CH500995A - Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinderivaten

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CH500995A
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quinoxaline derivatives
halogen atom
quinoxaline
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CH1421370A
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Begg Galt Ronald Hilson
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Ici Ltd
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    • C07D241/52Oxygen atoms
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinderivaten    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung  neuer Chinoxalinderivate, die antibakterielle und wuchs  fördernde Eigenschaften besitzen.  



  Gemäss der Erfindung werden Chinoxalinderivate der  Formel:  
EMI0001.0000     
    und die Salze davon mit Basen hergestellt, wobei eines  von X und Y ein Halogenatom und das andere Wasser  stoff oder ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine  Alkoxygruppe mit höchstens 6 C-Atomen oder eine  Acylaminogruppe mit höchstens 10 C-Atomen darstellt.  



  Das von X oder/und Y dargestellte Halogenatom  kann z.B. ein Chlor- oder Bromatom sein. Stellt X oder  Y einen Alkoxyrest mit höchstens 6 C-Atomen dar, so  kann dieser z.B. der Methoxyrest sein.  



  Stellt X oder Y eine Acylaminogruppe mit höchstens  10 C-Atomen dar, so kann diese z.B. eine     Alkylcarbo-          nyl-,    Alkylsulfonyl- oder Arylsulfonylaminogruppe mit  höchstens 10 C-Atomen, insbesondere eine     Alkylcarbo-          nyl-    oder Alkylsulfonylaminogruppe mit höchstens 5     C-          Atomen    oder eine Arylsulfonylaminogruppe mit höch  stens 10 C-Atomen, z.B. eine Acetylamino-,     Methan-          sulfonylamino-    oder p-Toluolsulfonylaminogruppe, sein.  



  Als Beispiel für ein geeignetes Salz mit einer Base  ein Natrium- oder Kaliumsalz erwähnen.  kann  Eine bevorzugte Gattung der nach dem     erfindungs-          gemässen    Verfahren erhältlichen Chinoxalinderivate be  steht aus solchen, bei denen X in der 6-Stellung des    Chinoxalinkerns liegt, und eine besonders bevorzugte  Gattung der Chinoxalinderivate nach der Erfindung be  steht aus solchen Derivaten, bei denen X in der     6-Stel-          lung    liegt und ein Wasserstoffatom oder ein Halogen  atom darstellt und Y in der 8-Stellung liegt und ein Was  serstoff- oder Halogenatom oder ein Hydroxyradikal oder  ein Acylaminoradikal mit höchstens 10 C-Atomen dar  stellt, wobei jedenfalls eines von X und Y ein Halogen  atom bedeutet.  



  Als Beispiele der verfahrensgemäss erhältlichen  Chinoxalinderivate kann man folgende erwähnen:     6,8-          -Dibrom-5-hydroxy-,    8-Chlor-5-hydroxy-,     6,8-Dichlor-5-          -hydroxy-    und 6-Chlor-5-hydroxychinoxalin-1,4-dioxyd  oder die Salze dieser mit Basen.  



  Das Verfahren besteht darin, dass eine Verbindung  der Formel:  
EMI0001.0017     
    wobei Z ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt  oder ein Hydroxyradikal oder ein Alkoxyradikal mit  höchstens 6 C-Atomen oder ein Acylaminoradikal mit  höchstens 10 C-Atomen ist, halogeniert wird.  



  Die Halogenierung kann mittels elementaren     Halo-          gens,    z.B. Chlor oder Brom, in einem inerten     Verdün-          nungs-    oder Lösungsmittel, z. B. Essigsäure, oder mittels  eines N-Halogensuccinimids, z.B. N-Chlorsuccinimid, in  einem inerten Verdünnungs- oder Lösungsmittel, z.B.       Methylendichlorid,    bewirkt werden. Die     Verwendung    von  elementarem Halogen wird für die Darstellung eines Chi-      noxalinderivats bevorzugt, bei dem sowohl X als auch Y  Halogenatome darstellen, wobei     eine    Verbindung der  Formel II, bei der Z ein Wasserstoffatom darstellt, halo  geniert wird.

   Die Verwendung eines     N-Halogensuccin-          imids    wird für die Darstellung eines Chinoxalinderivats  bevorzugt, bei dem nur einer der Substituenten X und Y  ein Halogenatom darstellt, z.B. bei dem X ein Wasserstoff  atom und Y ein Halogenatom darstellt.  



  Wie eingangs erwähnt, haben die neuen     Chinoxa-          linderivate    bakterienhemmende Eigenschaften. Beispiels  weise sind sie in vitro gegen Staphylococcus aureus,     Sal-          monella    dublin, Streptococcus pyogenes, Pseudomonas  aeruginosa und Proteus vulgaris aktiv, während sie auch  in vivo gegen die erwähnten Organismen aktiv sind, wenn  sie oral oder parenteral verabreicht werden.  



