CH500292A - Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von festen Teilchen oder Tröpfchen eines Stoffes mit einer festen Schicht - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von festen Teilchen oder Tröpfchen eines Stoffes mit einer festen Schicht

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CH500292A
CH500292A CH947366A CH947366A CH500292A CH 500292 A CH500292 A CH 500292A CH 947366 A CH947366 A CH 947366A CH 947366 A CH947366 A CH 947366A CH 500292 A CH500292 A CH 500292A
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chamber
particles
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solid
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Nicholaevich Stephano Nicholas
Edward Albus Francis
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Fluid Energy Proc And Equipmen
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01J13/02Making microcapsules or microballoons
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description


  
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von festen Teilchen oder Tröpfchen eines Stoffes mit einer festen Schicht
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Überziehen fester oder flüssiger Stoffpartikel mit einem Feststoffüberzug oder einem Material, das sich thermisch verfestigen lässt.



   Es war bisher möglich, Feststoffe mit einer fliessfähigen oder halbfliessfähigen Substanz auf verschiedene übliche Weisen zu überziehen, z. B. durch Besprühen, Eintauchen, Bestreichen, Bepinseln, usw. Solche Verfahren lassen sich jedoch dann nicht verwenden, wenn eine feste oder flüssige Substanz völlig oder teilweise mit Feststoffen   odef    einem flüssigen   Material,    das fest wird, überzogen oder damit eingekapselt werden soll.



  Ein grosstechnisch brauchbares Verfahren zum Aufbringen eines   Überzuges    auf feste oder flüssige Stoffe wäre von unschätzbarem Wert, da es viele solcher Stoffe, z. B. Nahrungsmittel, Chemikalien, Mineralölprodukte und dergleichen gibt, die auf diese Weise konserviert werden können und hierdurch eine wesentlich längere Lagerdauer als sonst möglich zeigen. Solche Produkte könnten auch sehr viel einfacher gehandhabt und in dieser Form leichter abgepackt werden.



   Aufgabe der Erfindung ist es also, in brauchbarer und wirtschaftlich vertretbarer Weise ein Verfahren zum Aufbringen eines Überzuges auf feste oder flüssige Partikel zu schaffen.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man den festen oder   flüssigen    Stoff in einem Strahl in konvergierende Strömungsbahnen eines unter hohem Druck stehenden Gases bläst, wobei die festen Teilchen verwirbelt werden bzw. die Flüssigkeit zu Tröpfchen zerstäubt und dann verwirbelt wird, und die Teilchen bzw. Tröpfchen mit einem Schleier aus einem unter niedrigem Druck stehenden Gas, das den   Überzugsstoff    mitführt, derart umgibt, dass sich ein   Überzug    auf den Teilchen bzw. Tröpfchen bildet.



   Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch eine im wesentlichen zylindrische Kammer mit einer Mündung am einen Ende, welche durch ein Kopfstück eingefasst ist, das nach oben aus der Kammer zu deren Achse geneigte Öffnungen, die zur Peripherie der Mündung tangential gerichtet sind, aufweist; Mittel zur Führung des Hochdruckmediums zum Kopfstück, eine axial durch die Kammer verlaufende Leitung, die mit einem Vorrat an zu   überziehendem    Stoff verbunden ist und in einer   Austrittsdüse    innerhalb der Mündung der Kammer endet, sowie Mittel zur Führung eines   Nie der-    druckmediums durch die Kammer, um die Leitung herum und durch die Mündung der Kammer.



   Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den beiliegenden Zeichnungen, in denen
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine Ausführungsform der   qerfindungsgemässen    Vorrichtung zeigt.



   Fig. 2 ist eine Einzelansicht in grösserer Darstellung, teilweise im Schnitt und teilweise in der Ansicht, durch die in Fig. 1 gezeigte   Sprühdüsenzufühirung.   



   Fig. 3 ist eine Draufsicht von der Ebene 3-3 in Fig. 2 aus gesehen.



   Fig. 4 ist ein Schnitt durch eine Einzelheit längs der Linie 4-4 in Fig. 1 in grösserer Darstellung.



   Fig. 5 ist eine Ansicht, teilweise im Schnitt, durch eine abgeänderte Ausführungsform der Sprühdüsenzuführung.



