Herbizides Präparat
Die vorliegende Erfindung betrifft neue herbizide Präparate, welche als herbiziden Bestandteil eine Benzonitrilverbindung enthalten. Das herbizide Präparat gemäss der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass es als herbiziden Bestandteil ein 4-Hydroxy-benzonitril, welches mindestens in 3 -Stel- lung halogensubstituiert ist, oder ein funktionelles Derivat oder ein Salz davon und einen zweiten herbiziden Bestandteil enthält, wobei im Präparat 0,1 bis 100 Gewichtsteile des zweiten Bestandteiles pro Gewichtsteil des Benzonitrils oder dessen funktionellen Derivates bzw. Salzes vorhanden sind.
Es wurde kürzlich gefunden, dass 3-Halogen-4 hydroxy-benzonitile und deren funktionelle Derivate eine hochwirksame Kontrolle über unerwünschte Vegetation ausüben.
Ausserdem sind die herbiziden Eigenschaften aliphatischer Säuren der allgemeinen Formel R-C-(R1)COOH (I) (in welcher R ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt und jedes R1 Wasserstoff oder ein Halogenatom darstellt und gleich oder verschieden sind) und deren funktionelle Derivate bekannt, die aktiv gegen zahlreiche Grasarten und andere Monocotyledone sind, wobei sie ihre grösste Aktivität entwickeln, wenn sie auf das Blattwerk angewandt werden, jedoch auch wirksam sind, wenn sie aus dem Boden aufgenommen werden.
Auch Triazine der allgemeinen Formel:
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(worin R" ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine Alkyl-, Alkoxy- oder Alkylmercaptogruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt und R3, R4, Ro und RÜ gleich oder verschieden sind und je ein Wasserstoffatom und eine gerade oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeuten) und deren Säureadditionssalze weisen eine hohe Toxizität gegenüber einer grossen Reihe von Pflanzen auf, wenn sie dem Boden einverleibt werden. Ferner weisen auch Urazile der allgemeinen Formel
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(worin R7 ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und Rs und R9 gleich oder verschieden sind, und jede eine Gruppe eine Gruppe RS wie oben definiert darstellt) eine gute herbizide Aktivität auf.
Herbizide Aktivität besitzen ausserdem zahlreiche Phenylverbindungen der Formel
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(worin der Phenylring a gegebenenfalls mit einem oder mehreren Substituenten substituiert ist, welche je ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxygruppe, deren Alkylgruppe 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, oder eine Aminooder Nitrogruppe ist und X eine Hydroxygruppe (-OH-Gruppe), eine Carboxylgruppe (-COOH), eine Alkylencarboxylgruppe (-Alk COOH), eine Oxyalkylencarboxylgruppe (-0 Alk COOH) oder eine Amidogruppe (-NH- COY) bedeutet, wobei die Gruppe Alk eine gerade oder verzweigte Alkylenkette mit 1 bis 9 Kohlenstoffatomen darstellt und die Gruppe Y eine Alkyl- oder Alkoxygruppe bedeutet, in welcher die Kohlenstoffkette gerade oder verzweigt,
gesättigt oder ungesättigt ist und 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthält und mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert sein kann, oder die Gruppe Y eine Aminogruppe (-NAB) darstellt, in welcher A und B gleich oder verschieden sind und je ein Wasserstoffatom oder eine gerade oder verzweigte Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet), sowie deren funktionelle Derivate und quaternäre Ammoniumsalze.
Ferner sind Picolinverbindungen der Formel
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(worin der Pyridylring b gegebenenfalls mit einem oder mehreren Substituenten substituiert sein kann, von denen jeder einer der gegebenenfalls im Phenylring a wie oben definiert vorhandenen Substituenten sein kann) sowie deren funktionelle Derivate als Herbizide von Wert. Dies gilt auch für Thiocyanatverbindungen der Formel M zu SCN (VI) (worin M ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder ein Ammoniumäquivalent darstellt) sowie für Pyridinverbindungen der Formel
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(worin A und B dieselbe Bedeutung wie oben besitzen) sowie deren funktionelle Derivate. Ferner sind 3-Amino1,2,4-triazole der Formel
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sowie deren Säureadditionssalze, funktionelle Derivate und Gemische, welche einen dieser Stoffe enthalten, bei zahlreichen Pflanzen in niederen Dosen aktiv.
Es wurde gefunden, dass der hohe Grad an Kontrolle über unerwünschte Vegetation mittels 4-Hydroxybenzonitrilen, welche mindestens in 3-Stellung halogensubstituiert sind, und deren funktionellen Derivaten und Salzen besonders stark erhöht wird durch Zumischung von etwa 0,1 bis etwa 100 Gewichtsteilen von einer der unter die obigen Definitionen I bis VIII fallenden Verbindungen pro Teil des Benzonitrils oder dessen funktionellen Derivates oder Salzes. Die Verbindungen der Formeln I, II, III, IV, V, VI, VII oder VIII können auch in Form ihrer funktionellen Derivate, quaternären Ammoniumsalze oder Säureadditionssalze verwendet werden.
Der Ausdruck unerwünschte Vegetation wird hier im breitesten Sinn verwendet, nämlich als Bezeichnung für eine Pflanze, welche weiter wächst, wo sie nicht erwünscht ist. Diese Anwendung des Ausdruckes ist breit genug, um nicht nur Pflanzen zu umfassen, welche für Menschen und Tiere schädlich sind, sondern auch solche, welche anderweitig unerwünscht sind, wie z.B. Wiesengräser, welche auf Fahrstreifen wachsen und dergleichen.
Die Bezeichnung funktionelles Derivat und Säureadditionssalz bezieht sich auf jedes Derivat der aktiven Verbindung oder Verbindungen, welche der Verbindung erlauben, den herbiziden Präparaten beigemischt zu werden. So sind beispielsweise die 3-Halo- gen-4-hydroxy-benzonitrile infolge ihrer chemischen Struktur von saurem Charakter und können daher gewisse Salze und andere Derivate bilden, welche infolge ihrer erhöhten Löslichkeit oder anderer wünschenswerter Charakteristiken besser geeignet sind für die Zusammensetzung als die freien Phenole. Es wird angenommen, dass diese Derivate und insbesondere die Salze zu den freien Phenolen disoziieren, bevor sie eine herbizide Wirksamkeit ausüben, und daher den freien Phenolen, das heisst den 3 -Halogen-Phydroxy-benzo- nitrilen, praktisch äquivalent sind.
Vorzugsweise sind diese Derivate landwirtschaftlich annehmbar , das heisst sie können in landwirtschaftlichen Präparaten verwendet werden und weisen keinen Unterschied in der Art der herbiziden Wirksamkeit gegenüber derjenigen der freien Verbindungen, z. B. der freien Phenole, auf. So verändern z. B. die Derivate die charakteristische Anwendung der freien Verbindungen selbst nicht, sondern erleichtern lediglich ihre Anwendung oder die Zusammenstellung als nützliche Herbizide, beispielsweise indem sie die Löslichkeit in Vehikeln wie Ö1, Wasser, Öl/Wasser- und Wasser/Öl-Emulsionen und dergleichen erhöhen. Ferner können die Derivate gewisse Eigenschaften der Präparate verbessern, indem sie z. B. grössere Dispersibilität, Berührungshaftung, Verbreitbarkeit, Wetterbeständigkeit und dergleichen ergeben.
