Anordnung zur Verteilung eines Wirkstoffes in einem Medium
Der Patentanspruch des Hauptpatentes betrifft eine Anordnung zur Verteilung eines Wirkstoffes aus einer festen Masse in einem Medium, bestehend aus einem Block aus einer Masse, die mindestens einen Wirkstoff enthält zur allmählichen Abgabe an das sie umgebende Medium, und einem Halter, in welchem der Block montiert ist. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Block eine zentrale Bohrung besitzt und dass der Halter Zentrierungsorgane enthält, die von beiden Enden in die Bohrung des Blocks hineinragen, wobei diese Zentrierungsorgane mit Durchlässen versehen sind, damit einerseits frische Anteile des umgebenden Mediums am einen Ende der Bohrung in dieselbe eintreten und, mit abgegebenem Wirkstoff aus der die Bohrung umgebenden Wandung des Blocks beladen, die Bohrung am anderen Ende wieder verlassen.
Das vorliegende Zusatzpatent betrifft nun eine Verbesserung und eine weitere Ausgestaltung dieser Anordnung. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Block von einer dem Schutz von Mensch und Tier dienenden gitterförmigen Schutzhülle umgeben ist, die an der Haltescheibe oder an der Trägerscheibe oder an beiden befestigt ist.
Eine solche Hülle, die sich vor Gebrauch zusammen mit dem Halter und der darin befestigten hohlzylindrischen Masse durch eine Kappe abdecken lässt, verhindert auch nach Entfernen der Kappe ein Anbeissen oder Belecken der wirkstoffhaltigen Masse durch Tiere oder Kinder.
Nachfolgend werden anhand einer Zeichnung zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemässen Anordnung beschrieben. In der beiliegenden Zeichnung zeigt die Fig. 1 zur Hälfte eine Seitenansicht und zur Hälfte einen Axialschnitt einer ersten Ausführungsform; die Fig. 2 zeigt ein Detail aus der Fig. 1, die Fig. 3 zum Teil eine Seitenansicht und zum Teil einen Axialschnitt einer zweiten Ausführungsform und die Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2.
Der als Ganzes mit 1 bezeichnete Haiter weist eine Trägerscheibe oder Grundplatte 2 auf, auf welcher ein hohler Dorn 3 sitzt. In der in Fig. 1 gezeigten Aus führungsform ist dieser Dorn 3, der zylindrisch oder leicht konisch ausgebildet sein kann, mit axial verlaufenden Rippen 4 versehen. Seine Öffnung 3c ist durch einen als Ganzes mit 5 bezeichneten Zapfen verschlossen. Dieser Zapfen 5 wird seinerseits durch ein Rohr 5a und eine Haltescheibe 5b gebildet, auf deren äusserer Fläche eine Aufhängeöse 6 angeordnet ist. Auf der Scheibe 2 und am Dorn 3 sind mehrere, zusammen einen Sockel bildende Vorsprünge 7 befestigt, auf denen die hohlzylindrische Masse 8 aufsteht, damit sie nicht direkt auf der Scheibe 2 aufliegt.
Die hohlzylindrische Masse 8, deren axialer Hohlraum zylindrisch oder leicht konisch sein kann, wird mit der Haltescheibe 5b festgeklemmt. Dazu besitzt das Rohr 5a des Zapfens 5 ringsherum laufende Rippen 5c als Rastmittel. Gleichartig verlaufende Rippen 3a weist auch der Dorn 3 an seiner Innenseite auf. Der Dorn 3 enthält einen feuchtigkeitsabsorbierenden Stoff 9, beispielsweise Silicagel und weist seitlich einzelne Öffnungen 3d auf. In der Haltescheibe 5b befinden sich zur Belüftung des zwischen den Rippen 4 vorhandenen Raumes die Öffnungen 5d.
Die Trägerscheibe 2 hat einen Doppelrand, dessen äussere Wand mit 1 0a und dessen innere Wand mit 10b bezeichnet ist. Die Innenfläche der Wand 10a weist in den Zwischenraum der Doppelwand hineinragende Vorsprünge 10c auf, die zur Halterung des durch eine Bördelung verdickten Randes der zylindrischen Kappe 11 dienen. Zwischen der Wand 10b und der Masse 8 besteht eine ringförmige Öffnung 12, durch die der Raum 13 unterhalb der Masse 8 mit dem Aussenraum verbunden ist.
Der ganze durch die Kappe 11 und die Trägerscheibe 2 eingeschlossene Raum wird durch das Trockenmittel 9 trockengehalten, da ja wegen der Öffnung 5d und 12 die Umgebungsluft auch den Hohlraum des Körpers 8 durchspühlen kann und dieser Hohlraum seinerseits durch die Öffnung 3d mit dem das Trockenmittel enthaltenden Innenraum des Dorns 3 in Verbindung steht
Um die Masse 8 herum ist ein nur schematisch gestrichelt angedeutetes Schutzgitter 14 vorgesehen, das mit seinem oberen einwärts gekrümmten Rand in eine periphere Aussparung 15 der Halteplatte 5b hineinragt und hierdurch zwischen der Halteplatte und der oberen Stirnfläche der hohlzylindrischen Masse 8 festgehalten wird. Mit seinem untern Rand 16 liegt das Gitter 14 auf der abgeschrägten Aussenseite der Wand 10a.