  Die Chinoxalinderivate besitzen auch wuchsfördernde  Eigenschaften. Wenn sie z.B. Haustieren, z.B. Kücken,  mit ihrem Futter verabreicht werden, erfolgt in einem ge  gebenen     Zeitraum        eine    grössere Körpergewichtszunahme  der Tiere, als bei einer     Kontrollgruppe    von Tieren der  Fall ist, deren Futter kein Chinoxalinderivat der Formel I  enthält.  



  Die verfahrensgemäss erhältlichen Chinoxalinderivate  können     in    Verbindung mit bekannten bakterienhemmen  den Mitteln, z.B. Tetracyclinen, Penicillinen, Fusidinsäure  oder Sulfonamiden, verwendet werden, und sie können  zu veterinären Zwecken in Verbindung mit anderen be  kannten wuchsfördernden Mitteln, z.B. Chlortetracyclin  oder Penicillin, verwendet werden.  



  Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausfüh  rungsbeispielen näher erläutert.    <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von Brom (0,28 ml) in Eisessig (5 ml)  wird tropfenweise zu einer gerührten Lösung von     5-Hy-          droxychinoxalin-1,4-dioxyd    (0,4 g) in Eisessig (15 ml)  zugesetzt, und die Lösung wird 2 Stunden gerührt. Der  gelbe niedergeschlagene Feststoff wird abgefiltert, mit  Wasser gewaschen und getrocknet. Der Feststoff (0,5 g)  wird 2mal aus Äthylacetat umkristallisiert. Somit erhält  man 6,8-Dibrom-5-hydroxychinoxalin-1,4-dioxyd, Smp.  204 - 206 C (Zers.).  



  <I>Beispiel 2</I>  N-Chlorsuccinimid (0,375 g) wird zu einer Lösung  von 5-Hydroxychinoxalin-1,4-dioxyd (0,25 g) in     Methyl-          endioxychlorid    (50 ml) zugegeben, und die Lösung wird  2 Tage bei Umgebungstemperatur stehengelassen. Das  Lösungsmittel wird abgedampft, und das rückständliche  Gemisch wird 4 mal aus einem Aceton/Petroläther-Ge  misch umkristallisiert. Somit erhält man     8-Chlor-5-hy-          droxychinoxalin-1,4-dioxyd,    Smp. 207 - 207 C (Zers.).  <I>Beispiel 3</I>  Chlorgas wird in eine Lösung von     5-Hydroxy-chino-          xalin-1,4-dioxyd    (0,5 g) in Methylendichlorid (100 ml) bei  Umgebungstemperatur 10 Minuten eingeblasen.

   Das Lö  sungsmittel wird dann     abgedampft,    und der Rückstand  wird aus einem Aceton/Petroläther-Gemisch umkristalli  siert. Somit erhält man     6,8-Dichlor-5-hydroxychinoxalin-          -1,4-dioxyd,    Smp. 195 - 197 C (Zers.).    <I>Beispiel 4</I>  5-Hydroxychinoxalin-1,4-dioxyd (0,05 g) wird in Was  ser (5 ml) aufgelöst, und eine 0,1     n-Natriumhydroxydlö-          sung    (2,8 ml) wird hinzugegeben. Die Lösung wird auf ein       kleines    Volumen (0,25 ml) eingedampft, und Aceton (10  ml) wird hinzugegeben. Das dabei ausgeschiedene Na  triumsalz wird abgefiltert und hat einem Schmelzpunkt  über 330 C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinderivaten der Formel: EMI0002.0025 und deren Salzen mit Basen, wobei eines von X und Y ein Halogenatom und das andere Wasserstoff oder ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine Alkoxygruppe mit höchstens 6 C-Atomen oder eine Acylaminogruppe mit höchstens 10 C-Atomen darstellt, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Verbindung der Formel: EMI0002.0026 in welcher Z Wasserstoff oder ein Halogenatom, eine Hydroxylgruppe, eine Alkoxygruppe mit höchstens 6 C-Atomen oder eine Acylaminogruppe mit höchstens 10 C-Atomen darstellt, halogeniert wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Halogenierung mit einem elementaren Halogen oder einem N-Halogensuccinimid in einem iner- ten Verdünnungsmittel oder Lösungsmittel durchgeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man die erhaltenen Verbindungen mit einer Base in das entsprechende Salz überführt.
CH1421370A 1967-03-21 1968-03-20 Verfahren zur Herstellung von Chinoxalinderivaten CH500995A (de)

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