Typische landwirtschaftlich annehmbare Salze der erfindungsgemäss verwendeten 4-Hydroxybenzonitrile, welche besonders für diese Präparate geeignet sind, sind diejenigen, welche mit Ammoniak, Alkalimetallen, Schwermetallen, Alkyl- und Alkanolaminen und gewissen Imidazolinen der Formel
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gebildet sind, worin R10 ein Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und R11 ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxy- oder 2-Aminoäthylgruppe bedeuten. Besonders bevorzugte Beispiele wasserlöslicher Verbindungen sind die Lithium-, Natrium- und Kaliumsalze, während Beispiele von Schwermetallsalzen die Kupferund Zinksalze sind. Die Alkyl- und Alkanolaminsalze sind vorzugsweise solche, welche unter Verwendung eines primären, sekundären oder tertiären Amines gebildet sind, worin die Kohlenwasserstoffgruppe oder -gruppen gerade oder verzweigte Reste mit 1 bis etwa 30 Kohlenstoffatomen sind.
Solche mit einer niedrigeren Anzahl Kohlenstoffatomen, z. B. Methylamin, ethylamin, Diäthylamin, Trimethylamin, Diäthanolamin, Triäthanolamin, sind wasserlöslich, während jene mit einer grösseren Anzahl Kohlenstoffatomen, z. B.
Trioctylamin, Tridecylamin und die im Handel erhältlichen Gemische von primären Aminen wie den verzweigtkettigen Aminoverbindungen der Formel Cl2H2ÏNH2 bis C14H29NH2 und CtgH37NH2 bis C22H45NH2 wie auch die entsprechenden Alkanolamine, öllöslich sind. Die Wahl richtet sich nach der Art der Applikation.
Die 3-Halogen-4-hydroxy-benzonitrile können auch als Ather und Ester, insbesondere ALkyläther und -ester, verwendet werden, wobei es wiederum möglich ist, aus einer grossen Anzahl und Vielfalt derartiger Derivate auszuwählen, welche sich besonders zur Herstellung der Präparate eignen. Im allgemeinen wird jedoch in der Praxis bevorzugt, niedere Al,kyläther mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen zu verwenden, insbesondere mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffen, sowie niedere Alkanoylester mit 2 Ws 12, vorteilhafterweise 2 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen. Andere Ester, wie Sulfonylester, können ebenfalls verwendet werden. Die Äther können Methylund Äthyläther und die Ester Methyl-, Äthyl-, Hexyl-, Isooctyl- und Isononylester sein.
Besonders bevorzugte, mindestens in 3-Stellung halogensubstituierte 4-Hydroxy-benzonitrile und deren Derivate und Salze, welche für die vorliegende Erfindung besonders nützlich sind, sind z. B.: 3-Chlor-4-hydroxybenzonitril 3 ,5-Dichlor-4-hydroxybenzonitril 3 -Brom-4-hydroxybenzonitril 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril 3-Fluor-4-hydroxybenzonitril 3 ,5-Difluor-4-hydroxybenzonitril 3-Jod-4-hydroxybenzonitril 3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril 3 -Brom-4-hydroxybenzonitril-acetat 3 ,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril-acetat 3-Chlor-4-hydroxybenzonitril-propionat 3-Fluor-4-hydroxybenzonitril-propionat 3,
5 -Dibrom-4-hydroxybenzonitril-butyrat 3,5-Dichlor-4-hydroxybenzonitril-butyrat 3-Chlor-4-methoxybenzonitril 3,5-Dijod-4-methoxybenzonitril 3-Brom-4-äthoxybenzonitril 3,5-Difluor-4-äthoxybenzonitril 3 -Brom-4-propoxybenzonitril 3,5-Dibrom-4-isopropoxybenzonitril Natriumsalz von 3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Lithiumsalz von 3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Natriumsalz von 3-Brom-4-hydroxybenzonitril Kaliumsalz von 3-Jod-4-hydroxybenzonitril Ammoniumsalz von 3-Fluor-4-hydroxybenzonitril Trimethylaminsalz von 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzo- nitril Monomethylaminsalz von 3-Brom-4-hydroxy benzonitril Diäthylaminsalz von 3-Jod-4-hydroxybenzonitril Propylaminsalz von 3,5-Dichlor-4-hydroxybenzonitril Diäthanolaminsalz von
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Diisopropanolaminsalz von 3-Chlor-4-hydroxy benzonitril t-Butylaminsalz von 3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Verzweigtkettiges Octylaminsalz von 3,5-Dibrom
4-hydroxybenzonitril Verzweigtkettiges Nonylaminsalz von 3-Chlor 4-hydroxybenzonitril Tri-octylaminsalz von 3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Gemischte Aminsalze, bestehend aus verzweigtkettigen
Aminen der Formel Ct2H25NH2 bis CwH29NH2, von
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Gemischte Aminsalze,
bestehend aus verzweigtkettigen
Aminen der Formel C,8H37NH2 bis Cs2H40NH2 von
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril 2-Athylimidazolinsalz von 3,5-Dibrom-4-hydroxy- benzonitril 2-Octylimidazolinsalz von 3-Jod-4-hydroxybenzonitril 2-i-Propyl-l-(2-aminoäthyl)-imidazolinsalz von
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril Imidazolinsalz von 3-Chlor-4-hydroxybenzonitril und 2-Äthyl-l-(2-hydroxyäthyl)-imidazolinsalz von
3-Chlor-4-hydroxybenzonitril.
Die für das erfindungsgemässe Präparat als zweites Herbizid bevorzugten aliphatischen Säuren der Formel I sind solche, in welchen R ein Halogenatom oder eine Methylgruppe und R1 ein Chloratom darstellen, sowie funktionelle Derivate davon. Besonders bevorzugte Verbindungen sind: Natriummonochloracetat Trichloressigsäure (bekannt als TCAD oder Trala pon ) und deren Natriumsalz; und Natrium-α,α-dichlorpropionat (bekannt als Dalapon ).
