CH497900A - Ventil für Schutzbauten - Google Patents
Ventil für SchutzbautenInfo
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Description
Ventil für Schutzbauten Die vorliegende Erfindung betrifft eine Weiterausbildung des Ventils für Schutzbauten nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes. Die Erfindung bezweckt das Ventil derart zu verbessern, dass z. B. bei offenem Ventil eine genügende Belüftung eines Luftschutzraumes gewährleistet ist und beim Auftreten von hohen Druck- oder Sogwellen der Luftschutzraum von gefährlichen Einwirkungen freigehalten wird. Die Erfindnung ist dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende des rohrförmigen Körpers ein Filter angeordnet ist, der einen radial innen liegenden, auswechselbaren Filterring und eine radial aussen liegende, ebenfalls ringförmige Filterwand aufweist, wobei der Filterring von innen nach aussen durchströmbar ist, und die Filterwand einen dem Filterring umgebenden Ringkanal begrenzt, an den sich radial eine Leitung für die gefilterte Luft anschliesst. Durch dieses Ventil ist es möglich, im Luftschacht vorhandene, empfindliche Gasfilter beim Auftreten von hohen Druck- oder Sogwellen vor Beschädigung zu schützen. Durch den dem Ventil nachgeschalteten Filter können z. B. radioaktive Verunreinigungen der Luft niedergeschlagen werden. Infolge des auswechselbaren Filterringes kann der Filter gereinigt und der Filterring gegebenenfalls gegen einen neuen ausgewechselt werden. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt dargestellt. Das Ventil weist einen Grobstaubfilter 2 auf. Der eingangs erwähnte Gasfilter ist diesem Grobstaubfilter 2 nachgeschaltet und nicht dargestellt. Das Ventil ist ins Mauerwerk eingelassen und stellt einen Teil des Luftschachtes für den Luftschutzraum dar. Die eine Öffnung 3 des Ventils ist zur Aussenseite eines Gebäudes und die andere Öffnung 4 des Ventils ist dem Luftschutzraum zugewandt. Das Ventil weist einen aus den zwei Teilen 5 und 6 bestehenden rohrförmigen Körper auf. Die Öffnungen 3 und 7 des rohrförmigen Körpers 5, 6 sind mittels zwei auf einer gemeinsamen Stange 8 befestigten Dichtkörpern 9 und 10 verschliessbar. Die Stange 8 liegt in der Längsmittelachse des rohrförmigen Körpers 5, 6 und ist in einem Lager 11 mittels einer Kugelbüchse 12 sehr leichtgängig längsverschiebbar. Das Lager 11 ist mittels einzelner Stege 13 am Teil 5 abgestützt. Zwischen dem Lager 11 und jedem Dichtkörper 9 bzw. 10 liegt eine Schraubendruckfeder 14, durch die die Dichtkörper in der dargestellten Ruhelage gehalten werden. In dieser Stellung sind die Dichtkörper 9 und 10 von den Ventilsitzen 15 und 16 distanziert, so dass durch das geöffnete Ventil ein Luftschutzraum belüftet werden kann. Der Teil 5 weist auf der unteren Seite einen abnehmbaren und entleerbaren Kondensationsbehälter 17 auf, in dem sich gegebenenfalls aus der Luft auskondensierende Flüssigkeit sammeln kann. An der äusseren Stirnseite des Teiles 5 schliesst sich ein Rohr 18 mittels eines Flansches 19 an. Der Filter 2 weist eine äussere ringförmige Filterwand 20 auf. Die Filterwand 20 ist zylindrisch und weist einen radial abragenden Stutzen 21 auf. Die Filterwand 20 ist am Teil 6 mittels mehrerer Schrauben 22 befestigt. Der vom Ventil abgewandte Rand 35 der Filterwand ist radial nach innen gebogen und trägt Verriegelungsmittel 23 für je einen Handriegel 24. Konzentrisch innerhalb der Filterwand 20 befindet sich ein zylindrischer Filterring 25, der an einem Deckel 26 befestigt ist. Der Deckel weist hierzu eine konische Ringwandung 27 auf, auf der der Filterring 25 aufgeklemmt ist. Am Deckel 26 sind die Handriegel 24 mit ihren Federn 28 und ein Dichtungsring 29 sowie ein Handgriff 30 angeordnet. In der untern Hälfte der Zeichnung ist die aus Deckel 26 und Filterring 25 bestehende Einheit axial etwas nach aussen verschoben, um ersichtlich zu machen, wie diese Einheit zum Reinigen des Filters vom Ventil abgenommen werden kann. Im montierten Zustand