Rauchwarenmischung und Verfahren zu deren Herstellung
Es ist schon seit einiger Zeit bekannt, in der Zusam- mensetzung von Rauchtabaken verschiedene Schokoladeprodukte zu verwenden. Diese Produkte sind bisher in Form von Schokoladelikören oder von Pure es aus Kakaopulver beigegeben worden, deren Herstellung relativ kostspielig ist und dadurch die Gestehungskosten der Rauchwaren empfindlich erhöht. Trotzdem die der Schokolade eigenen Aromate in Zigaretten und dergleichen oft erwünscht wären, waren daher die bisher bekannten Verfahren zur Beigabe solcher Aromate wirtschaftlich nicht attraktiv genug, um sich durchsetzen zu können.
Es ist ebenfalls schon vorgeschlagen worden, in der Herstellung von Tabakprodukten zum Strecken sogenannten regenerierten Tabak zu verwenden. Bei den Regenerierungsverfahren wird allgemein Tabak geringer Qualität verwendet, dessen Geschmack durch verschiedene Behandlungen verbessert bzw. aufgewertet wird. Der häufigste Grund für die Verwendung regenerierten Tabaks ist der, die Kosten einer Tabakmischung zu senken, ohne den Geschmack der Mischung wesentlich zu beeinträchtigen. Eine Geschmacks- oder Aromaverbesserung als Folge solcher Verfahren wurde bisher für unmöglich gehalten.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, eine Rauchwarenmischung zu schaffen, die preislich niedriger liegt als bisher bekannte vergleichbare Produkte, unter gleichzeitiger Verbesserung des Aromas, und zwar durch Zugabe eines billigen aromaanreichernden Materials.
Hierzu ist die erfindungsgemässe Rauchwtaren- mischung dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Mischung aus Tabak und einem Nebenprodukt aus der Schokoladeherstellung enthält, wobei dieses Nebenpro direkt Kakaoschalen einschliesst.
Bei der üblichen Verarbeitung von mit ihrer Schale versehenen Kakaobohnen werden diese bei erhöhter Temperatur geröstet, bis sich der Bohnenkern entwässert und von der Schalenwandung wegschrumpft.
Die Schalen werden hierauf geknackt und von den Kernen getrennt. Die Kerne werden dann auf verschiedene Arten zur Herstellung von Kakaopulver oder andern bekannten Schokoladeprodukten verarbeitet.
Nach dem Knacken der Schalen, um sie von den ge rösteten Kakaobohnen zu lösen, werden sie von den Kakaokernen durch ein herkömmliches Trennverfahren unter Verwendung eines Luftstromes getrennt. Dabei können die geknackten Schalen grundsätzlich in grobe, mittlere und feine Bruchteile getrennt werden, wobei die ersteren den Hauptanteil darstellen. Die groben Partikeln sind so gross, dass sie nicht durch ein Sieb mit einer Sieböffnung von 3,36 mm (US-Siebstandbard) gehen. Die mittleren Partikeln weisen zu einem geringen Prozentsatz an der Schale haftende Kakaobohnenteile auf. Ihre Grösse ist so, dass sie durch ein Sieb mit einer Sieböffnung von 3,36 mm gehen, jedoch von einem Sieb mit einer Sieböffnung von 1,19 mm (US-Siebstandard) zurückgehalten werden.
Die feinen Partikeln, gebildet durch den Anteil, welcher durch ein Sieb mit einer Sieböffnung von 1,19 mm (US-Siebstandard) geht, weisen einen grösseren Anteil an Kakaobohnensplittern auf, jedoch sind zu viele Schalenteile vorhanden, um diesen Anteil in der Herstellung von Kakaopulver verwenden zu können. Die mittleren und feinen Partikeln werden normalerweise zur Gewinnung ihres Fettgehaltes in weiteren Behandlungsvorgängen erwärmt und gepresst. Der Rückstand aus diesen letzten Arbeitsgängen ist als Auswurfkuchen bekannt.
Die Schalen und weitere schalenhaltige Nebenprodukte der Schokoladenherstellung ebenso wie der Auswurfkuchen werden normalerweise als Abfallprodukte angesehen, für welche bisher kaum andere Verwendungen als als Düngemittel gefunden wurden.
Es muss daher als überraschender Effekt gewertet werden, dass solche kakaoschalenhaltige Nebenprodukte, wenn sie Tabakmischungen beigegeben werden, in hervorragender Weise als Füll- oder Streckmaterial dienen können und die so erzeugten Rauchwarenmischungen auf grösseres Interesse stossen können als vergleichbare Rauchwabren, welche nur Tabak enthalten.
