Automatische Vorrichtung zum Trocknen der Gummierung von aus einer
Verpackungsmaschine kommenden Packungen
Die nachstehend beschriebene Erfindung bezieht sich auf eine automatische Vorrichtung zum Trocknen der Gummierung von aus einer Verpackungsmaschine kommenden Packungen.
Es ist bekannt, dass in den automatischen Maschinen zur Verarbeitung von Zigaretten zu Packungen eine Folge von Arbeitsgängen vorgesehen ist, die die Vorbereitung, Faltung und Gummierung der die verschiedenen Schichten oder Hüllen der Packung bildenden Materialien einschliessen. Da die die Umhüllungen bildenden Materialien in vorbestimmten Zonen gummiert werden, um nach der Faltung die Form der Pakkung annehmen zu können, ist es am Ende der Verarbeitungsvorgänge notwendig, das Gummierungsmaterial zu trocknen. Zu diesem Zweck werden bei den bekannten Maschinen zur Herstellung von Zigarettenpackungen die gebildeten Packungen bei ihrem Austritt aus der Verarbeitungsstrecke erwärmt, um die Trocknung des Gummierungsmaterials zu beschleunigen.
Diese Erwärmung wird beispielsweise vermittels elektrischer Widerstände oder anderer Wärmestrahlkörper erreicht, deren Verwendung jedoch nicht frei von Nachteilen ist. Man braucht nur daran zu denken, dass es notwendig ist, die Temperatur des Strahlungskörpers dauernd in bezug auf den Wärmebedarf des Trocknungsvorganges zu kontrollieren und dass die Möglichkeit besteht, dass die Heizkörper aus einer beliebigen Ursache heraus unregelmässig arbeiten und dass oftmals Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben erwähnten Nachteile zu vermeiden und eine automa- tische Vorrichtung zu schaffen, in der die Trocknung des Gummierungsmateriais ohne Einsetzung geheizter Räume und folglich geheizter Teile erfolgt, so dass dadurch der Produktionszyklus der Packungen von den erwähnten Nachteilen befreit wird.
Gelöst wird die Aufgabe mit einer automatischen Vorrichtung zum Trocknen der Gummierung von aus einer Verpackungsmaschine kommenden Packungen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass sie wenigstens einen Trockenschacht zur Aufnahme der Packungen in gestapelter Form im Bereich des Ausgangs der Maschine aufweist sowie Organe, die die von der Verpackungsmaschine kommenden Packungen in den Trokkenschacht einführen, so dass sich diese schrittweise mit der Einführung weiterer Packungen nach oben bewegen.
Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung an einer Zigarettenverpackungsmaschine anhand der Zeichnungsfiguren, die eine zum Teil schematische Darstellung der Vorrichtung zeigen. Es zeigen:
Fig. 1 teilweise in Ansicht und teilweise in Ver tikallängsschnitten entlang verschiedener Ebenen die Organe für die Verteilung der Packungen an zwei Trokkenschächte,
Fig. 2 dieselben Organe in Vertikalquerschnitten,
Fig. 3 und 4 die untere bzw. die obere Zone der Trockenschächte teils in Ansicht und teils in Verti kaiquerschnitten entlang verschiedener Ebenen,
Fig. 5 und 6 die in den Fig. 3 und 4 dargestellten Zonen teils in Ansicht und teils in Vertikallängsschnitten.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung wird die erfindungsgemässe Vorrichtung am Ende der Verarbeitungsstrecke einer Maschine zur Herstellung von Pakkungen derart angeordnet, dass sie die Packungen aufnehmen kann, die am Ende der Strecke nach und nach mit der Bildung der nachfolgenden Packungen in einer Reihe anfallen.
Die Vorrichtung besteht aus einer Hauptantriebswelle 1, die im ortsfesten Gestell 2 gelagert ist und mit an sich bekannten unabhängigen Antriebsorganen oder, unter Zwischenschaltung von Getrieben, von der nicht dargestellten Hauptwelle der Verarbeitungsmaschine aus, beispielsweise durch die Zahnräder 3 und 4, die miteinander kämmen und auf der Welle 1 bzw. auf der Welle 5 aufgekeilt sind und die Bewegung von der Verarbeitungsmaschine ableiten, gedreht wird.
