CH502066A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Käse - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von KäseInfo
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Description
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Käse Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Käse. Sie bezieht sich auch auf Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens. Es ist bekannt, die Dickete zum Zweck der Käseherstellung chargenweise zu bearbeiten. Zu diesem Zweck wird entsprechend angewärmte sowie mit Kulturen und Lab versetzte Milch in Behältern dickgelegt, durch Schneiden der Dickete Käsebruch erhalten und durch Rühren oder Umwälzen des Bruches die Molke abgesondert. Ein solches chargenweises Herstellungsverfahren kommt ohne laufende Betriebsunterbrechungen zwecks Entleerung der Verkäsungsbehälter nicht aus. Es ist deshalb umständlich und aufwendig. Dieser Mangel ist mit dem Verfahren zur Herstellung von Käse nach der Erfindung, bei welchem die Molkeabscheidung aus dickgelegter Milch durch deren selbsttätig bewirkte Zerteilung erfolgt, durch einen Ablauf des Verkäsungsvorganges in mehrstufiger kontinuierlicher Folge behoben, wobei die Milch als Ausgangsprodukt einem geneigt oder vertikal angeordneten, rinnenförmigen Trog oder einem geneigten, umlaufenden, rohrförmigen Trog an seinem oberen Ende zugegeben sowie der Fermentierung unterworfen wird und wobei während des sich hinter einem ortsfest angeordneten Schneidgitter vollziehenden Abgleitens zum unteren Trogende hin eine laufende Aussonderung der Molke aus dem sich dabei gleichzeitig verkäsenden und verfestigenden Milchgut erfolgt, indem letzteres bei seiner Bewegung durch den Trog hindurch staffelweise vorgesehenen Schikanen und/oder Kanten am umlaufenden, rohrförmigen Trog ausgesetzt wird. Auf diese Weise gelingt es, eine im Fluss befindliche Dickete schnell und schonend auszukäsen. Es ist dabei ohne Bedeutung, wie gross der Anfall der jeweils zu verarbeitenden Dickete ist. Der Verkäsungsvorgang vollzieht sich stets in kontinuierlichem Fluss. Er kommt beim Auftreffen des sich unter der Wirkung der Schwerkraft bewegenden Milchgutes auf die angeführten staf felweise vorgesehenen Schikanen bzw. umlaufenden Kanten oder Knicke zustande. Durch die Wahl der Geschwindigkeit des Milchgutes beim Auftreffen auf die Schikanen bzw. Kanten lässt sich der Festigkeitsgrad des Käses beeinflussen. In besonderer Ausgestaltung des Verfahrens kann die Milch vor Beginn des Verkäsungsvorganges in wenigstens zwei Vorlaufrinnen fermentiert werden, die jeweils abwechselnd auf den für die Molkeabscheidung vorgesehenen Trog geschaltet werden. Diese abwechselnde Betriebsweise ermöglicht einen besonders schnellen Ablauf des Herstellungsvorganges. Zur Durchführung der Verfahrensmassnahmen kann eine Vorrichtung dienen, die sich durch eine wendelartige Anordnung des rinnenförmigen Troges in vertikaler Erstreckung auszeichnet. Die Schikanen können dabei in weiterer Ausbildung als Hemmglieder entweder von den Seitenwandungen des Troges und/oder von seinem Boden her bis über die Mitte des freien Trograumes hinaus in diesen hineinragen. Es ist aber auch möglich, eine Unterteilung des rinnenförmigen Troges in zueinander geneigt und höhenversetzt angeordnete Rinnenabschnitte vorzusehen. Eine Umschaltung der Vorlaufrinnen kann durch Schieber oder Ventile erfolgen. Durch deren Steuerung ist der bereits erwähnte abwechselnde Betrieb vor Beginn des Verkäsungsvorganges herbeiführbar. In weiterer Ausgestaltung kann die Vorrichtung durch eine in Flussrichtung des Milchgutes vorgesehene Wellung des Trogbodens gekennzeichnet sein. Diese Massnahme lässt eine Steuerung des Durchflusses der Masse durch die Vorrichtung sowie eine gleichmässige