CH499562A - Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen und deren Verwendung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen und deren Verwendung

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CH499562A
CH499562A CH512965A CH512965A CH499562A CH 499562 A CH499562 A CH 499562A CH 512965 A CH512965 A CH 512965A CH 512965 A CH512965 A CH 512965A CH 499562 A CH499562 A CH 499562A
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen und deren Verwendung
In der britischen Patentschrift Nr. 1007163 sind härtbare Kunstharze beschrieben, die vornehmlich als Grundlage von Anstrichmitteln dienen. Je nach Lenkung des Verfahrens können sie in organischen Lösungsmitteln oder unter Seifenbildung mit (wässrigen) Alkalien, wie Ammoniak oder wasserlöslichen Aminen in Wasser gelöst oder mindestens vorwiegend mit diesem verdünnt werden. Die Herstellung erfolgt durch Vereinigung von Polyolen oder auch höhermolekularen hydroxylreichen Stoffen mit Additionsverbindungen aus Maleinsäureanhydrid und fetten Ölen oder   Ölfettsäuren    oder diese enthaltenden Verbindungen.



  Die Härtbarkeit beruht auf einer je nach Einbrennart mehr oder weniger weit, mindestens aber bis zum unlöslichen Zustand getriebenen Multiveresterung zwischen den vorzugsweise im äquivalenten Mengenverhältnis gewählten Komponenten. Diese sind entweder partiell verestert oder bilden bloss ein physikalisches Stoffgemisch. Das Mengenverhältmis zwischen Maleinsäureanhydrid und dem ölartigen Stoff wird im älteren Verfahren zwischen etwa 1 : 3 bis 1 : 6, vorzugsweise bis 1 4,5 gewählt. Bei natürlichen   Ölglyceriden    z. B.



  gelangen hiermit zwischen 3 und 2 Mol Maleinsäureanhydrid je Mol des Glycerides zur Adduzierung. Das Verfahren macht von der Erkenntnis Gebrauch, dass eine Additionsverbindung aus Maleinsäureanhydrid mit Ölen (etc.). die isolierte oder nur einfach konjugierte Doppelbindungen besitzen   ( wie    Leinöl, Sojaöl, Fisch öle, Ricinenöl, isomerisiertes Sojaöl) ungleich schneller verestert als die an sich viel leichter gebildeten Addukte des Maleinsäureanhydrids an Öle mit mehrfach konjugierten Doppelbindungen, wie Holzöl, Oiticicaöl, weitgehend isomerisiertes Leinöl, etc.

  Unter Einhaltung der dort genannten Mengenverhältnisse zwischen Maleinsäureanhydrid und dem adduzierenden Stoff kann zwar auch mit Diolen, sofern sie in äquivalenter   Menge,    bezogen auf Maleinsäureanhydrid, angewandt werden, bei Einbrennen Unlöslichkeit des Stoffgemisches erzielt werden. Das allein genügt aber nicht, eine normalerweise geforderte Filmhärte herbeizuführen.



  Das ältere Verfahren war vielmehr bei Verwendung eines Dioles auf die Mitverwendung einer an sich härtbaren, sogenannten aktiven Polymethylolverbindung angewiesen.



   Es wurde nun gefunden, dass man auch bei ausschliesslicher Verwendung von Diolen mit völlig ausreichender, unter Umständen sogar mit sehr grosser Filmhärte einbrennende Produkte erzielen kann, wenn man in der Additionsverbindung(AV) die relative Menge des   Ölglycerides    weiter vermindert.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen, das sich dadurch auszeichnet, dass man eine aliphatische Diole enthaltende Diolkomponente mit einer Additionsverbindung aus Maleinsäureanhydrid und fetten Ölen oder   Ölfettsäuren    oder diese enthaltende Verbindungen umsetzt, wobei in der verwendeten Additionsverbindung das Gewichtsverhältnis zwischen Maleinsäureanhydrid und fettem Öl oder   Ölfettsäuren    im Bereich von 1 : 1,5 bis 1 : 3,0 liegt, und dass bei der Umsetzung die Menge an eingesetzter Diolkomponente mindestens so gross ist, dass eine den in der Additionsverbindung enthaltenen Anhydridgruppen äquivalente Menge an Diol zur Verfügung steht.