Die bevorzugten Triazine der Formel II sind jene, in welchen R2 ein Chloratom oder eine Methoxy- oder Methylmercaptogruppe und R3 und R5 beide Wasser- stoffatome sind, sowie deren Säureadditionssalze. Besonders bevorzugte Verbindungen sind: 2-Chlor-4,6-bis-äthylamin-s-triazin ( Simazines) 2-Chlor-4,6-bis-iso-propylamino-s-triazin (#Propazine#) 2-Chlor-4-diäthylamin-6-äthylamin-s-triazin ( Trietazines) 2-Chlor-4-äthylamin-6-iso-propylamin-s-triazin ( Atrazin ) 2-Chlor-4-diäthylamin-6-iso-propylamin-s-triazin ( Ipazines oder Isodiazireea) 2-Methoxy-4,6-bis-äthylamin-s-kiazin ( Simetone ) 2-Methoxy-4,6-bis-iso-propylamin-s-triazin ( Prometones)
2-Methoxy-4-äthylamin-6-iso-propylamin-s-triazin ( Atratones) 2-Methylmercapto-4,6-bis-äthylamin-s-triazin ( Simetryne > ) 2-Methylmercapto-4-äthylamin-6-iso-propylamin s-triazin ( Ametrynes) SMethylmercapto-4,6-bis-iso-propylamin-s-triazin ( Promotryne:s) und 2-Methylmercapto-4-methylamin-6-iso-propylamin s-triazin,
Die bevorzugten Urazile der Formel III sind jene, in welchen R7 ein Bromatom und R8 eine Methylgruppe darstellen. Besonders bevorzugte Verbindungen sind: 5-Brom-3-sek.-butyl-6-methylurazil ( Hyvaro) und 5-Brom-3-iso-propyl-6-methylurazil.
Die Phenylverbindungen der Formel IV, in welcher X eine Hydroxygruppe (-OH) bedeutet, sind vorzugsweise 2,4-Dinitrophenylverbindungen der Formel:
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(worin Z1 eine gerade oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist) und deren funktionelle Derivate. Besonders bevorzugte Verbindungen sind: 2,4-Dinitro-6-methylphenol ( DNOC ) und 2,4-Dinitro-6-s-butylphenyl ( Dinoseb oder DNBP ).
Die bevorzugten Benzoesäureverbindungen der Formel IV, worin X die Carboxylgruppe (-COOH) bedeutet, sind jene der Formel:
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(worin Hat und Haê gleich oder verschieden sind und ein Halogenatom darstellen und Z2 ein Halogenatom, eine Alkoxygruppe, deren Alkylgruppe 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, oder eine Amino- oder Nitrogruppe bedeutet) und deren funktionelle Derivate. Vorteilhafterweise sind die Halogenatome Hat und Ha2 dieselben und vorzugsweise beide Chioratome. Ausserdem wird besonders bevorzugt, dass die Gruppe Z ein Chloratom, die Aminogruppe (-NHo), die Methoxygruppe (-OCH ) oder die Nitrogruppe (-NO ) darstellt.
Besonders bevorzugte Verbindungen sind: 2,3,6-Trichlorbenzoesäure ( 2,3,6-TRA ) 2-Methoxy-3,6-dichlorbenzoesäure ( Banvel D ) 3-Amino-2,5-dichlorbenzoesäure ( Amiben ) und 2,5-Dichlor-3 -nitro-benzoesäure ( Dinoben ).
Die Phenyl-alkylen-carboxylverbindungen der Formel IV, in welcher X die -Alk. COOH-Gruppe darstellt, fallen vorzugsweise unter die Formel:
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worin der Phenylring c mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert ist und die Gruppe Alk wie oben definiert ist) und deren funktionelle Derivate.
Vorteühafterweise ist jedes Halogenatom ein Chloratom und ein besonders bevorzugtes Beispiel ist 2,3,6-Trichlor-phenyl-essigsäure ( Fenac ).
Die Phenylverbindungen der Formel IV, in welcher X die -o Alk. CO OH-Gruppe darstellt, fallen vorzugsweise unter die Formel
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worin der Phenylring d gegebenenfalls mit einem oder mehreren Substituenten substituiert ist, welche ein Halogenatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlen stoffatomen, eine Alkoxygruppe, deren Alkylgruppe
1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält, oder eine Nitrogruppe ist, und die Gruppe Alk wie oben definiert ist) und deren funktionelle Derivate. Besonders bevorzugte Verbindungen sind solche, in welchen die Alkylenkette Alk eine Methylen- oder Methylmethylengruppe ist und ausserdem jene, in welchen die Substituenten im Phenylring d ein Chlor- oder Bromatom oder eine Methylgruppe sind.
Besonders bevorzugte Verbindungen sind: 2-Methyl-4-chlor-phenoxypropionsäuren, insbesondere die a-Propionsäure ( MGPP ) 2,4-Dichlorphenoxypropionsäuren, insbesondere die a-Propionsäure ( 2,4-DP ) 2-Methyl-4-chlor-phenoxyessigsäure ( MCPA ) 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure ( 2,4-D ) 2,4-Dichlorphenoxybutters äuren, insbesondere die
Gamma-buttersäure ( 2,4-DB ) 2,4,5-Trichlorphenoxypropionsäuren, insbesondere die a-Propionsäure ( 2,4,5-TP ), und 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure ( 2,4,5-T ).
Die bevorzugten N-phenylcarbamate der Formel IV, worin die Gruppe X die Gruppe -NHCOY darstellt, wobei Y eine Alkoxygruppe ist, sind jene der Formel:
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(in welcher der Phenylring e gegebenenfalls mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert sein kann und Rt2 eine gerade oder verzweigte gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen ist, die gegebenenfalls mit mehreren oder einem Halogenatomen substituiert sein kann). Besonders bevorzugt werden jene, bei welchen der Phenylring e ein Halogenatom in meta-Stellung trägt und R9) ein Isopropyl-, Butinol- oder 4-Halogen-2-butynylrest ist.
Bevorzugte Verbindungen dieser Art sind: Iso-propyl-N-phenylcarbamat ( Propham oder IPC ) Iso-propyl-N-3-chlorphenylcarbamat ( Chlorpropham oder CIPC ) Butinol-N-3-chlorphenylcarbamat ( BiPC ) und 4-Chlor-2-butynyl-N-3 -chlorphenylcarbamat ( Barban , Barbane oder Carbyn ).
Die bevorzugten N-phenylharnstoffe der Formel IV, in welcher die Gruppe X die Gruppe -NHCOY darstellt, wobei Y eine Aminogruppe -NAB darstellt, sind jene der Formel:
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(worin der Phenylring e wie oben definiert ist und R18 und R94 gleich oder verschieden sind und eine gerade oder verzweigte Alkyl- oder Alkoxygruppe mit bis 6 Kohlenstoffatomen darstellen) und deren quaternäre Salze, gebildet mit aliphatischen Säuren der Formel I wie oben beschrieben. Besonders bevorzugt werden solche Verbindungen, in welchen Rt8 eine Methyl- oder Methoxygruppe und der Halogensubsti- tuent im Phenylring e ein Chloratom ist, sowie deren quaternäre Ammoniumsalze.