Auskäsung jedes einzelnen Bruchkernes zustande kommen und verhindert gleichzeitig ein Zusammenwachsen solcher Bruchkerne. In vorteilhafter Weiterbildung der Vorrichtung kann ein Trog vorgesehen sein, der als drehbares, flüssigkeitsundurchlässiges Rohr mit einem flüssigkeitsdurchlässigen Endabschnitt ausgebildet ist. In weiterer Vervollkommung dieses Trogs kann das Rohr einen vieleckigen freien Querschnitt aufweisen, der mit Ablenkschikanen versehen sein kann. Stattdessen kann das Rohr jedoch auch einen kreis runden Querschnitt aufweisen, wobei Ablenkschikanen angebracht sein sollen. Die Durchlässigkeit für Flüssigkeiten kann dem Rohr auf seinem Endabschnitt dadurch vermittelt sein, dass es in diesem Abschnitt mit Öffnungen, beispielsweise Bohrungen versehen ist. Zur Einstellung einer die gewünschte Durchlaufgeschwindigkeit des Käsebruches durch das Drehrohr vermittelnden Drehzahl kann das Rohr mit regel- bzw. steuerbarer Drehzahl antreibbar sein. Zusätzlich oder stattdessen kann zu diesem Zweck die Schräglage des Drehrohres entsprechend der gewünschten Durchlaufgeschwindigkeit des Käsebruches einstellbar sein. Schliesslich kann das Rohr konisch ausgebildet sein und einen vom Eintrittsende zum Austrittsende sich vergrössernden Querschnitt aufweisen, wobei die Konizität bzw. Erweiterung des Rohres in Anpassung an die gewünschte Durchlaufgeschwindigkeit des Käsebruches sowie die zur Anwendung gelangenden Drehzahlen zu wählen ist. Die Drehachse des Rohres kann in diesem Fall waagrecht verlaufen. Weitere Einzelheiten des Verfahrens sind in der nachstehenden Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen mehrere Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt sind. Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, bei welcher ein geneigter Trog vorgesehen ist. Fig. 2 lässt in ebenfalls perspektivischer Wiedergabe eine einzelne Schikane des Troges nach Fig. 1 erkennen. Fig. 3 zeigt eine andere Ausführung einer solchen Schikane wiederum perspektivisch, wobei der gewellte oder geriffelte Boden des Troges ebenfalls erkennbar ist. Fig. 4 gibt die Ansicht eines in vertikaler Betriebsweise arbeitenden Troges ebenfalls in perspektivischer Darstellung wieder, wobei die vordere Wand der Anordnung weggelassen ist, damit das Innere sichtbar wird. Fig. 5 zeigt die Ausbildung einer Schikane, wie sie im vertikalen Trog nach Fig. 4 Verwendung findet. Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung, und zwar die perspektivische Darstellung eines in Längsrichtung aufgeschnittenen Drehrohrtroges mit sechseckigem Querschnitt, und Fig. 7 gibt die entsprechende Ansicht einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung mit Drehrohrtrog mit kreisrundem Querschnitt und eingebauten Ablenkschikanen wieder. Nach Fig. 1 münden die Vorlaufgefässe 1 bis 3 in das obere Ende des Troges 4 ein. Über den Einmündungs-Bereich erstreckt sich das Schneidgitter 5. Ausserdem weist jedes der Vorlaufgefässe 1 bis 3 einen Schieber 6 bis 8 auf. Der Boden 9 des Troges 4 ist geriffelt oder gewellt ausgeführt. Von den Seitenwandungen des Troges erstrecken sich Bleche 10 bzw. 11 als Hemmglieder bis über die Mitte des freien Trograums hinaus in diesen hinein. Wie eine derartige Schikane, z. B. 10, ausgeführt ist, lässt die Fig. 2 erkennen. Danach ist das eine Ende 12 der Schikane mit der Trogwand 4 fest verbunden. Da die Dickete möglichst kompakt an das Schneidgitter 5 herangebracht werden muss, um etwa gleiche Bruchkörner entstehen zu lassen, erfolgt in den Vorlaufgefässen 1 bis 3 ihre Vorbehandlung, insbesondere die Einlabung. Die Dicklegungszeit wird möglichst abgekürzt und ausserdem sorgt das Vorhandensein mehrerer Vorlaufgefässe und das sich in entsprechender Ausgestaltung anschliessende