Frans Pharailda Jozef Bolssens, Heide Kalmthout (Belgien), ist als Erfinder genannt worden Der Patentanspruch des Hauptpatentes betrifft eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Abisolieren einer An zahl kunststoffisolierter Drähte gleichen Durchmessers und zeichnet sich aus durch Drahtführungsmittel, durch Klemmittel, durch Schneidmittel, durch Mittel zum Ein kerben der Isolation und durch Verschiebungsmittel, um die Schneid- und Kerbmittel gegenüber den Klemm- mitteln zu verschieben.
Die vorliegende Erfindung stellt eine Weiterausbil dung der im Hauptpatent beschriebenen Abisoliervor richtung dar, insbesondere deren Ausbildung als Hand werkzeug.
Solche Vorrichtungen sind bereits bekannt, doch muss zu deren Betrieb vom Bedienenden Kraft aufge wendet werden, was bei kontinuierlichem Betrieb ein schwerwiegender Nachteil ist. Weiter kann mit diesen Werkzeugen gleichzeitig nur jeweils ein Draht abisoliert werden. Weiter ist es in gewissen Fällen, besonders wenn eine Gruppe von mehreren Drähten von einer Kabelform weggeht, unmöglich, die Isolation von diesen Drähten zu entfernen, wenn man bei einer bestimmten Distanz von der Kabelform mit dem Abisolieren be ginnen sollte, da diese bekannten Vorrichtungen die Isolation vom freien Ende des Drahtes her entfernen.
Es ist daher ein Zweck der vorliegenden Erfindung, ein Abisolierwerkzeug vorzusehen, das die Nachteile der vorerwähnten Vorrichtung nicht aufweist.
Die erfindungsgemässe Abisoliervorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass sie ein einziges gemeinsames Steuermittel aufweist, dessen Verschiebung in einer Richtung parallel zu den genannten Drähten die Ver schiebungen der Klemm-, Schneid- und Kerbmittel steuert.
Gemäss einer Ausführungsform besitzt das genannte Steuermittel mindestens einen gemeinsamen Steuerbol zen, der in zwei entgegengesetzte Richtungen längs ver schiebbar ist, wobei mindestens eine der genannten Klemmbacken und mindestens eine der genannten Schneidbacken für die Isolation in ihrer Ruhelage vor- 2 gespannt sind, und automatisch von dieser Ruhelage in die Arbeitslage verschoben werden, wobei sie den Draht klemmen und die Isolation von diesem Draht entfernen, und zwar mindestens teilweise mit Hilfe der Energie, welche durch die Vorspannung gespeichert ist und freigegeben wird, wenn der genannte Steuerbolzen in einer der beiden Richtungen bewegt wird.
Es ist zu bemerken, dass die Verwendung von vor gespannten Isolationsschneidebacken bereits aus dem holländischen Pat. Nr. 77217 bekannt ist, doch ist bei dieser Vorrichtung eine zusätzliche Rotation dieser Backen notwendig, um die Isolation abzuschneiden. Gemäss einer weitem Ausführungsform sind die genannte eine Klemmbacke und die genannte eine Isola- i5 tionsschneidebacke je auf einem ersten und einem zwei ten Steuerbolzen montiert und vorgespannt.
Durch die Tatsache, dass diese Ausführungsform einen gemeinsamen Steuerbolzen aufweist, wurde es möglich, ein Handwerkzeug von relativ geringem Ge- 2o wicht zu schaffen. Durch die Tatsache, dass die einzel nen Steuerbolzen in ihrer Ruhelage gespannt sind, kön nen diese mit hoher Geschwindigkeit in ihre Arbeitslage gebracht werden mit Hilfe der in den zusammenge- pressten Federn gespeicherten Energie, wodurch die 25 Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung entsprechend hoch wird.
Die Arbeitsgeschwindigkeit kann weiter da durch erhöht werden, wenn die Vorrichtung so ausge legt wird, dass es möglich ist, nachdem die Isolation von einem Draht entfernt wurde, diesen Draht sofort aus <B>30</B> dem Werkzeug zu entfernen, d. h. bevor der gemein same Steuerbolzen in seine Ruhelage zurückgekehrt ist.