In einer andern nicht gezeigten Ausführungsform kann das Schutzgitter becher- oder glockenförmig ausgebildet sein und am Rand seiner der Trägerscheibe 2 zugekehrten Öffnung mit einem Innengewinde versehen sein, mittels welchem es auf ein auf der äusseren Wandung der inneren Wand 10b angebrachtem Gewinde aufgeschraubt wird. Dieses Gewinde kann z. B. als überdrehbares Gewinde ausgebildet sein, wodurch der Käfig mit der Trägerscheibe unlösbar verbunden ist und die auf der Trägerscheibe befindliche Masse 12 gegen Berühren, Belecken oder Anbeissen permanent abschirmt.
Bei Nichtgebrauch setzt man die Schutzkappe 11 auf, so dass ihr unterer Rand zwischen den Wänden 10a und 10b eingeklemmt wird.
In der in Fig. 3 und 4 dargestellten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung bedeuten gleiche Bezugsnummern gleichwertige Teile.
Der gitterartige Käfig 17 ist mit seinem oberen Teil als Halteplatte 18 ausgebildet. Auf der Innenseite der letzteren befindet sich der Stutzen 19, der in das obere Ende der Bohrung der wirkstoffabgebenden Masse 8 hineinragt. An seinem untern offenen Ende 20 ist der Käfig 17 verdickt und besitzt in der Aussenwand eine Ringnut 21. Der Käfig 17 ist in die Tülle 23 eingeschoben, auf deren Innenwand mehrere, z. B.
6 oder 8 verbiegbare Laschen 24 angebracht sind. Diese werden beim Einschieben des untern Endes des Käfigs 17 nach abwärts, d. h. zur Trägerplatte 2 hin abgebogen und rasten in der Nut 24 ein, so dass das untere Laschenende 25 gegen die untere Schulter 26 der Nut 21 zu liegen kommt und hierdurch ein Wiederherausziehen des Käfigs 17 aus der Tülle 23 verhindert. Auf der Aussenwand der Tülle 23 sind Ringwülste 27 angebracht, die in entsprechende Nuten 28 auf der Innenwandung der Schutzkappe 11 einrasten können. Die Schutzkappe 11 kommt dabei mit ihrem untern offenen Rand auf eine ringförmige Schulter 29 der Trägerplatte 2 zu liegen.
Zur besseren Halterung des Käfigs 17 kann eine auf der Innenseite des untern Endes des letzteren auf der Trägerplatte vorgesehene Ringwulst 30 dienen.
Der auf der Trägerplatte 2 angebrachte, vorzugsweise mit der letzteren aus einem Stück geformte Dorn 4 bildet in dieser Ausführungsform nur den inneren Dornteil, während der äussere Dornteil 31 mit einer Bohrung 32 versehen ist, mittels welcher er auf den innern Dorn 4 aufgesetzt und zentriert werden kann. Der äussere Dornteil 31 besitzt einen in einiger Entfernung über der Trägerplatte 2 angebrachten, vorzugsweise mit ihm in einem Stück geformten tellerartigen Flansch 33, auf dessen von der Trägerplatte abgewandter Seite sich radial nach aussen erstreckende, den Körper 8 tragende Rippen 34 befinden. An der Aussenwandung des über den Flansch 33 hinaus in das Innere der Bohrung des Körpers 8 hineinragenden Dornteils 31 befinden sich in axialer Richtung erstreckende Rippen 35, welche demselben Zweck dienen wie in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform des erfindungsgemässen Halters.
In der oberen als Halteplatte dienenden Stirnfläche 18 des Käfigs 17 sind Öffnungen 36 und 37 angebracht, die demselben Zweck dienen wie die Öffnungen 5d in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform. Gleichzeitig dient die Öffnung 37 zum Aufhängen des Halters entsprechend der Öse 6 in Fig. 1.
Die Wirkstoff abgebende Masse selbst ruht dabei auf rippenartigen Vorsprüngen, die radial auf der der Masse zugewandten Fläche eines vom äussern Dornteil getragenen tellerartigen Trägerflansches angeordnet sind. Zwischen den Rippen befinden sich in dem genannten Tellerflansch Löcher, durch welche herabtropfende oder abbröckelnde Teilchen der Masse in den zwischen dem genannten Teller und der darunter befindlichen Trägerscheibe gelangen. Dieser ringförmige Raum kann ganz oder teilweise mit Feuchtigkeit und dergleichen absorbierender Substanz angefüllt werden, in welcher auch die herabfallenden Masseteilchen oder -tropfen aufgenommen werden können.
