CH498094A - Verfahren zur Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyliden-anilinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyliden-anilinen

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CH498094A
CH498094A CH224068A CH224068A CH498094A CH 498094 A CH498094 A CH 498094A CH 224068 A CH224068 A CH 224068A CH 224068 A CH224068 A CH 224068A CH 498094 A CH498094 A CH 498094A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C255/00Carboxylic acid nitriles

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyliden-anilinen
Die vorliegenre Erfindung betrifft ein chemisch eigenartiges Verfahren zur Herstellung von 2,2,2-Trichlor äthyliden-anilinen. Nach einem älteren, jedoch noch nicht veröffentlichten Vorschlag können diese Aniline auch nach einem anderen als dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellt und als akarizide Wirkstoffe verwendet werden.



   Es ist bereits bekannt geworden, dass man cycloaliphatische 2,2,2-Trichloralkyliden-amine erhält, wenn man cycloaliphatische Amine mit Chloral in Anwesenheit von z.B. Zinkchlorid umsetzt. Diese Reaktion verläuft jedoch nur langsam und führt zu sehr schlechten Ausbeuten (vgl. USA-Patentschrift 2468 593).



   Weiterhin ist bereits bekannt geworden, dass man beim Umsetzen von aromatischen Aminen mit Chloral unter schonenden Bedingungen z.B. 2,2,2-Trichlor-l-hydroxyäthyl-aniline erhält nicht aber 2,2,2-Trichloräthyliden-aniline.



   Bei schärferen Reaktionsbedingungen lagern sich die   2,2,2-Trichlor-1-hydroxyäthyl-aniline    in die entsprechenden 2,2,2-Trichloräthyliden-aminale um (J. org. Chem.



  9, 81   [19441).    Es entstehen also auch in diesem Falle keine 2,2,2-Trichloräthyliden-aniline.



   Diese beiden vorbekannten Ergebnisse aus dem Stand der Technik stehen miteinander in Übereinstimmung.



  Die stärker basischen, primären aliphatischen Amine reagieren mit Chloral ohne Zinkchlorid im Sinne der Haloformreaktion unter Abspaltung von Chloroform und Bildung der Formylamine (J. Amer. Chem. Soc. 74, 3933   [19527).   



   Es wurde gefunden, dass man in einem einstufigen Verfahren und in sehr hohen Ausbeuten die 2,2,2-Trichloräthyliden-aniline der Formel I
EMI1.1     


<tb>  <SEP> Hai
<tb>  <SEP> C-N=CH-CC1
<tb> (CF)y <SEP> Rz
<tb>  <SEP> 3 <SEP> Rz
<tb>  herstellen kann, in welcher Hal für Fluor, Chlor und/oder Brom steht, R für Alkyl und/oder Nitril steht, x für 0 oder eine Zahl von 1 bis 5 steht, y für 0, 1 oder 2 steht und z für 0, 1, 2 oder 3 steht, wobei x oder y mindestens für 1 steht und die Stumme von x, y und z höchstens
5 ist, wenn man Amine der Formel II
EMI1.2     


<tb>  <SEP> (11)
<tb>  <SEP> Hal
<tb>  <SEP> x
<tb> (cF5)y¸) <SEP> -NH2
<tb>  <SEP> Rz
<tb>  <SEP> Rz
<tb>  mit Chloral der Formel III
EMI1.3     
 in Gegenwart von mindestens der stöchiometrischen Menge eines Chlorid oder Anhydrids einer anorganischen Säure bei Temperaturen zwischen 20 und 2000C umsetzt.



   Es ist als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen, dass man bei der erfindungsgemässen Umsetzung in sehr guten Ausbeuten direkt die Trichloräthylidenaniline erhält, nicht aber   2,2,2Trichlor- l-hydroxyäthyl-anilin    oder die entsprechenden Aminale, wie dies gemäss dem Stand der Technik erwartet werden musste.



   Das erfindungsgemässe Verfahren stellt einen technischen Fortschritt dar. Es ermöglicht die Herstellung der 2,2,2-Trichloräthylidenaniline in sehr einfacher Weise.  



