CH498200A - Sinterformstück - Google Patents

Sinterformstück

Info

Publication number
CH498200A
CH498200A CH1636367A CH1636367A CH498200A CH 498200 A CH498200 A CH 498200A CH 1636367 A CH1636367 A CH 1636367A CH 1636367 A CH1636367 A CH 1636367A CH 498200 A CH498200 A CH 498200A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sintered
sintered molding
steel
carbide
titanium
Prior art date
Application number
CH1636367A
Other languages
English (en)
Inventor
Frehn Fritz
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DE1966D0050371 external-priority patent/DE1257440B/de
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke Ag filed Critical Deutsche Edelstahlwerke Ag
Publication of CH498200A publication Critical patent/CH498200A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C33/00Making ferrous alloys
    • C22C33/02Making ferrous alloys by powder metallurgy
    • C22C33/0257Making ferrous alloys by powder metallurgy characterised by the range of the alloying elements
    • C22C33/0278Making ferrous alloys by powder metallurgy characterised by the range of the alloying elements with at least one alloying element having a minimum content above 5%
    • C22C33/0292Making ferrous alloys by powder metallurgy characterised by the range of the alloying elements with at least one alloying element having a minimum content above 5% with more than 5% preformed carbides, nitrides or borides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description


  
 



     Sinterformstück   
Die Erfindung betrifft ein Sinterformstück, welches im   lösungsgegiühten    Zustand bearbeitbar und durch Anlassen ausscheidungshärtbar ist.



   Härtbare Sinterstahllegierungen, die aus einer Karbid- und Stahlkomponente zusammengesetzt und auf pul   vermetallurgischem    Wege zu Körpern verarbeitet werden, sind bereits bekannt. Die Karbidkomponente, die in Mengen von 25 bis 75% der   Gesamtlegierung    vorhanden sein kann, wird der Stahlgrundmasse zur Erhöhung der Verschleissfestigkeit zugegeben.



   Es sind grundsätzlich zwei Herstellungsverfahren solcher   Sinterstahilegierungen    mit Gehalten an Hartstoffen, wie Karbiden, Boriden oder Nitriden üblich. Einmal kann die Legierung durch Mischen der pulverförmigen Ausgangskomponenten, Pressen und Sintern hergestellt werden, oder man erzeugt zunächst ein Hartstoff-, insbesondere Karbidskelett, und tränkt dieses Skelett mit der gewünschten Stahlgrundmasse.



   Gegenstand des Hauptpatentes ist ein neues Sinterformstück mit eingelagertem Karbid, das hochverschleissfest, im lösungsgeglühten Zustand bearbeitbar und auch härtbar ist. Das neue Sinterformstück erfüllt insbesondere die wichtige Forderung, dass die aus ihm hergestellten Gegenstände bei der auf die Fertigbearbeitung folgenden Härtung keinerlei Verzug erleiden.



   Sinterstahllegierungen mit Karbidanteil, bei denen die Stahlmatrix durch Umwandlung härtbar ist, weisen infolge der bei der Umwandlung auftretenden Volumen änderung häufig Risse im Mikrogefüge auf, die bei der Beanspruchung, insbesondere durch Schlag, Ausgangspunkt für Dauerbrüche an den im Betrieb eingesetzten Teilen darstellen.



   Es sind zwar auch schon durch Ausscheidung härtbare Sinterstahllegierungen mit eingelagerter Hartsstoffkomponente (Karbide, Nitride, Boride) bekannt, die infolge ihres anderartigen Verhaltens beim Härtevorgang nicht so anfällig gegen Verzug sind wie die durch Umwandlung härtbaren Legierungen, jedoch sind die bisher bekannt gewordenen, durch Ausscheidung härtbaren Hartstofflegierungen mit   Stahlmatrix    infolge ihres hohen Hartstoffanteils nicht bearbeitbar.



   Zur Lösung der erwähnten Aufgabe wird im Hauptpatent ein Sinterformstück vorgeschlagen, das aus 27 bis 35% Titankarbid mit weniger als 0,1% freiem Kohlenstoff, 12 bis 26% Nickel, 5 bis 11% Kobalt, 3 bis 7% Molybdän, 0,15 bis 2,4% Titan, 0,15 bis 0,6% Aluminium und bis zu 0,03% Kohlenstoff, Rest Eisen, sowie unvermeidbare Verunreinigungen an Phosphor, Schwefel und Silizium, besteht.