Auf der Welle 1 sind weitere drei Kurvenscheiben 6, 7 und 8 befestigt. Die Kurvenscheibe 6 ist eine Scheibennocke mit exzentrischer Stirnrille 9. In diese Stirnrille greift eine Rolle 10 ein, die drehbar um eine Achse 11 angeordnet ist, welche am Ende eines bei 13 an einen ortsfesten Zapfen 14 angelenkten Winkelhebels 12 vorgesehen ist. Der Hebel 12 erstreckt sich nach oben und sein oberes Ende ist ian eine Lasche 15 angelenkt, die sich mit ihrem anderen Ende um eine feststehende Querachse 16 dreht, die an den Enden eines Paares von parallelen und nebeneinanderliegenden stangenförmigen Elementen 17 und 18 befestigt ist, welche synchron axial und senkrecht zur Antriebswelle 1 verschiebbar sind, wie später näher erläutert wird. Während ihrer Alternativverschiebung werden die Elemente 17 und 18 von Iden in Führungen 20 verschiebbaren Rollen 19 geführt.
Ein von den Stangenteilen 17 und 18 getragenes, gehäuseförmiges Element 21 ist mit letzteren über die Füsse 22 verbunden. Das gehäuseförmige Element 21 besteht im wesentlichen aus zwei äusseren vertikalen Wänden 23 und 24 und einer inneren Trennwand 25 in mittlerer Lage. Oben ist das gehäuseförmige Element offen, wogegen es im Bereich des Bodens, auf der einen und auf der anderen Seite der Trennwand 25, mit zwei parallelen Längsschlitzen 26 und 27 von solcher Breite, dass die Einführung von später näher beschriebenen Schieber-Hebelementen möglich ist, versehen ist.
Auf diese Weise werden im Inneren des Elementes 21 zwei Kammern 28 und 29 gebildet, deren Querschnitt dem Querschnitt der überzuführenden Zigarettenpackungen entspricht. Wie bereits erwähnt wurde, ist das Element 21 an den Stangen 17 und 18 mit den Stützfüssen 22 befestigt, weswegen es zusammen mit den stangenförmigen Elementen 17 und 18 einer Alternativbewegung ausgesetzt wird. Das Element 21 ist derart angeordnet, dass die Kammern 28 und 29 während ihrer Bewegung alternativ mit einem Kanal 30 in Fluchtlinie gebracht werden, entlang welchem sich die von der Verpackungs- und Gummierungsstrecke kommenden Zigarettenpackungen P aneinandergereiht vorbewegen. Die Kammern 28 und 29 ordnen sich daher in einer Weise an, dass sie jeweils die Verlängerung des Kanals 30 bilden.
Der Endquerschnitt der Kammern 28 und 29, der dem im Bereich des Kanals 30 befindlichen Einlassquerschnitt gegenüberliegt, ist mit einer Anschlagwand 31 für die eingeführten Zigarettenpackungen P versehen.
Der Trommelnocken 7 steuert die Schieber- und Hebeorgane, welche die Zigarettenpackungen abwechselnd aus den Kammern 28 und 29 ausstossen. In die umkreisförmige Rille 32 dieses Nockens 7, welche asym metrisch verläuft, greift eine Rolle 33 ein, welche sich um die eigene Achse 34 dreht, die am Ende eines Winkelhebels 35 angeordnet ist. Der Winkelhebel 35 ist an der am feststehenden Gestell angeordneten Achse 36 angelenkt. Das zweite Ende des Hebels 35 ist bei 37 mit einer Lasche 38 gelenkig verbunden, die ihrerseits bei 39 an einem mit einer vertikalen Stange 41 verbundenen Muffenelement 40 angelenkt ist.
Die Stange 41 ist vertikal im ortsfesten Gestell verschiebbar und unten in der Lagerung 42 geführt und trägt oben ein gabelförmiges Schiebe- und Hebeorgan 43, dessen Arme in Vertikalrichtung mit den vorerwähnten Schlitzen 26 fluchten und daher in die Kammer 28 eintreten und sie in ihrer gesamten Höhe durchsetzen können, wenn die Kammer 29 mit dem Kanal 30 fluchtet.
In analoger Weise greift eine in der Zeichnung nicht sichtbare zweite Rolle in die Rille 32 der Kurvenscheibe in diametral entgegengesetzter Lage zur Rolle 33 ein. Diese zweite Rolle ist drehbar über ihre eigene Anlenkachse dem Ende eines zweiten Winkelhebels 44 zugeordnet, der sich um die vorerwähnten, am ortsfesten Gestell angeordnete Achse 36 dreht und mit seinem zweiten Ende an eine vertikale Schubstange 45 angelenkt ist, die an ihrem oberen Ende ein Schieber- und Hebeelement 46 trägt. Die Arme der Gabel 46 fluchten mit den Schlitzen 27 der Kammer 29, wenn sich die Kammer 28 mit dem Kanal 30 in einer Fluchtlinie befindet. In dieser Stellung kann die Gabel 46 quer in die Kammer 29 eintreten und sie in ihrer gesamten Höhe durchsetzen.