   Verwendet man 3,4-Dichloranilin, Chloral und Phosphoroxychlorid als Ausgangsmaterialien, so kann der Reaktionsablauf durch folgendes Formelschema wiedergegeben werden:
EMI2.1     

Die Ausgangsstoffe sind durch die oben angegebenen   Fonneln    II und III eindeutig charakterisiert.



   Als Amine gemäss Formel II werden vorzugsweise solche Verbindungen der Formel   II    verwendet, in denen Hal für Chlor und R für Alkyl mit 1 - 4 C-Atomen steht.



   Als Beispiele für die verwendbaren Anilinderivate seien im einzelnen genannt: 2-, 3- und 4-Chloranilin; 2,3-, 2,4-, 2,5-, 3,4- und 3,5-Dichloranilin; 2,3,4-, 2,3,5-, 2,3,6-,   245-      246-    und 3,4,5-Trichloranilin; 2,3,5,6- 2,3,4,6-, und   2,3,4,5-Tetrachloranilin;    Pentachloranilin; 2,4- und   3,4-Difluoranilin;    2,4,6-Trifluoranilin; 2-Chlor-5-fluoranilin;   3,5-Dichlor-4-fluoranilin;    2,3,5,6-Tetrachlor-4-fluoranilin; 2-Fluor-4-brom-anilin;   2,4,6-Trimethyl-3-fluorani-    lin; 2-Methyl-3-chlor-, 2-Methyl-4-chlor-, 2-Methyl-5 -chlor- und 3-Methyl-4-chlor- und 3-Methyl-6-chloranilin; 4-Methyl-2-chloranilin;   2,4-Dichlor-5-methylanilin;    3- und 4-Bromanilin; 2,4,6-Tribromanilin; 2-Methyl-5 -bromanilin;

   2,4-Dimethyl-6-bromanilin;   2,6-Dibrom-4-    -methyl- und   2,4-Dibrom-6-methylanilin;    2,4-Dibrom-6 -chlor- und 2,6-Dibrom-4-chloranilin; 3,5-Bis-(trifluormethyl)-anilin;   2-Trifluormethyl-4-chlor-    und 3-Trifluormethyl-6-chloranilin;   2-Trifluormethyl-4-cyanoanilin;    2,6 -Dichlor-4-cyanoanilin; 2,3,5,6-Tetrachlor-4-cyanoanilin; 3-Brom-4-tert.-butylanilin und 2,3,5-Trichlor-4,6-dicyanoanilin.



   Als Verdünnungsmittel kommen inerte organische Lö   sungsmittel    in Frage. Hierzu gehören vorzugsweise Kohlenwasserstoffe wie Petrolätherfraktionen, Benzol, Toluol und Xylol, chlorierte   Kohlenwasserstoffe    wie Tetrachlorkohlenstoff,   1,1.2,2-Tetrachloräthan,    Chlorbenzol, o-Dichlorbenzol und    < z-Chlornaphthalin,    Äther wie Dioxan, Ketone wie Methylisobutylketon und Ester wie Glykolmonomethylätheracetat und Glykolmonoäthylätheracetat.



  Ganz besonders ist ein   Überschuss    an Chloral als Verdünnungsmittel geeignet.



   Als Chloride und Anydride anorganischer Säuren kommen vorzugsweise solche in Frage, die sich von Phosphor oder Schwefel ableiten. Als Beispiele seien genannt: Phosphoroxychlorid, Thionylchlorid, Phosphorpentachlorid und Phosphorpentoxid.



   Die Reaktionstemperaturen können in einem grösseren Bereich variiert werden. Im allgemeinen arbeitet man   zwischen    20 und 2000C vorzugsweise zwischen 50 und   1600C.   



   Bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens setzt man auf 1 Mol Amin mindestens 1 Mol Chloral ein. Chloral kann jedoch auch im Überschuss verwendet werden und dient dann z.B. als Lösungsmittel.