   Fig. 6 ist ein Teilschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform, wobei die   Sprühdüsenanordnungen    im oberen Teil des Gehäuses untergebracht sind.



   Fig. 7 ist ein Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung.



   Fig. 8 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, durch eine weitere Ausführungsform.



   Fig. 9 ist ein Querschnitt längs der Linie 9-9 in Fig. 8.



   Fig. 10 ist ein Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Mündung im Kopfstück.  



   So zeigt Fig. 1 eine Auftragsvorrichtung 10 aus einem praktisch zylindrischen, oben verschlossenen Gehäuse 12, das unten in einen kegeligen Teil 14 übergeht.



  Eine Auslassöffnung ist am unteren Ende des Teils 14 vorgesehen; mit dieser Öffnung ist eine zu seinem Sammler oder dergleichen verlaufende Leitung 16 verbunden.



   Wenigstens eine, vorzugsweise jedoch (wie dargestellt) mehrere Sprühanordnungen 18, sind mit dem kegeligen Teil 14 verbunden, so dass ein Sprühstrahl nach oben in den Teil 14 des Gehäuses (wie in Fig. 1 am besten zu sehen) gerichtet wird.



   Jede Sprühanordnung 18 ist praktisch gleich ausgebildet, so dass die Beschreibung der einen für sämtliche Sprühdüsen gilt. Hierbei zeigt Fig. 2 eine Einzelheit der Sprühanordnung 18 mit einer praktisch zylindrischen Kammer 20, die sich unter einem geneigten Winkel in den Gehäuseteil 14 erstreckt. Die Kammer 20 besitzt einen konischen Halsteil 22, der   innerhalb    des Gehäuseteils 14 angeordnet ist. Der konische Halsteil 22 endet in einer relativ engen zylindrischen Mündung 24, die von einem ringförmigen hohlen Kopfstück 26 umgeben ist. Das Kopfstück 26 besitzt eine nach unten gerichtete und nach innen geneigte Innenwand 28 mit ringförmig angeordneten Düsenöffnungen 30.

  Die Düsenöffnungen 30 sind jeweils in zwei Ebenen geneigt, d.h., sie sind vom Kopfstückinneren (26) gegen die Mittelachse der zylindrischen Mündung 24 (wie am besten in Fig. 2 zu sehen) geneigt sowie in einer Ebene senkrecht hierzu (wie in Fig. 3 zu sehen). Wenn also Druckluft oder ein anderes Druckgas aus diesen Düsenöffnungen austritt, so wird es nicht nur nach innen gegen die Achse der Mündung 24 hin abgeschleudert, sondern auch tangential zu deren Peripherie zur Bildung eines sich drehenden Stroms. Die Luft oder ein anderes Gas tritt in das Kopfstück 26 über eine Leitung 32 ein, die mit einem nicht gezeigten Vorrat eines   unter    Druck stehenden Mediums verbunden ist.



   Axial von der Kammer 20 geht ein Rohr 34 ab, das am unteren Ende mit einem unter Druck stehenden Vorrat (nicht gezeigt) an zu   überziehendem    Stoff verbunden ist, während am oberen Ende ein konischer Auslass 36 vorgesehen ist. Der Auslass 36 ist innerhalb der Mündung 25 in der Nähe der Düsenöffnungen 30 angeordnet.



   Das pulverförmige Überzugsmaterial wird durch eine Rutsche 38 eingeführt. In die Rutsche 38 führt eine Leitung 40, die mit einem nicht gezeigten Vorrat eines Mediums verbunden ist, wie z. B. Druckluft oder einem anderen Druckgas. Während das körnige Material durch die Rutsche 38 fällt, wird es vom Druckmedium in der Leitung 40 mitgerissen und durch eine Venturi Düse 42 in den Bodenteil der Kammer 20 geschleudert.



  Die Düse 42 ist tangential zur Kammer 20 angeordnet; das körnige Material wird   daher    in die Kammer längs einer schraubenlinienförmigen Bahn abgeschleudert.



