CH502957A - Verwendung von Polystyrol-Schaumstoff zum Aufsaugen von Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Verwendung von Polystyrol-Schaumstoff zum Aufsaugen von KohlenwasserstoffenInfo
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Description
Verwendung von Polystyrol-Schaumstoff zum Aufsaugen von Kohlenwasserstoffen Die Erfindung befasst sich damit, Kohlenwasserstoffe, z.B. öl, aufzusaugen. Diese Aufgabe stellt sich bekanntlich, wenn solche Stoffe in Gewässer gelangt sind. Von den bisher für solche Zwecke verwendeten Materialien haben Sägespäne den Nachteil, dass sie auch Wasser aufsaugen und deshalb zum Aufsaugen von öl oder Benzin auf Wasser wenig wirksam sind. Sand ist auf Wasseroberflächen nicht brauchbar, weil er untergeht, Perlstein hat eine verhältnismässig geringe Saugfähigkeit, verhältnismässig hohes Raumgewicht, er stäubt sehr stark und ist chemisch nicht neutral. An Sand oder Perlstein haftendes öl, Benzin oder dgl. ist schwierig zu verbrennen. Weiterhin ist als Material für diesen Zweck geschlos senzelliger oder praktisch geschlossenzelliger Polystyrol Schaumstoff in granulierter Form vorgeschlagen worden. Dabei ging man davon aus, dass Polystyrol wasserabstossend ist, von Kohlenwasserstoffen aber benetzt wird, und dass der aus dem Polystyrol, welches ein grösseres spezifisches Gewicht als Wasser hat, bestehende, geschlossenzellige Schaumstoff infolge der geschlossenen Zellen auf dem Wasser schwimmt, so dass die Oberfläche der Polystyrol-Schaumstoff-Granula von dem sich auf der Wasseroberfläche ansammelnden Kohlenwasserstoff benetzt wird. Die mit dem Kohlenwasserstoff oberflächlich benetzten Granula bilden eine schmierige Masse, was das Entfernen des verwendeten Granulats erschwert. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einer gegebenen Menge Polystyrol-Schaumstoff eine grössere Menge Kohlenwasserstoff als bisher aufzusaugen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass zum Aufsaugen von Kohlenwasserstoffen offenzelliger oder überwiegend offenzelliger Polystyrol-Schaumstoff in Flocken- oder Pulverform verwendet wird. Dabei werden vorzugsweise durch mechanisches Zerkleinern von Poly styrol- Schaumstoff erhaltene Flocken verwendet. Da der Schaumstoff offenzellig oder überwiegend offenzellig ist, d.h. dass die meisten oder alle Zellen untereinander und mit der Aussenluft in Verbindung stehen (DIN 7726), werden die Flocken bei dieser Verwendung nicht nur oberflächlich vom Kohlenwasserstoff benetzt, sondern der Kohlenwasserstoff dringt kapillar in die miteinander in Verbindung stehenden Zellen der Schaumstoffflocken ein, so dass die pro Volumeneinheit des Schaumstoffs aufgenommene Menge Kohlenwasserstoff ein Vielfaches der Menge ist, die durch Benetzen der Oberfläche der Flocken aufgenommen werden kann. Da Polystyrol wasserabstossend ist, dringt kein Wasser in die Zellen ein. Da der Kohlenwasserstoff nicht oberflächlich an den Schaumstoffteilchen haftet, sondern in die Zellen eindringt, ist die dadurch entstehende Masse nicht oder viel weniger schmierig als bei der bisherigen Verwendung von geschlossenzelligem Schaumstoff. Es ist zu bemerken, dass bei geschlossenzelligen Schaumstoffflocken mit poröser Oberfläche, deren Poren durch äussere, unvollständige und somit aussen offene Zellen gebildet sind, wie sie beispielsweise bei der Herstellung der Flocken durch Zerreissen grösserer geschlossenzelliger Schaumstoffstücke entstehen, der Kohlenwasserstoff nicht in die Poren eindringt, weil die Luft aus diesen innen geschlossenen Poren nicht entweichen kann. Dagegen kann bei den Flocken aus offenzelligem oder überwiegend offenzelligem Schaumstoff die Luft aus den Zellen entweichen, weil diese Zellen untereinander und mit der an die oberen Zellen angrenzenden Aussenluft in Verbindung stehen. Erst die Offenzelligkeit ermöglicht das Eindringen des Kohlenwasserstoffs ins Innere der Flocken. Indem die Flocken vorzugsweise durch mechanisches Zerkleinern, z.B. durch Zerreissen des Schaumstoffs hergestellt sind, enthalten sie aussen unvollständige Zellen und somit öffnungen, die grösser sind als die öffnungen, durch welche die Zellen untereinander in Verbindung stehen, was das Eindringen des Kohlenwasserstoffs und das Austreten der Luft erleichtert. Da das spezifische Gewicht der Kohlenwasserstoffe etwas kleiner, das des Polystyrols etwas grösser als dasjenige des Wassers ist, und da das Polystyrol nur einen kleineren Teil, die mit Kohlenwasserstoff gefüllten Zellen den grösseren Teil des Volumens der Flocken bilden, schwimmen auch die mit Kohlenwasserstoff vollgesaugten Flocken auf dem Wasser. Die Flocken können in einem solchen Masse überwiegend offenzellig sein, dass dieses Schwimen sichergestellt ist. Der Schaumstoff kann z.B. auf Wasseroberflächen, auf denen öl schwimmt, gestreut oder mittels eines Gebläses durch eine Leitung unter die Wasseroberfläche gebracht werden, von wo er dann aufsteigt. Der Schaumstoff kann auch als Filtermasse zum Filtrieren von mit Kohlenwasserstoff verunreinigtem Wasser angewandt werden, wobei diese Filtermasse im Falle eines Druckfilters zweckmässig mit Kalk behandelt wird, um die Wasseraufnahme der Filtermasse herabzusetzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCHVerwendung von offenzelligem oder überwiegend offenzelligem Polystyrol-Schaumstoff in Flocken- oder Pulverform zum Aufsaugen von Kohlenwasserstoffen.UNTERANSPRUCH Verwendung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch mechanisches Zerkleinern von Polystyrol-Schaumstoff erhaltene Flocken verwendet werden.
Priority Applications (7)
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| CH1662066A CH502957A (de) | 1966-11-16 | 1966-11-16 | Verwendung von Polystyrol-Schaumstoff zum Aufsaugen von Kohlenwasserstoffen |
| GB51862/67A GB1209607A (en) | 1966-11-16 | 1967-11-14 | Methods of absorbing liquid hydrocarbons |
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|---|---|
| CH502957A true CH502957A (de) | 1971-02-15 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| CH (1) | CH502957A (de) |
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1966
- 1966-11-16 CH CH1662066A patent/CH502957A/de not_active IP Right Cessation
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