   Vorzugsweise liegt in der eingesetzten Additionsverbindung das Gewichtsverhältnis zwischen Maleinsäureanhydrid und fettem Öl oder Ölfettsäure im Bereich von 1 :1,5 bis 1 : 2,5. Die Diolkomponente enthält vorzugsweise Äthylenglykol, Polyäthylenglykol oder   1,4-Butylenglykol.    Ferner kann die Diolkomponente zusätzlich zu dem aliphatischen Diol noch einen Alkylphenoldialkohol enthalten.



   Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung der nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Polyesterharze zur Herstellung von wässrigen eibrennbaren Grundierungsmaterialien. Die Verwendung ist dadurch gekennzeichnet, dass man die Polyesterharze in Anwesenheit von Wasser mit   Ammoniak    und einer organischen Stickstoffbase versetzt. Bei dieser Verwendung der Polyesterharze, beispielsweise in Grundlagen  von Anstrichmitteln, kann die organische Stickstoffbase eine schwer flüchtige primäre oder sekundäre Aminverbindung sein, wobei die Aminverbindung vorzugsweise in einer Menge von 3 bis 7   Gew.-O/o,    bezogen auf den Gewichtsteil der Additionsverbindung im Polyesterharz, zugesetzt wird. Als Aminverbindung kann beispielsweise ein aliphatisches Diamin oder ein Aminodiol, vorzugsweise Diäthanolamin verwendet werden.



   Beim erfindungsgemässen Verfahren kann die eingesetzte Additionsverbindung eine aus einem Öl oder   Ölgemisch    mit einer Jodzahl von 120 bis 170 und Maleinsäureanhydrid gebildete Additionsverbindung sein. Das schliesst jedoch die Verwendung von Ölen mit hoher Jodzahl, z. B. Leinöl Jodzahl + 180), Perillaöl (Jodzahl ca. 200), gewissen Fischölen mit Jodzahlen über 200, nicht aus, besonders dann, wenn im gesamten Stoffgemisch der ursprüngliche Anteil des Öles zufolge eines hohen Anteiles adduzierten Maleinsäureanhydrid und/oder eines relativ hochmolekularen Diols relativ klein wird. Dennoch ist die Anwesenheit von durchschnittlich höchstens zwei Olefinverbindungen je Fettsäurerest bevorzugt, weil ein höher ungesättigter Charakter die Haftfestigkeit des eingebrannten Filmes ungünstig beeinflusst.



   Von wesentlicher Bedeutung für die Wasserfestigkeit und andere Filmeigenschaften ist es, dafür zu sorgen, dass die Additionsverbindung (AV) vor der Vereinigung mit dem Diol praktisch frei von unverbrauchtem Maleinsäureanhydrid ist, sei es durch dessen restlose Adduzierung oder sonstige Entfernung.



   Für die Filmhärte ist die Molekülgrösse der AV von erheblicher Bedeutung. Durch geeignete Wahl des zu adduzierenden Öles oder   Ölgemisches,    wie z. B. angemessene Mitverwendung von Ricinenöl oder durch Hitzepolymerisation etc., kann sie dem erstrebten Endzweck angepasst werden.



   Unter Diolen sollen im vorliegenden Verfahren nicht nur solche im engeren Sinn, nämlich Glykole, verstanden sein, sondern auch höhere Polyole mit partiell blockierten Hydroxylgruppen, insbesondere Fettsäuremonoester der Triole, wie des Glycerins, Trimethyloläthane, etc..



   Das Diol wird mit der Additionsverbindung in der Regel bei Temperaturen nahe   1000 C    vereinigt, bis vollständige Klärung des Reaktionsgemisches die vollzogene additive   (partielle)      Veresterung    anzeigt. Man kann die Erhitzung auch darüber hinaus fortsetzen, falls ein höherer Molekularzustand wünschenswert ist.



   Der so gebildete partielle Ester kann in einem ge eigneten organischen Lösungsmittel oder unter Neutralisierung in wässrigem Ammoniak oder nach   Neutrallsie-    rung mit einer anderen Stickstoffbase in Wasser gelöst werden. Schwer flüchtige Glykole oder Monoester von Triolen können auch mit der Seifenlösung der Additionsverbindung selbst vereinigt werden, doch verdient die andere Art der Vereinigung in der Regel den Vorzug.