   Während der aus festen Teilchen oder Flüssigkeit bestehtende Strahl die Düse 36 verlässt, bewirkt Luft oder ein anderes Gas unter Druck, das aus den nach oben geneigten tangential gerichteten Öffnungen 30 austritt, eine Zerstäubung des Strahls aufgrund der Wirbelwirkung des Gases. Da das Gas in den Öffnungen 30 sowohl eine nach innen geneigte wie eine tangential verlaufende Komponente erhält, ist die Zerstäubung ganz besonders wirksam. Die flüssigen oder festen Partikel werden dabei in eine Wirbelbewegung nach innen versetzt und gleichzeitig von Gasen unter niedrigem Druck eingehüllt, die die   Überzugspartikel    mit sich führen und wendelförmig durch Kammer 20 um Rohr 34 herum aufsteigen.

  Düse 42 ist gegensinnig tangential zu den Öffnungen 30 angeordnet, so dass sich die wendelförmig durch Kammer 20 steigenden Gase mit den aus den Öffnungen 30 kommenden Gasen verwirbeln. Die   Über-    zugsstoffpartikel drehen sich also beim Durchgang durch die Mündung 24 gegensinnig zu den zu überziehenden Partikeln. Bei gegenseitiger Berührung versetzen erstere den letzteren einen   Drehimpuls,    während letztere von ersteren überzogen werden.



   Der konische, durch die aus den Leitungen 30 austretenden Druckgase hervorgerufene Wirbel bildet ein Teilvakuum an Düse 36. Dieses Vakuum lässt gewöhnlich etwas aus der Öffnung 36 austretende Flüssigkeit hinter die konischen Wirbelströme gelangen und verkrustet so die Düse 36. Diese Verkrustung wird jedoch durch die unter niedrigem Druck stehenden Gase verhindert, die von der Kammer 20 aus aufsteigen. Diese Gase machen das Vakuum zunichte und verhindern dadurch ein Zurückströmen und damit die Krustenbildung.



     Sprühströme    feststoffüberzogener Flüssigkeitströpfchen steigen von der Sprühanordnung 18 in den   kegeli-    gen Teil 14 des Gehäuses 12. Das Gehäuse mit seinem Teil 14 bildet eine Trockenkammer, in der trockene Luft oder ein anderes Gas durch tangentiale Rohre 44 eingeführt wird, die mit einem Warmluftspeicher oder einem Speicher für sonstige Gase (nicht gezeigt) verbunden sind. Temperatur und Druck dieser Trocknungsluft verändert sich entsprechend den verarbeiteten   Ma-    terialien und der gewünschten Ergebnissen. Sollen z. B.



  Latexpartikel mit Ton überzogen werden, so wird man vorzugsweise Trockenluft bei etwa 2600 C bei einem Druck von 250 bis 500 mm Wassersäule verwenden.



  Druckluft oder   Druck gas    wird nach unten durch das Gehäuse 12 längs einer wendelförmigen Bahn geführt und nimmt die   Sprühstfahlen    aus den Sprühanordnungen 18 mit und transportiert die überzogenen Flüssigkeitspartikel von den Strahlen in die Austragleitung 16, unter gleichzeitiger Trocknung.



   Die durch das Gehäuse 12 und seinen Teil 14 gebildete Trockenkammer wird deswegen eingesetzt, weil die Flüssigkeitsteilchen während des Trocknens und Verdampfens schrumpfen. Dies lässt die daran haftenden Feststoffpartikel zusammenrücken und gegebenenfalls unter Bildung einer dünnen Kruste oder Schale koaleszieren. Tritt dies ein, so ist die Flüssigkeit von der Warmluft isoliert und eine weitere Verdampfung wird verhindert. Etwa zu diesem Zeitpunkt werden die überzogenen Partikel durch die Leitung 16 ausgetragen.

 

  Wird nur ein Teilüberzug gewünscht, so kann die Tem   peratur    des Trocknungsgases proportional geringer sein, so dass während der Zeit, in der die überzogenen Partikel die   Trocknerkammer    verlassen, die Flüssigkeit noch nicht genügend geschrumpft ist, damit sämtliche haften den, diskreten Feststoffpartikel koaleszieren.



   In Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform einer Sprühdüsenanordnung 50 gezeigt, die aus einer praktisch zylindrischen Kammer 52, ähnlich der Kammer 20 besteht und einen oberen konischen Halsteil 54  ähnlich dem konischen Halsteil 22 aufweist, der in einer relativ engen zylindrischen Mündung 56, ähnlich der Mündung 24 endet. Die Mündung 54 ist von einem
Kopfstück 58 ähnlich dem Kopfstück 26 umgeben und mit geneigten Tangentialöffnungen 60 in ähnlicher   Weise versehen.

