CH500353A - Spaltplatte aus dichtgebranntem, keramischem Material - Google Patents
Spaltplatte aus dichtgebranntem, keramischem MaterialInfo
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Description
Spaltplatte aus dichtgebranntem, keramischem Material Die Erfindung bezieht sich auf eine aus zwei einzelnen, durch Spaltstege lösbar miteinander verbundenen Spaltplatte aus dichtgebranntem keramischem Material mit parallel zueinander verlaufenden, der untergreifenden Verankerung der Platte in einem an der zu verkleidenden Fläche angebrachten Mörtelbett dienenden Ansätzen auf den einander zugekehrten Seiten der Platten. Die bekannten Spaltplatten aus dichtgebranntem keramischem Material weisen auf der Rückseite parallel zueinander verlaufende, schwalbenschwanzförmigen Querschnitt aufweisende Ansätze auf. Mit diesen Ansätzen werden die Platten in das Mörtelbett gedrückt und derart auf der zu verkleidenden Fläche verankert. Die Erfindung erstrebt die Ausgestaltung solcher Spaltplatten derart, dass das Mörtelbett, welches bei den bekannten Spaltplatten eine Dicke von ca. 15 mm, im sogenannten Dünnbettverfahren jedoch mindestens 8 mm aufweisen muss, erheblich verringert werden kann, ohne dass sich handwerkliche Schwierigkeiten für die Verlegung ergeben. Ein dickes Mörtelbett ist nicht nur unwirtschaftlich und erfordert ein Unterkeilen der angesetzten Spaltplatte, die zudem rückseitig bemörtelt werden muss. Der Handwerker muss mehr Zeit für die Verlegung in Anspruch nehmen und grössere Sorgfalt aufbringen; er läuft nämlich sonst Gefahr, dass die Platten abrutschen, das Fugenbild des Belages verunstaltet wird und Hohlräume zwischen Plattenrückseite und Rohbauwand entstehen. Die Dünnbettvorlegung - unter Verwendung von Dünnbett- oder Klebemörtel - gestattet ein Auftragen des Mörtels auf die Wandfläche in der Grössenordnung von mehreren Quadratmetern, in den dann die unbemörtelte Platte hineingedrückt wird. Die wirtschaftlichen Vorteile sind: geringerer Materialbedarf, geringere Transportkosten und wesentliche Arbeitszeitverkürzung. Der technische Vorteil ist die Erzielung eines vollsatten Mörtelbettes. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass die Plattenrückseite möglichst ebenflächig gestaltet werden muss, um von dem vergleichsweise dicken Mörtelbett abgehen und zu einer Dünnbettverlegung übergehen zu können. Diese möglichst ebenflächige Gestaltung der Plattenrückseite darf aber nicht die bekannten Vorzüge der untergriffigen Formgebung zunichte machen. Zur Lösung der aufgezeigten Aufgabe, eine Spaltplatte aus dichtgebranntem keramischem Material mit parallel zueinander verlaufenden, der untergreifenden Verankerung der Platte in einem an der zu verkleidenden Fläche angebrachten Mörtelbett dienenden Ansätzen auf den einander zugekehrten Seiten der Platten, so ausgestaltet, dass das Mörtelbett wesentlich dünner als bei den bisherigen Spaltplatten gestaltet werden kann, ist die erfindungsgemässe Spaltplatte dadurch gekennzeichnet, dass die Ansätze als schräggeneigte, in Plattenlängsrichtung verlaufende Rippen ausgebildet sind. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Rippen im Wechsel nach der einen und der anderen Seite bezüglich der Längsrichtung der Platte geneigt. Man kann in einer weiteren Ausführungsform die Rippen auch zu im Wechsel nach der einen und der anderen Seite geneigten Gruppen zusammenfassen. Die Rippen bilden dann untergriffige Bänder und stehen nur noch ein bis zwei Millimeter gegenüber der Grundfläche der Plattenrückseite vor. In einer weiteren Ausführungsform gemäss der Erfindung sind bei der gruppenweisen Anordnung der Rippen die Spaltstege zwischen den Rippengruppen angeordnet. Sie weisen vorzugsweise rombenartigen Querschnitt auf, wobei der schwächste Querschnitt des Spaltsteges jeweils an der Plattenunterseite sitzt. Dadurch erfolgt der Bruch in diesem Bereich und es sind überstehende Spaltstegereste ausgeschlossen. Eine so gestaltete Rückseite der Spaltwandplatte erlaubt eine Verlegung in einem dünnen Mörtelbett, wie sie für trockengepresste, feinkeramische Fliesen mit glatter oder leicht profilierter Rückseite angewandt wird, ohne dass die bekannten Vorteile der Untergriffigkeit und der dadurch erreichten unlösbaren Verbindung mit dem Mörtelbett verlorengehen. Selbstverständlich lassen sich die Spaltplatten in allen Formaten herstellen. Sie können sowohl senkrecht als auch