Zu den bevorzugten Verbindungen gehören: N.Phenyl-N1,N1-dimethylharnstoff (#Fenuron# oder PDU ) N-4-Chlorphenyl-N ,N-dimethylharnstoff ( Monuron oder CMU ) N-3,4-Dichlorphenyl-N1,N1-dimethylharnstoff ( Diuron oder 3,4-DMU ) N-Butyl-N-3 ,4-dichlorphenyl-N-methylhamstoff ( Neburon ) N,N-Dimethyl-N1-phenylharnstoff-trichloracetat ( Fenuron-TCA ) N-4-Chlorphenyl-Nl -methyl-N'-methoxyhamstoff ( Minuron ) und N-3,4-Dichlorphenyl-N1-methyl-N1-methoxyharnstoff ( Aresin ).
Die bevorzugten Verbindungen der Formel IV, in welcher X die Amidogruppe -NHCOY darstellt, wobei Y eine Alkylgruppe ist, sind Anilide der Formel:
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(worin R, Hal und R12 wie oben definiert sind). Es ist vorteilhaft, wenn jedes Halogenatom ein Chloratom ist, und besondere bevorzugte Beispiele sind: N-(3,4-Dichlor-phenyl)-propionamid ( Stam F-34 ) N-(3 ,4-Dichlor-phenyl)-methacrylamid ( Dicryl ) und N- (3 -Chlor-4-methyl-phenyl)-2-methylpentanamid ( Solan ).
Die Picolinsäureverbindungen der Formel V sind vorzugsweise Verbindungen, in welchen der Pyridylring b Amino- und Halogensubstituenten trägt, wobei die Halogensubstituenten vorzugsweise Chloratome sind. Ein spezifisches Beispiel ist: 4-Amino-3,5,6-trichlor-picolinsäure und deren funktionelle Derivate.
Die Thiocyanate der Formel VI sind vorzugsweise Ammoniumthiocyanat und Alkalimetallthiocyanate, insbesondere: Natriumthiocyanat Kaliumthiocyanat und Lithiumthiocyanat.
Die bevorzugten Pyridiniumverbindungen der Formel VII sind diejenigen, in welchen die Gruppen A und B jede eine gerade oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellt. Ein besonders bevorzugtes Beispiel ist: 1,1 '-Dimethyl-4,4'-bipyridylium, insbesondere in Form des Dimethylsulfates ( Paraquat-dimethylsulfat ).
3- Amino - 1,2,4 - triazole (allgemein bekannt als ATA ) der Formel VIII können zusammen mit einem Thiocyanat, insbesondere mit Ammoniumthiocyanat, verwendet werden.
Die besonders bevorzugten herbiziden Präparate der vorliegenden Erfindung sind jene, welche ein in 3-Stellung halogensubstituiertes 4-Hydroxybenzonitril oder eines seiner funktionellen Derivate oder Salze zusammen mit einer aliphatischen Säure der Formel I oder einer ihrer funktionellen Derivate oder mit einem Triazin der Formel II oder einem seiner Säureadditionssalze oder mit einem Thiocyanat der Formel VI oder mit einer Phenylalkylencarbonsäure der Formel XII oder einem ihrer funktionellen Derivate enthält.
Besonders bevorzugt sind jene Präparate, in welchen das Benzonitril: 3 -Chlor-4-hydroxybenzonitril, 3 Brom-4-hydroxybenzonftril, 3,5 -Dij od-4-hydroxybenzonitril, 3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril oder 3 ,5-Dichlor-4-hydroxybenzonitril, die aliphatische Säure Dalapon , das Thiocyanat Natrium-, Lithium- oder Ammoniumthiocyanat und die Phenylalkylencarbonverbindung 2,3,6-Trichlor- phenylessigsäure oder eines ihrer funktionellen Derivate ist.
Obwohl die jeweils bevorzugten Mengenverhältnisse in jedem einzelnen Fall insbesondere von der Natur der unerwünschten Vegetation und der verwendeten Verbindungen abhängt, wird ausserdem bevorzugt, ein Gewichtsteil des Benzonitrils und nicht mehr als etwa 70 Gewichtsteile des zweiten herbiziden Bestandteils zu verwenden. Die Menge des Benzonitrils ist geringer und in gewissen Fällen, z. B. bei Verwendung einer aliphatischen Säure der Formel I oder einer Dinitrophenylverbindung der Formel X oder einem funk tionelien Derivat davon, beträchtlich geringer als die Menge des zweiten Bestandteiles, z. B. geringer als t/8 des zweiten Bestandteils.
Vorzugsweise werden etwa 20 bis etwa 70 Gewichtsteile einer aliphatischen Säure der Formel I und zwischen etwa 20 bis etwa 50 Gewichtsteile einer Dinitrophenylverbindung der Formel X oder eines funktionellen Derivates davon pro Teil des Benzonitrils verwendet. Für die N-phenylcarbamate der Formel XIV, die N-phenylharnstoffe der Formel XV, die Triazine der Formel II, die Urazile der Formel III und die Triazole des Formel VIII sowie deren funktionelle Derivate, Säureadditionssalze und quaternäre Ammoniumsalze wird bevorzugt, dass das Präparat zwischen etwa 0,1 bis etwa 10, insbesondere etwa 0,1 bis etwa 8 Gewichtsteile des zweiten Bestandteils pro Teil Benzonitril enthält. Es ist jedoch selbst mit diesen Verbindungen möglich, Mengenverhältnisse ausserhalb dieser Bereiche zu verwenden und trotzdem wertvolle Resultate zu erhalten.
So können die N-phenylcarbamate der Formel XIV in Mengen zwischen etwa 10 bis etwa 30 Gewichtsteile pro Teil Benzonitril verwendet werden und die Triazole der Formel VIII und deren Säureadditionssalze und funktionelle Derivate in Mengen zwischen etwa 3 bis etwa 15 Gewichtsteile pro Teil Benzonitril, während es sehr vorteilhaft ist, etwa 2 bis etwa 10 Gewichtsteile der N-phenylharnstoffe der Formel XV und deren quaternären Salze pro Teil Benzonitril zu verwenden. Auf ähnliche Weise wird für die Phenoxyfettsäureverbindungen der Formel XIII und deren funktionelle Derivate besonders bevorzugt, dass die Präparate zwischen etwa 1 und etwa 10, insbesondere zwischen etwa 1 und etwa 8 Gewichtsteilen des zweiten Bestandteils pro Teil Benzonitril enthalten.
Weitere besonders günstige Präparate ergibt die Verwendung von zwischen etwa 1 bis etwa 10 Teilen der Picolinsäureverbindungen der Formel V, zwischen etwa 1 bis etwa 50 Teilen, insbesondere etwa 20 Teilen der Thiocyanatverbindungen der Formel VI, zwischen etwa 3 bis etwa 15 Teilen der Pyridiniumverbindungen der Formel VIII, zwischen etwa 10 bis etwa 40 Teilen der Benzoesäureverbindungen der Formel XI und zwischen etwa 10 bis etwa 30 Teilen der Phenylalkylencarbonsäureverbindungen der Formel XII sowie deren funktionelle Derivate, pro Gewichtsteil des Benzonitrils. Die genau bevorzugte Menge für jeden besonderen Fall ist leicht durch den Fachmann in geeigneten Versuchen feststellbar, insbesondere unter Berücksichtigung der folgenden ausführlichen Beispiele.
