Randstreifenfertiger zum Herstellen von Randstreifen aus Beton
Die Erfindung bezieht sich auf einen Randstreifenfertiger zum Herstellen von Rand streifen aus Beton, mit dem der zwischen die Schalungswände gebrachte Beton durch Abstreif-, Verdichtungs- und Glättwerkzeuge auf die im Querschnitt verlangte Rechteckform gebracht wird.
Die Herstellung der Randstreifen ist erfahrungsgemäss die lohnintensivste Arbeit beim Strassendeckenbau, da für die relativ schmalen Randstreifen sehr viel Schalungsarbeit erforderlich ist. Da ausserdem der Randstreifen als Leitlinie für die später zwischen die Randstreifen zu verlegende Decke dient, muss bei diesen Schalungsarbeiten mit besonderer Sorgfalt auf die Ebenheit sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung geachtet werden. Der eigentliche Betoneinbau wurde bisher bei Randstreifen mit Einbauzügen vorgenommen, die aus einzelnen auf den Schalungsschienen laufenden Bearbeitungsgeräten wie Betonverteiler, Betonverdichter und Glätteinrichtung bestanden, wodurch eine stabile Metallschalung mit aufmontierter Fahrschiene erforderlich wurde.
Auch lässt es sich durch die Fortschrittsbauweise bei der festverlegten Metallschalung nicht vermeiden, dass die Schalungsschienen beim Transport bzw. beim Abund Einbau beschädigt, insbesondere verbogen werden, wodurch teure Richtarbeiten oder neue Schalungsschienen notwendig werden. Zu aufwendig ist auch das Befestigen der Schalungsschienen am Boden durch Schalungsnägel, die grösstenteils bei der Demontage stark verbogen und dadurch unbrauchbar werden. Da diese Schalungsarbeiten rein manuelle Arbeiten sind, wird hierfür insbesondere bei den heute erzielbaren grossen Tageseinbauleistungen sehr viel Hilfspersonal benötigt, so dass bisher mehr Personal für die Verlegung der Schalung als für die Betoneinbaumaschinen selbst erforderlich war.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Randstreifenfertiger zu schaffen, bei dem sämtliche bisher erforderlichen Verlegungsarbeiten für die Schalungsschienen entfallen.
Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss darin gesehen, dass die als Schleppschaltung ausgebildeten Schalungswände an einem vorderen, auf Raupen oder Rädern laufenden Antriebsfahrwerk angeschlossen und in ihrem vorderen Bereich mit einem Behälteraufsatz für die Aufnahme des Betons und hinter dem Behälteraufsatz mit horizontal nach innen auf sie einwirkenden Rüttlern versehen sind, wobei die Abstreif-, Verdichtungs- und Glättwerkzeuge an einem langgestreckten Rahmen angebaut sind, der vorn an dem Antriebsfahrwerk und hinten an einem nachgezogenen, auf Raupen oder Rädern laufenden Stützfahrwerk gelenkig und höhenverstellbar gelagert und an eine automatische Nivelliereinrichtung angeschlossen ist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel anhand einer dasselbe darstellenden Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 einen gemäss der Erfindung ausgebildeten Randstreifenfertiger in Seitenansicht,
Fig. 2 den Randstreifenfertiger nach Fig. 1 in Draufsicht,
Fig. 3 die Schleppschalung des Randstreifenfertigers in Seitenansicht,
Fig. 4 den Rahmen des Fertigers mit den Bearbeitungswerkzeugen in Seitenansicht,
Fig. 5 den Rahmen nach Fig. 4 in Rückansicht,
Fig. 6 die federnde Aufhängung der Schleppschalung am Behälteraufsatz und
Fig. 7 den pflugartig ausgebildeten Hauptabstreifer in perspektivischer Darstellung.
Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, besitzt der Randstreifenfertiger ein Antriebsfahrwerk 1, das auf Raupen 2 läuft und eine zwischen den Raupen liegende, nach hinten verlängerte und auf dem Boden gleitende Schleppschalung 3 zieht. Die Raupenträger 4 des Antriebsfahrwerkes 1 sind über eine Traverse 5 miteinander verbunden, die in ihrer Mitte einen vertikalen Führungszylinder 6 für die vordere Lagerung des die Bearbeitungswerkzeuge tragenden, langgestreckten Rahmens 7 aufweist. An seinem rückwärtigen Ende ist der Rahmen 7 an einem nachgezogenen, auf Raupen 8 laufenden Stützfahrwerk 9 gelenkig gelagert. Zu diesem Zweck besitzen auch die Raupenträger 10 des Stützfahrwerkes eine Traverse 11 mit einem mittleren, vertikalen Führungszylinder 12.