   Das genannte Sinterformstück ist zur pulvermetallurgischen Herstellung, d.h. Mischen, Pressen und   Sintem    der pulverförmigen Ausgangsstoffe, von Werkzeugen und Maschinenteilen bestimmt, die beim Härten keinerlei Verzug erleiden, z.B. Matrizen zum Stanzen von Lochblechen. Das beschriebene Sinterformstück ist im lösungsgeglühten Zustand bearbeitbar, wofür der nicht zu hoch angesetzte Karbidanteil sowie der Charakter der Stahlmatrix verantwortlich sind. Zum anderen ist das genannte Sinterformstück gemäss dem Hauptpatent durch Anlassen ausscheidungshärtbar, was sich insbesondere auf die völlige Verzugsfreiheit beim Härten ausserordentlich günstig auswirkt. Damit weist dieses Sinterformstück mit   Karbidkomponente    Eigenschaften auf, die keine bisher bekannte Legierung gleichen Typs in sich vereint.



   Es besitzt darüber hinaus noch eine weitere günstige Eigenschaft, nämlich eine hohe Warmfestigkeit, was es für Werkzeuge, Werkzeugteile und Maschinenelemente, die gleichzeitig starkem Verschleiss und hoher Temperatur ausgesetzt sind, z.B. Werkzeuge zum Verpressen von Kunststoffen, Matrizen und Stempeln zur Warmverformung von Stahl, Leicht-, Schwer- und Buntmetallen mit Vorteil verwendbar macht.



   Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, das Sinterformstück gemäss dem Hauptpatent noch korrosionsbeständig zu machen. Dies wird erfindungsgemäss durch den Ersatz von bis zu 60% des Nickelgehalts durch Chrom erreicht. Entsprechend dem genannten Prozentsatz wird also Chrom in Mengen von 7 bis   16 ,go    des Gesamtgewichts des erfindungsgemässen Formstücks zugesetzt.



   Das neue Sinterformstück ist dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Stahllegierung mit 27 bis 35% Titankarbid mit weniger als   0,1 ,go    an freiem Kohlen  stoff, 12 bis 26% Nickel plus Chrom, wobei der Chromgehalt höchstens 60% der Summe   % M    + % Cr beträgt, 5 bis 11% Kobalt, 3 bis 7% Molybdän, 0,15 bis 2,4% Titan, 0,05 bis 0,6% Aluminium und weniger als 0,03% Kohlenstoff besteht.



   Das erfindungsgemässe Sinterformstück kann auch noch geringe Gehalte an Stickstoff bis 0,04%, Bor bis   0,01%    und Zirkonium bis 0,05% aufweisen. Der Zusatz dieser Elemente kann über Chrom-Stickstoff, Ferrobor oder Kobalt-Bor bzw. Zirkonmetall erfolgen.



   Nachfolgend wird ein Beispiel für die Herstellung von Gegenständen aus einer Legierung mit 33,0% Titankarbid, 12,5% Chrom, 7,5% Nickel, 5,5% Kobalt, 4,3% Molybdän, 0,85% Titan, 0,1% Aluminium, 0,02% Stickstoff, 0,01% Zirkonium, 0,003% Bor, Rest Eisen gege   bein.   



   Ein Gemisch aus den einzelnen Legierungskomponenten der Stahllegierung mit dem Titankarbid wurde auf   eine Korngrösse von im Durchschnitt 3 bis 5 zum gemah-    len, zu Formteilen verpresst und zwischen 1340 und 13803C, vorzugsweise 13600C im Vakuum von kleiner als   10-2    mm Hg gesintert. Die Sinterlinge wurden dann bei 820 bis 8600C einer Lösungsglühbehandlung mit 4stündiger Haltezeit und anschliessender Luftabkühlung unterzogen. Die Härte betrug danach 45   HRa.    In diesem Zustand, bei dem die gebildeten intermetallischen Phasen in den Kristallen gelöst sind, konnten die Teile spanend bearbeitet werden, wodurch sie ihre endgültige Form erhielten.



   Die Härtung der fertigbearbeiteten Teile erfolgte je nach der für den Verwendungszweck notwendigen Härte durch Anlassen bei 4800C bei einer Haltezeit von 6 Stunden auf dieser Temperatur und anschliessender Luftabkühlung. Die Legierung wies danach eine Härte von 62 bis 65   HRC    auf.

 

   Sowohl das Lösungsglühen als auch die Härtung durch Anlassen sollten in vollkommen neutralen Medien oder inerten Atmosphären erfolgen, um jegliche Aufnahme von unerwünschten Stoffen, z.B. Kohlenstoff und Sauerstoff, zu vermeiden.



