CH499262A - Stall mit Lüftung und Verfahren zu seinem Betrieb - Google Patents

Stall mit Lüftung und Verfahren zu seinem Betrieb

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CH499262A
CH499262A CH272070A CH272070A CH499262A CH 499262 A CH499262 A CH 499262A CH 272070 A CH272070 A CH 272070A CH 272070 A CH272070 A CH 272070A CH 499262 A CH499262 A CH 499262A
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CH
Switzerland
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air
stable
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manure
channel
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CH272070A
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English (en)
Inventor
Cerutti Ettore
Meier Melchior
Original Assignee
Cerutti Ettore
Meier Melchior
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K1/00Housing animals; Equipment therefor
    • A01K1/0047Air-conditioning, e.g. ventilation, of animal housings

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Ventilation (AREA)

Description


  
 



  Stall mit Lüftung und Verfahren zu seinem Betrieb
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Stall mit Lüftung und ein Verfahren zu seinem Betrieb.



   Insbesondere bei der Schweinemast sind Bestrebungen im Gange, durch welche die Tiere in einer möglichst hygienischen Umgebung gehalten werden sollen, wobei auch die aus dem Mist entstehenden Gase wegen ihrer Schädlichkeit möglichst abgeführt werden sollen. Wird zu diesem Zweck eine herkömmliche Lüftung verwendet, bei welcher man durch Ventilatoren die Luft aus dem Stall absaugt, so sind die Ergebnisse einerseits nicht befriedigend und anderseits wird der Wärmehaushalt des Stalls, vor allem bei kalten Aussentemperaturen durch unkontrollierten Frischluftzutritt empfindlich gestört. Solche Ventilationsanlagen haben zudem den Nachteil, dass ihre Wirksamkeit stark windabhängig ist.



   Ziel der Erfindung ist die Schaffung eines Stalls mit Lüftung, in welchem eine einwandfreie Belüftung möglich ist, ohne dass dadurch unter normalen Verhältnissen die Nachteile der bekannten Lüftungseinrichtungen auftreten.



   Dementsprechend betrifft die Erfindung einen Stall mit Lüftung, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass parallel zur Stallängsachse im Stallboden wenigstens ein Mistkanal und neben diesem und mit ihm durch Abluftöffnungen verbunden ein Abluftkanal unter dem Stallboden sowie im Bereich der Stalldecke Luftzufuhr öffnungen vorgesehen sind.



   Ferner ist auch ein Verfahren zum Betrieb des erfindungsgemässen Stalls mit Lüftung Gegenstand der Erfindung, welches Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, dass durch die Luftzufuhröffnungen Luft in das Stallinnere geführt und Luft über den Mistkanal und die ihn mit dem Abluftkanal verbindenden Abluftöffnungen durch den Abluftkanal ins Freie geleitet wird.



   Dabei sollten die Luftzufuhröffnungen vorzugsweise mindestens quer zur Stallängsachse und wenigstens teilweise angenähert horizontal oder in einem spitzen Winkel zur Horizontalen gerichtet sein, so dass durch die von den durch sie austretenden Luftströmen herrührende Injektorwirkung eine Umwälzung der Stallluft quer zur Stallängsachse erzielt wird. Es können aber auch in Längsrichtung des Stalls bzw. in allen Richtungen Zuluftströme erzeugt werden, wodurch die Luftumwälzung als Verwirbelung erzeugt werden kann.



   Dergestalt wird die z. B. kalte Aussenluft mit der warmen Innenluft des Stalls vermischt, während die über dem und im Mistkanal befindlichen, übelriechenden Gase durch die Abluftöffnungen in den Abluftkanal ausgestossen werden. Neben einer hervorragenden und zugfreien Belüftung sowie Entfernung der übelriechenden Gase im Entstehungsbereich bewirkt die unter dem Stallboden im Abluftkanal abfliessende Luft auch noch eine Erwärmung des Stallbodens von unten, wo sie ausserdem gegen den Boden hin isolierend wirkt.



