Industrie-Modelle GmbH, Frankfurt a. M.-Schwanheim (Deutschland)
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Leuchtschaltbild für Leuchtschaltwarte mit einer lichtdurchlässigen Tafel und einer an deren Rückseite haftenden und mit einer Schutzschicht überdeckten Bildschicht.
Viele der bekannten Leuchtschaltbilder haben heute noch als Abdeckung auf der Rückseite ein undurchsichtiges Blatt, beispielsweise aus Karton, das sich bequem abnehmen lässt, wenn man an dem eigentlichen Bild etwas ändern will.
Dieses wird unmittelbar auf die Rückseite der Glasplatte durch Aufkleben, Aufmalen oder eine sonstige Technik aufgetragen und dann mit der Abdeckung abgedeckt.
Es ist auch bekannt, auf die Rückseite der Glasplatte eines Leuchtschaltbildes einen matten, farblosen und transparenten Lack aufzutragen, der auch abwaschbar ist. Der Lack wird auf der gesamten Rückseite der Glasplatte, auch dort, wo die Schaltzeichen hinkommen oder aber nur dort, wo die Schaltzeichen hinkommen unmittelbar aufgetragen. Auf den Lack, nicht aber unmittelbar auf die Glasplatte, werden die Schaltzeichen aufgebracht. Die Aufgabe der Erfindung, die darin besteht, die Möglichkeit zu schaffen, Teile des Bildes von der Glasplatte wegzunehmen und durch andere zu ersetzen, ohne dass das ganze Bild erneuert werden muss, ist mit den bekannten Verfahren nicht zu lösen und ist auch nicht zu lösen beabsichtigt. Die Ausführung bei dem bekannten Leuchtschaltbild dient nur der Aufgabe, gewisse optische Effekte zu erzielen.
Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass die Schutzschicht lösbar an der Bildschicht haftet. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Elemente der Bildschicht unempfindlich gegen Chemikalien sind, die die Schutzschicht aufzulösen imstande wären.
Als Beispiel für die Ausführung der erfinderischen Idee wird vorgeschlagen, dass die Schutzschicht eine selbstklebende Folie ist, die von den Elementen der Bildschicht leicht lösbar und auf ihr selbsthaftend ist, oder dass sie eine flüssige aufzutragende Schicht ist zu deren Herstellung eine an sich bekannte farbartige Mischung aus Stoffen wie Pigmenten, Trocknern und dergleichen und einer Trägerflüssigkeit verwendet wird, von denen keiner die Elemente der Bildschicht angreift.
Im ersteren Fall kann man dort, wo man eine > 2inde- rung des Leuchtschaltbildes vornehmen will, die selbstklebende Folie abziehen und dann die Bildelemente auswechseln. Im zweiten Fall wischt man die Schutzschicht an der betreffenden Stelle ab.
Bekannt ist an sich, die Zeichen eines Leuchtschaltbildes aus einem Paket aus selbstklebenden Folien herauszunschneiden und auf die Platte aufzubringen. Zusammen mit den Bildteilen aus Paketen von selbstklebenden Folien kann dann die ganze Fläche des Leuchtschaltbildes mit irgendeinem überzug bespritzt werden. Hiernach zieht man die oberste Folie von dem Folienpaket samt dem darauf haftenden Anstrich ab und macht so das Schaltbild sichtbar. änderungen eines solchen Schaltbildes sind in der einfachen Weise, wie dies bei der Erfindung geschieht, nicht möglich.
Die Bildschicht kann ohne Bildträger unmittelbar auf die Rückseite der lichtdruchlässigen Tafel aufgebracht sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass die Buchstaben und Symbole des Bildes Wachsbuchstaben und Wachssymbole sind, die als erste auf die rückwärtige Fläche aufzubringen sind und dass die farbigen Flächen herkömmliche Farben sind. Die Bildschicht kann ausser den Buchstabensymbolen mehrere aufeinander folgende sich überdeckende Farblagen enthalten, die nach den Buchstaben und Symbolen aufeinanderfolgend auf die rückwärtige fläche der Tafel aufgetragen sind.
