CH503097A - Farbstoffe zum Schönen von schwarzen Illustrationstiefdruckfarben - Google Patents

Farbstoffe zum Schönen von schwarzen Illustrationstiefdruckfarben

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CH503097A
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Hoechst Ag
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Description


  
 



  Farbstoffe zum Schönen von schwarzen Illustrationstiefdruckfarben
Illustrationstiefdruckfarben sind physikalisch trocknende Druckfarben, die bekanntlich dadurch hergestellt werden,   dass-    ein farbgebender Anteil, z. B. Pigmente oder lösliche Farbstoffe, in einer Lösung geeigneter Harze in aromatischen Lösungsmitteln oder   aliphati-    schen Kohlenwasserstoffen dispergiert oder gelöst werden (vgl.  Der Moderne Druck  (1956), Seite 585 bis 588).



   Im Falle von schwarzen Tiefdruckfarben dient als farbgebender Anteil Russ. Je nach verwendeter Russqualität zeigen die damit erhaltenen Drucke einen mehr oder weniger starken Braunstich. Zur Erzielung eines neutralen oder blaustichigen Schwarztones werden in schwarzen Tiefdruckfarben in der Regel 1 bis   100/o    blaue Pigmentfarbstoffe zugesetzt. Dafür werden Phthalocyanine,   Miloribiau,    sulfierte Alkaliblaus und Phosphorwolframsäureverlackte, blaue basische Farbstoffe verwendet. Diese Schönungskomponenten haben den Nachteil, dass sie sich in Tiefdruckfarben schwer dispergieren lassen.



   Es wurde nun gefunden, dass sich als Schönungskomponenten für schwarze Illustrationstiefdruckfarben Blaubasen der Triphenylrosanilinreihe sowie   Schwarzbasen    auf Anilinbasis hervorragend eignen, wenn diese Farbbasen mit sauren natürlichen oder synthetischen Hartwachsen aufgeschlossen werden und die Aufschlüsse durch Verschmelzen mit geeigneten, in den Tiefdruckfarben löslichen Harzen und anschliessendes Vermahlen in eine in Tiefdruckfarben dispergierbare Form gebracht werden.



   Aufschlüsse von Farbbasen mit Fettsäuren, vorwiegend Ölsäure, wie sie in der grafischen Industrie zum Schönen von schwarzen   Rotationsdruckfarben    bekannt sind, können in Tiefdruckfarben nicht verwendet werden, weil sie beim Drucken solcher Farben sehr rasch durch das Papier hindurchwandern und auf der Rückseite ein Abbild des Druckes erzeugen (Durchschlagen).



  Hierdurch ist eine zweiseitige   Bedruckbarkeit    des Bedruckstoffes ausgeschlossen. Im   Gegensatz    dazu neigen die Farbbasenaufschlüsse mit saurem Montanwachs gemäss der vorliegenden Erfindung beim Druck nicht zum Durchschlagen durch das Papier.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen Schönungsfarbstoffe besitzen eine ausserordentlich hohe Farbkraft, damit verbunden eine sehr grosse Ausgiebigkeit. Sie übertreffen in diesem Punkt die bisher verwendeten Schönungsfarbstoffe sehr deutlich. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen   Schönungsfarbstoffe    ist ihre leichte Dispergierbarkeit in   Illustrationstiefdruckfarben,    ausserdem neigen sie praktisch nicht zur Flokkulation.



   Der Aufschluss der Farbbasen erfolgt mit natürlichen oder synthetischen sauren Wachsen, wobei man die für den Aufschluss einzusetzende Menge an Wachsen so bemisst, dass sich die Farbstoffe in der Schmelze vollständig lösen und die Mischung so lange erhitzt bis eine einheitliche Schmelze entsteht und dann den Aufschluss mit in den Tiefdruckfarben löslichen Harzen verschmilzt und anschliessend fein mahlt.



   Die hierzu erforderlichen Wachsmengen richten sich vor allem nach dem verwendeten Farbstoff und nach der Säurezahl der Wachse. Im allgemeinen kommen pro   (iewichtsteil    Farbbase wenigstens etwa 0,7 Gewichtsteile der sauren Wachse zur Anwendung. Bevorzugt kommen hierbei solche Wachse zum Einsatz, deren Säurezahl im Bereich zwischen etwa 100 und 140 liegt. Mit derartigen Wachsen beträgt das Verhältnis der Farbbase zu Wachs beim Aufschluss vorzugsweise 1:2 bis 1:4.



