Einrichtung zur Aussonderung magnetischer Fremdkörper aus einer hochviskosen Flüssigkeit
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aussonderung magnetischer Fremdkörper aus einer hochviskosen Flüssigkeit mit einem unter Druck oder Vakuum stehenden geschlossenen Gehäuse.
Das Herstellen von Spinnlösungen, z.B. von Viskose, erfolgt in der Kunstfaserindustrie unter anderem durch Mischen und Rühren des Flüssigkeitsgutes in Apparaturen und Aggregaten mit bewegten Teilen. Diesen Vorrichtungen ist gemeinsam, dass sie neben einem verzweigten Zu- und Ableitungssystem empfindliche Dosiereinrichtungen besitzen, von denen zur Sicherung eines störungsfreien, kontinuierlichen Produktionsablaufes Verunreinigungen oder mechanische Beschädigungen durch mitgeführte Eisenteilchen in der Spinnlösung fernzuhalten sind. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen oder auch infolge von Unachtsamkeiten beim Ausführen von Reparaturarbeiten lässt sich jedoch ein Mitführen von Eisenteilchen im Flüssigkeitsstrom nicht vermeiden. Das ist auf verschiedlene Ursachen zurückzuführen, z.
B. auf ein selbstätiges Lösen von Verschlussteilen, wie Muttern, Schrauben und dergleichen. Dadurch auftretende Havarien oder gar Unterbrechungen im Produktionsprozess führen in der Regel zu kostspieligen Instandsetzungsarbeiten und einem grossen Materialverschleiss. Diese Umstände können auch negative Auswirkungen auf die Qualität des Endproduktes aufkommen lassen. Man hat sich teilweise schon dadurch beholfen, magnetische Fremdkörper durch Filter oder Siebe vom Flüssigkeitsstrom zu trennen. Dabei treten aber meistens unkontollierbare Stockungen im Flüssigkeitsstrom auf. An den Trennstellen bilden sich sogenannte Totwasserzonen, und eine starke Neigung zur Koagulation der Spinnlösung wird gefördert.
Die Erfindung bezweckt das Beseitigen dieser Nachteile. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, magnetische Fremdkörper aus der Spinnlösung unter einer möglichst langen Einwirkung magnetischer Kräfte abzusondern, indem eine starke Neigung der Spinnlösung zur Koagulation durch eine zweckmässige Kanalführung für den Flüssigkeitsdurchsatz aufgehoben und das Bilden von sogenannten Totwasserzonen ausgeschlossen wird.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Kanalführung in erweiterte Zonen unterteilt ist, die durch Übergänge verbunden sind, wobei in den erweiterten Zonen mit beiderseits der Längsachse nach aussen gekrümmten Begrenzungen jeweils ein Permanentmagnet angeordnet ist und die Permanentmagnete in den erweiterten Zonen seitlich aus der Längsachse versetzt sind.
Der Effekt des Durchsatzes eines Flüssigkeitsgutes und der der Absonderung magnetischer Fremkörper kann noch dadurch verbessert werden, dass die Form der Magnetkörper beispielsweise krcis- oder ovalzylindrisch gewählt wird. Durch die seitliche Versetzung der Permanentmagnete aus der Längsachse soll eine Aufteilung des Flüssigkeitsstromes in unterschiedlich grosse Teilströme erfolgen. Auf diese Weise lässt sich mit einer beliebigen Anzahl von Zonen, die sowohl in Reihe nebeneinander als auch kreisförmig angeordnet sein können, eine lange Verweilzeit der Spinnlösung in Magnetfeldern und gleichermassen ihre fortlaufende und gute Durchmischung durch das wiederholte Zusammenführen unterschiedlicher Teilströme an den Zo nenübergängen mit engem Querschnitt erreichen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung kann ohne grö sseren Montageaufwand in jedes Druck oder Vakuumleitungssystem in der Kunstfaserindustrie, aber auch in Systemen, die der Verarbeitung von Emulsionen, beispielsweise im Maschinenbau, dienen, eingesetzt werden.
Ein in Abständen erforderliches Säubern der Magnete lässt sich unter anderem durch das Entfernen eines die Vorrichtung abdichtenden Deckels und das Abziehen von Kunststoffkappen von den Magneten in bekannter Weise durchführen.
