CH500152A - Verfahren zur Herstellung neuer Dinitro-2-chloranthrachinone - Google Patents
Verfahren zur Herstellung neuer Dinitro-2-chloranthrachinoneInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung neuer Dinitro-2-chloranthrachinone Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer Dinitro-2-chloranthrachinone der Formel EMI1.1 worin der eine Rest X eine Nitrogruppe bedeutet und der andere Rest X für ein Wasserstoffatom steht. Man erhält diese Dinitro - 2 - chloranthrachinone, wenn man 2-Chloranthrachinon a) bei 20 bis 1000 C, vorzugsweise 40 bis 800 C, mit einer über 90gewichtsprozentigen Salpetersäure oder b) bei 10 bis 1000 C in konzentrierter Schwefelsäure mit einer über 30gewichtsprozentigen Salpetersäure behandelt, wobei man vorzugsweise mindestens stöchiometrische Mengen an Salpetersäure anwendet. Nach dem neuen Verfahren verwendet man als Nitrierungsmittel entweder eine über 90gewichtsprozentige Salpetersäure oder eine Mischung aus konzentrierter Schwefelsäure und einer über 30gewichtsprozentigen Salpetersäure. Unter konzentrierter Schwefelsäure wird z. B. eine Schwefelsäure mit einer Mindestkonzentration von 92 Gew.% verstanden. Die Salpetersäure wird vorzugsweise in mindestens stöchiometrischen Mengen angewendet. Vorteilhaft nimmt man jedoch einen Überschuss. Die Schwefelsäuremenge beträgt zweckmässigerweise das 10- bis 15fache der Gewichtsmenge an 2-Chloranthrachinon. Das bevorzugte Mischungsverhältnis Schwefelsäure zu Salpetersäure liegt zwischen den Grenzen 13 zu 1 bis 20 zu 1. Im einzelnen führt man das neue Verfahren z. B. so aus, dass man das 2-Chloranthrachinon in 98gewichtsprozentige Salpetersäure einträgt und das Gemisch mehrere Stunden auf etwa 400 C hält, oder dass man zu einer Lösung von 2-Chloranthrachinon in konzentrierter Schwefelsäure bei Temperaturen über 100 C 98gewichtsprozentige Salpetersäure tropft, wobei sich das Gemisch auf etwa 500 C erwärmt, und die Umsetzung durch mehrstündiges Erhitzen auf etwa 900 C vervollständigt. Das Ende der Umsetzung lässt sich z. B. daran erkennen, dass sich kein weiteres Dinitroprodukt mehr abscheidet. Die Dinitro-2-chloranthrachinone können aus dem Reaktionsgemisch, gegebenenfalls nach Fällung mit Wasser, leicht abgetrennt werden. Die Ausbeute beträgt etwa 70 bis 85 %. Als Nebenprodukte treten in geringer Menge weitere Dinitroderivate des 2-Chloranthrachinons auf, die bei der Aufarbeitung des Reaktionsgemisches leicht abgetrennt werden können, z. B. durch fraktionierte Fällung mit Wasser. Das Dinitro-2-chloranthrachinon, das bei der Umsetzung als ein Isomerengemisch aus ungefähr gleichen Teilen 1,5-Dinitro-2-chloranthrachinon und 1,8-Dinitro2-chloranthrachinon entsteht, kann man aufgrund der unterschiedlichen Löslichkeit seiner Bestandteile auftrennen, indem man zu der Lösung des Isomerengemisches in Schwefelsäure oder Salpetersäure so viel Wasser tropft, dass nur das schwerer lösliche 1,5-Dinitro-2-chloranthrachinon ausfällt, während man das leichter lösliche 1,8-Dinitro-2-chloranthrachinon aus dem Filtrat durch weitere Wasserzugabe ausfällt. In manchen Fällen kann es auch zweckmässig sein, diese Auftrennung nach einer Umwandlung der Verfahrensprodukte vorzunehmen, z. B. nach ihrer Reduktion zu den