Es können jedoch als weitere bevorzugte Mengenverhältnisse die folgenden erwähnt werden: a) 1 bis 4 Teile Benzonitril für 4 bis 15 Teile Dala pon oder für 20 bis 80 Teile Trichloressigsäure.
b) 1/4 bis 1 Teil Benzonitril für 1/, bis 2 Teile eines
Triazins der Formel II oder eines seiner Säure additionssalze.
c) 1/4 bis 1 Teil Benzonitril für 2 bis 10 Teile eines
Urazils der Formel III.
d) 1/4 bis 1 Teil Benzonitril für 1/8 bis 1 Teil einer
Picolinsäureverbindung der Formel V oder eines ihrer funktionellen Derivate.
e) 1/6 bis 2 Teile Benzonitril für 1/8 bis 2 Teile eines
Thiocyanates der Formel VI.
f) 1/2 bis 2 Teile Benzonitril für 1 bis 2 Teile einer
Pyridiniumverbindung der Formel VII oder eines ihrer funktionellen Derivate.
g) l/ bis 4 Teile Benzonitril für 1 bis 8 Teile ATA.
h) 1/8 bis 1 Teil Benzonitril für 2 bis 6 Teile einer
Dinitrophenylverbindung der Formel X oder eines ihrer funktionellen Derivate.
i) # bis 1 Teil Benzonitril für 1,5 bis 6 Teile 2,3,6
TBA oder # bis 1,5 Teile Benzonitril für 1,5 bis
4 Teile #Amiben# oder #Dinoben# oder # bis
1,5 Teile Benzonitril für # bis 1,5 teile #Banvel#.
j) # bis 1 Teil Benzonitril für 1,5 bis 6 Teile einer
Phenylalkylencarbonsäureverbindung der Formel
XII oder eines ihrer funktionellen Derivate.
k) 1/2 bis 1 Teil Benzonitril für 3/4 bis 1,5 Teile einer
Phenoxyessigsäure der allgemeinen Formel XII, worin die Gruppe Alk eine Methylengruppe be deutet, oder eines ihrer funktionellen Derivate; und # bis # Teil Benzonitril für 2 bis 3 teile einer
Phenoxypropionsäure der Formel XIII, worin die
Gruppe Alk eine Methylmethylengruppe bedeu tet, oder eines ihrer funktionellen Derivate.
1) 1/4 bis 1 Teil Benzonitril für 114 bis 1 Teil eines
N-phenylcarbamats der Formel XIV.
m) 1/4 bis 1 Teil Benzonitril für 1/2 bis 2 Teile eines
N-phenylharnstoffs der Formel XV oder einem seiner quaternären Ammoniumsalze wie oben be schrieben.
n) # bis 1 Teil Benzonitril für 1/4 bis 1 Teil Anilid verbindung der Formel XVI.
Die folgenden Beispiele A bis 5 zeigen im Detail die Resultate von Versuchen unter Verwendung von
3,5-Dijod-4-hydroxy-benzonitril als #Benzonitril# zusammen mit verschiedenen anderen Bestandteilen sowie auch jeden Bestandteil für sich selbst. Die verschiedenen Präparate wurden auf die Pflanzen in der angegebenen Dosierung (in kg/ha behandelter Bodenoberfläche) aufgesprüht, und die Resultate werden auf einer Basis von 0 bis 10 angegeben, wobei #0# keine bemerkenswerte Qirkung, #1# eine 10%ige Kontrolle des in Frage stehenden Unkrautes, #2# eine 20%ige Kontrolle usw. bedeuten, bis 10 eine komplette Kontrolle des Unkrautes bei 100 %iger Vernichtung darstellt.
Beispiel Nr. Dosis (kg/ha) Pflanze Resultate
A.
a Benzonitril 0,069 Sojabohnen 0,5 b Carbyn 1,11 0 c a+b 0,069+1,11 4,5
B.
a Benzonitril 0,069 Wilder Hafer 0 b Diuron 0,56 (Avena fatua) 8,5 c a + b 0,069+0,56 10
C.
a Benzonitril 0,069 Barnyard-Gras 1,5 b Aresin 0,28 (Echinochloa crus-galli) 6,0 c a b 0,069 + 0,28 8,0
D.
a Benzonitril 0,069 Wilder Hafer 0 b 2,2-Dichlor propionsäure 4,44 2,0 c a+b 0,068+4,44 4,0
Beispiel Nr. Dosis (kg/ha) Pflanze Resultate (wie D) Schönmalve 2,5 (Abutilon spp.) 2,5
10,0 (wie D) Weizen 0 (Triticum spp.) 2,0
4,5 (wie D) Sojabohnen 0,5
1,5
4,5
E.
a Benzonitril 0,14 Wilder Hafer 0 b 2,2-Dichlor propionsäure 4,44 2,0 c a+b 0,14+4,44 5,0 (wie E) Sojabohnen 2,5
1,5
7,0 (wie E) Schönmalve 6,5
2,5
10,0
F.
a Benzonitril 0,14 Sojabohnen 2,5 b ATA 1,11 2,5 c a+b 0,14+1,11 9,0 (wie F) Weizen 0 4,5
7,0
7,0
G.
a Benzonitril 0,068 Wilder Hafer 0 b Banvel D 1,11 0 c a+b 0,068 + 1,11 2
H.
a Benzonitril 0,068 Mais 0 b Dinoseb 2,22 (Zea mays) 3,5 c a + b 0,068 + 2,22 8,0
I.
a Benzonitril 0,068 Mais 0 b Paraquat 0,56 8,5 c a + b 0,068 + 0,56 10,0
J.
a Benzonitril 0,068 Schönmalve 3,5 b Thiocyanat 0,56 0 c a + b 0,068 + 0,56 9,0 (wie J) Baumwolle 1,0
0
7,0 (wie J) Sojabohnen 0,5
0
7,0
Beispiel Nr. Dosis (kg/ha) Pflanze Resultate
K.
a Benzonitril 0,14 Sojabohnen 2,5 b Thiocyanat 0,56 0 c a+b 0,14+0,56 8,5
L.
a Benzonitril 0,14 Wilder Hafer 0 b Amiben 2,22 0,5 c a+b 0,14+2,22 1,5 (wie L) Sojabohnen 2,5
0
4,0 (wie L) Barnyardgras 0,5
0,5
4,0
M.
a Benzonitril 0,0168 Baumwolle 1,0 b Amiben 2,22 3,0 c a + b 0,068 + 2,22 9,0
N.
a Benzonitril 0,068 Sojabohnen 0,5 b Fenac 1,11 0 c a + b 0,068 + 1,11 3,5
0.
a Benzonitril 0,068 Baumwolle 1,0 b 4-NH2-3,5,6- Cl3-picolinsäure 0,068 5,5 c a+b 0,068 + 0,68 10,0 (wie O) Schönmalve 3,5
4,0
9,0
P.
a Benzonitril 0,0i68 Sojabohnen 0,5 b Lithium thiocyanat 0,56 0 c a+b 0,068+0,56 7 (wie P) Baumwolle 1
0
7 (wie P) Schönmalve 3,5
0
9
Q.
a Benzonitril 0,14 Sojabohnen 2,5 b Lithium thiocyanat 0,56 0 c a+b 0,14+0,56 8,5
R.
gegen Mittlere Sternniere (Stellaria media), Krauser Ampher (Rumex crispus) und Sojabohnen.