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird bei hohen Aussenlufttemperaturen, z. B. im Sommer, eine grössere Zuluftmenge in den Stall eingeführt als bei niedrigeren Aussenlufttemperaturen, z. B. im Winter. Dadurch kann einerseits erreicht werden, dass bis zu sehr niedrigen Aussentemperaturen von unter Null Grad eine Beheizung der Zuluft nicht erforderlich ist, wobei trotzdem eine genügende Belüftung des Stalls erreicht wird, da ja der Mist bei hoher Umgebungstemperatur mehr Gase entwickelt als bei niedriger Temperatur.



   Um nun nach Möglichkeit ohne Einstellung der Zuluftöffnungen auszukommen, ist es zweckmässig, diese Zuluftöffnungen so zu gestalten, dass sie selbst bei maximalen Zuluftmengen (z. B. im Sommer) keine allzu hohen Luftgeschwindigkeiten im Stall ergeben, weil sonst Zugluftgefahr entstehen könnte. Anderseits sollen diese Zuluftöffnungen auch ohne Verstellung eine genügende Luftgeschwindigkeit bei minimaler Zuluft (z. B.



  im Winter) ergeben. Zu diesem Zweck haben sich die handelsüblichen Diffusoren als besonders nützlich er- wiesen.



   Wo dies erforderlich erscheint, kann die Zuluft temperaturgeregelt oder gar klimatisiert werden. Normalerweise wird man jedoch bis zu Temperaturen von  0  C ohne Temperaturregelung auskommen und bei tieferen Temperaturen mit einer einfachen Luftvorwärmung gute Resultate erhalten.



   Da die Austrittsöffnungen der Abluftkanäle im Freien windgeschützt untergebracht sein können, ist die Anlage praktisch vom Wind unabhängig. Bei geeigneter Verdünnung kann eine Abluft erhalten werden, welche auch im Hinblick auf Geruchsbelästigung wesentliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Anlagen erlaubt.



   Es kann nun auf zwei Weisen vorgegangen werden.



  Entweder wird z. B. durch Sauggebläse Luft via Mistkanal-Abluftkanal abgesaugt oder aber, und dies ist bevorzugt, die Luftumwälzung im Stall findet durch z. B. eingeblasene Luft statt, welche im Stall einen Überdruck erzeugt und dadurch die Abluft verdrängt.



  Eine Kombination von Luftabsaugung und Lufteinblasung wäre auch denkbar, und für diese gelten im wesentlichen die gleichen Voraussetzungen wie für die Einblasung. Bei dem bevorzugten Überdrucksystem ist es besonders vorteilhaft, wenn die Zuluft durch einen mit einem Druckgebläse verbundenen Zuluftkanal, der sich in der Nähe der Stalldecke befinden sollte, und durch an diesem Zuluftkanal angebrachte Zuluftöffnungen in den Stall eingeblasen wird.



   Die Erfindung soll nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert werden.



   Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Teil eines abgedeclcten Stalls, während
Fig. 2 einen schematischen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1 (in anderem Massstab) wiedergibt.



   Die beiden Figuren werden gleichzeitig besprochen.



   In den beiden Seitenwänden 1 und 1' des Stalls sind Fenster 2 und 2' vorgesehen, welche im wesentlichen nur die Funktion haben, Tageslicht hereinzulassen. Die Fenster werden normalerweise geschlossen gehalten und sollten höchstens darum zu öffnen sein. damit während betriebspannen der Lüftung eine gewöhnliche Durchlüftung des Stalls möglich ist.



   In Fig. 1 ist in der Endwand 1" des Stalls eine Türe 3 vorgesehen, von welcher man in einen auf der Stallängsachse liegenden Mittelgang 4 des Stalls gelangen kann. Beidseits dieses Mittelgangs befinden sich Abteile 5, welche vom Mittelgang durch Gitter 6 und voneinander durch Trennwände 7 getrennt werden. Die Gitter 6 und die Trennwände 7 sind nur etwa einen Meter hoch, was genügt, um die in den einzelnen Abteilen 5 befindlichen Mastschweine voneinander getrennt zu halten. Ausserdem sind beidseits des Mittelganges 4 noch Tröge 6' vorgesehen.