An den nach vorn verlängerten Raupenträgern 4 des Antriebsfahrwerkes 1 bzw. an dem sich auf den Raupenträgern abstützenden vorderen Querträger 13 ist ein Behälteraufsatz 14 für dieAufnahme des Frischbetons vorgesehen, der sich am Anfang der Schleppschalung unmittelbar oberhalb der Schalungswände 3 befindet und deren schrägverlaufenden Seitenwände in die Schleppschalung einmünden. Die Rückwand 15 des Behälteraufsatzes 14 ist gleichzeitig als höhenverstellbarer Materialvorabstreifer ausgebildet. Hinter dem Behälteraufsatz 14 sind auf beiden Seiten des Antriebsfahrwerkes 1 Seitenrüttler 16 vorgesehen, die über eine durch die Raupenträger 4 hindurchgeführte Verlängerung direkt an die Befestigungsflansche 17 der beiden Schalungswände 3 der Schleppschalung angeschraubt sind und somit unmittelbar auf die Schleppschalungswände zur Einwirkung kommen.
Der Antrieb der Raupen 2 erfolgt über die Raupenlager 18 von dem sich auf den Raupenträgern 4 abstützenden Motor- und Getriebeaggregat 19 aus, an dem auch der Bedienungsstand 20 angeschlossen ist.
Die beiden Schleppschalungswände 3 sind durch mehrere über die Länge der Schleppschalung verteilte Abstandshalter 21 in ihrem parallelen Abstand zueinander fixiert, wie insbesondere die Fig. 3 erkennen lässt, in der die Schleppschalung allein dargestellt ist. Die Fig. 3 zeigt auch, dass die Schleppschalungswände 3 hinter dem Befestigungsflansch 17 für die Seitenrüttler 16 geteilt sind und zwischen beiden Schalungsabschnitten ein Schwingmetallblock 22 zur Dämpfung der im hinteren Bereich der Schleppschalung auftretenden Vibration vorgesehen ist. Die anschliessenden Schleppschalungsabschnitte 3 sind über die Verbindungsbolzen 23 an den Schwingmetallblock 22 angeschlossen. Die aus Blech bestehenden Schleppschalungswände 3 sind durch Rippen 24 und Streben 25 versteift und über bogenförmig vorgespannte Gummi- oder Stahlbänder 26 federnd am Behälteraufsatz 14 aufgehängt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen den die Bearbeitungswerkzeuge tragenden Rahmen 7, der über den vorderen Führungszylinder 6 und den hinteren Führungszylinder 12 automatisch nivelliert, d. h. ständig in der gewünschten Horizontalebene gehalten wird, so dass hierdurch die Ebenheit des Randstreifens gewährleistet ist. Als Bearbeitungswerkzeuge sind an dem Rahmen 7 die Rüttelbohle 27 sowie die .Vibrationsglättbohle 28 und die Nachglättbohle 29 befestigt. Die beiden Cilättboblen 28 und 29 werden in Querrichtung des Randstreifens hin und her bewegt, so dass die Randstreifenoberfläche sauber abgezogen und eben wird, wobei die Bewegungen der beiden Glättbohlen entgegengesetzt laufen, um einseitige Schläge gegen den Rahmen 7 zu vermeiden. Die Vibrationsglättbohle 28 besitzt einen Vibrator 30 und ausserdem eine Handhöhenverstellung 31 für die zusätzliche Feinregulierung.
In dem an der Traverse 5 des Antriebsfahrwerkes 1 befestigten vertikalen Führungszylinder 6 ist die vordere Führungsstange 32 des Rahmens 7 und in dem an der Traverse 11 des Stützfahrwerkes 9 sitzenden Führungs- zylinder 12 ist die hintere Führungsstange 33 längsverschieblich geführt und der Rahmen 7 ist in der Mitte seiner Querholme 34 gelenkig an den Führungsstangen 32 und 33 aufgehängt. Die vordere Aufhängung 35 ermöglicht eine Rahmenbeweglichkeit um die Quer- und Längsachse, während die hintere Aufhängung 36 nur Rahmenbewegungen um die Längsachse zulässt. Die Beweglichkeit um die Querachse wird hier durch die gelenkige Lagerung der Traverse 11 am Rahmenträger 10 der Stützraupe 9 erzielt.