  Durch die Kammer 52 und den konischen Halsteil 54 verläuft ein Rohr 62 ähnlich dem Rohr 34, nur dass statt des gewöhnlichen   Auslassers    vorne aus dem Rohr, durch das Flüssigkeit in einer geraden axialen Bahn wie beim Rohr 34   austritt,    das vordere Ende des Rohres 62 mit Öffnungen oder Schlitzen 64, eine(n) für jede Öffnung 60 versehen ist, die die Flüssigkeit unter einem Winkel gegen die geneigten   Druckgasströme    schleudern, welche aus den Öffnungen 60 austreten. Hierdurch wird ein Auftreffen unter 900 erreicht. Dieses Auftreffen unter 900 führt zu einer intensiveren Dispersion der Flüssigkeitströpfchen und daher zu einem dichteren   Überzug    des festen körnigen Materials.



   Die Düsenöffnungen 30 in Fig. 2 und 60 in Fig. 5 liefern, relativ betrachtet, Weiterwinkelsprühstrahlen.



  Die Neigung dieser Öffnungen kann jedoch geändert werden, um die Auftreffstelle auf die Flüssigkeit einzustellen. Wünscht man z. B. einen langen, engen Sprühkegel, so kann die Neigung der Öffnungen steiler gerichtet werden, wodurch die Ströme mehr nach vorne aus der Düse des   Fiüssigkeitsrohres    geschleudert werden, während dann, wenn ein Auftreffen nahe des Flüssigkeitsauslasses stattfinden soll, die Neigung der   Öffnun-    gen geringer gemacht werden kann, wodurch man einen sehr breiten Sprühwinkel erhält.



   Vorzuziehen ist die oben beschriebene Vorrichtung, bei der die   Zuführungssprühdüsen    im unteren Teil des Gehäuses liegen, da die flüssigen und festen Partikel während des Aufwärtsgeschleudertwerdens gegen die   Wendelströiuung    der warmen Gase innerhalb der trocknenden Atmosphäre über eine längere Zeitdauer verbleiben. Es können jedoch die Einlässe der Zuführungsdüsen am oberen Ende des Gehäuses im Bereich der Tan   tentiairohre    44 angeordnet werden, wobei   ailderdings    ihre   Tangentialrichtunggegensinnig    ist.

  Bei einer solchen Anordnung werden die Flüssigkeits- und Feststoffstrahlen im horizontalen Gegenstrom   zur    Warmluft aus den Rohren 44 geschleudert, da jedoch beide Ströme nach unten anstatt im vertikalen Gegenstrom gerichtet sind, verbleiben die überzogenen Partikel in der Trockneratmosphäre über eine kürzere Zeitdauer; es erfolgt also eine geringere Schrumpfung, d. h. ein leichterer oder poröser Überzug.



   Diese Art der Anordnung ist in Fig. 6 gezeigt, nach der ein Gehäuse 70 mit radial angeordneten Düseneinheiten 72 mit einer Kammer 74 ähnlich der Kammer 20 vorgesehen ist, und wobei ein ähnliches Kopfstück 76 mit einem Druckmedium, z. B. Luft oder dergleichen, über eine Leitung 78 versorgt wird, die mit einem nicht gezeigten Speicher verbunden ist. Ein Flüssigkeitsrohr 80, ähnlich dem Rohr 34, erstreckt sich axial durch die Kammer 74 und ist mit einem Flüssigkeitsvorrat oder dergleichen, ähnlich wie Rohr 34, verbunden.



  Eine Leitung 82 geht von einem unter geringem Druck stehenden Speicher für Luft oder dergleichen (nicht gezeigt) aus. Das Druckgas aus der Leitung 82 strömt nach unten um das Rohr 80 und wirkt wie das durch die Kammer 20 strömende Gas so, dass das Vakuum bzw. der Unterdruck am Flüssigkeitsauslass   aufgehoben    wird und der Auslass frei von jeder Krustenbildung bleibt. Es kann zwar die Leitung 82 durch eine Rutschenanordnung, z. B. 38, 40, 42, ersetzt werden, durch die sowohl Gas wie Feststoffe in das Gehäuse eingeführt werden; die   dargestellte    Ausführungsform arbeitet jedoch mit einer getrennten   Feststoffzuführungs anord-    nung, wobei der Aufgabetrichter 84 für die Feststoffe getrennt angeordnet ist und durch ein Druckmedium aus der Leitung 86 getrieben wird.