Der Trommelnocken 8 ist mit einer asymmetrisch verlaufenden peripheren Rille 47 versehen. In diese Rille greift eine erste lose Rolle 48 ein, deren Drehachse von einem Winkelhebel 49 getragen wird, der sich um die von dem ortsfesten Gestell getragene Achse 50 dreht und an seinem freien Ende mit einem kubischen vorstehenden Block 51 versehen ist.
Mit dem Hebel 49 ist weiters ein Arm 52 verbunden, Ider im Bereich der Anlenkachse 50 befestigt ist und sich nach oben erstreckt und oben eine Platte 53 trägt, die sich horizontal vorspringend erstreckt.
Mit dem vorerwähnten Hebel 49 lvirkt weiters ein kleiner Winkelhebel 54 zusammen, der bei 55 angelenkt ist und an einem Ende eine Öse 56 trägt, deren Breite jener des Blockes 51 entspricht, so dass sich dieser in sie hineinschieben kann. Der Hebel 54 trägt weiters an seinem anderen Ende eine horizontale Platte 57, welche vorspringend ausgebildet ist und symmetrisch der Platte 53 gegenüberliegt. Die Platten 53 und 57 sind im Bereich der oberen Öffnung der Kammer 29 angeordnet, wenn die Kammer 28 mit dem Kanal 30 fluchtet. Daher bilden die Platten 53 und 57 eine obere Abschussfläche der Kammer 29.
In analoger Weise greift in die Rille 47 des Nockens 8 in diametral entgegengesetzter Lage zu der der Rolle 48 eine weitere, nicht dargestellte Rolle ein, die in genau derselben wie bisher beschriebenen Weise einem weiteren Paar von gegenüberliegenden Platten 53 und 57 zugeordnet ist, welche die Abdeckung der Kammer 28 bilden, wenn die Kammer 29 mit dem Kanal 30 fluchtet.
Obige Ausführungen lassen erkennen, dass das gehäuseförmige Element 21 eine Alternativbewegung durchführt, welche einmal die Kammer 28 und einmal die Kammer 29 in den Bereich des Führungskanals 30 der Zigarettenpackungen P bringt. Das heisst, dass die Alternativbewegung des Elementes 21 einen Raum einnimmt, der etwa der Breite von drei nebeinander- liegenden Zigarettenpackungen entspricht.
Wenn die Kammer 29 mit dem Einführungskanal 30 für die Zigaretten fluchtet, wird die Kammer 28 in den Bereich der Basis eines Lade- und Trockenschachtes gebracht, der allgemein mit der Bezugsziffer 58 bezeichnet ist. Wenn hingegen die Kammer 28 mit dem Kanal 30 fluchtet, so wird die Kammer 29 in den Bereich der Basis eines zweiten, parallel zum ersten liegenden Ladeschachtes 58a gebracht (siehe Fig. 3 bis 6). Da diese Schächte 58 und 58a einen Querschnitt haben, der im wesentlichen dem grösseren Längsschnitt der Packung entspricht, resultiert, dass die Schächte 58 und 58a untereinander etwa in einem Abstand entsprechend der Breite einer Packung entfernt liegen.
Der Trockenschacht 58 besteht aus einem Paar von ortsfesten Wänden 59 und 60 und einem Paar Wänden 61 und 62, die senkrecht zu den ersterwähnten Wänden liegen und folglich untereinander parallel sind.
Der Innenquerschnitt des Schachtes entspricht annähernd dem grösseren Querschnitt einer Zigarettenpakkung. Der Schacht kann daher die auf die grössere Seite abgelegten und übereinanderliegenden Zigaretten aufnehmen. Die Wand 61 wird durch eine Zugangstür, die durch Ausklinken vermittels des Handgriffes 63 geöffnet werden kann, gebildet. Die Wand 62 hingegen ist in ihrem oberen Abschnitt 62 I feststehend ausgebildet und kann in ihrem unteren Bereich um eine horizontale Anlenkachse 64 schwingen. Die Höhe des Schachtes steht im Zusammenhang mit dem nachfolgend erläuterten Problem.