Die Höhenverstellung des Rahmens 7 erfolgt vorn durch den über die Kolbenstange 37 mit der Führungsstange 32 verbundenen Stellzylinder 38 und hinten durch den über die Kolbenstange 39 mit der Führungsstange 33 verbundenen Stellzylinder 40. Die beiden Stellzylinder 38 und 40 stützen sich über Konsolen 41 und 42 an den Traversen 5 und 11 der beiden Raupenfahrwerke 1 und 9 ab. Um Randstreifen mit unterschiedlichen Höhen fertigen zu können, sind die Stellzylinder 38 und 40 an höheneinstellibaren Zylinderaufhängungen 43 und 44 befestigt. Für die Steuerung der Querneigung des Rahmens 7 ist, wie die Fig. 5 zeigt, an dem sich am unteren Ende der hinteren Führungsstange 33 befindlichen Lager 45 und am Rahmen 7 selbst je ein Verstellarm 46 und 47 angeschlossen, zwischen die ein Stellzylinder 48 eingebaut ist.
Die selbsttätige Nivellierung des Rahmens 7 erfolgt dadurch, dass der vordere Höhenverstellzylinder 38 durch einen auf einem gespannten Draht gleitenden vorderen Taster 49 mit Sensor und der hintere Höhenverstellzylinder 40 durch einen zweiten Taster 50 mit Sensor über Magnetventile gesteuert wird, während der Querneigungsstellzylinder 48 seine Steuerimpulse von dem auf dem Rahmen 7 über der Nachglättbohle 29 angebrachten Pendel 51 erhält. Die elektronische Schaltung für die Nivellierautomatik am Rahmenende ist im Steuerschrank 52 untergebracht und der Steuerschrank 53 am Bedienungsstand 20 enthält die Schaltung für die vorderen Nievellierelemente des Rahmens.
Ausser dem Materialvorabstreifer am Behälteraufsatz 14 ist vor dem nivellierten Rahmen 7, wie insbesondere die Fig. 4 erkennen lässt, ein durch den Rahmen in seiner Höhe gesteuerter Hauptabstreifer 54 vorgesehen, der pflugartig ausgebildet ist, so dass der vorgelegte Frischbeton nach unten und nach aussen abgeleitet wird und die durch die Seitenrüttler 16 zu den Schalungswänden 3 hin abgesenkte Oberfläche wieder aufgefüllt wird.
Über die Handhöhenverstellung 55 lässt sich bei Konsi stenzschwankungen des Betons noch ein zusätzlicher Ausgleich erzielen. Während die Rüttelbohle 27 innerhalb der Schleppschalung arbeitet, überfahren die beiden hin- hergehenden Glättbohlen 28 und 29 die Schleppschalungswände 3, damit der Randstreifen saubere Kanten erhält. Im Bereich der Glättbohlen 28 und 29 wird die Schleppschalung aus einem Abdichtblech 56 gebildet, das in Vertikalgleitführungen 57 und 58 der anschliessenden Schleppschalungsabschnitte höhenverschiebbar geführt ist. Das Abdichtblech 56 ist über eine Kette 59 und eine Feder 60 elastisch am Rahmen 7 aufgehängt, so dass es sich bei jeder Rahmenlage dichtend von unten gegen die Glättbohlenunterkanten legt.
Am Raupenträger 10 des Stützfahrwerkes 9 sind Distanznocken 61 vorgesehen, die sich an der Sch'epp- schalung 3 abstützen, so dass die Stützraupen 8 auch während der Kurvenfahrt selbsttätig paral:el zur Schleppschalung geführt werden.