Die vorliegende Vorrichtung kann leicht bedienbar gemacht werden, wenn der einzige gemeinsame Steuer bolzen mit einem pneumatisch betätigten Kolben ver- 35 bunden ist, der in einem Zylinder montiert ist und dessen Bewegung durch eine Auslösevorrichtung ge steuert ist, die ein Ventil betätigt, das den Weg zwischen diesem Zylinder und einer Quelle von komprimierter Luft steuert. Durch die Verwendung von komprimierter 40 Luft kann eine relativ hohe Kraft aufgebracht werden, so dass die vorliegende Vorrichtung geeignet ist, gleich zeitig die Isolation von einer Anzahl von Drähten zu entfernen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun an hand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen: Fig.1 einen Längsschnitt der Vorrichtung entlang der Linie I-I der Fig. 2; Fig. 2 eine Seitenansicht von links nach rechts der Vorrichtung nach Fig.1, wobei gewisse Teile aufge schnitten und andere weggelassen sind; und Fig. 3 eine Seitenansicht von oben nach unten der Vorrichtung nach Fig. 1.
Die Abisoliervorrichtung weist ein länglicher Kör per auf, der mit 1 bezeichnet ist, auf welchem ein Hand griff 2 befestigt ist, und zwar mit Hilfe von Schrauben 3, 4 und 5.
Der längliche Körper 1 weist einen Luftzylinder 6 auf, der an einem Ende offen ist und am andern Ende mit einem Teil 7 abgeschlossen ist, der aus einem Stück mit dem Zylinder 6 besteht und teilweise blockförmig ausgebildet ist und welchem zwei parallele Führungs stäbe 8 und 9 mit Hilfe von Stiften 10 und 11 befestigt sind. Das offene Ende des Zylinders 6 ist mit Hilfe einer Kappe 12 abgeschlossen, welche einen luftdichten Sitz in diesem offenen Ende besitzt. Ein ringförmiges Stück 13 ist auf die Kappe 12 aufgeschraubt und stösst an die Kante des Zylinders 6, wodurch verhindert wird, dass diese Kappe 12 ins Innere des Zylinders 6 verschoben wird.
Die Verschiebung der Endkappe 12 in die entgegengesetzte Richtung wird durch einen Seegerring 14 verhindert, welcher in eine Nut in der Innenwand des Zylinders 6 eingreift und an der End- kappe 12 anliegt. Die Kappe 12 ist weiter mit einer Umfangsnut 15 versehen, in welcher ein Dichtungs ring 16 angeordnet ist. Dieser Ring 16 bewirkt, dass die Innenseite des Zylinders 6 dicht gegen die Atmo sphäre abgeschlossen ist.
Ein allgemein mit 17 bezeichneter Kolbenaufbau ist im Zylinder 6 gleitbar angeordnet. Dieser Kolbenauf bau 17 weist einen Zylinderkörper 18 auf, der mit zwei äussern Flanschen 19 und 20 und mit einem inneren Flansch 21 versehen ist, welche Flanschen über die zylindrische Oberfläche dieses Körpers 18 vorstehen. Die Flanschen 19, 20 und 21 begrenzen zwei Sitz flächen für Dichtungsringe 22 und 23, welche einen kanalförmigen Querschnitt haben und mit dem Zylinder 6 in Berührung stehen, so dass ein luftdichter Ab- schluss entsteht zwischen den beiden Abteilen des Zylin ders 6, die durch den Kolbenaufbau 17 getrennt sind.
Der zylindrische Körper 18 hat einen zylindrischen Durchgang, welcher parallel zu den Führungsstäben 8 und 9 liegt, wobei der Teil 24 mit einem Gewinde versehen ist. Ein Kolbenbolzen oder Steuerbolzen 25 geht durch diesen Durchgang und ist dem mit Gewinde versehenen Teil 24 eingeschraubt und weiter mit Hilfe einer Mutter 26 zusätzlich gesichert. Ein Dichtungsring 27 ist rund um den Bolzen 25 herum in einer Nut 28 des Kolbenkörpers angeordnet, um diesen Bolzen luft dicht durch den Kolben zu führen. Um den Kolben bolzen 25 gegenüber der Atmosphäre abzuschliessen, ist ein Dichtungsring 29 in einer Nut 30 im block- förmigen Teil 7 vorhanden.