   Es liegt auf der Hand, dass das vorliegende Verfahren zufolge des relativ niedrigen Preises vieler marktgängiger Glykole, sowie derzeit auch des Maleinsäureanhydrids, bedeutende wirtschaftliche Vorteile bringt, zumal wenn es sich um wässrige Lösungen von Ammoniumseifen handelt.



   Es ergeben sich aber auch überraschende technische Vorteile. Wahrscheinlich zufolge geringerer sterischer Behinderung verestern Glykole mit primären Hydroxylgruppen rascher als andere Polyole mit solchen Hydroxylgruppen, weshalb die Endhärte des Filmes unter gleichen Bedingungen leichter erreicht wird.



  1,4-Butylenglykol zeigt eine so starke Veresterungstendenz, dass selbst bei dessen vorsichtigster Erhitzung mit der Additionsverbindung eine anteilige Bildung unlöslicher Massen innerhalb des Reaktionsgemisches oft nicht zu vermeiden ist, wenn man nicht die Anhydridgruppen der AV, mindestens teilweise, zuvor durch Verseifung oder dergleichen aufslpaltet. Nur bei einer niedrigviskosen AV gelingt auch unmittelbar ihre Verknüpfung mit diesem Glykol ohne Bildung unlöslicher Anteile.



   Wenn auch Diole mit primären Hydroxylgruppen im allgemeinen den Vorzug verdienen, sind solche mit teilweise oder ausschliesslich sekundären Hydroxylgruppen, wie   I,l-Propylenglykol,    2,3-Butylenglykoloder Dipropylenglykol keineswegs ausgeschlossen.



   Die Veresterung und hiermit die Filmhärtung kann auch im vorliegenden Verfahren durch Alkalien stark katalysiert werden. Wählt man hierfür schon in der Schweizer Patentschrift Nr. 283 427 vorgeschlagene, schwer oder nicht flüchtige, mehrwertige. aliphatische Amine, wie das dort genannte Äthylendiamin, so beteiligen sie sich zunächst an der Seifenbildung. Beim Einbrennen geht offensichtlich durch Amidbildung diese Funktion verloren. Schon wenige Prozente vom genannten Äthylendiamin oder von dessen höhermolekularen, gleichfalls marktgängigen Derivaten, wie Diäthylentriamin, etc. beschleunigen ganz wesentlich die Multiveresterung und damit die Filmhärtung. Wie schon in der genannten Patentschrift gesagt ist, führen mitverwendete Polyamine zu zusätzlichen Vernetzungen.

  Dies kann die Filmhärte so günstig beeinflussen, dass es bei deren Mitverwendung unter Umständen möglich ist, bis auf das schon in der älteren Anmeldung vorgesehene Höchstmass des   Maleinsäureanhydrid-Anteiles    von 1: 3   Ölglycerid    zurückzugehen.



   Auch amingruppen tragende Diole, wie   Diäthanol-    amin, leisten, anteilig verwendet,   ähnlich    gute Dienste, und noch besser mit einer primären Amingruppe ausgestattete Diole. Polyole mit tertiären Amingruppen, wie Diäthanolmethylamin oder Triäthanolamin, sind hingegen weniger geeignet, weil die eingebrannten Filme trotz der beschleunigten oder intensivierten Härtung zufolge der intakt bleibenden Amingruppen gegen Wasser relativ empfindlich sind.



   Verständlicherweise ist bei Mitverwendung der genannten Hilfsstoffe die Menge des in der Hauptsache verwendeten Dioles in angemessener Weise zu vermindern, insbesondere, um die Überführung von Amingruppen bzw. der aus den Aminen gebildeten Seifen in unschädliche Amidgruppen nicht zu behindern.

 

   Ein weiterer beachtlicher technischer Vorteil der vorliegenden Verfahrens gegenüber dem älteren besteht in der allgemein niedrigeren Viskosität der wässrigen Seifenlösungen der partiellen AV-Glykolester, auch bei einem offensichtlich hohen Molekularzustand der AV.



  Die Mitverwendung organischer Lösungsmittel zur Herabsetzung der Viskosität ist daher kaum erforderlich. Die wässrigen Lösungen zeichnen sich auch durch eine hervorragende Stabilität aller Eigenschaften aus.