  Da der Eintrittswinkel der Feststoffe aus dem Aufgabebehälter 84 entgegengesetzt zum Eintrittswinkel der zerstäubten Flüssigkeit aus der Kammer 74 liegt, so erfolgt eine stärkere gegenseitige Dispersion der Feststoff- und Flüssigkeitspartikel wegen der durch das Auftreffen der beiden Ströme hervorgerufenen Turbulenz.



   Erwärmte Luft oder ein ähnliches Gas wird in das Gehäuse 70 durch   Tangentialrohre    88 eingeführt, die ähnlich den Rohren 44 sind und eine analoge, wendel förmige, nach unten gerichtete Strömung erzeugen.



   In Fig. 7 ist eine andere Ausführungsform 84 gezeigt, die aus einem Gehäuse 86 mit einem kegelstumpfförmigen Teil 88 ähnlich der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung besteht. Am unteren Ende im Zentrum ist eine   Sprühanordnung    90 vorgesehen, die der Anordnung 18 entspricht. Um die Mündung der Düsenanordnung 90 ist eine zylindrische Leitwand 92 angeordnet. In der Nähe der Leitwand 92 und auf einer Seite des unteren Endes des kegelstumpfförmigen Teils 88 ist ein Auslass 94 vorgesehen. Im oberen Teil des Gehäuses 86 sind tantentiale Warmluftleitungen 96 ähnlich den Rohren 44 angebracht.



   Bei dieser Ausführungsform bewegen sich die   feste      stoffüberzogenen    Flüssigkeitspartikel, wenn sie nach oben geschleudert werden, im Gegenstrom zum wendelförmigen Wirbel   aufgrund    ihrer Zentrifugalkraft nach unten aus der Leitwand 92 hinaus und werden durch den Auslass 94 ausgetragen. Hierdurch wird jede Neigung der absteigenden Partikel, sich an der Mündung der   Düsenanordnung    abzulagern und diese zu verstopfen, vermieden. Diese Form der Vorrichtung ist dann geeignet, wenn eine Dehydratisierung der Flüssigkeitspartikel nicht erwünscht ist.



   In Fig. 8 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt, die verwendet wird, um dickere Feststoff überzüge auf   Fiüssigkeitspartikeln    hervorzurufen, als man sie gewöhnlich mit den oben beschriebenen Vorrichtungen erhält. Diese Vorrichtung 100 besteht aus einer   Ringaniage    mit einem Fallrohr 102, einem unteren Krümmer 104, einem Steigrohr 106 und einem oberen Krümmer 108.



   Das obere Ende des Fallrohres 102 besitzt eine   Sprühdüsenanordnung    109, die der Anordnung 18 und den Fig. 1 bis 3 ähnlich ist (nur dass diese anstatt nach oben, nach unten gerichtet ist), indem sie eine Kammer 110 mit einem konischen unteren Teil 111 enthält, durch den axial ein   Flüssigkeitsrohr    112 reicht, das mit einem nicht gezeigten Vorrat verbunden ist. Luft oder ein ähnliches Medium wird unter relativ niedrigem Druck aus einem nicht gezeigten Speicher durch eine Leitung 113 eingeführt. 

  Das untere Ende des konischen Teiles 111 bildet eine Mündung, die von einem Kopfstück 114 umgeben ist, welchem Luft oder ein ähnliches Medium unter relativ hohem Druck über eine mit einem nicht gezeigten Speicher verbundene Leitung 116 zugeführt wird, wobei der gesamte   Auflaau    im wesentlichen mit Bezug auf die Anordnung 72 in Fig. 6 beschrieben ist.



   Der aus der Sprühanordnung 109 austretende Sprühregen aus   Flüssigkeitströpfohen    wird durch das Fallrohr 102 nach unten geführt. Während der Abwärtsbewegung tritt er durch einen Bereich horizontaler Umwälzung, die durch Warmluft oder ein ähnliches Medium unter   Druck geschaffen wird, welches durch das Tangentialrohr 118 eintritt. Diese tangential umgewälzte Luft bildet einen horizontalen Wirbel und ruft eine wendelförmige Strömung durch das Fallrohr   hervor.    Im Rotor 118 werden die Flüssigkeitströpfchen vorgetrocknet, bevor Feststoffe durch den Aufgabetrichter 120 eingeführt werden. Die Düsen 124 liefern warme Zusatzgase und lassen das Produkt in der Anlage umströmen.