Der zweite Trockenschacht 58a, der parallel zum Schacht 58 liegt, ist genau wie letzterer ausgebildet, weshalb die entsprechenden Teile mit den gleichen Blezugsziffern und Hinzufügung des Buchstabens a bezeichnet wurden.
Der Antrieb der den vorerwähnten Schächten zugeordneten Elemente erfolgt über eine Welle 65. Auf dieser Welle ist ein Kettenrad 66 aufgekeilt, welches von einer nicht dargestellten primären Antriebsquelle angetrieben wird, die beispielsweise eine Ableitung von der Hauptwelle der Verarbeitungsmaschine oder eine unabhängige Antriebsquelle sein kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird, wie aus den Fig. 3 und 5 ersichtlich ist, das Kettenrad 66 über die Transmissionskette 67 und das Umlenkrad 68 von einem in der Zeichnung nicht sichtbaren Kettenrad angetrieben, das auf der Welle 69 aufgekeilt ist, auf der auch das Zahnrad 70 befestigt ist, welches die Bewegung von der erwähnten primären Antriebsquelle erhält.
Die Welle 65 trägt an ihrem anderen Ende ein Kettenrad 71. Weiters sind auf der Welle 65 im Bereich der Zone zwischen den beiden Schächten zwei Ringhälse ausgebildet, die entsprechende Teile 72 und 73 bilden, welche in bezug auf die Welle exzentrisch und in bezug aufeinander versetzt sind. Daher kann die Welle 65 als eine Nockenwelle betrachtet werden, bei der die Nocken selbst durch die Wellenabschnitte 72 und 73 gebildet sind.
Auf dem Abschnitt oder dem Nocken 73 greift die durch das Ende eines gabelförmigen Hebels 74 gebildete Kehle ein. Dieser Hebel ist auf einer Achse 75 abgestützt, welche drehbar in der ortsfesten Konstruktion gelagert ist und auf der ein Hebel oder Arm 76 befestigt ist. Am freien Ende des Armes 76 ist bei 77 ein im wesentlichen horizontaler Hebelabsehnitt 78 angelenkt, dessen freies Ende in Form eines Hakens 79 ausgebildet ist, der in einen auf der Wand 62 befestigten Steg 80 einhakt. Der Hebel 78 ist der Wirkung einer Zugfeder 81 ausgesetzt, von welcher ein Ende bei 82 am Hebel 78 und das andere Ende bei 83 an der ortsfesten Konstruktion der Maschine befestigt ist. Dadurch ist die Wand 62 des Schachtes 58 um die Achse 64 schwenkbar ausgebildet.
Um die W!and 62a des Schachtes 58a um die Achse 64a schwenken zu können, wirkt in genau derselben Weise mit dem Nocken 72 der Welle 65 ein weiterer Winkelhebel 74a zusammen. Aus diesem Grund sind die Teile, welche den im Zusammenhang mit dem Schacht 58 besprochenen Teilen entsprechen, mit denselben Bezugsziffern und dem Index a bezeichnet.
Da die Nocken 72 und 73 untereinander versetzt sind, werden die Wände 62 und 62a der Schächte 58 und 58a in ihrem unteren Bereich einer phasenverschobenen und auf Grund der jeweiligen, in ihrer Wirkung mit der Regeischraube 85 regelbaren Gegenfeder 84 elastisch und führen zueinander phasenverschobene Schwingbewegungen um die Anlenkachse 64 aus.
Dieselbe Achse 65 treibt über das Kettenrad 71 und die Kette 86 ein zweites Kettenrad 87 an, welches auf einer Achse 88 befestigt ist, auf der weiters ein Kettenrad 89 aufgekeilt ist.
Über Idieses Kettenrad 89 werden alle Organe, die im oberen Teil der Schächte 58 und 58a liegen, angetrieben. Zu diesem Zweck treibt das Kettenrad 89 mit der Kette 90 mit Hilfe der Umlenkräder 92 und 93 ein Kettenrad 91 an.
Mit dem Kettenrad 91 ist drehfest im Inneren der eigenen Achse 94 ein Zahnrad 95 verbunden, welches mit einem Zahnrad 96 kämmt, welches drehfest mit der eigenen Achse 97 verbunden ist. Die Achse 94 ist in einem plattenförmigen Element 98 gelagert, welches weiters als Lagerung für die Achse 99 eines weiteren Zahnrades 100 dient, das dauernd in das Zahn rad 95 eingreift. l Das plattenförmige Element 98 ist an einem im ortsfesten Gestell drehbaren Zapfen 101 befestigt, der mit einer Platte 102 fest verbunden ist, die unten eine Öse 103 besitzt, in welche eine Schraube oder ein ähnliches, in den feststehenden Rahmen einschraubbares Blockierungselement 104 eingreift.