   In Fig. 1 ist gestrichelt ein Zuluftkanal 8 mit als Zuluftöffnungen für die Zuluft ins Stallinnere dienenden Diffusoren 9 und von diesen ausgehenden Pfeilen (als Symbol für die Zuluft) eingezeichnet. Ausserdem erkennt man entlang der Wände 1 und 1' Roste 10 und 19', welche auch in Fig. 2 eingezeichnet sind und unter denen sich je ein Mistkanal 11 und 11' befindet. Von den Mistkanälen 11 bzw. 11' führen Öffnungen 12 für die Abluft in die unter dem Boden 13 des Stalls befindlichen Abluftkanäle 14, welche, wie in Fig. 1 ersichtlich, ausserhalb der Stallwand 1" ins Freie geführt sind.



   In Fig. 1 erkennt man das Gebläse 15 mit Lufterhitzer 16 und Steuerung 17 schematisch eingezeichnet.



   Im Betrieb funktioniert das Ganze wie folgt:
Das Druckgebläse 15 presst eine von der Steuerung 17 bestimmte Luftmenge, die gegebenenfalls vom Lufterhitzer 16 erwärmt wird, in den Zuluftkanal 8, von wo sie durch die Zuluftöffnungen, in diesem Fall Diffusoren 9, in der Nähe der Decke 18 des Stalls gemäss ausgezogenen Pfeilen horizontal und in einem spitzen Winkel zur Horizontalen ausgeblasen wird. Wie man anhand der im oberen Raum der Fig. 2 nebeneinander gezeichneten, ausgezogenen und strickpunktierten Pfeile (letztere stehen für die Innenluft des Stalls) erkennt, wird die Luft an den Wandungen 1 und 1' nach unten gelenkt, wobei sie sich mit der Innenluft des Stalls vermischt. Diese gemischte Innenluft steigt nun in der Mitte des Stalls wieder auf, so dass beidseits des Mittelgangs zwei langsam drehende Luftwalzen entstehen.



  Gleichzeitig entsteht im Innern des Stalls ein Überdruck, welcher bewirkt, dass im Sinne der gestrichelten Pfeile die verbrauchte Luft durch die Roste 10, 10' in die Mistkanäle 11, 11' und von da durch die Abluftöffnungen 12 in die Abluftkanäle 14 und von diesen, wie in Fig. 1 oben ersichtlich, ins Freie gelangt. Zweckmässigerweise wird man die Ansaugöffnung des Gebläses 15 und die Austrittsöffnungen der Abluftkanäle 14 so anordnen, dass Abluft vom Gebläse nicht wieder angesaugt werden kann.



   Durch die Steuerung 17 ist bei geeigneter Anordnung auch eine Klimatisierung der Zuluft erzielbar.



   Falls aus irgendwelchen Gründen die zentrale Anordnung des Zuluftkanals 8 und der Diffusoren 9 im Gegensatz zu Fig. 2 nicht gewünscht sein   sollte,    so kann der Zuluftkanal 8 unter geeigneter Abwandlung der Austrittsöffnungen auch an anderem Ort in der Deckennähe des Stalls, z. B. in einem Deckenwinkel, untergebracht sein.



   Bei Ställen mit mehreren Mittelgängen und somit in der Regel einem Vielfachen von zwei Abteilreihen wird man vorteilhaft bei jedem jeder Reihe von Abteilen zugeordneten Mistkanal Abluftöffnungen 12 vorsehen. Dagegen können mehrere Mistkanäle 11, 11' auch ohne eine in Fig. 2 gezeigte Trennwand 20 unterteilte Abluftkanäle gemeinsam haben. Je nach Grösse des Stalls können auch mehrere Zuluftkanäle 8 nebeneinander im Abstand vogesehen sein.



   Es wäre nun aber auch möglich, die Abluftkanäle an ein Sauggebläse anzuschliessen und somit den ganzen Durchlüftungsvorgang mit Unterdruck durchzuführen, wobei die Zuluftöffnungen vorteilhaft nicht in einen gemeinsamen Zuluftkanal, sondern direkt ins Freie führen können.