Der Steuerbolzen 25 hat zwei seitliche Nocken flächen 31 oder BCDE und 32 oder FG und ist in einem zylindrischen Gehäuse 33 gleitend montiert. Das Gehäuse 33 hat an seinem offenen Ende einen Flansch 34 und nahe bei seinem geschlossenen Ende einen nockenförmig geformten Teil 35 oder GMN und da zwischen zwei seitliche Schlitze, welche die Nocken flächen 31 und 32 des Steuerbolzens 25 freigeben, wie s dies aus Fig. 2 klar ersichtlich ist.
Ein Träger 36 ist fest mit den Führungsbolzen 8 und 9 mit Hilfe der Stifte 37 und 38 verbunden und be sitzt einen aus einem Stück mit diesem bestehenden hohlen rohrförmigen Teil 39, welcher sich senkrecht io zum Gehäuse 33 erstreckt. Ein Träger 40 ist auf den Führungsbolzen 8 und 9 gleitend montiert und besitzt ein aus einem Stück mit diesem bestehendes T-förmiges Stück 41, 60. Der Teil 41 ist rohrförmig und hohl und liegt parallel zum rohrförmigen Teil 39, während der 1s Teil 60 senkrecht dazu angeordnet ist.
Das Gehäuse 33 ist gleitend montiert in einer Bohrung durch die Träger 36 und 40.
Der rohrförmige Teil 39 ist an seinem offenen Ende mit einem ringförmigen Teil 42 abgeschlossen, welcher 2o eine nicht sichtbare Zentralöffnung besitzt und welcher mit Hilfe von Stiften 43 und 44 mit dem rohrförmigen Teil 39 verbunden ist. Eine Klemmbacke 45 ist mit Hilfe von nicht gezeigten Schrauben am rohrförmigen Teil 39 befestigt. Der Teil 39 hat weiter eine seitliche 25 Verlängerung, welche mit einem zylindrischen Durch gang 46 versehen ist, der eine Längsnut 47 besitzt.
Dieser Durchgang 46 ist parallel zu den Führungs bolzen 8 und 9 und so ausgelegt, dass er in luftdichter Art das eine Ende eines Distanzstückes 48 aufnehmen <B>30</B> kann, das an seinem andem Ende einen gekrümmten Teil 49 besitzt. Eine nicht gezeigte Längsrippe dieses einen Endes greift dabei in die Längsnut 47 ein und verhindert dadurch eine Rotation des Distanzstückes 48. Ein individueller Steuerbolzen 50 erstreckt sich mit 35 seinem Ende 51 durch die oben erwähnte Zentral öffnung im ringförmigen Teil 42 und besteht an seinem andern Ende aus einem zylindrischen Führungsblock 52, welcher in den rohrförmigen Teil 39 passt.
Der Steuerbolzen 50 ist gleitend im rohrförmigen Teil 39 au montiert und seine beiden Enden 51 und 52 werden dabei einmal durch die erwähnte Zentralöffnung im ringförmigen Teil 42 und weiter durch die innere Wand des rohrförmigen Teiles 39 geführt. Eine zusammen gedrückte Schraubenfeder 53 ist rund um den Bolzen 45 50 angeordnet, und zwar zwischen den Teilen 42 und 52, so dass dieser Steuerbolzen 50 dauernd in Richtung des gemeinsamen Bolzens 25 gedrückt wird. Der Teil JK der Nockenfläche 54 oder der Teil JKL des Füh rungsblocks 52 wird normalerweise gegen die Nocken 5o fläche 32 oder FG des Bolzens 25 gepresst.
Am Ende 51 des Bolzens 50 ist ein Support 55 mit Hilfe einer Mutter 56 befestigt und eine Klemmbacke 57 ist seitlich an diesem Support 55 mit Hilfe einer nicht gezeigten Schraube befestigt. Der rohrförmige Teil 39 und der 55 Support 55 sind normalerweise mit einer geringen Di stanz voneinander montiert, und um zu verhindern, dass Stücke, z. B. von Drähten oder Isolationen, zwi schen diese beiden Teile 39 und 55 eindringen können, ist ein Deckel 58 vorhanden. Dieser Deckel 58 ist mit <B>60</B> Hilfe der obenerwähnten Schraube 56 auf den Support 55 montiert und überdeckt den die Teile 39 und 55 trennenden Spalt teilweise.
