CH498828A - Verfahren zur Herstellung von Äthylenketalen von y-Ketocarbonsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Äthylenketalen von y-Ketocarbonsäureestern

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Äthylenketalen von   y-Ketocarbonsäureestern   
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die Herstellung von Äthylenketalen von y-Ketocarbonsäureestern der Formel:
EMI1.1     
 worin   Rl    ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest oder einen Aryl- oder Heteroarylrest und R2 einen niedrigen Alkylrest bedeuten, und Mischungen davon aus den entsprechenden niedrigen Alkylestern von   fy-Ketocarbonsäuren    der Formel:
EMI1.2     
 worin R1 und   R    die obigen Bedeutungen haben.



   Einige der erfindungsgemäss erhältlichen Äthylenketale sind   bekannte    Zwischenprodukte für die Herstellung von Verbindungen wie z.B. 5-Benzyl-3-furylmethyl-chrysanthemat mit insektizider Wirkung (vgl.    Nature     1967, Feb. 4, Seite 493). Sie sind auch Zwischenprodukte für die   Herstellung    von Arzneimitteln.



   Für die Herstellung von cyclischen Äthylenketalen aus den entsprechenden Ketonen hat man sich bisher einer Methode bedient, gemäss welcher man Äthylenglycol und ein Keton in einem geeigneten Lösungsmittel in Gegenwart eines sauren Katalysators erhitzt und die Ketalisierungsreaktion durch Entfernen des während der Reaktion gebildeten Wassers als azeotropes Gemisch eines organischen Lösungsmittels bewirkt.



   Es ist ferner bekannt, dass die obige Methode sich weitgehend anwenden lässt auf Ketone, welche eine Car   bonsäureestergruppe    aufweisen.



   Es wurde aber festgestellt, dass bei der Anwendung dieser Methode für Carbonsäureester mit Ketongruppen in der   y-Stellung    sich diese Methode für die Erzeugung der gewünschten Äthylenketale von   y-Ketocarbonsäure-    estern aus den folgenden Gründen nicht eignet:
1) Das als Ketalisierungsmittel verwendete Äthylenglycol greift den niedrigen Alkylester der y-Ketocarbonsäure und den niedrigen Alkylester der Ketalcarbonsäure an, wobei eine Esteraustauschumsetzung stattfindet, dank welcher Mono- und Diglycolester gebildet werden. Das Ausmass des Esteraustausches schwankt von der Struktur des als Ausgangsmaterial verwendeten   y-Ketocarbon-    säureesters ab.

  Wird beispielsweise ein Äthyllävulinat mit Äthylenglycol in Gegenwart eines p-Toluolsulfonsäure Katalysators umgesetzt, während man das System dehydratisiert, indem das gebildete Wasser als azeotropes Gemisch von Benzol und Wasser entfernt, so findet eine Esteraustauschreaktion gleichzeitig mit der Ketalisierungsreaktion statt, so dass man als Hauptprodukt das Äthylenketal von   ,ss-Hydroxyäthyllävulinat    der Formel III und in geringer Ausbeute das Äthylenketal von Äthyllävulinat der Formel IV erhält.
EMI1.3     




   Verwendet man einen Ester der   B-Phenyllävulinsäure,    so ist das Verhältnis des Esteraustausches des besagten Esters mit Äthylenglycol im Falle des Methylesters sehr gross. Beim Äthylester liegt das Esteraustauschverhältnis bei 20 bis 40% und beim Isopropylester bei 10% oder mehr.



   2) Wenn die Ketalisierung zunimmt und die Menge des als Ausgangsmaterial verwendeten Ketoesters im   Reaktionssystem ca. 5 bis 10% des Ketalesters ausmacht, so schwindet das Ausmass der Ketalisationsreaktion sehr stark, und es ist schwierig, das Ausmass der Esteraustauschreaktion mit dem Äthylenglycol vom Ausmass der Nebenreaktion bezüglich der Bildung von Polyäthylenglycol, welche gleichzeitig mit der Katalisierungsreaktion vor sich geht, zu unterscheiden. Selbst wenn man eine Verringerung der Ausbeute in Kauf nimmt, ist es ausserordentlich schwierig, den Gehalt an als Ausgangsmaterial verwendeten Ketoester niedriger als 5% zu senken.