   Das vorliegende Verfahren schliesst naturgemäss die Mitverwendung anderer Polyole nicht aus, doch ist dies in der Regel nicht erforderlich, da, wie gesagt, schon mit Diolen allein eine ausreichende Filmhärte erzielbar ist. Daher ist auch die Mitverwendung härt  barer Methylolverbindungen unnötig, doch ist eventuell eine solche von Alkylphenoldialkoholen, die bekanntlich nur eine geringe Härtung bewirken, von Interesse, um die Wasserfestigkeit des Filmes günstig zu beeinflussen.



   Beispiel 1
An 100 Teile Sojaöl werden 45 Teile Maleinsäureanhydrid unter möglichst milden Bedingungen (unter 1800 C) adduziert. Zweckmässig wendet man einen bedeutenden   Überschuss    an Maleinsäureanhydrid an, der zuletzt unter Vakuum abdestilliert wird. Die so erhaltene AV, 144 Teile, ist ziemlich   hellfärbig    und hat den Charakter eines weichen, plastischen Harzes.



   320 g derselben   (in    der rund 1 Mol Maleinsäureanhydrid gebunden ist) werden mit 55 g Äthylenglykol unter lebhaftem Rühren auf etwa   95"      C    erhitzt, bis die zähflüssige, emulsionsartige Masse dünnflüssig und auch in der Kälte völlig klar geworden ist, wofür 15-20 Minuten erforderlich sind. Hierauf setzt man eine Lösung von 10,5 g Diäthanolamin in 80 g Wasser und anschliessend 300 ml 3-n Ammoniak zu. Die so erhaltene wässrige Seifenlösung ist etwa 50   0/zig.    Auf einen Festgehalt von 40   O/o    verdünnt, ist sie für den Gebrauch dünn genug. Ein Auftrag, 30 Minuten bei   140-150  C    eingebrannt, ergibt einen ziemlich hellfärbigen, sehr elastischen, harten, haftfesten, glänzenden Film.

  Das macht das Produkt für die Herstellung   wäss,    riger Grundierungen und Einschichtlacke geeignet, zufolge des hohen Glanzes auch für farbige Decklacke.



   Beispiel 2
Aus 120 Teilen Sojaöl, 50 Teilen Leinöl, 30 Teilen Ricinenöl und 100 Teilen   Maleinsäureanhydrid    wird unter milden Bedingungen ein Addukt gebildet. Man erhitzt zunächst nur auf   170-2000    C, und erst, wenn mindestens 80 Teile Maleinsäureanhydrid gebunden sind, auf etwa   2200 C.    Eine Erhitzungsdauer von 10-12 Stunden ist zur vollständigen Adduzierung erforderlich.



   Durch Feststellung der Verseifungszahl als auch durch andere analytische Methoden ist zu erkennen, dass trotz der sehr schonenden Erhitzung des Reaktionsgemisches in der gebildeten, sehr zähflüssigen AV nur etwa 85-90   O/o    der zu erwartenden Anhydridgruppen verfügbar sind.



   300 Teile der AV, 75 Teile Diäthylenglykol und 75 Teile Wasser werden bei   95-100     C so lange gründlich vermischt, bis nach etwa 15-20 Minuten vollständige Klärung unter Verflüssigung der Reaktionsmasse eingetreten ist. Hiernach wird noch eine Stunde bei dieser Temperatur gehalten, um noch vorhandene Anhydridgruppen weitgehend aufzuschliessen. Nach Zugabe von 300 Teilen 8   0/obigem    Ammoniak und 15 Teilen Tri äthylentetramin erhält man eine beliebig mit Wasser weiter verdünnbare zähflüssige Lösung mit einem Festkörpergehalt von rund 50   O/o.    Auf einen solchen von 30-35   O/o    reduziert, ist sie für die Verarbeitung zum Spritzen, Tauchen oder Fluten dünnflüssig genug. Ein Auftrag brennt schon bei   1400 C    in etwa 15 Minuten mit grosser Härte ein.

  Besonders bemerkenswert ist der hohe Glanz pigmentierter Lacke, selbst bei ungewöhnlich hohem Pigmentanteil, sodass z. B. Schwarzlacke mit hervorragender Kantendeckung erzielbar sind, was bei wässrigen Systemen häufig ein schwer lösbares Problem darstellt.