Die Klemmbacken 45 und 57 bilden eine Klemmvorrichtung und begrenzen im Ruhezustand einen Spalt 59, der so dimensioniert ist, 65 dass er eine Anzahl von Drähten aufnehmen kann. Eine Isolationsschneidebacke 61 ist seitlich an ein Ende des Querteiles 60 des T-förmigen Stückes 41, 60 mit Hilfe einer nicht gezeigten Schraube montiert. Eine Drahtschneidebacke 42 ist seitlich am andern Ende des Querteiles 60 mit Hilfe einer Schraube 63 montiert. Der hohle rohrförmige Teil 41 ist an seinem offenen Ende mit Hilfe eines ringförmigen Teiles 64 verschlos sen, welcher eine nicht gezeigte Zentralöffnung besitzt und welcher mit Hilfe von Stiften 65 und 66 auf den rohrförmigen Teil 41 montiert ist.
Ein individueller Steuerbolzen 67 erstreckt sich mit einem seiner Enden 68 durch die erwähnte Zentralöffnung im ringförmigen Stück 64 und hat an seinem andern Ende ein Führungs block 69. Der Führungsblock 69 passt in den rohr- förmigen Teil 41 und hat ein flache Seitenfläche 105. Der Bolzen 67 kann im rohrförmigen Teil 41 gleiten, und seine beiden Enden 68 und 69 sind einerseits durch die Zentralöffnung im ringförmigen Teil 64 und ander seits durch die innere Wand des rohrförmigen Teiles 41 geführt.
Eine zusammengepresste Schraubenfeder 70 ist rund um den Bolzen 67 zwischen den Teilen 64 und 69 angeordnet, und drückt diesen Steuerbolzen 67 dauernd in Richtung auf den gemeinsamen Bolzen 25. Genauer ausgedrückt wird die Nockenfläche 71 oder HI des Führungsblocks 69 gegen einen Teil der Nockenfläche 31 oder BCDE des Bolzens 25 gepresst. Mit Hilfe eines Stiftes 73 ist ein Support 72 quer am andern Ende 68 des Steuerbolzens 67 montiert. Eine Isolationsschneidebacke 74 ist seitlich an einem Ende dieses Supports 72 montiert, während eine Drahtschnei debacke 75 mit Hilfe von nicht gezeigten Schrauben am andern Ende dieses Supports befestigt ist.
Die Isola tionsschneidebacken 71 und 74, welche Seite an Seite in der gleichen Ebene montiert sind, bilden eine Isola tionsschneide-Vorrichtung und begrenzen im Ruhezu stand einen Spalt 107, der zur Aufnahme einer Anzahl von isolierten Drähten dimensioniert ist. In gleicher Weise bilden die Drahtschneidebacken, welche eben falls nebeneinander montiert sind, eine Drahtschneide vorrichtung und begrenzen im Ruhezustand einen Spalt 108, der ebenfalls zur Aufnahme eine Anzahl von iso lierten Drähten dimensioniert ist. Dazu ist zu bemerken, dass die Spalte 59, 107 und 108 alle in einer Linie liegen parallel zum Bolzen 25. Zusammen bilden sie einen Drahtführungs-Kanal mit offenen Enden.
Der Handgriff 2 weist einen handgrifförmigen Rah men 76 auf, der mit einem Teil 77 verlötet ist und dessen offene Seite mit Hilfe eines Deckels 78 geschlossen ist, so dass ein hohles Gehäuse 79 entsteht. Der Teil 77 ist mit Hilfe von Schrauben 3, 4, 5 mit dem Zylinder 6 ver bunden, und der Deckel 78 ist mit Hilfe von Schrauben 85 und 86 mit dem Rahmen 76 verbunden. Der Teil 77 hat einen Längskanal 80, welcher auf der einen Seite durch eine nicht gezeigte Bohrung in das Gehäuse 79 führt und auf der andern Seite durch die Bohrung 81 in das Innere des Zylinders 6. Ein Dichtungsring 82 ist in dieser Bohrung 81 an der Stelle montiert, an der der Teil 77 und der Zylinder 6 aufeinanderliegen, um diesen Durchgang luftdicht abzuschliessen gegen aussen.
Der Zylinder 6 hat durch einen Durchgang 83 eine weitere Verbindung mit dem Gehäuse 79, wobei an der Berührungsstelle des Zylinders 6 und des Teiles 77 wiederum ein Dichtungsring 84 vorhanden ist.