   Auf 1 Mol Amin setzt man mindestens die stöchiometrische Menge an Säurechlorid bzw. Säureanhydrid ein, also z.B. mindestens 1/3 Mol Phosphoroxychlorid, mindestens   M    Mol Thionylchlorid, mindestens   1,4 Mol    Phos   phorpentachlorid,    bzw. mindestens   %    Mol Phosphorpentoxid. Die Säurechloride u. die Säureanhydride können jedoch auch in einem   Überschuss    verwendet werden, z.B.



  in einer Menge die 2-3-mal so gross ist wie die benötigte Mindestmenge.



   Zur Durchführung der Umsetzung legt man die Reak   tionskomponenten    gegebenenfalls zusammen mit einem Lösungsmittel vor und gibt die Säurederivate zu. Zur Beendigung der Reaktion ist es im   allgemeinen    zweckmässig, auf etwas höhere Temperaturen zu erhitzen.



   Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches wird in üblicher Weise vorgenommen, z.B. durch fraktionierte Destillation.



   Im einzelnen kann man die Umsetzung in besonders vorteilhafter Weise wie folgt vornehmen: Man gibt die Reaktionskomponenten zusammen und verwendet einen grösseren   Überschuss    an Chloral. Im allgemeinen tritt eine Erwärmung der Reaktionsmischung ein. Ohne Rücksicht darauf gibt man dann in kleinen Portionen die Säurederivate zu und erhitzt schliesslich das Reaktionsgemisch bis zur vollständigen Umsetzung auf Temperaturen über 500C. Zweckmässigerweise wird das Reaktionsgemisch unter Rückfluss gekocht. Die Umsetzungen sind meist nach Minuten, höchstens jedoch nach wenigen Stunden beendet. Bei der Verwendung von Säurechloriden ist das Ende der Umsetzung an der Beendigung der Chlorwasserstoffentwicklung zu erkennen.



   Ein Überschuss an Säurechlorid oder Säureanhydrid kann ebenfalls zur raschen Vervollständigung der Umsetzungen von Vorteil sein.



   Nach beendeter Reaktion wird ein gegebenenfalls verwendeter   Überschuss    an Chloral und/oder Säurechlorid bzw. Säureanhydrid und/oder ein gegebenenfalls verwendetes Lösungsmittel abdestilliert. Die Ausbeuten an   2,2,2-Trichloräthylenanilin    sind praktisch quantitativ. Im allgemeinen besitzen bereits die Rohprodukte eine sehr hohe Reinheit. Das gilt besonders dann, wenn Thionylchlorid als Säurechlorid verwendet wurde. In diesem Fall entstehen nur gasförmige Nebenprodukte.



   Die Verfahrensprodukte lassen sich durch Umkristallisation und Destillation reinigen.

 

   Die erfindungsgemäss erhältlichen Stoffe weisen bei geringer Warmblütertoxizität und Phytotoxizität starke akarizide Wirkungen auf. Die   Wirkungen    setzen schnell ein und halten lange an. Die Wirkstoffe können deshalb mit gutem Erfolg zur Bekämpfung von Milben (Acarina) verwendet werden, besonders solchen, die gegen Phosphorsäureester bereits mehr oder weniger resistent sind.



   Beispiel A Tetranychus-Test Lösungsmittel: 3 Gewichtsteile Dimethylformamid Emulgator: 1   Gewichtsteil    Alkylarylpolyglkoläther
Zur Herstellung einer   zweckmässigen    Wirkstoffzubereitung vermischt man 1 Gewichtsteil Wirkstoff mit der angegebenen Menge Lösungsmittel, das die angegebene Menge Emulgator enthält, und verdünnt das Konzentrat mit Wasser auf die gewünschte   I(onzentration.     



   Mit der Wirkstoffzubereitung werden Bohnenpflanzen (Phaseolus vulgaris), die umgefähr eine Höhe von 10 bis 30 cm haben,   tropfnass    besprüht. Diese Bohnenpflanzen sind stark mit allen Entwicklungsstadien der Bohnenspinnmilbe (Tetranychus telarius) befallen.