   Beispiel 3
320 Teile der nach Beispiel 1 gewonnenen AV, 60 Teile   1,4-Butylenglykol,    ferner der aus 16 Teilen paratertiär Butylphenol gebildete (wasserhältige)   Du alkohol    und 60 Teile Wasser werden unter lebhaftem Rühren gemeinsam auf 95-1000C erhitzt. Schon nach etwa 10 Minuten wird die Masse klar und dünnflüssig, worauf man ihr allmählich weitere 60 Teile Wasser einverleibt. Man erhitzt noch 50 Minuten auf die genannte Temperatur, fügt dann 16 Teile Triäthylentetramin und 160 Teile 10   0/obigen    Ammoniak zu, was eine wässrige Lösung mit 60   O/o    nichtflüchtigem Anteil ergibt.



   Zur Verarbeitung als wässriger Lack wird sie auf einen Festkörpergehalt von 40   O/o    oder darunter verdünnt. Ein Auftrag ergibt schon nach einer Einbrenndauer von ca. 10 Minuten bei   1400 C    einen harten, zäh-elastischen, glänzenden Film von guter Wasserfestigkeit.



   Beispiel 4
Eine AV wird aus 170 Teilen Leinöl und 100 Teilen Maleinsäureanhydrid unter ähnlichen Bedingungen wie in Beispiel 2 gebildet. Da die AV sehr viskos ist, wird sie vor der weiteren Verarbeitung mit 25 Teilen Äthylglykolacetat angelöst. Dann werden 135 Teile Poly äthylenglykol mit einem Molekulargewicht von durchschnittlich 200, ferner ein aus 13,5 Teilen p-tert.



  Octylphenol stammender Dialkohol und 79 Teile Wasser bis   95-100     C erhitzt. Hernach löst man das klare Reaktionsgemisch in 250 Teilen 7   0/obigem    Ammoniak und 13,5 Teilen Tetraäthylenpentamin und 40 Teilen Butylglykol, was eine 60   0/obige    Lösung ergibt. Das Produkt hat ähnliche Eigenschaften wie das nach Beispiel 2 gewonnene, ist jedoch weicher und elastischer und eignet sich u. a. zur Herstellung von Einbrenngrundierungen.



   Beispiel 5
Im Beispiel 2 werden die dort verwendeten 75 Teile Diäthylenglykol durch 95 Teile Di-(1,2)-propylenglykol ersetzt, ansonsten wird in analoger Weise verfahren. Das Produkt entwickelt beim Einbrennen eine geringere Härte als nach Beispiel 2, was es auch zur Herstellung von Grundierungen geeignet macht. Es erfordert aber eine erheblich verlängerte   Einbrennzeit    oder Erhöhung der Einbrenntemperatur um   15-200    C.



   Beispiel 6
Eine aus 150 Teilen Ricinenöl, 150 Teilen Safflor weröl und 100 Teilen Maleinsäureanhydrid gebildete AV wird mit 72 Teilen Diäthylenglykol langsam bis   120"C    erhitzt und nach Eintreten der Klärung 10 Minuten bei   1200    C gehalten. Man fügt auf einmal 100 Teile Wasser hinzu und sorgt für dessen gründlichste Verteilung in der Masse. Das Gemisch wird nun 1 1/2 Stunden bei 900 C gehalten, um noch vorhandene Anhydridgruppen zu verseifen. Hierauf fügt man 230 Teile einer 4-n Ammoniaklösung und 24 Teile Triäthylentetramin hinzu und erhält so eine wässrige Lösung mit ca. 60   Oio    Festkörpergehalt.

 

   Sie kann nach Verdünnung auf   3040      O/o    Festkörpergehalt in gleichartiger Weise wie etwa das nach Beispiel 2 erhaltene Produkt verarbeitet werden. Die pigmentierten Lacke zeichnen sich auch durch sehr hohen   Glanz aus. Da aber die Filme erheblich elastischer sind als die aus dem Beispiel 2 erhaltenem Material, eignet sich das nach diesem Beispiel gewonnene Produkt auch vorzüglich als Bindemittel für Grundierungen.



   PATENTANSPRUCH 1
Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine aliphatische Diole enthaltende Diolkomponente mit einer Additionsverbindung aus Maleinsäureanhydrid und fetten Ölen oder   Öhettsäuren    oder diese enthaltende Verbindungen umsetzt, wobei in der verwendeten Additionsverbindung das Gewichtsverhältnis zwischen Maleinsäureanhydrid und fettem Öl oder Ölfettsäure im Bereich von 1 : 1,5 bis 1 : 3,0 liegt, und dass bei der Umsetzung die Menge an eingesetzter Diolkomponente mindestens so gross ist, dass eine den in der   Additionsver-    bindung enthaltenden Anhydridgruppen äquivalente Menge an Diol zur Verfügung steht.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in der eingesetzten Additionsverbindung das Gewichtsverhältnis zwischen Maleinsäureanhydrid und fettem Ö1 oder   Ölfettsäure    im Bereich von   1:1,5    bis 1: 2,5 liegt.