Im Gehäuse 79 ist ein Support 87 montiert, sowie zwei Rohre 88 und 89, deren Enden mit dem Kanal 80 und mit dem Durchgang 83 verbunden sind. Die andern Enden 90 und 91 dieser Rohre gehen durch entsprechende Bohrungen 92 und 93 in einem Stück 106 am untern Ende des Handgriffes 2 durch. Diese beiden Enden 90 und 91 sind so ausgelegt, dass sie über ein Magnetventil mit einer Druckluftquelle verbunden werden können.
Im Rahmen 76 ist ein Mikroschalter 94 mit Hilfe s von Schrauben 96 und 97 montiert. Ein U-förmiger Support ist ebenfalls im Rahmen 76 befestigt, und die parallelen Teile dieses Supports besitzen kreisförmige Öffnungen, die eine kleine Achse 99 haltern. Ein Aus löser 100 ist mit Hilfe eines Stiftes 101 mit einem Ende dieser Achse 99 verbunden, und eine Schraubenfeder 102 ist rund um die Achse 29 und zwischen einem der parallelen Teile des Supports 98 und einer auf der Achse 99 befestigten Scheibe 103 angeordnet. Der Mikroschalter 94 ist über ein nicht gezeigtes elektrisches is Kabel, das durch die Öffnung 104 im Teil 106 durch geht, mit dem oben erwähnten Magnetventil verbunden. Das Magnetventil ermöglicht normalerweise eine Ver bindung zwischen der Druckluftquelle und dem Rohr 88 und blockiert die Verbindung zwischen dieser Quelle und dem Rohr 89.
Wenn der Auslöser 100 betätigt wird, vertauscht das Magnetventil die Verbindung, welcher Zustand solange bleibt, als der Auslöser nicht losge lassen wird.
In einer Telephonzentrale bestehen die elektrischen 25 Verbindungen in jeder Bucht aus einer Anzahl von Kabelformen, die je aus Gruppen von Drähten gebildete Äste aufweisen. An vorbestimmten Stellen dieser Äste werden Gruppen von Drähten herausgeführt und sind elektrisch zu verbinden mit einer Anzahl von Schalt so kreisen, die in dieser Bucht montiert sind, und zwar in einem vorbestimmten Abstand von diesem Kabelbaum. Wenn solche Kabelformen vorbereitet werden, müssen die Drähte jeder Abzweigung abisoliert werden auf einer vorbestimmten Länge, und zwar beginnend bei einem vorbestimmten Abstand vom entsprechenden Ast des Kabelbaumes.
Dies ist möglich mit Hilfe der beschriebenen Abi soliervorrichtung, wenn die Distanz zwischen dem ge krümmten Endteil 49 des Distanzstückes 48 und der Isolationsschneidevorrichtung 61, 74 gleich ist dem vor erwähnten Abstand, und wenn die Distanz zwischen der Drahtschneidevorrichtung 62, 75 und der Isola tionsschneidevorrichtung 61, 74 in dieser Vorrichtung gleich der erstgenannten Länge ist.
Der gekrümmte Endteil 49 des Distanzstückes 48 wird zuerst auf den Ast der Kabelform aufgesetzt, von welcher ein Abgang von z. B. fünf Drähten wegführt. Die Drähte dieses Abgangs werden in den Kanal 59, 107, 108 eingelegt, der durch das Paar der Klemm backen 45, 57, das Paar der Isolationsschneidebacken 61, 74 und das Paar der Drahtschneidebacken 72, 75 gebildet wird, und zwar auf die Art, dass sich alle isolierten Drähte längs in diesem Kanal erstrecken.