   Der Mistkanal 11 sollte mindestens so tief bemessen sein, dass seine Tiefe 2 % seiner Länge bis zum nächsten Ablauf erreicht oder übersteigt, damit die Möglichkeit besteht, das sogenannte Fliessmist-Entmistungsverfahren anzuwenden, ohne dass der im Kanal 11 eine von der Ablauföffnung hinweg ansteigende Rampe bildende Mist die Abluftöffnungen 12 zusetzt.

 

  Natürlich kann der Kanal 11 auch selbst ein ausreichendes Gefälle haben. Die ebene Anordnung eines in genannter Weise tief genug ausgebildeten Kanals nach der bekannten Fliessmist-Methode ist jedoch von besonderem Vorteil.



   PATENTANSPRUCH I
Stall mit Lüftung, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Stallängsachse im Stallboden (13) wenigstens ein Mistkanal (11) und neben diesem und mit ihm durch Abluftöffnungen (12) verbunden ein Abluftkanal (14) unter dem   Stallboden    (13) sowie im Bereiche der Stalldecke (18) Luftzufuhröffnungen (9) vorgesehen sind. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. 0 C ohne Temperaturregelung auskommen und bei tieferen Temperaturen mit einer einfachen Luftvorwärmung gute Resultate erhalten.
    Da die Austrittsöffnungen der Abluftkanäle im Freien windgeschützt untergebracht sein können, ist die Anlage praktisch vom Wind unabhängig. Bei geeigneter Verdünnung kann eine Abluft erhalten werden, welche auch im Hinblick auf Geruchsbelästigung wesentliche Fortschritte gegenüber den bisherigen Anlagen erlaubt.
    Es kann nun auf zwei Weisen vorgegangen werden.
    Entweder wird z. B. durch Sauggebläse Luft via Mistkanal-Abluftkanal abgesaugt oder aber, und dies ist bevorzugt, die Luftumwälzung im Stall findet durch z. B. eingeblasene Luft statt, welche im Stall einen Überdruck erzeugt und dadurch die Abluft verdrängt.
    Eine Kombination von Luftabsaugung und Lufteinblasung wäre auch denkbar, und für diese gelten im wesentlichen die gleichen Voraussetzungen wie für die Einblasung. Bei dem bevorzugten Überdrucksystem ist es besonders vorteilhaft, wenn die Zuluft durch einen mit einem Druckgebläse verbundenen Zuluftkanal, der sich in der Nähe der Stalldecke befinden sollte, und durch an diesem Zuluftkanal angebrachte Zuluftöffnungen in den Stall eingeblasen wird.
    Die Erfindung soll nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert werden.
    Fig. 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Teil eines abgedeclcten Stalls, während Fig. 2 einen schematischen Schnitt nach Linie II-II in Fig. 1 (in anderem Massstab) wiedergibt.
    Die beiden Figuren werden gleichzeitig besprochen.
    In den beiden Seitenwänden 1 und 1' des Stalls sind Fenster 2 und 2' vorgesehen, welche im wesentlichen nur die Funktion haben, Tageslicht hereinzulassen. Die Fenster werden normalerweise geschlossen gehalten und sollten höchstens darum zu öffnen sein. damit während betriebspannen der Lüftung eine gewöhnliche Durchlüftung des Stalls möglich ist.
    In Fig. 1 ist in der Endwand 1" des Stalls eine Türe 3 vorgesehen, von welcher man in einen auf der Stallängsachse liegenden Mittelgang 4 des Stalls gelangen kann. Beidseits dieses Mittelgangs befinden sich Abteile 5, welche vom Mittelgang durch Gitter 6 und voneinander durch Trennwände 7 getrennt werden. Die Gitter 6 und die Trennwände 7 sind nur etwa einen Meter hoch, was genügt, um die in den einzelnen Abteilen 5 befindlichen Mastschweine voneinander getrennt zu halten. Ausserdem sind beidseits des Mittelganges 4 noch Tröge 6' vorgesehen.
