CH497954A - Anlage zur Fertigung von gewellten Platten aus flachen Asbestzementhalbzeugen - Google Patents
Anlage zur Fertigung von gewellten Platten aus flachen AsbestzementhalbzeugenInfo
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Description
Anlage zur Fertigung von gewellten Platten aus flachen Asbestzementhalbzeugen Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anlage zur Fertigung von gewellten Platten aus flachen Asbest zementhalbzeugen. Bekannt sind Anlagen mit biegsamen endlosen Arbeitsorganen, die fächerförmig angeordnet sind und bei denen eine Formeinheit gegen eine zweite versetzt ist (s. beispielsweise das Buch von Wojewodski W. A. Mechanische Ausrüstungen zur Herstellung von Asbestzementerzeugnissen , Moskau 1967, S. 95-98). Durch fächerförmige Anordnung der Arbeitsorgane werden bei einer Formgebung nicht gleiche Bedingungen für die Wellenbildung im vorderen und hinteren Teil des Halbzeuges geschaffen, wodurch das hintere Ende der gewellten Platte nach Verlassen der Anlage teilweise wieder geradegebogen ist. Darüberhinaus ist bei den bekannten Anlagen das Festhalten der gewellten Platte nach ihrem Austreten aus der Anlage nicht gewährleistet, was die Genauigkeit des Abschneidens der Längskanten beeinträchtigt. Aus diesem Grunde entsprechen die auf den erwähnten Anlagen gefertigten Erzeugnisse nicht den Anforderungen in bezug auf Formtreue und Masshaltigkeit. Das Ziel der Erfindung ist es, eine Anlage zu schaffen, die die oben erwähnten Nachteile vermeidet. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zur Fertigung von gewellten Asbestzementplatten aus flachen Halbzeugen zu entwickeln, die den gestellten Anforderungen entspricht. Die erfindungsgemässe Anlage besitzt zwei Reihen biegsamer endloser Arbeitsorgane, die waagrechte Drehachsen der Antriebswellen aufweisen und in jeder Reihe fächerartig angeordnet sind, wobei die Arbeitsorgane der oberen Reihe gegenüber denen der unteren Reihe in Querrichtung verschoben sind und ist dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Vorschubbewegung des Halbzeuges gesehen hinter den fächerartig angeordneten, biegsamen Arbeitsorganen zwei Reihen von übereinander angeordneten parallelen, waagrechte Drehachsen der Antriebswellen enthaltende biegsame Arbeitsorgane vorgesehen sind, die in Querrichtung um den hal- ben Kettenabstand gegeneinander versetzt und dazu bestimmt sind, das von den fächerartig verlaufenden biegsamen Arbeitsorganen vorgeformte Halbzeug auf die Abmessungen der fertigen Wellplatte fertigzuformen. Zum besseren Verständnis wird im folgenden ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigt: Fig. 1 das Ausführungsbeispiel der Anlage in schematischer Darstellung, Fig. 2 dieselbe Anlage im Grundriss, Fig. 3 einen Schnitt gemäss der Linie III-III der Fig. 1 in vergrössertem Massstab, Fig. 4 einen Schnitt gemäss der Linie IV-IV der Fig. 1 in vergrössertem Massstab, Fig. 5 einen Schnitt gemäss der Linie V-V der Fig. 1 in vergrössertem Massstab, Fig. 6 parallele Rollenketten mit Buchsen mit einer anderen Ausführungsvariante der Schneidvorrichtungen zum Abschneiden der Kanten des Erzeugnisses im Längsschnitt, und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6 in vergrössertem Massstab. Die dargestellte Anlage besitzt einen Rahmen 1 (Fig. 1 und 2), in dem Wellen 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9 (Fig. 1) waagrecht gelagert sind und von einem gemein samen Elektroantrieb 10 (Fig. 1 