Auf diese Weise kann der Antrieb und der Drehsinn des Rades 96 sowie aller an es angeschlossenen und in der Folge näher beschriebenen Organe, der normalerweise direkt durch das Rad 95 erfolgt, umgekehrt werden, indem man einfach die Schraube 104 löst und die Platte 98 um den eigenen Zapfen 101 dreht. Auf diese Weise wird der Eingriff zwischen den Rädern 95 und 96, welche voneinander entfernt werden, gelöst und der Eingriff des Rades 96 mit dem Rad 100 hergestellt, welches vom vorerwähnten Rad 95, mit dem es immer kämmt, angetrieben wird. Auf der Welle 97 ist eine Vielzahl von Synchronisiernocken 105 aufgekeilt, von denen jeder mit dem Betätigungsorgan eines Mikroschalters 106 zusammenwirkt. Weiters ist auf der Welle 97 ein Kettenrad 107 befestigt, welches über die Kette 108 ein oberhalb liegendes Kettenrad 109, das drehfest auf einer Achse 110 gelagert ist, antreibt.
Ein Spannrad 111 ist auf einer Platte 112 gelagert, deren Winkelstellung mit an sich bekannten Organen 113 verändert werden kann, um die Spannung der Kette 108 zu regeln. Die vorerwähnte Achse 110 treibt die im oberen Teil der Vorrichtung befindlichen Organe an, in welchem die Überführung der von unten von den Schächten 58 und 58a ankommenden Zigarettenpakkungen erfolgt. Die Zigarettenpackungen werden weiteren gegebenenfalls vorgesehenen Verarbeitungsstationen, wie z. B. Maschinen zur Umwicklung mit Zellophanpapier, zugeführt. Der Kopfteil besteht daher aus einer funktionellen Verlängerung der erwähnten Schächte 58 und 58a.
Die Achse 110 erstreckt sich annähernd über eine Länge gleich dem Abstand zwischen den parallelen Schächten 58 und 58a und trägt auf der einen und der anderen Seite zwei mit ihr verbundenen Kettenräder 114 und 115. Diese Kettenräder 114 und 115 treiben eine erste Kette 116 bzw. eine zweite Kette 117 an, die sich horizontal erstrecken und die ganze Breite des Kopfes abdecken und sich um ein Kettenrad 118 bzw. 119 schliessen. Die Glieder der Kette 116 tragen horizontale Schiebearme 120, die, in regelmässigen Abständen auf der Kette befestigt, bis in den Bereich der Vertikalen zum Mündungsquerschnitt des Schachtes 58 reichen. In genau analoger Weise sind an den Gliedern der Kette 117 horizontale Arme 121 befestigt, die nach aussen bis in den Bereich der Vertikalen des Schachtes 58a reichen.
In der Höhe des oberen Randes der ortsfesten Wand 122 des Schachtes 58 beginnt oberhalb der Tür 61 eine horizontale Auflage- und Führungsfläche 123, auf welcher die Beförderung der von dem Schacht ankommenden Zigarettenpackungen erfolgt. Ein Abschnitt 124 dieser Fläche ist umklappbar.
Er ist bei 125 an einer drehbaren Achse 126 befestigt, die bei 127 in den seitlichen ortsfesten Wänden 59 und 60 des Schachtes 58 gelagert ist. Mit dieser Achse ist ein radialer Arm 128 fest verbunden, der unter Zwischenschaltung einer Lasche 129 mit dem beweglichen Teil 130 eines Elektromagneten 131 verbunden ist. Unter normalen Bedingungen fluchtet die Fläche 124 mit der Fläche 123 auf Grund der Wirkung einer Rückholfeder 132, die mit einem Ende bei 133 am ortsfesten Rahmen der Maschine und mit dem anderen Ende bei 134 an einem weiteren, ebenfalls mit der drehbaren Achse 126 fest verbundenen, radialen Arm 135 befestigt ist.
Die korrekte Fluchtung der beiden Flächen 123 und 124 wird durch den ortsfesten Anschlag 136 gewährleistet.