Bekannterweise sind ausgesparte Stellen, an denen Lichtsignale erscheinen sollen, transparent oder durchscheinend eingefärbt. Auf den ausgesparten Stellen kann eine farbige Folie auf die Aussenseite der Schutzschicht aufgeklebt sein. Die Schutzschicht ist vorzugsweise licht durchlässig. Für die ohne Durchbrüche hergestellten Leuchtschaltbilder finden vorzugsweise Glas, Sicherheits- oder Panzerglas Verwendung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es sind:
Fig. 1 eine Ansicht eines Leuchtschaltbildes,
Fig. 2 ein weggebrochenes Stück des Leuchtbildes nach Fig. 1 zerlegt dargestellt,
Fig. 3 die Einzelheit A aus Fig. 2, vergrössert dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Vorderseite des Leuchtschaltbildes.
Von der Rückseite her gesehen zeigt das Leuchtschaltbild eine gleichförmige einfarbige Fläche.
Ein Teil der Anlage wird mit Hilfe von Symbolen, Buchstaben und farbigen Flächen dargestellt. Die Symbole 1, 2, 3 und 4 stellen in dieser Reihenfolge eine Aufgabevorrichtung, einen Vormischer, einen Ablauf und einen Wasserbehälter dar. Zur Kennzeichnung werden Buchstaben B und zur Darstellung des Verfahrensablaufs Pfeile C und Leitungen verwendet. Aussparungen für Signallampen sind mit E bezeichnet. Das Ganze ist auf die Rückseite der Tafel F aufgetragen.
In Fig. 2 ist das Leuchtschaltbild zerlegt dargestellt.
Die Schichten sind in der Reihenfolge nebeneinander gezeichnet, wie sie auf der Glastafel F aufgebracht werden. Die Bildschicht G besteht zum Teil Gi aus Buchstaben, Symbolen, Pfeilen, Leitungen und dergleichen und zum Teil G2 aus Farblagen. Der Einfachheit halber wird unterstellt, dass sich die Teilschichten Gi und G2 in der gleichen Ebene befinden, wie dies durch die Eckenmarkierung angedeutet ist. In der gleichen Ebene befindet sich dann noch eine dritte Teilschicht, die jedoch nicht dargestellt ist, und die der gesamten Bildschicht ihre Grundfarbe gibt.
Zur Montage der Einrichtung werden zunächst die Symbole, Buchstaben, Pfeile und Leitungen sowie die Umrahmungen für markante Einzelteile auf die Glastafel F aufgebracht. Hierzu können die Teile der Bildschicht G1 Wachsbuchstaben, Wachspfeile, Wachsstriche usw. sein, wodurch sie eine gewisse körperliche Ausdehnung erhalten, die in Fig. 3 sichtbar gemacht ist.
Hier wurde die Einzelheit A stark vergrössert und in ihren Dimensionen etwas verzerrt herausgezeichnet. Anstelle der Verwendung von Wachsbuchstaben usw.
kann man den Teil Gi der Bildschicht auch von Hand durch Auftrag mit einem Pinsel oder durch Auf sprit- zen mittels Schablonen auf die Glastafel F aufbnngen.
Zugleich werden auch die Umrandungen für die Aussparungen E markiert.
Als nächstes wird die Teilschicht G2 der Bildschicht
G aufbracht, indem die Symbole für die Fördereinrichtung, den Vormischer und den Wasserbehälter farbig angelegt werden. Man verwendet unterschiedliche Farben, beispielsweise Blau für das Wasser im Wasserbehälter, Lichtblau für den Raum über dem Wasser des Wasserbehälters, bräunlich für den Vormischer und Lichtgrün für die Förderanlage mit Aufgabestelle und Abgabestelle.
Dann kann man das Ganze mit einer Farbschicht, beispielsweise mit einem Elfenbeinton, überspritzen, der als Hintergrund für das Bild dient.
Schliesslich wird als Schutzschicht H eine Aluminiumfarbschicht aufgespritzt, die das ganze Bild von der Rückseite her unsichtbar macht. Beim Auftragen der Teilschicht G2 des Bildes und der Schutzschicht H deckt man die Aussparungen E innerhalb ihrer Umrandung ab. Die Abdeckung kann nach Beendigung aller dieser Arbeiten leicht wieder entfernt werden, wodurch die Aussparungen frei werden. Man überklebt sie dann mit Stücken von dünnen bunten Folien verschiedener Farbe. Zur Verwendung als Schutzschicht H bieten sich selbstklebende Folien an, die man im Bedarfsfall wieder abzieht, ohne dass die darunter befindliche Bildschicht beeinträchtigt wird.