    In Fig. 1 ist gestrichelt ein Zuluftkanal 8 mit als Zuluftöffnungen für die Zuluft ins Stallinnere dienenden Diffusoren 9 und von diesen ausgehenden Pfeilen (als Symbol für die Zuluft) eingezeichnet. Ausserdem erkennt man entlang der Wände 1 und 1' Roste 10 und 19', welche auch in Fig. 2 eingezeichnet sind und unter denen sich je ein Mistkanal 11 und 11' befindet. Von den Mistkanälen 11 bzw. 11' führen Öffnungen 12 für die Abluft in die unter dem Boden 13 des Stalls befindlichen Abluftkanäle 14, welche, wie in Fig. 1 ersichtlich, ausserhalb der Stallwand 1" ins Freie geführt sind.
    In Fig. 1 erkennt man das Gebläse 15 mit Lufterhitzer 16 und Steuerung 17 schematisch eingezeichnet.
    Im Betrieb funktioniert das Ganze wie folgt: Das Druckgebläse 15 presst eine von der Steuerung 17 bestimmte Luftmenge, die gegebenenfalls vom Lufterhitzer 16 erwärmt wird, in den Zuluftkanal 8, von wo sie durch die Zuluftöffnungen, in diesem Fall Diffusoren 9, in der Nähe der Decke 18 des Stalls gemäss ausgezogenen Pfeilen horizontal und in einem spitzen Winkel zur Horizontalen ausgeblasen wird. Wie man anhand der im oberen Raum der Fig. 2 nebeneinander gezeichneten, ausgezogenen und strickpunktierten Pfeile (letztere stehen für die Innenluft des Stalls) erkennt, wird die Luft an den Wandungen 1 und 1' nach unten gelenkt, wobei sie sich mit der Innenluft des Stalls vermischt. Diese gemischte Innenluft steigt nun in der Mitte des Stalls wieder auf, so dass beidseits des Mittelgangs zwei langsam drehende Luftwalzen entstehen.
    Gleichzeitig entsteht im Innern des Stalls ein Überdruck, welcher bewirkt, dass im Sinne der gestrichelten Pfeile die verbrauchte Luft durch die Roste 10, 10' in die Mistkanäle 11, 11' und von da durch die Abluftöffnungen 12 in die Abluftkanäle 14 und von diesen, wie in Fig. 1 oben ersichtlich, ins Freie gelangt. Zweckmässigerweise wird man die Ansaugöffnung des Gebläses 15 und die Austrittsöffnungen der Abluftkanäle 14 so anordnen, dass Abluft vom Gebläse nicht wieder angesaugt werden kann.
    Durch die Steuerung 17 ist bei geeigneter Anordnung auch eine Klimatisierung der Zuluft erzielbar.
    Falls aus irgendwelchen Gründen die zentrale Anordnung des Zuluftkanals 8 und der Diffusoren 9 im Gegensatz zu Fig. 2 nicht gewünscht sein sollte, so kann der Zuluftkanal 8 unter geeigneter Abwandlung der Austrittsöffnungen auch an anderem Ort in der Deckennähe des Stalls, z. B. in einem Deckenwinkel, untergebracht sein.
    Bei Ställen mit mehreren Mittelgängen und somit in der Regel einem Vielfachen von zwei Abteilreihen wird man vorteilhaft bei jedem jeder Reihe von Abteilen zugeordneten Mistkanal Abluftöffnungen 12 vorsehen. Dagegen können mehrere Mistkanäle 11, 11' auch ohne eine in Fig. 2 gezeigte Trennwand 20 unterteilte Abluftkanäle gemeinsam haben. Je nach Grösse des Stalls können auch mehrere Zuluftkanäle 8 nebeneinander im Abstand vogesehen sein.
    Es wäre nun aber auch möglich, die Abluftkanäle an ein Sauggebläse anzuschliessen und somit den ganzen Durchlüftungsvorgang mit Unterdruck durchzuführen, wobei die Zuluftöffnungen vorteilhaft nicht in einen gemeinsamen Zuluftkanal, sondern direkt ins Freie führen können.
    Der Mistkanal 11 sollte mindestens so tief bemessen sein, dass seine Tiefe 2 % seiner Länge bis zum nächsten Ablauf erreicht oder übersteigt, damit die Möglichkeit besteht, das sogenannte Fliessmist-Entmistungsverfahren anzuwenden, ohne dass der im Kanal 11 eine von der Ablauföffnung hinweg ansteigende Rampe bildende Mist die Abluftöffnungen 12 zusetzt.
    Natürlich kann der Kanal 11 auch selbst ein ausreichendes Gefälle haben. Die ebene Anordnung eines in genannter Weise tief genug ausgebildeten Kanals nach der bekannten Fliessmist-Methode ist jedoch von besonderem Vorteil.