Die Erregung des Elektromagneten 131 wird von einem Impuls bewirkt, der von einem Speicher ausgeht, welcher, wie später näher erläutert wird, von Paaren von metallischen Fühlelementen wie 137 und 138 gesteuert wird, die in Serie in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet oder in entsprechender Weise angeordnet direkt durch solohe metallische Fühlelemente.
Diese Fühlorgane 137 und 138 sind bei 139 bzw.
140 angelenkt und der Wirkung einer Druckfeder 141 bzw. 142 ausgesetzt.
Ein zweites Paar von Fühlelementen 143 und 144, die in elastischem Eingriff mit der Oberfläche der Packungen durch die Federn 145 und 146 gehalten werden, wirken in analoger Weise und erregen ebenfalls den Elektromagneten 131.
Natürlich ist im Bereich des zweiten Schachtes 58a eine vollkommen gleichartige und symmetrische Konstruktion vorhanden. Die diesem Schacht zugeordneten Elemente werden daher mit gleichen Bezugszif fern, die mit dem Index a versehen sind, bezeichnet.
In der Folge wird die Arbeitsweise der Vorrichtung beschrieben, wobei vorher kurz das Problem, welches mit ihr gelöst werden soll, erläutert wird.
Wie bereits erwähnt wurde, sind die von der Verarbeitungsstrecke ankommenden Zigarettenpackungen im Bereich der Gummierungszonen der Umhüllungen noch feucht. Da es erforderlich ist, das Gummierungsmaterial vor der Weiterleitung der Zigarettenpackungen zu den nachfolgenden Verarbeitungsstationen trocknen zu lassen, wird in der erfindungsgemässen Vorrichtung wenigstens ein Trockenschacht vorgesehen, und zwar im dargestellten Beispiel 2, in den die Zigarettenpackungen von unten eingeführt werden. Die Packungen, die nach und nach zu den Schächten gelangen, treten von unten in diese ein und legen sich unter die bereits in den Schächten befindlichen Packungen, wobei durch das Ankommen neuer Packungen der Stapel der übereinanderliegenden Packungen fortschreitend angehoben wird.
Wenn man, angenommen, eine dieser Packungen verfolgt, so kommt diese, von anderen Packungen gefolgt, von der Verarbeitungsstrecke an und tritt us den Boden des Schachtes ein, wo sie sich unter den Stapel der bereits vorhandenen Packungen legt.
Hier beginnt eine Aufwärtsbewegung mit intermittierendem vertikalen Vorschub, bis dass die Packung zum oberen Teil des Schachtes gelangt, von wo aus sie an weitere Verarbeitungsstationen weitergeleitet wird.
Während der Verweilzeit im Inneren des Schachtes, deren Dauer auf Grund gewisser Parameter berechnet wird, und auf Grund des gleichzeitig auf die Oberfläche der Packungen von den darüberliegenden Packungen ausgeübten Druckes, erfolgt eine natürliche Trocknung des Gummierungsmaterials. Es ist daher er sichtlich, dass die Höhe des Schachtes in einer Beziehung zur vertikalen Vorschubgeschwindigkeit der Pakkung im Schachtinnern und, im Endeffekt, mit der Produktionskapazität der den Schacht speisenden Verarbeitungsmaschine und den Eigenschaften des Gummierungsmaterials usw. stehen muss.
Es wird nunmehr die Arbeitsweise der Vorrichtung im einzelnen beschrieben. Die aufeinanderfolgend in der Verarbeitungsmaschine gebildeten Zigarettenpakkungen P werden in die Führung 30 gebracht, in der sie sich aneinandergereiht schrittweise unter der Wirkung des Schuhes der nach und nach ankommenden Packungen vorbewegen. In einem bestimmten Augenblick gelangt eine Packung genau in das Innere jener der Kammern 28, 29, welche mit dem Kanal 30 fluchtet. Es wird nun auf die in der Zeichnung dargestellte Situation Bezug genommen.
In dieser Situation schiebt sich die Packung in das Innere der Kammer 28 hinein, während die oberen Platten 53 und 57 horizontal liegen und dadurch auf die Art eines beweglichen Bodens die untere Mündung des Speicherschachtes 58 abschlie ssen. Sodann werden auf Grund der Drehung des Nokkens 6 die Stangenelemente 17 und 18 durch die Wirkung des Hebels 12 axial verschoben und erfolgt folglich auch eine Verschiebung des Elementes 21, bis die Kammer 29 mit dem Kanal 30 fluchtet und die Kammer 28, in deren Inneren sich die Zigarettenpackung befindet, in den Bereich der Basis des Schachtes 58 gelangt.
