Mehrzweckkäfig mit Futterbehälter
Die Erfindung betrifft einen Mehrzweckkäfig zum Transport und zum Halten von Kaninchen oder Meerschweinchen im Tierstall oder im Labor, der einen rechtwinkligen Kasten aus teilweise durchlochtem Blech und einen Futterbehälter aufweist.
Bisher bekannte Käfige sind in der Regel nur für eine Tierart und jeweils nur für einzelne Verwendungsarten brauchbar.
Zweck der Erfindung ist es, einen Mehrzweckkäfig zu schaffen, der nicht nur den Transport und das Halten von Kaninchen oder Meerschweinchen im Tierstall oder im Labor gestattet, sondern auch wahlweise Fütterung, portionierte Fütterung und Nüchternsetzen ermöglicht, wobei erhöhte Futterverluste vermieden werden können.
Der eingangs genannte erfindungsgemässe Mehrzweckkäfig ist zu diesem Zwecke gekennzeichnet durch seitlich vorspringende, zum Aufhängen dienende Dekkelkanten des Kastens; die Ausbildung der Vorderseite als eine nach vorne zu öffnende Tür; die vollwandige Ausbildung des unteren Teils aller vier Seitenwände des Kastens; die Anordnung einer rechteckigen Ausnehmung in der Tür, in welche Ausnehmung ein nach unten sich trichterförmig verjüngender Futterbehälter eingesetzt ist, welcher einen mit einer Arretierung versehenen Schieber aufweist, der ihn in einen mit einem Deckel versehenen Futtertrog und einen Vorratsbehälter unterteilt, und wobei der Futterbehälter durch eine Konsole an der oberen Innenkante und durch eine Arretierung an der Unterkante in der Tür befestigt ist.
Der Kasten wird vorzugsweise aus korrosionsfestem Blech gefertigt; in Boden, Deckel sowie die oberen Teile der Seitenwände sind beispielsweise quadratische Löcher gestanzt. Die Löcher der Bodenplatte sollten vorzugsweise Kantenlängen von ungefähr 13 mm haben, da diese Lochgrösse für Kaninchen noch ausreicht und für Meerschweinchen noch nicht zu gross ist. Die Ausstanzungen der Vorder- und Rückseite werden zweckmässig etwas grösser gewählt (etwa 20 mm), da man die Tiere hierdurch besser beobachten kann und der etwaige Einsatz von automatischen Tränkventilen an der Rückseite des Kastens vereinfacht ist. Die Grösse der Ausstanzungen an den Seitenwänden und am Deckel kann beliebig gewählt werden; jedoch ist der untere Teil der Seitenwände (z. B. etwa 40 % der Höhe) nicht durchlöchert, um zu verhindern, dass die Tiere benachbarter Käfige durch Kot und Urin verschmutzt werden.
Der Deckel des Käfigs ist etwas breiter als der Käfig selbst, so dass der gesamte Käfig seitlich in entsprechenden Gestellen aufgehängt werden kann.
Die Vorderseite des Mehrzweckkäfigs ist als vorzugsweise verriegelbare Tür ausgebildet und besitzt im zweckmässig nichtdurchlochten, unteren Teil eine rechteckige Aussparung zum Einsetzen eines Futterbehälters.
Der Futterbehälter verjüngt sich nach unten trichterförmig und wird durch einen arretierbaren Schieber in einen mit einem Deckel versehenen, zweckmässig in den Käfig hineinragenden Futtertrog und einen (vorzugsweise mit einem Klappdeckel verschliessbaren) Vorratsbehälter unterteilt. Der Futterbehälter besitzt an der oberen Innenkante eine Konsole und an der Unterkante eine Arretierung, so dass der Futterbehälter zwar zur Reinigung und Desinfektion leicht herausnehmbar ist, jedoch nicht von den Versuchstieren nach aussen weggedrückt werden kann.
Auf den in den Käfig hineinragenden Futtertrog kann ein seitlich klemmender Blechdeckel mit Arretierung aufgesetzt sein, um die Tiere gewünschtenfalls nüchtern zu setzen.
Ein beispielsweise an dem Futtertrog angesetzter Steg erlaubt es auch Meerschweinchen, an das Futter heranzukommen, ohne das Futter durch abgestreiften Schmutz zu verunreinigen; eine gegebenenfalls vorgesehene Umbördelung des Futtertroges verhindert das Herauskrazten des Futters durch Kaninchen.
Jeweils unterhalb des Käfigs (bzw. unter Gruppen von mehreren Käfigen gemeinsam) können leicht zu reinigende Kot- und Urin-Auffangschalen angebracht sein, die man zweckmässig mit einem zentralen Abflusssystem verbindet.
Der vorliegende Mehrzweckkäfig erlaubt es, mit einem einzigen Käfigtyp für Kaninchen und Meerschweinchen in rationeller Weise den verschiedensten Fütterungs- und Haltungs-Bedürfnissen nachzukommen.