  Hinzu kommt, dass kein grosser Unterschied hinsichtlich des Siedepunktes unter vermindertem Druck im allgemeinen zwischen den   Py-Ketocarbonsäureestern    und den Äthylenketalen davon festzustellen ist, weswegen eine selektive Abtrennung der gewünschten Ketoester durch Destillation vom industriellen Standpunkte aus unwirtschaftlich ist.



   3) Es ist möglich, bis zu einem gewissen Ausmass den Grad des Esteraustausches dank dem Äthylenglykol im Hinblick auf die Angaben 1 zu senken, beispielsweise indem man den Verdünnungsgrad des Reaktionssystems durch Verwendung eines Lösungsmittels erhöht oder indem man die Konzentration des Äthylenglycols im System   emiedrigt.    Troztdem wird aber das Ausmass der Ketalisierung, welche als hauptsächliche Reaktion anzusehen ist, verringert, wogegen die Reaktionsdauer in starkem Ausmass erhöht werden muss. Auch dieser Versuch hat daher fehlgeschlagen.



   Ausser den obigen Feststellungen wurde gefunden, dass   r-Ketocarbonsäureester    keine nichtcyclische Dialkyl   ketalbildungsreaktion    und Ketalaustauschreaktion mit sich bringen was normalerweise bei Ketonen der Fall ist.



   Wie bereits oben erwähnt, zeigen die   y-Ketocarbon    säureester bezüglich ihrer Reaktionsfähigkeit ein anderes   Verlialten    als gewöhnliche Ketone. Es ist daher, selbst bei der Annahme des Konzeptes der üblichen Ketalisierungsmethode von Ketonen schwierig, hervorragend reine   Äthylenketale    dieser Ester in hohen Ausbeuten bei wirtschaftlichen Vorteilen zu erhalten.



   Es wurde ferner gefunden, dass bei der Ketalisierungsreaktion von   y-Ketoestern    das Ketalbildungsausmass von Ketongruppen unter solchen Bedingungen zunimmt, so dass das Ausmass des Esteraustausches mit Äthylenglycol erhöht wird. Es wurde ferner festgestellt, dass das Ausmass der Ketalbildung von Ketoestern mit Äthylenglycol im wesentlichen 100% erreicht. Bei den bisherigen Methoden ist stets ein Anteil von 10 bis   5%    des   -Keto-    esters nicht zur Umsetzung gelangt.
EMI2.1     




   Gemäss vorliegender Erfindung wurde nun festgestellt, dass die Monoester der obigen Formel (a) und die Diester der obigen Formel (b) von Äthylenglycol, welche eine   Äthylenketalgruppe    in der   y-Stellung    besitzen, in Gegenwart eines primären, einwertigen, niederen Alkohols und in Gegenwart einer katalytischen Menge eines Alkalimetallalkoholats mit dem primären, einwertigen, niederen Alkohol leicht einen Esteraustausch eingehen, wobei diese Verbindungen quantitativ in einen Ester des primären, einwertigen, niederen Alkohols umgewandelt werden, ohne dass man zu besonderen Operationen greifen müsste, wie z.B. zur Entfernung von in Freiheit gesetztem Äthylenglycol.



   Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass man in Gegenwart eines sauren Katalysators einen niedrigen Alkylester der   y-Ketocarbon-    säure der Formel:
EMI2.2     
 worin   R1    und R2 die obigen Bedeutungen haben, mit Äthylenglycol umsetzt, aus dem Reaktionsgemisch gebildetes Wasser und Alkohol entfernt, um ein Reaktionsgemisch zu erhalten, welches als Nebenprodukte den Äthylenglycolmonoester und/oder den Äthylenglycoldiester vom Äthylenketal der entsprechenden   y-Ketocar-    bonsäure enthält, und dass man das erhaltene Reaktionsgemisch mit einem einwertigen, niedrigen Alkohol der Formel   R2OH    in Gegenwart eines entsprechenden Alkalimetallalkoholats als Katalysator umsetzt.