Gleichzeitig dreht sich, da auch der Nocken 8 in Drehung versetzt wurde, die mit dem Arm 52 verbundene Platte 53 um den Anlenkpunkt 50 des letzteren, während der ebenfalls einer solchen Drehung unterworfene, im Inneren der Öse 51 laufende Block 52 eine Gegenbewegung um die Achse 55 des Armes 54 bewirkt. Dies hat eine Winkelbewegung der Platten 53 und 57 in entgegengesetzten Richtungen und nach aussen in bezug auf die Kammer 28 zur Folge.
Dadurch wird die Kammer selbst mit der Basis des über ihr befindlichen Schachtes 58 in Verbindung gesetzt.
In Phase mit der Entfernung der Platten 53 und 57 erfolgt die Anhebung des gabelförmigen Schieber Hebe-Elementes 43, welches von dem Nocken 7 gesteuert wird. Die Zinken der Gabel 43 greifen in die Rille 26 der Kammer 28 ein und schieben die in dieser Kammer befindliche Packung, auf welcher der ganze Stapel der vorher in den Schacht 58 eingeführten Packungen aufsitzt von unten nach oben. Daher hebt ,dme Gabel 43 die Packung in das Innere des Schachtes, wo die Packung den Boden des Stapels der bereits zugegenen Packungen bildet.
Natürlich werden die anderen Packungen im Inw neren des Schachtes von unten nach oben unl einen der Stärke der eben eingeführten Packung entsprechenden Schritt vorgeschoben.
Es ist offensichtlich, dass, wenn die Kammer 29 ihrerseits in Fluchtung mit dem Kanal 30 gebucht wurde, in derselben wie vorstehend beschriebenen Weise auch dort eine neue Packung eingeschoben wurde.
Nach Beendigung des eben beschriebenen Vorganges verschieben sich die stangenförmigen Elemente 17 und 18 neuerlich in der zur vorerwähnten Richtung entgegengesetzten Richtung, bis dass die Kammer 28 mit dem Kanal 30 fluchtet. Bevor diese Bewegung stattfindet, wurde die Gabel 43 unter die Basis der Kammer 28 gezogen, während die Platten 53 und 57 in die ausgerichtete horizontale Lage gebracht werden, um den Stapel von Zigarettenpackungen im Innern des Speicherschachtes 58 abzustützen.
Die in der Zwischenzeit in die Kammer 29 eingeführte Packung gelangt nun in den Bereich der Basis des Trockenschachtes 58a, wo sich die eben beschriebenen Vorgänge wiederholen. Die obigen Ausführungen lassen erkennen, dass alle von der Verarbeitungsstrecke ankommenden Zigarettenpackungen abwechselnd in die Schächte 58 und 58a verteilt werden, in welchen sie intermittierend und dauernd gestapelt vorgeschoben werden. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass, da die Packungen übereinanderliegend angeordnet sind, sie aufeinander drücken, jedoch keinerlei Beanspruchung in Längsrichtung und demnach in Richtung der Zigaretten achsen stattfindet. Dadurch wird eine Beschädigung der Zigaretten verhindert.
Da die unteren Abschnitte der Wände 62, 62a der Schächte auf Grund der Alternativbewegung der über die Hebel 74, 74a mit der Nockenwelle 65 verbunde nen Haken 78, 78a schwingend ausgebildet sind, wird die Anordnung der Packungen im Inneren des Schachtes erleichtert. Durch diese Schwingbewegung der Wände 62, 62a wird überdies auf die gummierten Böden der Packungen eine gewisse Druckwirkung ausge übt und die Verfestigung des Gummierungsmaterials unterstützt. Diese Wirkung ist, da sie von nur geringer Grösse ist und bereits zahlreiche Hüllen die Zigaretten umgeben, ohne Nachteil für die Unversehrtheit der letzteren.
Die Zeit, welche die Packungen benötigen, um vom Boden des Schachtes bis zur Spitze desselben zu gelangen, steht, wie bereits erwähnt wurde, in Beziehung mit der für die natürliche Trocknung des Gummierungsmaterials erforderliche Zeit.