Die Kakaoschaien und Auswurfkuchen, welche als Nebenprodukte bei der Herstellung von Schokoladeprodukten anfallen, können direkt als Zusätze für beliebige Tabakmischungen verwendet werden, ob diese Mischungen nun in Form von Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabaken oder anderen Rauchwaren auf den Markt gelangen. Mindestens ein Teil des Tabaks kann regenerierter Tabak sein.
Für die Herstellung von regeneriertem Tabak ist eine Reihe von Verfahren entwickelt worden. Zerfallene oder zerkleinerte Tabakblätter, Stiele oder Stengel können durch Mahlen zu einem feinen Pulver verarbeitet und gegebenenfalls einer wässerigen oder andern Flüssigkeit beigegeben werden. Dem fein zerteilten Tabak können Bindemittel wie Carboxymethylzellulose oder andere geeignete Kleber beigemengt werden, wor- auf das Produkt zu einem flachen Blatt aus gerollt und hierauf auf den gewünschten Feuchtigkeitsgehalt getrocknet werden kann. Das regenerierte Blatt ist vorzugsweise so widerstandsfähig, dass es sich zur weiteren Behandlung eignet, beispielsweise zum Zerkleinern durch Rupfen oder Schneiden zur Vermischung mit natürlichen Tabaken für die Herstellung von Zigaretten.
Regenerierter Tabak in Blattform kann auch nach dem Prinzip der Papierherstellung erzeugt werden.
Weitere vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung von regeneriertem Tabak verwenden als Matrize einen Träger aus Gewebe oder Papier, auf welchen pulverförmige Tabakpartikeln mit einem Kleber, beispielsweise der bereits erwähnten Carboxymethylzellulose, vermischt aufgegossen werden, um das erwünschte Blattmaterial zu erzeugen. Diesem Verfahren verwandt ist ein Vorschlag zur Herstellung von Blättern aus regeneriertem Tabak durch Auftragen einer Schicht eines filmbildenden Materials auf ein Trägergewelbe und Aufbringen fein vermahlener Tabakpartikeln auf die noch nasse Bahn.
Alle diese bisher bekannten Verfahren wurden entwickelt, um aus Tabakblättern, Stengeln, Stielen und dergleichen lcontinuierliche, zusammenhängende Blätter zu erzeugen, die bei der Verarbeitung und Herstellung von Rauchwaren wie Zigaretten, Zigarren und dergleichen verwendet werden können. Das genannte Nebenprodukt kann im Teil regenerierten Tabaks enthalten sein, indem es dem Material beigegeben wird, aus dem die regenerierten Tabakblätter gebildet werden. Vorzugsweise, jedoch nicht notwendigerweise, wird das Nebenprodukt nach einem Mahl- oder einem andern Zerkleinerungsvorgang beigegeben, durch welchen es auf eine solche Grösse verkleinert wird, dass mindestens 90 % der Partikeln durch ein Sieb mit einer Maschenweite Nr. 150 nach US-Siebstandard gehen.
Gegenstand der Erfindung ist weiter ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Rauchwarenmischung. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung aus Tabak und Wasser gemischt und zur Bildung eines gekochten Teigs unter Druck gekocht wird, wobei vor oder nach dem Kochen das zerkleinerte Nebenprodukt beigegeben und nachträglich das Ganze zur Bildung eines Blattes ausgegossen und dieses Blatt getrocknet wird.
Das erhaltene Blatt kann in einer herkömmlichen Art und Weise für die Herstellung von Rauchwaren verarbeitet werden. Es hat sich gezeigt, dass das genannte Nebenprodukt voll verträglich ist mit den anderen Bestandteilen des regenerierten Blattes und dass Zigaretten, welche unter Verwendung solchen Materials hergestellt wurden, in jeder Weise befriedigten und in vielen Fällen sogar besser waren als vergleichbare Produkte, die jedoch ausschliesslich aus natürlichen Tabaken oder aus einer Mischung von natürlichen Tabaken mit auf herkömmliche Weise regenerierten Tabaken, jedoch ohne kakaoschalenhaltige Substanzen hergestellt wurden.
Das erfindungsgemässe Verfahren hat gegenüber anderen bekannten Verfahren den Vorteil, dass es die Verwendung von fremden Bindemitteln unnötig macht und unerwünschte Verfahrenschritte ausschliesst, die Geschmack und Aroma der Mischung beeinträchtigen könnten.