 

   Das erfindungsgemässe Verfahren, in welchem die obigen Überlegungen zur Anwendung gelangen, ist wesentlich wertvoller als die bekannte   Ketalbildungsmetho-    de und zwar aus folgenden Gründen:
1) Die Ketalbildung wird unter solchen Reaktionsbedingungen bewirkt, dass die Esteraustauschreaktion kombiniert vor sich geht, so dass der Reaktionsverlauf sehr schnell und die Reaktionsdauer wesentlich gekürzt wer  den können, verglichen mit der bisher verwendeten Methode.



   2) Das Ausmass der Ketalformation kann vollständiger bewirkt werden als nach der bisherigen Methode, weshalb man auch reine Ketalester erhalten kann.



   3) Bei der bisherigen üblichen Methode ist der Ester, welcher durch Esteraustausch von Äthylenketal von tocarbonsäureester oder   Y - Ketocarbonsäureester    mit Äthylenglycol erzeugt worden ist, ein Nebenprodukt und, selbst wenn die Umsetzung unter Einhaltung von Massnahmen durchgeführt wird, bei denen eine solche Bildung weitmöglichst verhindert wird, lässt sich eine Senkung der Ausbeute an Ketal des einwertigen Alkoholesters von   y-Ketocarbonsäure    nicht vermeiden. Beim vorliegenden Verfahren indessen findet sich letztendlich kein Nebenprodukt, weswegen das gewünschte Produkt in quantitativer Ausbeute erhalten werden kann.



   4) Die Ketalbildung, welche den Esteraustausch wegen des Äthylenglycols begleitet und der nachträgliche Esteraustausch mittels einer katalytischen Menge eines Metallalkoholats in Gegenwart eines niedrigen einwertigen Alkohols kann in einem einzigen Behälter durch blosses nachträgliches Zu geben der verschiedenen Reaktionspartner geschehen. Wird somit das vorliegende Verfahren in grossem Massstabe durchgeführt, so kann dies in einer Stufe geschehen, obwohl man prinzipiell in zwei Stufen arbeiten wird. Jedoch ist keine zusätzliche Apparatur hierfür erforderlich.



   Da die Menge an Alkalimetallalkoholat, welche beim vorliegenden Verfahren zur Anwendung gelangt, eine katalytische Menge ist, spielt die Zunahme der Kosten für die Ausgangsmaterialien praktisch keine Rolle.



   Das vorliegende Verfahren wird in weiteren Einzelheiten nachstehend erläutert.



   Als als Ausgangsmaterialien verwendbare   y-Ketocar-      bonsäureester    kommt jeder niedrige Alkylester dieser Säure in Frage.



   Beispiele für die Alkyl- und Aryl- bzw. Heteroarylreste R1 sind Methyl, Äthyl, Propyl, Phenyl, Furyl und Thienyl.



   Beispiele für den niedrigen Alkylrest R2 sind Methyl, Äthyl, Propyl und Butyl.



   Die Methyl- und Äthylester werden bevorzugt.



   Die Menge an zu verwendendem Äthylenglycol beträgt theoretisch 2 Mol pro Mol   -Ketocarbonsäureester.   



  Zur Erreichung eines günstigen Resultates müssen sämtliche Ester nicht immer unverzüglich in Äthylenglycolester übergeführt werden. So kann beispielsweise bei der Ketalbildung von   Äthyl-8-phenyl-lävulinatester    das Ausmass der Ketalbildung ausreichend unter solchen Bedingungen erhöht werden, dass 30 bis 50% Mono- oder Diester vom Äthylenglycol gebildet werden. In manchen Fällen wird man daher das Äthylenglycol in einer Menge von weniger als 2 Mol, jedoch stets in einer Menge von mehr als 1 Mol pro Mol y-Ketocarbonsäureester anwenden. Selbstverständlich kann man mehr als 2 Mol Äthylenglykol je nach der Art des verwendeten   y-Keto-    esters verwenden.