und 2) antreibbar sind. Auf diesen Wellen sind Kettenräder 11 und 12 und auf den antriebslosen Wellen 13 Kettenräder 14 befestigt. Über diese Kettenräder laufen endlose Rollenketten mit Buchsen, und zwar obere Ketten 15 und 16 bzw. untere Ketten 17, 18 und 19. Die Rollenketten 15 liegen fächerartig in einer waagrechten Ebene A nebeneinander und schliessen Winkel a= 1,0-1,8 gegenüber einer vertikalen Symmetrieebene ein. Die Ketten 17 liegen unterhalb der Ebene A ähnlich wie die Ketten 15, doch versetzt gegen diese. Die unteren Trume der Ketten 15 schliessen mit den oberen Trumen der Ketten 17 einen Winkel = = 0,75-1,5 ein. Den fächerartig verlaufenden Ketten 15 und 17 folgen die Rollenketten 16 und 18. Die Ketten 16 liegen über der Ebene A und sind ebenso wie die Ketten 18 zueinander parallel. Letztere liegen aber unter der Ebene A, und zwar horizontal versetzt unter den Zwischenräumen der Ketten 16. Hinter den parallellaufenden Ketten 16 und 18 ist unter der Ebene A ferner eine parallellaufende Rollenkette 19 mit Buchsen vorgesehen. Auf den Ketten 15 bzw. 17 sind Formelemente 20 (Fig. 3) befestigt, deren Arbeitsflächen 21 einen symmetrischen, konvexen Querschnitt aufweisen. Da die Ketten 15 und 17 in waagrechter Richtung gegeneinander versetzt sind, können die Formelemente 20 mit ihren Arbeitsflächen 21 einem zwischen den genannten Ketten hindurchgeschobenen, flachen Asbestzementhalbzeug eine gewellte Form verleihen. Die Ketten 16 bzw. 18 sind mit Formelementen 22 (Fig. 4) bestückt, deren Arbeitsflächen 23 der Profilform eines Fertigerzeugnisses entsprechend profiliert sind. Zwischen den oberen Trumen der Ketten 18 befin- den sich unter den Formelementen 22 der unteren Trume der Ketten 16 Kalibrierklötze 24, deren formgebendes Profil mit jenem der Arbeitsflächen der Formelemente 22 übereinstimmt. Die Länge der Kalibrierklötze 24 ist etwa gleich dem Achsabstand der Wellen 3 und 6 bzw. 5 und 7. Die Lage der Ketten 15 und 17 ist durch starre Führungen fixiert. Die oberen Trume der Ketten 15 stützen sich auf die Führungen 25 (Fig. 1), die unteren auf die Führungen 26, während die oberen Trume der Ketten 17 auf den Führungen 27 aufliegen. Ferner stützen sich die oberen Trume der Ketten 16 und 18 auf die Führungen 28 bzw. 29 (Fig.4), die am Rahmen eventuell in senkrechter Richtung verschiebbar befestigt sind. Die unteren Trume der Ketten 16 stützen sich auf die Kalibrierklötze 24. Die Lage der Ketten 19 ist durch starre Führungen 30 (Fig. 5) fixiert. Die Ketten 19 weisen Formelemente 31 mit Arbeitsflächen 32 auf und zwischen den oberen Trumen dieser Ketten befinden sich feststehende Formelemente 33. Das Profil der Arbeitsfläehen 34 der Elemente 33 zusammen mit dem Profil der Arbeitsflächen 32 der Formelemente 31 stellen die ganze Profilform der fertiggeformten, gewellten Platte dar. An den äusseren oberen Parallelketten 16 (Fig.4) ist je eine Schneidvorrichtung vorgesehen, welche die Längskante der Wellplatte beschneidet. Diese Schneidvorrichtung kann in zwei Varianten ausgeführt werden. Die erste Variante der Schneidvorrichtung besitzt ein drehbares Scheibenmesser 35, eine Treibtrommel 36, einen festen Tisch 37 und eine über diesem Tisch angeordnete, endlose Antriebskette 38 mit Andrückelementen 39. Die Drehachse 40-40 (Fig. 1) der Treibtrommel 36 verläuft waagrecht und vor der Drehachse 41-41 des Scheibenmessers 35, in Richtung der Durchlaufbewegung der Wellplatte gesehen. Die Versetzung ist gleich der