CH500015A - Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Leder - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Färben von LederInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtlmg zum Färben von Leder
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Färben von Leder durch Bewegen des Leders in einem Farbbad.
Nach bekannten Verfahren wird Leder in mit Farblösung gefüllte Fässer eingebracht, deren Innenwandungen zahlreiche Unebenheiten in Form von Schikanen aufweisen. Um ein Durchfärben des Leders zu- erreichen, werden die Fässer anschliessend stundenlang um eine horizontale Achse gedreht, so dass das Leder im Farbbad durchgewalkt wird. Das Beschicken der Fässer, dem oft noch ein Binden der Leder zur Vermeidung zu grosser Narbenbeschädigungen und Verwicklungen vorangeht, sowie das Entleeren der Fässer mit dem Entfernen der Bindfäden bedeutet einen grossen Arbeitsaufwand. Anschliessend müssen die Leder ausserdem abgewelkt oder in sehr nassem Zustand einem teuren Trocknungsprozess unterworfen werden. Die Fässer sowie die Abwelkpressen haben einen hohen Bedarf an Antriebsenergie.
Für die Färbung nach diesem Verfahren ist für die Füllung der Fässer weiterhin eine grosse Mindestfarbstoffmenge erforderlich, so dass sich die Einfärbung von einzelnen Lederstücken in den grossen Farbfässem nicht lohnt.
Nachteilig ist weiterhin, dass durch die stundenlange Walkarbeit das Leder ein grobes Porenbild mit evtl.
Narbenbeschädigungen bekommt. Schliesslich ist nach diesem Verfahren die Farbeinstellung schwer zu kontrollieren.
Durch die weiterhin bekannten Giess- und Spritzfärbverfahren lässt sich nur eine geringere Echtheit der Färbungen erzielen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Färben von Leder zu finden, das unter geringem Aufwand an Arbeit, Energie, Farbstoff und Zeit eine gute Durchfärbung des Leders mit guter Echtheit der Färbung und glattem Porenbild des gefärbten Leders gestattet.
Dies wird erfindungsgemäss erreicht durch ein Verfahren, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Leder durch ein beheiztes Farbbad transportiert wird und anschliessend durch diesen Transportvorgang Presswalzen zugeführt wird.
Der Transport des Leders in dem Farbbad erfolgt vorteilhaft zwischen gitterförmigen Transportbändern, so dass die Farbe sowohl von unten als auch von oben ungehindert in das Leder eindringen kann. Durch den Pressvorgang kommt die Farbe besonders intensiv mit den Fasern des Leders in Berührung, und die überschüssige Farbe wird aus dem Leder herausgepresst.
Die Verweilzeit des Leders im Farbbad braucht nur einige Sekunden zu betragen. -Der Anpressdruck der Presswalzen kann durch ein stufenloses Getriebe bzw.
pneumatisch geregelt werden.
Weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
In der Zeichnung ist eine beispielhafte Ausführung einer solchen Vorrichtung schematisch im Längsschnitt dargestellt. Über ein Transportband 1 wird das einzufärbende Leder 2 an die Farbwanne 4 heran und über die beiden Leitbleche 3 in diese und auf das Transportband 5 geführt. Das Transportband 5 befördert das Leder durch das Farbbad, während das Band 6 als Beschwerband, bei den meisten Lederarten nicht angetrieben, Faltenbildung und Schwimmen des Leders verhindert und damit ungleichmässige Einfärbung und weiterhin die einwandfreie Abnahme des Leders durch die Presswalzen 7 und 8 sicherstellt.
An der Wanne 4 befindet sich ein Abstreifer 9, der das Leder von der unteren Presswalze 7 abhebt, so dass es einwandfrei von der Maschine abgenomen oder auf ein weiteres Transportband geleitet werden kann.
Um mit möglichst kleinen Farbmengen arbeiten zu können, ist die Farbwanne mit einem beheizten Verdrängungskörper 11 zwischen dem Transportgitter 5 ausgerüstet. Ein nicht dargestellter Thermostat hält das Farbstoffbad auf der gewünschten Temperatur.
Der Spiegel des Farbbades 10 wird durch eine nicht dargestellte Umwälzpumpe und einen Überlauf ständig auf derselben Höhe gehalten, wodurch die Einfärbung der Leder immer unter den gleichen Verhält nissen stattfinden kann. Die Transportbänder und Presswalzen werden durch stufenlose Getriebe angetrieben, so dass stets die optimale Transportgeschwindigkeit eingestellt werden kann.