Das Aroma der in dieser Weise hergestellten Mischung kann durch Zugabe geringer Mengen eines Oxydierungsmatefials noch verbessert werden, beispielsweise durch Zugabe von Wasserstoffsuperoxyd, wie im USA-Patent Nr. 3 020 179 vorgeschlagen, und zwar vorgängig der Dampftfocknung des Blattes. Weitere Aromaprodukte, Feuchthalter und dergleichen können der Mischung entweder vor oder nach einer Autoklavbehandlung zugegeben werden, wobei jedoch darauf hinzuweisen ist, dass eine Mischung, welche ausschliesslich Tabak und das genannte Nebenprodukt enthält, absolut befriedigt, es sei denn, es werden spezielle Effekte gewünscht.
In dieser Weise hergestellte Rauchwarenmischungen können für jede beliebige für regenerierte Tabak herkömmliche Anwendung dienen, einschliesslich der Verwendung als Füller, als Binder oder als Deckblatt für Zigarren, ebenso geschnitten oder gerupft zur Verwendung in Zigaretten oder als Pfeifentabak allein oder in Kombination mit andern Tabaken oder Tabakzusätzen.
Für gewöhnlich werden regenerierte Tabakmaterialien in solchen Mengen verwendet, dass sie 10-15 % des endgültigen Rauchproduktes nicht übersteigen. Es erscheint jedoch angezeigt, darauf hinzuweisen. dass die Rauchwarenmischung nach der vorliegenden Erfindung dank ihrer einzigartigen Eigenschaften auch bei einem höheren Anteil an regeneriertem Tabak Anklang finden könnte. Vorzugsweise ist das Nebenprodukt in einem Verhältnis von mindestens drei Gewichtsprozenten der endgllltigen Rauchwarenmischung vorhanden und im Normalfall bis zu einem Anteil von 15 Gewichtsprozenten, wobei für gewisse Anwendungen ohne weiteres auch grössere Mengen zugegeben werden könnten.
Obschon also bereits eine ganze Reihe verschiedener Zusätze für Rauchwarenmischungen bekannt sind und vorgeschlagen wurden, weist keiner dieser vorgeschlagenen Zusätze die ungewöhnlichen Eigenschaften auf, die mit kakaoschalenhaltigen Nebenprodukten aus der Schokoladeherstellung erzielt werden. Damit wird nämlich nicht nur ein Verfahren aufgezeigt, um ein Nebenprodukt zu verwenden, das bisher als Abfall angesehen wurde, sondern dieses Verfahren resultiert in der Herstellung von Rauchwarenmischungen, die gegenüber anderen wesentlich billiger sind und dazu noch ein überraschend aufgewertetes Aroma aufweisen.
Obschon jedes dieser Nebenprodukte aus der Scho koladenherstellung die obenerwähnten vorteilhaften Eigenschaften aufweist und obschon eigentlich erwartet werden könnte, dass, wenn sich eine Art der anfallenden Kakaoschalen besser eignen würde als die andern, dass es dann die feinen oder diejenigen Partikeln wären, die den grössten Anteil an Kernsplittern aufweisen, hat es sich überraschenderweise herausgestellt, dass es die groben Schalenteile sind, weiche, dem Tabak beigefügt, die bevorzugte Geschmacksrichtung ergeben. Diese Erscheinung ist von besonderer Bedeutung, weil es, wie weiter vorne bereits erwähnt, gerade die groben Kakaoschalenteile sind, welche den grössten Anteil der Nebenprodukte aus der Schokoladenherstellung darstellen.
Zum besseren Verständnis des Erfindungsgedankens werden im folgenden Beispiele aufgeführt:
Beispiel I
Eine Menge Tabak von geringer und im allgemeinen für normale Verwendung in hochwertigen Rauchwaren unerwünschter Qualität wurde dazu verwendet, ein regeneriertes Produkt in der nachfolgend beschriebenen Weise herzustellen. Ein Teil des Tabaks wurde ungefähr 20 Teilen Wasser zugefügt und die Mischung wurde in einem Mischer homogenisiert, um einen Teig oder Brei zu bilden, der in einen Autoklav verbracht und während 5-10 Minuten gekocht wurde. Der Teig wurde in kleine Chargen aufgeteilt, und jeder Charge wurde eine Menge Nebenprodukte aus der Schokoladeherstellung beigemischt, die vorher auf eine solche Grösse gemahlen worden waren, dass mindestens 90 % jedes Musters durch ein Sieb mit der Nr. 150 (US-Siebstandard) ging.