   Als Ketalbildungskatalysator kann man eine Alkylsulfonsäure, z.B. Methansulfonsäure, eine aromatische Sulfonsäure, wie z.B. Benzolsulfonsäure oder p-Toluolsulfonsäure, eine Mineralsäure, wie z.B. Schwefelsäure, oder einen ähnlichen sauren Katalysator verwenden.



   Die Reaktionstemperatur für die Ketalbildung ist nicht kritisch, doch ist es vorteilhaft, eine etwas höhere Temperatur anzuwenden, als dies im allgemeinen für die Ketalbildung von Ketonen bisher der Fall war. Man wird daher vorzugsweise bei einer Temperatur von 90 bis 2000C arbeiten.



   Bei der Durchführung des vorliegenden Verfahrens ist die Verwendung eines Lösungsmittels nicht immer nötig, indessen ist es wünschenswert, ein organisches Lösungsmittel zu verwenden, welches bezüglich der Reaktion im Zusammenhang mit der azeotropen Entfernung des im System gebildeten Wassers und einwertigen Alkohols inert ist. Ein geeignetes organisches Lösungsmittel ist ein halogenierter Kohlenwasserstoff, wie z.B. Dichlor äthan, welcher zusammen mit Wasser und den niedrigen einwertigen Alkoholen sieden kann, oder ein Kohlenwasserstoff, wie z.B. Benzol oder Xylol, welcher sich auf die   Alkalimetallalkoholatkatalysatoren    nicht schädlich auswirkt. Im allgemeinen wird aber der Reaktionsverlauf durch die Zugabe eines solchen Lösungsmittels wesentlich gesenkt.

  Aus diesem Grunde wird man es als unerwünscht betrachten, das Reaktionssystem durch Zugabe einer grossen Menge an Lösungsmittel zu verdünnen.



   Sobald die Ketalbildung bis zu einem gewissen Grade fortgeschritten ist, gibt man dem Reaktionsgemisch, enthaltend das gewünschte Äthylketal vom   y-Ketocarbon-    säure und Äthylenglycolester oder Äthylglycoldiester, erzeugt durch Esteraustausch des   y-Ketocarbonsäureesters,    oder Äthylenketal des y-Ketocarbonsäureesters, einen Überschuss eines niedrigen einwertigen Alkohols, z.B.



  Methanol, Äthanol, n-Propanol oder Isopropanol, in wasserfreiem Zustande hinzu. Ferner fügt man ein Alkalimetallalkoholat eines einwertigen Alkohols, z.B. Natriummethylat, Natriumäthylat oder Kaliumäthylat, in einer katalytischen Menge hinzu. Gewöhnlich reicht es, wenn ein solches Alkoholat in einer Menge von weniger als 0,05 Mol pro Mol des als Ausgangsmaterial verwendeten Esters zugesetzt wird. Die Reaktionstemperatur im obigen Falle ist nicht von kritischer Natur und liegt vorzugsweise zwischen 50 und   100 C.    Wird beispielsweise im Falle des Ketals des   B-Phenyl-lävulinsäureesters    das Reaktionssystem auf 800C gehalten, so findet sich der Äthylenglycolester des Ketals nach 30 Minuten praktisch nicht mehr im System.



   Sind der Alkoholanteil des als Ausgangsmaterial verwendeten y-Ketocarbonsäureesters, der Alkoholanteil des Alkalimetallalkoholates und der niedrige, einwertige Alkohol verschieden voneinander, so erhält man ein Äthylenketal eines   y-Ketocarbonsäureesters    in Form einer Mischung mit verschiedenen Alkoholeinheiten in der Estergruppe. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, den Alkoholanteil des Alkalimetallalkoholats und des niedrigen, einwertigen Alkohols dem Alkoholanteil des   y-Ketocar-    bonsäureesters anzupassen.