Dicke der Wellplatte. Die andere Ausführungsart der Schneidvorrichtung weist ein Scheibenmesser 42 (Fig. 6, 7) mit einem Antrieb 43, eine Treibtrommel 44, einen schrägen feststehenden Tisch 45 und endlose Antriebsketten 46 mit Formelementen 47 auf. Die Trommel 44 (Fig. 6) ist dabei in Bewegungsrichtung der Wellplatte hinter dem Scheibenmesser 42 angeordnet. Die Anlage arbeitet wie folgt: Eine zugeschnittene, ebene Asbestzementplatte wird an der Auffangeinrichtung 48 (Fig. 1) eingeführt. In der Auffangeinrichtung wird die Unterseite der Platte beim Einziehen mittels einer in einem Bad 49 laufenden Rolle 50 mit einer Emulsion geschmiert. Die geschmierte Platte gelangt dann zwischen die oberen und unteren Teile der fächerartig laufenden Rollenketten 15 und 17, die die Platte klemmend erfassen und mitschleppen. Dabei biegen die Formelemente 20 auf den genannten Ketten (Fig. 3), da diese in waagrechter Ebene gegeneinander versetzt sind, mit ihren Arbeitsflächen 21 die Platte 51 in eine gewellte Form. Die Formelemente 20 liegen dabei so, dass die ausgebildeten Wellen eine 5-10 ,% ige Überhöhung und eine 24 % ige Überlänge der Wellenabwicklung im Vergleich zu den entsprechenden normalen Grössen der Profilform einer gewellten Platte aufweisen. Alsdann wird die vorgeformte Wellplatte zwischen den parallelen Ketten 16 und 18 (Fig. 4) weitergeführt. Sie gleitet dabei auf den Arbeitsflächen der Kalibrierklötze 24. Die Formelemente 22 der unteren Trume der Ketten 16 drücken durch deren Eigengewicht die Wellplatte mit ihren Arbeitsflächen 23 in die Kalibrierklötze 24 und verleihen ihr die gewünschte, endgültige Profilform. Gleichzeitig mit diesen Arbeitsgängen erfolgt auch das Abschneiden der Längskanten der Wellplatte. Die zu diesem Zweck vorgesehene, in der Fig. 4 gezeigte Schneidvorrichtung beschneidet mit ihrem Scheibenmesser 35 die Längskante dler Wellplatte, die sich waagrecht auf dem festen Tisch 37 und auf der rotierenden Treibtrommel 36 bewegt und von oben durch. Andrückelemente 39 der endlosen Antriebskette 38 angepresst wird. Die Schneidvorrichtung nach der zweiten Ausführungsvariante, die in Fig. 6 und 7 dargestellt ist, formt zunächst die Längskante des gewellten Blattstückes mit Hilfe der Formelemente 47 der Antriebskette 46 und schneidet dann mit dem Scheibenmesser 42 den sich gegen den schrägen, festen Tisch 45 stützenden Randteil der Platte weg. Die abgeschnittenen Kanten werden durch die drehende Treibtrommel 44 ausgeworfen. Somit ergeben sich beim Kantenbeschneiden mittels der Schneidvorrichtung nach der zweiten Ausführungsvariante fertige Wellplatten mit schrägen Kanten. Die fertiggewellte Platte wird danach mittels Rollenketten 19 (Fig. 5), von unten durch die ruhenden Formelemente 33 unterstützt, weiterbefördert. Bei dieser Beförderung zum Austritt der Anlage ändert die frischgewellte Asbestzementplatte ihre Form nicht, da wie oben beschrieben, das Profil der zusammengesetzten Arbeitsflächen 32 und 34 der Formelemente 31 und 33 genau dem Profil der fertigen Wellplatte entspricht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHAnlage zur Fertigung von gewellten Platten aus flachen Asbestzementhalbzeugen durch Biegen zwischen zwei Reihen biegsamer endloser Arbeitsorgane, die waagrechte Drehachsen der Antriebswellen aufweisen und in jeder Reihe fächerartig angeordnet sind, wobei die Arbeitsorgane der oberen Reihe gegenüber denen der unteren Reihe in Querrichtung verschoben