   Nach den angegebenen Zeiten wird die Wirksamkeit der Wirkstoffzubereitung bestimmt, indem man die toten Tiere auszählt. Der so erhaltene Abtötungsgrad wird in % angegeben.   100%    bedeutet, dass alle Spinnmilben abgetötet wurden, 0% bedeutet, dass keine Spinnmilben abgetötet wurden.



   Wirkstoffe, Wirkstoffkonzentrationen, Auswertungszeiten und Resultate gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
TABELLE (pflanzenschädigende Milben)
EMI3.1     


<tb> Wirkstoffe <SEP> Wirkstoffkonzentration <SEP> in <SEP> % <SEP> Abtötungsgrad <SEP> in <SEP> % <SEP> nach <SEP> 8 <SEP> d
<tb> CHsO <SEP> O <SEP> 0,1 <SEP> 75
<tb>  <SEP> \11 <SEP> 0,05 <SEP> 60
<tb>  <SEP> P-S-CH2-CH2-S-C2H5 <SEP> 0,02 <SEP> 0
<tb>  <SEP> 0,01 <SEP> 0
<tb> CH5O <SEP> 0,004 <SEP> 0
<tb> (bekannt)
<tb>  <SEP> Cl <SEP> 0,1 <SEP> 100
<tb>  <SEP> 0,05 <SEP> 100
<tb> 0,02 <SEP> 98
<tb> Cl <SEP> ¯ <SEP> = <SEP> H-CCI,

   <SEP> 0,004 <SEP> 50
<tb>  <SEP> J
<tb>  <SEP> Cm <SEP> cm
<tb>  <SEP> Cl <SEP> Cl <SEP> 0,1 <SEP> 95
<tb>  <SEP> a <SEP> / <SEP> 0,02 <SEP> 95
<tb>  <SEP> 0,004 <SEP> 50
<tb> Cl <SEP> ¯ <SEP> // <SEP> \N=CIS-CCla m-N=CI-CCl5 <SEP> 0,004 <SEP> 50
<tb>  <SEP> J
<tb>  <SEP> Cl <SEP> Cl
<tb>  <SEP> Cl <SEP> 0,1 <SEP> 80
<tb>  <SEP> a <SEP> 0,02 <SEP> 50
<tb>  <SEP> = <SEP> CH-CCl
<tb>  <SEP> Cl
<tb>  <SEP> Cl <SEP> 0,1 <SEP> 80
<tb>  <SEP> a <SEP> 0,02 <SEP> 50
<tb>  <SEP>  <  <SEP> 0,004 <SEP> 50
<tb> Cl- <SEP> N=CH-CCI3
<tb>  <SEP> C1 <SEP> 0,1 <SEP> 80-95
<tb>  <SEP> a <SEP> 0,02 <SEP> 50
<tb>  <SEP> = <SEP> CH-CCl3
<tb>  <SEP> Cl <SEP> 0,1 <SEP> 80
<tb>  <SEP> 0,02 <SEP> 50
<tb> Cl <SEP> - <SEP> zu <SEP> -= <SEP> N=CH-CCl5
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  <SEP> Cl
<tb>  <SEP> Cl
<tb>  <SEP> Cl <SEP> 0,1 <SEP> 70
<tb>  <SEP> 0,02 <SEP> 50
<tb> Cl <SEP> ¯ <SEP>  < ¯N=cH-ccla
<tb>  <SEP> Nw'
<tb>   

    Beispiel I
EMI4.1     
 81 g (0,5 Mol) 3,4-Dichloranilin werden zu 90 g wasserfreiem Chloral getropft, wobei die Temperatur des Reaktionsgemisches auf ca. 600C ansteigt. Dann werden 60 g (0,5 Mol) Thionylchlorid zugetropft, wobei man die Temperatur weiter auf ca. 700C ansteigen lässt. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch bis zur beendeten Gasentwicklung, welche nach ca. 1 Stunde beendet ist, unter Rückfluss erhitzt. Nach Abdestillieren des überschüssigen Chlorals wird der Rückstand fraktioniert destilliert.