Trogbett dafür, dass ein Verreissen der Milch während des Dickens nicht stattfinden kann. Die Vorlaufgefässe 1 bis 3 sind so mit einem aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Milchzuführungsrohr gekoppelt, dass vorbereitete Milch dauernd zufliessen kann. Dabei wird zunächst nur ein Vorlaufgefäss gefüllt und in geringem zeitlichen Abstand dazu das nächste. Während so in jedem voraufgehend gefüllten Gefäss die Milch bereits eindickt, hat sich ein solcher Prozess im letzten Vorlaufgefäss bereits genügend weit vollzogen, so dass durch Öffnung des hier vorgesehenen Schiebers 8 der Eintritt der Dickete in das Schneidgitter 5 vor sich gehen kann. Nach Entleerung des Behälters 3 wird der Schieber 8 geschlossen und in diesem Gefäss eine erneute Aufbereitung von Dickete durchgeführt. Während dieser Zeit wird das Vorlaufgefäss 1 durch Öffnen des Schiebers 6 entleert und dieser Zyklus geht dann laufend über die einzelnen Vorlaufgefässe 1 bis 3 hinweg von statten. Es ergibt sich auf diese Weise bei dauerndem Milchzufluss in die Vorlaufgefässe 1 bis 3 ein ebenso kontinuierliches Ablaufen der Dickete durch fortgesetztes nacheinander vollzogenes Öffnen der Schieber 6 bis 8 durch das Schneidgitter 5 hindurch unter gleichzeitigem fortgesetzten Fluss des Bruches in den Trog 4 hinein. In diesem für die Verkäsung wichtigsten Behälter wird durch das Auftreffen des Bruches auf die Schikanen 10 und 11 sowie unter dem Einfluss des geriffelten oder gewellten Trogbodens 9 laufend Käsebruch von der Molke getrennt und in ihr schwimmend weitergeleitet, wodurch sich ein äusserst schonender und gleichzeitig regulierbarer Abfluss ergibt. Die Flussgeschwindigkeit ist durch den Grad der Neigung des Troges 4 bedingt. Durch eine geeignete Wahl der Grösse des Gefälles lässt sich eine gleichmässige Auskäsung der einzelnen Bruchkörner erzielen sowie gleichzeitig deren erneutes Zusammenwachsen miteinander verhindern. Die schon kurz hinter dem Schneidgitter 5 einsetzende Abscheidung von Molke, die für den in ihr schwimmenden Käsebruch als Träger durch den Trog hindurch dient, wird nach Bedarf aus ihm abgeleitet und danach der Bruch gewaschen, erhitzt, gekühlt und/oder gesalzen. Die Schikanen sind nicht an eine Ausbildung, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich, gebunden, d. h. sie brauchen nicht unbedingt als Bleche 10 ausgeführt zu sein, die sich von den Trogwänden aus erstrecken, denn wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind sie auch als schiefe Ebenen 13 über dem geriffelten oder gewellten Trogboden 9 ausführbar. Nach Fig. 4 kann das Verfahren auch in einer vertikalen Anordnung vollzogen werden. Die Aufbereitung der Dickete erfolgt hierbei wiederum in Vorlaufrinnen 14 bis 16. Deren Entleerung wird in zyklischer Folge über die Schieber 17 bis 19 vorgenommen, woraufhin die jeweiligen Dickete-Mengen über das Schneidgitter 20 in den Raum des Troges 21 eintreten. In diesem Trog sind durch die Anordnung der Schikanen, z. B. 22 und 23, geneigt und höhenversetzt zueinander angeordnete Rinnenabschnitte gebildet, durch die die gesamte vertikale Erstreckung des rinnen artigen Troges 21 unterteilt wird. Die Molkeabscheidung vollzieht sich hierbei durch das Auftreffen des Bruches auf die Schikanen 22 bzw. 23, die gleichzeitig abschnittsweise den Trogboden bilden. Die Abführung der in der ausgesonderten Molke schwimmenden Käsebruchstücke findet über die Rinne 24 statt, in welcher z. B. durch das Rohrsystem 25 eine Besprühung des Käseteigs mit Wasser sowie über das Rohrsystem 26, dessen Abkühlung oder Erwärmung vorgenommen werden kann. Aus der Fig. 5 ist ersichtlich, dass die Schikanen 22 bzw. 23 ebenfalls über abgewinkelte Endstücke 27 an der Wand des Troges 21 befestigt werden