   2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Diolkomponente Äthylenglykol oder Polyäthylenglykol enthält.



   3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Diolkomponente   1,4-Butylenglykol    enthält.



   4. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Diolkomponente zusätzlich zu dem aliphatischen Diol noch einen   Alkylphenoldialkohoi    enthält.



   5. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Additionsverbindung eine aus einem Öl oder   Ölgemisch    mit einer Jodzahl von 120 bis 170 und Maleinsäureanhydrid gebildete Additionsverbindung ist.



      PATENTANSPRUCH II   
Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Polyesterharze zur Herstellung von wässrigen einbrennbaren Grundierungsmaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polyesterharze in Anwesenheit von Wasser mit Ammoniak und einer organischen Stickstoffbase versetzt.

 

   UNTERANSPRÜCHE
6. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Stickstoffbase eine schwer flüchtige primäre oder sekundäre Aminverbindung ist.



   7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminverbindung in einer Menge von 3 bis 7   Gew.-O/o,    bezogen auf den Gewichtsteil der Additionsverbindung in Polyesterharz zugesetzt wird.



   8. Verwendung nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminverbindung ein aliphatisches Diamin ist.



   9. Verwendung nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminverbindung ein Aminodiol, vorzugsweise Diäthanolamin, ist.

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. Glanz aus. Da aber die Filme erheblich elastischer sind als die aus dem Beispiel 2 erhaltenem Material, eignet sich das nach diesem Beispiel gewonnene Produkt auch vorzüglich als Bindemittel für Grundierungen.
    PATENTANSPRUCH 1 Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine aliphatische Diole enthaltende Diolkomponente mit einer Additionsverbindung aus Maleinsäureanhydrid und fetten Ölen oder Öhettsäuren oder diese enthaltende Verbindungen umsetzt, wobei in der verwendeten Additionsverbindung das Gewichtsverhältnis zwischen Maleinsäureanhydrid und fettem Öl oder Ölfettsäure im Bereich von 1 : 1,5 bis 1 : 3,0 liegt, und dass bei der Umsetzung die Menge an eingesetzter Diolkomponente mindestens so gross ist, dass eine den in der Additionsver- bindung enthaltenden Anhydridgruppen äquivalente Menge an Diol zur Verfügung steht.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass in der eingesetzten Additionsverbindung das Gewichtsverhältnis zwischen Maleinsäureanhydrid und fettem Ö1 oder Ölfettsäure im Bereich von 1:1,5 bis 1: 2,5 liegt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Diolkomponente Äthylenglykol oder Polyäthylenglykol enthält.
    3. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Diolkomponente 1,4-Butylenglykol enthält.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Diolkomponente zusätzlich zu dem aliphatischen Diol noch einen Alkylphenoldialkohoi enthält.
    5. Verfahren nach Patentanspruch I oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Additionsverbindung eine aus einem Öl oder Ölgemisch mit einer Jodzahl von 120 bis 170 und Maleinsäureanhydrid gebildete Additionsverbindung ist.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Polyesterharze zur Herstellung von wässrigen einbrennbaren Grundierungsmaterialien, dadurch gekennzeichnet, dass man die Polyesterharze in Anwesenheit von Wasser mit Ammoniak und einer organischen Stickstoffbase versetzt.
    UNTERANSPRÜCHE 6. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die organische Stickstoffbase eine schwer flüchtige primäre oder sekundäre Aminverbindung ist.
    7. Verwendung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminverbindung in einer Menge von 3 bis 7 Gew.-O/o, bezogen auf den Gewichtsteil der Additionsverbindung in Polyesterharz zugesetzt wird.
    8. Verwendung nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminverbindung ein aliphatisches Diamin ist.
    9. Verwendung nach Patentanspruch II oder Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aminverbindung ein Aminodiol, vorzugsweise Diäthanolamin, ist.
CH512965A 1964-04-13 1965-04-12 Verfahren zur Herstellung von Polyesterharzen und deren Verwendung CH499562A (de)

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