  Während die Flüssigkeitspartikel sich im Wirbel nach unten bewegen, tritt das pulverförmige Feststoffmaterial durch eine   Venturi-Düse    121 aus dem Aufgabetrichter 120 ein, indem es durch Druckluft oder ein ähnliches Medium, das durch die Leitung 122 aus einem nicht gezeigten Speicher stammt, mitgerissen wird. Treffen diese Feststoffpartikel auf die   Fiüssigkeitströpfchen,    so werden die Tröpfchen im Wirbel herumgeschleudert, und werden während ihrer Drehung mit Feststoffpartikeln auf der gesamten Oberfläche überzogen.



   Die überzogenen Flüssigkeitspartikel werden dann nach unten durch das Fallrohr 102 in den Krümmer 104 geführt. Der Krümmer 104 wird mit warmer unter niedrigem Druck stehender Luft oder einem ähnlichen Medium beschickt, das durch Tangentialdüsen 124 eintritt. Das aus den Düsen 124 stammende Medium trocknet die überzogenen Partikel nicht nur weiter, sondern trägt sie auch durch das Steigrohr 106 und durch den Krümmer 108 zu einem Auslass 126. Eine Ablenkplatte 128 ist zwischen Krümmer 108 und Fallrohr 102 vorgesehen, um zu verhindern, dass der grösste Teil der zirkulierenden Warmluft und hiervon mitgerissene Partikel in dieses zurückkehren.

  Eine kleine Öffnung ist auf der Innenseite des Ablenkbleches belassen und erlaubt es, dass eine gewisse Menge   zirkulierender    Luft in das Fallrohr eintritt; die überzogenen Partikel, die relativ schwer sind, zirkulieren jedoch in der Nähe der Aussenwand wegen der grösseren hierauf ausgeübten Zentrifugalkraft. Es wird also verhindert, dass die überzogenen Partikel infolge des Ablenkbleches in das   FEall-    rohr eintreten.



   Die relativ lange Zeitdauer, während der die überzogenen Partikel in der beheizten Atmosphäre während ihrer Umwälzung durch die Anlage zum Auslass 136 verbleiben, führt zu einer gründlichen Trocknung zusammen mit einer erheblichen Schrumpfung. Dies führt zu einer sehr vollständigen   Koaleszenz    oder Zusammenballung der Feststoffe und daher zu einer dichten, nichtporösen Schale um die Flüssigkeitspartikel.



   In Fig. 10 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Öffnung im Kopfstück 140 dargestellt. In der Öffnung 144 sitzt eine auswechselbare Düse 142, die entfernbar angeordnet ist, z. B. durch Schraubeinsatz, Presspassung, Verbolzen, Stiftverbindung, usw. Düse 142 kann ausgewechselt werden, um so die tatsächliche Mündung der Öffnung kleiner oder grösser zu machen und den Abstand zwischen dem tatsächlichen   Öffnungsausiass    und dem Auslass des   Flüssigkeitsrohres    146 zu verkürzen oder zu vergrössern. Die Bohrung der Düse 142 kann entweder konvergent-divergent sein, um   Überschallge-    schwindigkeiten des   Mediums    zu erhalten, oder kann der  abrupten  Bauart zugehören, um eine grössere Turbulenz hervorzurufen.



   Die Verwendung der Düse 142 ermöglicht die tatsächliche Öffnung näher an das Ende des Flüssigkeitsrohres 146 heranzubringen, ohne dass eine wesentliche Störung mit der Niedrigdruckströmung durch die Kammer um das   Flüssigkeitsfohr    stattfindet. Dadurch, dass ferner der Druck durch die Öffnungen variiert wird, können die Flüssigkeitstropfchen grösser oder kleiner gemacht werden. Dies kann übrigens durch Verändern des Druckes im   Flüssigkeitsrohr    146 erfolgen.