sind, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Vorschubbewegung des Halbzeuges gesehen, hinter den fächerartig angeordneten biegsamen Arbeitsorganen (15, 17) zwei Reihen von übereinander angeordneten parallelen, waagrechte Drehachsen der Antriebswellen enthaltenden biegsamen Arbeitsorganen (16, 18) vorgesehen sind, die in Querrichtung um den halben Kettenabstand gegeneinander versetzt und dazu bestimmt sind,das von den fächerartig verlaufenden biegsamen Arbeitsorganen vorgeformte Halbzeug auf die Abmessungen der fertigen Wellplatte fertigzuformen.UNTERANSPRÜCHE 1. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als biegsame, endlose, fächerartig verlaufende und als parallele Arbeitsorgane (15-18) Rollenketten mit Buchsen dienen, bei denen die fächerartig verlaufenden Arbeitsorgane (15, 17) Formelemente (20) mit einer dem Halbzeug eine gewellte Form verleihenden Arbeitsfläche (21) und die parallelen Arbeitsorgane (16, 18) Formelemente (22) tragen, wobei zwischen den oberen Trumen der unteren parallelen Ketten feststehende Kalibrierklötze (24) angeordnet sind.2. Anlage nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den äusseren oberen parallelen Ketten (16) mindestens je eine Schneidvorrichtung zum Beschneiden der Längskanten des gewellten Halbzeuges angeordnet ist.3. Anlage nach den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die oberen Trume der fächerartig verlaufenden Ketten (15, 17) sowie der parallelen Ketten (16, 18) und die unteren Trume der oberen, fächerartig verlaufenden Ketten (15) auf feststehende Führungen (25-29) stützen.4. Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (28, 29), auf welche sich die oberen Trume der parallelen Ketten (16, 18) stützen, am Rahmen (1) in einer Vertikalebene verschiebbar befestigt sind.5. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schneidvorrichtung zum Abschneiden der Wellplattenlängskanten ein um eine waagrechte Achse drehbares Scheibenmesser (35) aufweist, das über einer die Längskante der Wellplatte unterstützenden Treibtrommel (36) angeordnet ist, deren Drehachse (40-40) waagrecht und vor der Drehachse (41-41) des Scheibenmessers (35) verläuft, welches die durch eine endlose Antriebskette (38) mit Andrückelementen (39) gegen einen feststehenden Tisch (37) gedrückte Kante der Wellplatte wegschneidet, wobei der Abstand zwischen den Achsen (40-40 und 41-41) gleich der Halbzeugdicke ist.6. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung zum Beschneiden der Wellplattenlängskanten mit einem angetriebenen Scheibenmesser (42) versehen ist, das die Kante weg- schneidet, die von oben und unten durch endlose Antriebsketten (46) mit Formelementen (47) geformt wird, wobei das Scheiben messer (42) über einem feststehenden Tisch (45) angeordnet ist, hinter welchem, in Richtung der Vorschubbewegung des gewellten Blattstückes gesehen, eine Treibtrommel (44) mit waagrechter Drehachse angeordnet ist, die die von der Wellplatte abgeschnittene Kantenabfälle hinwegschiebt.7. Anlage nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Richtung der Werkstückbewegung hinter den parallelen endlosen Arbeitsorganen eine Einrichtung zur Aufnahme der fertigen Wellplatten angeordnet ist, die zueinander parallel verlaufende endlose Antriebsketten (19) und zwischen den oberen Trumen dieser parallelen Ketten (19) angeordnete feststehende Formelemente (33), welche die Wellplatte unterstützen, enthält.
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