Vor dem Erreichen des oberen Endes der Schächte werden die Packungen an zwei Fühlorganen vorbeige- führt. Von diesen Fühlorganen besteht das erste aus dem Paar von Blechen 137 und 138 (bzw. 137a und 138a) und ist dazu bestimmt, den Durchgang eines schadhaften Paketes, und zwar eines solchen, bei dem die Marke oder Etikette fehlt, festzustellen. In diesem Zusammenhang -wird in Erinnerung gerufen, dass die Oberseite der Packung, welche normalerweise zum Zwecke der Entnahme der Zigaretten geöffnet wird, aus Stanniolpapier besteht. Diese Seite wird von der Marke oder Etikette versiegelt. Es kann jedoch der Fall eintreten, dass aus irgendwelchen Gründen die Marke auf einer oder mehreren Packungen nicht angebracht wurde.
Da Idie Packung mit ihrer vorerwähnten Oberseite gegen das Paar von Fühlelementen 137, 138 (137a, 138a) weist, sind diese derart angeordnet, dass sie diese Seite im Bereich der Siegelmarke berühren. Es wird weiters in Erinnerung gerufen, dass diese Elemente in Serie in einem elektrischen Stromkreis geschaltet sind, welcher direkt an den Elektromagneten 131 oder an den erwähnten Speicher angeschlossen ist. Der Stromkreis ist jedoch normalerweise offen und wird bei Herstellung eines Kontaktes zwischen den Elementen 137, 138 (137a, 138a) geschlossen. Wenn daher die Marke zugegen ist, fungiert sie, da sie aus Papiermaterial besteht, als Isolierung zwischen den Kontaktflächen 137, 138 (137a, 138a).
Bewegt sich jedoch eine Zigarettenpackung ohne Marke vorbei, so streichen die Bleche 137, 138, (137a, 138a) direkt über das Stanniolpapier, welches, da es schwach leitend ist, die Verbindung zwischen den Blechen herstellt.
Dadurch wird direkt der Elektromagnet 131 erregt oder der Speicher gesteuert, welcher, sobald die Zigarettenpackung in den Bereich der umklappbaren Fläche 124, (124a) gelangt, den Elektromagneten 131, (131a) erregt, welcher durch das Anziehen des beweglichen Teiles 130, (130a) bewirkt, dass die Fläche 124, (124a) umgeklappt und folglich die nicht mit der Marke versehene Packung entfernt wird.
In vollkommen analoger Weise arbeiten die Fühlerpaare 143 und 144, (143a und 144a), welche dazu bestimmt sind, zu ermitteln, ob gegebenenfalls die Etikette oberhalb der ersten Stanniolpapierhülle der vorbeiwandernden Packung fehlt. Auch in diesem Falle wird die fehlerhafte Packung über die umkiappbare Fläche 124 (124a) entfernt.
Die schrittweise aufeinanderfolgend am Ende der Steigschächte und mit ihrer Unterseite mit der Führungsfläche 123 (123a) fluchtend ankommenden Pak- kungen werden von den Schieberarmen 120, (121), welche sich kontinuierlich zusammen mit der Kette 116, (117) bewegen, mitgenommen, vom Steigschacht entfernt und eventuellen weiteren Verarbeitungsstationen zugeführt.
Die beschriebene Vorrichtung weist den Vorteil auf, dass die Zigarettenpackungen während ihrer Bewegung im Inneren der Vorrichtung andauernd geführt und die gummierten Zonen konstant einer Druckwirkung ausgesetzt werden, wodurch die Möglichkeit einer allfälligen Ablösung der gummierten Lappen, beispielsweise wegen unzureichender Gummierung, verhindert wird.
In der Praxis konnte festgestellt werden, dass mit der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Überführung und Trocknung von Zigarettenpackungen, die von einer Verarbeitungsstrecke ankommen, die eingangs gestellte Aufgabe vollinhaltlich gelöst wird.
Insbesondere kann die Vorrichtung vorteilhaft Verarbeitungsmaschinen zugeordnet werden, bei denen die Bildung der Zigarettenpackungen quer zur Achse der Zigaretten erfolgt, da, analog zu den in diesen Maschinen getroffenen Massnahmen, in der erfindungsgemässen Vorrichtung die Zigaretten niemals axialen Kräften ausgesetzt werden, wodurch die Unversehrtheit des Aussehens und des Inhaltes der Zigaretten gewährleistet ist.
Weiters werden die Zigarettenpackungen während ihrer Bewegung im Inneren der Steigschächte andauernd im Bereich ihrer Flächen geführt, während die Trocknung des Gummierungsmaterials spontan und ohne Verwendung von Heizkörpern erfolgt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch bei Verpackungen anderer Produkte, insbesondere solcher, bei denen ähnliche Probleme wie bei Zigaretten auftreten, angewendet werden.