11 in der Grössenordnung von einigen 100 mV wird über die Erregerwicklung 7 des Relais zur Steuerung des Bren nermotors und über den vierten Widerstand 10 vom Netz bezogen.
Bei nicht erregtem Relais zur Steuerung des Bren nermotors, also vor dem Start des Brennermotors und somit beim Fehlen der Flamme und bei offenliegenden Kontakten des Schaltkreises 8 zwischen der Erreger wicklung 7 und dem Nulleiter 0 liegt über dem dritten Widerstand 9 eine Hilfsspannung UK O. Ohne Eintritt von Fremdlicht ist die Aufteilung der Spannung am Flammendetektorkreis dann so, dass der Photowider stand 5 einen so hohen Wert des elektrischen Wider standes besitzt, dass die Spannung UGO über dem zweiten Widerstand 6 und die Hilfsspannung UKO über dem dritten Widerstand nicht ausreichen, um den Thyristor 11 vom gesperrten Zustand in den leitenden Zustand zu steuern.
Dies hat zur Folge, dass das Relais zur Flammenüberwachung entregt bleibt. Erhält dann der Photowiderstand 5 in unkontrollierter Weise Fremdlicht oder verkleinert sich durch einen anderen Einfluss sein Widerstandswert, so bringt die Spannung UGO über dem zweiten Widerstand 6 und die Hilfs spannung UKO über dem dritten Widerstand 9 den Thyristor 11 nahe an seinen Ansprechspunkt.
Bei dem erregten Relais zur Steuerung des Brennermotors wird die Hilfsspannung UNO durch den Schaltkreis 8 abge schaltet und die Spannung UGO zwischen der Zünd- elektrode 14 und der Kathode 13 so verändert, dass eine Sicherheitsspanne zwischen dem Einschaltpunkt des Thyristors 11 bei nicht erregtem bzw. bei erregtem Relais zur Steuerung des Brennermotors entsteht.
Wird diese Sicherheitsspanne unterschritten, das heisst, wird der Sollzustand des Photowiderstandes 5 bei nicht brennender Flamme - das Relais zur Steue rung des Brennermotors ist nicht erregt - nicht einge halten, so wird der Thyristor 11 durch die Spannung UGO über dem zweiten Widerstand 6 und durch die Hilfsspannung UKO über dem dritten Widerstand 9 in den leitenden Zustand gesteuert, was zum Anzug des Relais zur Flammenüberwachung und demzufolge zur Startverhinderung führt.
Der erfindungsgemässe Flammenwächter für Feue rungsanlagen mit einem so angeordneten Flammende tektor gestattet, billigere Thyristoren mit grösseren Steuerströmen zu verwenden, da zum Erreichen der entsprechenden Ansprechspannung im Stillstand des Brennermotors eine zusätzliche, vom Netz bezogene Hilfsspannung UKO verwendet wird.