 

   Die Nachbehandlung ist äusserst einfach, indem man das System entweder als solches oder nach der Entfernung des überschüssigen Alkohols durch Destillation in Wasser zugibt und die gebildete organische Schicht zurückgewinnt und sie unter vermindertem Druck der Destillation unterwirft, wobei ein äusserst reiner Ketalester in hoher Ausbeute erhalten werden kann.



   Die Äthylenketalcarbonsäureester, welche in der y Stellung der Estergruppe eine Äthylenketalgruppe haben und verfahrensgemäss anfallen, finden Verwendung als Zwischenprodukte für die Herstellung von Agrochemikalien und Arzneimitteln.



   Das Verfahren wird durch das folgende Vergleichsbeispiel und die nachstehenden Beispiele, in denen sämtliche Prozentsätze   gewichtsmässig    ausgedrückt sind, er   läutert.     



   Vergleichsbeispiel    (Allgerneine    Methode für die Synthese von üblichen Ketalen)
200 g   Äthylen-8-phenyl-lävulinat,    102 g Äthylenglycol, 1 Liter Benzol und 1 g p-Toluolsulfonsäure werden miteinander vermischt. Das Gemisch wird unter Rückfluss während 20 Stunden erhitzt, währendem man oben   aus    der Fraktionierkolonne Wasser in Form eines azeotropen Gemisches abdestillieren lässt.



   Nach dem Kühlen wird das Reaktionsgemisch mit 200 cm3 einer 5%igen wässrigen Natriumcarbonatlösung gewaschen, dann getrocknet und hierauf durch Destillation vom Benzol befreit, wobei man 200 g eines rohen Ketalesters erhält. Dieser rohe Ester wird unter vermindertem Druck destilliert, wobei man 200 g eines Äthylenketals von   Äthyl-8-phenyl-lävulinat    erhält, Siedepunkt 125 bis   1 300C/0,2    mm Hg. Das so erhaltene rohe Äthylenketal enthält 5%   Äthyl-8-phenyl-lävulinat.    Die Ausbeute an Äthylenketal von   Äthyl-6-phenyllävulinat,    berechnet auf    100o    Reinheit, beträgt 72%.



   Beispiel I
Eine Mischung, bestehend aus 220 g   Äthyl-6-phenyl-    -lävulinat. 130 g Äthylenglycol, 100 cm3 Benzol und 1 g p-Toluolsulfonsäure, wird unter Rückfluss erhitzt, wobei man oben aus der Fraktionierkolonne das sich gebildete Wasser und Äthanol als azeotropes Gemisch abdestillieren lässt. Nach 9 Stunden gibt man 150   cm3    wasserfreien Äthylalkohol und hierauf eine Äthanollösung von Natriumäthyiat, hergestellt durch Auflösen und 4 g Natriummetall in 80   cm3    wasserfreiem Äthanol, hinzu und hält das Gemisch während 1 Stunde auf 800C. Nach dem Kühlen wird das Gemisch mit 500 cm3 Benzol versetzt und in 3 Liter kaltes Wasser gegossen.

  Die gebildete organische Schicht wird hierauf zurückgewonnen und die   wässrige    Schicht wird mit 200 cm3 Benzol extrahiert und beide organische Schichten hierauf miteinander vereinigt.



   Die organische Schicht wird mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und das Benzol abdestilliert, wobei man 255 g eines rohen Äthylenketals von   Äthyl-8-    -phenyl-lävulinat erhält. Dieses rohe Äthylenketal wird nachträglich unter vermindertem Druck destilliert, wobei man 250 g eines reinen Produktes vom Siedepunkt    1 30CC/0,2    mm Hg und einer Ausbeute von 95% erhält.