Die Fig. 6 lässt Einzelheiten der federnden Aufhängung der ¯chXeppschalung 3 am Behälteraufsatz 14 im Querschnitt erkennen. Der Behälteraufsatz 14 ist über Stegbleche 62 fest am Querträger 13 der Raupenträger 4 des Antriebsfahrwerkes 1 angeschlossen. An der Unterkante des Behälteraufsatzes 14 ist das eine Ende der bogenförmig vorgespannten Bänder 26 eingespannt, während an dem anderen Ende der Bänder 26 die Schleppschalungswand 3 befestigt ist. Zwischen dem Auslauf des Behälteraufsatzes 14 und der Schalungswand 3 ist noch ein Dichtblech 63 vorgesehen. Zur einwandfreien Vertikalführung der Schalungswände 3 besitzt der Raupenträger 4 ein Distanzstück 64, an dem sich die Versteifung 25 der Schalungswand 3 gleitend anlegt.
Der in der Fig. 7 perspektivisch dargestellte pflugartige Hauptabstreifer 54 besteht aus einem eine bugartige Spitze 65 aufweisenden Mittelteil 66 und zwei seitlichen Leitkörpern 67. Die beiden Leitkörper 67 sind vorn kufenartig ausgebildet und gegenüber der Unterkante des Mittelteils 66 treppenförmig höher gesetzt. Die Stirnwand 68 des Hauptabstreifers 54 dient hierbei zum Vorschieben von überschüssigem Material.
Mit Hilfe eines solchen Randstreifenfertigers lässt sich der Randstreifen kontinuierlich ohne vorherige Schalungsarbeiten fertigen, wobei der Frischbeton für den Randstreifen innerhalb des Schieppschalungsbe- reichs verteilt, verdichtet, nivelliert und geglättet wird, so dass der Randstreifen nach Verlassen der Schleppschalung bereits seine endgültige Verdichtung und Form erhalten hat. Durch den vorn an der Schleppschalung vorgesehenen Behälteraufsatz ist so viel Vorratsfrischbeton vorhanden, dass der Fertiger auch bei Wechsel des Beschickungsfahrzeuges kontinuierlich weiterfahren kann, wobei die an der Schleppschalung angebrachten Seitenrüttler infolge ihrer Vibration verhindern, dass der Beton an den Schalungswänden kleben bleibt.
Da die Seitenrüttler eine saubere Ablösung der Schalungswände bewirken, werden einwandfrei glatte Randstreifen-Seitenwände gebildet.
Die bisher durch das mühsame Ausrichten der Schalung erzielte Ebenflächigkeit wird in überraschend einfacher Weise durch die Anordnung sämtlicher Bear beitungswerkzeuge an dem automatisch höhennivellierten Rahmen erreicht, der durch eine elektronische Steuerung stets schwebend in der gewünschten Horizon- talebene gehalten wird.
Durch Konsistenzschwankungen im Material entstehen durch den Einfluss der Seitenrüttler, in deren Bereich sich der Beton in einem thixotropen Zustand befindet, der sich annähernd nach den Gesetzen der kommunizierenden Röhren richtet, unterschiedliche Vorlagen für die im gesteuerten Rahmen sitzenden Bearbeitungswerkzeuge. Diese Auswirkungen der Konsistenzschwankungen können in Weiterentwicklung der Erfindung dadurch ausgeglichen werden, dass der Behälteraufsatz einen höhenverstellbaren Materialvorabstreifer aufweist, wobei sich ein besonders einfacher Aufbau ergibt, wenn die Rückwand des Behälteraufsatzes selbst den höhenverstellbaren Vorabstreifer bildet.
Um den Verdichtungsaggregaten eine immer gleichmässige Materialvorlage zuzuführen, wird weiterhin vorgeschalgen, ausser dem Materialvorabstreifer einen vom gesteuerten Rahmen getragenen, pflugartig ausgebildeten lIauptabstreifer vorzusehen, der zusätzlich eine Handhöhenverstellung aufweist. Durch die pflugartige Ausbildung dieses Hauptabstreifers wird der vorgelegte Frischbeton nach unten und nach aussen abgeleitet, so dass die unter der Einwirkung der Seitenrüttler nach aussen hin abgesenkte Randstreifenoberfläche wieder aufgefüllt wird.
Da die Konsistenzschwankungen vor diesem liauptabstreifer möglicherweise noch nicht ganz ausgeglichen sind, lässt sich durch die Handhöhenverstellung auch noch unabhängig von der selbsttätigen Rahmennivellierung ein zusätzlicher Ausgleich erzielen, so dass eine einwandfreie, kontinuierliche Fertigung des Randstreifens gewährleistet bleibt.