Benzonitril Ammoniumthiocyanat
Dosis 0 0,56 1,11 2,22
0 0 0 0 0
0,14 0 0 0 0
0,28 3 6 7 8
0,56 5 8 9 10
0,84 8 9 10 10
S.
a Benzonitril 0,28 Sternniere, 4,5 b Natrium thiocyanat 2,22 Schönmalve und 0 c a + b 0,28 + 2,22 KrauserAmpfer 10
Im Beispiel S waren die Pflanzen vier Wochen alt, und die Resultate wurden zwei Wochen nach dem Aufsprühen bestimmt.
Beispiel T
Die folgenden Präparate wurden einzeln in verschiedenen Gegenden auf Unkräuter der Matricaria Art und auf die Unkräuter Polygonum persicaria, Chenopodium album, Stellaria media, Cirsium arvensa und Spergula arvensis appliziert, welche die Ahren von Weizen, Hafer und Roggen infiszieren, wobei die Menge in kg/ha in jedem Fall angeführt ist:
a) 0,84 3,5-Dijod-4-hydroxy-benzonitril (im folgenden
DIB genannt) b) 2,50 MCPP c) 2,50 2,4-DP d) 1,38 MCPA e) 1,11 2,4-D f) 0,28 DIB + 1,25 MCPP g) 0,28 DIB + 1,25 2,4-DP h) 0,28 DIB + 0,75 MCPA i) 0,28 DIB + 0,5 2,4-D
In keinem der Versuche f bis i trat irgendwelche Beschädigung der währen auf, und alle vier Präparate gaben adäquate Kontrolle des gesamten Bereiches der Unkräuter in den angeführten Dosen und erwiesen sich als ebenso gut wie jede der Zusammensetzungen a bis g in den angeführten und wesentlich höheren Dosen.
Während die erfindungsgemässen Präparate direkt auf die unerwünschte Vegetation aufgebracht werden können, ist es in den meisten Fällen vorteilhaft, sie zusammen mit einem dafür geeigneten Träger zu verwenden.
So können sie mit einem Feststoff vermischt werden, wie z. B. Talk, Tone, Diatomeenerden, Vermiculit, Walnussschalenmehl und Calciumcarbonat, oder mit einem Lösungsmittel oder einer nichtlöslichen Flüssigkeit.
Wenn die aktiven Bestandteile wasserlöslich sind, wie im Fall von Alkalimetall-, Ammonium- und Aminsalzen von niederem Molekulargewicht, ist die Flüssigkeit mit Vorteil Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz eines Sequestriermittels. Organische Lösungsmittel, Emulgiermittel, Durchdringungsmittel und/oder Dispergiermittel können ebenfalls zugesetzt werden.
Die Hydroxybenzonitrile selbst und ihre Aminsalze von höherem Molekulargewicht, einschliesslich den Imidazolinsalzen, wie auch deren Äther und Ester, insbesondere die niedrigen Alkyläther und -ester, sind praktisch unlöslich in Wasser. Es wurde daher als wünschenswert gefunden, die Präparate, welche diese Verbindungen in nützlichen herbiziden Zusammen setzungen enthalten, zusammen mit inerten Streckmitteln oder Verdünnungsmitteln zu verwenden. Diese inerten Bestandteile umfassen flüssige Materialien wie organische Lösungsmittel und landwirtschaftliche Öle, Emulgiermittel, Durchdringungsmittel und Dispergiermittel sowie fein zerkleinerte Feststoffe, wie die oben erwähnten.
Die Konzentration der aktiven herbiziden Verbindungen in den Präparaten beträgt im allgemeinen mit Vorteil zwischen etwa 0,1 bis etwa 95 Gew.%. Die genaue Konzentration variiert mit dem verwendeten Präparat und der Art der Zusammensetzung. So wird normalerweise bevorzugt, etwa 0,5 bis etwa 95 Gew.% solcher Präparate einzuverleiben, welche ein praktisch wasserunlösliches Benzonitril enthalten. Auf ähnliche Weise wird im allgemeinen bevorzugt, wässrige herbizide Konzentrate herzustellen, welche bis zu etwa 0,36 kg aktives wasserlösliches Präparat pro Liter der Lösung enthalten. Ausserdem wird zwecks leichten Transportes und allgemeiner Handhabung im allgemeinen bevorzugt, dass die Mittel in Form von Konzentraten vorliegen, wenn mindestens etwa 25 Gew.% und vorteilhafterweise weniger als etwa 90 Gew.% des herbiziden Präparates vorhanden sind.
Zur Herstellung der erfindungsgemässen herbiziden Präparate werden die Bestandteile vorteilhafterweise miteinander vermischt.
Typische Beispiele von herbiziden Präparaten gemäss der vorliegenden Erfindung sind in den folgenden Beispielen zur Illustration dargestellt, in welchen die Teile der Bestandteile sich auf Gewichtsteile beziehen.
Beispiel 1
Teile
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril . . . 1
Natrium- oder Kaliumthiocyanat oder Simazin 2
Methyliertes Naphthalin . 2
Polyoxyäthylen-Sorbitol-Tallöl-Kondens at 0,5
Beispiel 2
Teile
3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril . . . 2 Paraquat) > oder Simazin . 3
Methyliertes Naphthalin . 4
Polyoxyäthylen-Sorbitol-Tallöl-Kondensat 1
Beispiel 3
Teile 3-Brom-4-hydroxybenzonitril 0,5 Aresin oder Simazin 0,9
Methyliertes Naphthalin . 3
Polyoxyäthylen-Sorbitol-Tallöl-Kondensat 1
Die Mittel 1 bis 3 können mit Wasser in allen Verhältnissen zu stabilen Öl-in-Wasser-Emulsionen verdünnt werden, welche sich zum Besprühen der Vegetation eignen.
Beispiel 4
Teile
3,5-Dichlor-4-hydroxybenzonitril-butyrat 80 #Diuron# oder #Simazin# . . 130
Natriumalkylnaphthylen-sulfonat ... 3
Methylcellulose . . . 0,5
Attapulgit-Ton . . . 16,5
Diese Komponenten werden vermischt und mikropulverisiert, sodann nochmals vermischt, um ein freifliessendes netzbares Pulver zu ergeben, welches in Wasser dispergiert werden kann für die Applikation auf die Vegetation.