Das Transportband 5 befindet sich ganz, die Presswalze 7 grösstenteils im Farbbad, wodurch komplizierte Abdichtungen der Wanne entfallen. Die im Farbbad laufenden Walzen sind mit Gleitlagern aus Kunststoff ausgerüstet. Alle mit dem Farbbad in Berührung kommenden Teile sind aus rostfreiem Stahl oder Kunststoff hergestellt.
Um einen gleichmässigen Abpressdruck der Walzen 7 und 8 sicherzustellen, werden die Walzen pneumatisch gegeneinander gedrückt, wobei der Anpressdruck durch ein Regelventil eingestellt werden kann.
Das erfindungsgemässe Verfahren, das beispielsweise in der beschriebenen Vorrichtung durchgeführt wird, gestattet es, mit minimaler Farbstoffmenge innerhalb von Sekunden das Leder durchzufärben und dabei eine gute Farbechtheit zu erzielen. Durch das sich sofort anschliessende Ausquetschen des Leders zwischen Presswalzen ist der Farbstoffverlust gering, und durch die schnelle Färbung sieht man sehr rasch, ob der Farbton genau ausgefärbt ist, so dass die Nuancierung der Farbe sofort erfolgen kann. Ausserdem wird durch die nur kurzzeitige mechanische Beanspruchung des Leders das Leder nicht durch Walken überbeansprucht, so dass ein glattes Porenbild im Leder erhalten bleibt. Auch die Durchfärbung nur einzelner Lederstücke wird somit wirtschaftlich.
Durch die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird gegenüber der Fassfärbung der Aufwand an Arbeitskraft und mechanischer Antriebsenergie stark verringert, auch wird gegenüber diesem Verfahren eine grosse Heisswassermenge eingespart, die üblicherweise dem Farbbad zugegeben wird.
PATENTANSPRUCH I
Verfahren zum Färben von Leder durch Bewegen des Leders in einem Farbbad, dadurch gekennzeichnet, dass das Leder durch ein beheiztes Farbbad transportiert wird und anschliessend durch diesen Transportvorgang Presswalzen zugeführt wird.
UNTERANSPROCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Transport des Leders durch Gittertransportbänder erfolgt.
2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Gittertransportbänder und der Presswalzen durch ein stufenloses Getriebe geregelt wird.
3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgeschwindigkeit so gross ist, dass sich das Leder nur sekundenlang im Farbbad befindet.
4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpressdruck der Presswalzen pneumatisch geregelt wird.
PATENTANSPRUCH II
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch mindestens eine innerhalb einer oder mehrerer Farbwannen (4) verlaufende Transportstrecke, an deren Ende oder zwischen deren Enden sich Presswalzen befinden.
UNTERANSPRÜCHE
5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Transportstrecke durch Gittertransportbänder gebildet ist.
6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Transportbänder mit einem Antrieb verbunden ist und das andere Transportband längs der Transportstrecke auf dem zu transportierenden Leder aufliegt.
7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsebene durch die Achsen zweier zusammenarbeitender Presswalzen zur Förderrichtung hin geneigt ist und dass das untere Transportband so nahe wie möglich an die untere Walze zweier zusammenarbeitender Presswalzen heranreicht, während das obere Transportband so aufgehängt ist, dass es sich vom Leder abhebt, bevor das Leder das Farbbad verlässt.
8. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem unteren Gittertransportband ein beheizter und durch einen Thermostaten geregelter Verdrängungskörper befindet.
9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbwanne mit einer Umwälzpumpe und zwischengeschaltetem Farbreservoir verbunden ist und einen Überlauf hat.
10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Auslauf aus den Presswalzen zur Abführung des Leders aus der Vorrichtung ein Abstreifer befindet.