   Zweckmässig wird unmittelbar nach dem Basenaufschluss das Einschmelzen der Harze vorgenommen.



  Hierzu wird die gewünschte Harzmenge dem Aufschluss zugegeben und die Mischung bis zum Schmelzen der Harze weiter erhitzt. Die Erhitzung wird so lange weiter  fortgesetzt, bis eine einheitliche Schmelze entstanden ist.



  Um eine gute Dispergierbarkeit der   Ba & naufschlüsse    in den Tiefdruckfarben zu erreichen, wird die erkaltete Schmelze möglichst fein gemahlen. Beim nachfolgenden Einarbeiten der so hergestellten Präparationen in die Tiefdruckfarbe wird der Harzanteil herausgelöst, das zurückbleibende Farbbasen-Wachsgerüst bricht zusammen und lässt sich in der Tiefdruckfarbe fein dilspergie   regal.   



   Die für das Verschmelzen der Basenaufschlüsse erforderliche Menge an Harzen richtet sich im wesentlichen nach der Härte der Wachse und Harze. Die eingesetzte Menge an Harzen muss mindestens so gross sein, dass sich die erhaltene Schmelze aufgrund ihrer Härte gut zu einem feinteiligen Farbpulver vermahlen lässt. Im allgemeinen kommen etwa 20 bis 900 Gewichtsteile Harz auf 100 Gewichtsteile des Farbbasenaufschlusses zur Anwendung.



   Als   erfindungsgemäss    zu verwendende Farbbasen zur Herstellung der Schönungskomponenten kommen z. B. Blaubasen der Triphenylrosanilinreihe, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 098 652 beschrieben sind, sowie Anilinschwarzbasen, wie sie durch Zusammenschmelzen von Anilin   erhalten,    werden und wie sie im Colour Index Band 3 (1956) unter der Nummer C.I. 50 400 erwähnt sind in Betracht.



   Als saure natürliche oder synthetische Wachse, wie sie für den Aufschluss der Farbbasen eingesetzt werden, kommen vor allem Wachse auf Basis von Montansäuren oder deren Gemische mit Wachsalkoholen und/oder Wachsestern in Betracht, wie sie in dem  Laboratoriumsbuch für die Untersuchung   technischer    Wachs-Harzund   Olgemenge     von Fischer-Presting 3. Auflage (1958), Seiten 28, 51 und 181 beschrieben sind. Ferner kommen auch synthetische Wachse infrage, vor allem solche, die durch Copolymerisation von ungesättigten Kohlenwasserstoffen, insbesondere Äthylen und ungesättigten Carbon- und/oder ungesättigten Sulfonsäuren mit weniger als 6 Kohlenstoffatomen erhalten werden und wie sie z. B. in der belgischen Patentschrift 611 102 erwähnt werden. Es können auch Mischungen der sauren natürlichen und synthetischen Wachse eingesetzt werden.



   Als Harze zum Verschmelzen der Blasenaufschlüsse kommen die in den Illustrationstiefdruckfarben löslichen Harze infrage. Vorzugsweise werden die mit Phenolen modifizierten Kolophoniumharze beziehungsweise z. B.



  durch Calcium oder Zink metallisierte   Kolophoniumhar-    ze verwendet. Solche Harze sind z. B. beschrieben in dem Buch    < Lackkunstharze     von H. Wagner und H. F.



  Sarx, 4. Auflage (1959), Seiten 51 bis 54 und 236.



   Beispiel 1
20 g einer Triphenylrosanilinfarbbase, hergestellt nach Deutschem Bundespatent 1 098 652, Beispiel 4, werden mit 30 g Montanwachs mit der Säurezahl 145, der Verseifungszahl 116 und dem Tropfpunkt 81   0C    bei 95   OC    3 Stunden unter Rühren erhitzt. Anschliessend wird die Temperatur auf 160   OC    gesteigert und 50 g eines kolophoniummodifizierten Phenolharzes vom Schmelzintervall 95 bis 150   "C    und einer Säurezahl von 16 zugegeben. Nach 30 Minuten langsamen Rühren lässt man abkühlen. Die erstarrte Schmelze wird vorgebrochen und anschliessend in einer Labormühle fein vermahlen. Man erhält ein dunkelblaues Farbpulver.