  Das   (2',2',2'-Trichloräthyliden)-2,4-dichloranilin    destilliert bei 1420C/0,3 Torr als hellgelbes   öl    vom Brechungsindex   nu20:    1,6019 über. Die Ausbeute ist praktisch quantitativ.



   Beispiel 2
Man tropft 32,4 g (0,2 Mol) 3,4-Dichloranilin ohne Kühlung zu 29,5 g (0,2 Mol) wasserfreiem Chloral, wobei die Temperatur auf ca. 500C ansteigt. Beim anschliessenden Zutropfen von 15,4 (0,1 Mol) Phsophoroxychlorid steigt die Temperatur weiter exotherm auf ca. 800C an.



  Das Reaktionsgemisch wird 40 Minuten auf   1 250C    erhitzt und danach fraktioniert destilliert. Hierbei wird (2',2',2', Trichloräthyliden)-3,4-dichloranilin mit den im Beispiel 1 beschriebenen Daten in ebenfalls nahezu quantitativer Ausbeute erhalten.



   Beispiel 3
EMI4.2     

Beim Mischen von 23,1 g (0,1 Mol) 2,3,5,6-Tetrachloranilin mit 16 g wasserfreiem Chloral tritt keine merkliche Wärmetönung auf. Durch Erhitzen der Mischung auf 50-600C wird eine homogene Lösung erhalten, in welche 7,7 g (0,05 Mol) Phosphoroxychlorid bei 50-600C getropft werden. Nach einstündigem Nachrühren bei ca.



  800C ist die Chlorwasserstoffentwicklung beendet. Der geringe Überschuss an Phosphoroxychlorid wird unter vermindertem Druck abdestilliert. Anschliessend dekantiert man das noch warme, flüssige Reaktionsprodukt von der an der Kolbenwand haftenden Phsophorsäure ab.



  Die Rohausbeute an bereits recht reinem (2',2',2'-Trichlor äthyliden)-2,3,5,6-tetrachloranilin ist praktisch quantitativ. Aus Waschbenzin umkristallisiert schmelzen die farblosen Kristalle bei 860C. Das Produkt kann auch durch Destillation weiter gereinigt werden, wobei es bei 1401430C/0,3 Torr als farbloses Öl übergeht, welches zu Kristallen vom Schmp. 810C erstarrt.



   Beispiel 4
EMI4.3     

In das auf 100C erhitzte Gemisch aus 62 g (0,2 Mol) 2,3,5,6-Tetrachlor-4-bromanilin und 100 g wasserfreiem Chloral werden im Verlauf von 30 Minuten 15,4 g (0,1 Mol) Phosphoroxychlorid bei 1000C getropft. Dann wird 2 Stunden unter Rückfluss erhitzt und schliesslich im Vakuum eingedampft. Der kristalline Rückstand wird aus Waschbenzin umkristallisiert, wobei farblose Kristalle vom Schmp.   1 150C    erhalten werden. Ausbeute 84,5 g, 96% der Theorie.



   Beispiel 5
EMI4.4     

39 g (0,2 Mol) 2-Chlor-5-trifluormethylanilin werden mit 100 g wasserfreiem Chloral gemischt, auf 90 - 1000C erwärmt und langsam mit 15,4 g (0,1 Mol) Phosphoroxychlorid versetzt. Nach 4 Stunden Kochen unter Rückfluss ist die Chlorwasserstoffentwicklung beendet. Von gebildeter Phosphorsäure wird abdekantiert, eingeengt und das als Rückstand verbleibende (2',2',2'-Trichlor   äthyliden)-2-chlor-5-(trifluormethyl)-anilm    destilliert. KP:   101 - 1030C/0,1 Torr; nD20 1,5220; Ausbeute: 83% der    Theorie.  