Jede Charge wurde hierauf homogenisiert zur Bildung eines Teiges, der im wesentlichen aus 1 Teil nachgegebenem (d. h. nach dem Kochen zugegebenem) Nebenprodukt, 2 Teilen gekochtem Tabak und 18 Teilen Wasser bestand. Zu Vergleichszwecken wurden weitere Teige vorbereitet. Einer derselben enthielt zusätzlich feingemahlenen Tabak an Stelle der Nebenprodukte, so dass es sich hierbei um eine reine Tabakmischung handelte, und einem anderen war Kakaopulver an Stelle des Nebenproduktes beigefügt. Jeder der resultierenden Teige wurde halbiert und jeweils der einen Hälfte eine 30 % ige Wasserstoffsuperoxydlösung beigefügt in einem Verhältnis von ungefähr t/3 des Gewichtes der Trok kensubstanzen der Mischung. Die anderen Hälften erhielten keine Zusätze.
Jeder der Teige wurde durch Giessen oder Auswalzen auf rostfreien Stahlplatten zu Blättern von etwa 5 mm Dicke verarbeitet und über einem Dampfbad getrocknet. Nach der Behandlung konnten die Blätter von den Stahlplatten mit Hilfe einer scharfen Klinge abgelöst werden. Die Blätter waren zusammenhängend und hatten eine geeignete Stärke für weitere Verarbeitung. Die mit Wasserstoffsuperoxyd behandelten Blätter waren von etwas hellerer Farbe, stärker und leichter von den Platten abzulösen.
Durch Zerreissen der so gebildeten Blätter und durch Vermischung 1 Teils daraus mit 2 Teilen Bugler Zigarettentabak wurde ein Füllmaterial für Zigaretten hergestellt. Mit Ausnahme der zu Vergleichszwecken hergestellten Tabakmischungen enthielt somit jede Tabakmischung ungefähr 1/9 Nebenprodukte aus der
Schokoladeherstellung.
Mit etwa 1,3 g jeder der obenerwähnten Mischungen wurden auf einer Handrollmaschine Zigaretten her gestellt.
Diese Zigaretten wurden mit einem Code versehen.
Drei jeder Art einschliesslich drei mit reinem Bugler - Tabak hergestellter und entsprechend codifizierter Zigaretten wurden einer aus sieben Personen bestehenden
Prüfungskommission vorgelegt. Die Prüfer wurden gebeten, die Zigaretten nach einer Skala von 1-5 zu werten, wobei die niedrigere Zahl den besseren Geschmack anzeigen sollte. Die nachfolgende Tabelle fasst die Resultate dieser Prüfung zusammen.
Tabelle Note Rauchwarenmischung oxydiert mit H202
1,9 Blatt mit groben Schalen, 1 Teil, plus Bugler , 2 Teile ja
2,1 Blatt ausschliesslich mit Tabak geringer Qualität, 1 Teil, plus Bugler , 2 Teile ja
2,1 Blatt mit Schalen mittlerer Grösse,
1 Teil, plus Bugler , 2 Teile ja
2,3 Blatt mit Schalen feiner Grösse,
1 Teil, plus Bugler , 2 Teile ja
2,6 Blatt mit Schalen grober Grösse,
1 Teil, plus Bugler , 2 Teile nein
2,6 Blatt mit Schalen feiner Grösse,
1 Teil, plus Bugler , 2 Teile nein
2,7 Blatt mit Kakaopulver, 1 Teil, plus Bugler , 2 Teile ja
2,7 Blatt mit Schalen mittlerer Grösse,
1 Teil, plus Bugler , 2 Teile nein
2,9 Blatt mit Kakaopulver, 1 Teil, plus Bugler , 2 Teile nein
3,1 Nur Bugler nein
3,1 Blatt nur schlechter Tabak,
1 Teil, plus Bugler , 2 Teile nein
Die Tabelle zeigt deutlich,
dass die nachgegebenen Schokolade-Nebenprodukte den Geschmack der Bug ler -Mischung verbessern. Die Tabelle zeigt weiter, dass die Oxydation der Blätter den Geschmack weiter aufwertet. Endlich erhellt aus dieser Tabelle eine Bevorzugang von Rauchwarenmischungen, weiche grobe Schalenteile als Bestandteil des regenerierten Tabaks enthalten.