   Nach der Härtung der Formteile durch Anlassen zeigte sich keinerlei Verzug, der zur   Massungenauigkeit    der Teile oder Spannungsrissen Anlass geben konnte. Die Teile besassen neben der hohen Härte und Warmfestigkeit auch gute Korrosionsbeständigkeit,   was    sie für die Herstellung verschleissfester   Werlczeuge    und Teile, die   korrodierender    Atmosphäre ausgesetzt sind, geeignet macht. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Sinterformstück, welches im lösungsgeglühten Zustand bearbeitbar und durch Anlassen ausscheidungshärtbar ist, bestehend aus einer Stahllegierung mit 27 bis 35 Titankarbid mit weniger als 0,1% an freiem Kohlenstoff, 12 bis 26% Nickel plus Chrom, wobei der Chromgehalt höchstens 60% der Summe % Ni + % Cr beträgt, 5 bis 11% Kobalt, 3 bis 7% Molybdän, 0,15 bis 2,4% Titan, 0,05 bis 0,6% Aluminium und weniger als 0,03% Kohlenstoff.
    II. Verwendung nach Patentanspruch III des Hauptpatentes des Sinterformstückes nach Patentanspruch I.
    UNTERANSPRUCH Sinterformstück nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass es ferner 0 bis 0,04% Stickstoff, 0 bis 0,05% Zirzonium und 0 bis 0,01% Bor, enthält.
CH1636367A 1966-06-23 1967-11-22 Sinterformstück CH498200A (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1966D0050371 DE1257440B (de) 1966-06-23 1966-06-23 Hochverschleissfeste, bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung und Verfahren zur Herstellung dieser Legierung
CH1795466A CH482837A (de) 1966-06-23 1966-12-15 Sinterformstück
DED0052539 1967-03-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH498200A true CH498200A (de) 1970-10-31

Family

ID=27177662

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH1636367A CH498200A (de) 1966-06-23 1967-11-22 Sinterformstück

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH498200A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3109333A3 (de) * 2015-06-24 2017-01-04 The Japan Steel Works, Ltd. Eisenbasierte gesinterte legierung und verfahren zur herstellung davon

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3109333A3 (de) * 2015-06-24 2017-01-04 The Japan Steel Works, Ltd. Eisenbasierte gesinterte legierung und verfahren zur herstellung davon
US10745786B2 (en) 2015-06-24 2020-08-18 The Japan Steel Works, Ltd. Iron-based sintered alloy and method for producing the same
US11891682B2 (en) 2015-06-24 2024-02-06 The Japan Steel Works, Ltd. Iron-based sintered alloy and method for producing the same

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2722271C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Werkzeugen durch Verbundsinterung
DE69114243T2 (de) Sintereisenlegierung.
DE69734515T2 (de) Gesinterte hartlegierung
DE2407410B2 (de) Karbidhartmetall mit ausscheidungshärtbarer metallischer Matrix
DE1298293B (de) Hochverschleissfeste, bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung und Verfahren zu deren Herstellung
DE2244470B2 (de) Hochkorrosionsbeständige und -verschleißfeste Sinterstahllegierung
DE2556102A1 (de) Verfahren zum erzeugen von sinterlegierungen auf titannitridbasis
DE2060605B2 (de) Pulvermetallurgisch durch sintern hergestellte, ausscheidungshaertbare, korrosions- und hochwarmfeste nickelchrom-legierung
EP0341643B1 (de) Korrosionsbeständiger Kaltarbeitsstahl und diesen Kaltarbeitsstahl aufweisender Stahlmatrix-Hartstoff-Verbundwerkstoff
EP0203908B1 (de) Nocken zum Aufschrumpfen auf einer Nockenwelle und Verfahren zur Herstellung eines solchen Nockens durch Sintern
DE2001341A1 (de) Legierung bzw. Mischmetall auf der Basis von Molybdaen
DE2630266A1 (de) Sinterstahllegierung
DE2555679A1 (de) Schneidwerkzeuge und verfahren zu deren herstellung
CH498200A (de) Sinterformstück
DE3785746T2 (de) Abriebfeste, gesinterte legierung und deren herstellung.
EP0130177B1 (de) Sinterlegierung auf Eisenbasis
DE1257440B (de) Hochverschleissfeste, bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung und Verfahren zur Herstellung dieser Legierung
DE1558477B1 (de) Hochverschleissfeste,bearbeitbare und haertbare Sinterstahllegierung
DE1558477C (de) Hochverschleißfeste, bearbeitbare und härtbare Sinterstahllegierung
DE2341760C3 (de) Hochfeste Automatensinterlegierungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2262533B2 (de) Verwendung eines karbid-hartmetalls zur herstellung von schneideinsaetzenden fuer die spanende bearbeitung von metallischen, insbesondere eisenhaltigen, werkstuecken
EP0354389B1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Formteiles aus Sinterstahl und daraus hergestelltes Formteil
DE1608131B1 (de) Gesinterte Karbidhartlegierung
DE2000257C2 (de) Gesinterte stahlgebundene karbidhartlegierung
DE2435577A1 (de) Schweisszusatzwerkstoff

Legal Events

Date Code Title Description
PLZ Patent of addition ceased