   Beispiel 2
22 g Anilinschwarzbase C. I. 50 400 (vgl. Colour   ln-    dex Vol. 3 (1956)) werden mit 45 g Montanwachs mit der Säurezahl 130, der Verseifungszahl 150 und dem Tropfpunkt 83   "C    bei 100   OC    4 Stunden unter Rühren erhitzt. Anschliessend steigert man die Temperatur auf 170   OC    und gibt unter weiterem Rühren 70 g kolophoniummodifiziertes Phenolharz vom   Sohmelzintervall    140 bis   155 0C    und einer Säurezahl 70 zu und rührt   1/2    Stunde weiter. Man lässt abkühlen und bricht die erstarrte Schmelze vor. Die erhaltenen Brocken werden in einer Labormühle zu einem schwarzen Farbpulver vermahlen.



   Beispiel 3
3 g einer Triphenylrosanilinfarbbase, hergestellt nach Deutschem Bundespatent 1 098 652, Beispiel 5, werden mit 20 g Montanwachs der Säurezahl 115, der Verseifungszahl 135 und einem Tropfpunkt von 78   "C    während 2 Stunden unter Rühren auf   85 0C    erhitzt.



  Anschliessend steigert man die Temperatur auf 170   "C    und gibt unter Rühren 35 g eines Zinkkolophonats vom Schmelzintervall 120   OC-150      OC    und einer Säurezahl unter 20 zu. Nach einer weiteren Stunde lässt man Abkühlen und bricht die erkaltete Schmelze vor. Nach dem Mahlen resultiert ein blaues Farbpulver.

 

   Beispiel 4
15 g Triphenylmethanbase C. I. 44 045 B (vgl. Colour Index Vol. 3 (1956)) und 5 g einer Triphenylrosanilinfarbbase, hergestellt nach Deutschem Bundespatent 1 098 652, Beispiel 5, werden mit 30 g Montanwachs der Säurezahl 115 bis 130, der Verseifungszahl 135 bis 155 und dem Tropfpunkt 78 bis   83 0C    2 1/2 Stunden auf 100   "C    erhitzt. Danach steigert man die Temperatur auf 150   OC    und gibt 10 g eines kolophoniummodifizierten Phenolharzes vom   Schmelzintervall    95 bis 150   OC    und einer Säurezahl von 16 zu. Nach 20 Minuten kühlt man ab und bricht die erhaltene Schmelze vor. Nach dem Mahlen erhält man ein schwarzes Farbpulver.

 

   Den auf den Seiten 4 und 6 mit ihrer Colour-Index Nummer bezeichneten Farbstoffen kommen die folgenden Formeln zu:   C.I.   44045B       < Colour    Index Bd. 3, 1956)
EMI3.1     
 C.I. 50 400 (Colour Index Bd. 3, 1956)
EMI3.2     
 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Schönungsfarbstoffen für schwarze Illustrationstiefdruckfarben, dadurch gekennzeichnet, dass man Blaubasen der Triphenylrosanilinreihe und/oder Schwarzbasen auf Anilinbasis mit natürlichen oder synthetischen sauren Wachsen aufschliesst, wobei man die für den Aufschluss einzusetzende Menge an Wachsen so bemisst, dass sich die Farbstoffe in der Schmelze vollständig lösen, und die Mischung so lange erhitzt, bis eine einheiffiche Schmelze entsteht, und dann aden Aufschluss mit in den Tiefdruckfarben löslichen Harzen verschmilzt und anschliessend fein mahlt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis zwischen Farbbasen und sauren Wachsen 1:2 bis 1:4 beträgt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Aufschluss verwendeten sauren Wachse eine Säurezahl von mindestens 30, vorzugsweise zwischen etwa 100 und 140 besitzen.
CH1237967A 1966-09-05 1967-09-05 Farbstoffe zum Schönen von schwarzen Illustrationstiefdruckfarben CH503097A (de)

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