     Nach    der quantitativen Gaschromatographieanalyse beträgt der Reinheitsgrad des Produktes 98 bis 99% und der Gehalt an nicht umgesetztem Ketoester beträgt 1 bis   2%.    Somit beträgt die Ausbeute, berechnet auf einen
Reinheitsgrad von   100%,    93 bis 94%.



   Beispiel 2
Eine Mischung aus 123,8 g Äthyl-lävulinat, 106 g  Äthylenglycol, 300 cm3 Benzol und 0,5 g p-Toluolsulfonsäure wird unter Rückfluss während 13 Stunden erhitzt, wobei man ein azeotropes Gemisch (bestehend aus Was    ser,    Äthanol und Benzol) von einem Siedepunkt von 650C oben an der Fraktionierkolonne entnimmt.

  Hierauf wird ein Teil der Reaktionsflüssigkeit herausgenommen und der Gaschromatographieanalyse unterzogen, wobei man eine Benzollösung aus einer Mischung erhält, welche die folgenden Verbindungen enthält: (% Esterportion)  (I) Äthyllävulinat 4%  (II) Äthylenketal von Äthyllävulinat 29% (III) Äthylenketal von   ,+-Hydroxyäthyllävulinat    40% (IV) Äthylenketal von   Äthylendilävulinat    26%
Die Flüssigkeit wird weiter zur Reaktion gebracht und, sobald man keine nicht umgesetzte Ketonverbindungen mehr feststellen kann, gibt man eine Äthanollösung von Natriumäthylat, hergestellt durch Auflösen von 2 g Natrium in 51 g wasserfreiem Äthanol, zur Flüssigkeit hinzu und erhitzt das Gemisch während 1 Stunde zum Sieden.

 

   Die weiteren Behandlungen werden in ähnlicher Weise vorgenommen wie in Beispiel 1, wobei man 100 g eines Äthylenketals von Äthyllävulinat vom Siedepunkt   11 1,50C/l2 mm mm Hg erhält.   



   Beispiel 3
Eine Mischung aus 30,7 g   Äthyl-8-(2-thienyl)-lävuli-    nat, 20 cm3 Äthylenglycol, 15 cm3 Benzol und 0,15 g p -Toluolsulfonsäure-monohydrat wird in ähnlicher Weise wie in Beispiel 1 zur Umsetzung gebracht, wobei man das Äthylenketal von   Äthyl-8-(2-thienyl)-lävulinat,    29,1 g, Siedepunkt 120 bis 1250C/0,1 mm Hg, erhält. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von Äthylenketalen von y-Ketocarbonsäureestern der Formel: EMI4.1 worin Rl ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe oder eine Aryl- oder Heterocarylgruppe und R2 eine niedrige Alkylgruppe bedeuten, und Mischungen davon, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines sauren Katalysators einen niedrigen Alkylester der y-Ketocarbon- säure der Formel:
    : EMI4.2 worin R1 und R3 die obigen Bedeutungen haben, mit Äthylenglycol umsetzt, aus dem Reaktionsgemisch gebildetes Wasser und Alkohol entfernt, um ein Reaktionsgemisch zu erhalten, welches als Nebenprodukte den Äthylenglycolmonoester und/oder den Äthylenglycoldiester vom Äthylenketal der entsprechenden y-Ketocar- bonsäure enthält, und dass man das erhaltene Reaktionsgemisch mit einem einwertigen, niedrigen Alkohol der Formel R2OH in Gegenwart eines entsprechenden Alkalimetallalkoholats als Katalysator umsetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der y-Ketocarbonsäureester entweder Äthyl-F-phenyl-lävulinat, Äthyllävulinat oder Äthyl-8-(2- -thienyl)-lävulinat ist.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der y-Ketocarbonsäureester der Äthylester ist, während der einwertige niedrige Alkohol, Äthanol und das entsprechende Alkalimetallalkoholat Natrium äthylat sind.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge an Alkalimetallalkoholat 0,05 Mol oder weniger pro Mol des als Ausgangsmaterial verwendeten Esters beträgt.
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