**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **. nissen stattfinden kann. Die Transportbänder und Presswalzen werden durch stufenlose Getriebe angetrieben, so dass stets die optimale Transportgeschwindigkeit eingestellt werden kann.Das Transportband 5 befindet sich ganz, die Presswalze 7 grösstenteils im Farbbad, wodurch komplizierte Abdichtungen der Wanne entfallen. Die im Farbbad laufenden Walzen sind mit Gleitlagern aus Kunststoff ausgerüstet. Alle mit dem Farbbad in Berührung kommenden Teile sind aus rostfreiem Stahl oder Kunststoff hergestellt.Um einen gleichmässigen Abpressdruck der Walzen 7 und 8 sicherzustellen, werden die Walzen pneumatisch gegeneinander gedrückt, wobei der Anpressdruck durch ein Regelventil eingestellt werden kann.Das erfindungsgemässe Verfahren, das beispielsweise in der beschriebenen Vorrichtung durchgeführt wird, gestattet es, mit minimaler Farbstoffmenge innerhalb von Sekunden das Leder durchzufärben und dabei eine gute Farbechtheit zu erzielen. Durch das sich sofort anschliessende Ausquetschen des Leders zwischen Presswalzen ist der Farbstoffverlust gering, und durch die schnelle Färbung sieht man sehr rasch, ob der Farbton genau ausgefärbt ist, so dass die Nuancierung der Farbe sofort erfolgen kann. Ausserdem wird durch die nur kurzzeitige mechanische Beanspruchung des Leders das Leder nicht durch Walken überbeansprucht, so dass ein glattes Porenbild im Leder erhalten bleibt. Auch die Durchfärbung nur einzelner Lederstücke wird somit wirtschaftlich.Durch die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens wird gegenüber der Fassfärbung der Aufwand an Arbeitskraft und mechanischer Antriebsenergie stark verringert, auch wird gegenüber diesem Verfahren eine grosse Heisswassermenge eingespart, die üblicherweise dem Farbbad zugegeben wird.PATENTANSPRUCH I Verfahren zum Färben von Leder durch Bewegen des Leders in einem Farbbad, dadurch gekennzeichnet, dass das Leder durch ein beheiztes Farbbad transportiert wird und anschliessend durch diesen Transportvorgang Presswalzen zugeführt wird.UNTERANSPROCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Transport des Leders durch Gittertransportbänder erfolgt.2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Gittertransportbänder und der Presswalzen durch ein stufenloses Getriebe geregelt wird.3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportgeschwindigkeit so gross ist, dass sich das Leder nur sekundenlang im Farbbad befindet.4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anpressdruck der Presswalzen pneumatisch geregelt wird.PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch mindestens eine innerhalb einer oder mehrerer Farbwannen (4) verlaufende Transportstrecke, an deren Ende oder zwischen deren Enden sich Presswalzen befinden.UNTERANSPRÜCHE 5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Transportstrecke durch Gittertransportbänder gebildet ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Transportbänder mit einem Antrieb verbunden ist und das andere Transportband längs der Transportstrecke auf dem zu transportierenden Leder aufliegt.7. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsebene durch die Achsen zweier zusammenarbeitender Presswalzen zur Förderrichtung hin geneigt ist und dass das untere Transportband so nahe wie möglich an die untere Walze zweier zusammenarbeitender Presswalzen heranreicht, während das obere Transportband so aufgehängt ist, dass es sich vom Leder abhebt, bevor das Leder das Farbbad verlässt.8. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem unteren Gittertransportband ein beheizter und durch einen Thermostaten geregelter Verdrängungskörper befindet.9. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbwanne mit einer Umwälzpumpe und zwischengeschaltetem Farbreservoir verbunden ist und einen Überlauf hat.10. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sich am Auslauf aus den Presswalzen zur Abführung des Leders aus der Vorrichtung ein Abstreifer befindet.
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| DE19691937671 DE1937671A1 (de) | 1968-08-26 | 1969-07-24 | Verfahren und Maschine zur Behandlung von Haut- oder Lederstuecken in Gerbereien |
| ES371073A ES371073A1 (es) | 1968-08-26 | 1969-08-13 | Procedimiento y maquina para el tratamiento de pieles, cue-ros y similares. |
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| BR21184669A BR6911846D0 (pt) | 1968-08-26 | 1969-08-26 | Novo processo para tratar pecas de peles e couros em curtumes bem como maquina propria para executar o mesmo |
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=4386115
Family Applications (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3346923C1 (de) * | 1983-12-24 | 1985-05-02 | Lederfabrik Louis Schweizer GmbH & Co, 7157 Murrhardt | Vorrichtung zum Behandeln von flächigen Gebilden, wie Leder, Häute, Textilien und dgl. |
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1968
- 1968-08-26 CH CH1275768A patent/CH500015A/de not_active IP Right Cessation
-
1969
- 1969-08-25 CS CS582169A patent/CS164258B2/cs unknown
- 1969-08-26 BR BR21184669A patent/BR6911846D0/pt unknown
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| DE3346923C1 (de) * | 1983-12-24 | 1985-05-02 | Lederfabrik Louis Schweizer GmbH & Co, 7157 Murrhardt | Vorrichtung zum Behandeln von flächigen Gebilden, wie Leder, Häute, Textilien und dgl. |
Also Published As
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| CS164258B2 (de) | 1975-11-07 |
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