Zweckmässigerweise besteht der Hauptabstreifer aus einem eine bugartige Spitze aufweisenden Mittelteil und zwei seitlichen, vorn kufenartig ausgebildeten und gegenüber der Unterkante des Mittelteiles treppenförmig höher gesetzten Leitkörpern, wodurch nicht nur eine über die Breite des Randstreifens ebene Verteilung des Frischbetons, sondern eine in Nähe der Schalungswände höherliegende Betonoberfläche hinter dem Hauptabstreifer erzielt wird. Es wurde nämlich erkannt, dass der Frischbeton nicht nur im Bereich der Seitenrüttler, sondern auch im Bereich der anderen Verdichtungsaggregate in Nähe der Schalung absinkt. Die Erscheinung der gewölbten Oberfläche hängt mit den Oberflächenspannungen im Material und den Spannungen zwischen Material und Schalungsschiene zusammen.
Da noch nicht gewährleistet ist, dass durch die höherliegende Betonoberfläche an den Randstreifenrändern hinter dem Hauptabstreifer ein endgültiger Ausgleich bis zum Ende des Fertigers erzielt wird, ist in Weiterentwicklung der Erfindung ausserdem vorgesehen, dass auch bei den übrigen Bearbeitungswerkzeugen, zum Beispiel Rüttelbohle und Vibrations-Glättbohle, ausser bei der Nachglättbohle die auf den Beton einwirkende Unterkante zu den Schalungswänden hin hochgezogen ist, wobei zweckmässigerweise der Grad der Hochziehung der Unterkante nach hinten zum Ende des Fertigers hin abnimmt.
Da der zu fertigende Randstreifen im Vergleich zu den üblichen Fahrbahndecken sehr schmal ist, wird auch der nivellierte Rahmen, an dem die Bearbeitungswerkzeuge hängen, im Vergleich zu seiner Länge sehr schmal. Eine besonders einfache Aufhängung dieses schmalen Rahmens ergibt sich, wenn an dem vorderen und hinteren Querholm des gesteuerten Rahmens in der Mitte je eine vertikale Führungsstange mit hydraulischem Stellzylinder gelenkig angeschlossen ist, wobei der vordere Stellzylinder und der Führungszylinder für die vordere Führungsstange an einer Traverse des Antriebs Fahrwerkes und der hintere Stellzylinder und der Führungszylinder für die hintere Führungsstange an einer Traverse des Stützfahrwerkes befestigt sind.
Mit Hilfe dieser beiden automatisch gesteuerten Vertikalführungen wird die Höhe des Rahmens und somit auch des zu fertigenden Randstreifens konstant gehalten.
Ausser in seiner Höhenlage muss def gesteuerte Rahmen aber auch in seiner Neigung einstellbar sein, da durch Unebenheiten im Planum auch Neigungsfehler, d. h. Abweichungen von der geforderten Querneigung des Randstreifens ausgeglichen werden müssen. Ausserdem ändert sich die geforderte Querneigung des Randstreifens bei Kurvenfahrt, so dass auch hierfür ein Ausgleich vorgesehen ist, der zweckmässigerweise dadurch erzielt wird, dass mindestens hinten am Rahmen an dem sich am unteren Ende der Führungsstange befindlichen Rahmenlager und am Rahmen selbst je ein Verstellarm angeschlossen ist, zwischen die ein die Querneigung des Rahmens steuernder Stellzylinder eingebaut ist.
Eine besonders einfache Längs- und Quersteuerung des Rahmens wird dadurch erzielt, dass der vordere und hintere Höhenverstellzylinder durch je einen auf einem gespannten Draht gleitenden vorderen und hinteren Taster und der Querneigungsstellzylinder durch ein auf dem Rahmen über der Nachglättbohle angebrachtes Pendel gesteuert wird.
Damit die Vibration der Seitenrüttler sich nicht nachteilig auf den Frischbeton im Materialbehälter durch Verdichtung und Brückenbildung des Materials zwischen den schrägen Behälterwänden auswirkt, wird weiterhin vorgeschlagen, den Behälteraufsatz am Raupenträger des Antriebsfahrwerkes zu befestigen und die Schleppschalungswände vorzugsweise über ein oder mehrere bogenförmig vorgespannte Bänder federnd am Behälteraufsatz aufzuhängen. Hierdurch wird gleichzeitig eine Abdichtung der Schalungswände zum Planum hin erzielt, da die Schalungswände durch die federnde Aufhängung gegen den Boden gedrückt werden. Diese elastische Aufhängung der Schleppschalung hat ausserdem den Vorteil, dass sich die Schalung für den Transport anheben lässt und der Randstreifenfertiger somit frei verfahren werden kann.