   Die hierin verwandten Ausdrücke  feste oder flüssige Partikel  haben die Bedeutung von Flüssigkeiten und viskosen oder plastischen Materialien, wie Latices, Gele, Kolloide oder Kunstharze. Zum Beispiel ist Tomatenkonzentrat, bei dem es sich um einen klebrigen viskosen Stoff   handelt,    mit einer pulverförmigen trockenen Tomatenhaut überzogen worden. Überzogenes Tomatenkonzentrat kann leichter gehandhabt und verpackt werden und in seine flüssige Form durch Pressen oder Auflösen in Wasser später leicht rückgeführt werden.



  Die gleiche Behandlung kann zum Einkapseln fluidisierter (im Wirbelbett befindlicher) Kaffee, Kakaound dergleichen Partikel angewandt werden. Tatsächlich kann die erfindungsgemässe Massnahme zur Behandlung irgendeines festen oder flüssigen Stoffes herangezogen werden. Anstatt pulverförmiges Feststoffmaterial zu verwenden, ist es möglich,   Überzugsmaterialien    einzusetzen, die in flüssiger oder selbst in dampfförmiger Form vorliegen, wenn ein Auftreffen auf zu überziehende Flüssigkeit erfolgt, wobei dann nach dem Abscheiden auf den Flüssigkeiten die Verfestigung folgt.



   Als Beispiel für das Gas, das durch die Kammer 20, die Öffnungen 30, die Rohre 44 und die entsprechenden Teile in den   anderen    Figuren geschleudert wird, wurde Luft genannt. Man kann selbstverständlich auch Dampf, Stickstoff, Sauerstoff oder irgendein anderes Gas abhängig von den zu behandelnden Materialien und den gewünschten Ergebnissen verwenden.

 

   Die erfindungsgemässen Massnahmen können auch gleichen, verwendet werden. Solch eine chemische Reaktion zwischen den festen oder flüssigen zu überziehenden Partikeln und entweder den Überzugsmaterialien, seien sie in festem oder flüssigem Zustand, oder den als Arbeitsmedien verwandten Gasen, Wärmemedien oder dergleichen, verwendet werden. Solch eine chemische Reak   don    hängt selbstverständlich von Temperatur und   Druck    innerhalb der Vorrichtung sowie von der bestimmten Art der Flüssigkeiten, Feststoffe und Gase ab. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zum Überziehen von festen Teilchen oder Tröpfchen eines Stoffes mit einer festen Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass man den festen oder flüssigen Stoff in einem Strahl in konvergierende Strömungsbahnen eines unter hohem Druck stehenden Gases bläst, wobei die festen Teilchen verwirbelt werden bzw. die Flüssigkeit zu Tröpfchen zerstäubt und dann verwirbelt wird, und die Teilchen bzw. Tröpfchen mit einem Schleier aus einem unter niedrigem Druck stehenden Gas, das den Überzugs stoff mitführt, derart umgibt, dass sich ein Überzug auf den Teilchen bzw. Tröpfchen bildet.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine im wesentlichen zylindrische Kammer (20) mit einer Mün dung (24) am einen Ende, welche durch ein Kopfstück (26) eingefasst ist, das nach oben aus der Kammer zu deren Achse geneigte Öffnungen (30), die zur Peripherie der Mündung (24) tangential gerichtet sind, aufweist; Mittel (32) zur Führung des Hochdruckme- diums zum Kopfstück, eine axial durch die Kammer verlaufende Leitung (34), die mit einem Vorrat an zu überziehendem Stoff verbunden ist und in einer Austrittsdüse (36) innerhalb der Mündung (24) der Kammer endet, sowie Mittel zur Führung eines Niederdruckmediums durch die Kammer, um die Leitung (34) herum und durch die Mündung (24) der Kammer.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die zerstäubten Partikel gleichzeitig oberflächlich chemisch mit einem der Überzugs stoffe, Druckmedien oder Gemisch davon umgesetzt werden.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die überzogenen Partikel erwärmt werden.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch II,gekennzeich- net durch Zuführmittel (38, 42, 40) für die Überzugs- materialien durch die Kammer, um die Leitung und durch die Mündung.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsdüse (36) eine zentrale Öffnung aufweist, aus der das Medium in Axialrichtung austritt.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Sprühanofdnung (18) Austritts öffnungen (30) aufweist, aus denen das Medium geneigt zur Achse der Zuleitung austritt.
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