Da bei ist die Breite dieses Kanals nur wenig grösser als 55 der Durchmesser der isolierten Drähte, so dass diese Drähte Seite an Seite nebeneinanderliegen. Darauf hin wird der Auslöser 100 betätigt, worauf folgende Opera tionen durchgeführt werden: Die isolierten Drähte wer den zwischen den Klemmbacken 45, 67 festgeklemmt;
so die Drähte werden durch die Drahtschneidebacken 75 abgeschnitten; die Isolation dieser Drähte wird durch die Isolationsschneidebacken 61, 74 eingeschnitten; der Träger 40 wird gegen den Zylinder 6 bewegt, um die Isolation von diesen Drähten abzustreifen; die Klemm 65 backen werden in ihre Ruhelage gebracht, und die Iso lationsschneide- und Drahtschneidebacken werden eben falls in ihre Ruhelage gebracht. Die Vorgänge, die auf die Betätigung des Auslösers 100 folgen, werden nun etwas detaillierter beschrieben. Dabei ist zu bemerken, dass die verschiedenen Teile der Vorrichtung am Anfang in der Ruhelage gezeigt werden.
Wenn der Auslöser entgegen der Wirkung der Feder 102 betätigt wird, betätigt die kleine Achse 99 den Anker 95 des Mikroschalters 94, welcher einen elektri schen Stromkreis schliesst für das oben erwähnte Ma gnetventil. Dieses Ventil baut eine Verbindung auf zwi schen der Druckluftquelle und dem Rohr 89 und trennt die Quelle vom Rohr 88, so dass komprimierte Luft über das Rohr 89 und den Durchgang 83 in das obere Abteil des Zylinders 6 einströmt. Dadurch wird die Kolbenanordnung 17 und damit auch der Bolzen 25 in Richtung auf die Endkappe 12 bewegt. Durch die Verschiebung der Nockenfläche 31 und 32 des Bolzens 25 werden die beiden vorgespannten individuellen Steuerbolzen 50 und 67 in Richtung auf den Steuer bolzen 25 zu verschoben unter der Wirkung der in den Federn 53 und 70 gespeicherten Energie.
Durch die Verschiebung des Bolzens 50 wird die bewegliche Klemmbacke 57 gegen die festmontierte Klemmbacke 45 verschoben, so dass die oben erwähnten isolierten Drähte zwischen diesen Backen festgeklemmt werden. Durch die Verschiebung des vorgespannten Steuerbolzens 67 werden die beweglichen Isolations schneide- und Drahtschneidebacken 74 und 75 gegen die festmontierten Isolationsschneidebacken und Draht schneidebacken 61 und 62 bewegt. An einem bestimm ten Punkt des Weges der Drahtschneidebacke 75 wird das Schneiden der Drähte durch die Zusammenwirkung dieser Drahtschneidebacke 75 mit der festmontierten Drahtschneidebacke 62 eingeleitet.
Ebenfalls in einem bestimmten Moment des Weges der Isolationsschneide backe 74 wird ein seitlicher Schnitt in die Isolation jedes Drahtes gemacht, während ein weiterer seitlicher Schnitt in die Isolation dieser Drähte mit Hilfe der fest montierten Isolationsschneidebacke 61 ausgeführt wird. Diese Drahtschneide- und Isolationsschneidevorgänge sind beendet, wenn der Steuerbolzen 67 das Ende dieses Weges erreicht hat, d. h. wenn der Punkt I der Nocken oberfläche 71 mit dem Punkt C von der Nockenober fläche 31 übereinstimmt. Es kann jedoch vorkommen, dass der Drahtschneidevorgang in diesem Moment noch nicht beendet ist. Daher wird die bewegliche Draht schneidebacke 75 und ebenfalls die Isolationsschneide backe 74 während einer Zeit, die der Distanz CD ent spricht, in dieser Lage gehalten, d. h. bis der oben erwähnte Punkt I und der Punkt D übereinstimmt.
In diesem Moment kommt der Teil DE der Nocken oberfläche 31 des gemeinsamen Steuerbolzens 25 in Berührung mit der flachen Oberfläche 105 des Füh rungsblocks 69 des Bolzens 67. Dadurch wird dieser Bolzen 67 und weiter der rohrförmige Teil 41 und die zugehörigen Elemente, d. h. die Isolationsschneide backen 61, 74 gleichzeitig vom rohrförmigen Teil 39 wegbewegt, d. h. von den Klemmbacken 45, 57 weg. Da in die Isolation der isolierten Drähte mit Hilfe der Backen 61, 74 seitliche Schnitte gemacht wurden, und da diese Drähte bereits durch die Drahtschneidebacken 62, 75 abgeschnitten wurden, ist es klar, dass durch die Verschiebung der Isolationsschneidebacken 61, 74 ge genüber den Klemmbacken 45, 57 die Isolation dieser Drähte abgestreift wird.