des Filterringes 25 liegt dieser mit der einen Stirnseite an einem Dichtungsring 31 an, wie in der oberen Hälfte der Zeichnung dargestellt ist. Jeder Handriegel 24 ist mit einer Stange 32 verbunden, durch die ein Querstift 33 ragt. Dieser Stift 33 wirkt mit einer Kurve des Verriegelungsgliedes 23 zusammen, so dass ein bajonettartiger Verschluss entsteht. Beim montierten Filterring 25 wird dieser mittels der Kraft der Federn 28 elastisch an den Dichtungsring 31 angedrückt. Der Dichtungsring 29 wird ebenfalls elastisch an den radialen Teil 35 der Filterwand 20 angepresst. Der Filterring 25 wird von innen nach aussen durchströmt und dient als Grobstaubfilter, so dass sich z. B. radioaktive Verunreinigungen an diesem Filterring 25 festsetzen. Die so gefilterte Luft tritt dann in den zwischen dem Filterring 25 und der Filterwand 20 liegenden Ringkanal 34 ein und wird von diesem umgelenkt und strömt dabei entlang der Filterwand 20. Diese Wand dient dabei als Haftfilter, und ist vor allen Dingen dann nützlich, falls sich durch eine Druckwelle Filterstaub vom Filterring 25 gelöst hat. Dieser Staub wird dann an der Filterwand 20 zurückgehalten. Die Luft wird im Kanal 34 auf einer kreisförmigen Bahn geführt und strömt durch den radialen Ansatz 21 in Richtung zum Luftschutzraum. Auf diesem Wege können noch weitere Filter, z. B. Fein-Gasfilter zwischengeschaltet sein. Zum Reinigen des Filters wird der Deckel 26 mittels der beiden Handriegel 24 gelöst und der auf dem Deckel 26 aufgeklemmte Filterring 25 kann mittels des Handgriffes 30 ohne Berührung des Filterringes 25 axial aus dem Ventil gezogen werden. Da der Filterring 25 nur durch Reibung am Deckel befestigt ist, kann der Ring 25 durch leichtes Anklopfen leicht vom Deckel gelöst werden, und es kann ein neuer Filterring 25 auf dem Deckel aufgeklemmt werden. Der z. B. radioaktive Rückstände aufnehmende Filterring 25 muss somit nicht mit der Hand berührt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVentil für Schutzbauten nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Ende des rohrförmigen Körpers (5, 6) ein Filter (2) angeordnet ist, der einen radial innen liegenden, auswechselbaren Filterring (25) und eine radial aussen liegende, ebenfalls ringförmige Filterwand (20) aufweist, wobei der Filterring (25) von innen nach aussen durchströmbar ist, und die Filterwand (20) einen den Filterring (25) umgebenden Ringkanal (34) begrenzt, an den sich radial eine Leitung (21) für die gefilterte Luft anschliesst.UNTERANSPRÜCHE 1. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Leitungsstutzen (21) versehene Filterwand (20) am rohrförmigen Körper (5, 6) befestigt ist, und dass die Filterwand (20) auf der dem Körper (5, 6) abgewandten Stirnseite mit Verriegelungsmitteln (23) für den axial verschiebbaren Filterring (25) versehen ist.2. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterring (25) auf der dem Körper (5, 6) abgewandten Stirnseite mit einem Deckel (26) mit Handgriff (30) versehen ist und luftdicht an der dem Körper (5, 6) abgewandten Stirnseite der Filterwand (20) befestigt ist.3. Ventil nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterring (25) mit der dem Deckel (26) abgewandten Stirnseite luftdicht gegen einen elastischen Ring (31) am rohrförmigen Körper (5, 6) des Ventils mittels der Kraft mindestens einer Feder (28) angedrückt ist.4. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterwand (20) den Filterring (25) mindestens annähernd konzentrisch umgibt.5. Ventil nach Unteranspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der den Filterring (25) haltende Deckel (26) mit einem federbelasteten Bajonettverschluss luftdicht an einer zur Filterwand (20) querliegenden Stirnwand befestigt ist.6. Ventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass am rohrförmigen Körper (5, 6) des Ventils ein I(ondensationsgefäss (17) zum Auffangen auskondensierter Flüssigkeit angebracht ist.
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