Er ist daher bisher bekannten Käfigtypen überlegen, die nur für einzelne Zwecke verwendbar sind und deshalb keine so raum-, zeit- und materialsparende Anpassung an die häufig wechselnden und schwankenden Bedürfnisse ermöglichen.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Mehrzweckkäfigs wird anhand der Zeichnung nachfolgend näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine typische Ausführungsform des Mehrzweckkäfigs, bei dem der Futterbehälter F aus der Ausnehmung A der Tür T herausgenommen ist.
Fig. 2 zeigt (im doppelten Massstab von Fig. 1) den herausgenommenen Futterbehälter F. Bei hochgezogenem Schieber S kann das Futter ungestört in den Futtertrog G nachrutschen. Durch Herunterdrücken des Schiebers wird nur jeweils eine Trogfüllung zum Fressen freigegeben. Die Bördelung B und der Steg St gewährleisten optimale Ausnutzung des Futters durch Kaninchen und Meerschweinchen. Die Befestigung des gesamten Futterbehälters F an der Käfigtür T erfolgt durch Einhängen der Konsole K sowie der Arretierung A' in Ausstanzungen der Tür T bzw. in der Unterkante der Aussparung A.
Fig. 3 zeigt (im gleichen Massstab wie Fig. 2) einen Blechdeckel D zum Abdecken des Futtertroges. Durch den Federdruck der Seitenwände und die Arretierung A" wird ein selbsttätiges Entfernen des Deckels D durch die nüchtern gesetzten Tiere verhindert.
Multipurpose cage with feed container
The invention relates to a multi-purpose cage for transporting and holding rabbits or guinea pigs in the animal shed or in the laboratory, which cage has a rectangular box made of partially perforated sheet metal and a feed container.
Previously known cages are usually only usable for one species and only for individual types of use.
The purpose of the invention is to create a multi-purpose cage that not only allows rabbits or guinea pigs to be transported and kept in the animal pen or in the laboratory, but also enables feeding, portioned feeding and fasting, whereby increased feed losses can be avoided.
The multi-purpose cage according to the invention mentioned at the beginning is characterized for this purpose by laterally projecting lid edges of the box which are used for hanging; the design of the front as a front-opening door; the full-walled formation of the lower part of all four side walls of the box; the arrangement of a rectangular recess in the door, in which recess a downwardly tapering funnel-shaped feed container is inserted, which has a slide provided with a lock which divides it into a feed trough provided with a cover and a storage container, and the feed container through a console is attached to the upper inner edge and a locking mechanism to the lower edge in the door.
The box is preferably made of corrosion-resistant sheet metal; For example, square holes are punched in the base, cover and the upper parts of the side walls. The holes in the base plate should preferably have edge lengths of around 13 mm, as this hole size is still sufficient for rabbits and is not too large for guinea pigs. The cutouts on the front and back are expediently chosen to be somewhat larger (about 20 mm), as this allows the animals to be observed more easily and the possible use of automatic watering valves on the back of the box is simplified. The size of the cutouts on the side walls and on the lid can be chosen as desired; however, the lower part of the side walls (e.g. about 40% of the height) is not perforated in order to prevent the animals in neighboring cages from being soiled by feces and urine.
The lid of the cage is slightly wider than the cage itself, so that the entire cage can be hung on the side in appropriate racks.
The front of the multipurpose cage is designed as a preferably lockable door and has a rectangular recess for inserting a feed container in the lower part, which is expediently not perforated.
The feed container tapers downwards in the shape of a funnel and is divided by a lockable slide into a feed trough provided with a cover and expediently protruding into the cage and a storage container (preferably closable with a hinged lid). The feed container has a console on the upper inner edge and a lock on the lower edge, so that the feed container can be easily removed for cleaning and disinfection, but cannot be pushed outwards by the test animals.
On the feeding trough protruding into the cage, a laterally clamping sheet metal lid with a lock can be placed in order to sober up the animals if desired.
A web attached to the feed trough, for example, also allows guinea pigs to get to the feed without contaminating the feed with stripped dirt; If necessary, flanging the feed trough prevents rabbits from scratching out the feed.
Easy-to-clean feces and urine collecting trays can be attached below the cage (or under groups of several cages together), which are conveniently connected to a central drainage system.
The present multi-purpose cage allows a single type of cage for rabbits and guinea pigs to meet the most varied of feeding and keeping needs in a rational manner.
It is therefore superior to previously known types of cages that can only be used for individual purposes and therefore do not allow such space, time and material-saving adaptation to the frequently changing and fluctuating needs.
An embodiment of the multi-purpose cage according to the invention is explained in more detail below with reference to the drawing.
Fig. 1 shows a typical embodiment of the multi-purpose cage in which the feed container F has been removed from the recess A of the door T.
FIG. 2 shows (on the double scale of FIG. 1) the removed feed container F. When the slide S is pulled up, the feed can slide into the feed trough G undisturbed. By pushing down the slide, only one trough filling is released for feeding. The flange B and the web St ensure optimal utilization of the feed by rabbits and guinea pigs. The entire feed container F is fastened to the cage door T by hooking the bracket K and the locking device A 'into the cutouts in the door T or in the lower edge of the recess A.
Fig. 3 shows (on the same scale as Fig. 2) a sheet metal lid D for covering the feed trough. The spring pressure of the side walls and the lock A ″ prevents the cover D from being removed by the sobered animals.