Nachstehendes Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutern.
Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt der Einrichtung.
Das durch den Eingangsstutzen 1 einströmende Flüssigkeitsgut wird in die erste der fortlaufend angeordneten Zonen 2 geleitet und durch einen dort seitlich aus der Längsachse der Zone angeordneten zylindrischen Permanentmagneten 3 in unterschiedlich grosse Teilströme 4, 5 zum Absondern magnetischer Fremdkörper aus der Spinnlösung aufgeteilt. Die Teilströme 4, 5 werden bei dem Übergang 6 mit engem Querschnitt wieder vermischt und gelangen so in die nächstfolgende Zone 2 der Kanalführung, in der sich der Durchsatz der Flüssigkeit im Einfluss eines weiteren Magnetfeldes wiederholt, was so oft geschieht, bis der Flüssigkeitsstrom die Einrichtung durch den Ausgangsstutzen 7 verlässt.
Device for separating magnetic foreign bodies from a highly viscous liquid
The invention relates to a device for separating magnetic foreign bodies from a highly viscous liquid with a closed housing under pressure or vacuum.
The preparation of spinning solutions, e.g. of viscose, takes place in the synthetic fiber industry, among other things, by mixing and stirring the liquid in apparatus and units with moving parts. What these devices have in common is that, in addition to a branched supply and discharge system, they have sensitive metering devices from which contamination or mechanical damage caused by iron particles in the spinning solution must be kept away to ensure a trouble-free, continuous production process. Despite all precautionary measures or as a result of carelessness when carrying out repair work, however, iron particles cannot be avoided in the flow of liquid. This is due to various causes, e.g.
B. on an automatic loosening of locking parts such as nuts, screws and the like. The resulting accidents or even interruptions in the production process usually lead to costly repair work and great material wear. These circumstances can also have negative effects on the quality of the end product. In some cases, people have already managed to separate magnetic foreign bodies from the flow of liquid using filters or sieves. In this case, however, uncontrollable blockages usually occur in the liquid flow. So-called dead water zones form at the separation points, and a strong tendency for the spinning solution to coagulate is promoted.
The invention aims to eliminate these drawbacks. It is based on the task of separating magnetic foreign bodies from the spinning solution under the longest possible exposure to magnetic forces, by eliminating a strong tendency of the spinning solution to coagulate by means of an appropriate channel guide for the liquid throughput and preventing the formation of so-called dead water zones.
According to the invention, this object is achieved in that a duct is divided into extended zones that are connected by transitions, with a permanent magnet being arranged in each of the extended zones with outwardly curved boundaries on both sides of the longitudinal axis and the permanent magnets in the extended zones laterally are offset from the longitudinal axis.
The effect of the throughput of a liquid material and that of the separation of magnetic foreign bodies can be further improved by choosing the shape of the magnetic body, for example, to be circular or oval-cylindrical. The lateral displacement of the permanent magnets from the longitudinal axis is intended to divide the liquid flow into partial flows of different sizes. In this way, with any number of zones, which can be arranged in a row next to one another or in a circle, a long dwell time of the spinning solution in magnetic fields and, at the same time, its continuous and thorough mixing through the repeated merging of different partial flows at the zone transitions with narrow Achieve cross-section.
The device according to the invention can be used without major assembly effort in any pressure or vacuum line system in the synthetic fiber industry, but also in systems which are used to process emulsions, for example in mechanical engineering.
A cleaning of the magnets, which is required at intervals, can be carried out in a known manner, inter alia, by removing a cover that seals the device and pulling off plastic caps from the magnets.
The following exemplary embodiment is intended to explain the invention in more detail.
The drawing shows a longitudinal section of the device.
The liquid material flowing in through the inlet nozzle 1 is directed into the first of the continuously arranged zones 2 and divided into differently sized partial flows 4, 5 by a cylindrical permanent magnet 3 arranged there laterally from the longitudinal axis of the zone to separate magnetic foreign bodies from the spinning solution. The partial flows 4, 5 are mixed again at the transition 6 with a narrow cross-section and thus reach the next following zone 2 of the channel guide, in which the throughput of the liquid is repeated under the influence of a further magnetic field, which happens so often until the liquid flow clears the device leaves through the outlet port 7.