Frisierspiegelvorrichtung mit vom Benützer am Kopf zu tragenden Gestell
Das Hauptpatent betrifft eine Frisierspiegelvorrichtung mit vom Benützer am Kopf zu tragenden Gestell, das einen Stirnbalken mit Nasensteg und zwei seitliche Haltebügel aufweist.
Die Fnsierspiegeivorrichtung nach dem Hauptpatent ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Spiegel mit gegen das Gestell gerichteter Spiegelfläche durch einen allseitig schwenkbaren Verbindungsstab mit Abstand vor dem Gestell an demselben gehalten ist.
Der Verbindungsstab ist bei der dort gezeigten Ausführung als gerader Stab ausgeführt und mit dem Spiegel über ein Lager verbunden, das in der Spiegelebene angebracht ist. Der Spiegel ist daher im wesentlichen nur um die Längsachse des Stabes verdrehbar; die geringe Verdrehmöglichkeit um eine Achse senkrecht zu dieser erstgenannten Achse, die durch das zwischen Spiegel und Stab angebrachte Kugelgelenk ermöglicht wird, fällt kaum ins Gewicht. Somit ist also stets dieselbe Seite des Spiegels dem Betrachter zugewendet. Es kann daher nur ein Spiegel verwendet werden.
Zur Verwendung als Frisierspiegel genügt dieser eine Spiegel. Soll die Vorrichtung jedoch noch weiteren Zwecken dienen, beispielsweise zu Detailbetrachtungen, wie sie vor allem beim Augenmakezup in Frage kommt, ist ein gewöhnlicher Fiachspiegel nicht mehr genügend, und es muss ein Vergrösserungsspiegel verwendet werden.
Dieser wiederum eignet sich nicht für die Gesamtbetrachtung oder wie beim Frisieren, zusammen mit einem normalen Wandspiegel, zur Betrachtung des Hinterkopfes. Die Verwendung zweier Spiegelvorrichtungen, von denen die eine einen Flach- und die andere einen Vergrösserungsspiegel aufweist, scheidet zum vornherein aus, ebenso eine Vorrichtung, die in einem Rahmen einsetzbare, austauschbare Spiegel aufweist.
Zur Umgehung dieser Nachteile wird daher eine Frisierspiegelvorrichtung vorgeschlagen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass der Spiegel als Doppelspiegel mit zwei Spiegelflächen ausgebildet und an einer am spiegelseitigen Ende des Verbindungsstabes ausgebildeten Abkröpfung beweglich gelagert ist.
Diese verbesserte Anordnung ermöglicht es, durch einfaches Verdrehen des Spiegels um die genannte Abkröpfung wahlweise die eine oder andere Spiegelfläche dem Gesicht zuzuwenden.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
Die Vorrichtung enthält den vom Hauptpatent her bekannten Stirnbalken 1. Der Nasensteg 2 in der Mitte des Stirnbalkens weist jedoch eine abgeänderte Form auf, die durch eine Ausbiegung des Stirnbalkens in dessen Mitte gebildet wird. Der Zweck dieser abgeänderten Form wird noch erläutert. Am Stirnbalken 1 sind mit Scharnieren 3 Haltebügel 4 angebracht. Wie aus der Figur ersichtlich, sind diese Bügel 4 an ihren Enden leicht gegeneinander zugebogen, liegen aber im übrigen in einer Ebene und sind nicht, wie bei den meisten Brillen, im Bereich des Ohres nach unten gebogen. Auch diese Formgebung hat ihre noch zu erläuternden Gründe.
In der Mitte 2a des Nasensteges 2 befindet sich ein Kugelgelenk 34, welches den Verbindungsstab 6 aufnimmt. Dieser kann, wie dargestellt, zweckmässigerweise als Teleskopstab ausgeführt sein, um den gerade verwendeten Spiegel in den richtigen Abstand vom Benützer zu bringen. An seinem dem Gelenk 34 gegenüberliegenden Ende weist der Stab eine Abkröpfung 35 auf. An ihrem Ende ist der vom Hauptpatent her bekannte Spiegel 5 mittels eines weiteren Kugelgelenks 40 drehbar befestigt. Das Gelenk 40 ist bei der vorliegenden Ausführungsform auf den Rand des Spiegels 5 aufgesetzt.
Damit kann dieser um die Längsachse der Abkröpfung 35 verdreht werden und somit die eine oder andere von zwei Spiegelflächen 22, 24 gegen den Benützer zugewendet werden. Eine der beiden Spiegelflächen ist als Flach-, die andere als Vergrösserungsspiegel ausgebildet.
Die Spiegelvorrichtung wird nun in üblicher Weise so auf die Nasenspitze aufgesetzt, dass der Nasensteg von Punkt 2a beidseitig nach unten verläuft. Durch diese Art des Aufsetzens wird erreicht, dass die Augen und Augenbrauen für das Makejup frei bleiben, da der Stirnbalken 1 wegen des nach unten gebogenen Nasensteges unter den Augen hindurch verläuft. Wird die Vorrichtung aber als Frisierspiegel verwendet, so benützt man mit Vorteil den Flachspiegel. Der Spiegel 5 wird um das Gelenk 40 verdreht, der Verbindungsstab 6 auf die richtige Länge ausgezogen und aus der Längsmittelebene des Gestelles 1, 2, 4 heraus so weit seitlich verschoben, bis unter Verwendung eines weiteren, fest angebrachten Spiegels im Flachspiegel der Hinterkopf sichtbar wird.
Da das Gelenk 34 ein Kugelgelenk ist, kann der Verbindungsstab in irgendeine gewünschte Lage sowohl nach der Seite wie nach oben oder unten gebracht werden. Sollte die vertikale Abweichung nicht genügen, kann die ganze Vorrichtung auch umgekehrt aufgesetzt werden, d. h. so, dass sich von der nunmehr auf der Nasenwurzel aufliegenden Stelle 2a der Nasensteg beidseitig nach oben erstreckt. Dadurch wird die ganze Spiegelvorrichtung in eine nach vorn ansteigende Schräglage gebracht, so dass der Spiegel 5 höher zu liegen kommt. Die Bügel 4 sind, wie schon erwähnt, gerade nach hinten verlaufend, so dass sich für die Vorrichtung in beiden Stellungen ein guter Sitz ergibt.