Beispiel II
Das im Beispiel I angegebene Verfahren wurde im wesentlichen wiederholt mit der Ausnahme, dass ein Teil der Schokolade-Nebenprodukte direkt in einen wässrigen Brei eines Teiles Tabaks beigegeben wurde, bevor dieser unter Druck gekocht wurde, und dass anschlie- ssend ein weiterer Teil Tabak beigegeben wurde im Gegensatz zu den im Beispiel I nachgegebenen Nebenprodukten.
Die Resultate eines Prüftests mit Zigaretten, welche mit Rauchwarenmischungen hergestellt waren, in welchen das Nebenprodukt dem Teig zugegeben worden war, verglichen mit Zigaretten, bei weichen das Nebenprodukt gemäss Beispiel I nachgegeben wurde, zeigten eine deutliche Bevorzugung der nach dem Beispiel I hergestellten Zigaretten. Obschon somit das Nebenprodukt vor oder nach dem Kochen beigegeben werden kann, ist es doch offensichtlich, dass das nachherige Beifügen dieser Nebenprodukte wünschenswert ist, weil es ein bevorzugtes Produkt ergibt und ausserdem billiger ist als die Beifügung zum Teig.
Weiter ist zu bemerken, dass trotzdem die spezifisch angegebenen Beispiele sich auf die Herstellung von
Rauchwarenmischungen beziehen, die einen Zusatz von etwa t/9 pro Gewicht Schokoiade-Nebenprodukte auf weisen, die Vorteile der Erfindung auch durch Bei gabe wesentlich kleinerer Mengen von Nebenprodukten zu Tabakmischungen wenigstens teilweise realisiert werden können, besonders im Hinblick darauf, dass die Nebenprodukte sehr billig sind und gleichzeitig wesentlich teurere Tabakstoffe ersetzen und strecken. Zusätzlich wird mit Zunahme des Anteils der Nebenprodukte im Gesamtprodukt nicht nur die Menge der Faserpartikeln der Kakaoschalen vergrössert, sondern auch eine Aufwertung des Aromas realisiert.
Der prozentuale Gehalt dieser Zusätze kann ganz wesentlich über den in den Beispielen angegebenen Neuntel hinaus vergrössert werden, trotzdem die Menge solcher in der Schokoladeherstellung anfallender Nebenprodukte derart ist, dass sie auf praktische Weise das maximale Verhältnis begrenzen wird.
PATENTANSPRUCH I
Rauchwarenmischung, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Mischung aus Tabak und einem Nebenprodukt aus der Schokoladeherstellung enthält, wobei dieses Nebenprodukt Kakaoschalen einschliesst.
UNTERANSPRÜCHE
1. Rauchwarenmischung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des genannten Tabaks regenerierter Tabak ist.
2. Rauchwarenmischung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Teil natürlichen Tabaks und einen Teil regenerierten Tabaks enthält.
3. Rauchwarenmischung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Nebenprodukt im Teil regenerierten Tabak enthalten ist.
4. Rauchwarenmischung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Nebenprodukt in einer Menge von mindestens drei Gewichtsprozenten vor- handen ist.
5. Rauchwarenmischung nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Nebenprodukt in einer Menge zwischen 3 und 15 Gewichtsprozenten vorhanden ist.
6. Rauchwarenmischung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil regenerierten Tabaks ein durch Schneiden oder Reissen zerkleinertes Produkt ist, das intim mit dem genannten Teil natürlichen Tabaks gemischt ist.
7. Rauchwarenmischung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung zu einer Zigarette geformt ist.
PATENTANSPRUCH II
Verfahren zur Herstellung der Rauchwaren mischung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mischung aus Tabak und Wasser gemischt und zur Bildung eines gekochten Teigs unter Druck gekocht wird, wobei vor oder nach dem Kochen des zerkleinerte Nebenprodukt beigegeben und nachträglich das Ganze zur Bildung eines Blattes ausgegossen und dieses Blatt getrocknet wird.
UNTERANSPRÜCHE
8. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass dem gekochten Teig vor dem Trocknen desselben eine geringe Menge oxydierenden Materials beigegeben wird und das Blatt durch Hitzeeinwirkung getrocknet wird.
9. Verfahren nach Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das oxydierende Material eine 30 % ige Lösung von Wasserstoffsuperoxyd enthält und dass diese Wasserstoffsuperoxydlösung im Verhältnis von etwa 1/3 pro Gewicht des Tabaks und des Nebenproduktes dem Teig zugefügt wird.
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