Durch die starke Einwirkung der Seitenrüttler wird das Material im vorderen Bereich der Schalung zur Rechteckform des Randstreifens verdichtet. Damit im nachfolgenden Bereich der Schalung nur noch eine kleine Restvibration zur Auswirkung kommt, wird ausserdem vorgeschlagen, die Schalungswände hinter den Seitenrüttlern zu teilen und zwischen beiden Schalungsabschnitten eine Dämpfung, vorzugsweise einen Schwingmetallblock einzubauen. Hierdurch wird die Vibration im hinteren Bereich der Schleppschalung soweit gedämpft, dass nur eine verminderte Reibung zwischen Schalung und Randstreifen auftritt, die ausreicht, um ein Ankleben des Betons an den Schalungswänden zu verhindern.
Zweckmässigerweise sind als Schlichtwerkzeug zwei entgegengesetzt hin- und hergehende, über die Schalungswände streichende Glättbohlen am Rahmen vorgesehen und die Schalungswände bestehen in diesem Bereich aus einem in einer Vertikalgleitführung der anschliessenden Schleppschalungsabschnitte eingesetzten Abdichtblech, das am Rahmen derart federnd aufgehängt ist, dass es sich bei jeder Rahmenlage dichtend von unten gegen die Glättbohlenunterkante legt.
Durch die beiden wechselweise hin- und hergehenden Glättbohlen, die einen besonders ruhigen Lauf infolge der Aufhebung der Massenkräfte bewirken, in Verbindung mit der besonderen federnden Abdichtung gegenüber der Schleppschalung wird eine saubere Oberfläche des Rand streifens mit scharfen Kanten erzielt
Weiterhin empfiehlt es sich, die beiden Raupen des Stützfahrwerkes mit am Raupenträger befestigte, sich an der Schleppschalung abstützende Distanzstücke zu versehen. Dadurch werden die Stützraupen parallel zuI Schleppschalung geführt und bei Kurvenfahrt selbsttätig gesteuert.
Der erfindungsgemässe Randstreifenfertiger arbeitet wie folgt:
Der mit Hilfe der Antriebsraupen 2 und der Stützraupen 8 auf dem Planum fahrende Randstreifenfertiger wird über den Behälteraufsatz 14 mit Frischbeton beschickt. Das aus dem Behälter 14 zwischen die Schleppschalungswände 3 gelangende Material wird durch die Einwirkung der Seitenrüttler 16 im vorderen Bereich der Schalung zur Rechteckform vorverdichtet.
Die Abstreifer 15 und 54 werden hierbei so in ihrer Höhe eingestellt, dass der Rüttelbohle 27 genau die gewünschte Materialmenge vorgegeben wird. Nach der Verdichtung des Betons durch die Rüttelbohle 27 erfolgt das Schlichten und Glätten des Randstreifens mit Hilfe der Vibrationsglättbohle 28 und der Nachglättbohle 29.
Infolge der auf die Schleppschalung übertragenen Vibration wird ein Ankleben der Randstreifenseitenwände an den Schalungswänden 3 verhindert und eine Glättung der Randstreifen-Seitenflächen erzielt Unebenheiten des Planums werden über die Taster 49 und 50 und das Pendel 51 durch Ansprechen der Stellzylinder 38, 40 und 48 sofort ausgeglichen, so dass sich der Rahmen 7 mit den Bearbeitungswerkzeugen 54, 27, 28 und 29 stets in der gewünschten Horizontalebene befindet und der Randstreifen somit eine genau nivellierte Oberfläche erhält. Die saubere Kantenausbildung des Randstreifens ist dadurch gewährleistet, dass sich die Schleppschalung im Bereich der hin- und hergehenden Glättbohlen 28 und 29 ständig dichtend an die Glättbohlenunterkante angelegt.
Beim Verlassen der Schleppschalung hat der Randstreifen bereits seine endgültige Verdichtung und Form erhalten, so dass keine weitere Nachbearbeitung mehr erforderlich ist.