Beispiel 5
Teile 3 ,5-Dichlor-4-methoxybenzonitril . 75
Natrium- oder Kaliumthiocyanat oder Simazin 150
Diatomeensiliciumoxyd . . . 20
Polymethylenester von gemischten Fett säuren und Harzsäuren 5
Das netzbare Mittel gemäss Beispiel 5 kann wie in Beispiel 4 vermischt werden und lässt sich mit Wasser für hoch- oder niedervolumige Sprühapplikation vermischen.
Beispiel 6
Teile
3-Chlor-4-hydroxybenzonitril 20 Carbyn (das heisst Barban ) oder Simazin 60
Attaton 80
Beispiel 7
Teile
3-Fluor-4-hydroxybenzonitril . . 10 3-Amino-1,2,4-triazol oder Simazin 20
Talk 90
Beispiel 8
Teile
3-Brom-4-hydroxybenzonitril . 10 4-Amino-3,5,6-trichlor-picolinsäure oder #Simazin# . . . 10
Walnussschalenmehl 90
Beispiel 9
Teile 3 ,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril 15 Simazin 20
Diatomeenerdesiliciumoxyd . . . 85
Beispiel 10
Teile
3,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril . . . 20 Simazin 20
Talk 80
Die Aufstäubmittel von Beispielen 6 bis 10 können durch übliche Zerstäubungsapparate appliziert werden.
Beispiel 11
Teile
3,5-Difluor-4-hydroxybenzonitril . . 8 Fenac oder Simazin > 10
Gereinigtes Kerosin 1
Dextrin (Bindemittel) . 20 Goulac (Dispersionsmittel; Natriumsalz der Ligninsulfonsäure) . . . 3
Talk 68
Beispiel 12
Teile
3-Brom-4-isopropoxybenzonitril . . 12 Dalapon oder Simazin . 50
Gereinigtes Kerosin 2
Dextrin (Bindemittel) . 22 Goulac (Dispersionsmittel; Natriumsalz der Ligninsulfonsäure) . . . 4
Attaton 60
Die Mittel der Beispiele 11 und 12 können auf einfache Weise vorbereitet werden, indem man die Bestandteile mit Wasser zu einer Paste vermischt, die dann extrudiert, getrocknet und zu jeder gewünschten Korngrösse gemahlen wird. Die Verwendung von Körnern mit einem Partikeldurchmesser von etwa 0,076 bis 0,64 cm haben sich für landwirtschaftliche Zwecke als besonders vorteilhaft erwiesen und erzielen vollkommen befriedigende Resultate.
Beispiel 13
Teile
3,5-Dichlor-4-hydroxybenzonitril 1 Amiben oder Simazin . 5
Isopropylalkohol . . . 55
Trichlor-monofluormethan 20
Dichlor-difluormethan 24
Beispiel 14
Teile
3,5-Dijod-d-hydroxybenzonitril . . . 3 #Banvel D# oder #Simazin# . . . . 5
Isopropylalkohol . . . . . . . 33
Hexylglykol . . . . . . . . . 24
Trichlormonofluormethan 20
Dichlor-difluormethan 20
Die Mittel der Beispiele 13 und 14 können in Aero- solverteilern verwendet werden, wobei die zweiten Mittel viskosere Lösungen mit etwas breiteren Sprühpartikeln als die ersteren Mittel ergeben.
Beispiel 15
Gemischte verzweigtkettige Amin- (mit einer Molekularformel von Co2Ho5NH2 bis C14H39NH2) salze von
Teile
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril . . . 32 Simazin > 40
Polyoxyäthylen-Sorbitol-Tallöl-Kondensat 20
Methylliertes Naphthalin . . . 48
Beispiel 16
Gemischte verzweigtkettige Amin- (mit einer Molekularformel von CtoH°5NHa bis CrIHe9NHe) salze von
Teile
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril . . . 36 #Simazin# . . . 40
Polyoxyäthylen-Sorbitol-Tallöl-Kondensat 14
Methyliertes Benzol 50
Die Mittel der Beispiele 15 und 16 können zu Öl-in-Wasser-Emulsionen verwendet werden.
Andere aliphatische Amine mit einem höheren Molekulargewicht können auch verwendet werden; es wird jedoch dabei vorgezogen, hochverzweigtkettige Primäramine mit hohem Molekulargewicht zu verwenden, in welchen die Gesamtzahl an Kohlenstoffatomen zwischen 7 bis etwa 30 beträgt.
Beispiel 17
Teile 3 ,5-Dibrom-4-hydroxybenzonitril 55 Simazin oder Dinoseb 60
2-s-Butylimidazolin 28
Methyliertes Naphthylen . 10
Xylol . . . 7
Beispiel 18
Teile
3,5-Dijod-4-hydroxybenzonitril 37 Simazin 40 2-Isopropyl- 1 -(2-hydroxyäthyl) -imidazolin 17
Benzol 21
Methyliertes Naphthylen . 25
Die Mittel der Beispiele 17 und 18 können mit Öl oder organischen Lösungsmitteln gelöst werden oder für Sprühapplikation in Wasser emulgiert werden.
Die vorliegende Erfindung umfasst auch die Verwendung der herbiziden Präparate zur selektiven Bekämpfung des Wachstums unerwünschter Vegetation in einer mit Unkraut verseuchten Gegend.
Es ist wichtig, dass die Unkräuter der aktiven Einwirkung des Präparates ausgesetzt werden. Die genau anzuwendende Dosierung wird jedoch von verschiedenen Faktoren abhängen, wie beispielsweise von der Beschaffenheit der Erde des Gebietes, vom Regenfall, vom Alter der Unkräuter wie auch von der richtigen Eigenschaft des verwendeten Präparates oder Mittels.
Aus diesem Grund kann die anzuwendende Dosierung sehr verschieden sein, vorausgesetzt, dass sie in genügender Menge verabreicht wird, um das Gebiet genügend zu decken, einzudringen und das Unkraut zu erreichen. Im allgemeinen genügt jedoch eine Dosierung von weniger als 5,5 kg/ha oder von sogar nur 0,55 oder möglicherweise 1,65 bis 2,2 kg/ha, um eine genügende herbizide Wirkung zu erzielen.
Es wurde gefunden, dass die erfindungsgemässen herbiziden Präparate besonders aktiv sind gegen unerwünschte Vegetation, welche Glieder von botanischen Klassen enthalten, welche im allgemeinen gegen in 3-Stellung halogensubstituierte 4-Hydroxy-benzonitrile und deren funktionelle Derivate und Salze, wenn diese allein aufgebracht werden, resistent sind. So sind die Präparate und Mittel besonders wertvoll für die Kontrolle und in gewissen Fällen die Extermination von Pflanzen wie Alopecurus myosuroides (Schwarzgras), Festuca pratensis, Poa trivialis und Festuca rubra. Die Präparate sind jedoch für allgemeine Anwendung gedacht und können verwendet werden, um gute bis ausgezeichnete Unkrautkontrolle bei Getreidefeldern, welche mit praktisch allen Arten von Unkraut infisziert sind, zu erzielen. Dies gilt insbesondere für Felder, welche mit Gräsern, wie z.