können. Gemäss Fig. 6 besteht der Trog der Vorrichtung aus einem Rohr 28 mit sechseckigem Querschnitt, welches auf dem flüssigkeitsdurchlässigen Endabschnitt 29 mit Öffnungen 30 versehen ist. Das Rohr 28 ist auf nicht dargestellte Weise mit einem Trägerrohr 31 verbunden, welches zwei Laufringe 32 aufweist. Über die Laufringe 32 ist das Rohr 31 und damit das Rohr 28 auf einem nicht wiedergegebenen Gestell in Richtung des Pfeiles 33 drehbar gelagert. Der Antrieb kann auf irgendeine bekannte Weise erfolgen, beispielsweise über motorgetriebene, an den Ringen 32 angreifende Reibräder oder durch ein Ritzel, das über ein Getriebe mit einem Motor verbunden ist und mit einem entsprechenden Zahnkranz auf dem Rohr 31 kämmt. Die Drehachse des Rohres 28 ist im vorliegenden Fall gegenüber der Waagrechten geneigt, so dass der Abschnitt 29 des Rohres 28 an der tiefsten Stelle liegt und das dem Rohr 28 an dem diesem Abschnitt 29 gegenüberliegenden Ende aufgegebene Milchgut unter der Wirkung der Schwerkraft sich in Richtung des Pfeiles 34 im Rohr 28 fortbewegen kann, welche Bewegung durch die Drehung des Rohres noch unterstützt wird. Die Vorrichtung nach Fig. 7 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 6 lediglich dadurch, dass das Rohr 28 einen kreisförmigen Querschnitt aufweist und mit Schikanen 35 versehen ist. Derartige Schikanen können auch in dem sechseckigen Rohr 28 nach Fig. 6 vorgesehen sein, doch ist dies deswegen nicht unbedingt erforderlich, weil die dort vorhandenen Kanten 36 bereits die Funktion solcher Schikanen 35 ausüben, welche den Fluss des Milchgutes im Rohr 28 zur Trennung von Käsebruch und Molke voneinander bei der Drehung des Rohres geringfügig hemmen, aber nicht verhindern. Die Schikanen 35 können aus Scheiben bestehen, die an der Wandung des Rohres 28 befestigt sind und von dieser hervorragen. In Fig. 7 ist auch noch die Vorrichtungseinheit dargestellt, mit welcher das Rohr 28 zusammenwirkt. Diese besteht aus einem ortsfesten Schneidgitter 37, welches am Ausgang eines Stutzens 38 angebracht ist, in den drei Vorlaufrinnen 39, 40 und 41 münden. Jede dieser Vorlaufrinnen ist vor ihrem Einlauf in den Stutzen 38 mit einem Absperrorgan 42 versehen, beispielsweise einem Schieber oder einem Ventil. Die Arbeitsweise der Vorrichtungen nach den Fig. 6 und 7 wird nachstehend anhand der Fig. 7 geschildert. Um die dickgelegte Milch, d. h. die Dickete möglichst kompakt an das Schneidgitter 37 heranzuführen, damit etwa gleichgrosse Bruchkörner entstehen, erfolgt die Vorbehandlung der zu verkäsenden Milch, insbesondere ihre Einlabung, in den Vorlaufgefässen 39, 40 und 41. Diese Vorlaufgefässe sowie der Stutzen 38 sind so ausgebildet, dass ein Verreissen der Milch während des Dickens nicht stattfinden kann. Weiterhin ist dafür Sorge zu tragen, dass die Dicklegung innerhalb verhältnismässig kurzer Zeiträume erfolgt. Die Vorlaufgefässe 39, 40 und 41 sind derart mit einem aus der Zeichnung nicht ersichtlichen Milchzuführungsrohr gekoppelt, dass vorbereitete Milch dauernd zufliessen kann, und zwar werden die Vorlaufgefässe nacheinander gefüllt. Diese Füllung ist so abgestimmt, dass die in dem dem gerade mit Milch beaufschlagten Vorlaufgefäss, z. B. 40, in der Reihenfolge der Beaufschlagung vorgeschalteten Gefäss, z. B. 39, enthaltene Milch bereits eindickt, während dieser Prozess in dem dem der Füllung gerade unterworfenen Gefäss in der Reihenfolge der Beaufschlagung nachgeschalteten Gefäss, z. B. 41, bereits genügend weit abgeschlossen ist, so dass durch Öffnung des diesem zugeordneten Absperrorgans 42 der Eintritt der Dickete in den Stutzen 38 und durch das Schneidgitter 37 hindurch in das rotierende Rohr 28 ermöglicht werden kann. Nach Entleerung des Vorlaufgefässes wird das