  In analoger Weise erhält man:
EMI5.1     


<tb> Produkt <SEP> Schmelzpunkt <SEP> Siedepunkt <SEP> Berechnungsindex <SEP> Ausbeute
<tb>  <SEP>   <SEP> C <SEP> o <SEP> C <SEP> 'Torr <SEP> n,-O <SEP> %
<tb>  <SEP> C1
<tb>  <SEP> Cl <SEP>  < ¯N=CH-CC13 <SEP> 89 <SEP> - <SEP> 91 <SEP> 91 <SEP> 81
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  <SEP> H3C
<tb>  <SEP> Cl
<tb>  <SEP> Cl <SEP> ¯ <SEP> ON=CH-CC13 <SEP> 133 <SEP> / <SEP> 0,08 <SEP> 1,6084 <SEP> 55
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  <SEP> Br
<tb>  <SEP> Br
<tb>  <SEP> Br <SEP> ¯¯ <SEP> - <SEP> N=CH-CC13 <SEP> - <SEP> 143 <SEP> / <SEP> 0,07 <SEP> 1,6258 <SEP> 75
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  <SEP> Cl
<tb>  <SEP> Br
<tb>  <SEP> Cl <SEP> - <SEP> -N=CH-CC1, 

   <SEP> Iso/o,lo <SEP> 1,6239 <SEP> 79
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  <SEP> Br
<tb> F <SEP> C <SEP> #\\-N=CH-CCl <SEP> ¯ <SEP> 85/ <SEP> 0,10 <SEP> 1,5161 <SEP> 64
<tb>  <SEP> 5Nw
<tb>  <SEP> Cl <SEP> - <SEP> N=CH-CCI3 <SEP> N <SEP> = <SEP> CH-CCL <SEP> 98 <SEP> / <SEP> 0,20/0,20 <SEP> 1,5273 <SEP> 82
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  <SEP> CF3
<tb>  <SEP> CH3
<tb>  <SEP> Cl <SEP> -N <SEP> - <SEP> &num;\\-N=CH-CCl
<tb>  <SEP> Nw <SEP> - <SEP> 110/0,25 <SEP> 1,5854 <SEP> 63
<tb>  <SEP> Cl <SEP> CH3
<tb>  <SEP> -N <SEP> = <SEP> CH-CCI, <SEP> 140 <SEP> / <SEP> 1,00 <SEP> 1,5965 <SEP> 56
<tb>  <SEP> Nw
<tb>  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von 2,2,2-Trichloräthyliden-anilinen der Formel I EMI5.2 <tb> <SEP> (1) <tb> <SEP> Hai <tb> <SEP> x <tb> <SEP> F <SEP> XN=CH-CC13 <tb> (CF3)y <SEP> R <tb> <SEP> z <tb> in welcher Hal für Fluor, Chlor und/oder Brom steht, R für Alkyl und/oder Nitril steht, x für 0 oder eine Zahl von 1 bis 5 steht, y für 0, 1 oder 2 steht und z 0,1, 2 oder 3 steht, wobei x oder y mindestens für 1 steht und die Summe von x, y und z höchstens 5 ist, dadurch gekennzeichnet, dass man Amine der Formel II EMI6.1 <tb> <SEP> (11) <tb> <SEP> Hal <tb> <SEP> x <tb> <SEP> nah <SEP> 2 <tb> (CF3)y <tb> <SEP> R <tb> <SEP> z <tb> mit Chloral der Formel III EMI6.2 in Gegenwart von mindestens der stöchiometrischen Menge eines Chlorids oder Anhydrids einer anorganischen Säure bei Temperaturen zwischen 200 und 2000C umsetzt.
    II. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I erhaltenen Verbindungen als aktive Komponente in akariziden Mitteln.
    UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines Lösungs- oder Verdünnungsmittels umsetzt.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verdünnungsmittel einen Überschuss an Chloral verwendet.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verdünnungsmittel Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe, Äther, Ketone oder Ester verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung bei Temperaturen zwischen 500 und 1600C durchführt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Chloride oder Anhydride von solchen anorganischen Säuren verwendet, die sich vom Phosphor oder Schwefel ableiten.
    6. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 bis 3 Äquivalente an Säurechloriden oder Säureanhydriden von anorganischen Säuren pro Mol Anilin verwendet.
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