B. dem resistenten Alopecurus myosuroldes, durchsetzt sind. Ausserdem können die Präparate verwendet werden zur wirksamen Kontrolle von Unkräutern, wie Matricaria camelmila, M.
inodora, M. matricariodes, Anthamus cotula, Polygonum persicaria, Chenopodium album, Cirsium arvensa, Spergula arvensis, Galium aparine, Atroplex patula und Veronica chamaedrys, insbesondere, wenn diese Getreidepflanzen durchsetzen. Auf ähnliche Weise können die Präparate, wie in den ausführlichen Experimenten A bis S beschrieben, wirksam sein für die selektive Bekämpfung von Sojabohnen, wilden Hafern, Barnyardgras, Schönmalve, Weizen, Mais, Baumwolle, Sternniere und Krauser Ampfer, insbesondere je nach der angewandten Dosierung.
Es wurde im allgemeinen gefunden, dass, wenn die erfindungsgemässen Präparate auf Pflanzen aufgebracht werden, und zwar insbesondere während der ersten Wachstumsperiode nach dem Erddurchbruch, ein erhöhter Grad an Bekämpfung erzielt wird, so dass z. B. die wirtschaftlich wichtigen Graminae einen höheren Grad an Toleranz und die Glieder der Papilionaceae einen nützlichen Grad an Resistenz aufweisen, während anderseits Glieder der Cruciferae und Compositae besonders empfindlich erscheinen. Die Aktivität ist besonders ausgesprochen gegen einjährige Dicotyledonus Unkräuter in Getreidepflanzen, einschliesslich solcher Unkräuter, welche als schwer mit den bisherigen Herbiziden zu kontrollierende gelten. Beispielsweise waren die Resultate bei Unkrautarten wie Tripleurospermum spp. und Matricaria spp., z. B.
M. camelmila, M. inodora und M. matricariodes, ausgezeichnet sowohl im Feld- wie im Topfexperiment, ebenso wie bei Papaver und Raphanus. Andere wichtige Getreideunkräuter, welche in Topf- und Feldversuchen kontrolliert werden konnten, waren Senecio vulgaris und Sinapsis alba, während Veronica spp. stark eingeschränkt werden konnte. Chysanthemum segetum zeigt einen hohen Mortalitätsgrad in Topfversuchen. Die Resultate gegen Tripleurospermum spp., Papaver und Sinapsis alba sind besonders wertvoll.
Die Benzonitrile sind besonders nützlich für die Behandlung von Unkräutern, welche mit den bekannten Herbiziden schwer zu kontrollieren sind. Resultate mit Unkräutern wie Tripleurospermum und Matricaria spp. waren sowohl in den Feld- wie in den Topfversuchen hervorragend wie auch diejenigen mit Raphanus und Papaver. Andere wichtige Getreideunkräuter, welche sich leicht in Topf- oder Feldversuchen kontrollieren lassen, waren Senecio vulgaris und Sinapsis alba, während Stellaria media und Veronica spp. eine sehr starke Eindämmung erlitten. Ferner wird die Kontrolle durch die Konkurrenz von seiten einer kräftigen Getreidepflanze noch verbessert.
Das einzige Beispiel, in welchem die Topf- und Feldversuche nicht miteinander übereinstimmten, war mit Chrysanthemum segetum, wo ein wesentlich höherer Grad an Mortalität in den Topfversuchen erzielt wurde als im Feld, wahrscheinlich weil eine kultivierte ornamentale Selektion der Arten in den Töpfen verwendet wurde, welche die wässrigen Sprays leichter zurückhält.
Vorteilhafte Resultate werden ferner hinsichtlich der Resistenz von Sämlingen von Luzerne, den Kleearten und Gräsern erhalten bei Verwendung von Benzonitrilen für die Kontrolle von jungen Pflanzen von empfindlichen Unkräutern, wie z. B. die Kamillenarten und einige Cruciferae, in untersäten Getreidearten und direkt gesäter Luzerne. Die Dosen müssen sorgfältig ausgewählt werden, sind jedoch für den Fachmann leicht zu bestimmen, und zwar auf ähnliche Weise wie in den Beispielen beschrieben.
Ausserdem sind die Präparate wertvoll für die Kontrolle einjähriger Dicotyledonus-Unkräuter in subtropischen und tropischen Getreidepflanzen, wie z. B.
Mais, Sorghum und Reis, sowie in Futtergräsern, welche entweder für die Saaterzeugung oder für andere Zwecke gezüchtet werden, z. B. Zuckerrohr.
Erbsen sind eine weitere wichtige Pflanze, für welche die Benzonitrile mit Vorteil angewandt werden können. Zahlreiche Unkräuter bilden ein bedeutendes Problem für Erbsen, welche zum Einfrieren gezüchtet werden, infolge der Schwierigkeiten, die Blumenköpfe von den Erbsen zu trennen. Andere ähnliche Gemüsepflanzen sind die verschiedenen Phaseolus-Bohnen und Erdnüsse. Ein breites Spektrum von Unkrautkontrolle ist ferner möglich bei Zwiebeln, während eine allerdings beschränkte Kontrolle bei Karotten ermöglicht ist.
Das Wachstum von Fruchtpflanzen, insbesondere schwarzen Johannisbeeren, kann ebenfalls durch direkte Sprühapplikation rund um die Basis der Büsche verbessert werden. Es wäre jedoch in vielen Fällen angebracht, eine Ablagerung des Sprays auf dem Blattwerk zu verhindern.
Die erfindungsgemässen Präparate werden vorzugsweise durch Aufsprühen, beispielsweise mit Hilfe eines Handgerätes, eines an einen Traktor oder ein ähnliches Fahrzeug montierten Gerätes oder eines mit einem Flugzeug verbundenen Gerätes appliziert.
PATENTANSPRUCH I
Herbizides Präparat, dadurch gekennzeichnet, dass es als herbiziden Bestandteil ein 4-Hydroxy-benzonitril, welches mindestens in 3-Stellung halogensubstituiert ist, oder ein funktionelles Derivat davon und einen zweiten herbiziden Bestandteil enthält, wobei im Präparat 0,1 bis 100 Gewichtsteile des zweiten Bestandteiles pro Gewichtsteil des Benzonitrils oder dessen funktionellen Derivates vorhanden sind.
UNTERANSPRÜCHE
1. Herbizides Präparat nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als zweite Komponente eine aliphatische Säure der Formel R-C(Rt)2 - COOH (I) worin R ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder eine gerade oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen ist und die beiden R1 gleich oder verschieden sind und Wasserstoff oder ein Halogenatom darstellen, oder ein funktionelles Derivat davon enthält.
2. Herbizides Präparat nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es als zweite Komponente ein Triazin der Formel
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.