    PATENTANSPRUCH I Stall mit Lüftung, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Stallängsachse im Stallboden (13) wenigstens ein Mistkanal (11) und neben diesem und mit ihm durch Abluftöffnungen (12) verbunden ein Abluftkanal (14) unter dem Stallboden (13) sowie im Bereiche der Stalldecke (18) Luftzufuhröffnungen (9) vorgesehen sind.
    UNTERANSPRÜCHE
    1. Stall mit Lüftung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftöffnungen (9) mindestens quer zur Stallängsachse und wenigstens teilweise angenähert horizontal gerichtet sind.
    2. Stall mit Lüftung nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftöffnungen (9) teils horizontal und teils in einem spitzen Winkel zur Horizontalen gerichtet sind.
    3. Stall mit Lüftung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftöffnungen (9) als Diffusoren ausgebildet sind.
    4. Stall mit Lüftung nach Unteranspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftöffnungen (9) als Diffusoren ausgebildet sind.
    5. Stall mit Lüftung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluftöffnungen (9) als Diffusoren ausgebildet sind.
    6. Stall mit Lüftung nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit einem Druckgebläse (15) verbundener Zuluftkanal (8) mit daran vorgesehenen Zuluftöffnungen vorgesehen ist.
    7. Stall mit Lüftung nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Steuerung (17, 16) der dem Stallinneren durch die Zuluftöffnungen zugeführten Luftmenge und/oder der Zulufttemperatur und/oder Zuluftfeuchtigkeit vorgesehen sind.
    8. Stall mit Lüftung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Steuerung (17, 16) der dem Zuluftkanal zugeführten Luftmenge und/oder der Zulufttemperatur und/oder Zuluftfeuchtigkeit vorgesehen sind.
    9. Stall mit Lüftung nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe des Mistkanals (11) mindestens 2 % seiner Länge bis zum nächsten Mistkanalablauf beträgt.
    10. Stall mit Lüftung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe des Mistkanals (11) mindestens 2 % seiner Länge bis zum nächsten Mistkanalablauf beträgt.
    11. Stall mit Lüftung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe des Mistkanals (11) mindestens 2% seiner Länge bis zum nächsten Mistkanalablauf beträgt.
    12. Stall mit Lüftung nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe des Mistkanals (11) mindestens 2% seiner Länge bis zum nächsten Mistkanalablauf beträgt.
    PATENTANSPRUCH II Verfahren zum Betrieb des Stalls mit Lüftung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Luftzufuhröffnungen (9) Luft in das Stallinnere geführt und Luft über den Mistkanal (11) und die ihn mit dem Abluftkanal (14) verbindenden Abluftöffnungen (12) durch den Abluftkanal (14) ins Freie geleitet wird.
    UNTERANSPRÜCHE 13. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines Druckgebläses (15) über einen Zuluftkanal (8) und durch die daran befindlichen Zuluftöffnungen (9) angenähert horizontal und/oder in einem spitzen Winkel zur Horizontalen gerichtete Luftströme in das Stallinnere eingeblasen werden und dadurch dort die Stalluft umgewälzt und ein Überdruck erzeugt wird, während durch die den Mistkanal (11) mit dem Abluftkanal (14) verbindenden Abluftöffnungen (12) die verdrängte Luft unter dem Stallboden vom Überdruck ausgestossen wird.
    14. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Luft durch den Abluftkanal (14) abgesaugt wird.
    15. Verfahren nach Patentanspruch II oder einem der Unteransprüche 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Stallinneren zugeführte Zuluftmenge umgekehrt proportional der Aussentemperatur gesteuert wird.
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