Der äussere Dornteil trägt auf dem in die Bohrung der wirkstoffabgebenden Masse hineinragenden Teil seiner vorzugsweise zylindrischen oder leicht konischen Aussenwand die oben erwähnten, der Zentrierung der Masse dienenden sowie, wie weiter unten beschrieben, die Zirkulation des umgebenden Mediums, zum Beispiel Luft durch die Bohrung der Masse fördernden axial angeordneten Rippen.
Der in der hohlzylindrischen Masse 8 enthaltene Wirkstoff kann von der Aussenfläche derselben wie von der Innenfläche ihrer zentralen Bohrung in das sie umgebende Medium austreten, und zwar von der Aussenfläche direkt und von der Innenfläche der Bohrung in den zwischen den Rippen 4, beziehungsweise 34 vorhandenen Raum, von wo er mit der Umgebungsluft über den Raum 13 beziehungsweise 34 zur Öffnung 12 gelangt, da Frischluft durch die Öffnungen 5d beziehungsweise 36 und 37, nachströmt.
In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Anordnung sind die Haltescheibe und die käfigartige Hülle aus einem Stück gefertigt, zum Beispiel aus Kunststoff gepresst und die Hülle wird mit ihrem unteren Rand so in einen entsprechend zum Beispiel mit verbiegbaren Laschen ausgestatteten ringförmigen Flansch oder eine Tülle der Tragscheibe eingeschoben, dass die Verbindung zwischen Käfig und Tragscheibe nach erfolgtem Zusammenstecken nicht wieder gelöst werden kann, ohne den Halter zu zerstören.
Bei dieser bevorzugten Konstruktion des erfindungsgemässen Halters kann der auf der Tragscheibe befindliche Dorn aus einem äusseren und einem inneren Teil bestehen und so ausgebildet sein, dass der äussere Teil desselben in das untere Ende der zentralen Bohrung der Wirkstoff abgebenden Masse hineinragt, während anderseits der Zapfen auf der Innenseite der die obere Abschlusswand des Schutzkäfigs bildenden Haltescheibe nur ein kurzes Stück in das obere Ende der gesamten Bohrung hineinzuragen braucht. Eine direkte Verbindung zwischen Dorn und Zapfen ist hierbei nicht erforderlich, da die gegenseitige Zentrierung der beiden durch die Verbindung des Schutzkäfigs mit der Trägerscheibe gewährleistet ist.
Die gesamte Anordnung von Halter und darin montierter Wirkstoff abgebender Masse wird vor Gebrauch bei Transport und Lagerung vorteilhaft von einer Schutzkappe bedeckt, die mit der Grundplatte oder Trägerscheibe lösbar, zum Beispiel durch Aufstecken oder Aufschrauben verbunden ist.
Obwohl sich der Halter im Prinzip aus jedem Werkstoff, also etwa aus Metall oder Holz anfertigen lässt, wird man ihn doch vorzugsweise aus Kunststoff im Spritzgussverfahren herstellen, während als Aus gangsmaterial für die Kappe vorzugsweise Blech verwendet wird.
Zum Gebrauch wird die zylindrische Kappe durch Abschrauben oder Herausziehen aus ihrer Fassung auf der Trägerscheibe entfernt, worauf der Halter in der in den Zeichnungen dargestellten Stellung aufgestellt oder an einer Aufhängeöse aufgehängt werden kann.
Während in der Beschreibung davon ausgegangen wird, dass die Masse einen Wirkstoff, zum Beispiel ein Insektizid, oder einen Geruchsstoff oder Luftreinigungsstoff an Luft als umgebendes Medium abgibt, so ist die Erfindung selbstverständlich nicht hierauf beschränkt. Es ist ohne weiteres möglich, eine Masse zu verwenden, die einen Wirkstoff an eine umgebende Flüssigkeit abgibt, also beispielsweise an einen Körper zur Frischhaltung von Wasser in einem Reservoir wie etwa dem Spülkasten eines W.C. In diesem Fall wird man in den Dorn ein Beschwerungsmaterial, also beispielsweise Bleischrot, einfüllen, damit der Halter auf dem Gefässboden aufsteht und nicht im Wasser herumschwimmt.
Es ist auch möglich, wie oben bereits angedeutet, im Hohlraum des Dornes weitere Wirksubstanzen einzubringen, insbesondere auch solche, die mit den Komponenten der Masse nicht verträglich sind. Die Abgabe dieser Wirksubstanzen an das umgebende Medium kann entweder durch Öffnungen im Dorn oder durch Diffusion durch die Wandung desselben erfolgen.
Bei Nichtgebrauch setzt man die Schutzkappe 11 so auf, dass ihr Rand zwischen den Wänden 10a und 10b eingeklemmt wird.