entsprechenden Diamino-2-chloranthrachinon durch Fraktionierung aus konzentrierter Schwefelsäure. Die nach dem neuen Verfahren erhältlichen 1,5oder 1,8-Dinitro-2-chloranthrachinone bzw. das aus beiden Verbindungen bestehende Isomerengemisch sind wertvolle Zwischenprodukte, z. B. für die Herstellung von Farbstoffen. Dass nach dem erfindungsgemässen Verfahren aus 2-Chloranthrachinon in so guter Ausbeute Dinitro-2chloranthrachinone hergestellt werden können, ist überraschend, da aus dem Journal für praktische Chemie Band 130 (s. Seite 79 und 80) hervorgeht, dass bei der Nitrierung von 2-Chloranthrachinon l-Nitro-2-chloranthrachinon erhalten wird. Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente beziehen sich auf Gewichtsteile und Gewichtsprozente. Beispiel 1 Man trägt 242 Teile 2-Chloranthrachinon in 1870 Teile 98 Die Salpetersäure ein und hält das Gemisch 15 Stunden auf 400 C. Dann gibt man 100 Teile Wasser hinzu, rührt die Mischung 15 Minuten bei 400 C und saugt ab. Der Rückstand wird zuerst mit einem Gemisch aus 370 Teilen 98%der Salpetersäure und 20 Teilen Wasser und dann mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 106 Teile (= 32% der Theorie) 1 ,5-Dinitro-2-chloranthrachinon mit einem Schmelzpunkt von 358 bis 3600 C. Fügt man bei der Aufarbeitung nicht 100 Teile, sondern 175 Teile Wasser zum Reaktionsgemisch und verfährt man im übrigen wie beschrieben, so erhält man 230 Teile (= 69 % der Theorie) eines Gemisches aus 1 ,5-Dinitro-2-chloranthrachinon und 1,8-Dinitro2-chloranthrachinon. Beispiel 2 In eine Lösung aus 100 Teilen 2-Chloranthrachinon und 1500 Teilen konzentrierter Schwefelsäure tropft man bei 200 C innerhalb von 15 Minuten 76,3 Teile 98 W > -ige Salpetersäure ein. Die Temperatur steigt dabei auf etwa 45 bis 500 C an. Man erhitzt das Reaktionsgemisch auf 85 bis 900 C und hält über 5 Stunden auf dieser Temperatur. Nach dem Abkühlen wird das ausgefallene Reaktionsprodukt abgesaugt, mit 90 %iger Schwefelsäure gewaschen, in heissem Wasser aufgeschlämmt, abgesaugt, mit heissem Wasser gewaschen und getrocknet. Man erhält 115 Teile (= 84% der Theorie) einer Mischung aus 1,5 -Dinitro-2-chloranthra- chinon und 1 ,8-Dinitro-2-chloranthrachinon mit einem Schmelzpunkt von 273 bis 3100 C. Analyse: Berechnet: C 50,6 H 1,6 0 28,8 N 8,4 Cl 10,6% Gefunden: C 50,5 H 1,7 0 28,7 N 8,2 Cl 10,2%
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Dinitro-2-chloranthrachinonen der Formel EMI2.1 worin der eine Rest X eine Nitrogruppe bedeutet und der andere Rest X für ein Wasserstoffatom steht, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Chloranthrachinon a) bei 20 bis 1000 C, mit einer über 90gewichtspro zentigen Salpetersäure oder b) bei 10 bis 1000 C in konzentrierter Schwefelsäure mit einer über 30gewichtsprozentigen Salpetersäure behandelt.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens stöchiometrische Mengen an Salpetersäure anwendet.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Chloranthrachinon bei 40 bis 800 C mit Salpetersäure behandelt.
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Also Published As
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| DE1643651A1 (de) | 1971-03-25 |
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