waagerecht verlegt werden. Es ist ersichtlich, dass die durch die erfindungsgemässe Spaltplatte ermöglichte Dünnbettverlegung nicht nur Kosten hinsichtlich des Mörtelbettes sparen hilft, sondern auch Lohnkosten, da sich die Verlegung ohne handwerkliche Schwierigkeiten unter Vermeidung von Verkeilungen u.dgl. wesentlich einfacher gestaltet. Die Erfindung soll im folgenden in Form von Beispielen an Hand der Zeichnung näher erklärt werden. Die Zeichnung zeigt in: Fig. 1 eine Frontansicht zweier noch verbundener Spaltplatten vor dem Zertrennen längs der Spaltstege; Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer Spaltplatte gemäss der Erfindung; Fig. 3 einen vergrösserten Ausschnitt aus einer Spaltplatte gemäss der Erfindung in perspektivischer Ansicht. Gemäss Fig. 1 sind die beiden Spaltplatten 1 und 2 durch die Spaltstege 3 miteinander verbunden. In dieser Form kommen die Spaltplatten aus dem Brennofen und werden anschliessend durch Zertrennen längs der Spaltstege 3 in zwei Einzelplatten zerlegt. Die Spaltstege 3 sind rombisch ausgebildet, wobei der schwächste Querschnitt der Spaltstege jeweils an der Plattenrückseite sitzt, so dass überstehende Spaltstegreste nach dem Bruch längs dieser Bereiche vermieden werden. Die Ausbildung der Rippen erkennt man deutlicher aus den Fig. 2 und 3. Bei der wiedergegebenen Ausführungsform sind die Rippen zu Gruppen zusammengefasst, die wechselseitig nach der einen und der anderen Seite der Platte weisen. So weist beispielsweise die Gruppe 4 nach rechts, während die Gruppe 5 nach links geneigt ist. An sie schliesst sich eine nach rechts geneigte Gruppe 6 und an diese wiederum eine nach links geneigte Gruppe 7 an, auf die eine nach rechts geneigte Gruppe 8 folgt. Besonders vorteilhaft ist es, an den seitlichen Rändern der Platte jeweils eine Einzelrippe 9 bzw. 10 vorzusehen, die nach aussen bezüglich des entsprechenden Randes weist. Man erkennt aus der vergrösserten Darstellung nach Fig. 3, dass die einzelnen Rippen so ausgebildet und geneigt sind, dass ein zurückgesetzter freier Bereich, wie bei 11 angedeutet entsteht, der für die Hintergriffigkeit bei der Einlageurng der Platte in das Mörtelbett sorgt. Die in Fig. 1 dargestellten Spaltstege 3 sitzen, wie Fig. 3 erkennen lässt, längs des freien Bereiches 12 zwischen Rippen 12 und 13 und sind vollständig beseitigt, sobald die durch sie verbundenen beiden Platten längs dieser Spaltstege getrennt sind. Die Zeichnungen stellen selbstverständlich nur ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dar. Es liegt völlig im Rahmen der Erfindung, die einzelnen Rippen nicht zu Gruppen zusammenzufassen, sonden sie wechselweise nach der einen oder anderen Seite zu neigen, wie dies beispielsweise bei den Rippen 9 und 10 nach Fig. 2 der Fall ist. Man wiederholt also dieses Muster, dass sich bei der entgegengesetzten Neigung an den beiden Rippen 14, 15 erkennen lässt. Die Verlegung der Platten ist sowohl horizontal als auch vertikal möglich, so dass es der Verleger in der Hand hat, ein vom Architekten gewünschtes Muster getreu auszuführen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHAus zwei einzelnen, durch Spaltstege lösbar miteinander verbundenen Platten bestehende Spaltplatte aus dichtgebranntem keramischem Material mit parallel zueinander verlaufenden, der untergreifenden Verankerung der Platten in einem an der zu verkleidenden Fläche angebrachten Mörtelbett dienenden Ansätzen auf den einander zugekehrten Seiten der Platten, dadurch p,ekenn- zeichnet, dass die Ansätze (9, 10, 14, 15) als schräggeneigte, in Plattenlängsrichtung verlaufende Rippen ausgebildet sind.UNTERANSPRÜCHE 1. Spaltplatte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen im Wechsel nach der einen und der anderen Seite gegen die Plattenebene geneigt sind.2. Spaltplatte nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen zu im Wechsel nach der einen und der anderen Seite gegen die Plattenebene geneigten Gruppen (4, 5, 6, 7, 8) zusammengefasst sind.3. Spaltplatte nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spaltstege (3) zwischen den Rippengruppen angeordnet sind.4. Spaltplatte nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spaltstege (3) rombenartigen Querschnitt aufweisen und der schwächste Querschnitt der Spaltstege sich jeweils an den Stellen ihrer Verbindung mit den Platten befindet.
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