Aus dem Obenerwähnten ist ersichtlich, dass die Isolation der Drähte über die vorgenannte Länge ent fernt wird, und dass das Entfernen beim genannten Abstand vom Ast der Kabelform beginnt, so dass das Distanzstück 48 tatsächlich ein Teil zur Distanzmessung ist, um eine Länge abzumessen, die gleich ist der Di stanz zwischen ihrem gekurvten Endteil 49 und den 5 Drahtschneidebacken 62, 75.
Wenn der rohrförmige Teil 41 auf seinem Weg mit dem Flansch 34 des Gehäuses 33 in Kontakt kommt, wird das letztere in Richtung auf den blockförmigen Teil 7 verschoben, bis es daran anstösst. Folglich wird die Nockenfläche 35 dieses Gehäuses 33 in derselben Richtung vorgeschoben, so dass der Steuerbolzen 50 vom gemeinsamen Steuerbolzen 25 wegverschoben wird. Ein Moment, in dem die Weiterverschiebung des Ge häuses 33 durch den Teil 7 verhindert wird, macht der Punkt K der Nockenfläche 54 des Führungsblocks 52 des Steuerbolzens 50 Kontakt mit der Fläche MN der obenerwähnten Nockenfläche GMN.
Die beweg liche Klemmbacke 57 wird dadurch auf den gleichen Abstand von der festmontierten Klemmbacke 45 ge bracht wie in der Ruhelage, so dass die abisolierten Drähte leicht entfernt werden können. Die Verschiebung des Teiles 40, 41, 60 wird gestoppt, wenn dieser den Träger 36 berührt. Während des weiteren Weges des Steuerbolzens 25 wird die Feder 70 wieder auf ihren 2s ursprünglichen Wert zusammengedrückt.
Wenn der Auslöser 100 losgelassen wird, steuert der Mikroschalter 94 das Magnetventil so, dass die Druckluftquelle mit dem Rohr 88 verbunden wird und vom Rohr 89 entfernt wird, so dass über den Kanal 30 80 und den Durchgang 81 Druckluft in das untere Ab teil des Zylinders 6 einströmt. Dadurch werden der Kolbenaufbau und der Steuerbolzen 25 in die gezeich nete Stellung verschoben. Während dieser Verschiebung kommt die Nockenoberfläche 31 des Bolzens 25 in 35 Berührung mit der Nockenfläche 71 des Bolzens 67, so dass der letztere und damit auch der Teil 40, 41, 60 und die zugehörigen Elemente gegen den festmontierten rohrförmigen Teil 39 verschoben werden.
Wenn das Gehäuse 33 nicht vorgesehen wäre, wäre @ es unmöglich, die abisolierten Drähte wegzunehmen, bevor der gemeinsame Steuerbolzen in seine Ruhelage zurückgekehrt ist, da die Klemmbacken bis zu diesem Moment in der betätigten Lage bleiben würden. Bevor die gezeichnete Stellung erreicht wird, kommt das Ende 4s des Kolbenbolzens 25 jedoch in Kontakt mit dem ge schlossenen Ende des -Gehäuses 33, so dass dieser Teil in die dargestellte Stellung verschoben wird.
Dabei gleitet der Punkt K der Nockenfläche JKL über die Nockenfläche NMG und darauf über die Nockenfläche so GF, wodurch der Abstand zwischen den Klemmbacken 45, 57 zuerst vermindert und dann auf den gezeigten Betrag erhöht wird.
Aus dem obigen folgt, dass in der Ruhelage des 55 Bolzens 25 die Federn 53 und 57 zusammengedrückt sind, und dass die genannte Vorrichtung bereit ist für einen neuen Abisoliervorgang.
Es ist zu bemerken, dass, anstatt die Backen 45, 61 und 62 fest zu montieren, diese auch in derselben Art 6o montiert sein könnten wie die beweglichen Backen 57, 74 und 75 und auch durch einen gemeinsamen Steuer bolzen bewegt werden könnten. Das obenerwähnte elek trisch gesteuerte Ventil könnte natürlich auch im Hand griff montiert sein, und anstelle des elektrisch ge- 6s steuerten Ventiles könnte man ein mechanisch ge steuertes verwenden, welches durch den Auslöser 100 direkt betätigt würde.