Absperrorgan 42 wieder geschlossen und in diesem Gefäss eine erneute Aufbereitung von Dickete durchgeführt. Zugleich wird das Vorlaufgefäss 39 durch Öffnen des diesem zugeordneten Absperrorgans 42 entleert. Dieser Zyklus geht laufend über die einzelnen Vorlaufgefässe 39, 40 und 41 vonstatten. Es ergibt sich auf diese Weise bei dauerndem Milchzufluss in die Vorlaufgefässe 39, 40 und 41 ein ebenso kontinuierliches Ablaufen der Dickete durch fortgesetztes nacheinander vollzogenes Öffnen der Absperrorgane 42 durch das Schneidgitter 37 hindurch, so dass Käsebruch kontinuierlich in das rotierende Rohr 28 gelangt. In diesem für die Verkäsung wichtigsten Behälter wird durch das Auftreffen des Käsebruchs auf die Schikanen 35 bzw. durch die eckige Gestaltung des Rohres 28 und dessen gleichzeitige Drehung laufend Käsebruch von der Molke getrennt und in ihr, die auf Grund der Flüssigkeitsundurchlässigkeit des Rohres 28 in seinem vorderen Abschnitt nicht entweichen kann, schwimmend weitergeleitet, wodurch sich ein äusserst schonender und gleichzeitig regulierbarer Abfluss ergibt. Im gelochten Endabschnitt 29 des Rohres 28 tritt die angefallene Molke aus dem Rohr 28 aus. Damit ist die Trennung von Molke und Käsebruch im wesentlichen beendet. Der Bruch kann nunmehr nach Bedarf gewaschen, erhitzt, gekühlt und/oder gesalzen werden. Die dafür erforderlichen Vorrichtungen sind in der Zeichnung nicht dargestellt. Sie können beispielsweise in mehreren innerhalb des Rohrabschnitts 29 untergebrachten Rohren bestehen, deren Ausflussöffnungen bzw. wirksamen Heiz- oder Kühlzonen entsprechend der gewünschten Behandlungsfolge in Richtung der Rohrlängsachse gestaffelt angeordnet sind. Die Abscheidung der Molke setzt bereits kurz hinter dem Schneidgitter 37 ein, so dass die Molke für den in ihr schwimmenden Käsebruch als Träger durch das Rohr 28 hindurch dient. Durch geeignete Wahl der Durchlaufgeschwindigkeit des Bruches durch das Rohr 28 lässt sich eine gleichmässige Auskäsung der einzelnen Bruchkörner erzielen sowie gleichzeitig deren erneutes Zusammenwachsen verhindern. Die Durchlaufgeschwindigkeit, d. h. die Entmolkungsschärfe, kann durch entsprechende Einstellung der Neigung des Rohres 28 und/oder seiner Drehzahl und/oder die Wahl seiner Konizität, falls ein konisches Rohr 28 verwendet wird, eingestellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHEI. Verfahren zur Herstellung von Käse, gekennzeichnet durch einen Ablauf des Verkäsungsvorganges in mehrstufiger kontinuierlicher Folge, wobei die Milch als Ausgangsprodukt einem geneigt oder vertikal ange ordneten, rinnenförmigen Trog (4; 21) oder einem geneigten, umlaufenden, rohrförmigen Trog (28) an seinem oberen Ende zugegeben sowie der Fermentie rung unterworfen wird und wobei während des sich hinter einem ortsfest angeordneten Schneidgitter (5; 20; 37) vollziehenden Abgleitens zum unteren Trogende hin eine laufende Aussonderung der Molke aus dem sich dabei gleichzeitig verkäsenden und verfestigenden Milchgut erfolgt, indem letzteres bei seiner Bewegung durch den Trog (4; 21; 28) hindurch staffelweise vorgesehenen Schikanen (10; 11; 22; 23; 35) und/oder Kanten (36) am umlaufenden rohrförmigen Trog (28) ausgesetzt wird.II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch einen geneigt bzw. vertikal angeordneten Trog (4; 21; 28) mit staffelweise vorgesehenen Schikanen (10; 11; 22; 23; 35) und/oder umlaufenden Kanten (36), wobei am oberen Trogende ein ortsfest angeordnetes Schneidgitter (5; 20; 37) vorgesehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Milch vor Beginn des Verkäsungsvorganges in wenigstens zwei Vorlaufrinnen (1 bis 3 bzw. 14 bis 16 bzw. 39 bis 41) fermentiert wird, die jeweils abwechselnd auf den für die Molkeabscheidung vorgesehenen Trog (4; 21; 28) geschaltet werden.2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Trog (4; 21) geneigt bzw. vertikal feststehend angeordnet ist und staffelweise vorgesehene Schikanen (10; 11; 22; 23) aufweist, welche als Hemmglieder entweder von den Seitenwandungen des Troges (4; 21) und/oder vom Trogboden (9) her bis über die Mitte des freien Troginnenraumes hinaus in diesen hineinragen.3. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch eine Unterteilung des vertikalen Troges (21) in zueinander geneigt und höhenversetzt angeordnete Abschnitte.4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die von jeweils einer Schikane (22; 23) gebildeten Böden der Trogabschnitte in Flussrichtung des Milchgutes gewellt sind.5. Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (9) des geneigten Troges (4) in Flussrichtung des Milchgutes gewellt ist.6. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch einen Trog, der als drehbares, flüssigkeitsundurchlässiges Rohr (28) mit einem flüssigkeitsdurchlässigen Endabschnitt (29) ausgebildet ist.7. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) einen vieleckigen freien Querschnitt aufweist.8. Vorrichtung nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) mit Ablenkschikanen (35) versehen ist.9. Vorrichtung nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) einen kreisrunden Querschnitt aufweist und mit Ablenkschikanen (35) versehen ist.10. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) mit einer entsprechend der gewünschten Durchlaufgeschwindigkeit des Bruches einstellbaren Drehzahl antreibbar ist.11. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schräglage des Rohres (28) entsprechend der gewünschten Durchlaufgeschwindigkeit des Bruches einstellbar ist.12. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schräglage des Rohres (28) entsprechend der gewünschten Durchlaufgeschwindigkeit des Bruches einstellbar ist.13. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) konisch ausgebildet ist und einen vom Eintrittsende zum Austrittsende sich vergrössernden Querschnitt aufweist.14. Vorrichtung nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) konisch ausgebildet ist und einen vom Eintrittsende zum Austrittsende sich vergrössernden Querschnitt aufweist.15. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) konisch ausgebildet ist und einen vom Eintrittsende zum Austrittsende sich vergrössernden Querschnitt aufweist.16. Vorrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) konisch ausgebildet ist und einen vom Eintrittsende zum Austrittsende sich vergrössernden Querschnitt aufweist.17. Vorrichtung nach einem der Unteransprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (28) auf seinem flüssigkeitsdurchlässigen Endabschnitt (29) mit Öffnungen (30) versehen ist.18. Vorrichtung nach Patentanspruch II oder einem der Unteransprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Schneidgitter (5; 20; 37) Vorlaufrinnen (1, 2, 3; 14, 15, 16; 39, 40, 41) vorgeordnet sind, welche durch Schieber (6, 7, 8; 17, 18, 19; 42) oder Ventile nacheinander zum Schneidgitter (5; 20; 37) hin zu öffnen sind.19. Vorrichtung nach Patentanspruch II oder einem der Unteransprüche 2 bis 9, gekennzeichnet durch dem Trog (4; 21; 28) nachgeschaltete Vorkehrungen (25; 26) zum Besprühen, Wärmebehandeln und/oder Versetzen des fertigen Käseteiges mit Gewürzen und/oder Kräutern nach Abtrennung der Molke.20. Vorrichtung nach Unteranspruch 18, gekennzeichnet durch dem Trog (4; 21; 28) nachgeschaltete Vorkehrungen (25; 26) zum Besprühen, Wärmebehan dem und/oder Versetzen des fertigen Käseteiges mit Gewürzen und/oder Kräutern nach Abtrennung der Molke.
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